Man sollte eine Katze nur übernehmen, wenn sie vorher bereits entwurmt, geimpft, tierärztlich untersucht und gesund ist .... und vor allem möglichst bereits kastriert ist , es sei denn, das sie noch ein Baby-Kitten ist und eine Kastration als Bedingung bei der Abgabe vereinbart ist.
Auch sollte man darauf achten, ob sie am Popo sauber ist, oder von Durchfall beschmiert ist und stinkt .... auch die Augen sollten sauber und klar und ohne Schleim oder tränend sein.
Falls bei hilflosen Fundkatzen davon etwas nicht in Ordnung ist, dann sollte man aber vom "Besitzer", bzw. von der Vermittlung darauf hingewiesen werden und auch bereits eine tierärztliche Behandlung angefangen sein ..... das sind alles Anzeichen, ob sich jemand verantwortungsvoll um das Tier gekümmert hat.
Auch sollte von Privat dann der Preis auf keinen Fall höher sein, als der Vermittlungspreis vom Tierschutz, oder Tierheim ..... alles andere würde zeigen, das es disen Leuten nur ums Geld verdienen geht.
Man kann bei Fundtieren vieles erstmal als gegeben hinnehmen, aber man sollte sich dann darüber bewusst sein, das zu anfang viele teure Behandlungen nötig sind und auch alles von einem selbst zu händeln sein sollte ..... also z.B. Augentropfen in die Augen tropfen, bei Durchfall Medikamente geben und für strenge Sauberkeit sorgen ...... Durchfall kann durch Giardien oder Würmer entstehen und es müssten dann beide Katzen behandelt werden ....... das alles sollte immer mit bedacht werden, wenn man eine Katze (egal wie alt sie ist) von "irgendwem Privat" aufnimmt.
Diese Ungewissheiten sollte man nur akzeptieren, wenn eienm ein hilfloses Tier zuläuft und man bereits ist, das gesund zu pflegen und auch keine Kosten dabei scheut.
Enton123 schrieb:
Vielen Dank für deine Antwort. Die Junge Katze ist von einer Privatperson.
Bei der 4 Jährigen Katze gibt es eine 4 Wöchige Probezeit.
Diese "Privatperson" sollte eigentlich wissen, wie alt genau ihre Katzen sind ...... denn mit ca. 5 Monaten fängt bei jungen Katzen der Zahnwechsel an, dann fallen die Milchzähne aus und die neuen Zähne stoßen durch ...... wenn man eine Katze auch erst später, z.B. eine Streunerin mit ihren Kitten, aufnimmt, dann erkennt man das aber zumindest an den Kleinen und kann dann in etwa das Alter genauer bestimmen, natürlich nicht auf den Tag, aber in etwa auf den Monat in dem Alter noch.
Bei der 4-jährigen Katze ist eine 4 wöchige Probezeit zwar wie sonst auch üblich, besser wäre es aber bei euch, wenn ihr diese Zeit verlängern könntet und eine Probezeit von 3 Monaten vereinbaren könntet.
Da eure Katze bisher keine anderen Katzen gewöhnt ist, kann es passieren (muss es nicht unbedingt) das ihr bei langsamer Zusammenführung (mit der Gittertür) ein tatsächliches miteinander erst nach ca. 3 Monaten .... oder auch noch später ..... erreichen werdet..... daher ja der Hinweis auf "Geduld".
Ihr könnt es auch mit nur 4 Wochen Probezeit schaffen, wenn zum einen die neue Katze sehr friedfertig ist und auch die "Chemie" zwischen den beiden sofort stimmt und sie sich gleich mögen ...... aber auch wenn es nicht gleich so gut läuft, dann solltet ihr aber fest entschlossen sein, die neue Katze auf jeden Fall zu behalten und weiter dann vorsichtig mit Geduld die Zusammenführung langsam laufen lassen.
Die neue Katze sollte nicht durch Abgabe dann zum "Wanderpokal" werden, dadurch würde sie vermutlich stark in ihrem Verhalten geschädigt.
Und bitte lies dir mal alles im Internet über Zyklene durch, das würde bei deiner Katze vermutlich sehr hilfreich sein, eine neue Situation zu akzeptieren und zu verkraften ..... auch um evtl. Ängste aus ihren ersten Lebenswochen besser zu überwinden.
Wir haben vor einigen Jahren 2 alte Kater zusammengeführt ...... da mutierte der bereits vorhandene und bisher total friedliche Kater plötzlich zum Macho und griff den neuen Kater immer wieder hinterlistig von hinten an ..... wir mussten sie ca. 6 Wochen komplett mit der Gittertür trennen, nur wenn wir direkt dabei standen konnten wir beide zusammen lassen ..... nach 2 Monaten konnten sie dann kurze Zeit auch ganz alleine mal bleiben, aber auch nur wenn wir im Haus waren und das Kampfgeheule hörten, wenn es mal wieder eskalierte und wir schnell trennen konnten, erst nach fast 5 Monaten konnten wir auch unbesorgt beide den ganzen Tag zusammen alleine lassen, ohne das dann einer der beiden voller Kratzer und losen Fellbüscheln war.
Das hat aber auch nur insgesamt geklappt, weil der neue Kater sehr gut sozialisiert und voll in sich ruhend war.
Immer wenn wir sie nicht beobachten konnten, haben wir die beiden durch die Gittertür getrennt ..... das ist zwar oft nervig, aber es verhilft zu einer friedlichen Zusammenführung ....... heute sind die beiden meist "ein Kopf und ein Arsch"..... also sie sind ständig dort, wo auch der andere ist ...... auch wenn sie nicht zusammen kuscheln, aber sie brauchen ihre Gemeinsamkeit.