Aggressionen therapieren?

Diskutiere Aggressionen therapieren? im Katzen-Erziehung Forum im Bereich Katzen allgemein; Moin zusammen, 2015 fand ich einen etwa 4-5 Tage alten Kater in einer Plastiktüte auf einem Parkplatz. Ich habe ihn mit der Flasche großgezogen...
ACFL

ACFL

Registriert seit
12.12.2020
Beiträge
3
Gefällt mir
6
Moin zusammen,
2015 fand ich einen etwa 4-5 Tage alten Kater in einer Plastiktüte auf einem Parkplatz. Ich habe ihn mit der Flasche großgezogen und er ist prächtig gediehen. 4 Jahre lebten wir zu zweit in einer großen Wohnung ohne Freilauf für ihn. Außer gelegentlichem Besuch und den Wohnungsnachbarn (mit 2 kleinen Hunden) kannte er nur mich. Er ist kastriert und durchgeimpft.
Da er keine Mutter hatte, die ihn erzog, ist er wenig sozialisiert und "verhaltensauffällig". Wir zwei kommen soweit miteinander aus, aber mehr als den Kopf zu kraulen und mal kurz über Rücken
und Schwanz zu streichen lässt er nicht zu, aber nachts schläft er zwischen meinen Beinen und wenn er Zuwendung braucht, dann springt er mir auf die Schulter.
Nach unserem Umzug vor einem Jahr ist er Freigänger geworden. Anfangs noch sehr vorsichtig und zurückhaltend hat er sich inzwischen zu einem Terroristen entwickelt. Er lauert den Katzen und Katern im Dorf auf, verprügelt diese und wartet vor den diversen Katzenklappen auf seine "Beute". Auch vor Hunden und sogar Menschen weicht er nicht zurück und schlägt mit Krallen zu. Zu Hause schlägt er auch nach meiner Frau, obwohl er sie als Futterquelle kennengelernt hat und ihre Beine zwecks Futtererhalt umschmeichelt. Wenn sein Betteln nach Futter nicht sofort erhört wird, schlägt er nach den Beinen. (Kopf-) Streicheln hält er nur ein paar Minuten aus und schlägt dann nach der Hand oder beißt zu. Er erhält ausreichend Futter, d.h. es steht immer Futter für ihn bereit. Er liebt es, zur Fütterung "angekurbelt" zu werden, d.h., erst nach intensivem Streicheln von Rücken und Schwanz (hier läßt er es zu!) kann gefressen werden.
Inzwischen beschweren sich die Nachbarn, weil deren Katzen/Kater sich nicht mehr vor die Türe trauen, selbst der Husky eines Nachbarn hat Angst. Offensichtlich führen die unvermeidlichen Hierarchie- und Revierkämpfe zu keinem Resultat: er macht sich immer wieder über die Nachbarkatzen/Kater her, obwohl er selbst reichlich Wunden und Narben bei den Kämpfen davonträgt.
Das ganze geht jetzt schon einige Monate so, und ich weiß nicht, wie ich vorgehen soll, damit er weniger oder gar nicht mehr so aggressiv ist, sowohl im Haus als auch draußen.
Jegliche einschlägige Literatur zu dem Thema und/oder Ratschläge und Tipps sind wirklich mehr als willkommen.
Gruß
 
12.12.2020
#1

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Aggressionen therapieren? . Dort wird jeder fündig!
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

Registriert seit
06.04.2014
Beiträge
5.195
Gefällt mir
3.669
Herzlich Willkommen,

als erstes wäre es für dich ggf. interessant diesen Thread zu verfolgen:

Auf einmal aggressiv

Als ihr beiden noch alleine gelebt habt, war er nicht aggressiv?
Wann ist er das geworden, erst mit dem Freigang? Auch erst dann deiner Frau gegenüber? Zu dir ist er ausschließlich lieb?
Schade das du damals kein 2. Kitten dazu geholt hast...Aber toll das du ihn gerettet hast! ::l
Einem Tierarzt wurde er vorgestellt, bzgl. der Aggressionen?

Das mit den Nachbarn ist natürlich echter Mist :-( ob das noch zu ändern ist, ist sehr fraglich. Es gibt leider solche Haudegen, selber einen hier gehabt, dass war echt schlimm für meine Katzen.
Wäre es denn möglich mit den Nachbarn eine Abmachung zu treffen, dass deiner z.B. nur nachts raus darf, die anderen tagsüber?

Du könntet es mit Zylkene versuchen, oder noch besser mit Homöopathie und einer Tierheilpraktikerin...Da habe ich bei Tieren sehr gute Erfahrungen gemacht, in versch. Bereichen.

LG Jo
 
PCKatze

PCKatze

Registriert seit
25.10.2008
Beiträge
1.621
Gefällt mir
1.963
Oh, was für eine Geschichte. Der Kater hat leider nicht von der Mutter und Katzengeschwister Sozialverhalten und draußen zurechtkommen gelernt.
Das lernen die Kitten in den ersten Wochen.

Ich würde mit dem Kater viel spielen, bis er müde ist.
Er muss Jagen, bis ihm die Puste ausgeht. So kann er seine Aggressionen los werden.
Katzenspielzeug und Zeit dazu ist angesagt.

Den Kater würde ich nicht mehr rauslassen, damit es zu keine Klagen vor Gericht kommt. Wenn nachweislich dein Kater andere Katzen oder Hunde verletzt, können Tierarztkosten auf dich zu kommen.
Er hat ja nicht von der Katzenfamilie gelernt draußen zurecht zu kommen. Und weil er sich draußen nicht zurecht findet, endet es in Prügelei. Das macht er vermutlich aus Angst. Aus Angst schlägt er auch zu Hause rum.

Natürlich würde ich zum Tierarzt mit dem Kater fahren, um körperliche Erkrankung auszuschließen.
Vielleicht braucht der Kater Medikamente gegen psychische Erkrankung. Bitte den Tierarzt darnach fragen, was gegen seine Angst hilft.
 
Zuletzt bearbeitet:
_hannibal_

_hannibal_

Registriert seit
31.05.2018
Beiträge
288
Gefällt mir
136
Hi,
ich bin jetzt mal kurz und knapp direkt, sorry.
Das klingt nach einem extrem verzogenen und völlig verhätscheltem super Prinzen, der noch nie je eine Grenze in seinem Leben bekommen hat. Vermutlich wurde das verhätscheln durch die schlimme Fundsituation ausgelöst, oder? Man hat mitleid mit so kleinen Würmern, das kann ich gut verstehen und auch nachvollziehen, ich hatte eine ähnliche Situation mit meinem ersten Kater, aber nicht so extrem wir ihr.
Euer Prinz meint er ist der Herrscher der Welt und wer sich nicht fügt, bekommt auf die Fresse.
Das Verhalten bei ihm hat sich schon extrem gefestigt und eigentlich müsste man sofort anfangen ihm zu zeigen, dass sein Verhalten euch und den anderen Tieren gegenüber so völlig daneben ist. Vom Bauchgefühlt her hätte ich schon ein paar Tipps im Kopf, jedoch kenn ich euren Kater nicht und weiß nicht wie er darauf reagiert, vermutlich agressiv.
Ich würde euch eine gute Tiertherapeutin empfehlen, die euch zeigen kann, wie man ihn am besten umerzieht ohne dass jemandem was passiert. Das würde ich euch wirklich ans Herz legen, denn das Verhalten wird mit sicherheit nicht besser.
 
PCKatze

PCKatze

Registriert seit
25.10.2008
Beiträge
1.621
Gefällt mir
1.963
Hi,
ich bin jetzt mal kurz und knapp direkt, sorry.
Das klingt nach einem extrem verzogenen und völlig verhätscheltem super Prinzen, der noch nie je eine Grenze in seinem Leben bekommen hat. Vermutlich wurde das verhätscheln durch die schlimme Fundsituation ausgelöst, oder? Man hat mitleid mit so kleinen Würmern, das kann ich gut verstehen und auch nachvollziehen, ich hatte eine ähnliche Situation mit meinem ersten Kater, aber nicht so extrem wir ihr.
Euer Prinz meint er ist der Herrscher der Welt und wer sich nicht fügt, bekommt auf die Fresse.
Das Verhalten bei ihm hat sich schon extrem gefestigt und eigentlich müsste man sofort anfangen ihm zu zeigen, dass sein Verhalten euch und den anderen Tieren gegenüber so völlig daneben ist. Vom Bauchgefühlt her hätte ich schon ein paar Tipps im Kopf, jedoch kenn ich euren Kater nicht und weiß nicht wie er darauf reagiert, vermutlich agressiv.
Ich würde euch eine gute Tiertherapeutin empfehlen, die euch zeigen kann, wie man ihn am besten umerzieht ohne dass jemandem was passiert. Das würde ich euch wirklich ans Herz legen, denn das Verhalten wird mit sicherheit nicht besser.
Oh nein, der Kater hat Angst und braucht Medikamente gegen die Angst, das ist meine Überzeugung.
Aus Angst ist er so aggressiv.
Es gibt auch Psychische Erkrankungen bei Katzen, die mit Medikamenten behandelt werden können.
Der Tierarzt muss sich den Kater ansehen, und gegebenenfalls Psychopharmaka verabreichen.
Dann kann man weiter mit dem Kater arbeiten.
 
_hannibal_

_hannibal_

Registriert seit
31.05.2018
Beiträge
288
Gefällt mir
136
Oh nein, der Kater hat Angst und braucht Medikamente gegen die Angst, das ist meine Überzeugung.
Aus Angst ist er so aggressiv.
Es gibt auch Psychische Erkrankungen bei Katzen, die mit Medikamenten behandelt werden können.
Der Tierarzt muss sich den Kater ansehen, und gegebenenfalls Psychopharmaka verabreichen.
Dann kann man weiter mit dem Kater arbeiten.
Kater, die Angst haben greifen in solchem Ausmaß nicht an.

Wie kommst du denn auf diese Einschätzung?
 
Brummi

Brummi

Registriert seit
12.08.2012
Beiträge
7.714
Gefällt mir
4.083
Also ich finde nicht, dass das nach Angst aussieht, wenn sogar ein relativ großer Hund von ihm angegriffen wird.::?
 
PCKatze

PCKatze

Registriert seit
25.10.2008
Beiträge
1.621
Gefällt mir
1.963
Kater, die Angst haben greifen in solchem Ausmaß nicht an.
Kater die Angst haben verkriechen sich oder machen andere Sachen.
Dieser greift alles an, vor dem er Angst hat. Der Kater muss auf jeden fall beruhigt werden.
Das kann nur der Tierarzt regeln.
Wie kommst du denn auf diese Einschätzung?
Muss ich darauf antworten? Psychische Erkrankung ist eine Möglichkeit, die auf den Kater zu trifft. Immerhin greift er große Hunde an, und zu hause macht er ja auch diesen Ärger. Der Kater braucht Hilfe, keine strafen. Und wenn das Tier die richtigen Medikamente bekommt, die gegen Angst helfen, wird es ein lieber Kater werden.
 
PCKatze

PCKatze

Registriert seit
25.10.2008
Beiträge
1.621
Gefällt mir
1.963
Außerdem muss ja erstmal abgeklärt werden, ob es eine körperliche Ursache gibt, deshalb erst mal zum Tierarzt. Und wenn körperlich nichts vorliegt, sollte man psychische Erkrankung in Betracht ziehen.

Hier ein Artikel zu dem Problem:
Katzen: Empfindlich für psychosomatische Erkrankungen (atn-ag.de)
 
_hannibal_

_hannibal_

Registriert seit
31.05.2018
Beiträge
288
Gefällt mir
136
Schade, ich hätte es interessant gefunden warum das so siehst
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

Registriert seit
06.04.2014
Beiträge
5.195
Gefällt mir
3.669
Oh nein, der Kater hat Angst und braucht Medikamente gegen die Angst, das ist meine Überzeugung.
Aus Angst ist er so aggressiv.
Puh, also ich finde mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein. Du bist ja kein Tierarzt und kennst das Tier nicht.
Du kannst schreiben, es könnte sein das er Angst hat und deshalb aggressiv ist, aber nicht das er es ist.
Und gleich mit Psychopharmaka zu kommen, finde ich echt heftig...
 
PCKatze

PCKatze

Registriert seit
25.10.2008
Beiträge
1.621
Gefällt mir
1.963
Schade, ich hätte es interessant gefunden warum das so siehst
Tut mir Leid. Darum geht es in diesem Beitrag nicht. Ein Kater, der sogar Hunde angreift, ist in Lebensgefahr. Der nächste Hund könnte den Kater Tod beißen.

Da bin ich überhaupt nicht interessiert, sondern habe Angst um den unter Dauerstress verängstigten Kater, dem geholfen werden kann, wenn er die richtigen Medikamente bekommt.

Ein Tierarzt muss begründen, warum das so ist. Ich nicht, bin kein Tierarzt.
 
Martina59

Martina59

Registriert seit
10.02.2020
Beiträge
584
Gefällt mir
545
Also dass ein Kater Hunde angreift hab ich auch schon in der Nachbarschaft erlebt.
Und dieser Kater hatte überhaupt keine Angst und hat jeden Kampf, auch mit größeren Hunden gewonnen.
Ein aggressiver Kater ist ein echter Gegner für einen Hund und die wenigsten Haushunde haben ja Erfahrung mit Kampfkatzen
Er hat sich auch nicht von jedem Menschen anfassen lassen, nur die Tochter der Familie konnte ihn händeln, der Fall hat also gewisse Ähnlichkeiten.

Allerdings ist unbekannt ob es sich um eine Handaufzucht handelte, er war ein Fundtier.

Der Kater war nicht krank und auch sonst nicht beeinträchtigt. Er war einfach ziemlich größenwahnsinnig. Ob man das bei Katzen therapieren kann oder sollte, keine Ahnung

Er ist übrigens (zum Leidwesen der Hundebesitzer im Wohngebiet) ziemlich alt geworden und friedlich zu Hause gestorben.
 
PCKatze

PCKatze

Registriert seit
25.10.2008
Beiträge
1.621
Gefällt mir
1.963
Puh, also ich finde mit solchen Aussagen sollte man vorsichtig sein. Du bist ja kein Tierarzt und kennst das Tier nicht.
Du kannst schreiben, es könnte sein das er Angst hat und deshalb aggressiv ist, aber nicht das er es ist.
Und gleich mit Psychopharmaka zu kommen, finde ich echt heftig...
Was ist daran so heftig, warum vorsichtig sein?
Wie kommt es zu Schaden, durch meine Aussage?

Weil ich vorschlage einen schlimm kranken Kater zum Tierarzt zu schicken?
Und psychische Erkrankung als Möglichkeit anzeige, damit er die richtigen Medikamente bekommt, die ihm helfen können?
 
Thema:

Aggressionen therapieren?

Aggressionen therapieren? - Ähnliche Themen

  • Aggression bei 12wöchigem Kater

    Aggression bei 12wöchigem Kater: Moin meine lieben Katzenfreunde! Vor drei Wochen ist endlich mein kleiner Kater zu mir gekommen. Wer rechnen kann merkt - eigentlich zu früh -...
  • der weg meiner flocke .. von der Aggression zu.. siehe Bilder

    der weg meiner flocke .. von der Aggression zu.. siehe Bilder: Hey die Vorgeschichte und Probleme mit meiner flocke und den 2 Katern ist hier im Forum zu finden (einfach über meinen Nick suchen) um so...
  • Ähnliche Themen
  • Aggression bei 12wöchigem Kater

    Aggression bei 12wöchigem Kater: Moin meine lieben Katzenfreunde! Vor drei Wochen ist endlich mein kleiner Kater zu mir gekommen. Wer rechnen kann merkt - eigentlich zu früh -...
  • der weg meiner flocke .. von der Aggression zu.. siehe Bilder

    der weg meiner flocke .. von der Aggression zu.. siehe Bilder: Hey die Vorgeschichte und Probleme mit meiner flocke und den 2 Katern ist hier im Forum zu finden (einfach über meinen Nick suchen) um so...
  • Top Unten