- Wer hat Angst vor dem schwarzen Mann - oder: die bösen Nebelungzüchter Beitrag #1
nebelungkerl
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Da das Thema anscheinend nicht nur uns alleine beschäftigt, habe ich beschlossen, einen neuen Thread zu starten. Ich erlaube mir, das ein oder andere Zitat aus diesem Thread zu benutzen, da von dort auch der Stein ins Rollen kam.
Einige grundlegende Fakten:
- die Rassestandards der Russisch Blau und der Nebelung sind identisch bis auf die Haarlänge.
- in die Rasse Nebelung dürfen ausschließlich Russisch Blau eingekreuzt werden
- auf einer der ersten Rassekazen-Ausstellungen im ausgehenden 19. Jh. wurde von einer "langhaarigen, blauen, russischen Katze" berichtet
- in Russisch Blau-Würfen kam es ab und an (selten) vor, dass einzelne langhaarige Kitten fielen
- Frau Cobb hat die Rasse nicht kreiert. Aus zwei Zufallsverpaarungen ihrer Hauskatze mit einem Russisch Blau-Mischling entstanden die beiden Gründertiere. Cobb hat der Rasse lediglich einen Namen verpasst und sich für die Festsetzung des Rassestandards stark gemacht
- ausnahmslos alle Nebelung müssen auf die Stammeltern Siegfried und Brunhilde zurückzuführen sein. Meines Wissens sind sie das auch
Outcross sollte man meiner Meinung nach erst dann machen, wenn es keine weitere theoretische Möglichkeit mit RB mehr gibt. Denn auch der rel. enge Genpool der RB ist um ein vielfaches größer als der der Nebs. Von daher gibt es da massig potenzial. wie gesagt, theoretisch zumindest.
Ich meine, die Intention hinter einem Variant-Wurf ist doch die Auffrischung der Nebelung-Gene. Wem sonst, als einem Nebelungzüchter, ist mit einem Variant denn geholfen? Ganz davon abgesehen, dass sich das "var." hinter der Rassebezeichnung doch durch den ganzen nachfolgenden Stammbaum zieht, solange die Nachfahren kurzhaarig bleiben. Die langhaarigen sind dann ja eh reinrassig und somit Nebelung.
1. die vereinslosen: abgehakt
2. diejenigen, die in der "Front"-Szene fest drin sind: alleine beim Wort Nebelung scheint da eine Sicherung durchzubrennen. Das war wohl aber such schon so, bevor ich selbst jemals etwas von der Rasse Nebelung gewusst habe
3. diejenigen, die dem Thema prinzipiell offen gegenüber stehen, die aber befürchten, dass sie auf die ein oder andere Weise gemobt würden, wenn das öffentlich würde.
Rosige Aussichten also.
Falls es noch eine 4. Gruppe geben sollte, bitte ich darum, dass sie sich bei mir meldet - auf Wunsch auch _sehr_ vertraulich.
Unser Weg für die Zukunft sieht folgendermaßen aus. Wir werden weiterhin versuchen, durch RB neues Blut in die Linien der Nebelung zu bringen. Wir werden weiterhin Öffentlichkeitsarbeit in Foren leisten, um die Rasse populärer zu machen. Wir werden weiterhin auf Ausstellungen gehen, um den Leuten da draußen zu zeigen, dass eine Nebelung nicht weniger Katze ist als eine andere. Und wir werden auch weiterhin versuchen, mit RB-Züchtern in Kontakt zu treten und unseren Standpunkt zu erläutern. Einige durften wir schon kennenlernen und heben mit ihnen ein tolles Verhältnis, wo man wirklich auch offen reden kann, aber es braucht einfach mehr.
Als großese Fazit möchte ich noch schreiben: es ist ein wunderbares Hobby, das uns eigentlich verbinden und nicht in Streiterein ausbrechen lassen sollte.
Viele Grüße,
Damijan
Einige grundlegende Fakten:
- die Rassestandards der Russisch Blau und der Nebelung sind identisch bis auf die Haarlänge.
- in die Rasse Nebelung dürfen ausschließlich Russisch Blau eingekreuzt werden
- auf einer der ersten Rassekazen-Ausstellungen im ausgehenden 19. Jh. wurde von einer "langhaarigen, blauen, russischen Katze" berichtet
- in Russisch Blau-Würfen kam es ab und an (selten) vor, dass einzelne langhaarige Kitten fielen
- Frau Cobb hat die Rasse nicht kreiert. Aus zwei Zufallsverpaarungen ihrer Hauskatze mit einem Russisch Blau-Mischling entstanden die beiden Gründertiere. Cobb hat der Rasse lediglich einen Namen verpasst und sich für die Festsetzung des Rassestandards stark gemacht
- ausnahmslos alle Nebelung müssen auf die Stammeltern Siegfried und Brunhilde zurückzuführen sein. Meines Wissens sind sie das auch
Ich ziehe meinen Hut vor der ausdauernden Selektion der RB-Züchter, das Langhaargen aus ihren Linien zu verbannen. Auch denke ich, dass es durchaus Linien gib (vor allem in D), die tatsächlich langhaargen-frei sind. Diese werden dann aber logischerweise relativ eng weiter gezogen.Zitat von russian
Zitat von nebelungcat![]()
Obwohl es sehr harschen Gegenwind gibt, was ich nicht verstehen kann.
diesen Gegenwind kenne ich leider, hat aber auch etwas damit zu tun, dass eben auch die Russen nicht frei von Langhaar sind. Ein altes Erbe aus der Nachkriegszeit, aber leider wird man die rezessiven Gene ja niemals los.
So, da haben wir nun schon den Kernpunkt des eigentlichen Problems: es ist nicht nur so, dass wir keine Zuchtkatze bekommen. Selbst wenn eine da wäre, stünden die Chancen sehr schlecht, einen Kater dafür zu finden...Zitat von russian:
Außerdem ist es ja auch eher unwahrscheinlich, daß ein R.Züchter eine Zuchtkatze bei einem Nebelungzüchter kauft.![]()
sollte er nicht tun, aber schwieriger wir es wenn er nicht bereit ist an einen Nebelungzüchter zu verkaufen, denn die Russen sind nun mal zu Genpoolerweiterung geeignet.
Obwohl ich da auch vorsichtig wäre, auch der Genpool der Russen ist eng, ein Outcross wäre vielleicht besser.
Outcross sollte man meiner Meinung nach erst dann machen, wenn es keine weitere theoretische Möglichkeit mit RB mehr gibt. Denn auch der rel. enge Genpool der RB ist um ein vielfaches größer als der der Nebs. Von daher gibt es da massig potenzial. wie gesagt, theoretisch zumindest.
Oh, Vereine hätten tatsächlich tolle Möglichkeiten - aber bring die erst mal unter einen Hut...Ich würde eine feste Regelung für besser halten, in meinem Verein haben alle kurzhaarigen Nebelung einen Stammbaumvermerk, der sie als nicht geeignet für die RB Zucht ausweist.
Ich auch. Und die anderen Neb-Züchter auch. Aber genau das wird uns vorgeworfen - dass wir mit dem Langhaargen Linien kaputtmachen. ( Und endlich kommt der böse schwarze Mann ins Spiel )Und ich würde auch keine kurzhaarigen Nebelung potent verkaufen, es sei denn in eine andere Nebelungzucht, das kann die RB Zucht vor Trägertieren sichern, denn die Befürchtungen dort verstehe ich schon.
Ich meine, die Intention hinter einem Variant-Wurf ist doch die Auffrischung der Nebelung-Gene. Wem sonst, als einem Nebelungzüchter, ist mit einem Variant denn geholfen? Ganz davon abgesehen, dass sich das "var." hinter der Rassebezeichnung doch durch den ganzen nachfolgenden Stammbaum zieht, solange die Nachfahren kurzhaarig bleiben. Die langhaarigen sind dann ja eh reinrassig und somit Nebelung.
Nun, es wurde in den letzte Jahrzehnten viel erreicht von dieser "Front", aber leider auch negativ Stimmung gemacht gegen die Nebelung. Tante Google leifert dasehr schnell sehr aussagekräftiges. Selbst auf Ausstellungen finden wir auf unserem Käfig früher oder später "Anti-Nebelung-Flyer". Keine Ahnung, wer die da ablegt, aber plötzlich sind sie da. Jedes mal...leider gibt es da einiges an verbohrtem Denken, ich kenne ja auch die RB Zucht und weiss wer mit federführend gegen die Nebelung wettert.
Hm da gibt es mehrere Lager.Von daher wäre mein Tipp an die Nebelungzüchter eigentlich, die Befürchtungen der Russenzüchter vielleicht ernst nehmen und gemeinsam mit ihnen zu überlegen, wie man das Problem umgehen kann. Hier öffentlich seinen Unmut zu äussern wird die Fronten sicherlich nicht erweichen und sicherlich nicht zu einer Verständigung beitragen. Wie meinst du, kannst du Nebelungen züchten/erhalten/verbessern, wenn du mit den Russenzüchtern auf Konfrontationskurs gehst?
1. die vereinslosen: abgehakt
2. diejenigen, die in der "Front"-Szene fest drin sind: alleine beim Wort Nebelung scheint da eine Sicherung durchzubrennen. Das war wohl aber such schon so, bevor ich selbst jemals etwas von der Rasse Nebelung gewusst habe
3. diejenigen, die dem Thema prinzipiell offen gegenüber stehen, die aber befürchten, dass sie auf die ein oder andere Weise gemobt würden, wenn das öffentlich würde.
Rosige Aussichten also.
Falls es noch eine 4. Gruppe geben sollte, bitte ich darum, dass sie sich bei mir meldet - auf Wunsch auch _sehr_ vertraulich.
Unser Weg für die Zukunft sieht folgendermaßen aus. Wir werden weiterhin versuchen, durch RB neues Blut in die Linien der Nebelung zu bringen. Wir werden weiterhin Öffentlichkeitsarbeit in Foren leisten, um die Rasse populärer zu machen. Wir werden weiterhin auf Ausstellungen gehen, um den Leuten da draußen zu zeigen, dass eine Nebelung nicht weniger Katze ist als eine andere. Und wir werden auch weiterhin versuchen, mit RB-Züchtern in Kontakt zu treten und unseren Standpunkt zu erläutern. Einige durften wir schon kennenlernen und heben mit ihnen ein tolles Verhältnis, wo man wirklich auch offen reden kann, aber es braucht einfach mehr.
Als großese Fazit möchte ich noch schreiben: es ist ein wunderbares Hobby, das uns eigentlich verbinden und nicht in Streiterein ausbrechen lassen sollte.
Viele Grüße,
Damijan



