Wie ihm das Beißen abgewöhnen?

Diskutiere Wie ihm das Beißen abgewöhnen? im Katzen-Erziehung Forum im Bereich Katzen allgemein; Moin Moin zusammen, mein kleiner (18 Wochen) möchte sich das Beißen leider nicht abgewöhnen. Gebissen wird nur zur Aufforderung wenn, er spielen...
Cpt.Smee

Cpt.Smee

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Moin Moin zusammen,

mein kleiner (18 Wochen) möchte sich das Beißen leider nicht abgewöhnen. Gebissen wird nur zur Aufforderung wenn, er spielen möchte, dann auch nur leicht was ich nicht so schlimm finde. Während des Spielens sieht, das ganze Etwas anders aus. Hier steigert er sich extrem hinein. Gängige Methoden wie Stopp, Nein,
Aua, anpusten, über den Nasenrücken streichen, mit Wasser bespritzen und weggehen funktionieren nicht und er steigert sich noch weiter hinein. Geht man weg, fängt er an die Füße zu attackieren.

Komisch an der Sache ist, dass er sich nur bei mir so reinsteigert. Meine Freundin wird zwar auch gebissen, aber er dreht nicht weiter auf. Dabei bin ich seine absolute Bezugsperson, er ist quasi mein Schatten, liegt nur bei mir usw. meine Freundin kann ihn auch streicheln usw., aber er ist sonst eher distanziert zu hier.

Die Option, eine zweite Katze ist leider nicht möglich, da der kleine sich gar nicht mit anderen Katzen versteht. Wir haben ihn damals übernommen, da er in seiner Pflegestelle nicht mit den anderen Katzen zurechtgekommen ist. Er wurde alleine in einem zugeklebten Karton gefunden, mit etwa 8 Wochen. Also gab es auch leider kein Geschwisterchen, welches wir mit aufnehmen hätten können.

Vllt. habt ihr ein paar Tipps und könnt uns weiterhelfen.
 
04.08.2019
#1

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Moin :-)

Das Verhalten das er zeigt, kommt zum einen daher, dass er nicht sozialisiert ist.
Zum anderen fehlt ihm ein Kumpel zum Raufen und Spielen.
Er ist noch ein Kitten und es wird definitiv klappen ihn zu vergesellschaften.
Es sollte ein etwa gleich alter Kater sein (jünger nicht) ggf. schon kastriert und gut sozialisiert und nicht schüchtern...Im Tierschutz gibt es das sicher und ihr werden gut beraten.
Euren würde ich auch bald kastrieren lassen...

Bitte besprüht ihn nicht mit Wasser, da kann ein Vertrauensverhältnis ganz schnell vergehen...
Nicht direkt mit den Händen spielen, am besten mit Spielangeln.
Wenn er beißt, aus der Situation gehen.

LG Jo
 
Cpt.Smee

Cpt.Smee

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Hi Jo

Dass er nicht sozialisiert ist oder nur teilweise, war uns von Anfang an klar. Eine Sozialisierung hat damals in der Pflegestelle stattgefunden in verschiedenen Gruppen ohne großen Erfolg.

Sollte er mal nicht schlafen, wird gespielt. Unausgelastet ist er auf keinen Fall, nur einfach zu wild. Gespielt wird sowieso nicht mit Händen oder Füßen und das schon von Anfang an.

Wenn er beißt, aus der Situation zu gehen gestaltet sich schwierig, wenn er ab diesem Zeitpunkt anfängt einem hinterherzulaufen und in die Füße zu beißen.

Mit der Kastration wollte wir solange warten bis er anfängt zu markieren, zumindest war dies der Vorschlag unseres Tierarztes. Es ist aber auch kein Problem es früher machen zu lassen.

LG
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Ihr könnt keinen Katerkumpel ersetzen, ich vermute er ist ganz normal wild, vermisst eben die wilden Raufereien, die ihr nicht geben könnt....Und das so ein junges Tier nicht vergesellschaftet werden kann, habe ich noch nie gehört. Und glaube ich auch nicht.
Ich denke das er das dringend bräuchte! Dann würde sich eure Problematik in Luft auflösen...
In der Pflegestelle waren sicher mehrere Katzen, ggf. noch Hunde. Vielleicht war es ihm einfach zu viel und er hatte keinen Rückzugsort.
Ich würde auf die Aussagen nicht viel geben.

Der Vorschlag eures Tierarztes ist tatsächlich recht Haarträubend :-( Denn wenn er erstmal markiert, macht er das nach der Kastra evtl. weiter und den Gestank bekommt ihr nie wieder aus der Wohnung.
Insofern, bitte bald kastrieren...

LG
 
Cpt.Smee

Cpt.Smee

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Dass wir keine Artgenossen ersetzen können, ist uns natürlich klar. Auch wenn du noch nie davon gehört hast, es ist leider so, dass er sich bisher nicht mit anderen Katzen verträgt.

Es wird schon einen Grund geben, wieso er alleine in einem Karton gefunden wurde.

Ich würde auf die Aussagen nicht viel geben.
Was du natürlich nicht wissen kannst ist, dass wir mehrere Stunden mehrmals die Woche dort gewesen sind und so aus nächster Nähe sein Verhalten beobachten konnten.

Wir hoffen natürlich, dass er nach der Kastration etwas ruhiger wird und wir dann es noch einmal mit der Vergesellschaftung probieren können.

Bis dahin müssen wir eben damit zurechtkommen und wenn es nicht klappt auch.
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Ich möchte dich nicht ärgern...
Aber...

Es wird schon einen Grund geben, wieso er alleine in einem Karton gefunden wurde.
Das ist sicher nicht der Grund, dass er deshalb allein in der Kiste war....
Warum er sich ggf. so verhalten hat in der Pflegefamilie schrieb ich ja.
Ich würde ihn jetzt kastrieren lassen (anderer TA) und dann umgehend einen Kumpel holen, dass klappt ganz sicher nach einer Zeit der Eingewöhnung.
Umso länger ihr wartet, desto schwieriger wird es evtl.
 
Harlith

Harlith

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Es wird schon einen Grund geben, wieso er alleine in einem Karton gefunden wurde.
Mir würden, neben dem von dir vermuteten, noch einfallen:
- weil er ohne Wurfgeschwister unerwünscht auf die Welt kam
- weil er zwar mit Wurfgeschwistern auf die Welt kam, diese aber von dem Muttertierbesitzer/in an andere vermittelt werden konnten und er allein übrig geblieben ist. (wahlweise sind diese vielleicht auch alle verstorben)
- weil er von jemanden als alleinige Katze viel zu früh und unsozialisiert angeschafft wurde, innerhalb von zwei drei Tagen unbequem wurde und wieder abgeschoben wurde.

Wenn er mit geschätzten 8 Wochen gefunden wurde und er inzwischen 18 Wochen alt ist würde ich wohl auch noch immer dafür plädieren, dass ihr den Versuch des Sozialisierens noch nicht aufzugeben.
Mein Kater war 7 Monate, Flaschenkatze mit einer Schwester, soweit ich weiß, und ein Raufbold vor dem Herrn, er war auch mein Schatten und ich seine wichtigste Bezugsperson und leider wohl auch Raufkumpel, denn ich kann nach 16 Jahren immer noch die Narben meiner Fehler erkennen.
 
Cpt.Smee

Cpt.Smee

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Meine Aussage, dass es einen Grund gibt, weshalb er „weggeworfen„ wurde, war nicht explizit auf die Thematik des Beißens bezogen, sondern generell auf ein Problem, egal in welchem Zusammenhang. Er wird jetzt kastriert und wir suchen nach einem passenden Spielgefährten. Hoffen wir das Beste.
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Das freut mich sehr! In dem Alter empfehle ich das sonst nicht, aber habt ihr die Möglichkeit über einen begrenzten Zeitraum eine Gittertüre einzusetzen, so das sie sich erstmal darüber kennen lernen?
Bitte berichte weiter!
LG Jo
 
Cpt.Smee

Cpt.Smee

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habt ihr die Möglichkeit über einen begrenzten Zeitraum eine Gittertüre einzusetzen
Ja die Möglichkeit gibt es und wird auch später so gehandhabt.

Zunächst wird der Neuzugang für eine Zeit in komfortabler Einzelhaft gesteckt, um sich an Geräusche, Gerüche etc. zu gewöhnen.
Nach 2–3 Tagen fangen wir an das Gitter einzusetzen und jeweils mit etwas Abstand zum Gitter die Katzen zu fütter, dabei verdecken wir erst einmal die Sicht. Nach und nach führen wir die beiden immer weiter zum Gitter, sobald die beiden Kopf an Kopf fressen, fangen wir an die Sicht aufzudecken. Sollte alles soweit gut laufen versuchen wir die beiden zusammenzubringen.
Wenn es keine großen Komplikationen gibt, danke ich sollten die beiden in 2-3 Wochen vergesellschafte sein.
 

Ariane1981

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Also mein Kater hat auch gebissen. Aber nicht so, als ob er jetzt mich angreifen möchte, sondern nur um zu spielen. Dann hab ich ein Spielzeug (Plüschtierchen) genommen und habe ihn dann auf das Spielzeug fixieren lassen. Somit hat er dann nur das Spielzeug gebissen und gekratzt und was sonst noch er machen kann. Ich habe bis heute (seit einem Jahr) gar keine Kratzer auf den Händen oder sonst irgendwo anders...
 

Panter

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Kannst ja erst mal laut schreien, so hat unser Hund begriffen wenn er zu sehr beißt und lässt nach.
Wir hatten mal eine Katze zur Pflege, die war einfach gewohnt sich durchzusetzen wahrscheinlich gegen Kinder im Haushalt.
Ich habe da nur einmal sofort zurück geschlagen, hat die dann bei mir nie wieder gemacht.
Man muss das natürlich dosieren etwa wie wenn Katzen sich mit der Pfote hauen.
Das sind Tiere, glaubst Du Katzenmama ist antiautoritär.
 

Panter

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Du kannst auch einfach mal laut fauchen, knurren oder dergleichen oder einfach laut anschreien kann auch schon reichen, muss nur unmittelbar sein.
 
Cpt.Smee

Cpt.Smee

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Es tut mir leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe...

Zunächst einmal @Panter und @Ariane1981, super Idee mit dem fauchen, knurren usw. leider habe ich es damit auch schon versucht, ohne Erfolg.

Aber kommen wir dazu, was in der letzten Zeit passiert ist.
Nachdem er kastriert wurde ist er etwas ruhiger geworden, leider ist das Beißen zur Spielaufforderung geblieben.
Wir hatten zwei Katzen unterschiedlichen Alters zur Vergesellschaftung nacheinander für jeweils 4 Wochen bei uns, leider ohne Erfolg.
Auch wenn es zunächst immer gut ausgesehen hat, spätestens bei der Zusammenführung war alles vorbei.
Wir werden es aber noch einmal mit zwei Katern versuchen.

Hoffen wir mal das Beste.

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Brummi

Brummi

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Hallo,
wenn ihr ihn einfach mal, wenn er beißt, kurz 5 oder 10 Minuten ins Bad sperrt?
Vielleicht hilft das.::? Ein Versuch.
 
Trulla-la

Trulla-la

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Wir hatten zwei Katzen unterschiedlichen Alters zur Vergesellschaftung nacheinander für jeweils 4 Wochen bei uns, leider ohne Erfolg.
2 verschiedene Katzen jeweils nur 4 Wochen?
Das konnte nix werden
Katzen brauchen i.d.R. deutlich länger um sich aneinader zu gewöhnen Nicht selten lese ich hier das nach 4 Wochen nichtmal die Gittertür weg kann. Geschweige denn sich beide die Räume völlig problemlos teilen Brummen, fauchen und s ich nachgehen -rennen ist normal
So lange keine echten Kämpfe entstehen ist alles im Rahmen

Schade, deine Beschreibung wie es geplant ist las sich so gut
 
Brummi

Brummi

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Wenn aber Aua, ignorieren und weggehen nicht hilft???
 
Trulla-la

Trulla-la

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Wenn aber Aua, ignorieren und weggehen nicht hilft???
Kommt schon drauf an wie konsequent der Mensch das macht Und durchaus langfristiger zu sehen
Nächste Stufe wäre für mich die Katze wegzuschieben, vom Sofa setzen
Sowas halt Ich glaub halt generell nicht das solche Strafen wie wegsperren wirklich fruchten

Was auch sehr wichtig ist.....
Hände durften nie spielerisch im "Angriff" genutzt worden sein
Das (die Erfahrung Raufen mit der Hand ist okay) bekommt man sonst kaum raus
 
Harlith

Harlith

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Wir hatten zwei Katzen unterschiedlichen Alters zur Vergesellschaftung nacheinander für jeweils 4 Wochen bei uns, leider ohne Erfolg.
Wir haben vor vier Wochen und zwei Tagen einen vermutlich 11 Jahren alten Kater zu unserer 15 Jahre alten Dame dazugeholt, damit sie nicht allein ist.
Sie haben sich zwar nie gebissen oder auch nur gekratzt ... Aber glaub mir, heute morgen hat der Kater mit seiner Energie versucht die Herzkönigin wieder zu animieren Quatsch mit ihm zu machen ... er ist mit lautem Mauen durch die Wohnung gehopst wie Tigger aus dem Winnie Pooh Film und dann auf sie zu.
Sie konnte sein Verhalten null einschätzen und hat ihm aber sowas von heftig entgegen gefaucht.
Auch nach vier Wochen Zusammenführung habe wir hier noch lange kein "Friede Freude Eierkuchen" ... Jetzt stell ich mir grade das mal vor bei Katzen, die noch mehr Pfeffer im Hintern haben als unser dicker Kater ... ich glaub da reichen vier Wochen Geduld nicht.

Aber bitte setzt deinem Kater jetzt nicht immer wieder neue Katzen vor die Nase und schieb sie nach vier Wochen wieder ab (ja das klingt grade drastisch, aber ich will ja auf zwei Punkte hinaus), dein Kater könnte nämlich auch draus lernen, dass er sich nur lange genau dissozial gegen neue Katzen verhalten braucht, dann verziehen sie sich nämlich irgendwann wieder aus seinem Revier und die armen Prügelknaben (ja auch wieder übertrieben dargestellt) lernen, dass sie in ihrem neuen Zuhause wohl eher gemobbt werden.
Beides keine schönen Erfahrungen
 
Thema:

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