Zu Beginn schien es so harmlos - jetzt bald das Ende !? (Fibrosarkom)

Diskutiere Zu Beginn schien es so harmlos - jetzt bald das Ende !? (Fibrosarkom) im Krebserkrankungen Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo hier in die Runde, dies ist mein erster Beitrag im Katzenforum. Leider bin ich aus einem traurigen Anlass auf Euch gestoßen. Mein großer...

Marienkäferle

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Hallo hier in die Runde,

dies ist mein erster Beitrag im Katzenforum. Leider bin ich aus einem traurigen Anlass auf Euch gestoßen. Mein großer Liebling Damir ist 11 Jahre und hat das Fibrosarkom in seinem Körperchen :cry: .

Er ist mein Begleiter seit ich 16 Jahre alt bin. Ich kenne ihn seit seiner ersten Lebensminute – er ist bei mir zu Hause geboren.
Inzwischen sind wir ausgezogen und er lebt mit seiner Schwester bei meinem Freund und mir in unserer gemeinsamen Wohnung.

Im Juli 2006 wurde er das erste Mal in einer Tierklinik operiert. Leider mit der Annahme des operierenden Tierarztes, mein Bubi habe ein Fibrom, ein gutartiges Bindegewebsgeschwür zwischen den Schulterblättern.

Wir hatten nicht gewusst, was das sein könnte, als wir plötzlich ein murmelartiges Etwas zwischen seinen Schulterblättern tasteten. :?
Eine Freundin von mir, die Tierärztin ist, hatte, als ich sie nach ihrer Meinung fragte, gemeint, dass es wohl eine Fettgeschwulst sei. Positiv, dass es gut abgrenzbar sei, wir sollten einfach mal abwarten & beobachten.

Ein paar Tage nach der OP rief mich der Tierarzt an. Er sagte "es ist nicht wie angenommen ein Fibrom, sondern ein Fibrosarkom!" - was das bedeutete, begannen wir dann in den darauf folgenden Tagen mit Hilfe des Internet zu erfassen :?
Schlimme Berichte haben wir gelesen und konnten gar nicht glauben, dass unser Bubi diese schlimme Krankheit haben sollte.:cry:

Da mein Liebling Tierarztbesuche ganz ganz schrecklich findet, war klar, dass wir ihm etwas wie Bestrahlung nicht antun könnten. Er ist so sensibel und hat Todesangst bei Tierärzten. (Wenn wir tagsüber etwas länger weg sind, dann frisst er trotz Hunger nur, wenn es zuerst eine ausgiebige Schmuserunde mit mir gibt.)

Über
eine Kollegin meiner Freundin, die sich auf Naturheilverfahren bei Kleintieren spezialisiert hat, haben wir für Damir eine Tropfenmischung und Globuli zusammen stellen lassen, die seinen Körper anregen sollte, besser gegen das Fibrosarkom kämpfen zu können.
Mit diesen Mitteln ging es ihm bald besser, er erholte sich dann von der ersten OP.
Wir versuchten, viel bei ihm zu sein, und ihm das Leben weiterhin schön zu gestalten. Unsere langgeplante Reise mit dem Wohnmobil durch Alaska, (mit guter, zuverlässiger Katzenbetreuung bei einer Bekannten) sagten wir ab, um Bubimaus diesen ganzen Stress nicht anzutun.
Wir durchlebten sorgenvolle (hoffentlich kommt der Tumor nicht zurück) Wochen, begannen nach ein paar Monaten schon ein bisschen mehr zu hoffen, bis wir an Heiligabend etwas Neues tasten mussten.8O Diesmal war es noch kleiner, als beim ersten Mal, aber es waren 2 Knubbel.

Wir überlegten sehr intensiv, was nun richtig für unseren Schatz sei, suchten nach Infos in Internet, schrieb mehrfach einer Ärztin von der Fibrosarkomseite aus München, telefonierte mit München und Hofheim. Wir erfuhren und erkannten immer mehr, dass der Weg ja völlig ungünstig gelegt worden war, da unser Schatz beim ersten Auftauchen des Knubbels völlig falsch operiert worden war :( . In der ersten OP war einfach nur dieser Knubbel raus geschnitten worden. Man hatte gar nicht erst daran gedacht, es könne sich um ein Fibrosarkom handlen und hatte somit auch nicht versucht im Gesunden zu schneiden!!

Da eine Bestrahlung weiter nicht in Frage kam, wurde er kurz nach Weihnachten ein zweites Mal operiert. Davor verhandelten wir gerade zu mit dem Arzt, es so stressarm wie möglich zu gestalten und es wurde geplant weiträumiger zu operieren. Damir bekam die Narkose im Auto, das war schon sehr viel besser, als den ganzen Stress in der Praxis mit zu bekommen. Diesmal wurde dann versucht, im Gesunden zu schneiden. Das ganze Gewebe war jedoch schon ziemlich vernarbt und auch sonst wohl eher ungünstig zu operieren. Auch diesmal gelang es nicht. Im Pathobericht stand wieder nichts von Schnitten im Gesunden.

Trotzdem hofften wir erneut, dass Damir es doch vielleicht schaffen könnte, noch längere Zeit leben zu dürfen. Es wurden wieder 5 Monate, dann kam wieder ein Knubbel. Wir entscheiden uns erst, ihn nicht mehr operieren zu lassen. Doch er war so fröhlich, lebenslustig und voll Power, wir fanden das so schwer zu wissen, dass das aber nicht mehr lange so bleiben würde, wenn der Tumor stetig wächst und so wollten wir es schlussendlich noch ein letztes Mal versuchen und es kam im Juni zur dritten OP.

Leider hatte er nun nicht das Glück eines längeren tumorfreien Zeitraums. Nach nur drei Monaten, Ende September kam es zurück. :cry: Diesmal an drei Stellen, zwei an der inneren Kante vom rechten Schulterblatt und einer im Muskel der rechten Schulter. Eine weiter OP wäre völlig sinnlos.

Es ist so traurig, es ist so schwer, wir wissen, wir haben nur noch wenige Wochen oder vielleicht (hoffentlich) Monate. Wir können uns das noch gar nicht richtig vorstellen.Momentan geht es meinem Liebling noch ganz gut, er ist weiter sehr lebenslustig, mit einzelnen etwas schwächeren Momenten, in denen er dann v.a. etwas mehr schläft als früher.
Es tut mir so leid für ihn, schnürt mir den Magen zu und ist gar nicht leicht zu akzeptieren. Er ist doch erst 11 Jahre alt. Wie sehr wünschte ich ihm, ein richtiger Katzenopi zu werden. Für mich ist er die wunderbarste Katze der Welt. Gerade ist er gekommen und hat sich neben mich gelegt, mein großer, lieber Schmusebär::l
Es macht mich mittlerweile wirklich traurig und wütend zugleich, dass am Anfang alles so falsch eingeschätzt wurde. Wir waren für die erste OP extra in die Tierklinik gefahren, in die meine Familie schon sehr lange und bisher sehr zufrieden mit allen Tieren hingeht. :? Und dass es nicht gibt, was gegen diese Dinger hilft und sie heilt!
Jetzt streichel ich über Damirs knubbeligen Rücken, diese Dinger wachsen echt schnell! Vor zwei Wochen hatte man noch nichts gesehen und jetzt steht an der einen Stelle schon das Fell deutlich ab :(
Ich weiß gar nicht recht, wie wir diese Zeit, die wir jetzt noch mit ihm haben gestalten sollen. Mein Freund meint, es könne jetzt sehr schnell zu Ende gehen, was ich aber noch nicht so recht glauben kann und will.
Ich möchte meinen Liebling einfach begleiten, ich hoffe und habe zu ihm gesagt, dass er mir zeigt, was er braucht.
Ich dachte, dass wir besonders wachsam sein müssen, ob er Schmerzen bekommt. Dann würden wir ihm gerne etwas gegen die Schmerzen geben.
Aber sonst? Meint ihr es ist richtig? Ich habe hier etwas von Schlangengift gelesen. Aber ich denke, das kommt für uns nicht mehr in Frage. Die Tumore werden nicht mehr weggehen, und spritzen klappt auch nicht, da würde ich all sein Vertrauen zerstören.

Jetzt habe ich hier viel geschrieben, ich hoffe das ist für Euch ok? Es tut einfach gut, so merke ich, alles mal von der Seele zu schreiben.

Ja, das ist erstmal unsere Geschichte.

Traurige Grüße :cry: von Marie mit Damir (und seiner Schwester)
 
05.10.2007
#1

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elvira

elvira

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Hallo Marie,

ersteinmal Herzlich Willkommen hier im Forum. Der Anlaß ist ja leider sehr traurig, Dein armer Damir:(.

Zu dem Fibrosarkom findest Du in der Rubrik "Krebserkrankungen" ja einiges, ich kann Dir leider gar nicht helfen....

Es ist aber völlig ok, wenn Du Dir Deine Sorge von der Seele schreiben willst, hier verstehen Dich die meisten voll und ganz...

Ich wünsche Dir und Deinen Schätzen alles Gute
::w
 

Luckyswelt

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Hallo Marie,
herzlich Willkommen im Forum, auch wenn der Grund sehr traurig ist :cry:.
Ich kenne mich mit Fibrosarkomen nicht aus, aber hier stehen viele Berichte darüber. Verstehen kann ich deine Gefühle und Ängste aber sehr gut, meine 16 Jährige Katze Poldi hat mehrere Gesäugetumore. Wir wollen sie auch nicht mehr mit Behandlungen, die keinen Erfolg versprechen, quälen. Sie will aber auch nicht, das hat sie uns mit Zurückziehen ihrerseits gezeigt.
 

Marienkäferle

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Danke

Hallo,

danke euch beiden. Werde mich hier mal durcharbeiten. Was ich bisher gelesen habe, verheißt jedoch wenig Gutes :cry: .

Habe mal versucht, Fotos von den Beiden in meine Signatur zu bekommen. Dann könnt ihr Damir und seine Schwester mal sehen.

@Luckyswelt
Das ist auch sehr traurig mit Poldi.Streichel sie mal lieb von mir.

Lieben Gruß
Von Marie
 
Nika

Nika

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Auch wenn es Euch sehr schwer fallen wird - schenkt Eurem Demir viele positiven Gedanken und keine Traurigkeit.

Seid fröhlich, verwöhnt ihn, kuschelt viel mit ihm. Das wird Eurem Kater helfen, das braucht er. Tiere spüren unsere Traurigkeit so sehr, dass sie für sie belastend wirkt.

Die gemeinsame Zeit, die Euch bleibt, geniesst sie. Sie wird Euch verbinden.
 

anja II

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Auch von mir ein herzliches Hallo,
es tut immer wieder weh,solche Berichte zu lesen.
Raten kann ich dir leider nicht viel,außer das du die Berichte über das Schlangengift vielleicht mal studierst (geht auch ohne Spritzen,soweit ich das mitbekommen habe)
Vielleicht auch einen THP nochmal zu Rate ziehen,damit dein Süßer die (hoffentlich lange)verbleibende Zeit ohne große Schmerzen erlebt.
Ansonsten viel Liebe und Zuwendung geben,aber da bin ich mir sicher,das bekommt euer Zauberwesen mit Sicherheit.
Traurige Grüße
Anja
 

Marienkäferle

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Hallo Nika und Anja,

vielen Dank für eure lieben Worte! Es tut gut, so lieb hier aufgenommen zu werden!
Ich habe den ganzen Tag fast nichts gegessen, da wollte gar nichts in meinen Magen rein :-(.
Jetzt mache ich aber uns allen hier ein leckeres Abendbrot.

Liebe Grüße und Streicheleinheiten für eure Lieblinge
Marie
 
romulus

romulus

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Hallo Marie - auch von mir ein herzliches Willkommen im Forum - und es ist richtig, dass Du Dir hier Deinen Schmerz von der Seele schreibst, wir können das alle so gut nachempfinden!
Ich wünsche Dir auch eine möglichst lange und schöne Zeit mit Deinem Süßen - und zögere nicht, hier zu posten, was Dich bedrückt und quält, Du bist nicht allein!
 

Tigerkatze1

Gast
Ich hasse das Fibrosarkom!

Hallo,

es tut mir unendlich leid für Deine Katze und Dich, dass Ihr auch mit diesem absolut heimtückischen und grausligten Tumor zu tun habt den ich je kennen gelernt habe! Ich hoffe ich überfordere Dich nicht wenn ich Dir hier ein paar Zeilen zu unserer Fibrosarkomgeschichte schreibe.

Ich weiß nicht wo Du wohnst, aber ich könnte mir in den A... beißen dass ich nicht von haus aus in die Tierklinik München gefahren bin, die Studien mit Fibrosarkomerkrankten Katzen machen.

Mein Tipp an Dich fahr dort hin, lass die Katze dort aufnehmen zahl die knapp 200 Euro für den Kernspinttomographen und Du und die Ärzte wissen bei der nächten OP waran sie sind und können vielleicht doch nachmal operieren und können den Teufel komplett im Gesunden entfernen. www.fibrosarkom.de

Du schreibst es geht furchtbarschnell. Da kann ich Dir leider auch nur zurückschreiben, dass es bei uns genau so schnell ging. Wir haben unseren 9 Jährigen Kater am 27.06.2007 ein Fibrosarkom zwischen den Schulterblättern entfernen lassen. Am 06.08.2007 haben wir eine 2. Meinung bei einer Tierklinik eingeholt, die Diagnose lautetet Fibrosarkomrezidiv auf beiden Schulterblättern. Auf keinem der beiden Schulterblätter ist der Knochen zu spüren. Geben sie ihrer Katze noch 2 schöne Monate. Das konnte ich nicht glauben und raste am 14.08.2007 in die Tierklinik München. Dort waren die Ärzte platt wie riesengroß das FS ist. Aber sie sagten OK wir bringen den Kater zu den Chirurgen die sagten naja wir können es versuchen aber er verliert zu 100% sein Bein. Ich willigte ein und unterschrieb alles für die Studie, doch dann der Schock, Tiger hat so schlechte Blutwerte er überlebt keine Narkose mehr also auch keine Kernspinttomographie.

Mein nächster Gang war zur Heilpraktikerin ehrlich gesagt bezüglich dem Tumor hat die ganze Mistelspritzerei nichts gebracht, das Ding wucherte weiter und weiter und weiter. Das einzige was ihm psychisch was brachte waren die Globulis. Leider mussten wir den Tiger heute vor genau 3 Wochen 14.09.07 von seinem Leid erlösen, weil der Tumor bereits bis zu seiner Luftröhre vor ging und sein Bein einen Tag vor der Erlösung gelähmt war.

Ich kann Dir nur den einen Rat geben wenn Du nochmal operieren willst handle schnell gaaaaaaaaanz schnell. Fahr wo hin wo eine Kernspinttomographie gemacht wird damit man sich ein Bild von dem Tumor machen kann.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viiiiiiiiiiiiiiiiieeeeeeeeeeeeel KRAFT aber vorallem alles Glück dieser Welt, dass Deine Mietze es schafft das FS loszuwerden.

Liebe Grüße ich denke ganz feste an Dich und Deine Katze!!!

Gruß Sabine
 

Akira

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Auch von uns ein herzliches Willkommen!!
Es tut mir soo leid, dass euer Damin eine so schreckliche, unheilbare Krankheit hat. Das ist sehr schwer zu ertragen, einfach nichts mehr machen zu können.

Aber eure Liebe könnt ihr ihm noch jeden Tag, jede Minute schenken. Geniesst die Zeit mit ihm die euch noch bleibt. Versucht nicht traurig zu sein, das merken unsere Samtpfoten sofort und alles was er jetzt braucht, ist Fröhlichkeit und viel, viel Liebe.

Das ist sicherlich schwer, ich weiss.
Ich habe mal gelesen, dass der Tod für die Tiere nicht so schwer ist wie für uns. Aber ob das ein Trost ist?

Ich wünsche euch von Herzen, dass euch doch noch einige Monate bleiben und viel Kraft um das Beste aus dieser Zeit zu machen.
Lieber Gruss
 

Marienkäferle

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Hallo,

vielen Dank, dass Ihr mir hier so lieb schreibt! Ja, es ist wirklich schwer, momentan. Damir ist seit einigen Wochen besonders lebenslustig und so voll Kraft und Power, das ist so paradaox, dass da dieses tödliche Ding in ihm drin sitzt. Zwischendurch gibt es auch Momente, wo er sehr tief schläft, tiefer als sonst. Da mache ich mir dann so meine Gedanken, ob es der Tumor ist, der ihn jetzt schon mehr Kraft kostet :? . Und dann gibt es Situationen, da ist er wieder ganz frech, frecher als sonst, als wolle er nochmal alle Lebensenergie zeigen und rauslassen! Vor ein paar Tagen hat mir ganz gierig ein Stückchen Melone! vom Teller geklaut. Hat er noch nie gemacht ::r .
Ach mein Süßer, es ist alles so schwer. Vorhin hab ich länger mit ihm geredet, als er so auf meiner Brust lag, habe ihm einfach erzählt, was ich denke, was mir jetzt so durch den Kopf geht. Vielleicht denkt ihr jetzt ich spinne, aber irgendwie habe ich das Gefühl ich / wir brauchen das. Sonst hab ich das Gefühl, ich verschweige ihm etwas :?

Kann gar nicht gut einschlafen in diesen Tagen, das beschäftigt mich so sehr. Mache mir auch Vorwürfe, weil das am Anfang so sehr ungünstig gelaufen ist. Hätte ich doch damals schon gewußt, dass es Fibrosarkome gibt!


Sabine, ich habe dir in deinem eigenen Thread auch geantwortet.
Es beschäftigt mich sehr, was du (mir) geschrieben hast. Es ist so traurig, was Tiger und du durchlebt haben.
Weißt du, obwohl ich Damir über alles liebe, glaube ich, dass es nun keine reale Chance mehr für meinen Schatz gibt. Die Auskunft verschiedener Ärzte war nun, dass eine 4.OP maximal noch ein Aufschieben um einige Wochen/Monate bedeuten könnte. Es gibt einige Punkte, die für uns dagegen sprechen. Die Lokalität des Tumors zwischen den Schulterblättern ist äußerst ungünstigt. Man könnte wohl zu den Seiten 3 cm im Gesunden schneiden, aber kaum nach unten in Richtung Wirbelsäule. Da müßte man "die Katze um den Tumor schneiden", sagte eine TÄ zu uns.FS an der Flanke seien oft viel günstiger zu operieren, meinte sie. Oder wenn sie an Gliedmassen seien, da können eine Amputation oft Rettung bedeuten. Aber direkt an der Wirbelsäule, das scheint mit die blödeste Stelle zu sein :( .

Damir ist auch einfach kein Tier, das gut beim TA kooperiert. Deshalb auch die ghanzen Verhandlungen vor der letzten Op, mit Narkose im Auto etc. Seine Schwester Dahi ist da ganz anders. Sie sitzt wie ne Statue beim TA, läßt ziemlich viel mit sich machen, ohne sich groß zu wehren, das wäre mit Damir niemals möglich.
Bei der letzten OP waren das Zunähen und die Wundheilung im Anschluß wesentlich schwieriger, als bei den ersten beiden OPs. In der Tierklinik meinten sie, Damir habe in dem Bereich schon ne richtige "Elefantenhaut", die Haut sei vernarbt, viel dicker und schlechter durchblutet, was keine gute Vorraussetzung für eine erneute OP bedeutet.
Die Karten stehen leider schlecht für unseren Schatz. Das ist ganz schlimm für mich. Aber ich möchte auch, dass Damir ein gutes, glückliches Leben führen darf und da denke ich, gehört nun in dieser Situation auch die Entscheidung, ihm keine OP mehr anzutun, dazu.


Akira, ebenfalls danke für deine lieben Worte. Wir versuchen, sehr lieb zu ihm zu sein. Er wird verwöhnt, gestern habe ich extra Leckerli gekauft, die gab's früher nicht (weil Zucker drin ist). Ich schmuse und spiele viel mit ihm, versuche einfach darauf zu achten, was er braucht oder was er möchte. Nicht traurig zu sein, ist nicht einfach. Ich bemühe mich schon, mnachmal klappt es und dann kommt sie wieder, diese Fassungslosigkeit, Hilflosigkeit und Trauer. Vielleicht ist es ganz gut,wen ich dan hier schreiben kann, dan kann es irgendwo raus...

Danke auch an romulus, für das Angebot hier zu posten. Ich hatte mich schon gefragt, ob ich hier wohl einfach immer mal berichten kann, wie es Damir so geht.
Und jetzt habe ich wieder viel geschrieben...

Werde mal schauen, was mein Süßer macht und dann doch mal versuchen zu schlafen. Vielleicht kommt er ja wieder, wie so oft unter die Decke, kuschelt sich ein und schnurrt mich in den Schlaf::bussi

Marie
 

Franzi-Marie

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Liebe Marie,

leider kann auch ich dir nicht helfen da ich mich (zum Glück) noch nie mit einem Fibrosarkom auseinander setzen musste.

Ich möchte dir und Damir dennoch ganz viel Kraft und eine wunderschöne gemeinsame Zeit wünschen!

Vor drei Monaten wurde bei meinem geliebten Kater ein Leukosetest gemacht, der leider positiv ausfiel.... Leukose ist - wie du vielleicht weißt - eine immer tödlich verlaufende Virusinfektion.... es ist ein bischen wie bei HIV positiven Menschen: bei manchen dauert es ewig bis Aids ausbricht und sie werden sehr alt damit und bei manchen geht es sehr sehr schnell bergab.
Ich habe mich damals so unglaublich hilflos gefühlt.... ich würde alles tun um meinem Schatz zu helfen doch leider können wir bei einer solch schrecklichen Diagnose nicht so viel tun wie wir es uns wünschen würden.....

Aber ein Gedanke hat mir dennoch geholfen (und inzwischen komme ich ganz gut damit klar das Bogu so einen schlimmen einen Virus in sich trägt): Bogu weiß nichts davon und die Sorgen die wir uns um unsere Katzen machen, machen sie sich nicht! Versuche es zu genießen, dass es Damir im Moment so gut geht! Er genießt das Leben und weiß nicht das es warscheinlich nicht so lange dauern wird wie bei gesunden Katzen! Versuche jeden Tag mit ihm zu genießen und versuche dich darüber zu freuen dass er ein sooooo wunderschönes Leben bei euch haben durfte und ja auch noch hat! Ich denke gerade weil du ihn so gut kennst, wirst du merken wann es für ihn Zeit ist zu gehen!

Ich wünsche euch viel Kraft und alles erdenklich Liebe, Franzi

P.S.: Er ist wirklich ein wunderhübscher Kater!
 

anja II

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Hallo Marie,
du kannst hier immer posten.Ich habe das auch so gemacht und es hat mir einfach geholfen,zu schreiben.
Hier wirst du mit deinen Gedanken,mit deinem Kummer nie alleine sein.
Liebe Grüße
Anja
 

Miffy

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Liebe Marie,

ich kann Deine momentane Situation sehr gut nachvollziehen. Du hast ja die Geschichte von meinem Percy gelesen. Man geht immer ganz selbstverstänlich davon aus, alle Zeit der Welt miteinander zu haben und von einem Tag auf den anderen muss man mit der Gewissheit klar kommen, dass es nur noch ein paar Monate sind. :(

Aber ich habe bei der ganzen schrecklichen Geschichte auch etwas gelernt:

Bogu weiß nichts davon und die Sorgen die wir uns um unsere Katzen machen, machen sie sich nicht! Versuche es zu genießen, dass es Damir im Moment so gut geht! Er genießt das Leben und weiß nicht das es warscheinlich nicht so lange dauern wird wie bei gesunden Katzen! Versuche jeden Tag mit ihm zu genießen und versuche dich darüber zu freuen dass er ein sooooo wunderschönes Leben bei euch haben durfte und ja auch noch hat!
Das kann ich voll und ganz unterschreiben. Ich versuche, mir immer wieder zu verdeutlichen, dass für Percy nur der Augenblick zählt. Wenn es ihm im Moment gut geht und er sich wohlig in der Sonne räkelt, sollte ich nicht im Bett liegen und heulen (wie ich es in den ersten Tagen nach der Diagnose oft getan habe), sondern mich zu ihm setzen um ihm den Bauch kraulen!
Du liebst Deinen Damir ja nicht für die Zeit, die er noch bei Dir sein wird, sondern dafür, dass er vielleicht jetzt gerade schnurrend auf Deinem Schoß liegt.

Manchmal hatte ich auch ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, was mit Percy los ist, dass ihm schwere Zeiten bevorstehen. Dass da eine Zeitbombe in ihm tickt, während er so arglos in den Tag hinein lebt. Ich habe mir gewünscht, ich könnte es ihm sagen, ihn darauf vorbereiten. Aber das ist Quatsch und egoistisch noch dazu! Er ist doch glücklich im Moment. Katzen wissen das Leben so in vollen Zügen zu genießen, ich bin mir sicher, selbst wenn Percy wüsste, dass er morgen sterben muss, würde er nichts anders machen als sonst und keinen einzigen verdösten Nachmittag bereuen.
Während wir uns wünschen, unsere Sorgen und unsere Trauer mit unserem kranken Liebling teilen zu können, wünscht er sich bestimmt, sein Glück und seine Lust am Leben mit uns zu teilen und uns wieder lachen zu sehen.

Ich wünsche Damir und Dir alles Glück dieser Welt und noch eine wundervolle gemeinsame Zeit!

P.S.: Vielleicht könntest Du ihn mal kurz von mir hinterm Ohr kraulen, ich habe eine Schwäche für stattliche rote Kater... :wink:
 
romulus

romulus

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@Miffy - das hast Du sehr schön gesagt! ::bg
 

Luckyswelt

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@Miffy, da schließe ich mich Romulus an.
 

Marienkäferle

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Hallo,

danke euch für die weiteren lieben Antworten!

Miffy und Franzi, ihr habt etwas angeregt in mir. Danke dafür!
Ich habe beschlossen, dass Damir und ich das Leben leben sollten, auskosten, genießen, auch wenn es sehr schmerzt zu wissen, in welche Richtung es am Ende gehen wird... Aber noch ist es nicht so weit, und wir wollen uns erstmal noch nicht unterkriegen lassen.
Heute Vormittag konnte Damir ein langes Sonnenbad nehmen, das fand er herrlich und danach haben wir ausgiebig gespielt, zum Teil richtig getobt.

Ich habe ein paar Fotos gemacht, und versucht, eines hochzuladen, um ihn euch mal richtig zeigen zu können.

Es zeigt meinen zufriedenen Schatz direkt nach dem Spiel von vorhin:
http://img205.imageshack.us/img205/7381/pict60781rr0.jpg
Ich mag ihn sehr, diesen schönen Kerl.

Seht es mir trotzdem bitte nach, wenn nicht immer so ne fröhliche Stimmung herrscht.
Es ist ein starker Schmerz, trotz allem. Ich will jedoch versuchen, das Beste draus zu machen.

Viele Grüße
von Marie
 
romulus

romulus

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Was für ein wunderschöner Kater :cry:::bg
Ich versuche mal, das Bild hier direkt einzustellen:

 

Franzi-Marie

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Was für ein wunderschöner Kater 8O Der ist ja wirklich unglaublich hübsch!!!!!

Natürlich verstehen wir, das du nicht immer deine Angst und Sorgen um deinen Damir vergessen kannst und dir einfach nur zum weinen zu Mute ist. So geht es mir doch auch! Und auch dann habe ich hier immer wieder Trost gefunden.

Ich wünsche dir alles Liebe und knuddel den kleinen Teddybären von mir! Franzi
 
Hatzeruh`s Mama

Hatzeruh`s Mama

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Jetzt habe ich hier viel geschrieben, ich hoffe das ist für Euch ok?
Hallo Marie,

Du kannst schreiben, soviel und solange zu magst.:wink:


Ich hatte mich schon gefragt, ob ich hier wohl einfach immer mal berichten kann, wie es Damir so geht.
Selbstverständlich kannst Du das. Wo, wenn nicht in einem Katzenforum, das aus hunderten Usern, die ihre Katzen über alles lieben, besteht, solltest Du sonst Trost finden können? Irgendjemand hat hier immer ein offenes Ohr ...

Es tut mir sehr leid, Dir und Deinem Damir nicht helfen zu können. Aber ich denke, Du machst es genau richtig: Versuche, ihn Deine traurige Stimmung nicht spüren zu lassen. Ich weiss, das ist schwer. Sprich mit ihm, sag ihm ruhig, was Dich bewegt und Dir durch den Kopf geht. Er wird es verstehen, da bin ich ganz sicher.

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit- solange dies eben möglich ist.
 
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