- Asthma behandeln Beitrag #1
Elimor
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Hallo,
nach langer Zeit melde ich mich mal wieder in der Hoffnung auf Hilfe bei einer herausfordernden Situation.
Mein Kater Ari (jetzt 4 Jahre alt) fing mit ca. 1,5 Jahren an, immer mal wieder zu husten. Beim Tierarzt damals großes Blutbild und Röntgen der Lunge haben keine relevanten Befunde gebracht. Auch das Herz wurde gecheckt und war in Ordnung. Der Tierarzt hat dann eine 14-tägige Behandlung mit Cortisontabletten (Prednisolon) begonnen. Danach war der Husten erstmal weg, kam aber irgendwann wieder. Es wurde Asthma vermutet. Die Therapie wurde um Karsivan ergänzt. Damit sind wir eine Weile eigentlich ganz gut gefahren, es haben jährlich die 14 Tage Prednisolon und ansonsten täglich eine halbe Tablette Karsivan ausgereicht, um ihn nicht husten zu lassen. Ansonsten war er auch super fidel und gut drauf.
2024 wurde kontrollgeröntgt, da waren in der Lunge Schädigungen zu sehen. Die Häufigkeit der Gabe von Prednisolon musste erhöht werden, da die Abstände leider kürzer wurden, mit denen mit Karsivan erfolgreich überbrückt werden konnte. Im Moment ist es so, dass er alle 3 Monate die 14 Tage lang Prednisolon braucht. Der Tierarzt hat jetzt empfohlen, auf Inhalation umzusteigen. Da mir schon klar war, dass das wohl irgendwann kommen wird, hatte ich mir schon vor einem Jahr den AeroKat besorgt und Ari immer mal wieder hingelegt und geübt, dass er seine Nase in den Aufsatz hält. Die letzten 4 Monate habe ich täglich mit ihm geübt (und die letzten 4 Wochen sehr intensiv). Aber selbst mit Unmengen an Leckerlis duldet er nach über 4 Monaten gerade mal so für eine halbe Sekunde das Teil locker am Gesicht. Richtiges Aufsetzen der Maske oder gar 10 sek. Stillhalten damit ist utopisch.
Auf Anraten des Tierarztes haben wir es nun schweren Herzens probiert, mit sanfter Gewalt durchzusetzen, in der Hoffnung, dass Katerchen es irgendwann toleriert und entspannt duldet. Heute war Tag 4 und er hasst es. Bisher haben wir ihn mit Leckerlis auf eine Decke gelockt, dann in die Decke gewickelt, ich habe ihn darin festgehalten und mein Sohn hat ihm den AeroKat aufgesetzt, bis er einen Atemzug genommen hat. Danach sofort freigelassen und mit Leckereien belohnt. Es war schon gestern schwierig, ihn auf die Decke zu locken, heute war es unmöglich (er ist ja nicht dumm und wusste genau, was kommt). D. h. ich musste ihn heute einfangen und zur Decke tragen. Der ganze Stress hat ihm natürlich nicht gut getan und die Atmung war gleich sehr schlecht. Irgendwie kommt es mir jetzt wie ein Fehler vor, dass wir es mit Zwang verabreichen, auch wenn ich mir sage, dass wir ja wirklich lange versucht haben, ihn daran zu gewöhnen, was ja scheiterte. Die Hoffnung ist, dass er es vielleicht nicht täglich brauchen wird und wir nur immer dann ein paar Tage inhalieren müssen, wenn er mal wieder hustet. Karsivan geben wir nebenbei täglich weiter.
Die Alternative wäre eine dauerhafte tägliche Prednisolongabe, aber der Tierarzt meint, dass Katzen, die dauerhaft Cortisontabletten nehmen, nicht alt werden.
Wer hat denn ggf. Erfahrung mit dauerhafter Gabe von Cortisontabletten und wie das auf die Katze wirkt? Wer kann mir noch Tipps geben, wie wir dem Kater die Inhalation angenehmer gestalten können? Ist es denn denkbar, dass er sich doch noch an den Vorgang gewöhnen kann und das irgendwann ganz gelassen annimmt, so wie die Wunderkatzen in den Videos von AeroKat? Auch wenn es 4 Monate lang nicht geklappt hat, ihn daran zu gewöhnen? Ich meine, das Spray (Beclometason) ist ja auch nicht gerade angenehm für Katzennasen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er das je annimmt, da er sich jetzt bei diesem einen Atemzug immer aufbäumt, als hätten wir ihm Gift in die Nase gesprüht. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, ihn jetzt täglich ein- bis zweimal mit Zwang das Spray zu verabreichen, wenn er sich immer so wehrt. Was das mit unserem Vertrauensverhältnis macht, darüber möchte ich gar nicht nachdenken, auch wenn er es bis jetzt nicht übel zu nehmen scheint, da er recht schnell danach wieder ganz normal und zutraulich ist.
Langer Text, sorry, aber vielleicht hat ja hier jemand Erfahrung mit einer Asthmakatze und ein paar Tipps für mich. Danke schonmal und liebe Grüße
Elimor
nach langer Zeit melde ich mich mal wieder in der Hoffnung auf Hilfe bei einer herausfordernden Situation.
Mein Kater Ari (jetzt 4 Jahre alt) fing mit ca. 1,5 Jahren an, immer mal wieder zu husten. Beim Tierarzt damals großes Blutbild und Röntgen der Lunge haben keine relevanten Befunde gebracht. Auch das Herz wurde gecheckt und war in Ordnung. Der Tierarzt hat dann eine 14-tägige Behandlung mit Cortisontabletten (Prednisolon) begonnen. Danach war der Husten erstmal weg, kam aber irgendwann wieder. Es wurde Asthma vermutet. Die Therapie wurde um Karsivan ergänzt. Damit sind wir eine Weile eigentlich ganz gut gefahren, es haben jährlich die 14 Tage Prednisolon und ansonsten täglich eine halbe Tablette Karsivan ausgereicht, um ihn nicht husten zu lassen. Ansonsten war er auch super fidel und gut drauf.
2024 wurde kontrollgeröntgt, da waren in der Lunge Schädigungen zu sehen. Die Häufigkeit der Gabe von Prednisolon musste erhöht werden, da die Abstände leider kürzer wurden, mit denen mit Karsivan erfolgreich überbrückt werden konnte. Im Moment ist es so, dass er alle 3 Monate die 14 Tage lang Prednisolon braucht. Der Tierarzt hat jetzt empfohlen, auf Inhalation umzusteigen. Da mir schon klar war, dass das wohl irgendwann kommen wird, hatte ich mir schon vor einem Jahr den AeroKat besorgt und Ari immer mal wieder hingelegt und geübt, dass er seine Nase in den Aufsatz hält. Die letzten 4 Monate habe ich täglich mit ihm geübt (und die letzten 4 Wochen sehr intensiv). Aber selbst mit Unmengen an Leckerlis duldet er nach über 4 Monaten gerade mal so für eine halbe Sekunde das Teil locker am Gesicht. Richtiges Aufsetzen der Maske oder gar 10 sek. Stillhalten damit ist utopisch.
Auf Anraten des Tierarztes haben wir es nun schweren Herzens probiert, mit sanfter Gewalt durchzusetzen, in der Hoffnung, dass Katerchen es irgendwann toleriert und entspannt duldet. Heute war Tag 4 und er hasst es. Bisher haben wir ihn mit Leckerlis auf eine Decke gelockt, dann in die Decke gewickelt, ich habe ihn darin festgehalten und mein Sohn hat ihm den AeroKat aufgesetzt, bis er einen Atemzug genommen hat. Danach sofort freigelassen und mit Leckereien belohnt. Es war schon gestern schwierig, ihn auf die Decke zu locken, heute war es unmöglich (er ist ja nicht dumm und wusste genau, was kommt). D. h. ich musste ihn heute einfangen und zur Decke tragen. Der ganze Stress hat ihm natürlich nicht gut getan und die Atmung war gleich sehr schlecht. Irgendwie kommt es mir jetzt wie ein Fehler vor, dass wir es mit Zwang verabreichen, auch wenn ich mir sage, dass wir ja wirklich lange versucht haben, ihn daran zu gewöhnen, was ja scheiterte. Die Hoffnung ist, dass er es vielleicht nicht täglich brauchen wird und wir nur immer dann ein paar Tage inhalieren müssen, wenn er mal wieder hustet. Karsivan geben wir nebenbei täglich weiter.
Die Alternative wäre eine dauerhafte tägliche Prednisolongabe, aber der Tierarzt meint, dass Katzen, die dauerhaft Cortisontabletten nehmen, nicht alt werden.
Wer hat denn ggf. Erfahrung mit dauerhafter Gabe von Cortisontabletten und wie das auf die Katze wirkt? Wer kann mir noch Tipps geben, wie wir dem Kater die Inhalation angenehmer gestalten können? Ist es denn denkbar, dass er sich doch noch an den Vorgang gewöhnen kann und das irgendwann ganz gelassen annimmt, so wie die Wunderkatzen in den Videos von AeroKat? Auch wenn es 4 Monate lang nicht geklappt hat, ihn daran zu gewöhnen? Ich meine, das Spray (Beclometason) ist ja auch nicht gerade angenehm für Katzennasen, ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass er das je annimmt, da er sich jetzt bei diesem einen Atemzug immer aufbäumt, als hätten wir ihm Gift in die Nase gesprüht. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, ihn jetzt täglich ein- bis zweimal mit Zwang das Spray zu verabreichen, wenn er sich immer so wehrt. Was das mit unserem Vertrauensverhältnis macht, darüber möchte ich gar nicht nachdenken, auch wenn er es bis jetzt nicht übel zu nehmen scheint, da er recht schnell danach wieder ganz normal und zutraulich ist.
Langer Text, sorry, aber vielleicht hat ja hier jemand Erfahrung mit einer Asthmakatze und ein paar Tipps für mich. Danke schonmal und liebe Grüße
Elimor
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