Zuchtverbot im Kaufvertrag? Gültig oder Sittenwidrig?

Diskutiere Zuchtverbot im Kaufvertrag? Gültig oder Sittenwidrig? im Katzenzucht Forum im Bereich Katzenaufzucht und Zucht; Hallo, ich habe eine Frage bezüglich Kaufvertrag. Wenn der Züchter im Kaufvertrag eine Klausel drinhat, die eine Kastration der Katze vorschreibt...

rockytom68

Gast
Hallo,
ich habe eine Frage bezüglich Kaufvertrag. Wenn der Züchter im Kaufvertrag eine Klausel drinhat, die eine Kastration der Katze vorschreibt (sogar
mit Übersendung der Bescheinigung vom TA) und ein Zuchtverbot bei Zuwiderhandlung mit 3000,-- € drinsteht.....
... in einem Forumsbeitrag habe ich gelesen dass dies schon unter die Bezeichnung "Sittenwidrig"fällt.
Kann ein Züchter sowas überhaupt verlangen???

2. Frage
Das Vorkaufsrecht beim Weiterverkauf der Katze.....Ist es rechtens, wenn der Züchter nur 1/3 vom ehemaligen Kaufpreis dann für die Katze zahlen muss???

Also mir kommt der Vertrag äußerst suspekt vor. Was meint ihr?

Gruß
Rockytom
 
13.07.2003
#1

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Gast

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Tine21

Gast
nur mal aus neugierde:

willst du mit der katze züchten? oder sie wirklich nur als liebhabertier bei dir aufnehmen?

im 2.Fall kann dir das dann doch egal sein!

ich denke der züchter möchte nur verhindern das du mit der katze/kater weiterzüchtest. manche züchter verlangen auch mehr wenn du es als zuchttier haben möchtest. dementssprechend weniger wenn du es als liebhabertier kaufst.

liebe grüße

tine
 

al1b0b0

Gast
Hallo, Rockytom.

Zu Frage 1:
Das klingt für mich nach einem verantwortungsvollen Züchter.
Diese Klausel ist ja nicht deshalb im Vertrag, weil er Dir das Leben schwer machen möchte...
Offenbar handelt es sich um ein "Liebhabertier" das eben leider ein paar genetische Merkmale trägt, die es zur weiteren Züchtung ungeeignet machen. Vielleicht verlangt ja auch die Satzung seines Vereins so einen Absatz im Vertrag.

Allerdings hätte der Züchter dann auch schon selbst die Kastration vornehmen lassen können. Hätte diese Frage zumindest gar nicht erst aufgeworfen.

Zu Punkt 2 kann ich nix sagen. sorry.

Gruß

Robert
 
ceolbeatha

ceolbeatha

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Offenbar handelt es sich um ein "Liebhabertier" das eben leider ein paar genetische Merkmale trägt, die es zur weiteren Züchtung ungeeignet machen.
Hi Robert,
dieses Thema hatten wir gerade zusammen mit Züchtern in einem anderen Forum. Es gibt durchaus Züchter, die auch genetisch einwandfreie Tiere als Liebhabertier abgeben. Nicht jedes "Liebhabertier" ist (laut Aussage einiger Züchter uns gegenüber) nicht für die Zucht geeignet.

Allerdings hätte der Züchter dann auch schon selbst die Kastration vornehmen lassen können. Hätte diese Frage zumindest gar nicht erst aufgeworfen.
Das würde aber bedeuten, daß der Züchter eine Frühkastration machen lassen müßte und das macht noch nicht jeder. In der Regel werden Kitten ja mit 12 - 14 Wochen abgegeben und die meisten sind halt noch nicht kastriert in dem Alter.

@Rockytom: Wir haben zwei Kastraten vom Züchter adoptiert (waren schon 2 Jahre alt), dadurch hatte sich das Thema Kastration erledigt. Aber ich denke jeder seriöse Züchter wird sich das bescheinigen lassen um den Schwarzvermehrern den Garaus machen zu können. Bei TH-Tieren ist es nicht anders. Wir hatten das bei unserer Inka auch im Vertrag stehen und haben die Kastrationsbescheinigung nachreichen müssen. Ich sehe darin nichts sittenwidriges, eher normales Handling um eben der Vermehrung zu entgehen.

Zu Punkt 2 steht in unserem Vertrag etwas ähnliches, den genauen Wortlaut müßte ich raussuchen.
Nachtrag: So steht es bei uns im Vertrag:
Der Käufer sichert zu, die Katze für den Rest ihres Lebens zu behalten, es sei denn unvorhersehbare Dinge machen dies unmöglich. Falls solche Umstände eintreten sollen, darf die Katze nur mit schriftlicher Zustimmung des Züchters weitergegeben werden. Dem Züchter steht in jedem Fall ein Vorkaufsrecht zu. Hierbei beträgt der Preis bis zu einem Drittel des ursprünglichen Verkaufspreises. usw.

Wir hatten keine Probleme den Vertrag zu unterschreiben, wir gehen davon aus, daß die beiden Racker genau wie Inka bis zu ihrem Tod (der hoffentlich noch sehr weit entfernt liegt) bei uns leben werden.

Und bei uns steht auch im Vertrag: sollten wir gegen eine oder gar mehrere der vertraglich festgehaltenen Punkte verstoßen, so haben wir eine Vertragsstrafe von 2.500,- € zu zahlen.

Aber wenn Dir der Vertrag nicht zusagt, dann informiere Dich doch mal wie andere Züchter die Tierabgabe handhaben, dann weißt Du schnell, ob es normales Züchterverhalten ist.

Viele Grüße
Marion
 

Lilly

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Offenbar handelt es sich um ein "Liebhabertier" das eben leider ein paar genetische Merkmale trägt, die es zur weiteren Züchtung ungeeignet machen.
Hallo Robert,

dem ist nicht so. Es gibt Züchter, die aus verschiedenen Gründen Kitten zu Liebhaberpreisen abgeben. Für mich ist das zweierlei (aus dem Züchterforum gelernt):

- Katzen, die nicht zur Zucht geeignet sind
- Katzen, die an "nicht" Züchter, also Liebhaber abgegeben werden. Der Preis ist dann geringer, gerade Rassen, die sehr häufig gezüchtet werden, sind präsent am Markt und das Angebot bestimmt vielleicht auch die Nachfrage.

Hallo Rockytom,

möchtest Du denn mit der Katze jetzt züchten?
Wenn ja, setzt Dich doch mit den Züchtern auseinander. Wenn sich das Tier so wunderbar entwickelt hat (niemand kann ein Kitten mit 12 Wochen endgültig beschreiben und beurteilen), freuen die sich doch auch, wenn der Name im nächsten Stammbaum wieder auftaucht, und das Kitten alle Erwartungen übertroffen hat...

Liebe Grüße,
Iris
 

russian

Gast
Hallo,

jetzt muß ich doch auch mal meinen Senf dazugeben :lol:
Ersteinmal an Rockytom, der Vertrag den Du angibst zeugt von einem verantungsvollen Züchter, und er ist nicht sittenwidrig, zumal nicht, wenn Du ihn wissend unterschreibst. Er ist klar verständlich, und setzt Dich in keinen Nachteil. Das ein Züchter für ein Tier ein Zuchtverbot ausspricht gründet auf seiner Verantwortung, und nur wenn er dies nachträglich tun würde, eben nicht im Vertrag aufnimmt, wäre es hinfällig. Die Rückkaufoption darf er sich freihalten, und welchen Preis Du dabei akzeptierst bestätigst Du mit Deiner Unterschrift.

@all,
bezüglich der Kitten, die als Liebhabertiere verkauft werden, obwohl sie keine zuchtausschließenden Mängel haben, für die man dann aber nachzahlen muß, wenn man mit ihnen züchten will, bin ich anderer Meinung als manche Züchter.
Liebhabertiere sind für mich nur diejenigen, die wirklich einen zuchtausschließenden Mangel haben, meist nur ein kleiner Schönheitsfehler, und diese Tiere würde ich auch preiswerter abgeben.
Alle anderen Kitten sind voraussichtlich zuchttauglich, und mehr kann ein Züchter bei einem 12 Wochen alten Kitten nicht erkennen, und diese Babys werden zum regulären Preis ohne Einschränkung verkauft. Gebe ich eines dieser Kitten in Privathand ab, und möchte eine mögliche Schwarzzucht vermeiden, lege ich die Kastrationspflicht im Vertrag fest, muß dem Käufer dafür aber den Liebhaberpreis einräumen.
Möchte ich für ein Kitten aber den Zuchttierpreis haben, halte ich es für unfair dem Käufer eine Preisnachforderung zu stellen, wenn das Tier sich später als zuchttauglich erweist. Dann sehe ich mich in der Pflicht diese Zuchttauglichkeit zu garantieren, indem ich das Risiko trage, daß Kitten bis zum 6. Monat zu behalten, und dann als Zuchttier mit entsprechendem Preis anzbieten.
Ich weiß, daß viele Züchter es anders sehen, aber ich habe meine Katzen ohne Einschränkung zum regulären Preis erworben, und hätte mit ihnen züchten können, ohne Einwand der eigentlichen Züchter, genau so würde ich es auch praktizieren.

Viele Grüße
Russian
 

Lilly

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Hallo Eva,

ganz genauso sehe ich das ja auch, und inzwischen habe ich auf meinen "naiven" Beitrag zu Deiner Frage (woanders) einige zustimmende Antworten erhalten.
Aber so wie ich bislang gelesen habe, sind manche Preise auch "Rasseabhängig", das haben mir die PN`s gezeigt. Billies Züchter beginnt ja gerade eine Zucht mit der Singapura, ich kann mir nicht vorstellen, daß es da irgendeinen Preisnachlaß geben wird, außer bei Zuchtuntauglichkeit.

Es geht einfach darum, bei gängigen Rassen die Konkurrenz zu "drosseln". Darum Liebhaberpreise bei zuchttauglichen und wunderschönen Tieren. ...

Wie seht ihr das?

Liebe Grüße,
Iris
 

BKH TIGGER

Gast
Auch ich habe all diese Klauseln bei den Verträgen für meine BKH Babies unterzeichnet. Bin mir sicher, daß meine Kater durchaus "Zucht geeignet" sind, aber ( so hat es mir die Züchterin auch erzählt) der gesamte Wurf wurde nur an Liebhaber verkauft. Außerdem ist es dieser Züchterin ( eine "der" BKH Zuchten in Deutschland) tatsächlich schon passiert, daß sie einem Züchter ein Tier nicht verkaufen wollte und der dann eine dritte Person zum Kauf ( also im Auftrag) geschickt . Eine weitere Klausel im Vertrag... Man handelt nicht im Auftrag Dritter... Ich kannte als Laie diese verträge auch nicht, finde sie aber seh sinnvoll... Sonst könnte doch jeder Laie anfangen zu züchten... Übrigens habe ich für meine BKH Jungs auch "Rabatt" bekommen... Weil ich zwei genommen habe und weil die Züchterin wußte, daß die Jungs es bei mir himmlisch gut haben wereen und wir uns sehr sympathisch waren....
 

rockytom68

Gast
hallo @ all,

nein, züchten möchte ich eigentlich nicht. Aber es hat einen etwas komischen beigeschmack, wenn man von vorneherein schon mit zigtausend euro gedroht kriegt, wenn man z.B. nicht kastrieren lässt usw.

zumal für ein Liebhabertier 650,-- € nicht gerade ohne sind oder?
 
ceolbeatha

ceolbeatha

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zumal für ein Liebhabertier 650,-- € nicht gerade ohne sind oder?
Hi Rockytom,

je nach Rasse ist das der übliche Preis für ein Rassetier und kann sogar bedeutend höher liegen.
Es gibt glaube ich keinen seriösen Züchterm, der ein Tier für 200,- € abgibt.

Ich kann nur von Maine Coons reden, da kosteten die Liebhabertiere zwischen 600,- und 750,- €.
Ob Zuchttier oder Liebhabertier, die Kosten sind für den Züchter bei der Aufzucht, Vorsorge, etc. die gleichen.

Nachtrag: hier sind die Kosten mal aufgelistet:
http://www.elvdal.de/kosten1.htm

VG
Marion
 

Lilly

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Hallo Rockytom,

das sehe ich etwas anders als Marion.
In den ZS, wie z.B. der Frankfurter Rundschau oder auch in den Foren, z.B. auch hier, werden die "gängigen" Rassen als Liebhabertiere schon erheblich günstiger angeboten. (blöd ausgedrückt, ich weiß, aber Katzen gelten auch als Ware,).
BKH oder MC lassen sich ab 350 Euro zum Liebhaberpreis erweben.
Falls Dein Tier allerdings ein Bengale oder eine Rex, eine Havanna oder eine Somali sein sollte, sind 650,-€ als Liebhaberpreis durchaus denkbar.

Liebe Grüße,
Iris
 

Silverbell

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Nu muss ich auch noch meinen unqualifizierten Senf dazu abgeben.

BKH oder MC lassen sich ab 350 Euro zum Liebhaberpreis erweben.
Als wir Anfang diesen Jahres uns dazu entschlossen haben eine Kartäuser Katze bzw. BKH blau zu kaufen, habe ich durch ganz Deutschland telefoniert. Ich hab mit zig Züchtern gesprochen. Und keines der Tiere, egal ob Liebhaber oder zum Züchten, war für unter 500 Euro abzugeben. Und das war noch preiswert. Die Züchter machen da, meines Wissens nach keinen Unterschied.
Über eine Bekannte hatten wir eine Züchterin, die nahm 250 Euro für ein Kitten, das war aber auch eine schwarzzucht. Sie gab die Kitten schon mit 6 Wochen ab.

Grüsslis
 

Lilly

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Hallo Sandra,

am 17.06. habe ich diesen Beitrag hier ins Forum gestellt, Klaus und ich haben an diesem Tag mal Preise für Rassekatzen recherchiert. Und das hängt bei mir noch im Hinterkopf...

https://www.netzkatzen.de/threads/3951/

Verfasst am: 17.06.2003 - 00:27 Titel:

--------------------------------------------------------------------------------

Hallo Nini,

eigentlich ist es erstaunlich, daß die Dame ihre Kitten unter diesen Umständen auch zu diesem Preis verkaufen kann.

Briten gehören seit einiger Zeit zu "Modekatzen", begann wohl mal mit der Werbung. Daraufhin entstanden viele neue Zuchten, und das Angebot ist sehr groß, damit meine ich auch das seriöse. Den Leuten sitzt ja bekanntlich das Geld nicht mehr so locker in der Tasche, das merken natürlich auch die Züchter, egal welcher Rasse.

Wenn ich in der Frankfurter Rundschau, so wie am Samstag, in den Tiermarkt schaue (ziemlich kleine Rubrik, vielleicht durchschnittlich 35 Inserate), finde ich dort immer mehre BKH im Angebot, ab und an auch noch ein paar Coonies.
Habe gerade mal im Züchterforum nach Preisen und Angeboten BKH geschaut, alleine heute gab es bislang 11 Wurfeinträge. Eine ohne Papiere wurde zu 300 Euro angeboten, die anderen (wie auch hier im Forum bei den Kleinanzeigen) kosten häufig um die 500 Euro, es gab eine Ausnahme zum Preis von 750 Euro, von Züchtern angebotene Tiere begannen bei 350 Euro Kaufpreis. Dann habe ich aber auch Papiere und bestimmt eine gute Zucht im Hintergrund, vermute ich jetzt mal. Und das sind nur die Einträge von heute...

Liebe Grüße, und schön, daß es dem Kätzchen gut geht,
Iris
_________________
 

BKH TIGGER

Gast
Ich glaube, ich habe den richtige Glücksgriff getan.... Aus einer der angesehensten BKH Zuchten und unter 500 Euro... Die Züchterin ist aber auch einfach obernett und hat den katzenfreak in mir erkannt... deswegen der "Dumpingpreis"...... :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: 8)
 

Silberling

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Als ich auf der Suche nach einer BKH Silbertabby Deutschland rauf und runter telefoniert habe, konnte ich folgendes feststellen:

In München und Umgebung waren um die 700.- Euro für eine BKH normal (übrigens war nicht mal ein "Schlucken" erlaubt, ich hätte eigentlich sagen sollen "was, so wenig" :lol: :wink: )

In Richtung Norden Deutschlands waren wir dann bei 600 - 650.-( Wobei auch dort eine Züchterin 900.- Euro für ein Liebhabertier wollte).
 

Silverbell

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(übrigens war nicht mal ein "Schlucken" erlaubt, ich hätte eigentlich sagen sollen "was, so wenig"
Hehe, das kenn ich. Wir hatten eine Züchterin angerufen, die wollte auch mehr als der Durchschnitt. Mein Freund hat es sich dann gewagt zu sagen, das wär ja ein bisschen teuer. Das Echo dieser Züchterin war der absolute Knaller: Dieser Preis ist absolut angemessen, das Tier hat Papiere, ist entwurmt und geimpft mit Schmuseabitur (bis hier hin ist ja noch alles okay) und sie haben zwei Jahre Garantie auf dieses Tier. Wenn die Katze Ihnen stirbt in der Zeit bekommen sie von mir eine Neue.
Ähhhh, wie bitte? Wir haben dann nur noch auf Wiederhören gesagt und aufgelegt. Wer seine Kitten wie Ware verkauft, tut mir leid, da wollten wir dann doch keins haben.
 

russian

Gast
Hallo Iris,

was den hohen Preis eines Kitten aus seltener Rasse betrifft habe ich Verständnis, denn ich weiß durch meinen Colja, wie kostenintensiv es ist solch eine Rasse zu züchten. Und hier kann ein Züchter es sich gar nicht leisten ein Tier mit Zuchtsperre zu belegen, nur weil es in Liebhände geht, denn der knappe Genpool braucht jedes Tier.
Dann gibt es die Züchter, die ganz bewußt nicht an andere Züchter verkaufen möchten, sondern ihre Tiere lieber bei einem Liebhaber sehen. Und sie machen keine Auflagen oder Preisunterschiede, wenn der Käufer sich dann doch entscheidet zu züchten, eben weil das Tier schön ist, sie helfen dann lieber mit Rat und Tat beim Aufbau einer Zucht.
Das Verhalten der Züchter aber, die ein Tier als Liebhabertier verkaufen, dann aber eine Nachzahlung möchten, wenn mit dem Tier gezüchtet wird verstehe ich nicht, denn das ist in meinen Augen unfair. Wenn ich für ein Tier einen Zuchtpreis möchte, muß ich eben garantieren, daß das Tier zuchttauglich ist, und das bedeutet ich behalte es bis zur Bewertung.
Es gibt nur eine Prämisse, die ich akzeptiere, nämlich verhindern, daß mit meinen Tieren schwarz gezüchtet wird, und dafür kann ich Verträge formulieren. Das hielte ich auch für eine wichtige Regelung, denn sie ist im Interesse der Tiere, und der künftigen Besitzer.

Viele Grüße
Russian
 

BettinaFFM

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Freunde von mir haben 2 Perserkatzen für je 100 EURO bekommen, über die Zeitung. Allerdings keine Kitten, sondern ältere Tiere. Ich glaube so 4 Jahre alt. Der Kater ist aus einer Zucht und hatte quasi ausgedient - er war schon total abgemagert vom Decken (glaube ich), jetzt ist es ein wunderschönes Tier. Einzige Bedingung war, daß das Tier innerhalb von 2 Wochen kastriert wird.

Wenn man nicht unbedingt auf ein reinrassiges Tier besteht, bekommt man auch schöne Katzen/Kater, die nicht nach Wald und Wiese aussehen. Ich glaube, unser Odilo (oberes Foto in der Signatur) ist ein gutes Beispiel. Er ist ein BKH-Abessiner Mix. Er hat mittlerweile ein richtiges dickes Katerköpfchen und bringe stolzt 3,5 Kilo auf die Waage (er wurde am 15.8.03 geboren). Er hat übrigens 100 EURO gekostet.
 

livi

Gast
höheren preis für ein zuchttier finde ich nur bei katern gerechtfertigt, nicht bei kätzinnen. mit einem zuchtkater läßt sich schließlich gutes geld verdienen.
eine kätzin durch die trächtigkeit zu bringen, die kitten zu versorgen usw. kostet ja eher geld (TA, futter, versorgung, impfungen der kitten,....) - ansonsten bin ich völlig russians meinung, was die gründe für die "zuchtsperre" betrifft.

ich glaube auch, daß 600 € für eine rassekatze nicht zu viel verlangt sind.
mir ist shaggy das geld wert.
shaggy hat mit 650 euro ein schönes loch in meinen geldbeutel gerissen. andererseits: andere leute fahren 1x im jahr schiurlaub, und allein das kostet gleich viel bzw. mehr. (von rauchern gar nicht zu sprechen :? )

ich habe auch in einem "tiershop" coonies gesehen - um den halben preis, erst 8-10 wochen alt, völlig verstört. :cry:
 

Teufeline

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Kaufverträge

Hallo ihr Lieben!!!

Also der Kaufvertrag für die Coonie ist so in Ordnung, natürlich wenn man von dem Züchter überzeugt ist :wink: Die vertragsstrafe ist natürlich horrorteuer. Aber wenn man nichts tut oder tun wird, was gegen den Vertrag verstösst, kann man das auch mit gutem Gewissen unterschreiben. Meine Kaufverträge sind ähnlich. Allerdings gibt es nur eine Vertragsstrafe bei Weitergabe an dritte, von der ich nichts weiss. Oder bei Züchtern, die ein erwachsenes Tier unkastriert an dritte weitergeben. Die Vertragsstrafe ist in Höhe des Kaufpreises und geht an das Tierheim Salzgitter. Also nichts mit Bereicherung.
Ich mache auch keinen Unterschied zwischen Zucht- und Liebhabertier, es gibt nur Katzen. Ich freue mich auch über Leute die vielleicht mal einen Wurf haben wollen, weil die Rasse sehr selten ist, und man braucht nur eine Katze von mir und eine Hauskatze. Wenn ich irgendwann mal der Meinung bin, dass mit einem Tier nicht gezüchtet werden soll, das wären Sachen wie Gebissfehler oder Knickschwanz, so ein Tier würde ich bestimmt nur frühkastriert abgeben. Bisher hatte ich zwei Katerchen, die nicht zur Zucht waren. Es waren Mischlinge(ich habe immer Mischlinge und reinrassige Tiere in einem Wurf). Steht im Kaufvertrag Nachzucht unerwünscht und der Stammbaum ist gestempelt. Bisher ging das immer gut, alle Tiere sind kastriert worden, weil es halt wirklich Liebhaber waren :)

Zu den Preisen bei Rassekatzen: ab 350 Euro gehts los, für Perser und Britisch Kurzhaar. Alllerdings gibt es starke lokale Schwankungen: Süden ist teurer als Norden und Westen teurer als Osten. Doch vorsichtig bei Billigangeboten, auch wenn die Tiere Papiere haben. Bei verschiedenen Rassen haben sich richtig fiese Erbkrankheiten eingeschlichen. Als Beispiel eine Maine Conne wird für 400 Euro angeboten, die Elterntiere haben keinen Test auf HD, HCM und PL. Ein anderer Züchter verlangt für ein Tier der gleichen Farbe 650,- Euro, aber beide Elterntiere sind auf alle drei Krankheiten getestet. Welches ist wohl "billiger"? Das sollte man bei diesen Moderassen(BRI, MCO) auch bedenken: nicht jeder Züchter, weiss was er da tut. Einfach nur Babies aufziehen, das kann fast jeder, und nach ein paar Jahren sieht man dann an diesen schrecklichen Erbkrankheiten, dass der Mensch wirklich gar keine Ahnung hatte :cry: Das mit den Erbkrankheiten ist kein Hirngespinst, ich kenne in der Zwischenzeit einige Leute, deren Tier plötzlich wegen HCM plötzlich tot umgefallen ist.
Dann kommt noch das Sonderprogramm: es gibt auch Züchter, die ihre Katzen erst mit 16 oder 20 Wochen abgeben. Da gibt es dann noch zusätzliche Impfungen wie Leukose oder FIP, einen Chip oder auch einen Clamydienimpfung. So ein Tier ist auch nicht wesentlich teurer, aber das zusätzliche Geld ist bestimmt nicht zum Fenster herausgeworfen. Meine Rexe gebe ich auch erst nach 15 Wochen ausser Haus: geimpft 2x Seuche+Schnupfen, Tollwut, 2x Leukose und Chip. Meine Mischlige mit 2x Seuche+ Schnupfen, Tollwut und Chip, alle mit Papieren.

Ich hoffe, dass bringt es Licht ins Dunkel, Kordula


P.S.: Meine sind auch alle HCM geschallt: das kostet bei DR. Tobias(dem HCM- Gott) in Hannover 113 Euro und das jedes Jahr, natürlich schlägt sich das im Preis nieder....
 
Thema:

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