Vielleicht hat noch wer Tipps???
Ansonsten: zum Blutbild im sehr Speziellen vermag ich nichts beizusteuern. Die
Feline pankreasspezifische Lipase ist natürlich recht hoch, aber da ist noch Luft nach oben

..und der Wert per se muss nicht zwangsläufig korrelieren mit Muschis Befinden/Symptomatik, wie schlecht es ihr geht.
Wenn von Kontrolle des Therapieerfolges anhand des Parameters im Laborbefund die Rede ist, frage ich mich, welche Therapie denn eingeleitet wurde?
Mein Kater hatte vor 3 Monaten eine schwere Pankreatitis und war 3 Tage in stationärer Behandlung in der Tierklinik. Therapie der Wahl bei Pankreatitis ist in der Regel eine aggressive Flüssigkeitstherapie, d.h. Infusionen, sowie Schmerzmedikation (die bei meinem Kater auch zuhause noch fast 2 Wochen weitergeführt werden musste), sowie die orale Gabe von Cortison.
Wenn Muschi nur in Narkose untersucht werden kann, ist es für den TA natürlich schwierig, über den Tastbefund am Bauch Schmerzen auszumachen. Und ein zwölfjähriges Mädchen jedes Mal in Narkose zu schicken, ist natürlich kein Zustand auf Dauer.
Was Muschis Medikamenten-Problematik und ihr (wehrhaftes?) Verhalten beim TA betrifft: auch da bin ich leidgeprüft. Mein Kater ist auch ein Fundkater von der Straße und „unberührbar“. Leider schwer chronisch krank...die ersten 2 Jahre bei uns wurde er in der Tierklinik regelmäßig in einer Box narkotisiert, weil die TÄ Angst hatten...vor etwa 1,5 Jahren waren wir in einer anderen Tierklinik und die Tierärztin mitsamt Helferinnen sagten todesmutig, dass sie es mal ohne probieren

Unser wehrhafter Kater bekam eine Plastikkrause angezogen, damit er nicht beißen kann und hatte auch mal so einen "Kooperations"-Untersuchungsstrampelanzug - mit Eingriffen seitlich

- an

..lange Rede: es ist ein bisschen eine Frage des guten Willens, des Mutes, des Geschicks des tierärztlichen Personals! Mittlerweile geht Bauchultraschall, Blutabnahme, Bauch abtasten, Spritze verpassen bei unserem "Wehr"wolf. Also nicht aufgeben mit Muschi und den Tierärzten!
Wegen Medikamentengabe: bei unserem Wolfi, der auch nach 3,5 Jahren bei uns nur zaghafte Berührungen duldet, ist die Medikamentengabe auch schwierig. Ich muss halt tricksen: Tabletten werden mit Easypill ummantelt, dann kommt eine spezielle Schicht Leberwurst um dieses Kügelchen und dann ein hauchfeiner kleiner Streifen Hühnerbrust. Diese kleine trojanische Roulade funktioniert immer! Es sei denn, es geht ihm so schlecht, dass er jegliche Nahrung verweigert.
Und da sind wir beim Punkt Mäkelei/Nahrungsverweigerung bei Pankreatitis-Katzen: das kann sehr gefährlich werden, weil Katzen nicht hungern dürfen wegen der Gefahr des Leberversagens! Bei uns hat sich Mirtazapin als Appetitanreger bewährt! TA danach fragen! Es gibt auch alternative Medikation, z.B. Peritol. In schweren Fällen muss assistenzgefüttert werden, um die hepatische Lipidose als gefährliche Zusatzkomplikation zu verhindern.
Ich drücke die Daumen, dass Muschis Pankreatitis ausheilt und sie lange keinen Schub mehr erleiden muss!!