- Aggressionen therapieren? Beitrag #1
ACFL
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Moin zusammen,
2015 fand ich einen etwa 4-5 Tage alten Kater in einer Plastiktüte auf einem Parkplatz. Ich habe ihn mit der Flasche großgezogen und er ist prächtig gediehen. 4 Jahre lebten wir zu zweit in einer großen Wohnung ohne Freilauf für ihn. Außer gelegentlichem Besuch und den Wohnungsnachbarn (mit 2 kleinen Hunden) kannte er nur mich. Er ist kastriert und durchgeimpft.
Da er keine Mutter hatte, die ihn erzog, ist er wenig sozialisiert und "verhaltensauffällig". Wir zwei kommen soweit miteinander aus, aber mehr als den Kopf zu kraulen und mal kurz über Rücken und Schwanz zu streichen lässt er nicht zu, aber nachts schläft er zwischen meinen Beinen und wenn er Zuwendung braucht, dann springt er mir auf die Schulter.
Nach unserem Umzug vor einem Jahr ist er Freigänger geworden. Anfangs noch sehr vorsichtig und zurückhaltend hat er sich inzwischen zu einem Terroristen entwickelt. Er lauert den Katzen und Katern im Dorf auf, verprügelt diese und wartet vor den diversen Katzenklappen auf seine "Beute". Auch vor Hunden und sogar Menschen weicht er nicht zurück und schlägt mit Krallen zu. Zu Hause schlägt er auch nach meiner Frau, obwohl er sie als Futterquelle kennengelernt hat und ihre Beine zwecks Futtererhalt umschmeichelt. Wenn sein Betteln nach Futter nicht sofort erhört wird, schlägt er nach den Beinen. (Kopf-) Streicheln hält er nur ein paar Minuten aus und schlägt dann nach der Hand oder beißt zu. Er erhält ausreichend Futter, d.h. es steht immer Futter für ihn bereit. Er liebt es, zur Fütterung "angekurbelt" zu werden, d.h., erst nach intensivem Streicheln von Rücken und Schwanz (hier läßt er es zu!) kann gefressen werden.
Inzwischen beschweren sich die Nachbarn, weil deren Katzen/Kater sich nicht mehr vor die Türe trauen, selbst der Husky eines Nachbarn hat Angst. Offensichtlich führen die unvermeidlichen Hierarchie- und Revierkämpfe zu keinem Resultat: er macht sich immer wieder über die Nachbarkatzen/Kater her, obwohl er selbst reichlich Wunden und Narben bei den Kämpfen davonträgt.
Das ganze geht jetzt schon einige Monate so, und ich weiß nicht, wie ich vorgehen soll, damit er weniger oder gar nicht mehr so aggressiv ist, sowohl im Haus als auch draußen.
Jegliche einschlägige Literatur zu dem Thema und/oder Ratschläge und Tipps sind wirklich mehr als willkommen.
Gruß
2015 fand ich einen etwa 4-5 Tage alten Kater in einer Plastiktüte auf einem Parkplatz. Ich habe ihn mit der Flasche großgezogen und er ist prächtig gediehen. 4 Jahre lebten wir zu zweit in einer großen Wohnung ohne Freilauf für ihn. Außer gelegentlichem Besuch und den Wohnungsnachbarn (mit 2 kleinen Hunden) kannte er nur mich. Er ist kastriert und durchgeimpft.
Da er keine Mutter hatte, die ihn erzog, ist er wenig sozialisiert und "verhaltensauffällig". Wir zwei kommen soweit miteinander aus, aber mehr als den Kopf zu kraulen und mal kurz über Rücken und Schwanz zu streichen lässt er nicht zu, aber nachts schläft er zwischen meinen Beinen und wenn er Zuwendung braucht, dann springt er mir auf die Schulter.
Nach unserem Umzug vor einem Jahr ist er Freigänger geworden. Anfangs noch sehr vorsichtig und zurückhaltend hat er sich inzwischen zu einem Terroristen entwickelt. Er lauert den Katzen und Katern im Dorf auf, verprügelt diese und wartet vor den diversen Katzenklappen auf seine "Beute". Auch vor Hunden und sogar Menschen weicht er nicht zurück und schlägt mit Krallen zu. Zu Hause schlägt er auch nach meiner Frau, obwohl er sie als Futterquelle kennengelernt hat und ihre Beine zwecks Futtererhalt umschmeichelt. Wenn sein Betteln nach Futter nicht sofort erhört wird, schlägt er nach den Beinen. (Kopf-) Streicheln hält er nur ein paar Minuten aus und schlägt dann nach der Hand oder beißt zu. Er erhält ausreichend Futter, d.h. es steht immer Futter für ihn bereit. Er liebt es, zur Fütterung "angekurbelt" zu werden, d.h., erst nach intensivem Streicheln von Rücken und Schwanz (hier läßt er es zu!) kann gefressen werden.
Inzwischen beschweren sich die Nachbarn, weil deren Katzen/Kater sich nicht mehr vor die Türe trauen, selbst der Husky eines Nachbarn hat Angst. Offensichtlich führen die unvermeidlichen Hierarchie- und Revierkämpfe zu keinem Resultat: er macht sich immer wieder über die Nachbarkatzen/Kater her, obwohl er selbst reichlich Wunden und Narben bei den Kämpfen davonträgt.
Das ganze geht jetzt schon einige Monate so, und ich weiß nicht, wie ich vorgehen soll, damit er weniger oder gar nicht mehr so aggressiv ist, sowohl im Haus als auch draußen.
Jegliche einschlägige Literatur zu dem Thema und/oder Ratschläge und Tipps sind wirklich mehr als willkommen.
Gruß

