Zucker im Katzenfutter macht Katzen süchtig??

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Katzenfan

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Zucker im Katzenfutter macht Katzen süchtig?

Katzen können keinen Zucker erkennen, sind aber für süß schmeckende Aminosäuren empfindsam.
Quelle:
Bradshaw, J.W.S. (1992). Behavioural Biology, In The Waltham Book of Dog and Cat Behaviour, (Ed. C. Thorne), Kapitel 2. pp. 31–52. Pergamon Press, Oxford.


Katzen fehlen die Geschmacksrezeptoren für Zucker, wie das Magazin "Geo" berichtet.

Bereits in den 1970er Jahren dokumentierten demnach Forscher, dass Katzen (Felis silvestris) weniger an zuckrigen Extras interessiert sind als etwa Hunde. Erklären konnten die Wissenschaftler dies allerdings nicht. Daher nahmen US-Forscher sich die beiden an der Wahrnehmung des Süß-Geschmacks beteiligten Gene genauer vor.
Dabei entdeckten sie, dass einem Gen 247 Basenpaare fehlen - es ist also defekt. Das für das Zuckerschmecken erforderliche Protein kann deshalb gar nicht gebildet werden. Dass Katzen gleichwohl manchmal Schokolade essen, ist für die Forscher kein Widerspruch. Sie erkennen darin eine Vorliebe für Fett und Kakao.
Quelle:
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/e...pt=AbstractPlus&list_uids=16103917&query_hl=5

Geschmacks- und Geruchssinn, die chemischen Sinne der Katze, bestimmen das Fressverhalten der Katze.

Mit ihrer Hilfe entscheidet die Katze, ob sie etwas fressen will oder nicht. Bei jedem Nahrungsmittel prüft sie zunächst dessen
Geruch, sagt dieser ihr zu, probiert sie vorsichtig. Erst wenn auch der Geschmack der Speise ihren Ansprüchen genügt, beginnt sie richtig zu fressen.
Dem Geruchssinn kommen aber noch andere wichtige Aufgaben zu.
Der Geschmackssinn sitzt auf Zunge und Gaumen und reagiert deshalb nur auf Substanzen, die ins Maul genommen werden. Ob der Katze ein Nahrungsmittel schmeckt oder nicht, entscheidet sie jedoch auch unter Zuhilfenahme des Geruchssinns, denn der Geschmackssinn alleine kann keine feinen Unterschiede machen. Die meisten Geschmacksknospen auf der Katzenzunge haben rund 30 mm Durchmesser. Sie sitzen als pilzförmige Wärzchen auf der Oberfläche der Zunge sowie als vier bis sechs aufgereihte hohle Zäpfchen auf der Rückseite der Zunge. Fast alle unsere Kenntnisse über den Geschmackssinn bei Katzen stammen von neurophysiologischen Arbeiten an tiermedizinischen Universitäten. Dieser Sinn ist im Gegensatz zum Hör-, Seh- und Geruchssinn nur wenig erforscht. An der Übertragung des Geschmacksempfindens sind verschiedene Nerven beteiligt. Der Gesichtsnerv (Nervus facialis) ist nur für die Geschmacksknospen der vorderen zwei Drittel der Zunge verantwortlich. Die anderen Zungenbereiche müssen also von anderen Nerven versorgt werden. Dafür kommen beispielsweise der Nervus trigeminus und der Nervus glossopharyngeus in Frage. Detaillierte Studien bei Hunden und Katzen haben gezeigt, dass sich die Eigenheiten des Geschmackssystems im Laufe der Evolution gebildet haben. Bei Katzen sprechen die meisten Geschmacksnerven auf zahlreiche Aminosäuren (Eiweißbausteine) an. Katzen interessieren sich übrigens im Gegensatz zu Hunden nicht für Zucker.

Geschmackssinneszellen, die auf Nukleotide, das sind die Bausteine der Erbsubstanz, reagieren, finden sich besonders bei Fleisch fressenden Tieren. Da ihre Nahrung, nämlich tierisches Gewebe, besonders reich an Nukleotiden ist. Der Verlust der Empfindung „süß" bei Zucker kann bei Katzen eine extreme Anpassung an das Fleischfressen sein. Es wird angenommen, dass die Aminosäure-Einheiten zur Unterscheidung zwischen Fleischsorten und unterschiedlichen Nahrungsqualitäten eingesetzt werden. Der Hund besitzt nach wie vor die Fähigkeit, Zucker, Pflanzen, Früchte und andere süß schmeckende Mischungen zu erkennen, da er kein so spezialisierter Fleischfresser wie die Katze ist. Der größte Unterschied zwischen Katze und Hund auf der einen Seite und der Mehrheit der Säugetiere auf der anderen Seite ist der offensichtliche Mangel an Salz-spezifischen Geschmacksknospen. Da Natrium grundlegend für die Nieren- und Nervenfunktion ist, hat die Erkennung des Salzgehalts der Nahrung ganz klar Priorität für die meisten Pflanzen- und Allesfresser. Als direkte Konsequenz daraus ergibt sich eine Nahrung mit ausgewogenem Salzgehalt für alle Fleischfresser.

http://www.whiskas.co.uk/whiskas/de...-EF10-479B-983E-C475390AD362}&HideHeader=true
 
14.11.2007
#1

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Gast

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Katzenfan

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Bezüglich Zucker im Katzenfutter nahm auf Anfrage ein Tierfutterhersteller Stellung.

"Demnach wurde/wird Zucker auschließlich zur Varietätendifferenzierung eingesetzt. Der effektive Restzuckergehalt (Saccharose) liegt analytisch bei 0,05 bis maximal 0,15% wobei bei Beutetieren in der freien Wildbahn naturgemäß ebenfalls analytische Restzuckergehalte von bis zu 2% bezogen auf einzelne Organe (Leber, Niere und Mägen) vorhanden sein können."
 

EmiliaGalotti

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Bezüglich Zucker im Katzenfutter nahm auf Anfrage ein Tierfutterhersteller Stellung.

"Demnach wurde/wird Zucker auschließlich zur Varietätendifferenzierung eingesetzt. Der effektive Restzuckergehalt (Saccharose) liegt analytisch bei 0,05 bis maximal 0,15% wobei bei Beutetieren in der freien Wildbahn naturgemäß ebenfalls analytische Restzuckergehalte von bis zu 2% bezogen auf einzelne Organe (Leber, Niere und Mägen) vorhanden sein können."
Das ist so ziemlich genau die Antwort, die ich mal von Aldi bekommen habe als ich wegen des Zuckers nachgefragt hab. Klingt einleuchtend..
 

Cécile

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. . . also tut mit leid, aber ein echter Jus entsteht ausschließlich durchs langsame Einkochen. Die Bindung, die dann später für den "Stand" einer Soße wichtig ist, entsteht auch ausschließlich durch die Reduktion. Selbst die Farbe kommt nicht durch Zucker, daran würde man in der hochwertigen Gastronomie nur den Pfusch erkennen. Der Einsatz von Zuckercouleur ist verpönt, abgesehen von der Gesundheitschädlichkeit dieses Stoffs.

Ergo: Zucker in Katzenfutter macht eine hübsche Farbe - ist ja vor allem in den Sorten "mit Soße" - ein billiges Hilfsmittel für das Auge des Zweibeiners, der ja den Fraß auf einen Teller befördern muss.

Ich weiß leider dann doch zu wenig über den Stoffwechsel der Katze, aber wenn ich mal davon ausgehe, dass Zucker vor allem in Billigfutter soviel vorhanden ist, dass er deklariert werden muss, dann kommt mir noch was anderes in den Sinn: Zucker (Kohlenhydrate) macht hungrig. Einfachstes Beispiel für eine absolut sicher funktionierende Diät (jetzt wieder das Beispiel Zweibeiner): konsequenter Verzicht auf alle Arten von Kohlenhydraten für ein paar Tage befördert einen in die Ketose, der Stoffwechsel verändert sich so, dass Fettreserven mobilisiert werden (jetzt ganz vereinfacht dargestellt). Das ist der Anfangserfolg aller Low-Carb-Diäten. Und schöner Nebeneffekt: der Hunger hört auf zu nagen.

Jetzt erlaube ich mir den Umkehrschluss, dass Zucker in Tiernahrung (der da absolut nicht reingehört) die Tiere hungrig macht. Dazu zähle ich letztendlich auch die teilweise bedenklich hohen Anteile von Getreide im Katzenfutter . . . und wenn man dann den Gedanken weiterspinnt :roll: so viele Katzen haben ernährungsbedingte Krankheiten wie Diabetes und andere Stoffwechselstörungen . . . und so viele Katzen haben schlicht Übergewicht . . . und angeblich war das Fertigfutter noch nie so perfekt wie heute . . . wo sie doch alle so intensiv forschen, die Experten von effem und Co. . . . insgesamt nimmt die Gesundheit der Haustiere doch nicht zu sondern ab ::?

Zucker macht vielleicht nicht süchtig, aber fresssüchtig 8)

LG
Britta


 

Munkel

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Der Einwand von Britta hat was. Jedenfalls kann ich das so bestätigen: meine größten Soßenfans hatten schon immer am ehesten Gewichtsprobleme ::?.
 

Annette69

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Hallo,

ich glaube nicht, daß die Sorte des Zucker irgend einen Unterschied macht. Also egal ob raffinierter Zucker oder Honig oder Frucktzucker, die Wirkung auf den Organismus ist der selbe. Egal ob ich nun (oder Katze) Zucker schmecken kann oder nicht.
Ich gehe davon aus, daß weit mehr als die Hälfte der Katzenbesitzer nicht wissen wie der eigene Organismus funktioniert geschweige denn der Ihrer viebeinigen Lieblinge.
Wie schon von meinen Vorrednern erwähnt dient das Meiste was von der Industrie an Geruchs und Farbstoffen eingesetzt wird nicht der Gesundheit der Katze sondern einzig dem ästhetischen Empfinden der Besitzer.
Mit anderen Worten, was für das Menschliche Auge gut aussieht wird gekauft. Da entscheidet die Katze nicht mit.
An 2. Stelle steht dann der menschliche Geruchssinn.
An dritter Stelle das Fressverhalten der Katze. Also wenn sie´s mag ist es auch lecker. Wer hat schon selber mal Katzenfutter gegessen?
Und erst an vierter Stelle kommt dann die Frage ob es auch gesund ist für die Katze.
Das ist wie gesagt bei mehr als der Hälfte aller Katzenbesitzer so.
Jeder der hier im Forum schreibt hat sich schon mal Gedanken um die wahre Natur seiner Katze gemacht und daher kann das Verhalten der Forumsteilnehmer hier nicht repräsentativ sein. Denn die Mehrheit hier füttert seine Katzen eher nach gesunden Gesichtspunkten!
Ich glaube manche hier ernähren Ihre Katzen besser als sich selber:lol:

Die Katze kennt in puncto Fressen zwar durchaus Vorlieben aber keinerlei Ekelgefühle und auch kein gut und schlecht. Das ist rein Menschliches Verhalten. Und jedes Haustier wird auf diese Art Vermenschlicht. Dosi ekelt sich vor toten Tieren oder findet das Jagdverhalten der Katze grausam also ist es "moralisch schlecht"
Herrchen ekelt sich wenn sein Hund an den Hinterlassenschaften anderer Hunde riecht, zieht den Liebling mit "Pfui" da weg und verhindert so die sozialen Kontakte seines Hundes.
Meine Großtante war davon überzeugt, daß sie meinen Hund füttern muß damit er sie mag und das tat sie dann mit Kinderschokolade weil da ja soviel Milch drin ist!!!8O

OK damit hab ich jetzt genug geklugscheißert.:wink:

Liebe Grüße

Annette::w
 

Kadda

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Kleine Frage:

bisher dachte ich immer, dass Zucker, auch wenn er nicht geschmeckt wird, den Speichelfluß anregt. Dann kommen wir nämlich auch zum Thema Design-Food... Speichelfluß bedeutet Apettitanregung.... und die Katze hat unbewußt mehr Hunger bzw. kann mehr von dem Futter fressen.

Klingt soch auch logisch, so argumentiere ich zumindest immer bei der Frage.
 
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