- Erste Erfahrungen mit mobilem Elektro-Netz (sehr lang) Beitrag #1
makugro
- Dabei seit
- 15.06.2003
- Beiträge
- 1.157
- Reaktionspunkte
- 0
Hallo Ihr Lieben !
Nachdem unsere Bärbel mittlerweile schon in unmittelbarer Nähe einer Hauptstrasse gesichtet wurde
, ist Schluß mit lustig und wir haben uns dran gewagt und so ein mobiles Elektro-Netz im Garten installiert. Dazu hier nun ein erster Erfahrungsbericht:
Das Netz hat unterschiedliche Maschenhöhen. Unten fangen die in den ersten Reihen klein an, dann gibt es – immer über ein paar Reihen – immer höhere Maschen. Es soll wohl der Katze optisch signalisieren, dass dieses Hindernis unüberwindliche Höhe hat…. Stromführend sind nur die waagrechten Schnüre.
Wir haben ein "Startset" genommen, da sind die Pfosten in großen Abständen bereits vormontiert. Da das Netz aber naturgemäß labil ist, hängt das total durch, d.h. man muß eigentlich von vornherein noch weitere Pfosten einfädeln . Die Pfosten sind sehr biegsam, d.h. mindestens die Eckpfosten sollten mittels Schnur oder dergl. gespannt werden.
Richtige Tore gibt es bislang nicht, d.h. man muss an den Stellen, an denen man Durchgänge braucht, Stäbe einfädeln und das Netz da einfach durchschneiden. Zum Durchgehen muss man dann den einen Stab ganz aus der Erde ziehen und danach wieder einstecken. Als "Torset" kann man zusätzlich Verbinder erwerben, um die Stromverbindung zum wiederherzustellen.
Wir haben das nun alles brav gemacht, den Strom angestellt, als erstes selber mal getestet, und wirklich: es ist ein unangenehmes Bizzeln, mehr nicht. Es war also durchaus vorstellbar, dass das den Katzen nicht schaden aber auch ganz und gar nicht gefallen wird.
Wir haben die zwei dann also rausgelassen. Wenn die Impulse vom Gerät abgegeben werden, hört man dies als ein ganz leises Knacksen. Das haben die Mäuse natürlich auch gleich gehört und sind dem erstmal auf die Spur gegangen.
Bärbel die Neugierige hat dann auch als erste ihre Nase durch das Netz gesteckt, hat eine gewischt und dementsprechend einen Schreck bekommen und hat sich erstmal verärgert brummend zurückgezogen. Sie ist seither nicht wieder direkt an das Netz rangegangen.
Tja, und dann Willy. Unser bauchspeicheldrüsenkranker überschlanker Kater hat nichts besseres zu tun gehabt, als sich so in Schulterhöhe (da fängt die zweite Maschenhöhe an) durch das Netz zu zwängen - trotz Strom !!!
Ich habe wirklich meinen Augen kaum getraut … weg war er…..
Ich also sofort beim Vertreiber angerufen (der war auch etwas fassungslos…) , und wir haben vereinbart, dass er mir eine Rolle Litzenschnur schickt, die ich zusätzlich einfädle (Schweinearbeit …… aber was tut man nicht alles. Drei Maschenreihen habe ich also halbiert – auf eine Gesamtlänge von ca. 30 m…) .
Wir bewohnen ein Reiheneckhaus (übrigens zur Miete, sonst hätte ich sowieso einen festen Zaun installiert). Zwischen unserem und dem Nachbargrundstück ist auf ca. 2 m Länge eine Sichtschutzwand angebracht. Das mussten wir auch noch absichern, da Bärbel bei ihrem nächsten Ausbruchversuch natürlich auf diese Wand gesprungen ist – aber gut: dafür kann das Netz nix…
Willy hat dann natürlich sofort wieder versucht, sich durchzuzwängen, hat aber relativ schnell gemerkt, dass das nicht mehr so richtig passt. Die nächsthöheren Maschen hat er bislang nicht versucht zu erreichen, da bekommt er dann ja auch direkt an den Pfoten eine gewischt.
Aber so einfach gibt unser Kater ja nun nicht auf. Bin nur mal wieder kurz ins Haus, als ich raus kam – Kater weg .....
(wenn ich nicht so viel Geld ausgegeben hätte und nicht aus Sicherheitsgründen wirklich wollte, dass die Katzen drin bleiben – ich hätte mich kaputtgelacht – und irgendwie bin ich ja auch stolz auf meinen Kater……
)
Weitere Beobachtungen haben ergeben, dass er sich wohl untendurch gemogelt hat
. Die unterste Schnur ist eine ziemlich feste, die keinen Strom führt.
Hat zur Folge, dass ich nun irgendwelche Krampen oder so was kaufen muss, um das Netz wirklich fest am Boden zu halten. Im Moment habe ich das noch eher provisorisch geregelt, es scheint aber erstmal zu funktionieren, der Kater ist noch nicht wieder ausgebüxt.
Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich sie denn nun morgen, wenn ich wieder zur Arbeit gehe, rauslassen soll. Ich möchte halt nicht, dass er dann ausbüxt und nicht wieder reinkann – meine Katzen sind bislang gewohnt, jederzeit wieder ins Haus zu können, wenn sie wollen. Aber ich denke nicht, dass er den gleichen Weg wieder zurück nehmen würde….
Im Moment sind beide doch recht irritiert, man merkt, dass sie gar nicht mehr soviel mit sich anzufangen wissen. Sie sind jetzt fast ein Jahr ungehindert rumgestromert (immer dann, wenn wir zuhause waren, also nach Feierabend bis zum Schlafengehen und am Wochenende den ganzen Tag). Hoffentlich lernen sie es auch wieder, sich in Haus und Garten zu beschäftigen und zu spielen. Wir wollen ihnen im Garten schon noch einen "Spielplatz" bauen, aber das dauert halt noch ein bisschen.
Ich kann also nur hoffen, dass sie sich an den Zustand gewöhnen und nicht dauerhaft darunter leiden, nicht mehr "auf die Gass" zu dürfen….
Persönliches Fazit:
Ich halte das System grundsätzlich für gut, aber leider auch für noch nicht völlig ausgereift (zugegeben, unser Kater ist seeehr schlank, aber auch Katzenkinder sollten durch die Maschen eigentlich nicht durchpassen……).
Auch müsste gewährleistet sein, dass man als Zubehör alles mitgeliefert bekommt, was man braucht (z.B. diese Krampen o.ä., das Netz liegt sonst nicht stramm genug am Boden; auch müssten die vormontierten Stäbe enger stehen) Das würde die Sache zwar wahrscheinlich von vornherein verteuern, man wüsste aber wenigstens, was auf einen zukommt.
So wie es jetzt ist, kommen eben doch noch ungeplante Kosten zu dem eh schon nicht billigen System dazu, was einfach ärgerlich ist.
Was ist wirklich gut finde, ist die Optik des Netzes, es fällt überhaupt nicht unangenehm auf. Außerdem ist es natürlich gut zu wissen, daß ich das System - auch wenn wir mal umziehen sollten - jederzeit woanders wieder einsetzen kann.
Was die Wirksamkeit bei den Katzen angeht, so vermute ich mal, dass es auch ein Unterschied ist, ob man Wohnungskatzen auf diese Weise plötzlich mehr Freiheit beschert, oder – wie in unserem Fall – bisherige grenzenlose Freigänger einschränkt (klar, dass die nicht begeistert sind und nicht so schnell aufgeben).
Mein endgültiges Urteil möchte ich aber erst abgeben, wenn die Katzen für einige Tage – auch ohne Aufsicht – nicht ausgebüxt sind…… bis dahin sei dies hier wirklich nur ein erster Erfahrungsbericht.
Wer noch was dazu wissen möchte, darf sich gerne bei mir melden. Bilder findet Ihr hier+hier+hier
Liebe Grüße
Nachdem unsere Bärbel mittlerweile schon in unmittelbarer Nähe einer Hauptstrasse gesichtet wurde
Das Netz hat unterschiedliche Maschenhöhen. Unten fangen die in den ersten Reihen klein an, dann gibt es – immer über ein paar Reihen – immer höhere Maschen. Es soll wohl der Katze optisch signalisieren, dass dieses Hindernis unüberwindliche Höhe hat…. Stromführend sind nur die waagrechten Schnüre.
Wir haben ein "Startset" genommen, da sind die Pfosten in großen Abständen bereits vormontiert. Da das Netz aber naturgemäß labil ist, hängt das total durch, d.h. man muß eigentlich von vornherein noch weitere Pfosten einfädeln . Die Pfosten sind sehr biegsam, d.h. mindestens die Eckpfosten sollten mittels Schnur oder dergl. gespannt werden.
Richtige Tore gibt es bislang nicht, d.h. man muss an den Stellen, an denen man Durchgänge braucht, Stäbe einfädeln und das Netz da einfach durchschneiden. Zum Durchgehen muss man dann den einen Stab ganz aus der Erde ziehen und danach wieder einstecken. Als "Torset" kann man zusätzlich Verbinder erwerben, um die Stromverbindung zum wiederherzustellen.
Wir haben das nun alles brav gemacht, den Strom angestellt, als erstes selber mal getestet, und wirklich: es ist ein unangenehmes Bizzeln, mehr nicht. Es war also durchaus vorstellbar, dass das den Katzen nicht schaden aber auch ganz und gar nicht gefallen wird.
Wir haben die zwei dann also rausgelassen. Wenn die Impulse vom Gerät abgegeben werden, hört man dies als ein ganz leises Knacksen. Das haben die Mäuse natürlich auch gleich gehört und sind dem erstmal auf die Spur gegangen.
Bärbel die Neugierige hat dann auch als erste ihre Nase durch das Netz gesteckt, hat eine gewischt und dementsprechend einen Schreck bekommen und hat sich erstmal verärgert brummend zurückgezogen. Sie ist seither nicht wieder direkt an das Netz rangegangen.
Tja, und dann Willy. Unser bauchspeicheldrüsenkranker überschlanker Kater hat nichts besseres zu tun gehabt, als sich so in Schulterhöhe (da fängt die zweite Maschenhöhe an) durch das Netz zu zwängen - trotz Strom !!!
Ich also sofort beim Vertreiber angerufen (der war auch etwas fassungslos…) , und wir haben vereinbart, dass er mir eine Rolle Litzenschnur schickt, die ich zusätzlich einfädle (Schweinearbeit …… aber was tut man nicht alles. Drei Maschenreihen habe ich also halbiert – auf eine Gesamtlänge von ca. 30 m…) .
Wir bewohnen ein Reiheneckhaus (übrigens zur Miete, sonst hätte ich sowieso einen festen Zaun installiert). Zwischen unserem und dem Nachbargrundstück ist auf ca. 2 m Länge eine Sichtschutzwand angebracht. Das mussten wir auch noch absichern, da Bärbel bei ihrem nächsten Ausbruchversuch natürlich auf diese Wand gesprungen ist – aber gut: dafür kann das Netz nix…
Willy hat dann natürlich sofort wieder versucht, sich durchzuzwängen, hat aber relativ schnell gemerkt, dass das nicht mehr so richtig passt. Die nächsthöheren Maschen hat er bislang nicht versucht zu erreichen, da bekommt er dann ja auch direkt an den Pfoten eine gewischt.
Aber so einfach gibt unser Kater ja nun nicht auf. Bin nur mal wieder kurz ins Haus, als ich raus kam – Kater weg .....
Weitere Beobachtungen haben ergeben, dass er sich wohl untendurch gemogelt hat
Hat zur Folge, dass ich nun irgendwelche Krampen oder so was kaufen muss, um das Netz wirklich fest am Boden zu halten. Im Moment habe ich das noch eher provisorisch geregelt, es scheint aber erstmal zu funktionieren, der Kater ist noch nicht wieder ausgebüxt.
Allerdings weiß ich noch nicht, ob ich sie denn nun morgen, wenn ich wieder zur Arbeit gehe, rauslassen soll. Ich möchte halt nicht, dass er dann ausbüxt und nicht wieder reinkann – meine Katzen sind bislang gewohnt, jederzeit wieder ins Haus zu können, wenn sie wollen. Aber ich denke nicht, dass er den gleichen Weg wieder zurück nehmen würde….
Im Moment sind beide doch recht irritiert, man merkt, dass sie gar nicht mehr soviel mit sich anzufangen wissen. Sie sind jetzt fast ein Jahr ungehindert rumgestromert (immer dann, wenn wir zuhause waren, also nach Feierabend bis zum Schlafengehen und am Wochenende den ganzen Tag). Hoffentlich lernen sie es auch wieder, sich in Haus und Garten zu beschäftigen und zu spielen. Wir wollen ihnen im Garten schon noch einen "Spielplatz" bauen, aber das dauert halt noch ein bisschen.
Ich kann also nur hoffen, dass sie sich an den Zustand gewöhnen und nicht dauerhaft darunter leiden, nicht mehr "auf die Gass" zu dürfen….
Persönliches Fazit:
Ich halte das System grundsätzlich für gut, aber leider auch für noch nicht völlig ausgereift (zugegeben, unser Kater ist seeehr schlank, aber auch Katzenkinder sollten durch die Maschen eigentlich nicht durchpassen……).
Auch müsste gewährleistet sein, dass man als Zubehör alles mitgeliefert bekommt, was man braucht (z.B. diese Krampen o.ä., das Netz liegt sonst nicht stramm genug am Boden; auch müssten die vormontierten Stäbe enger stehen) Das würde die Sache zwar wahrscheinlich von vornherein verteuern, man wüsste aber wenigstens, was auf einen zukommt.
So wie es jetzt ist, kommen eben doch noch ungeplante Kosten zu dem eh schon nicht billigen System dazu, was einfach ärgerlich ist.
Was ist wirklich gut finde, ist die Optik des Netzes, es fällt überhaupt nicht unangenehm auf. Außerdem ist es natürlich gut zu wissen, daß ich das System - auch wenn wir mal umziehen sollten - jederzeit woanders wieder einsetzen kann.
Was die Wirksamkeit bei den Katzen angeht, so vermute ich mal, dass es auch ein Unterschied ist, ob man Wohnungskatzen auf diese Weise plötzlich mehr Freiheit beschert, oder – wie in unserem Fall – bisherige grenzenlose Freigänger einschränkt (klar, dass die nicht begeistert sind und nicht so schnell aufgeben).
Mein endgültiges Urteil möchte ich aber erst abgeben, wenn die Katzen für einige Tage – auch ohne Aufsicht – nicht ausgebüxt sind…… bis dahin sei dies hier wirklich nur ein erster Erfahrungsbericht.
Wer noch was dazu wissen möchte, darf sich gerne bei mir melden. Bilder findet Ihr hier+hier+hier
Liebe Grüße