Hallo ihr Lieben,
Ich wollte euch gerne auf dem Laufenden halten und euch gerne meine Eindrücke schildern. Vielleicht interessiert das ja die eine oder andere oder jemand, den das Thema betrifft, ließt das mal hier...
Also, die Fahrt hin und zurück zur Tierklinik für Mausi war anstrengend. Ich würde lügen, wenn ich etwas anderes behaupten würde, aber wir haben von der TÄ ein Medikament bekommen, was ich ihr das nächste Mal vor der Fahrt geben kann, damit sie ruhiger wird.
Nach einem wirklich langen und ausführlichen Gespräch wurde bei Elfriede die erste Chemo per Infusion vorgenommen. Der Plan ist dass sie für die nächsten 4 Wochen jede Woche eine Infusion bekommt (Preis 180€ pro Sitzung). Danach nur noch alle drei Wochen und das 6 Monate lang. Nach vier Wochen wird geschaut, wie der Tumor reagiert hat, ob er sich zurückgebildet hat und wie es ihr geht. Spricht der Tumor auf die Chemo an und geht es Friedchen soweit gut, kann weiter gemacht werden. Zuhause bekommt sie täglich Cortison als Tablette.
Ich muss sagen, dass sie direkt nach der Infusion wirklich alles andere als gut aussah. Es war wirklich ein schlimmes Bild. Sie zitterte am ganzen Körper, die Augen tränten massiv, richtig so als würde sie weinen. Dazu schien sie sich entweder übergeben zu haben oder gesäubert zu haben, denn alles war nass. Ich musste wirklich mit den Tränen kämpfen, sie tat mir so leid. Als wir dann Zuhause waren und endlich aus der Box raus durfte, war sie super drauf. Gleich was futtern gegangen und auf ihre Toilette. Sie springt auch wieder auf Möbel und ist gut drauf. Das hat mich schon etwas gefreut.
Nun zu meinen Gedanken: ich muss gestehen, ich habe Zweifel: Ich habe Angst ihr zu viel zuzumuten und ihr Lebensqualität zu nehmen durch diese wöchentlichen Infusionen. Die Kosten sind für mich gerade auch nicht gerade leicht zu stemmen, ich werde aber versuchen einen kleinen Kredit aufzunehmen. Auch dass das nächste halbe Jahr von festen Terminen und der täglichen Tablettengabe geprägt sein wird, macht mir Angst.
Wenn ich sie allerdings jetzt im Moment anschaue, möchte ich sie ungern aufgeben. Vor allem jetzt, wo der erste Schritt getan ist.
Ich überlege sie für die nächsten vier Wochen zu einem Bekannten in Rostock zu geben, welcher dann auch mit ihr zur Chemo gehen würde oder wodurch ich zumindest ihr die Fahrerei ersparen könnte. Allerdings würde ich sie gerne bei mir haben, denn wer weiss, wie lang sie wirklich noch hat und ein neues Heim, wenn auch nur vorübergehend, ist auch wieder Stress für sie und ich würde sie jetzt nicht gerne alleine lassen.
Ach, es ist echt schwierig. Ich weiss gerade nicht, was ich davon halten soll. Die TÄ in Schwerin und die andere aus Rostock meinten beide, sie würden an meiner Stelle die Chemo machen. Dennoch habe ich gerade Angst,dass alles finanziell, emotional und zeitlich nicht stemmen zu können.