- Inkas Krankengeschichte Beitrag #1
ceolbeatha
- Dabei seit
- 22.03.2003
- Beiträge
- 4.425
- Reaktionspunkte
- 3
Ihr Lieben,
bei Katzentrauer hatte ich im März 2003 die Kraft Inkas Krankengeschichte darzulegen.
Ich schreibe sie nun auch mal hier rein, um anderen Dosis zu zeigen, welche Irrläufer man durchleben kann bis man die richtige Diagnose hat.
Hier nun der Ablauf:
Puh, jetzt mal alle Kraft zusammen reißen.
Die genannte Biggi führt ein Epilepsie-Forum, hat selber eine epileptische Katze.
18.07.2002
Hallo Ihr Lieben, bin aus aktuellem Anlaß auf diese tolle Seite geraten. Unsere Inka, normale Hauskatze (Glückskatze 3-farbig) hat die gleichen Symptome wie Karens Katze. 1. Auftreten am Sonntag sofort zum Tierarzt. Diagnose: Schleim in der Lunge, angeschwollener Hals. Spritzen (was war das nur?) und ab nach Hause. Appetit, Lebhaftigkeit normal. Montag und Dienstag wieder hin. Blutwerte ok, auch die extern erstellten Blutwerte auf FiP, etc. alle negativ. Gestern abend das gleiche wieder, ab zum Tierarzt. Dort hat er Inka ein Epilespiemittel gespritzt. Die leicht apathische und die unsichere, leicht verkrampfte Haltung war nur ganz kurz. Inka frißt normal ist lustig, schmusig, hat Stuhlgang, alles normal. Allerdings waren ihre Schleimhäute blaß, sieht heute wieder besser aus. Das einzige was uns auffällt ist, das sie mehr als sonst trinkt (was kann das bedeuten). Nun hat uns unser Tierarzt Luminetten verschrieben. Die sollen wir ihr geben wenn sie nochmal diesen kleinen Anfall bekommt. Der TA hat einen guten Ruf, die Leute kommen auch von weiter her. Er hat grundsätzlich 24 Std. Notdienst, ist liebevoll und wirkt sehr beruhigend. Aber irgendwie kann ich nicht an Epi glauben, Speichelfluß hat sie gar nicht. Jetzt müssen wir abwarten wie es sich entwickelt. Heute hat er ihr noch baypamun gespritzt zur Sträkung des Immunsystems. Was haltet ihr von Inks Geschichte? Ach so, Inka ist 11 Jahre, super lieb und unser Sonnenschein. Freue mich auf Meinungen von Euch, bin auch gerne per Mail erreichbar.
Liebe Grüße
Marion
19.07.02
Liebe Biggi, danke für die freundliche Begrüßung!!
Also Inkas Verhalten in Kurzform:
Sonntag: Sitzende Haltung, plötzliches wie eine Art Kreislaufschwäche sackt sie vorne leicht zusammen. Wir nehmen sie auf den Schoß, sie will runter und ist wackelig auf den Beinen. Ab ins Auto zum Tierarzt. Er hört sie ab und stellt Schleim in der Lunge und angeschwollenen Hals fest. Antibiotika, Aufbauspritze, ab nach Hause. Inka ganz normal. Am nächsten Morgen Nachuntersuchung. Leicht erhöhte Temperatur (hab vergessen zu fragen wieviel), nochmal Antibiotika und Aufbauspritze. Blutentnahme. Leber, Nierenwerte, etc. alles ok, zusätzlich Blut fürs Labor auf FiP, etc. Dienstag wieder Nachkontrolle, Lunge ist wieder sauber, Halschwellung abgeklungen, nochmal Antibiotika und Aufbau. Weiter beobachten. Mittwoch auch wieder alles normal, plötzlich in liegender Position leicht versteift, wieder wie Kreislaufschwäche. Ab ins Auto zum Doc. Lunge, Hals ok, leicht erhöhte Temp. Zusätzlich spritzt er ein Epilepsiemittel. Ab nach Hause alles ok. Allerdings der Hinweis, daß wir auf das Laborergebnis bzgl. eines tödlichen Virus warten müssen. Gestern war das Ergebnis da, alles negativ. GOTT SEI DANK. Baypamune gespritzt und Luminetten mitgegeben falls dieser "ANFALL" kommen sollte. Inka hatte allerdings schon so ca. 3-4 Tage vor dem Sonntag ab und zu gewürgt als wenn Haare raus mußten klappte aber nicht. Zusätzlich hat sie aber auch normal ihre Haare erbrochen, das Essen an sich hat sie aber nicht erbrochen (hatten Angst wegen Vergiftung). Sie frißt normal, hat normale Verdauung, speichelt nicht, verhält sich normal hat allerdings starken Durst. Jetzt sollen wir in 10-14 Tagen zur Nachspritze von Baypamune kommen. Hoffe, daß ich nichts vergessen habe aufzuführen. Ich kann nur an Epilepsie nicht so wirklich glauben.
Liebe Grüße
Marion
Hallo Biggi,
eins hatte ich, glaube ich, vergessen zu schreiben:
Inka hat so 2 x Tag, tja wie nenne ich es? So wie Würghusten. Nicht das normale wie beim Erbrechen der Haare. Das paßt ja auch irgendwie zu der verschleimten Lunge. Also ich glaube im Moment, daß sie eine, einer Erkältung ähnelnde, Infektion hat. Den recht großen Durst kann ich noch nicht so ganz deuten. Dieses Schwächeln von Sonntag und Mittwoch könnte auch "normale" Kreislaufschwäche sein, uns wird ja auch mal dusselig wenn wir krank sind. Tja, ich weiß es nicht. Momentan liegt sie neben mir, ist wirklich total normal, lustig, spielt, frißt ganz normal, macht natürlich durch das Trinken mehr Pi als sonst. Stuhlgang alle 2 Tage, dieser auch normal. Ich denke, wir müssen jetzt mal die Wirkung von Baypamune abwarten. Die Luminaletten sind ganz weit hinten im Schrank. Bevor ich mit dem Zeug anfangen würde, möchte ich eine eindeutigere Diagnose.
Danke für Deine lieben Grüße und Wünsche,
Euch von Herzen das selbe. Wenn ich neue Erkenntnisse habe melde ich mich.
Alles Liebe,
Marion
22.07.02
Hallo Ihr Lieben,
möchte Euch kurz über den neusten Stand bei unserer Inka informieren.
Mein Mann war heute (nach einem langen Telefonat zwischen mir und der Urlaubsvertretung meines TA) noch mal in der Sprechstunde.
Diagnose:
Wie bereits von mir vermutet hat Inka schweren Husten und dadurch Fieber. Bedingt durch das Fieber trinkt sie auch soviel. Sie bekommt nun drei Tage Antibiotika und Cortison, da das Fieber schon 1 Woche andauert. Hoffe nun, daß wir die Krankheit jetzt in den nächsten Tagen endlich in den Griff bekommen. Die Durchblutung ihrer Schleimhäute ist schon besser, wir müssen einfach weiter Däumchen drücken und hoffen, daß wir mit einem "blauen" Auge davon kommen.
Wenn Ihr möchtet, melde ich mich gerne nochmal wie es weitergeht.
Ansonsten wünsche ich Euch, vor allem aber Euren Fellnasen eine glückliche Zeit, genießt jeden Tag mit ihnen, es sind doch wirklich unsere kleinen "Babys", die wir beschützen und hegen und pflegen wollen und müssen.
Alles Liebe
Marion
30.07.02
Hallo Biggi und Ihr lieben anderen,
tja, nun ist es wohl doch so, daß unsere Inka Epi hat. Der Husten ist behandelt, Blutwerte, Röntgenaufnahmen i.O., mit Ausnahme einer Hüftdysplasie. Wir waren gestern von 16.45 Uhr bis 19.45 Uhr beim Tierarzt, bzw. bei zwei Tierärzten. Nachdem die erste Ärztin (die Urlaubsvertretung unseres Tierarztes der als erstes den Verdacht auf Epi äußerte) nicht mehr weiter wußte und Inka dann auf eine Herztherapie umstellen wollte, sind wir schnurstracks durchgefahren zu einer Ärztin, die sich auf Katzen spezialisiert hat. Sie hat Inka dann noch mal untersucht (das arme Mäuschen war inzwischen fix und alle), hat festgestellt, daß ein Herzgeräusch etwas leiser ist, jedoch kein Grund zu einer Therapie. Nach Schilderung aller Sympthome und der bisherigen Medikamente, etc. ist sie davon überzeugt, daß es Epi ist. Sie meinte dann, sollten die Anfälle so schwach bleiben wie jetzt würde sie noch keine Medikamente verabreichen. Wir dann nach Hause und haben auf dem Balkon gesessen. Inka hatte Hunger und war munter. Dann kam sie zu uns raus, legte sich auf den Boden und plötzlich folgendes:
Sie legte sich etwas seitlich, zog gaaaaaaanz langsam ihre linke Hinterpfote an sich ran, gleichzeitig streckte sie die linke Vorderpfote von sich weg und wackelte leicht mit dem Kopf. Das ging dann so ca. 30-45 sec., dann legte sie sich wieder normal aufrecht hin, war allerdings noch ca. 1 Minute etwas schlapp. Kurz drauf war wieder alles in Ordnung. Also jetzt glaube ich auch bald fest an Epilpsie. Wir haben dann gestern angefangen ein Tagebuch anzufangen um die Anfälle verfolgen zu können. Leider haben wir tagsüber keine Möglichkeit sie zu beobachten, denn wir müssen ja das Geld für die Tierärzte verdienen. Wir werden Inka so gut wie möglich beobachten und im Kontakt mit der Tierärztin bleiben. Unsere Hoffnung ist, daß sich die Anfälle nicht verschlimmern, wir müssen abwarten und unserem Mäuschen weiterhin Ruhe und Geborgenheit bieten.
Ich werde mich wieder melden und weiter berichten.
Bis dahin ganz liebe Grüße an alle,
Marion
20.08.02 (1 Tag nach ihrem Tod)
Ihr Lieben,
wollte mich nur kurz melden. Sicher haben einige hier gelesen wie die Krankheit unserer Maus verlief und das es doch Epilepsie sein sollte. Es war keine Epilepsie. Ihre Krämpfe waren Schmerzen, Inka hatte auf 15 cm Länge Tumore am Darm. Gestern wurde es festgestellt und wir haben unsere Fellnase erlösen lassen, da der Krebs nicht operabel war. Sie wurde noch auf dem OP-Tisch eingeschläfert.
11 Jahre in Sekunden weggewischt.
Verzweiflung, Trauer, Tränen, Sehnsucht, die Gefühle sind unbeschreiblich.
Ich wünsche Euch und Euren Fellnasen alles nur erdenklich Gute und allen ein langes, sorgenfreies Leben. Hiermit verabschiede ich mich aus diesem tollen Forum.
Alles Liebe,
Eure unendlich traurige Marion
So war es von Ende Juli bis zu ihrem Tod:
Zwischen Ende Juli und ihrem Tod am 19.08. ging es ständig bergauf/bergab. Manchmal alle 2 Tage, dann wieder 1 x die Woche zum TA, Samstags, Sonntags, etc. Die TÄ hat noch eine Röntgenaufnahme gemacht, auf der sie feststellte, daß der Darm vergrößert ist und eine darmentzündung vermutete, sie darauf hin nochmal behandelte. Aber nur 4 Tage, denn ab dem 17.08. ging es rapide bergab. Am Morgen den 19.8. konnte Inka kaum noch laufen, schleppte sich zum Napf, konnte jedoch weder essen noch trinken. Ich rief sofort die TÄ an (war zufällig krankgeschrieben), sie sagte mir, ich solle sofort eine Überweisung in die TK abholen, sie hat dann sofort dort angerufen und uns angemeldet.
In der TK wurde eine Ultraschall-Aufnahem vom Darm gemacht und man sah den Krebs sofort.
Der TA sagte mir, er würde Inka gerne aufmachen um sehen zu können, ob man noch irgendetwas machen kann. Ich rief tränenüberströmt meinen Mann auf der Arbeit an, erklärte ihm alles, gab ihm den TA und dieser erklärte meinem Mann noch einmal alles. Als er mir das Handy zurückgab sagte er:
Ihr Mann sagt, wenn es keinen Sinn mehr hat soll ich sie erlösen.
Ich habe nur noch genickt und er hat Inka die Narkosespritze gegeben. Ich blieb bei ihr bis sie einschlief, erzählte ihr wie sehr ich und mein Mann sie lieben, wie sehr wir das Leben mit ihr toll fanden, erzählte ihr einfach alles was mir auf der Seele brannte, dann kam sie in den OP. In der Zwischenzeit hat mein Mann alles fallen und liegen lasssen in der Firma und kam zu mir. Gemeinsam warteten wir. Nach ca. 20 Minuten wurden wir in den OP gerufen, Inka lag zugedeckt auf dem OP-Tisch, und wir hörten die furchtbare Diagnose.
Wir haben unseren Engel noch im OP erlösen lassen.
Das Schlimmste war: mein Mann hat sich nicht von Inka verabschieden können, er hat sie nicht mehr lebend gesehen und die Beiden waren wie eine Seele.Als er morgens ging konnte er nicht ahnen, daß unser Mäuschen nur ein paar Stunden später tot sein wird.
Was ich daraus gelernt habe und Euch gerne weitergeben möchte:
Laßt nicht zu lange an Euren Fellnäschen rumdoktern. Fahrt im Zweifelsfall zu einem anderen TA oder in eine Tierklinik.
Es hätte Inka nicht gerettet (der Krebs wäre auch in einem früheren Stadium nicht heilbar gewesen, da mit Blutgefäßen verwachsen), aber wir hätten der süßen Maus unendlich viele Qualen, TA-Torturen, Ängste und Schmerzen ersparen können. Sie hätte die letzten Wochen ihres Lebens friedlicher verbringen können, wir haben es ihr nicht ermöglicht.
Und jetzt weine ich wieder.........
bei Katzentrauer hatte ich im März 2003 die Kraft Inkas Krankengeschichte darzulegen.
Ich schreibe sie nun auch mal hier rein, um anderen Dosis zu zeigen, welche Irrläufer man durchleben kann bis man die richtige Diagnose hat.
Hier nun der Ablauf:
Puh, jetzt mal alle Kraft zusammen reißen.
Die genannte Biggi führt ein Epilepsie-Forum, hat selber eine epileptische Katze.
18.07.2002
Hallo Ihr Lieben, bin aus aktuellem Anlaß auf diese tolle Seite geraten. Unsere Inka, normale Hauskatze (Glückskatze 3-farbig) hat die gleichen Symptome wie Karens Katze. 1. Auftreten am Sonntag sofort zum Tierarzt. Diagnose: Schleim in der Lunge, angeschwollener Hals. Spritzen (was war das nur?) und ab nach Hause. Appetit, Lebhaftigkeit normal. Montag und Dienstag wieder hin. Blutwerte ok, auch die extern erstellten Blutwerte auf FiP, etc. alle negativ. Gestern abend das gleiche wieder, ab zum Tierarzt. Dort hat er Inka ein Epilespiemittel gespritzt. Die leicht apathische und die unsichere, leicht verkrampfte Haltung war nur ganz kurz. Inka frißt normal ist lustig, schmusig, hat Stuhlgang, alles normal. Allerdings waren ihre Schleimhäute blaß, sieht heute wieder besser aus. Das einzige was uns auffällt ist, das sie mehr als sonst trinkt (was kann das bedeuten). Nun hat uns unser Tierarzt Luminetten verschrieben. Die sollen wir ihr geben wenn sie nochmal diesen kleinen Anfall bekommt. Der TA hat einen guten Ruf, die Leute kommen auch von weiter her. Er hat grundsätzlich 24 Std. Notdienst, ist liebevoll und wirkt sehr beruhigend. Aber irgendwie kann ich nicht an Epi glauben, Speichelfluß hat sie gar nicht. Jetzt müssen wir abwarten wie es sich entwickelt. Heute hat er ihr noch baypamun gespritzt zur Sträkung des Immunsystems. Was haltet ihr von Inks Geschichte? Ach so, Inka ist 11 Jahre, super lieb und unser Sonnenschein. Freue mich auf Meinungen von Euch, bin auch gerne per Mail erreichbar.
Liebe Grüße
Marion
19.07.02
Liebe Biggi, danke für die freundliche Begrüßung!!
Also Inkas Verhalten in Kurzform:
Sonntag: Sitzende Haltung, plötzliches wie eine Art Kreislaufschwäche sackt sie vorne leicht zusammen. Wir nehmen sie auf den Schoß, sie will runter und ist wackelig auf den Beinen. Ab ins Auto zum Tierarzt. Er hört sie ab und stellt Schleim in der Lunge und angeschwollenen Hals fest. Antibiotika, Aufbauspritze, ab nach Hause. Inka ganz normal. Am nächsten Morgen Nachuntersuchung. Leicht erhöhte Temperatur (hab vergessen zu fragen wieviel), nochmal Antibiotika und Aufbauspritze. Blutentnahme. Leber, Nierenwerte, etc. alles ok, zusätzlich Blut fürs Labor auf FiP, etc. Dienstag wieder Nachkontrolle, Lunge ist wieder sauber, Halschwellung abgeklungen, nochmal Antibiotika und Aufbau. Weiter beobachten. Mittwoch auch wieder alles normal, plötzlich in liegender Position leicht versteift, wieder wie Kreislaufschwäche. Ab ins Auto zum Doc. Lunge, Hals ok, leicht erhöhte Temp. Zusätzlich spritzt er ein Epilepsiemittel. Ab nach Hause alles ok. Allerdings der Hinweis, daß wir auf das Laborergebnis bzgl. eines tödlichen Virus warten müssen. Gestern war das Ergebnis da, alles negativ. GOTT SEI DANK. Baypamune gespritzt und Luminetten mitgegeben falls dieser "ANFALL" kommen sollte. Inka hatte allerdings schon so ca. 3-4 Tage vor dem Sonntag ab und zu gewürgt als wenn Haare raus mußten klappte aber nicht. Zusätzlich hat sie aber auch normal ihre Haare erbrochen, das Essen an sich hat sie aber nicht erbrochen (hatten Angst wegen Vergiftung). Sie frißt normal, hat normale Verdauung, speichelt nicht, verhält sich normal hat allerdings starken Durst. Jetzt sollen wir in 10-14 Tagen zur Nachspritze von Baypamune kommen. Hoffe, daß ich nichts vergessen habe aufzuführen. Ich kann nur an Epilepsie nicht so wirklich glauben.
Liebe Grüße
Marion
Hallo Biggi,
eins hatte ich, glaube ich, vergessen zu schreiben:
Inka hat so 2 x Tag, tja wie nenne ich es? So wie Würghusten. Nicht das normale wie beim Erbrechen der Haare. Das paßt ja auch irgendwie zu der verschleimten Lunge. Also ich glaube im Moment, daß sie eine, einer Erkältung ähnelnde, Infektion hat. Den recht großen Durst kann ich noch nicht so ganz deuten. Dieses Schwächeln von Sonntag und Mittwoch könnte auch "normale" Kreislaufschwäche sein, uns wird ja auch mal dusselig wenn wir krank sind. Tja, ich weiß es nicht. Momentan liegt sie neben mir, ist wirklich total normal, lustig, spielt, frißt ganz normal, macht natürlich durch das Trinken mehr Pi als sonst. Stuhlgang alle 2 Tage, dieser auch normal. Ich denke, wir müssen jetzt mal die Wirkung von Baypamune abwarten. Die Luminaletten sind ganz weit hinten im Schrank. Bevor ich mit dem Zeug anfangen würde, möchte ich eine eindeutigere Diagnose.
Danke für Deine lieben Grüße und Wünsche,
Euch von Herzen das selbe. Wenn ich neue Erkenntnisse habe melde ich mich.
Alles Liebe,
Marion
22.07.02
Hallo Ihr Lieben,
möchte Euch kurz über den neusten Stand bei unserer Inka informieren.
Mein Mann war heute (nach einem langen Telefonat zwischen mir und der Urlaubsvertretung meines TA) noch mal in der Sprechstunde.
Diagnose:
Wie bereits von mir vermutet hat Inka schweren Husten und dadurch Fieber. Bedingt durch das Fieber trinkt sie auch soviel. Sie bekommt nun drei Tage Antibiotika und Cortison, da das Fieber schon 1 Woche andauert. Hoffe nun, daß wir die Krankheit jetzt in den nächsten Tagen endlich in den Griff bekommen. Die Durchblutung ihrer Schleimhäute ist schon besser, wir müssen einfach weiter Däumchen drücken und hoffen, daß wir mit einem "blauen" Auge davon kommen.
Wenn Ihr möchtet, melde ich mich gerne nochmal wie es weitergeht.
Ansonsten wünsche ich Euch, vor allem aber Euren Fellnasen eine glückliche Zeit, genießt jeden Tag mit ihnen, es sind doch wirklich unsere kleinen "Babys", die wir beschützen und hegen und pflegen wollen und müssen.
Alles Liebe
Marion
30.07.02
Hallo Biggi und Ihr lieben anderen,
tja, nun ist es wohl doch so, daß unsere Inka Epi hat. Der Husten ist behandelt, Blutwerte, Röntgenaufnahmen i.O., mit Ausnahme einer Hüftdysplasie. Wir waren gestern von 16.45 Uhr bis 19.45 Uhr beim Tierarzt, bzw. bei zwei Tierärzten. Nachdem die erste Ärztin (die Urlaubsvertretung unseres Tierarztes der als erstes den Verdacht auf Epi äußerte) nicht mehr weiter wußte und Inka dann auf eine Herztherapie umstellen wollte, sind wir schnurstracks durchgefahren zu einer Ärztin, die sich auf Katzen spezialisiert hat. Sie hat Inka dann noch mal untersucht (das arme Mäuschen war inzwischen fix und alle), hat festgestellt, daß ein Herzgeräusch etwas leiser ist, jedoch kein Grund zu einer Therapie. Nach Schilderung aller Sympthome und der bisherigen Medikamente, etc. ist sie davon überzeugt, daß es Epi ist. Sie meinte dann, sollten die Anfälle so schwach bleiben wie jetzt würde sie noch keine Medikamente verabreichen. Wir dann nach Hause und haben auf dem Balkon gesessen. Inka hatte Hunger und war munter. Dann kam sie zu uns raus, legte sich auf den Boden und plötzlich folgendes:
Sie legte sich etwas seitlich, zog gaaaaaaanz langsam ihre linke Hinterpfote an sich ran, gleichzeitig streckte sie die linke Vorderpfote von sich weg und wackelte leicht mit dem Kopf. Das ging dann so ca. 30-45 sec., dann legte sie sich wieder normal aufrecht hin, war allerdings noch ca. 1 Minute etwas schlapp. Kurz drauf war wieder alles in Ordnung. Also jetzt glaube ich auch bald fest an Epilpsie. Wir haben dann gestern angefangen ein Tagebuch anzufangen um die Anfälle verfolgen zu können. Leider haben wir tagsüber keine Möglichkeit sie zu beobachten, denn wir müssen ja das Geld für die Tierärzte verdienen. Wir werden Inka so gut wie möglich beobachten und im Kontakt mit der Tierärztin bleiben. Unsere Hoffnung ist, daß sich die Anfälle nicht verschlimmern, wir müssen abwarten und unserem Mäuschen weiterhin Ruhe und Geborgenheit bieten.
Ich werde mich wieder melden und weiter berichten.
Bis dahin ganz liebe Grüße an alle,
Marion
20.08.02 (1 Tag nach ihrem Tod)
Ihr Lieben,
wollte mich nur kurz melden. Sicher haben einige hier gelesen wie die Krankheit unserer Maus verlief und das es doch Epilepsie sein sollte. Es war keine Epilepsie. Ihre Krämpfe waren Schmerzen, Inka hatte auf 15 cm Länge Tumore am Darm. Gestern wurde es festgestellt und wir haben unsere Fellnase erlösen lassen, da der Krebs nicht operabel war. Sie wurde noch auf dem OP-Tisch eingeschläfert.
11 Jahre in Sekunden weggewischt.
Verzweiflung, Trauer, Tränen, Sehnsucht, die Gefühle sind unbeschreiblich.
Ich wünsche Euch und Euren Fellnasen alles nur erdenklich Gute und allen ein langes, sorgenfreies Leben. Hiermit verabschiede ich mich aus diesem tollen Forum.
Alles Liebe,
Eure unendlich traurige Marion
So war es von Ende Juli bis zu ihrem Tod:
Zwischen Ende Juli und ihrem Tod am 19.08. ging es ständig bergauf/bergab. Manchmal alle 2 Tage, dann wieder 1 x die Woche zum TA, Samstags, Sonntags, etc. Die TÄ hat noch eine Röntgenaufnahme gemacht, auf der sie feststellte, daß der Darm vergrößert ist und eine darmentzündung vermutete, sie darauf hin nochmal behandelte. Aber nur 4 Tage, denn ab dem 17.08. ging es rapide bergab. Am Morgen den 19.8. konnte Inka kaum noch laufen, schleppte sich zum Napf, konnte jedoch weder essen noch trinken. Ich rief sofort die TÄ an (war zufällig krankgeschrieben), sie sagte mir, ich solle sofort eine Überweisung in die TK abholen, sie hat dann sofort dort angerufen und uns angemeldet.
In der TK wurde eine Ultraschall-Aufnahem vom Darm gemacht und man sah den Krebs sofort.
Der TA sagte mir, er würde Inka gerne aufmachen um sehen zu können, ob man noch irgendetwas machen kann. Ich rief tränenüberströmt meinen Mann auf der Arbeit an, erklärte ihm alles, gab ihm den TA und dieser erklärte meinem Mann noch einmal alles. Als er mir das Handy zurückgab sagte er:
Ihr Mann sagt, wenn es keinen Sinn mehr hat soll ich sie erlösen.
Ich habe nur noch genickt und er hat Inka die Narkosespritze gegeben. Ich blieb bei ihr bis sie einschlief, erzählte ihr wie sehr ich und mein Mann sie lieben, wie sehr wir das Leben mit ihr toll fanden, erzählte ihr einfach alles was mir auf der Seele brannte, dann kam sie in den OP. In der Zwischenzeit hat mein Mann alles fallen und liegen lasssen in der Firma und kam zu mir. Gemeinsam warteten wir. Nach ca. 20 Minuten wurden wir in den OP gerufen, Inka lag zugedeckt auf dem OP-Tisch, und wir hörten die furchtbare Diagnose.
Wir haben unseren Engel noch im OP erlösen lassen.
Das Schlimmste war: mein Mann hat sich nicht von Inka verabschieden können, er hat sie nicht mehr lebend gesehen und die Beiden waren wie eine Seele.Als er morgens ging konnte er nicht ahnen, daß unser Mäuschen nur ein paar Stunden später tot sein wird.
Was ich daraus gelernt habe und Euch gerne weitergeben möchte:
Laßt nicht zu lange an Euren Fellnäschen rumdoktern. Fahrt im Zweifelsfall zu einem anderen TA oder in eine Tierklinik.
Es hätte Inka nicht gerettet (der Krebs wäre auch in einem früheren Stadium nicht heilbar gewesen, da mit Blutgefäßen verwachsen), aber wir hätten der süßen Maus unendlich viele Qualen, TA-Torturen, Ängste und Schmerzen ersparen können. Sie hätte die letzten Wochen ihres Lebens friedlicher verbringen können, wir haben es ihr nicht ermöglicht.
Und jetzt weine ich wieder.........
