Zungengrundtumor mit Ohrpolypen beidseitig: ist Kryochirurgie ne Option?

KleineWölfin

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Moin liebes Forum,

ich komm mal bei euch vorbei um alle, die nach Erfahrungberichten zu Zungengrundtumoren oder Ohrpolypen suchen, eine kleine Hilfestellung zu geben und gleichzeitig alle Leser*innen um Kommentare zu meinen Fragen zu bitten. Ich hab selber schon von vielen Beiträgen anderer Betroffener profitiert und bin nicht das erste Mal froh, Berichte von Katzenhalter*innen im www zu finden. Und Peter dankt an dieser Stelle auch allen fleißigen Schreiberlingen!

Doch vorweg Peter´s Geschichte, soweit ich sie kenne. Wer direkt zu meinen Fragen gelangen möchte, ich hab sie unten zusammengefasst und freu mich über jede Antwort

Peter, oder auch Mon ami, ist ein stolzer rotweißer Streunerkater, der vor 2 Jahren an unserem Haus in einem 500-Seelen-Dorf das erste Mal gesehen wurde. Wir schätzten ihn damals auf ca. 1,5 bis 2 Jahre, die Katerbacken bildeten sich gerade aus. Ins Haus hinein wollte er definitiv nicht. Er bekam ein Halsband mit Blombe, in der unsere Adresse/Tel. und die Bitte um Kontaktaufnahme vermerkt waren. Als sich nach 5 Wochen niemand gemeldet hatte, brauchte er das Halsband nicht mehr zu tragen und zog dauerhaft auf unserer Terrasse ein, bekam das reichlich von unserer Mäkelmietz (chronisches Verdauungsproblem) übrig gelassene Futter, Trockenfutter und immer öfter auch ne Extradose geliefert. Was der futtern konnte, Wow! Peter bezog im Sommer das Dach meines Cabrioalterchen unterm Carport und genoss dort den bei uns absolut verregneten Sommer 2017. Er nahm kräftig zu, imposante Katerbacken und Klötzchen inklusive und ich meldete ihn zur nächsten Kastrationsaktion an. Die fiel aus unerfindlichen Gründen aus, dafür fiel Peter vor ca. 1 Jahr zurück auf 5 kg Gewicht und begann, den Stoff des Autodachs mit seinen Haaren zu schmücken. Futterte weiter wie Weltmeister, allen Wurmkuren zum Trotz.

Es war Winter. Peter wurde schmutzig. Und begann aus den Ohren zu muffeln. Also schnappte ich mir den Burschen und machte die erste Tour mit ihm zur nahgelegenen Tierärztin (einfache Ausstattung, kompetent und tierlieb, für Streuner auch mal zu Sonderpreisen, ganz herzlichen Dank!). Peter hat mit dieser Fahrt wohl sein größtes Horrorerlebnis gehabt, gleich zu Beginn bei Starten des Motors setzte er einen kräftigen Schiss in den Korb (was er auf den nächsten 2 Fahrten wiederholte, danach hatte er sich ausreichend gewöhnt und murrte nur noch vor sich hin, wenn ich ihn in den Korb stopfte). Es gab keine Diagnose, aber eine Ohrensäuberung mit viel Eiter und Gestank sowie eine Salbe, mit der ich Peter ne Weile belästigte und ne Spritze. Die Ärztin meinte, das sei ein alter Kater. Wir öffneten ihm zu hause das Fenster, vor dem er oft schlief, um ihn hineinzulocken.
Peter fraß weiter sehr gut, eigentlich alles, was man ihm anbot, gab jetzt Köpfchen und ich durfte ihn auch mal für 5 sek. auf den Arm nehmen. Manchmal steckte er den Kopf durch´s Fenster. Unsere Mäkelmietz, selber als junge Streunerin zu uns gekommen, in einer Straßenkatzengang aufgewachsen und lieb zu jedermann, fauchte ihn anfangs an und ignorierte ihn später (er stank ihr sicher zu sehr nach Krankheit).

Im März wurde das Ohr schlimmer und der Appetit schmaler. Peter haarte jetzt wie blöd. Ich hab seine Wolle regelmäßig ausgebürstet und gesammelt, ich könnte ihm ein Mützchen daraus stricken. Ich fuhr zu einem anderen Arzt mit größerem Inventar zur Diagnosestellung; bei einem so guten Futterer mag man das gar nicht haben, wenn er nicht mehr essen mag. Ergebnis: Peter hatte einen Polyp im Ohr, bekam ein Cortisondepot und ich ne Lage Prednisolontabletten, Ohrsäuberungszeug und Metacam mit nach hause (ja, tatsächlich). Die optimale
Menge Cortison pendelte ich aus, bekam er weniger als 2,5 mg/tag, ging es ihm nicht gut. Mehr als 3,75 mg sollten es aber auch nicht sein wegen der Nierenproblematik. Das Metacam tauschte ich in Absprache mit dem Arzt gegen Novaminsulfon, davon bei Bedarf 0,3 bis max 0,5 ml. Hinweis zu Metacam: bitte nicht mit Cortison geben, die Kombi macht die Nieren kaputt. Hinweis zu Novaminsulfon: ist anders als das frühere Novalgin ohne Alkohol, weshalb besser für Tiere verträglich. Allerdings speicheln viele Katzen stark und mögen das gar nicht. Etwas weniger ätzend findet Peter es, wenn ich es reduziere: also 8-10 Tropfen in ein ganz kleines Näpfchen, dann für 30 min auf die Heizung und kurz bevor es auskristalisiert, in die Spritze aufziehen und hinein in den Kater. Gewicht war jetzt: 4,5-5 kg. Den Sommer 2018 verbrachte Peter zumeist draußen, kam dann aber immer öfter in das Zimmer hinterm Fenster und verteilte sein Fell auf allen möglichen Schlafplätzen. Er litt wohl unter der Hitze, hatte auch oft warme Ohren, den Fellverlust schieb ich auf immer leichtes Fieber. Aber auch immer guter Hunger!

Aus einem Thread bekam ich den Tipp mit Spinnengift, genauer gesagt ist das eine homöopathische Aufbereitung von Tarantelgift. Ich las Schilderungen, in denen die Tumore schrumpften und die Katz noch lange lebte. Der Tierarzt hatte es vorrätig, ab etwa Juni 2018 bekam Peter davon eine Spritze alle 3 - 4 Wochen. Zu Beginn half es ganz gut, der Polyp suppte nicht mehr so stark, der Kater gewann seine alte Stärke wieder. Dann fiel er wieder zurück. Ich ließ ihm den Polyp kürzen, dabei wurde gewiss, dass er auch im anderen Ohr solch ein Ding sitzen hatte. Eine große OP (Entfernung des Polypen samt Mittelohr) war weder finanziell zu wuppen (1.500,00 €/Ohr hab ich gelesen), auch hätte ich mit Peter dafür wieder einen jetzt dritten Arzt finden müssen. Außerdem ist Peter kein Kater, der nach einer OP täglich betüddelt, geschweige denn über viele Wochen der Heilung eingesperrt werden wollte. Das Tarantula würde ich ihm immer wieder geben, die Kürzung der Polypen brachte deutlich weniger Komfort für den Kater.

Im Herbst hatte Peter dann endlich den Wohnungsflur erobert (wo Bibi´s Futter stand). Er schnurrte jetzt, wenn ich ihn bürstete und wälzte sich genüsslich auf dem Teppich, ich ertappte ihn auch mal dabei, dass er auf meinem Platz auf der Couch saß (im Wohnzimmer!). Peter bekam sein Klo mit Blumenerde, das er seitdem vorbildlich nutzt. Und ich stellte auch sein Futter auf 1/2 Frischfleisch (Lachs, Huhn, Pute, Lamm, Wild/Rind) und 1/2 Dose um. Bibi bekommt das schon lange, weil ihr Dosenfutter meist nicht bekommt. Das ist letztlich nicht teurer als halbwegs anständiges Dosenfutter, die Katz braucht davon ja viel weniger und darüber hinaus wird es zu nahezu 100% vom Körper verwertet, es gibt auch deutlich weniger und besseren Kot.

Im Dezember fing Peter an zu sabbern und wehrte sich zusehens, wenn ich mit einer Spritze kam um ihm das Cortison oder das Novaminsulfon zu geben. Ging manchmal mit der Pfote ans Maul und mochte auf der rechten Seite gar keine Spritze ins Mäulchen bekommen. Ich tippte auf ein Zahnproblem und wollte ihm nicht schon wieder ne neue Behandlung zumuten. Peter futterte weiter seine 250 gr. Fleisch und 2-300 Gramm Lieblingstütenfutter (Marke von der R-Drogerie, Typ Geflügel mit Leber und Wild mit Ente, ich vermute heute, das ist besonders mild). Außerdem gern die Brühe von ausgekochten Hühnerflügeln und sicher auch mal andere Dosen, mein roter Freund hat aber jetzt eindeutige Vorlieben. Jetzt kam es vor, dass er bis zur Schwelle des Wohnzimmers kam oder sich in die Küchentür setzte, wenn er Hunger hatte. Überhaupt erklärte Peter den Platz neben den Futterschüsseln zu seinem Stammplatz :giggle:

Kurz vor Weihnachten zog er ins Esszimmer ein, auf einen sonst nicht benutzten Sessel und schlief dann auf einem Lammfell. Sprang jetzt auch mal auf den Stuhl neben meiner Mutter, wenn sie am Laptop arbeitete. Also: auch wenn Peter bis heute kein Oberkuschler ist, er schätzt Menschen schon sehr und bedankt sich auch für jedes Futter sehr höflich. Von Bibi ist er allerdings verzaubert :love:. Doch anders als von einem echten Kater vermutet, markiert Peter auch einzig, indem er regelmäßig den Kampf mit einer Zeitung aufnimmt, auf der im Flur unsere Schuhe stehen. Die zerfetzt er dann mit Wonne!

Über Weihnachten mussten Bibi und Peter für 6 Tage in eine Pension, was er sehr viel weniger schlimm fand als befürchtet. Er war zwar enorm aufgeregt mit kugelrunden Augen, pflanzte sich aber direkt auf einen exponierten Platz an der Heizung, während Bibi sich in einer Höhle versteckte. Trotzdem hat der Kater in den 6 Tagen nicht so gut gefressen, also fing vor 14 Tage die Päppelei wieder an. In der Pension hatten es die guten Leute geschafft, ihm einmal ins Maul zu gucken und hatten faule Zähne festgestellt. Und anders als zuvor ließ er jetzt auch manchmal Futter stehen oder brauchte Zuspruch beim Fressen und kaute irgendwie komisch. Speichelte dabei mehr und auch mal mit etwas Blut. Also nun doch wieder zum Arzt zum Zähne ziehen und Zahnstein entfernen. Armer Junge!

Daraus wurde aber nichts. Die Zähne waren eigentlich ganz ok. Nur unter der Zunge und bis in die rechte Backe hinein: fetter Tumor mit Begleiterscheinung. Peter spuckte auch noch gelbe Soße und selbst in Narkose würgte er ganz scheußlich. Die Ärztin wollte ihn gar nicht wieder wachwerden lassen. Da hab ich aber gesagt: "nee nee, der bekommt mindestens noch ein ausgiebiges Mahl, bevor er auf die andere Seite geht (er hatte bisher nach Narkosen immer gefressen, dass ich kaum nachkam mit der Lieferung, ein regelrechtes Festmahl, nachdem er jedes Mal mit kugelrundem Bauch schlafen ging). Und er soll den Übergang auch von zu hause aus machen. Wenn sein Appetit über das Wochenende nicht zurückkommt, dann ist es Montag soweit, sollte mein roter Freund weiterfuttern, uns anschnurren, die Zeitung zerfetzen und auf dem Lammfell schlummern, dann dauert es auch noch so lange wie es eben dauert. Meine Meinung."
Also nutzte ich die Zeit der Narkose und säuberte den Kater beim Tierarzt mal von allen Verfilzungen an den Stellen, die man sonst von ihm nicht gezeigt bekommt und putzte ihm die Ohren und verkakkertes am Popo, packte Peter wieder ein, bedankte mich wirklich herzlich (die Leute dort sind echt toff, bin auch nicht bös für den gut gemeinten Rat) und brachte meinen roten Freund nach hause. Peter bekam noch ein Cortisiondepot.
Zu hause brach dann der Tumor auf. Beide Vorderpfoten bluteten voll, es lief eine ganze Zeit und Peter verkroch sich, wollte mit mir nichts zu tun haben, ich denke, er verknüpft mich mit dem ganzen Unheil des Tages. Aber nach 2 Stunden kam er wieder raus und knabberte erstmal nur ein wenig am Tütenfutter, nach weiteren 3 Stunden waren es dann schon 150 gr, die er mümmelte und nachts dann seine gewohnte Menge mit Nachschlag in Form eines halben Putenschnitzels (auch Bibi bekam was ab, die jetzt plötzlich mit ihm zusammen frisst). Keine Ahnung, wie lange das so geht, die Tage sind gezählt. Aber Peter weiß ja nichts von den Diagnosen. Er hat Schmerzen, er spürt einen Fremdkörper im Maul, aber das scheint ihn nicht ganz aus der Bahn zu werfen. Noch nicht, ich weiß. Er spürt sicher, dass er Energie verliert obwohl er gut futtert. Und wird, sollte der Krebs an Aggressivität zulegen, noch mehr futtern müssen um den Verlust an den Krebs auszugleichen. Das wird er nicht leisten können, natürlich stören ja auch die Schmerzen und das Novaminsulfon will ich ihm nicht mehr geben, da er sich davor graust. Auch muss ich mit weiteren Tumoren an anderen Stellen rechnen (Lunge, Leber etc.). Und dann wird auch der Kater keine Lust mehr haben.

Geht es auf das Ende eines Lebens zu, kommt immer die Frage: wie gestaltet man das und wo bleibt das geliebte Wesen? Ich bin nicht gläubig, mehr der Realist, der erkennt, dass die Geliebten in uns Lebenden weiter existieren, denen sie Erlebnisse geschenkt haben, Momente ... . Und aufjuchzen, wenn wir ihre Geschichtchen erzählen, so wie jetzt. Doch möchte ich versuchen, für Peter´s letzte Stunde einen Zeitpunkt zu wählen, in dem er noch nicht von Angst vor sonstewas geschüttelt ist. Wenn sichtbar wird, dass der Stoffwechsel angegriffen ist (Durchfall?), die Beine anfangen wegzusacken oder der Kater jeden Tag weniger futtert und nicht mehr freudig aus seinem Versteck kommt, wenn ich mit dem Putenschnitzel winke. Dann möchte ich schnell handeln, bevor er die Liebe zum Fressen verliert. Versteht ihr was ich meine? Ich möchte mich an dieses herrliche Geschöpf erinnern und an Putenschnitzel denken und dann lachen und mich freuen, dass er die Hoffnung nicht verloren hat, irgendwann wieder das kleingeschnittene Fleisch wie ein Dyson aufzusaugen.
Gestern war ich noch einmal bei der Landtierärztin, die ihn als erste Medizinerin begutachtete. Sie sagte, sie würde auch zu uns kommen, wenn es soweit wäre und ich solle einfach auf Peter hören, es könne 1 Tag oder 1 Monat sein. Kein Arzt könne sagen, wann es bei ihm soweit sei, nur der Krebs würde weiterwachsen und letztlich so groß werden, dass Peter das Maul nicht mehr zu bekäme und die Zunge nicht mehr rausstrecken könne.

Im www hab ich von einigen Fällen gelesen, dass Zungengrundkrebs schnell abgeht. Einfach weil das Ding gerade beim Essen schmerzt und die Tiere dann verhungern. Die Ärztin sagte, der Krebs im Maul sei wahrscheinlich der zentrale Tumor, die Ohrpolypen Metastasen. Die Polypen sind übrigens jetzt deutlich kleiner geworden. Dann hat Peter den Zungenkrebs seit ca. 1 Jahr und sich erstaunlich lange dagegen durchgesetzt, alle Achtung! Von einer OP halte ich nichts, weil Peter glaube ich nicht von uns mit Spritze und Brei gefüttert werden möchte und ja auch zum Trinken seine Zunge braucht (die Zunge würde bei einer OP entfernt werden). Ich hab von Kryochirurgie gelesen und die Tierklinik Hofheim angeschrieben. Ich werde berichten, wenn ich eine Antwort erhalte.

Meine Fragen: was habt ihr für Erfahrungen mit diesem Grauen? Hat jemand Erfahrungen mit Kryochirurgie (Vereisung)? Hat sich von euch jemand für eine OP entschlossen? Wer hat Erfahrung mit Morphinpflaster für Katzen? Was empfehlt ihr sonst an Schmerzmitteln? Wie lange hattet ihr bei Zungenkrebs noch Zeit? Soll mir die gelbe Soße etwas sagen, die er spuckte, kurz nachdem er die Narkosespritze bekam? Mir fällt dazu nur Bilirubin ein, aber im Magen? Mein roter Freund war eigentlich nüchtern ... Was haltet ihr von der Futtermenge? Braucht ein Lebewesen mit Krebs zusätzliche Vitamine? Soll ich ihm was von den Barf-Mineralien anzudrehen versuchen? Was ist damit ihn rauszulassen? Vorgestern hatte ich das Fenster zugemacht, gestern wieder geöffnet, nachdem Peter wieder gefressen hatte.

Naja, und wem auch immer etwas einfällt, über dessen Anmerkung freu ich mich wirklich sehr!

Ganz herzliche Grüße von Kleine Wölfin
 
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ChicadelaPalma

ChicadelaPalma

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Erstmal herzlich Willkommen bei uns im Forum.

Das ist wirklich eine herzzerreißende Geschichte.

Leider kann ich nichts über Peters Erkrankung nichts sagen aber hoffe er hat noch etwas Zeit.
Ich würde ihn mit allem verwöhnen was ihm schmeckt.
 
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Trulla-la

Trulla-la

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Uff
Ein langer Text, aber du hast eure gemeinsame Zeit so bildlich beschrieben - wenn der Grund nicht so grausig wäre könnte ich sagen...
Ein Genuss das zu lesen

Ich hatte einen Kater mit einem Lymphom an der Tonsille (beim Menschen sagt man auch Mandel)
Leider hatten wir das Pech die aggressive Art von Krebs erwischt zu haben. Das Ding wuchs so schnell das man fast zuschauen konnte
Da die Tonsillen sehr nah am Zungengrund liegen war bei Meckie schon nach gut einer Woche alles zu Ende
Ich fütterte ihn zwar per Spritze (er tolerierte das sehr gut), aber von mal zu mal konnte er weniger schlucken Das Lymphom drückte gegen den Zungengrund was es immer schwerer machte zu schlucken Er wäre am vollen Napf verhungert. Und so hab ich ihn gehen lassen

Peter hat "dat Ding" ja direkt am Zungengrund Da dürfte das Schluckproblem noch gravierender sein sobald eine bestimmte Größe erreicht ist
Bitte beobachte ihn weiter gut und stell dich drauf ein das es innerhalb von Stunden soweit sein kann ihn gehen lassen zu müssen

Zur Kryochirurgie kann ich dir nichts sagen Aber Hofheim hat da wohl gute Ärzte
In München gibt es spezielle Formen der Bestrahlung und Chemo Werden lokal angewand Ich fürchte nur die Zeit hat Peter nicht mehr
Zudem - soll man so einen Freigeist solchen Behandlungen und damit verbundenen Umständen aussetzen?
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Moin Chica und Trullala,
lieben Dank für die freundliche Begrüßung!
Ich denke, es ist sicher gut für andere, von einem Kater zu hören, der an diesem Punkt seines Lebens steht und berichten kann. Dass ich mich - quasi als sein Ghostwriter - bemühe, seine Geschichte vollständig, wahrhaftig und mit dem Respekt vor seinem heldenhaften Katerepos zu erzählen, sollte sich dann wohl von allein verstehen, nicht wahr?
Das mit dem Füttern mittels Spritze habe ich selber vor vielen Jahren auch einmal gemacht und denke nicht, dass es für Peter eine Option ist. Ich hab mal die These gehört, dass die Männer noch vor wenigen Jahrhunderten, wenn die Zipperlein zunahmen und sich in handfeste Behinderungen zu verwandeln drohten, den erstbesten Feldzug ihres Königs als Gelegenheit beim Schopf packten, tapfer und ehrenvoll und mit einem letzten Sinn zu sterben. Und ich denke, dass gerade so ein Streuner, der ja eigentlich nonstop um Futter und Territorien und Mädels kämpfen musste und sich dabei behauptete (er kam hier ohne eine Schramme an!), sich selber nicht schwach und kotzend und mit Durchfall erleben möchte. Ist ja auch eine Frage, wie ich - als Schreiberin eines Haudegen - von ihm weiter berichten will? Sicher nicht so, wie Du, Trullala, es als damals einzige Alternative bei deinem Pechkater gehabt hättest: vorm vollen Napf sitzend und nichts vom geliebten Lachs aufnehmen zu können, brrr. Ich will mich wohl Dir anschließen und rechtzeitig eine Schlange auftreiben um sie mit meinem kleinen Prinzen bekannt zu machen. Doch so lange er noch nicht nach der Schlange ruft, will ich ihn nach Strich und Faden verwöhnen, ja, Chica!

Ich hab Hofheim angefragt, ob sie hier im Norden jemanden empfehlen können.
Und ich frag mich, ob ich Peter nicht doch noch ein Schmerzmittel organisieren könnte. Falls er jetzt nicht komplett abbaut. Diese Opiat-Pflaster - hat die jemand mal probiert?
 
Trulla-la
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Liebe Wölfin (was für ein passender Nick)
Nein, Assistenz füttern geht wirkich nicht bei jeder Katze. Meckie war so einer der das fast genoss. War es doch auch Zuwendung. Und die hatte er bei seinen vorherigen Dosis nicht mehr so bekommen

Doch zu Opiatpflastern...
Ich schreibe mal 2 Forinen an von denen ich denke sie können was dazu sagen
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Ach, Trulla-la, was biste lieb!
Ich hab ja Zuwendung für den Burschen übrig. Er empfindet aber alles, was ich an seinem Mund rumfummle als furchtbar. Und ich fürchte, dass er das Weite sucht, wenn ich das falsche Signal setze. Er soll das Vertrauen, das er mit Mäuseschritten über 2 Jahre aufgebaut hat, nicht am Ende verlieren. Sondern denken "wie gut, dass Kleine Wölfin da war". Das ist ja ganz und gar nicht selbstverständlich zwischen Katz und Wolf ... wie Du ja auch so treffend bemerktest. Normalerweise fresse ich ja Katzen!
 
Kalimera

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Erfahrungen mit der Kryochirurgie bei Katzen habe ich nicht.
Zu den Schmerzmitteln: ich weiß nicht, ob Morphin-Pflaster bei Katzen halten. Meine Katzen haben mal Buprenorphin bekommen, das wird unter die Haut gespritzt, man kann es aber wohl auch ins Mäulchen geben.
Ansonsten würde ich ihn auch mit allem verwöhnen, was er gerne mag.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Moin Eva,
und gemaunzten Dank von meinem roten Freund für Deinen Tipp :king2:
Prinz Peter sitzt gerade neben dem Lappy und möchte noch mehr zu dem Buprenorphin wissen. Sag, hast Du das damals vom TA bekommen oder aus der Humanmedizin? Hat es gewirkt? Gab es Nebenwirkungen? Ich hatte im Dezember mit Prof. Dr. Sabine Tacke korrespondiert und sie hatte vor den Nebenwirkungen gewarnt, allerdings hatte ich zu Fentanyl gefragt. An dieser Stelle ein Gruß nach Gießen, ist ja nicht selbstverständlich, dass die Besten der Besten Zeit finden um einem (ehemaligen!) Streuner vom anderen Ende der Welt zu helfen :good3:.
Peter und Bibi haben gestern und heute die letzte Lieferung Wildlachs strickt abgelehnt. Ich fluche. Dafür hat Peter jetzt Schafskäse entdeckt und der hat ihm sehr gemundet! Den Lachs gibt es dann heute Mittag für uns Menschen, obwohl ich mich frage, ob der irgendwie faul sein könnte?
Herzlich gegrüßt aus der Höhle von Peter, Bibi, Mama und Kleine Wölfin :bye2:
 
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Hallo auch von mir und ein herzliches Willkommen!
Ich bin tief betroffen von Peter´s Schicksal und werde gleich mal eine Forine anschreiben, die sich mit Buprenovet auskennt. Sie hat es ihrem Kater immer oral gegeben, in einem Leckerli versteckt - pur ins Mäulchen geben geht gar nicht, das habe ich mal bei meinem Kater probiert und er hat sich aus Leibeskräften gewehrt und stark gespeichelt.
Ich schreib sie gleich mal sn!
 
vilma
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Opiate sind prima, da stimme ich Eva zu. Nicht jeder TA gibt die gerne raus, es ist wohl Papierkram damit verbunden. Aber sie sind hochwirksam und abgesehen von Verstopfung scheinen wenig Nebenwirkungen zu bestehen. Es fehlen Langzeitstudien, aber darum geht es bei euch ja nicht.

Ein potentes Schmerzmittel und Cortison kannst du versuchen. Außer Hofheim wird dir in DE wohl niemand Kryochirurgie anbieten können. Die Uniklinik Berlin könntest du noch fragen.

Aber ganz ehrlich, solche Tumore wachsen gern in die Tiefe. Das, was man sieht, ist vielleicht nur die Spitze des Eisbergs (und der Tumor wächst ja schon bis in die Wange), deswegen verwöhn den Burschen gut. Sobald nicht mehr gefressen wird und Lethargie einsetzt, lass ihn in Frieden gehen. Das ist das Menschlichste (und Möglichste), was du ihm geben kannst.
 
KleineWölfin

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Ui fein, Edda,
ich würde ohnehin eher zur Injektion tendieren. Ich weiß ja nun, wie wund es in Peter´s Mäulchen ausschaut :wacko2:
Ganz herzlich gedankt für Deine Mithilfe und das freundliche Willkommen!
Kleine Wölfin
 
KleineWölfin

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Und danke, Vilma!
Ja, ich werd auf Peter´s Appetit hören oder wenn neurologische Aussetzer oder Jammern vernehmlich sind. Der TA, bei dem mein Freund zuletzt in Behandlung war, will kein Opiat verabreichen. Viellicht die erste Medizinerin, sonst müsste mich morgen hier in Schleswig Holstein umhören. Meine Mutter bekommt seit 5 Jahren Opiate zur Schmerzbehandlung ohne dass Tabletten abhanden kamen. Dann sollte es doch für eine Katz für wenige Wochen möglich sein?
Ja, Chica, das finde ich auch :friends:
 
Kalimera

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Moin Eva,
Prinz Peter sitzt gerade neben dem Lappy und möchte noch mehr zu dem Buprenorphin wissen. Sag, hast Du das damals vom TA bekommen oder aus der Humanmedizin? Hat es gewirkt? Gab es Nebenwirkungen? Ich hatte im Dezember mit Prof. Dr. Sabine Tacke korrespondiert und sie hatte vor den Nebenwirkungen gewarnt, allerdings hatte ich zu Fentanyl gefragt. An dieser Stelle ein Gruß nach Gießen, ist ja nicht selbstverständlich, dass die Besten der Besten Zeit finden um einem (ehemaligen!) Streuner vom anderen Ende der Welt zu helfen :good3:.
Das Buprenorphin war aus der Veterinärmedizin.
Als Injektion brennt es deutlich weniger als z.B. Novalgin (so meine Erfahrung) und wenn Du einen Tierarzt findest, der bereit ist, es Dir mit nach Hause zu geben, kannst Du es sicher selbst verabreichen.
 
KleineWölfin

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Meine TÄ hatte mir einige aufgezogene Spitzen mit B. nach Haus mitgegeben, die ich versucht habe, oral zu geben - das geht pur gar nicht, der Kater hat geschäumt und gespuckt und ist abgehauen.
Ich schau mal, ob es auf der Rechnung aufgeführt ist.
 
Kalimera

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Ich weiß auch nicht mehr, wie teuer das genau war, aber ich glaube nicht, dass es so viel war. Ich meine mich zu erinnern, dass es nicht teuer war als andere Schmerzmedikamente.
 
FELIDAE4
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Mein Kater bekam Bupreno über einen längeren Zeitraum per Spritze..er hatte eine schlimme Pankreatitis......zum Teil schwere Schmerzen.....er hat es sehr gut vertragen.....Novalgin ging gar nicht.......ja die Tä. möchten das nicht gerne mitgeben.oder dürfen..aber wenn man einen guten Ta. hat....so wie ich der einem schon viele Jahre kennt und weiss das man es richtig anwendet ..dürfte es kein Problem sein....allerdings hält das Mittel nur einige Stunden seine Wirksamkeit.......
 
mortikater
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Mein Kater Kimi bekam wegen einer Krebsdiagnose über drei Monate Buprenovet. Die Diagnose erwies sich als falsch, tatsächlich hat er eine chronische IBD mit Pankreatitsschüben, aber auch im Rahmen dieser Erkrankung bekommt er immer wieder mal Buprenovet, wenn es nicht anders geht. Unser TA ist da aufgeschlossen, obwohl es viel bürokratischen Aufwand erfordert. Buprenovet ist im Prinzip teuer, ein Fläschchen, mit dem man bei täglicher Gabe (zweimal täglich) etwa einen Monat ausreicht, kostet ca. 100,- Euro. Die Tierärzte dürfen diese Mengen aber nicht auf einmal abgeben, so bekommt man den Bedarf für einige Tage auf Spritzen abgefüllt mit nach Hause.

Anfangs habe ich Kimi das Buprenovet in einem präparierten Aldi-Stick gegeben, später wollte er das nicht mehr und ich habe subkutan gespritzt. Dass es brennt (wie z. B. Vitamin B12) kann ich nicht bestätigen. Wenn es brennt, macht Kimi einen Riesensatz, bei Buprenovet nicht. Die Katze wird davon nicht lethargisch, aber sie wirkt schon wesensverändert, aufgeregter, anhänglicher.

Nach einem Opiat-Pflaster habe ich meinen TA auch schon mal gefragt, er riet mir davon ab, weil die meisten Katzen es sich runterkratzen und es auch permanent gewechselt werden muss, das ist kaum ein Unterschied zum Piekser.

Eigentlich hält die Wirkung des Buprenovet nur für 8 Stunden an, bei Kimi kamen wir aber mit einem 12 Stunden Rhythmus gut hin. Als einzige körperliche Nebenwirkung konnte ich Verstopfung beobachten, das machen alle Opiate, in unserem Fall, chronischer Durchfall, war das erwünscht.
 
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