Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft

Diskutiere Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft im Katzen-Freigang Forum im Bereich Katzen allgemein; Ich bin ja eine routinierte Freigänger-Dosi, aber ich sage immer noch, dass eine Freigänger-Katze sich nicht positiv aufs Nervenkostüm auswirkt...
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #21
Ich bin ja eine routinierte Freigänger-Dosi, aber ich sage immer noch, dass eine Freigänger-Katze
  • sich nicht positiv aufs Nervenkostüm auswirkt,
  • dass sie mit Sicherheit an dem einen oder anderen grauem Haar schuld ist und
  • dass man Katzen hassen kann, wenn sie nicht zur Futterzeit zu hause sind und
  • dass man die selben Katzen tränenüberströmt in den Arm nimmt, wenn sie mit einigen Stunden Verspätung auftauchen als ob sie nur mal ein paar Minuten weg waren.
Ich wünsche Dir die nötige Gelassenheit und starke Nerven.

Aber so nervtötend es sein kann, wenn Kimi Dein Gesichtsfeld mal verlässt, er ist mit Sicherheit glücklicher so! Und das ist doch das Wichtigste!
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #22
Hat er es tatsächlich geschafft! Dass dir diese Entscheidung nicht leichtgefallen ist, kann ich mehr als gut nachvollziehen, Petra. Respekt kann ich nur sagen. Ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde. :oops:
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #23
mortikater schrieb:
Eins weiß ich nun aber, man kann theoretisch in irgendwelchen Threads diskutieren, ob man Freigang gewähren will oder nicht, aber man sollte vorher die Katze fragen.

Jetzt musste ich doch grinsen und kann Dir nur zustimmen ::bg
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #24
Kimis Weg in die Freiheit startet über diesen Baum. Das ist ein altes Bild, da war der Baum noch höher, letztes Jahr.



Dann balanciert er - schon hinter dem Netz - auf Nachbars Zaun.





Er erreicht das Mäucherchen, schaut sinnend in die Ferne - dies alles ist mir untertänig - und dann springt er.



Schockierter Beobachter war Mette, die auch sofort nachsehen wollte, wo Kimi abgeblieben ist.

 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #25
Man wundert sich auf welch dünnen Ästen Katzen sich trauen zu balancieren. Mag er sich auch durchbiegen - solange er nicht bricht, ist es o.k. Und das Herumtänzeln auf dem schmalen Zaun - eine der leichtesten Übungen. Eine Pfotenbreite langt zum sicheren Gehen. Schöne Bilder von Deinem Freiheitshelden.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #26
Hatzeruh`s Mama schrieb:
Ich wünsche Kimi viele glückliche Stunden in Nachbar`s Garten und Dir Nerven wie Drahtseile.

Im Moment rifft nur das Erste zu.:cry:

sonnenschein* schrieb:
ich wünsch dir nur ganz seltene momente der panik,aber ausbleiben wird die wohl bei keinem der freigänger hat:?

Das ist eine ganz neue Gemeinschaft für mich...

Kalimera schrieb:
Hallo Petra,

ich kann Deine Entscheidung gut verstehen. Ricky bekam aus dem gleichen Grund Freigang. Er hat nach seinem ersten "Ausbruch" so lange Terror gemacht, bis ich es nicht mehr ertragen konnte, ihn so unglücklich zu sehen.

Genau das ist der Grund, ich kann es auch nicht ertragen zu wissen, daß er unglücklich ist.


Eroica schrieb:
aber ich sage immer noch, dass eine Freigänger-Katze mit Sicherheit an dem einen oder anderen grauem Haar schuld ist und

Wenn er so weiter macht, sehe ich bald aus wie Gandalf der Graue.
silbertabby schrieb:
Hat er es tatsächlich geschafft! Dass dir diese Entscheidung nicht leichtgefallen ist, kann ich mehr als gut nachvollziehen, Petra. Respekt kann ich nur sagen. Ich weiß nicht, ob ich das schaffen würde. :oops:

So wie Kimi sich das vorstellt, schaffe ich es auch nicht.

Der Haussegen hängt schief.

Gestern abend kam ich um 19.00 Uhr nach Hause, ließ Kimi wohlweislich ohne Abendessen raus und dachte, er käme dann mal wieder. Kurz vor 23 Uhr und kurz vor einem Herzinfarkt - es war natürlich schon dunkel - hörte ich ihn "singen". Dachte, der Bauerskater würde Kimi massakrieren und stürzte raus. Aber da war nur Kimi. Mich fletschte er dann auch gleich an. Ich rannte wieder nach Hause in den Garten und rappelte wie ein Idiot mit dem Trockenfutter. Das zog dann auch, Hunger hatte er wohl und er kam über den Zaun in den Garten gehüpft. Wirklich geschickt, das muß man ihm lassen.

Aber so geht das nicht. Genau das wollte ich nicht, daß er im Dunkeln rumläuft. Außerdem wollte ich eigentlich auch mal ins Bett gehen. Er kann aber nur rein, wenn die Terrassentür auf ist. Katzenklappe haben wir nicht und kriegen wir auch nicht. Erstens ist es mir zu teuer (doppelverglaste Terrassentür) und zweitens will ich es nicht.

Es geht auch nicht immer, daß er verschwindet sobald ich die Terrassentür aufmache und dann erst nach acht Stunden wiederkommt. Wenn ich samstags was vorhabe, lasse ich die Katzen nachmittags raus, aber wenn ich fahre, müssen sie rein. Dann kann ich nicht warten bis Kimi um Mitternacht nach Hause kommt.

Ich hatte so an ein, zwei Stündchen Freiheit gedacht, Kimi an ganze Nächte. Dolce Vita, kein Wunder bei diesem Wetter.

Dann ist er auch noch so ungnädig, wenn er nach Hause kommt. Läßt sich nicht anfassen, nicht kraulen, mault mich an. Gestern war ich den Tränen nahe. Gar nicht mehr mein süßes Kimi-Baby. Ich opfere meine Nerven und er sieht mich nur noch als Spaßbremse.

Ich habe heute versucht ganz in Ruhe über das weitere Vorgehen nachzudenken. Tagsüber kann er gehen, das ist okay (wenn ich zu Hause bin), das ist aber nur Do und Sa nachmittag und eben der Sonntag. An den normalen Abenden werde ich ihm sein Schlupfloch verbauen. Ich will nicht, daß er hier im Dunkeln rumläuft, hier sind schon genug Katzen überfahren worden, das Risiko ist mir zu groß.

Heute war ich um 14.00 Uhr zu Hause. Kimi war von 14.00 - 17.00 Uhr weg und dann noch mal bis 19.00 Uhr. Danach habe ich die Tür zugemacht. Er ist jetzt auch völlig platt und schläft seit dem Abendessen.

Wenn ich in ein paar Jahren nur noch halbtags arbeite, können wir die Sache neu verhandeln, aber erst mal werden wir mit dem Kompromiß leben, den ich mir ausgedacht habe.

Ich weiß nicht was schlimmer ist, CNI oder Freigänger.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #27
mortikater schrieb:
Ich weiß nicht was schlimmer ist, CNI oder Freigänger.
::bg

Behalte einfach deinen Humor, dann wird das schon alles ::knuddel

Dein Kompromiss ist doch in Ordnung. Nachts würde ich ihn auch nicht rauslassen, schon gar nicht, wenn die Gegend nicht wirklich freigängergeeignet ist.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #28
mortikater schrieb:
Wenn ich in ein paar Jahren nur noch halbtags arbeite, können wir die Sache neu verhandeln, aber erst mal werden wir mit dem Kompromiß leben, den ich mir ausgedacht habe.

ach petra,ich wünsche dir ganz ehrlich,dass dies bei dir funktioniert!!!
vielleicht hast legst du ein besseres verhandlungsgeschick ab als ich:oops:

ich hatte einen ähnlichen deal mit valentin,aber nachdem er pünktlich zur dämmerungszeit an der wohnungstüre sass u.maunzte u.maunzte über stunden.
bin ich erst mit ihm zum TA hormonspiegel bestimmen::bger war schliesslich ein krypto u.nachdem er sich plötzlich so veränderte,hoffte ich das da was vergessen wurde:oops:aber der befund war eindeutig negativ u.dann gabs halt katzenklappe u.graue haare,aber ein zufriedener kater zumindest meistens:lol:
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #29
mortikater schrieb:
Aber so geht das nicht. Genau das wollte ich nicht, daß er im Dunkeln rumläuft. Außerdem wollte ich eigentlich auch mal ins Bett gehen. (...........)

Es geht auch nicht immer, daß er verschwindet sobald ich die Terrassentür aufmache und dann erst nach acht Stunden wiederkommt. (.........)

Ich hatte so an ein, zwei Stündchen Freiheit gedacht, Kimi an ganze Nächte. Dolce Vita, kein Wunder bei diesem Wetter.
Sagen wir es mal so: Zuerst war er ja brav und nur stundenweise weg. Bis er draußen Sicherheit gewonnen hat. Aber jetzt ist Sommer und draußen alles viel zu spannend.

Dein Kleiner hat keine Moral (wie kaum eine Katze) und von einer Vereinbarung mit Dir weiß er nichts. Jawohl, ganze Nächte. Was denn sonst ? Du gehst ihm ja nicht verloren. Ob er Dir verloren geht, wird ihm wohl nicht egal sein - aber das ist doch jetzt erst einmal sekundär. Wenn es im Herbst wieder kühler wird, wird er wahrscheinlich wieder häuslicher werden.

Wenn Du dir Deine Seelenruhe bewahren willst, gehe schlafen, wann Du schlafen gehen willst. Er hat doch bei euch im Garten so eine Hütte (die von Tom ?). Da muss er dann eben bis zum Frühstück warten.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #30
mohrchen ist auch freigänger.

im winter ist er eine hauskatze mit schnell-mal-draussen-pieseln-status. ansonsten liebt er sein warmes haus über alles.

sobald es wärmer wird, habe ich wieder einen draussen-kater. er schläft auch die ganzen nächte ausser haus, kommt nur zum fressen nach hause, bewegt sich aber zum grössten teil im garten. als nächtlichen unterschlupf bei schlechtem wetter hat er im schuppen noch einen schlafplatz.

zum kuscheln kommt er immer. seine streicheleinheiten braucht er, aber ansonsten ist die warme jahreszeit seine absolute freigängerzeit. ich versuche auch gar nicht, ihn im haus zu halten, da würde er am rad drehen. und er kommt ja immer wieder.

versuchs einfach und lass deinen kater machen. er wird immer wieder nach hause finden.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #31
Naja - es ist schon ein Unterschied, ob man in einer Gegend lebt, die man grundsätzlich für sicher genug hält, um Freigänger zu halten oder ob man in einer Gegend lebt, die man eben nicht für sicher hält und man die Katze nur rauslässt, weil man das Gefühl hat, dass sie die Freiheit unbedingt braucht, oder?

Ich finde es schon sehr mutig, ihm das Schlupfloch überhaupt zu lassen. Aber nachts rauslassen? Bzw. rauslassen wenn man nicht zu Hause ist und keine Katzenklappe zur Verfügung steht?
Würde ich auch nicht machen.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #32
Ich hab mir schon gedacht, daß das mit den kurzen Ausflügen nichts wird... :?

Julia hat recht. Ich weiß selber, wie sehr das an die Nerven geht, und das, obwohl Freigänger bei uns eher wenig zu befürchten haben (abgesehen von den Idioten, die sich nicht an das Schritttempo in der Spielzone halten :x). Ich weiß die Katzen allerdings lieber nachts draußen, wo es weder gassigehende Hunde noch zuviele Menschen noch fahrende Autos auf unserem Gut gibt. Das Schlimmste, was sie im Wald treffen könnten, sind Waschbären, Füchse und Marder. Blessuren hat mir bislang aber keine Katze nach Hause gebracht.

Petra wohnt ja nicht so idyllisch. Wenn sie dann weg muss oder schlafen gehen will und Kimi ist noch draußen...?! Da hat sie ja keine ruhige Minute. Nein, da muss man wirklich in erster Linie mal an die eigene Seelenruhe denken. Kimi wird ja nicht wie im Knast gehalten, er hat ein katzengerechtes Haus und einen Garten.

Ich kenne dieses ungnädige Getue, wenn Katze reinkommt und am liebsten sofort wieder raus will. Mauz, maul, fass mich nicht an, ich bin jetzt der König der Straße und kein Kuschelbaby mehr!! :lol: Daran gewöhnt man sich aber wirklich, Petra, darfste nur nicht persönlich nehmen. Marta perfektioniert dieses Gehabe im Sommer auch.

mortikater schrieb:
Ich weiß nicht was schlimmer ist, CNI oder Freigänger.
Manchmal weiß ich das auch nicht! Die Katze unserer Freunde, ein ehemaliger Wildling, ist schon zum zweiten Mal seit sieben Tagen verschwunden... Da wäre ich ein Wrack.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #33
vilma schrieb:
Ich hab mir schon gedacht, daß das mit den kurzen Ausflügen nichts wird... :?
Genau das meinte ich. Gut - so wie Kimi zuerst nur kurze Zeit weg war und kurze Wege ging - irgendwann kommt das "king-of-the-road"-Gefühl, das ihn in gewisser Weise erhebt (ja - sogar Tom "bewundert" ihn). Da wird er - so meinte ich das mit ohne Moral - sein Zuhause und Petra immer noch mögen, aber für seinen Freigang nicht dankbar sein, ihre Nerven werden ihm egal sein und er wird - je gewohnter der Freigang und je besser das Wetter - länger und weiter unterwegs sein. Eben so, wie er es für richtig hält.

Diesen Freiheitsdrang zu beschränken habe ich nie versucht, weil in der örtlichen Lage Freigang mit einem relativ geringem Risiko möglich ist. Ist das nicht der Fall, so wäre es vermutlich besser, ihn wieder wie die anderen sechs zu behandeln.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #34
Schockierter Beobachter war Mette, die auch sofort nachsehen wollte, wo Kimi abgeblieben ist.

Ein super Bild von kleines dickes Mette!!! :lol:
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #35
Horst, aus Dir spricht die Seele eines Freigängers.:lol:

Wenn Du ein Leben lang nur Wohnungskatzen gehabt hättest, wüßtest Du, was ich leide. Es wäre ein leichtes für mich, Kimis Fluchtweg dicht zu machen, das tu ich ja nicht, weil ich merke, was es ihm bedeutet, aber wie Julia und Lina bin ich auch der Meinung, man muß die lokalen Gegebenheiten mit einkalkulieren. Nachts ist es hier nicht sicher.

Glaubst Du, ich könnte schlafen, wenn ich befürchten müßte, er liegt irgendwo angefahren und braucht Hilfe? Verletzt von einem Marder oder einem anderen Kater? Never. Ich habe meine Grenzen. Und eigentlich noch das Gemüt einer Puppenmutter. Für mich ist das gräßliches Neuland.

Heute hat es schon ordentlich gescheppert. Kimi scheint mit seiner neuen Herzensdame Lulu nicht glücklich zu werden.

Ich saß im Garten und hörte auf einmal Gesinge, Gefauche, gräßliches Geschrei und dann sauste Kimi wie eine Kanonenkugel aus dem Garten der Nachbarn mit Lulu - rüber über die Straße und auf ein anderes Grundstück. Ich stürzte natürlich raus, weil ich dachte, er hat vielleicht ein Ohr ab oder so, aber Kimi war unversehrt und wir üblich sehr ungnädig, mich überhaupt zu sehen. Er marschierte dann gleich ein Grundstück weiter, hat jetzt also schon vier Gärten in seinem Besitz.

Kurz darauf klingelte auch die Nachbarin des vierten Grundstücks. Ist das nicht Ihr Kimi??? Ich habe den da laufen sehen und der sieht so gut (wohlgenährt wahrscheinlich) aus, da dachte ich, der muß doch irgendwo hingehören. Habe ihr erklärt, daß Kimi eine Sondergenehmigung hat.

Eine Viertelstunde später wieder gräßliches Gekreische, Hundegebell.8O

Ich raus, Herrchen von Lulu raus. Zuerst konnte ich gar nicht begreifen, was ich sah. Die arme Lulu saß zitternd unter einem Auto und wurde von meinem Kimi bestalkt. Der Hund von gegenüber bellte dazu, weil er auch einen Kommentar abgeben wollte.

Lulus Herrchen und ich beschlossen uns nicht einzumischen. Aber obwohl Kimi offensichtlich andere Moralvorstellungen hat als ich, habe ich ihm gesagt, daß ich das mies finde, andere Katzen zu verängstigen.

Fünf Minuten später kam Kimi nach Hause, legte sich beiläufig neben den verwaisten Keke und spielte mit ihm. Blieb drei Stunden freiwillig im Garten, pennte in der Hundehütte. Irgendwie muß auch bei ihm ein Mißklang von diesem Abenteuer zurückgeblieben sein.

Danach war er noch mal weg, aber dann kam ein dicker Platzregen und alle sieben sausten rein. Das wars für heute. Mehr Freiheit gibt es heute nicht.

P.S.

Wenn er im Haus ist, ist es gut. Er macht keine Randale, plärrt nicht rum und kratzt nicht an den Türen. Das ist auch typisch Kimi. Er ist ein Meister der Anpassung an Situationen und andere Katzen.

Horst, warum sollte ich Kimi so behandeln wie anderen sechs?

Erstens behandele ich die ja nicht gleich, Tom z. B. darf abends noch zwei Stunden alleine raus. Und Kimi möchte eben mehr als die anderen, das versuche ich ihm zu geben. Dieses "ganz oder gar nicht" finde ich in unserem Fall nicht nötig. Wenn er drin ist, ist es ja gut, es geht eigentlich nur darum ihn beizeiten reinzubekommen.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #36
Drei Monate ist Kimi jetzt Teilzeitfreigänger, bisher hat es gut geklappt.

Er geht raus, wenn ich komme, wenn ich ihn zum Essen rufe, kommt er nach Huse, danach bleibt er drin. Am Wochenende darf er früher raus, dann ist er den ganzen Nachmittag oder den ganzen Tag draußen. Aber er ist abends noch nie ausgeblieben. Er scheint sehr stark geprägt zu sein durch die vier Jahre Wohnungshaltung, er genießt auch sein Zuhause.

Kimi ist ein bißchen gemein zu Keke. Der kleine Depp freut sich so wenn sein Spielkamerad nach Hause kommt, aber Kimi ist nicht an ihm interessiert. Habe die beiden gestern studiert, Keke saß schwanzwedelnd vor ihm forderte ein Spielchen. Kimi maulte ihn an, Keke wedelte weiter. Dann drehte sich Kimi gelangweilt ab.

Wie ein Schulkind, das mit dem Kindergartenbruder nichts anzufangen weiß. Kimi ist der Held der Straße, spielt nicht mit puscheligen Wohnungskatzen. Armer Keke. Mika ist zu dumm zum Spielen, wahrscheinlich verkorkst von Naomi, kennt nur Kuscheln. Marnie interessiert sich nur für sich selbst, Naomi ist immer beleidigt, weil sie nach anderen Regeln spielt als Keke. Mit Mette und Tom läuft gar nichts.

Gestern hat Kimi zum ersten Mal ein Geschenk nach Hause gebracht.

Da warte ich ja bangen Herzens schon lange drauf, hatte bisher die Hoffnung, daß er bei seinem beschwerlichen Aufstieg nichts im Maul transportieren könnte. Die Hoffnung hat sich erledigt.

Ich habe leider eine Mäusephobie, ich weiß nicht, was passiert, wenn der Kerl mit einer Maus ankommt. Gestern war es nur eine angekaute Libelle, aber er war sehr stolz und legte sie in den Flur. Als ich loskreischte, rannte er nach oben. Wahrscheinlich war das eine völlig unangemessene Reaktion auf so ein schönes Geschenk, tut mir auch leid.

Tom wußte das Mitbringsel zu schätzen, wollte mit der Libelle weiterspielen, aber ich habe sie rausgebracht und getötet, sie zuckte bloß noch.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #37
Och Mensch, das arme Keke ... Keiner da zum spielen. Das tut einem ja schon in der Seele weh, wo die beiden sich doch vor Kimi´s Freigang gut verstanden haben, wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

Aber Du spielst jetzt nicht mit dem Gedanken, einen Kumpel für Keke dazu zu nehmen, oder ...?8O:lol:
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #38
Hatzeruh`s Mama schrieb:
Aber Du spielst jetzt nicht mit dem Gedanken, einen Kumpel für Keke dazu zu nehmen, oder ...?8O:lol:

Ja, so weit kommt es noch.:lol:

Sieben Katzen und keiner zum Spielen für Keke. Das Gefüge verschiebt sich immer mal ein bißchen. Im Moment versuche ich für Keke den Hanswurst zu machen, wenn er bei Kimi abblitzt. Wenn Kimi eine Weile im Haus ist, läßt er sich auch wieder herab.

Keke und Naomi passen eigentlich vom Temperament her sehr gut zusammen, Naomi ist auch so ein ewiges Spielkind. Aber Keke spielt z. B. "Rempeln" falsch. Naomi findet rempeln gut, wenn sie rempelt. Sie springt andere an und freut sich, wenn die sich erschrecken. Für mich auch eine stille Quelle der Heiterkeit, wenn Tom mit schlotternden Knien ins Wohnzimmer kommt. Aber Naomi möchte nicht gerempelt werden. Dann faucht sie. Und wenn sie faucht, sprüht sie Funken, das ist dann kein Spaß.:evil: Ein kleiner Mini-Drache.

Diese spielerischen Katerkämpfchen, rangeln, in den Schwitzkasten nehmen, ohne sich ein Härchen zu krümmen, das gibt es wahrscheinlich nur bei zwei Katern, die mit einander groß geworden sind.
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #39
Du beobachtest Deine Katzen aber genau :lol:

Unsere spielen ja im Sommer auch eher nicht, die kommen müde rein.
An die Mäuse kann man sich gewöhnen. Ich hole dann eine Schippe und vergrabe sie.

Leider ist Lisa dieses Jahr auf den Geschmack gekommen:evil:
Das schlimme daran ist nur, sie schreit solange rum, bis ich die Beute wenigstens gesehen habe. Ich muß dann zwar nichts eingraben, aber das Köpfeln hinterher ist für mich dann eher schwierig:oops:
 
  • Freigänger-Dosi wider Willen, Kimi hat es geschafft Beitrag #40
Petra, deine Beschreibungen sind immer zu köstlich :lol: - auch, wenn mir Keke natürlich leid tut, dass sein Kumpel nun zu "Höherem" berufen ist und sich mit schnöden Wohnungskatzen nicht mehr immer abgibt.

mortikater schrieb:
Keke und Naomi passen eigentlich vom Temperament her sehr gut zusammen, Naomi ist auch so ein ewiges Spielkind. Aber Keke spielt z. B. "Rempeln" falsch. Naomi findet rempeln gut, wenn sie rempelt. Sie springt andere an und freut sich, wenn die sich erschrecken. Für mich auch eine stille Quelle der Heiterkeit, wenn Tom mit schlotternden Knien ins Wohnzimmer kommt. Aber Naomi möchte nicht gerempelt werden. Dann faucht sie. Und wenn sie faucht, sprüht sie Funken, das ist dann kein Spaß.:evil: Ein kleiner Mini-Drache.

Naomis Beschreibung erinnert mich sehr an Donna - die ist auch so ein leicht brutales Spielkind. Und versteht es bis heute nicht, warum der sanfte Axi nicht freudig mitspielt, wenn sie ihn über den Haufen rennt :roll:
Ja, es gibt auch Katzen die raufen - aber wenn Kater mit Kater rauft, läuft das doch irgendwie anders ab... liegt wahrscheinlich wirklich an den gemeinsamen Regeln...
 
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