Wie teuer ist Katzenzucht?

Diskutiere Wie teuer ist Katzenzucht? im Katzenzucht Forum im Bereich Katzenaufzucht und Zucht; Siehe dazu firstbitte Beitrag 82, auf Seite 9

littlesaints

Gast
Siehe dazu
bitte Beitrag 82, auf Seite 9
 
Zuletzt bearbeitet:
16.12.2005
#1

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Wie teuer ist Katzenzucht? . Dort wird jeder fündig!

Nela

Registriert seit
22.05.2004
Beiträge
1.238
Gefällt mir
0
hallo littlesaints!
nun, katzenzucht ist ein hobby. und ich kenne kein hobby, das kein geld kostet :wink:
und ich kenne niemanden, der mit seinem hobby gewinne macht.
wieso sollte das also bei katzenzucht anders sein?
 

Gini

Registriert seit
29.08.2002
Beiträge
2.320
Gefällt mir
0
Diese Kostendiskussion gibts auch grad in einem anderen Forum, dort ist ein seeeehr interessanter Beitrag aufgetaucht, ich glaube den Züchtern schon lange nicht mehr, dass sie nichts an den Kitten verdienen, es ist auch so, ich kopier es mal hier rein:

Was ist eigentlich ein Hobby???

Sind Preise um 500,-EUR bis teilweise weit über 1000,- EUR für ein Liebhaberkätzchen vernünftig zu rechtfertigen???

Von den Züchtern hört man ja gern, dass sich die Preise aus den hohen Kosten für eine vernünftige Katzenzucht zusammensetzen. Da werden die Kosten für teures, hochwertiges Futter und Katzenstreu aufgezählt, regelmäßige Tierarztbesuche sowie Impfungen etc. ALLER Katzen, Kratzbäume, Katzenspielzeug, Mehrfutter für trächtige und säugende Katzen; und dass die Kitten dafür auch tierärztlich untersucht, gesund, entwurmt und geimpft mit kostenpflichtigen Papieren, liebevoll aufgezogen und hervorragend sozialisiert ab der 12. Lebenswoche abgegeben werden. Ja sogar die Anschaffungs-und Lebenshaltungskosten der EIGENEN Zuchttiere und Kastraten werden da aufgeführt!!!!

Bei einigen heisst es auch, man züchte ja nun eine besondere oder seltene Rasse, deshalb wären die Jungtiere auch entsprechend teurer (da greifen einige sogar schonmal ordentlich mit weit über 1000,- EUR und mehr für ein Liebhaberkätzchen zu!!!!)..........dazu sei hier mal angemerkt, dass eine Sphinx oder Ocicat genau die gleichen Mengen vom gleichen Futter frisst und auch gern dieselbe Katzenstreu verwendet, den gleichen Tierarzt besucht und auch nur die gleichen Preise bei diesem zu zahlen hat wie jede ganz normale Hauskatze auch! Es sind und bleiben trotzdem "nur" Katzen!!!!

Ach ja - die Vereinszugehörigkeit kostet natürlich auch Geld, die Katzen müssen auf Ausstellungen präsentiert werden (natürlich auch im Ausland für den Gr.Int.Champion etc.) und auch die Decktaxe bzw. die Deckkaterhaltung sei ja nun auch nicht so günstig....und die vielen Arbeitsstunden seien in dem Preis ja noch nichtmal mitberechnet... Auf diesem Gebiet sind sich wirklich alle Züchter einig!

Nun, dazu kann ich nur sagen: so ist das nunmal bei Hobbies! Sie kosten Geld und Zeit und machen u.U. auch Arbeit. Wer kann sich denn schon sämtliche Kosten seines Hobbys zurückerstatten lassen?????

Und eine weitere Definition von Hobby ist: Geld und Zeit "opfert" man freiwillig und gern, da ein Hobby ja für die persönliche Freude angedacht ist. Und die Arbeitsstunden, welche man in sein Hobby investiert, sind ohnehin selbstverständlich unentgeltlich und gehören mit zur "persönlichen Freude" (wie z.B. zum Hobby Garten nunmal auch die Gartenarbeit dazugehört; weiters eine eventuelle monatliche Pacht, Investitionen in entsprechende Bepflanzungen, Gartengeräte, Brunnen, Gartenmöbel, Gartenhäuschen und andere Verschönerungen etc.). Das muß man sich eben leisten können und kann es sich auch nirgendwo wiederholen! Und GERADE BEI TIEREN sollte das nicht anders sein!!!!!

Meine persönliche Meinung:
Wer sich die Katzenzucht nicht aus eigener Tasche leisten kann, der soll es bleiben lassen!

Ich finde es "ungehörig", dass die Kitten die "Produktionskosten" wieder einbringen sollen. Es ist eine Unart, aber offensichtlich Selbstverständlichkeit unter Tierzüchtern, die Kosten ihres persönlichen Hobbys auf die Jungtiere umzulegen und sie sich sozusagen von den Jungtierkäufern erstatten lassen! Krass ausgedrückt: sich ihr Hobby durch andere (die Kittenkäufer) finanzieren zu lassen!

Es sollten vom begeisterten Katzenzüchter und Aussteller die Kosten für SEINEN Spaß und SEINE persönliche Befriedigung, also Ausstellungsbesuche, Vereinszugehörigkeit, Katzenkauf und Katzenhaltung, Top-Verpaarungen, selbstverständlich auch die dazugehörigen Tierarztbesuche, eventuelle rassespezifische Tests (PKD, Audiometrie etc.), Futter- und Streukosten und all die anderen, auf der vorangegangenen Seite aufgeführten Aufwendungen eigentlich SELBST getragen werden.

Auch die Decktaxe, geschweige denn die Deckkaterhaltung, welche ja gern angeführt wird, gehört meiner Meinung nach nicht dem Käufer angelastet, sondern zum Hobby Züchten dazu - der Züchter behält ja ggf. selbst ein geeignetes Kätzchen aus dem geplanten und erwarteten Wurf für seine Zwecke; insbesondere dann, wenn er einen sehr guten (und teuren) Deckkater gewählt hat. Des Züchters Zuchtziele sollten also nicht auch noch vom Kittenkäufer getragen werden müssen. Grundsätzlich finde ich es äußerst bedenklich, wenn die Preise in einer Katzenzucht wie in einem Produktionsbetrieb kalkuliert werden - das "Produkt" soll sämtliche Betriebs- und Produktionskosten und Investitionen wieder einbringen.......... sehr fragwürdig......

Wieso soll den Katzenzüchter sein Hobby im Gegensatz zu anderen Hobbies möglichst wenig kosten, bzw. sich nach Möglichkeit selbst tragen???? Ist dieses Hobby etwa weniger wert als z.B. das Hobby Garten und "lohnt" nur, wenn man keine "Verluste" macht????

Gerechtfertig sind Kittenpreise, welche überwiegend die Unkosten der Aufzucht decken:
tierärztliche Betreuung der Kitten und Mutterkatze während der Trächtigkeit und Aufzuchtphase;

Futter- und Streukosten für die Kitten und Mehrbedarf der Mutterkatze;

Impfung, Entwurmung und Stammbäume der Kitten;

angemessene Pauschale für Kleinanzeigen in einschlägigen Katzenmagazinen;

eine angemessene Schutzgebühr.

Wesentlich darüber hinaus wird es aus meiner persönlichen Sicht schon wieder UNVERSCHÄMT!

Und warum ich das unverschämt finde, wird aus der Gegenüberstellung der Kosten und Einnahmen einer durchschnittlichen, serösen Katzenzucht im dritten Abschnitt dieser Seite ersichtlich und mehr als nachvollziehbar!

Der "normale" Katzenhalter muß auch alle Aufwendungen selbst tragen; er hat seine Katzen auch zu bezahlen, sie gut zu ernähren, für die Gesundheit Sorge zu tragen, seine Wohnung katzengerecht einzurichten und ggf. den Balkon abzusichern oder den Garten einzuzäunen etc.. Und wenn er zudem auch noch ein Hobby hat, kommen die Kosten dafür auch noch hinzu!

Und ich weiß, dass auch die einwandfreie, optimale Aufzucht eines Kitten incl. allem, was nötig ist (hochwertiges Futter, Katzenstreu, Tierarzt, Papiere etc.), keine 500,- EUR kostet!!! Genaugenommen noch nichteinmal die Hälfte der Summe! Die Beträge, die manche Züchter auf ihren Homepages anführen um ihre horrenden Preise zu erklären (z.B. 50,- EUR für Spielzeug PRO WURF etc.!), sind schlichtweg aus der Luft gegriffen! Diese "Behauptung" werde ich im folgenden Abschnitt auch noch genau belegen!

Nun, man könnte ja ganz richtig sagen, dass ein Porsche nunmal auch ein bißchen teurer ist als ein Golf, und wer einen Porsche fahren möchte, der muß eben etwas tiefer in die Tasche greifen. Bei der Hunde- und Katzenzucht ist das allerdings nicht so zu sehen; und der Grund ist schlicht: VERANTWORTUNG!

Und zwar auch gegenüber den Geschöpfen, die nicht in den eigenen 4 Wänden für Nachwuchs sorgen. Denn solange vernünftig aufgezogene Rassekatzen mit Papieren derart hohe Preise haben, dass damit gleich ganze Zuchten finanziert werden, überläßt man die "Lücke" im moderaten Preissegment den Schwarzzüchtern und "Vermehrern". Sie haben dadurch natürlich genügend finanziellen Spielraum, um bei jedem Wurf trotzdem noch einen satten Gewinn einfahren zu können, wenn sie die Katzen für 250,- oder auch 350,- EUR verkaufen (sie "produzieren" ja auch billiger").

Sie profitieren also ausschließlich von den völlig überzogenen Preisen jener Züchter, die seriös und mit Papieren züchten, aber nicht bereit sind, ihr Hobby SELBST zu finanzieren - das müssen diese sich vorwerfen lassen!

Und wenn sich auch die seriösen Züchter zu etwas moderateren Preisen durchringen würden, so zwängen sie nicht zuletzt die Vermehrer auf ein Preisniveau für ihre Tiere aus unkontrollierten Schwarzzuchten hinab, auf dem sich für sie die Katzenzucht nun wahrlich nicht mehr lohnen würde. Diese "Geldquelle" wäre für sie zum Glück für unzählige Katzen verloren.
Also nicht immer nur den Katzeninteressenten predigen, keine Massenzuchten durch Billigkäufe zu unterstützen und statt dessen teuer bei ihnen zu kaufen! Vielleicht selbst mal in die eigene Tasche greifen, sein Hobby selbst finanzieren und die Kitten zu vernünftigen (also den Aufzuchtkosten angemessenen) Preisen abgeben!

Auch dies wäre ein Beitrag zum Tierschutz, den JEDER seriöse Züchter leisten könnte!


Aufzuchtkostenrechnung für ein "Luxuskätzchen"

Ich werde hier mal einfach eine für jeden Katzeliebhaber nachvollziehbare Rechnung aufführen, was tätsachlich die Aufzucht eines Kitten kostet. Ich werde dabei seeeeehhr großzügig sein (wie JEDER Katzenzüchter wird zugeben müssen).

Berücksichtigt wird bei dieser Rechnung nur das ALLERBESTE Futter, EXTREM hungrige Kitten, gute Katzenstreu, ein teurer Tierarzt, Mehrfutterkosten sowie tierärztliche Betreuung der überaus hungrigen Mutterkatze und einige kleinere Komplikationen.

Man darf also getrost davon ausgehen, dass die Kittenaufzucht in der Realität nur selten soviel kostet wie in der folgenden Berechnung aufgeführt!

Wir ernähren die Mutterkatze halb und halb mit hochwertigem Dosenfutter (frisches Fleisch rechne ich jetzt mal nicht dazu, weil das Gros der Züchter auch kein Fleisch füttert) und hochwertigem Trockenfutter. Hierbei sei jedoch angemerkt, dass frisches Fleisch keineswegs teurer wäre als die gleiche Nährmenge unseres Dosenfutters.

Dass die eine oder andere Portion Dosenfutter bei der Mutter durch frisches Fleisch und bei den Kitten schließlich durch (günstigeren!) Milchbrei oder Fleischbrei ersetzt wird, spielt für die Kostenrechnung hier daher keine Rolle; es würde die Summe ohnehin nur nach unten korrigieren, da unser Dosenfutter nun keinesfalls zu den günstigsten gehört.
 

Gini

Registriert seit
29.08.2002
Beiträge
2.320
Gefällt mir
0
Als Dosenfuttersorte nehmen wir beispielhaft FELIDAE. Von Felidae entspricht eine 170g Dose dem Tagesbedarf einer ausgewachsenen, aktiven Katze, wobei Felidae aufgrund seiner besonders hochwertigen Zusammensetzung für jede Altersstufe (also auch Kitten) geeignet ist. Unserer trächtigen Katze gönnen wir vom ersten Tag ihrer Schwangerschaft an bis zum letzten Tag ihrer Säugeperiode das 1 1/2-fache des normalen Tagesbedarfs, also 1 1/2 Dosen täglich (wobei sie ja die 2. Hälfte ihres Tagesbedarfs mit Trockenfutter deckt, also tägl. je 3/4 Dose + Trockenfutter). Das sind insgesamt rund 150 Tage (65 Tage Trächtigkeit, 85 Tage Säugezeit bis zur Abgabe der Kitten mit ca. 12 Wochen).

Eine 170g Dose Felidae kostet 1,22 EUR.

Als Trockenfutter nehmen wir, ebenfalls beispielhaft FELIDAE Trockenfutter. Der vom Hersteller empfohlene Tagesbedarf einer normal aktiven Katze liegt bei 55 - 60g.

Den Tagesbedarf unserer ziemlich hungrigen Mutterkatze setzen wir auch bei der 1 1/2 fachen Menge an, also bei ca. 90g vom ersten Tag ihrer Trächtigkeit bis zum letzten Tag ihrer Säugeperiode, also 150 Tage lang ca. 45g täglich (die zweite Hälfte ihres Tagesbedarfs deckt sie ja mit Dosenfutter).

Ein 9,07 kg Sack Felidae Trockenfutter kostet 41,- EUR

Anm.as soll jetzt keine spezielle Werbung für FELIDAE darstellen, obwohl dieses Futter tatsächlich zu den weltbesten Futtersorten überhaupt gehört; im Vergleich zu FELIDAE schneiden auch die von vielen Züchtern gern und häufig gefütterten Sorten Royal Canin, IAMS und selbst Hills ganz schlecht ab. Und dies ist keine willkürliche Behauptung, sondern kann ohne Weiteres anhand der Futteretiketten (s. "Ernährung") von jedem nachvollzogen werden.


Mehrbedarfsberechnung für die Mutterkatze während der Trächtigkeit und Aufzuchtphase (150 Tage):

Normalbedarf aktive Katze Bedarf Mutterkatze Mehrbedarf
Tagesbedarf in 75 Tagen Tagesbedarf in 75 Tagen in 150 Tagen
Dosenfutter 1 Dose á 1,22 EUR 91,50 EUR 1 1/2 Dosen 137,25 EUR 45,75 EUR
Trockenfutter ca. 60g á 30 Cent 22,50 EUR ca. 90g 33,75 EUR 11,25 EUR
Gesamt 114,- EUR 171,- EUR 57,- EUR

So, nun gehen wir als verantwortungsbewußteZüchter während der Trächtigkeit auch mal zum Tierarzt, der unsere werdende Mama vorsichtshalber mal untersuchen soll. Bei der Gelegenheit verpaßt er unserer Katze auch gleich eine Aufbauspritze. Für diesen Besuch erlaubt sich der gute Mann, uns gleich happige 30.- EUR in Rechnung zu stellen (den sollten wir aber schleunigst wechseln!).

Zu den 57,- EUR Mehrfutterkosten können wir also gleich nochmal 30,- EUR Tierarztkosten hinzufügen, womit wir jetzt bei 87,- EUR wären.

Nach 65 Tagen schenkt uns unsere Mama nun endlich die ersehnten Babies; 3 Stück an der Zahl ) Bald darauf packen wir unsere kleine Familie ein und fahren mit ihr wieder zu unserem Tierarzt, der sich das kleine Glück mal genauer angucken soll. Mama kriegt auch wieder eine Aufbauspritze, und weil die Milch noch nicht so recht kommen will, auch noch was für den Milchfluß. Der ganze Spaß hat uns dann auch gleich wieder 40,- EUR gekostet, womit wir jetzt schon bei 127,- EUR wären.

So, endlich wieder zuhause, schauen wir unserer Mama zu, wie sie liebevoll ihre Kleinen beleckt, während diese mit pendelndem Köpfchen ihre Zitzen suchen und sich daran festsaugen...und saugen...und saugen...ach herrje, Mama hat immer noch kaum Milch ( Oh oh! Also ganz schnell ins Fachgeschäft und erstmal Tropfpipette, Fläschchen, Sauger und Aufzuchtmilch gekauft. Das hat uns auch gleich wieder 33,- EUR gekostet, reicht aber eine Weile für die Zufütterung aus. Dann sind wir jetzt bei runden 160,- EUR.

Auch dem Tierarzt stellen wir unsere kleine Familie nochmal vorsichtshalber vor, der sich das auch nochmal mit 30,- EUR vergüten läßt. Also 190,- EUR.

Ab ca. der 5. Lebenswoche beginnen unsere Kleinen nun auch, hin und wieder an Mamas Napf zu schlecken. Wir unterstellen mal großzügig, dass jedes Baby täglich ca. 1/4 Dose vertilgt, und nach 1 Woche dann bereits jeweils 1/2 Dose, nach einer weiteren Woche schon 3/4 Dose täglich, und ab der 8. Woche fressen sie dann alle schon eine ganze Dose am Tag! Dazu knabbern sie auch schon am Trockenfutter; ab der 10. Woche ganze 10 Gramm am Tag, zusätzlich zu 1 ganzen Dose!!!

Futterkosten pro Kitten bis zur 12. Woche:

5. Woche: 1/4 Dose Felidae á 0,305 EUR x 7 Tage = ca. 2,14 EUR
6. Woche: 1/2 Dose Felidae á 0,61 EUR x 7 Tage = ca. 4,27 EUR
7. Woche: 3/4 Dose Felidae á 0,915 EUR x 7 Tage = ca. 6,41 EUR
8. - 12. Woche: 1 Dose Felidae á 1,22 EUR x 28 Tage = ca. 34,16 EUR
Trockenfutter 14 Tage = ca. 10,00 EUR
Gesamtkosten ca. 57,00 EUR


Wir rechnen noch pro Kitten großzüg Streukosten von ca. 10,- EUR dazu, also 67,- EUR Futter- und Streu. Ok, auch nochmal 5,- EUR Spielzeug pro Kitten, also 72,- EUR:

Nun laufen wir mit der ganzen Familie auch noch 2 mal zum Tierarzt, wo die Kinder untersucht, entwurmt und grundimmunisiert werden. Auch hier berechnen wir nochmal den Preis von 80,- EUR pro Kitten. Eines der Kitten wird vorher noch auf FIV/FeLV getestet, um sicher auszuschließen, dass sich dei Babies irgendwo angesteckt haben könnten. Ein solcher Test schlägt mit 25,- EUR zu Buche.

Die Papiere kommen auch nochmal hinzu, also weitere 15,- EUR. Bei den Kitten sind wir jetzt also incl. Futter, Streu, Spielzeug, Tierarzt, Impfung, Entwurmung, FIV/FeLV-Test und Papiere bei 176,- EUR.

Jetzt nehmen wir noch die 190,- EUR von oben (Mehrfutter der Mutterkatze, mehrfache Tierartzbesuche, Zufütterung der Kitten mit Aufzuchtmilch etc.). Diese 190,- EUR teilen wir durch 3 (es sind ja 3 Kitten). Dann kommen wir auf rund 64,- EUR. Bei 4 oder 5 Kitten (was keineswegs eine Seltenheit ist) können wir diesen Betrag auch entsprechend durch 4 oder 5 teilen. Dann haben wir bei 4 Kitten 47,50 EUR und bei 5 Kitten nur noch 38,- EUR anteilige Kosten.

Diese 64,- EUR (oder 47,50 EUR bzw. 38,- EUR) addieren wir jetzt zu den 176,- EUR für die Futter- Streu-, Spielzeug-, Tierarztkosten und Papiere der Kleinen, und das (SEHR SEHR GROSSZÜGIGE) Ergebnis lautet:

240,- EUR Gesamtkosten pro Kitten

incl. ALLER KOSTEN vom 1. Tag der Trächtigkeit der Mutterkatze an bei 3 Kitten!

Bei einem Wurf mit 4 Kitten sind es 223,50 EUR

Bei einem Wurf mit 5 Kitten sinds nur noch 214,- EUR


Der Übersichtlichkeit wegen liste ich die einzelnen "Posten" hier noch einmal auf:

"Posten" Einzel
Gesamt 3 Kitten
Mehrbedarf der Mutterkatze (Futterkosten) 57,- EUR
3 Tierarztbesuche OHNE Impfen und Entwurmen 100,- EUR
Impfung/Entwurmung/Untersuchung/FIV/FeLV-Test 89,-EUR 267,- EUR
Futter/Streu/Spielzeug 72,- EUR 216,- EUR
Zufüttern mit Aufzuchtmilch incl. Utensilien 33,- EUR
Stammbäume 15,- EUR 45,- EUR
Gesamtsumme ALLER Investionen 716,- EUR


Und an dieser Stelle sei nocheinmal erwähnt, dass diese Rechnung wirklich EXTREM großzügig ist. Weder hat die Mutterkatze vom ersten Tag ihrer Trächtigkeit an einen derartigen Mehrbedarf an Futter, noch sind die Mengen, welche die Kitten in meiner Rechnung bereits ab der 5. Lebenswoche fressen realistisch. Darüberhinaus liegt in den meisten Züchterhaushalten der Schwerpunkt auf der Trockenfutterernährung mit Sorten wie Hills oder Royal Canin - dazu gibts Dosen aus dem Supermarkt, gern auch mal vom Aldi.

Auch verbrauchen 3 Kitten in den wenigen Wochen, wo sie die Toilette benutzen, keinesfalls Streu für 30,- EUR; auch wenn man den "Mehrkot" der Mutterkatze (also abzüglich der normalerweise anfallenden Kotmenge) dazurechnet nicht.

Hinzu kommt, dass wohl kaum ein Katzenzüchter zu einem Tierarzt gehen würde, der sich derart die Taschen füllt. Der von mir "verwendete" Tierarzt ist für einen Züchter nicht gerade "gut gewählt". Auch kommt es eher selten vor, dass ein Züchter gleich insgesamt 3x (!) + Impfungs-/Entwurmungstermine (also ca. 5 mal!) während der Trächtigkeit und Aufzuchtphase zum TA rennt. Man kann also getrost davon ausgehen, dass wohl kaum ein Züchter bei jedem Wurf Tierarztkosten in Höhe von 365,- EUR (bei 4 oder 5 Kitten entsprechend 445,- bzw. 525,- EUR) hat. Meist verlaufen Schwangerschaft, Geburt und Kittenaufzucht bei gesunden Katzen komplikationslos.

Diese oben aufgeführte Summe von 240,- EUR pro Kitten schließt also etwaige Komplikationen LOCKER mit ein; auch wenn die Mutterkatze nochmal tierärztliche Hilfe benötigt oder wenn statt 3 Kitten nur 2 kommen (meist sind es aber eher mehr statt weniger). Evtl. Kaiserschnitte und folgende Kastrationen können ggf. von der Schutzgebühr bestritten werden; läge man diese bei allen Kittenverkäufen beiseite, dürften sie auch solche Vorfälle problemlos abdecken.

WIE, bitte schön, kommen also Beträge wie 500, 600 und noch mehr Euro für ein Liebhaberkätzchen zustande?????

Und WAS, bitte schön, muß da der Jungtierkäufer NOCH ALLES mitbezahlen??????????????

Diese Frage wird hinreichend im folgenden Abschnitt "Kostenrechnung einer 'überdurchschnittlich' seriösen Katzenzucht" beantwortet. Und da rechtfertige nochmal jemand selbstbewußt diese Preise!!!!!


Wenn ein Wurf, der an reinen Kosten ca. 700,- EUR verursacht hat, schließlich 1500,- und noch mehr Euro einbringt, dann paßt da doch irgendwas nicht mit der Definition "Hobbyzucht" - und sei sie noch so "seriös"! (Wobei hier nochmal daran erinnert sei, dass Hobbies EIGENTLICH Geld KOSTEN und sich wohl kaum selbst tragen müssen). Denn in dem Fall stelle ich mir dann natürlich die Frage:

WELCHE Leistung erbringt der Züchter eigentlich für seine Katzen, wenn sie ihn noch nichteinmal etwas kosten sollen?????
 

Gini

Registriert seit
29.08.2002
Beiträge
2.320
Gefällt mir
0
Kostenrechnung einer "überdurchschnittlich seriösen" Katzenzucht

Und hier nun noch eine weitere Rechnung, um mit der Mär aufzuräumen, dass die seriösen Züchter durch den Verkauf ihrer Kitten nie und nimmer alle Kosten ihres Hobbys finanziert bekämen. Ganz im Gegenteil: sie KÖNNEN sich ihr Hobby damit finanzieren (trotz dass es seriös und auch aus kätzischer und vereinsrelevanter Sicht einwandfrei abläuft); und viele TUN es auch!

Es stimmt - die Katzenzucht ist ein sehr, sehr teures Hobby, wie jeder seriöse Züchter bestätigen wird. Die Frage hier lautet aber:

Für WEN ist sie teuer?!!!!!!!!

Wir nehmen als Beispiel einen durchschnittlichen Züchterhaushalt mit

3 Zuchtkatzen, einem Deckkater und 2 Kastraten.

Wir ernähren unsere Tiere "halb und halb"; also zur Hälfte mit qualitativem Dosenfutter bzw. Frischfleisch (wobei wir trotzdem den höheren Preis der Dose zugrunde legen) und zur Hälfte mit hochwertigem Trockenfutter. Wir bleiben hier einfach mal weiterhin bei FELIDAE und ignorieren, dass auch in den seriösesten Katzenzuchten auch mal Felix und Aldifutter auf die Katzenteller kommt.

Als Streu verwenden wir "EXTREME CLASSIC"; eine sehr gute und ergiebige Katzenstreu, die auch bei vielen Züchtern Verwendung findet.

Alle Katzen sind auf PKD, FCoV (FIP), FIV und FeLV getestet und vollständig durchgeimpft.

Die Katzen erhalten jährlich ihre Impfauffrischung (auch wenn diese Praxis eigentlich schon überholt ist (s. "Gesundheit" - Impfung) und werden bei der Gelegenheit auch durchgecheckt.

Alle Katzen besuchen Ausstellungen und haben einen oder mehrere Titel.

Wir haben 2 große Kratzbäume á 1000,- EUR im Haus stehen, welche im Abstand von ca. 5 Jahren durch neue ersetzt werden.

Wir kaufen jeden Monat Katzenspielzeug für ca. 10,- EUR.

Wir schalten pro Wurf 2 Anzeigen á 15,- EUR in einschlägigen Katzenmagazinen (die Internet-Kleinanzeigen sind dafür kostenlos).

Unsere Rechnung ist auf 2 Jahre ausgelegt; laut Katzenverein darf eine Zuchtkatze in 2 Jahren 3 Würfe haben.

Wir rechnen, dass 2 Katzen pro Wurf immer 3 Kitten haben, und die dritte Katze hat immer 4 Kitten (das ist ein realistischer Durchschnitt - es kann vorkommen, dass eine Katze auch mal nur 1 oder 2 Kitten wirft, aber genausogut kann es sein, dass es mal 5 oder 6 Junge sind............; sollte man jedoch zu häufig "Schwund", sprich Totgeburten, Verluste oder andere Komplikationen haben und dauerhaft nur 0 - 2 Kätzchen pro Wurf "durchbringen", sollte man sich überlegen, ob man tatsächlich mit völlig gesunden und für die Zucht geeigneten Tieren züchtet).

Und nun zur Rechnung:

Beginnen wir mal mit der Katzenstreu: 1 x 15 kg EXTREME CLASSIC reicht für 2 erwachsene Katzen einen Monat aus. Das sind bei 6 Katzen 3 Sack á 13,- EUR, also 39,- EUR pro Monat. In zwei Jahren sind das ...

936,- EUR Katzenstreu

Pro Wurf rechnen wir ebenfalls nochmal jeweils einen Sack Katzenstreu als Mehrbedarf für die Kitten. Bei insgesamt 9 Würfen in 2 Jahren sind das 117,- EUR zusätzliche Katzenstreukosten.

117,- EUR Katzenstreu für die Kitten

Und nun zu den Futterkosten; der normale Tagesbedarf einer Katze:

FELIDAE Trockenfutter ca. 60g oder FELIDAE Dosenfutter 1 Dose á 170g

9070g FELIDAE Trockenfutter kosten 41,- EUR und sind ca. 151 Portionen á 60g

Das bedeutet, dass 6 erwachsene Katzen bei normalem Bedarf ca. 25 Tage mit einem solchen Sack auskommen.

In 1 Jahr vertilgen unsere 6 erwachsenen Katzen also ca. 15 Säcke FELIDAE Trockenfutter im Wert von 615,- EUR (keine Sorge; der Mehrbedarf trächtiger und säugender Katzen kommt später noch hinzu)

615,- EUR Trockenfutter Normalbedarf

Die 2. Hälfte unserer 2-Jahresperiode fressen unsere 6 Katzen FELIDAE Dosenfutter; jede 1 Dose á 1,22 EUR pro Tag. Das sind in 365 Tagen bei 6 Katzen rund 2.672,- EUR. Die beiden Kastraten fressen etwas weniger, dafür der Deckkater etwas mehr, womit sich das hier auch wieder ausgleicht.

2.672,- EUR Dosenfutter Normalbedarf

Wir legen dem Mehrbedarf für trächtige und säugende Katzen unsere Rechnung von oben zugrunde. Den Futter-Mehrbedarf bei einer Schwangerschaft bzw. einem Wurf haben wir mit ca. 60,- EUR veranschlagt. Alle drei Zuchtkatzen haben in diesen 2 Jahren 3 Würfe, also ist der Gesamt-Mehrbedarf 540,- EUR.

540,- EUR Mehrbedarf für alle 3 Zuchtkatzen in der gesamten Zeit.

Pro Katze und Trächtigkeit rechnen wir, ohne Komplikationen und ohne Impfungen etc. 60,- EUR Tierarztkosten. Das sind bei 9 Würfen 540,- EUR.

Weil aber in einer Katzenzucht immer mal Komplikationen oder Krankheiten auftreten können, berechne ich noch zusätzlich eine weitere TA-Pauschale von 1.040,- EUR.

Und weil ein verantwortungsbewußter Züchter mit allen seinen Katzen dazu grundsätzlich noch mindestens 1x im Jahr zum TA zur Untersuchung u. ggf. zur Impfauffrischung geht, habe ich für jede Katze pro Jahr nochmal 60,- EUR Tierarztkosten dazugerechnet, was in 2 Jahren bei 6 Katzen 720,- EUR macht.

2.300,- EUR TA-Pauschale komplett

Jetzt kommen wir zu den Katzenkindern. Auch bei ihnen legen wir die extrem großzügige Berechnung von oben zugrunde. Demnach verfuttert jedes Kätzchen während seiner Zeit beim Züchter ca. 60,- EUR. Nach unserer Rechnung sind das in 2 Jahren 30 Kätzchen (2 Zuchtkatzen gebären pro Wurf 3 Kitten, eine 4), was eine Summe von 1.800,- EUR Kittenfutterkosten macht. Weil unsere Berechnung aber ohnehin ziemlich unrealistisch hoch war (was die Kleinen so alles vertilgen sollten), ist in dieser Rechnung evtl. Aufzuchtmilch etc. enthalten.

1.800,- EUR Kittenfutter

Die Stammbäume á 15,- EUR schlagen bei 30 Kitten in 2 Jahren auch nicht unerheblich zu Buche, nämlich mit genau

450,- EUR Stammbäume

Auch gründlich untersucht, geimpft und entwurmt wollen die Kleinen sein (ca. 80,-EUR Impfung pro Kitten, 25,- EUR FIV-/FeLV-Test pro Wurf ). Da kommt in 2 Jahren schon einiges zusammen:

2.625,- EUR Untersuchung, Entwurmung, Impfung und FIV/FeLV-Test der Kitten

Für reichlich Spielzeug sorgen wir natürlich ebenfalls, indem wir jeden Monat für ca. 10,- EUR Mäuschen, Bällchen etc. kaufen. Das sind in 2 Jahren satte 240,- EUR.

240,- EUR Katzenspielzeug

Auch Futterzusätze für alle Katzen sollen nicht fehlen, und daher geben wir pro Jahr ca. 250,- EUR für Vitamine, Taurin usw. aus. In 2 Jahren sind das....

500,- EUR Futterzusätze

Und damit wir die Katzeninteressenten auf unsere Babies aufmerksam machen, schalten wir auch pro Wurf jeweils 2 Anzeigen á 15,- EUR; eine in "Katzen Extra" und eine in "Geliebte Katze"

270,- EUR Anzeigen in Katzenzeitschriften

So, nun gehört der seriöse Züchter natürlich auch einem anerkannten Verein an, der auch seine Beiträge etc. haben möchte. Hier veranschlagen wir auch mal großzügige 200,- EUR für 2 Jahre

200,- EUR Vereinsbeiträge etc.
 

Gini

Registriert seit
29.08.2002
Beiträge
2.320
Gefällt mir
0
Dann präsentiert der begeisterte Katzenzüchter seine Katzen auch gern auf Ausstellungen; nicht nur für den zum Züchten nötigen Titel, sondern auch aus persönlichem Ehrgeiz und zur Aufwertung seiner Zucht. Diese Ausstellungen sind auch nicht gerade billig, sodaß ich diese Aufwendungen mal mit 1.500,- EUR in 2 Jahren beziffere.

1.500,- EUR Ausstellungskosten

Ja, und zu guter Letzt die Kratzbäume; 2 Stück an der Zahl zu jeweils 1.000,- EUR. Diese werden aufgrund der hohen Beanspruchung in unserem Beispiel alle 5 Jahre durch niegelnagelneue ersetzt (was sicher nicht in jedem Züchterhaushalt die Regel ist). Den Preis müssen wir jetzt auf zwei Jahre umrechnen: 2.000,- EUR : 5 Jahre x 2 Jahre = 800,- EUR.

800,- EUR Kratzbäume

Und nun rechnen wir zusammen, was so eine überdurchschnittlich vorbildlich geführte Katzenzucht im Laufe von 2 Jahren kostet (sollte ich hier etwas Wesentliches vergessen haben, so freue ich mich über einen Hinweis):

Gesamtkosten einer überdurchschnittlich vorbildlichen Katzenzucht in 2 Jahren:

15.600,- EUR

incl. ALLER Kosten wie teure Kratzbüme, Auslandsreisen zu intern. Katzenausstellungen, Tierarztkosten , Futter & Streu für ALLE im Züchterhaushalt lebenden Katzen etc....pp..

Das ist wahrlich eine stattliche Summe! Aber da war ja noch was......ja richtig! Die Kitten! Insgesamt 30 "Stück" in 2 Jahren! Von jeder Mama 10 Babies. Alles richtig prächtige, gesunde, liebevoll aufgezogene und super sozialisierte Wonneproppen, von Champion-Eltern, wie sie im Buche stehen! Geimpft, entwurmt, gut genährt...TOP-Katzen!

Ja, und die kosten natürlich auch ein bißchen was. Sind ja super aufgezogen, und man bedenke - die seriöse Katzenzucht ist unwahrscheinlich teuer! Also 600,- EUR kosten unsere Schätzchen schon - ja, das sind sie auf jeden Fall auch wert!

So, und diese Seite der "Waagschale" auch nochmal schnell zusammengezählt - 30 prächtige Babies x 600,- EUR - das sind summa summarum:

Gesamteinnahmen einer durchschnittlichen, serösen Katzenzucht in 2 Jahren:

18.000,- EUR

Ui Ui Ui

PS: die Gesamtkosten beziehen sich auf den realistischen Durchschnitt der Aufzucht von 30 Kitten in 2 Jahren bei dem oben genannten, beispielhaften Züchterhaushalt; hat man weniger Kitten oder Zuchttiere, so sinken natürlich auch die Kosten entsprechend erheblich (die Einnahmen natürlich auch, aber das gleicht sich somit meist aus).

Andersherum (man hat mehr Zuchttiere) ist das natürlich ebenfalls so, wobei man grundsätzlich sagen kann, dass mehr Zuchttiere auch mehr Gewinn bedeuten (ja, ich benutze bewusst dieses "hässliche" Wort auch im Zusammenhang mit der seriösen Katzenzucht, weil es oft genug so zutrifft, ohne dass man dem entsprechenden Züchter in Bezug auf einwandfreie, tadellose Katzenhaltung und Aufzucht irgendeinen Vorwurf machen müsste). Die einwandfreie, verantwortungsvolle Kittenaufzucht selbst kostet mit ca. 240,- EUR pro Kitten (JEDER Rasse - Katze bleibt Katze!) ja doch erheblich weniger als ihr Verkauf später einbringt.

Nun kann sich ja jeder selbst ausrechnen, was an der Behauptung "wir verdienen ja nichts an den Kitten" und "der Verkaufspreis deckt gerade mal eben die Kosten (von WAS eigentlich??? Der Kittenaufzucht -hahaha - oder gleich des kompletten Hobbies - die Katzenzucht - des entsprechenden Züchters????)" dran ist, wenn ein Kätzchen 700,-, 800,- oder gar 1000,- EUR und mehr kostet. Anschaffungskosten für teure Zuchtkatzen, Bau eines Freigeheges etc. sind ruckzuck wieder eingenommen - und darüber hinaus auch noch die eine oder andere Rate für's Auto bezahlt.

Aber "natürlich" verdient keiner was - ist ja total ungehörig, mit Tieren Geld zu machen.

Zum Vergleich die Kosten für die "normale" Katzenhaltung zweier Katzen, ebenfalls auf 2 Jahre gerechnet:


Trockenfutter 200,- EUR
Dosenfutter 890,- EUR
Katzenstreu 600,- EUR
Gesamt: 1.690,- EUR

.......OHNE Kratzbäume, Tierarzt, Futterzusätze, Spielzeug etc. (was natürlich trotzdem auch dazukommt - und zwar OHNE Züchterrabatte!!!)



In Anbetracht dieser Rechnung ist es doch nun wahrlich von keinem Katzenzüchter zuviel verlangt, seine Kittenpreise nochmals zu überdenken und somit auch seinen Beitrag zum Tierschutz zu leisten!

Und wenn er dies NICHT will, so soll er es doch wenigstens unterlassen, den Jungtierkäufern weismachen zu wollen, dass er persönlich irgendwelche besonderen Kosten durch sein Hobby habe und bei den Preisen gar auch noch "drauflegen" müsse........

- wo doch selbst der verantwortungsloseste Halter EINER EINZIGEN KATZE mehr Ausgaben noch hat, als dieser Züchter für seine ganze Zucht!!!!!!!!
 

SusanneK

Registriert seit
22.04.2003
Beiträge
1.050
Gefällt mir
0
Hallo Littlesaints,

ja, Katzenzucht kostet ganz sicher Geld und ist beileibe nicht billig. Ich bin sogar der Meinung, dass es mehr als legitim ist, sich über den Kittensverkauf einen Teil der Kosten zurückzuholen. Allerdings finde ich solche Aufstellungen, wie Du sie gemacht hast, hochgradig unseriös. Sie führen ganz bestimmt nicht dazu, dass potentielle Kauf-Interessenten Züchter verstehen, sondern gehen ganz derbe nach hinten los.

Das fängt schon damit an, dass der Mitgliedbeitrag im Verein gleich bleibt, egal wieviele Katzen man hat. Desweiteren zeig mit jemanden, der 1000 € Deckgebühr bezahlt! Da muss man schon zu einem absolut oberseltenen Spitzentier wollen. Wo hast Du die Einnahmen durch die Deckgebühr Deiner Deckkater? Eine Durchschnittsdeckgebühr vom 300 € ist wohl realistischer. Der Durschnittsbetrag, den ich bis jetzt gezahlt habe, liegt darunter. Desweiteren, Ausstellungen: Wenn Dein Verein vorschreibt, dass Du die Katze einmal in der offenen Klasse ausstellen musst, okay. Werbung ist auch okay. Deswegen wirst Du aber kaum alle Deine Katzen jedes Jahr 12 Mal zu einer Ausstellung schleifen. Und selbst wenn doch, wirst Du kaum 5 Autos haben, um jede Katze einzeln dahinzufahren!

Wenn ich jetzt jeden Posten durchgehe, könnte ich Anfälle bekommen. Ich lasse es daher besser.

Leider geht Deine HP nicht, so dass ich jetzt nicht sicher weiss, was Du für eine seltene Rasse züchtest. Wenn es sich um Briten, Selkirk Rex, Britisch Langhaar handelt, wie ich Deinen Postings zu entnehmen glaube, dann machst entweder Du irgendwas falsch oder ich! Bei mir gehts in der Tat in vielen Positionen eine Menge günstiger.

Gruss, Susanne
 

littlesaints

Gast
hallo littlesaints!
nun, katzenzucht ist ein hobby. und ich kenne kein hobby, das kein geld kostet :wink:
und ich kenne niemanden, der mit seinem hobby gewinne macht.
wieso sollte das also bei katzenzucht anders sein?

Hallo Nela

Für mich ist das Leben mit meinen Katzen und die Zucht viel mehr als ein Hobby,
es ist meine Passion und bestimmt weitgehendst mein Leben und das meiner Familie.
Die Katzen kommen immer an erster Stelle bei uns, aber das ist mit Sicherheit auch bei vielen Anderen so, die sich völlig den Katzen verschrieben haben. :wink:

Ich wollte nur mal aufzeigen, daß der Preis den ein Kitten kostet absolut gerechtfertigt ist, weil das ständig angezweifelt wird und viele Leute glauben, daß man mit dem Verkauf von Rassekatzenbabies einen schönen Gewinn erwirtschaftet.
Außerdem kann man auch gut nachvollziehen warum man sich für ein Rassekitten aus einer guten seriösen Zucht entscheiden sollte anstatt ein Rassekätzchen irgendwo günstig bei einem Vermehrer zu erstehen.
Denn wenn man die Kosten sieht, die ein guter Züchter hat, dann sollte man sich schon fragen woran jemand der seine Kitten zu Schleuderpreisen anbietet, wohl alles gespart hat.
Ich wollte mich bestimmt nicht beschweren wie teuer die Zucht ist, denn ich habe mich doch aus freien Stücken dazu entschieden und könnte es auch jederzeit wieder drangeben, wenn ich nicht gewillt wäre die Kosten aufzubringen.

Mich ärgert nur immer daß die meißten Leute, die eine Rassekatze wollen, nicht gewillt sind den Preis dafür zu geben, den ein solch wohlaufgezogenes Kitten nun einmal hat, denn in der Lage Geld zu verschenken, sind wohl nur die Wenigsten.
Wenn man zu Schleuderpreisen eine Rassekitten erwirbt, dann sorgt man einfach dafür, daß Schwarzzüchter, die massenhaft Kitten produzieren immer wieder eine Plattform geboten bekommen weiterzumachen und daß man damit den daran beteiligten Katzen nun einmal keinen Gefallen tut, kann man gar nicht oft genug erwähnen, abgesehen davon, daß sich so ein Schnäppchen meißt als Faß ohne Boden entpuppt.
Wenn man also nicht gewillt ist eine Rassekatze aus einer vernünftigen Cattery zu erstehen, dann sollte man zumindest konsequent sein und stattdessen ein Hauskätzchen nehmen, auch da gibt es häufig wohlaufgezogene Kitten, die man fast geschenkt oder oft sogar ganz geschenkt bekommt.
Oder man geht ins Tierheim, denn dort gibt es jedes Jahr ebenfalls unzählige Kitten.
Rassekatzen sind nun einmal keine Schnäppchen und wenn doch dann ist etwas faul daran.
 
Zuletzt bearbeitet:

littlesaints

Gast
Hallo Littlesaints,

ja, Katzenzucht kostet ganz sicher Geld und ist beileibe nicht billig. Ich bin sogar der Meinung, dass es mehr als legitim ist, sich über den Kittensverkauf einen Teil der Kosten zurückzuholen. Allerdings finde ich solche Aufstellungen, wie Du sie gemacht hast, hochgradig unseriös. Sie führen ganz bestimmt nicht dazu, dass potentielle Kauf-Interessenten Züchter verstehen, sondern gehen ganz derbe nach hinten los.

Das fängt schon damit an, dass der Mitgliedbeitrag im Verein gleich bleibt, egal wieviele Katzen man hat. Desweiteren zeig mit jemanden, der 1000 € Deckgebühr bezahlt! Da muss man schon zu einem absolut oberseltenen Spitzentier wollen. Wo hast Du die Einnahmen durch die Deckgebühr Deiner Deckkater? Eine Durchschnittsdeckgebühr vom 300 € ist wohl realistischer. Der Durschnittsbetrag, den ich bis jetzt gezahlt habe, liegt darunter. Desweiteren, Ausstellungen: Wenn Dein Verein vorschreibt, dass Du die Katze einmal in der offenen Klasse ausstellen musst, okay. Werbung ist auch okay. Deswegen wirst Du aber kaum alle Deine Katzen jedes Jahr 12 Mal zu einer Ausstellung schleifen. Und selbst wenn doch, wirst Du kaum 5 Autos haben, um jede Katze einzeln dahinzufahren!

Wenn ich jetzt jeden Posten durchgehe, könnte ich Anfälle bekommen. Ich lasse es daher besser.

Leider geht Deine HP nicht, so dass ich jetzt nicht sicher weiss, was Du für eine seltene Rasse züchtest. Wenn es sich um Briten, Selkirk Rex, Britisch Langhaar handelt, wie ich Deinen Postings zu entnehmen glaube, dann machst entweder Du irgendwas falsch oder ich! Bei mir gehts in der Tat in vielen Positionen eine Menge günstiger.

Gruss, Susanne

Ich habe diese Aufstellung gemacht, gerade weil ich der Unseriösität vorbeugen wollte.
Wir können gerne jeden einzelnen Posten durchgehen und diskutieren, reg Dich doch nicht so auf.
Ich selber habe bisher noch keine 1000 Euro für eine Deckgebühr bezahlt, aber es gibt sie .
Ich habe sie aber nicht einberechnet sondern den Mittelwert genommen.
In der Selkirk Rex Zucht ist das keine Seltenheit.
Es gibt Züchter, die nehmen für ihre Kitten 1800 Euro und diese nehmen sehr wohl Deckgebühren von bis zu 1000 Euro, sogar noch mehr.
Selkirk Rex sind übrigens noch eine seltene Rasse, daher die Preise obwohl ich manches auch überzogen finde, aber es ändert nichts an der Tatsache.
Bei den Briten geht es da wesentlich günstiger zu, dort gehören 300 Euro durchaus zum Durchschnitt.
Ich gebe meine Kater übrigens nicht zum Decken frei, daher habe ich auch keine Einnahmen dadurch.
Eventuell höchstens mal für den ein oder anderen engen Freund, gegen eine Unkostenpauschale.
Wenn ich es als sinnvoll erachte 12 mal im Jahr zu einer Ausstellung zu gehen, dann fallen diese Kosten eben an, warum ich das tue habe ich angegeben und ich bin nicht die einzige Züchterin, die es wichtig findet öfter an Ausstellungen teilzunehmen.
Aber es bleibt schließlich Dir überlassen, wenn Du das nicht tust.
Sorry mit den 5 Autos, ich werde das ändern, daß ist mir nicht aufgefallen.
Wenn mir da noch solch ein Fehler unterlaufen ist, bitte darauf aufmerksam machen, ich werde es berichtigen.

Übrigens, Du kannst ja mal dagegen halten, wie so eine Kostenaufstellung Deiner Cattery aussieht, dann können wir vergleichen.
 

mariann

Gast
chipen kostet auch keine 120 euros, sondern etwa 35 und noch weniger sozusagen wenn der zuechter nur chipt und der liebhaber dann die registrierung (15 euor) selbst bezahlen muss
 

Mainecoonjunkie

Registriert seit
27.10.2005
Beiträge
1.064
Gefällt mir
0
Hallo Gabi::w


ich finde Dein Posting GANZ GROSSE KLASSE!!! DAnke für die wahnsinns Mühe - diese Rechnung aufzustellen!!

Ich habe sie sehr kritisch gelesen, weil ich ja selbst zu de Leuten gehöre - die sich eine Rassekatze nur bei "guten" Züchtern kauft:roll: - dieser Vorwurf - bei einem Kittekauf nicht zu sparen, war allgegenwertig

Fakt ist:

Ich werde (falls ich nochmals eine Rassekatze kaufen sollte - nach Ableben meiner Samtpfoten) NIE wieder soviel Geld für eine Katze zahlen!!

Ich habe für Lisa vor 4,5 Jahren 800 DM (war der erste Wurf dieser Züchterin) bezahlt und für Merlin (gleiche Züchterin) 500€ (Freundschaftspreis - wie sie sagt - da der Kater ja als Zuchtkater angemeldet ist - na und? Was kratzt mich das?)

Merlin war von Anfang an krank - es sind in den vergangenen drei Monaten über 300€ für TA-Kosten zusammengekommen und geimpft ist er noch immer nicht (hatte ja sooo lange Durchfall)

Was sollte mich da erwarten , wenn ich ein Kitten aus einem "möchte-mal-einen-wurf-kitten-haben" Wurf nehme für ca. 200€-250€ ??- auf Papier kann ich ja sooo gut verzichten - aber dazu musste ich erst zwei Katzen für so wahnsinnig viel Geld kaufen - tja, man lernt duch seine Fehler und ich lasse mich auch nicht mehr von Buffys-Tagebuch etc.. abschrecken - diese Buffys gibt es überall und warum gerade bei günstigeren "Einmal-Würfen"??

Liebe Grüße

Carmen
 

littlesaints

Gast
chipen kostet auch keine 120 euros, sondern etwa 35 und noch weniger sozusagen wenn der zuechter nur chipt und der liebhaber dann die registrierung (15 euor) selbst bezahlen muss

Ich habe 30 Euro pro Jungtier angesetzt, das wären bei vier Jungtieren 120 Euro.
Bei Deiner Rechnung wären es noch 20 Euro mehr.
Selbstverständlich registriere ich meine Kitten selber, bevor ich sie abgebe.
 

SusanneK

Registriert seit
22.04.2003
Beiträge
1.050
Gefällt mir
0
Hallo Linda,

ich werde ganz sicher keine Kostenaufstellung machen und hier veröffentlichen. Wenn ich eine mache, dann für das Finanzamt. Sonst bin ich niemandem zur Offenlage verpflichtet. Wenn ich eine machen würde, wäre sie aber rückblickend, ehrlich und belegbar. Darin gäbe es keine potentiell möglichen Beträge, sondern die, die ich bezahlt habe und nachweisen kann. Genauso, wie ich als Selbständiger in meiner Steuererklärung den PKW abrechnen würde, den ich habe und nicht den teuersten, den es auf der Welt gibt.

Trotz Ehrlichkeit mache ich mit meiner Zucht minus. Ich kann es mir erlauben. Ich könnte es mir ganz sicher nicht erlauben, wenn ich vor Abzug der Einnahmen 18.000 € Kosten jedes Jahr hätte.

Ich mag auch nicht jeden einzelnen Posten Deiner Aufstellung durchgehen. Das würde mich nämlich wirklich aufregen, weil solche unreflektierten Aufstellungen dazu führen, dass von machen Leuten alle Züchter verteufelt werden.

ich glaube den Züchtern schon lange nicht mehr, dass sie nichts an den Kitten verdienen
Also, für Gini: Ich möchte nicht mit den von Dir zitierten Züchtern in einen Topf geworfen werden :wink:.


Der Link auf Deine HP, den Du hier stehen hast, funktioniert nicht. Ich habe sie inzwischen über google trotzdem gefunden. Ich schreibe Dir deswegen noch eine PM.

Gruss, Susanne
 

Gini

Registriert seit
29.08.2002
Beiträge
2.320
Gefällt mir
0

littlesaints

Gast
>>>Merlin war von Anfang an krank - es sind in den vergangenen drei Monaten über 300€ für TA-Kosten zusammengekommen und geimpft ist er noch immer nicht (hatte ja sooo lange Durchfall)<<<

Das tut mir wirklich sehr leid und dürfte bei einer guten Zucht auch nicht so sein.
Mir ist es bisher noch nie unterlaufen, daß ich ein krankes Kitten abgegeben habe.
Sollte es doch wieder erwarten einmal passieren, würde ich es auf jeden Fall wieder zurücknehmen.
Der Kittenkäufer würde von mir ein anderes, gesundes Kitten bekommen oder aber das Geld zurück, ohne wenn und aber.
Wenn er aber das kranke Kitten behalten will, dann würde ich ihm das Geld, bis auf die Impfkosten zurückerstatten.
Es ist mir außerordentlich wichtig, daß die Leute die bei mir ein Kitten kaufen, auch wirklich ohne Einschränkung glücklich damit sind und natürlich das Kätzchen auch, in seiner neuen Familie auch.


>>>Was sollte mich da erwarten , wenn ich ein Kitten aus einem "möchte-mal-einen-wurf-kitten-haben" Wurf nehme für ca. 200€-250€ ??- auf Papier kann ich ja sooo gut verzichten - aber dazu musste ich erst zwei Katzen für so wahnsinnig viel Geld kaufen - tja, man lernt duch seine Fehler und ich lasse mich auch nicht mehr von Buffys-Tagebuch etc.. abschrecken - diese Buffys gibt es überall und warum gerade bei günstigeren "Einmal-Würfen"??<<<
[/QUOTE]

Ja, von diesem Standpunkt aus betrachtet kann ich das durchaus nachvollziehen.
Aber natürlich ist es auch wichtig sich einen Züchter gut auszusuchen und genau nachzuhaken, um sicher zu gehen, daß man wirklich ein gesundes und gut sozialisiertes Kitten erhält, auf das man auch Anspruch hat, wenn man dafür den vollen Preis bezahlt.
 
Zuletzt bearbeitet:

Struppi77

Registriert seit
02.10.2005
Beiträge
120
Gefällt mir
0
Es gibt Züchter, die nehmen für ihre Kitten 1800 Euro und diese nehmen sehr wohl Deckgebühren von bis zu 1000 Euro, sogar noch mehr.
Selkirk Rex sind übrigens noch eine seltene Rasse, daher die Preise obwohl ich manches auch überzogen finde, aber es ändert nichts an der Tatsache.
Nun, solange es Leute gibt die für eine Katze 1800 Euro bezahlen, wird es auch Züchter geben die diese Beträge dafür verlangen. Wenn Keiner diesen Preis bezahlt und der Züchter auf seinem Nachwuchs sitzen bleibt reguliert sich der Preis automatisch. Ich jedenfalls finde es völlig hirnrissig solche Beträge für eine Katze zu bezahlen. Ich weiss nicht mal was eine Selkirk Rex ist (werde mich dann mal bei Google schlau machen), für mich ist es eine Katze wie jede andere auch. Was ist denn das Besondere an einer Selkirk Rex, dass man bereit ist solche Preise zu bezahlen? Soviel habe ich verstanden, sie ist selten. Rechtfertigt das einen solchen Preis? Es gibt anscheinend Leute die bezahlen einfach JEDEN Preis, nur um etwas ganz Spezielles zu besitzen. Warum muss es denn immer noch ausgefallenere und teilweise kuriose Rassen geben? Ich jedenfalls bin zufrieden mit meinen Katzen aus dem Tierheim, es sind zwar keine Rassekatzen, aber trotzdem extrem liebenswert. Ich kann bis zu einem gewissen Grad verstehen, dass man sich in eine Rassekatze einfach verliebt, weil sie einem ganz besondres gefällt. Und dass man da auch bereit ist etwas mehr zu bezahlen, vor allem wenn sie von einem seriösen Züchter kommt. Aber wenn es dann solche Beträge von 1800 Euro sind, da hört mein Verständnis auf.

Auch ich bin der Meinung, dass Katzenzucht ein Hobby ist und das sich das nie rechnen kann. Für jedes Hobby zahlt man drauf, so ist das nun mal. Wenn aber jemand eine sehr seltene Rasse züchtet nur um damit sehr viel Geld zu verdienen, dann hört für mich der Spass auf. Eine Katze ist doch keine Ware, es ist ein Lebewesen und sich daran zu bereichern finde ich mies. Vor allem da die Tierheime voll sind mit Katzen, die gedankenlos vermehrt wurden. Leider landen ja auch immer mehr Rassekatzen im Tierheim.

Schlussendlich muss jeder selber entscheiden, ob man Züchter unterstützen möchte und welche Preise man bereit ist zu bezahlen.

Griessli
Silvia
 

Frikka

Gast
@Gini

Hallo Gaby,

Danke für die tollen Beiträge. Ganz große Klasse, auch wenn Du sie nur reinkopiert hast. ::w

Auf einer Züchterseite habe ich auch mal so eine Aufstellung wie von LittleSaints gelesen. Die Aufstellung war für Norweger und für die Maine Coons, die man auch züchtet, muß man eine neue Rechnung aufmachen, weil die sind natürlich teurer. ::bg

Lieben Gruß
Frikka
 

littlesaints

Gast
>>>ich werde ganz sicher keine Kostenaufstellung machen und hier veröffentlichen. Wenn ich eine mache, dann für das Finanzamt. Sonst bin ich niemandem zur Offenlage verpflichtet. Wenn ich eine machen würde, wäre sie aber rückblickend, ehrlich und belegbar. Darin gäbe es keine potentiell möglichen Beträge, sondern die, die ich bezahlt habe und nachweisen kann. Genauso, wie ich als Selbständiger in meiner Steuererklärung den PKW abrechnen würde, den ich habe und nicht den teuersten, den es auf der Welt gibt.<<<<

Das habe ich auch nicht getan, sondern sogar immer den niedrigeren Wert genommen.
Zu den 5 Autos will ich noch sagen, daß ich damit sogar weniger veranschlagt habe, als wenn ich 12 X pro Jahr gerechnet hätte, was ich vergessen hatte.
ich habe es aber jetzt geändert und bin dadurch sogar noch etwas höher gekommen.

>>>>Trotz Ehrlichkeit mache ich mit meiner Zucht minus. Ich kann es mir erlauben. Ich könnte es mir ganz sicher nicht erlauben, wenn ich vor Abzug der Einnahmen 18.000 € Kosten jedes Jahr hätte.<<<<

Welche Ehrlichkeit, bisher hast Du nichts aufgezeigt?
Die 18000 Euro waren Einmalbeträge, die sich durch die Anschaffung der Katzen, Gehegebau usw, ergaben.
Jährliche Kosten bezifferten sich auch ca. 16000 Euro.

>>>Ich mag auch nicht jeden einzelnen Posten Deiner Aufstellung durchgehen. Das würde mich nämlich wirklich aufregen, weil solche unreflektierten Aufstellungen dazu führen, dass von machen Leuten alle Züchter verteufelt werden.<<<

Hm, die Freundlichkeit in Person.
An meiner Aufstellung ist nichts unreflektiert, Du dagegen hast außer meckern nichts entgegen zu setzen.
Wenn Du wirklich daran interessiert wäres, die angebliche Wahrheit hervorzubringen, dann würdest Du mit mir darüber diskutieren, anstatt mich lediglich anzugreifen.
Aber ich denke Du gehörst zu den Leuten, die nicht dazu in der Lage sind, sachlich zu argumentieren, wenn jemandens Meinung nicht Deinen Vorstellungen entspricht wird er in den Boden gerammt.
Das habe ich doch letztens schon mal bei einem deiner Postings erlebt, ich weiß nur nicht mehr wo.
 
Zuletzt bearbeitet:

steffi_79

Registriert seit
01.01.2004
Beiträge
605
Gefällt mir
0

littlesaints

Gast
>>>>WELCHE Leistung erbringt der Züchter eigentlich für seine Katzen, wenn sie ihn noch nichteinmal etwas kosten sollen?????[/QUOTE]<<<<

Nun sie kosten ja auch etwas, sogar reichlich, das habe ich auch aufgezeigt.
Ich finde übrigens überhaupt nichts Verwerfliches daran, wenn sich ein Hobby selbst finanzieren würde, es gibt genug Hobbies bei denen das so ist.
Und ganz bestimmt werde ich meine Katzen nicht verschleudern nur weil solche Leute wie Du meinen sie dürften nichts kosten.
 
Thema:

Wie teuer ist Katzenzucht?

Wie teuer ist Katzenzucht? - Ähnliche Themen

  • Wie teuer sind BKH - Kitten?

    Wie teuer sind BKH - Kitten?: Hallo! Eigentlich war ich immer der Meinung, dass ich nicht viel Geld für den Kauf einer Katze ausgeben möchte. Jetzt habe ich mich aber in die...
  • Wie teuer sind BKH Kitten & sollte man auch ohne Papiere

    Wie teuer sind BKH Kitten & sollte man auch ohne Papiere: Hallo, wir haben uns erstmals entschlossen, vielleicht irgendwann oder auch bald ein kleines BKH Kitten zu kaufen. Nur weiß ich leider nicht, wie...
  • Ähnliche Themen
  • Wie teuer sind BKH - Kitten?

    Wie teuer sind BKH - Kitten?: Hallo! Eigentlich war ich immer der Meinung, dass ich nicht viel Geld für den Kauf einer Katze ausgeben möchte. Jetzt habe ich mich aber in die...
  • Wie teuer sind BKH Kitten & sollte man auch ohne Papiere

    Wie teuer sind BKH Kitten & sollte man auch ohne Papiere: Hallo, wir haben uns erstmals entschlossen, vielleicht irgendwann oder auch bald ein kleines BKH Kitten zu kaufen. Nur weiß ich leider nicht, wie...
  • Schlagworte

    ,

    katzenzuchten richtig

    ,

    katzenzucht finanzamt kosten

    ,
    wie teuer sind singapura katzen
    , wie aufwendig ist katzenzucht, katzenzucht lohnt sich das, kitten aufzucht kosten, ist katzenzucht ein teures hobby, , katzen züchten welche lohnt sich
    Top Unten