• Die Beiträge und Ratschläge in diesem Forum können keinen Arztbesuch oder eine tierärztliche Diagnose ersetzen. Die Beiträge sollen lediglich informieren und damit als Unterstützung bei der Informationsbeschaffung gesehen werden.

Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes

Diskutiere Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes im Diabetes mellitus Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo liebe Netzkatzen, wie ich ja schon in meinem Vorstellungs thread schrieb, ist bei Monty Diabetes diagnostiziert. Es begann damit, dass sie...
  • Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes Beitrag #1
Die Rabauken

Die Rabauken

Dabei seit
11.10.2010
Beiträge
181
Reaktionspunkte
4
Hallo liebe Netzkatzen,

wie ich ja schon in meinem Vorstellungs thread schrieb, ist bei Monty Diabetes diagnostiziert.
Es begann damit, dass sie fraß und fraß und fraß und dabei immer dünner wurde. Als ich zum TA bin, wurde Blut abgenommen: Glucosewert viel zu hoch (37 mmol/l). Sollwert zwischen 4-6 mmol/l.
Dann gestartet mit Insulin. 2 x täglich 1 Einheit caninsulin 40. Jede Woche zum TA um Blutzucker zu checken, jede Woche eine Einheit rauf. Dann bei 7 EInheiten, hatte sie einen super stressigen Tag und hat nicht gefressen. Folge: Hypo, sie lag unterm Bett und war am krampfen und nicht ansprechbar, nachts um 4 Uhr.
Zum Glück hatte ich eine Spritze mit Zuckerlösung parat und hab ihr auch ein wenig Honig ums Mäulchen geschmiert, dann ging es langsam wieder. Puh! Braucht kein Mensch, so was.

Inzwischen sind wir bei 8,5 Einheiten, aber jetzt bekomme ich so langsam meine Zweifel was die Dosierung angeht.
1. Einmal die Woche zum TA ist Stress für Monty
2. Ist das ja nur eine Momentaufnahme. TA sagt, 4 h nach Insulingabe messen.
3. Zeigt sie seit Kurzem eine Verhaltensauffälligkeit, die ich nicht ganz einordnen kann. Sie steht irgendwo und dreht sich ganz langsam im Kreis. Einmal rum, dann stehen, gucken und noch eine Runde, und noch eine 5-6 Mal. Sie wirkt dabei abwesend, als ob sie selbst nicht wüsste, was sie da tut.
Auch beginnt sie durch die Wohnung zu schnüffeln, an der Wand entlang um die Stühle. Wie ein Hund und lässt sich nicht ablenken/ansprechen. Das ganze dauert bestimm eine Viertelstunde. Meine Frage ist, ob das etwas mit Unterzuckerung zu tun haben kann?

Gibt es eine Möglichkeit, die Blutzuckerwerte zu Hause selber zu messen? Und dann nach Bedarf Insulin zu geben? Wie macht Ihr das? Spritzen geht mal gut mal weniger gut. Manchmal riecht sie den Braten schon, wenn ich die Spritze aus der Schublade hole. und haut ab Manchmal klappt es ohne Probleme, und sie bekommt es nicht mal mit. Selbst Lieblingsleckerchen als Belohnung ziehen nicht mehr.

Sorry für den ganzen Schwall an Text hier, aber für mich ist das absolutes Neuland, und ich würde gerne von Euren Erfahrungen hören. Durch die Threads hab ich mich schon ein bisschen durch gelesen, aber vielleicht gibt es ja noch mehr.

Danke fürs Lesen!
Liebe Grüße,
Sabine
 
  • Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes Beitrag #2
Die Rabauken schrieb:
Hallo liebe Netzkatzen,

wie ich ja schon in meinem Vorstellungs thread schrieb, ist bei Monty Diabetes diagnostiziert.
Es begann damit, dass sie fraß und fraß und fraß und dabei immer dünner wurde. Als ich zum TA bin, wurde Blut abgenommen: Glucosewert viel zu hoch (37 mmol/l). Sollwert zwischen 4-6 mmol/l.

Wurde Diabetes anhand des Glucosewertes diagnostiziert (was ich nicht hoffe) oder anhand des Fruktosaminwertes?

Die Rabauken schrieb:
Dann gestartet mit Insulin. 2 x täglich 1 Einheit caninsulin 40. Jede Woche zum TA um Blutzucker zu checken, jede Woche eine Einheit rauf. Dann bei 7 EInheiten, hatte sie einen super stressigen Tag und hat nicht gefressen. Folge: Hypo, sie lag unterm Bett und war am krampfen und nicht ansprechbar, nachts um 4 Uhr.

Misst du nicht mehrmals täglich den Blutzucker und die Blutketone?
Das ist ja praktisch Blindflug, was der TA hier macht.

Die Rabauken schrieb:
Zum Glück hatte ich eine Spritze mit Zuckerlösung parat und hab ihr auch ein wenig Honig ums Mäulchen geschmiert, dann ging es langsam wieder. Puh! Braucht kein Mensch, so was.

Da hast du Recht.

Die Rabauken schrieb:
Inzwischen sind wir bei 8,5 Einheiten, aber jetzt bekomme ich so langsam meine Zweifel was die Dosierung angeht.
1. Einmal die Woche zum TA ist Stress für Monty
2. Ist das ja nur eine Momentaufnahme. TA sagt, 4 h nach Insulingabe messen.
3. Zeigt sie seit Kurzem eine Verhaltensauffälligkeit, die ich nicht ganz einordnen kann. Sie steht irgendwo und dreht sich ganz langsam im Kreis. Einmal rum, dann stehen, gucken und noch eine Runde, und noch eine 5-6 Mal. Sie wirkt dabei abwesend, als ob sie selbst nicht wüsste, was sie da tut.
Auch beginnt sie durch die Wohnung zu schnüffeln, an der Wand entlang um die Stühle. Wie ein Hund und lässt sich nicht ablenken/ansprechen. Das ganze dauert bestimm eine Viertelstunde. Meine Frage ist, ob das etwas mit Unterzuckerung zu tun haben kann?

Gibt es eine Möglichkeit, die Blutzuckerwerte zu Hause selber zu messen? Und dann nach Bedarf Insulin zu geben?

Sekbstverständlich gibt es das! Und ist heutzutage Standard!

Die Rabauken schrieb:
Wie macht Ihr das? Spritzen geht mal gut mal weniger gut. Manchmal riecht sie den Braten schon, wenn ich die Spritze aus der Schublade hole. und haut ab Manchmal klappt es ohne Probleme, und sie bekommt es nicht mal mit. Selbst Lieblingsleckerchen als Belohnung ziehen nicht mehr.

Sorry für den ganzen Schwall an Text hier, aber für mich ist das absolutes Neuland, und ich würde gerne von Euren Erfahrungen hören. Durch die Threads hab ich mich schon ein bisschen durch gelesen, aber vielleicht gibt es ja noch mehr.

Es tut mir leid, aber ich denke, dass ihr bei diesem Tierarzt nicht gut aufgehoben seid.
Ich würde dringend einen Tierarztwechsel anraten zu einer internistischen Praxis, die sich mit Diabetes auskennt.

Parallel kannst du dich in der Diabetesgruppe bei Facebook anmelden, die helfen wahrscheinlich auch schon besser als der TA.



Oder hier:
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes Beitrag #3
Zuletzt bearbeitet:
  • Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes Beitrag #4
Danke für Eure Tipps. Ich liebäugel ja mit dem Glucomen areo GK, weil der auch Ketone kann.
Woanders lese ich allerdings, dass Menschen-Testgeräte nicht für Katzen (Haustiere allgemein) geeignet seien, weil die Blutzusammensetzung eine ganz andere ist und die Geräte dementsprechend kalibriert sind.
Wie sind denn da Eure Erfahrungen?
 
  • Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes Beitrag #5
Die Rabauken schrieb:
Menschen-Testgeräte nicht für Katzen

Die Erfahrung vieler Patientenbesitzer zeigt, dass Testgeräte für Menschen einwandfrei funktionieren.
Die Liste ist allerdings nicht auf dem allerneuesten Stand:


Wie ist denn nun der Fruktosaminwert? Und die anderen Blutwerte?

Btw, Caninsulin ist für Katzen nicht optimal, es ist für Hunde geeignet, weil die 2x täglich fressen. Katzen dagegen sind Häppchenfresser, die mehrere kleine Mahlzeiten über den Tag fressen.
Am besten wäre Lantus.

Das steht in der Information zu Caninsulin:
"Ein regelmässiger Fütterungsplan ist einzuhalten. Die Tierhalterinnen/Tierhalter sollen angewiesen werden, zu Hause Traubenzucker oder Honig aufzubewahren. Die Tierhalterin/der Tierhalter muss das Tier gut beobachten und ihm bei Anzeichen von Hunger, Unruhe, Bewegungsstörungen, unsicherem Gang und Bewusstseinsstörungen, die auf Hypoglykämie hinweisen, Traubenzucker-Lösung oder Futter verabreichen. Futterumstellungen oder Abweichungen im Bewegungsprogramm können den Insulinbedarf verändern.
Nur die Bestimmung des Blut-Glukosespiegels mittels eines Tagesprofils ermöglicht eine optimale Überwachung der Insulinaktivität während der Einstellungsphase."

Katzen
Bei Katzen soll Caninsulin® 2 mal täglich im Abstand von 12 Stunden verabreicht werden. Die Zusammensetzung und Menge der Futterration soll konstant gehalten werden. Die Insulin-Dosis ist für jede Katze unterschiedlich und hängt davon ab, wie stark ihre körpereigene Insulin-Produktion vermindert ist. Diese muss durch eine Messreihe des Blutglukosespiegels individuell bestimmt werden. Wenn die basale Blutglukose-Konzentration bei 20 mmol/l liegt (dies entspricht 3.6 g/l oder 360 mg/dl) oder höher ist, beträgt die Initialdosis 2 I.U. 2 mal täglich pro Katze. Bei einer basalen Konzentration unter 20 mmol/l beträgt die Initialdosis 1 I.U. 2 mal täglich pro Katze im Abstand von 12 Stunden.

Dosisanpassungen sollten nicht häufiger als alle 1 bis 3 Wochen vorgenommen werden. Es wird empfohlen, die Dosis um 1 I.U. pro Injektion zu verändern. Idealerweise sollten nicht mehr als 2 I.U. pro Injektion in den ersten 3 Wochen Behandlung verabreicht werden."
 
Zuletzt bearbeitet:
Thema:

Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes

Alltägliche und nicht so alltägliche Probleme mit Diabetes - Ähnliche Themen

Cashew bricht immer mehr zusammen... CNI, FIV, Zähne UND Anämie? Dringend, dringend Rat gebraucht, ich weiss nicht mehr weiter...: Hallo ihr Lieben, ::wgelb Mein Name ist Valerie und ich habe mich nach monatelangem interessierten Mitlesen hier bei euch im Forum angemeldet...
Katze alleine Blut am Ohr abnehmen: Seit 3 Wochen weiß ich, dass mein BSH-Kater Diabetes hat und Insulin braucht. Das Spritzen ist nach einigem Üben kein Problem mehr, er kriegt z...
Neros Leidensweg: Hallo zusammen, habe hier immer mal wieder still mitgelesen aber lange nicht mehr geschrieben. Wie das halt so ist wenn alles läuft und man viel...
leider auch Struvit: Hallo, meinen Bruno hat es auch erwischt, Struvit. Wir waren in Urlaub und er hat während der Zeit unser ganzes Gartenhaus vollgepinkelt, die...
Diabetes und unbändigen Hunger: Hallo an alle Katzenfreunde! Ich möchte gerne meine Verzweiflung mit unserem 15 Jahre alten diabetischen Kater hier teilen. Seit 3 Jahren erhält...
Oben Unten