Wie definiert ihr "gut sozialisiert"?

Diskutiere Wie definiert ihr "gut sozialisiert"? im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo!::w Ich würde gerne wissen, wie ihr "gut sozialisiert" definiert. Ich meine, in so ziemlich jedem Beitrag, der um (zu) junge Kätzchen bzw...

shaoshao

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Hallo!::w

Ich würde gerne wissen, wie ihr "gut sozialisiert" definiert.
Ich meine, in so ziemlich jedem Beitrag, der um (zu) junge Kätzchen bzw die Frage "Eine oder mehrere Katzen?" geht, enthält diese Worte.

Nur frage ich mich:
Wann ist eine Katze gut sozialisiert?

Wenn sie gelernt hat, wie doll sie ihre Zähne einsetzen kann, ohne zu verletzen?
Wenn
sie gelernt hat, ohne Krallen mit dem Menschen zu spielen?
Wenn sie mit anderen Katzen auskommt, putzen und spielen kann, nicht agressiv oder ängstlich ihnen gegeüber ist?
Wenn sie mit anderen Katzen kommunizieren kann?

Wenn ja: Meine Katzen können das.
Finde ich zumindest.
Beide sind im Alter von 7/8 bzw 8/9 Wochen zu mir gekommen, hatte ihre Mütter schon vorher nicht mehr.
Eigentlich hätten sie das doch nicht lernen können, oder?

Zumindest, wenn es nach einigen Beiträgen hier geht.
Ich habe schon mehrfach sinngemäß gelesen, dass Kätzchen, die so früh ihre Mutter verlieren und kein älteres, "gut sozialisiertes" Tier als "Lehrobjekt" haben, quasi keine Chance auf Sozialisierung haben....

Wo also liegt der Denkfehler?
Geht es vielleicht doch?
Oder sind meine Katzen gar nicht "gut sozialisiert"?

Oder verstehe ich unter dem Begriff etwas völlig falsches?

Ich fände es einfach wichtig, solche Begrifflichkeiten mal aufzuschlüsseln, es hört sich so logisch an, aber was genau steckt dahinter?

Lieben Gruß::w
 
12.12.2007
#1

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Gast

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mortikater

mortikater

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Das ist ja mal eine hochinteressante Frage. Darauf wirst Du bestimmt viele verschiedene Antworten bekommen.

Ich habe mich gerade mal gefragt, wann ich einen Menschen als "gut sozialisiert" betrachten würde. Ich glaube, die Hälfte der Bevölkerung fiele schon mal flach...

Bei meinen Katzen, die ich alle als gut sozialisiert bezeichnen würde, bis auf Toms Ausfälle, aber lassen wir das, setze ich als Kriterien eigentlich nur an:

- Sie vertragen sich untereinander
- Sie haben eine Beziehung zu mir, ihrem Menschen
- Sie gehen alle brav aufs Klo
 
anloki

anloki

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mhhh... schwierig....

So wie Du es beschreibst, würde ich es auch definieren.
Eben eine Katze, die sich gut und unagressiv im Miteinander von Menschen und Katzen verhält, anpassungsfähig und ausfgeschlossen ist.

Es geht wohl nicht darum, ob Kitten die zu früh von der Mama weg sind, immer schlecht sozialisiert sind, aber schon darum, dass diese es oftmals schwerer haben und eben bei fehlender Konsequenz des Dosies oder auch von Mitkatzen leider eher zu Problemkatzen werden können, nicht zwingend werden!

Mein Filou ist seit seiner 6.Lebenswoche bei uns (Findelkitten) - meine Großen haben ihn gut mit erzogen und da bin ich sehr froh drüber!
Aber sein Knurren und Tatzeln um Futter... tja, er hatte es wohl damals nicht leicht... trotzdem würde ich ihn mittlerweile als gut sozialisiert bezeichnen.

Bin gespannt, wie hier andere darüber denken...
 

Andrea-LU

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Hallo,

ich würde Sozialisierung ganz genau so beschreiben, wie Du es getan hast. Vielleicht noch erweitert um

- keine Angst im Umgang mit dem Menschen; gute Erfahrungen mit Menschen bereits als Kitten gesammelt

- mit Menschen eng zusammengelebt. Geübt im Umgang mit Menschen. Waschmaschinengeräusche, Staubsaugergeräusche usw. sind bereits bekannt.

Ja, Deine schon genannten Punkte und eben noch die Ergänzung oben bedeuten für mich den bestmöglichen Start eines Kitten in die menschliche Obhut. Dies ist für mich Sozialisierung.

Ich finde es absolut klasse, dass Deine Süßen das alles gelernt haben. Hut ab vor Dir, denn ich vermute, dass sie zwar eine gewisse Grundausbildung bereits hatten, dass aber der Großteil dessen, wie deine Katzen heute auftreten und was ihren Charakter ausmacht, von Dir stammt. Da hast Du bestimmt einen ganz großen Beitrag zu ihrer Sozialisation geleistet.

Respekt !!!

lG
Andrea::w
 

*stella*

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hm, und ich dachte immer, dass "sozialisiert" bezieht sich auf das zusammenleben mit artgenossen, also nicht mit uns menschen?! ::?
 

shaoshao

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Das ist ja mal eine hochinteressante Frage. Darauf wirst Du bestimmt viele verschiedene Antworten bekommen.
Danke, manchmal kann ich schlaue Fragen stellen *g*
Und ja, ich hoffe auf viele Antworten

Ich habe mich gerade mal gefragt, wann ich einen Menschen als "gut sozialisiert" betrachten würde. Ich glaube, die Hälfte der Bevölkerung fiele schon mal flach...
Allerdings:roll:

Bei meinen Katzen, die ich alle als gut sozialisiert bezeichnen würde, bis auf Toms Ausfälle, aber lassen wir das, setze ich als Kriterien eigentlich nur an:

- Sie vertragen sich untereinander
- Sie haben eine Beziehung zu mir, ihrem Menschen
- Sie gehen alle brav aufs Klo
Ja, den Bezug zu Menschen habe ich nicht erwähnt.
Wobei sich da wieder die Frage stellt:
Bedeutet das nicht im Umkehrschluss, dass wild lebende Katzen, die Menschen aus dem Weg gehen, alle nicht sozialisiert sind?
Oder bezieht sich der Ausdruck nur ursprünglich auf den Umgang der Fellis miteinander und wurde im Sprachgebrauch durch die Besitzer nur auf die beziehung zum Menschen ausgeweitet?

Weil grundsätzlich sehe ich den Bezu zu Menschen als dicken Pluspunkt, aber nicht als Kriterium für Sozialisierung, da es immer wild lebende Katzen oder superängstliche Katzen geben wird, die mit Ihresgleichen super auskommen, aber dem Menschen nicht grundsätzlich vertrauen.
Dennoch würde ich diesen Tieren eine Sozialisierung nicht absprechen wollen::?

Und das Klobenutzen:
Warum siehst du das als Punkt für Sozialisierung?



mhhh... schwierig....

So wie Du es beschreibst, würde ich es auch definieren.
Eben eine Katze, die sich gut und unagressiv im Miteinander von Menschen und Katzen verhält, anpassungsfähig und ausfgeschlossen ist.

Es geht wohl nicht darum, ob Kitten die zu früh von der Mama weg sind, immer schlecht sozialisiert sind, aber schon darum, dass diese es oftmals schwerer haben und eben bei fehlender Konsequenz des Dosies oder auch von Mitkatzen leider eher zu Problemkatzen werden können, nicht zwingend werden!
Nunja, es ist auch meine Überlegung, dass sie es durchaus lernen können.
Aber ich habe schon so oft gelesen "Dein Kätzchen ist viel zu jung, hol dir ein gut sozialisiertes zweites Tier dazu, damit das Kleine lernen kann".

Sie können aber doch auch aneinander lernen, oder nicht?
So wie meine?

Mein Filou ist seit seiner 6.Lebenswoche bei uns (Findelkitten) - meine Großen haben ihn gut mit erzogen und da bin ich sehr froh drüber!
Aber sein Knurren und Tatzeln um Futter... tja, er hatte es wohl damals nicht leicht... trotzdem würde ich ihn mittlerweile als gut sozialisiert bezeichnen.

Bin gespannt, wie hier andere darüber denken...
Naja, das sind tief sitzende Erfahrungen, wer hungern musste, lernt nur schwer, sein Essen unverteidigt zu lassen.
Wenn er aber sonst gut mit den anderen auskommt, ist er wegen der Futteraktion ja nicht nicht sozialsiert...


Hallo,

ich würde Sozialisierung ganz genau so beschreiben, wie Du es getan hast. Vielleicht noch erweitert um

- keine Angst im Umgang mit dem Menschen; gute Erfahrungen mit Menschen bereits als Kitten gesammelt

- mit Menschen eng zusammengelebt. Geübt im Umgang mit Menschen. Waschmaschinengeräusche, Staubsaugergeräusche usw. sind bereits bekannt.
Ich würde es anders nennen, bin aber froh, auch andere Standpunkte zu lesen.
Ich würde es "angstfrei und aufgeschlossen/neugierig" nennen.
Wie gesagt, was wäre sonst mit den wild lebenden Tieren?

Aber dass sie in der Lage sind, auf den Menschen zuzugehen, sofern sie erstmal Vertrauen gefasst haben, DAS ist der Punkt denke ich.
Dass sie keine unbegründetete, nicht auszulöschende Angst vor uns haben (selbst Wilde werden ja irgendwann zutraulich, haben aber einen ganz anderen Bezug zum Menschen (in der Regel) als Tiere, die im Haushalt/mit Menschen aufwachsen).

Daher ist der Punkt wohl schwer zu formulieren, nicht wahr?
Keine Angst, die sich nicht lindern ließe.
Das trifft es vielleicht am ehesten, oder?

Ja, Deine schon genannten Punkte und eben noch die Ergänzung oben bedeuten für mich den bestmöglichen Start eines Kitten in die menschliche Obhut. Dies ist für mich Sozialisierung.

Ich finde es absolut klasse, dass Deine Süßen das alles gelernt haben. Hut ab vor Dir, denn ich vermute, dass sie zwar eine gewisse Grundausbildung bereits hatten, dass aber der Großteil dessen, wie deine Katzen heute auftreten und was ihren Charakter ausmacht, von Dir stammt. Da hast Du bestimmt einen ganz großen Beitrag zu ihrer Sozialisation geleistet.

Respekt !!!

lG
Andrea::w
Danke!
Wobei ich sagen muss, konsequent bin ich nun wirklich nicht, zumindest nicht was dürfen/nicht dürfen angeht:oops:

Aber ich hab von Anfang an, wenn sie mir weh getan haben im Spiel, gejault und aufgehört.
Denke aber, das ist eine natürliche Reaktion oder?
So gesehen müßte ein Mensch, der sich wirklich intensiv mit den Fellmäusen beschäftigt, zumindest den "wann tut es weh"-Punkt vermitteln können, oder?

Und sicherlich, ja. Die Sozialisierung (wie auch immer sie definiert sein mag) beginnt ja nicht in der 11ten Woche und ist mit der 12ten Woche abgeschlossen.
Sie lernen ja von Anfang an.

Nur finde ich es für mich wichtig, überhaupt mal zusammenzutragen, was zur Sozialisierung dazugehört, wer welchen Punkt wichtig findet und vor allem warum.

Es hat mich einfach irgendwie getroffen, zu lesen, wenn zwei so junge Kätzchen aufeinander hocken ohne älteres Bezugstier, dass eine Sozialisierung dann schwer bis unmöglich wäre.

ABer hier klappt es doch supi::?
 

arany

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hm, und ich dachte immer, dass "sozialisiert" bezieht sich auf das zusammenleben mit artgenossen, also nicht mit uns menschen?! ::?
So dachte ich eigentlich auch.


Ätna und Frida sind uns Dosis gegenüber sehr aufgeschlossen, jedoch den anderen Katzen nicht gegenüber und kommen generell mit Artgenossen nicht gut klar, daher halte ich sie für nicht gut sozialisiert.

Luna und Lucero sind Menschen und Katzen gegenüber aufgeschlossen und kommen mit beiden gut klar, vor allem mit den Artgenossen, die halte ich für gut sozialisiert, auch wenn Luna in Hände beißt und kratzt. ::?
 

shaoshao

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hm, und ich dachte immer, dass "sozialisiert" bezieht sich auf das zusammenleben mit artgenossen, also nicht mit uns menschen?! ::?

Ich sehe das ganz ähnlich, zumindest im Ursprung.
Nur seien wir mal ehrlich: Wir haben uns diese Begriffe ausgedacht.
Wie lange schon leben katzen teilweise mit Menschen zusammen?
Lange.

Ist nur natürlich, dass der Begriff sich irgendwann auch auf das Zusammenleben ausweitet, oder?

Ist aber auch ein Grund, warum ich mich gerne darüber austauschen würde, weil im Grundsatz, und da stimme ich dir völlig zu, bezieht es sich auf den Umgang miteinander.

Wobei so Sachen wie "nicht so doll beißen, tut sonst weh" ja auf beide Sepzies zu übertragen sind ;)
 

shaoshao

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So dachte ich eigentlich auch.


Ätna und Frida sind uns Dosis gegenüber sehr aufgeschlossen, jedoch den anderen Katzen nicht gegenüber und kommen generell mit Artgenossen nicht gut klar, daher halte ich sie für nicht gut sozialisiert.

Luna und Lucero sind Menschen und Katzen gegenüber aufgeschlossen und kommen mit beiden gut klar, vor allem mit den Artgenossen, die halte ich für gut sozialisiert, auch wenn Luna in Hände beißt und kratzt. ::?
Hier stellt sich mir die Frage: Geht Luna denn auch beim Spielen mit anderen Katzen so "ran"?
Ohne es böse zu meinen?

Oder kratzt/beißt sie in die Hände, wenn ihr was nicht passt?
 
mortikater

mortikater

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Ich finde diesen Link sehr interessant:

http://publications.royalcanin.com/...=100287&com=2&animal=2&lang=4&session=2065844

Eine Gruppe von britischen Forschern hat ebenfalls gezeigt, dass die Sozialisation an den Menschen genetisch veranlagt und ein vom Vater den Katzenjungen vererbter Charakterzug sein kann. Das ist nach derzeitigem Wissen der einzige bekannte Einfluss des Vaters auf seine Nachkommenschaft, da er sich in der Folge nicht mehr um sie kümmert.

Im Wesentlichen erfolgt die Erziehung im Zeitraum zwischen der Geburt und dem sechsten Lebensmonat; Erziehung und Lernprozess sind je nach Temperament der Katze und pädagogischen Fähigkeiten des Halters aber auch bei ausgewachsenen Katzen möglich.
 

arany

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Hier stellt sich mir die Frage: Geht Luna denn auch beim Spielen mit anderen Katzen so "ran"?
Ohne es böse zu meinen?

Oder kratzt/beißt sie in die Hände, wenn ihr was nicht passt?
Sie meint es nicht böse. Sie ist rauflustig und rauft in der gleichen Stärke mit Lucero. Der hat im Gegensatz zu meinen Händen allerdings ein dickes Fell. :roll: Na ja, sie ist noch ein wildes junges Ding (ca. 8 Monate).

Natürlich, wenn ihr was absolut nicht passt, dann kratzt sie, aber auch die anderen Katzen. War besonders schlimm bei der Milbenbehandlung, das kann ich ihr aber kaum übel nehmen. :lol:
Da wehrt sich ja fast jede Katze, was ich total verstehen kann.
 

shaoshao

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Ich finde diesen Link sehr interessant:

http://publications.royalcanin.com/...=100287&com=2&animal=2&lang=4&session=2065844

Eine Gruppe von britischen Forschern hat ebenfalls gezeigt, dass die Sozialisation an den Menschen genetisch veranlagt und ein vom Vater den Katzenjungen vererbter Charakterzug sein kann. Das ist nach derzeitigem Wissen der einzige bekannte Einfluss des Vaters auf seine Nachkommenschaft, da er sich in der Folge nicht mehr um sie kümmert.

Im Wesentlichen erfolgt die Erziehung im Zeitraum zwischen der Geburt und dem sechsten Lebensmonat; Erziehung und Lernprozess sind je nach Temperament der Katze und pädagogischen Fähigkeiten des Halters aber auch bei ausgewachsenen Katzen möglich.
Danke für den Link::w
Hab ihn mir abgespeichert und werde ihn nachher in Ruhe lesen.

Dein Text bringt mich zur nächsten Frage:
Kann Sozialisation überhaupt vererbt werden?
Sind das nicht hauptsächlich Erfahrungswerte?
Bringt eine katze nicht maximal fördernde oder hindernde Charaktereigenschaften mit?


Sie meint es nicht böse. Sie ist rauflustig und rauft in der gleichen Stärke mit Lucero. Der hat im Gegensatz zu meinen Händen allerdings ein dickes Fell. :roll: Na ja, sie ist noch ein wildes junges Ding (ca. 8 Monate).

Natürlich, wenn ihr was absolut nicht passt, dann kratzt sie, aber auch die anderen Katzen. War besonders schlimm bei der Milbenbehandlung, das kann ich ihr aber kaum übel nehmen. :lol:
Da wehrt sich ja fast jede Katze, was ich total verstehen kann.
Also passt sie doch nicht so ganz in das Bild einer gut sozialisierten Katze, obwohl sie es ist, nicht wahr?
Wieder Unterschied Sozialisierung Katze-Katze und Katze-Mensch:wink:

Und noch eine Frage:
Meine beiden finden zwar einiges fürchterlich ätzend, was sie über sich ergehen lassen müssen, aber sie kratzen uns niemals aus Absicht.
Auch nicht, um sich zu wehren.
Wenn sie uns kratzen, sind es Unfälle, oder sie versuchen, zu flüchten (Anti-Duchfallpulver ist iiiiiiiihhhhhhhbäääähhh) und dann passiert es.
Sie kratzen uns aber niemals, um sich zu wehren oder ähnliches.

Gut sozialisiert?
Oder einfach lieb?:wink:
 

shaoshao

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Ja, warum ich sehe ich eigentlich Klobenutzen als Punkt für Sozialisierung?

Vielleicht weil ich von einem sehr menschlichen Sozialisierungsbegriff ausgehe, das fällt vielleicht eher unter Erziehung.
Versteh mich nicht falsch, ich finde den Aspekt sehr interessant.

Meine Lilly macht aufs Sofa, wenn sie sich vernachlässigt fühlt.
Ist sie deswegen schlecht sozialisiert?
Oder einfach nur eigensinnig?

Sie WEISS ja, wofür das Klo gut ist::?
 

shaoshao

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Ich glaube, das ist wie bei Menschen auch. Bei Vernachlässigung zeigt man unerwünschte Verhaltensweisen, um Aufmerksamkeit zu erringen. Insofern hat es dann doch auch mit Sozialisation zu tun, finde ich.
Ist schwierig zu fassen der Punkt, finde ich zumindest.
Ist es sozialisiert, wenn die katze dem menschen gegenüber ausdrücken kann, was sie will?
Oder ist es gut sozialisiert, wenn sie auch mal zurückstecken kann?

Und nicht, dass das hier falsch verstanden wird: Lilly fühlte sich vernachlässigt, als Hook seine Augen-OP hatte und wir ihn dementsprechend umtüddeln mussten.
Heißt nicht dass sie grundsätzlich vernachlässigt wird:wink:
 

arany

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Also passt sie doch nicht so ganz in das Bild einer gut sozialisierten Katze, obwohl sie es ist, nicht wahr?
Wieder Unterschied Sozialisierung Katze-Katze und Katze-Mensch:wink:

Und noch eine Frage:
Meine beiden finden zwar einiges fürchterlich ätzend, was sie über sich ergehen lassen müssen, aber sie kratzen uns niemals aus Absicht.
Auch nicht, um sich zu wehren.
Wenn sie uns kratzen, sind es Unfälle, oder sie versuchen, zu flüchten (Anti-Duchfallpulver ist iiiiiiiihhhhhhhbäääähhh) und dann passiert es.
Sie kratzen uns aber niemals, um sich zu wehren oder ähnliches.

Gut sozialisiert?
Oder einfach lieb?:wink:

Vielleicht habe ich mich falsch ausgedrückt was die Medigabe anbetrifft. Es ist nicht so, dass sie die Krallen ausgefahren hat und uns gezielt erwischt hat. Sondern sie wollte logischerweise vor der ekelhaften Ohrenbehandlung flüchten und dabei hat sie sich gewehrt wie ein Tiger, jedes Mal. Dass wir dabei was abbekommen haben an Kratzern würde ich ebenso als Unfall bezeichnen.

Inwieweit das sonstige Verhalten von ihr wirklich als sozialisiert zu bezeichnen ist oder nicht, tja, das ist die Frage. Sie verhält sich für Ihr Alter m. E. vollkommen normal und ist rauflustig und übermütig wie ein Kitten. Weder Lucero noch Luna tun sich gegenseitig weh, sie raufen miteinander, sie kuscheln miteinander usw. usw. alles ganz normal für mein Verständnis. Ich denke schon, dass sie gut sozialisiert ist, zumindest was die Artgenossen betrifft.

Ist schon ein ganz schön schwieriges Thema irgendwie. :wink:
 

arany

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Ist schwierig zu fassen der Punkt, finde ich zumindest.
Ist es sozialisiert, wenn die katze dem menschen gegenüber ausdrücken kann, was sie will?
Oder ist es gut sozialisiert, wenn sie auch mal zurückstecken kann?
*grübel*

Lernt eine Katze sich dem Menschen gegenüber gut auszudrücken, oder ist es eher so, dass wir lernen was Katze uns sagen will, mit verschiedenen Verhaltensweisen. Ich denke das letztere, oder? ::?

Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Natur einer Katze liegt, bei irgendetwas zurückzustecken, außer ggf. bei der Aufzucht der Kitten.
Bei irgendetwas zurückzustecken, scheint mir ein rein menschlicher Verhaltenszug zu sein. ::?

immer noch *grübel* :wink:
 

Paucelnik

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Nur frage ich mich:
Wann ist eine Katze gut sozialisiert?

Wenn sie gelernt hat, wie doll sie ihre Zähne einsetzen kann, ohne zu verletzen?
Wenn sie gelernt hat, ohne Krallen mit dem Menschen zu spielen?
Wenn sie mit anderen Katzen auskommt, putzen und spielen kann, nicht agressiv oder ängstlich ihnen gegeüber ist?
Wenn sie mit anderen Katzen kommunizieren kann?
Leopold wuchs bis zur ca. 10. Wochen mit seiner Mutter und seinen Geschwistern in zwei separaten Zimmer auf. Wurde aber regelmäßig versorgt, genkutscht und bespaßt. Danach kam er zu den anderen im Haushalt lebenden Katzen.

Mit 16 Wochen zog er bei mir und meinen erwachsenen Fellis ein. Leopold beisst und kratzt dennoch, ist nicht zart beim Umgang mit seinen Krallen...

- keine Angst im Umgang mit dem Menschen; gute Erfahrungen mit Menschen bereits als Kitten gesammelt

- mit Menschen eng zusammengelebt. Geübt im Umgang mit Menschen. Waschmaschinengeräusche, Staubsaugergeräusche usw. sind bereits bekannt.

::w
Leopold fürchtet sich vor Menschen, außer vor denen, die er wirklich schon lange kennt und häufig sieht. Also außer vor mir und meiner besten Freundin. Ansonsten ist er unauffindbar, wenn Besuch kommt. Staubsauger hasst er, mit den meisten anderen Geräuschen hat er aber kein Problem.

Es geht wohl nicht darum, ob Kitten die zu früh von der Mama weg sind, immer schlecht sozialisiert sind, aber schon darum, dass diese es oftmals schwerer haben und eben bei fehlender Konsequenz des Dosies oder auch von Mitkatzen leider eher zu Problemkatzen werden können, nicht zwingend werden!..
Gut, so gesehen ist Leopold super sozialisiert, siehe oben.

Aber Celina kam mit 5 Wochen zu mir und wurde von mir verzogen. Sie ist rotzfrech, hat vor nichts Angst und beißt auch schon mal, wenn ihr was nicht passt. Meine Besucher mögen sie meistens überhaupt nicht. Ich bin sicher auch daran Schuld, aber ich stehe dazu, ich liebe mein Baby einfach. :wink:

Ja, warum ich sehe ich eigentlich Klobenutzen als Punkt für Sozialisierung?

Vielleicht weil ich von einem sehr menschlichen Sozialisierungsbegriff ausgehe, das fällt vielleicht eher unter Erziehung.
Ich glaube, das ist wie bei Menschen auch. Bei Vernachlässigung zeigt man unerwünschte Verhaltensweisen, um Aufmerksamkeit zu erringen. Insofern hat es dann doch auch mit Sozialisation zu tun, finde ich.
Nur mein Paulchen übt sich im Protestpinkeln, allerdings kam er erst mit 6 Monaten zu mir und genaue Detaills über sein "Vorleben" kenne ich nicht. Außer über die wenigen Tage, die er verbracht hat, ehe er zu mir kam. Da verunreinigte er angeblich die ganze Wohnung, war ungezogen. Aber ich weiß, dass er von Kindern gequält wurde und die Haltungsbedingungen eine Katastrophe waren...

Nochmals zu Leopold: Er musst nie hungern, aber führt sich beim Fressen auf, als würde er regelmäßig mit einer wilden Horde Streunerkatzen um den kleinsten Fressensrest kämpfen müssen. Keine Ahnung, warum er so íst. ::?

Bei Leopold sehe ich, dass Sozialisation wohl nicht immer Sozialisation ist. Ich weiß nicht, was wir falsch gemacht haben, ob wir was falsch gemacht haben oder aber ob gewissen Eigenheiten auch Charaktersache sind.
 
Lynxlover

Lynxlover

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Ja, warum ich sehe ich eigentlich Klobenutzen als Punkt für Sozialisierung?

Vielleicht weil ich von einem sehr menschlichen Sozialisierungsbegriff ausgehe, das fällt vielleicht eher unter Erziehung.

Und mir würde bei manchen Dingen - zum Beispiel Kitten, die mit Hunden aufgewachsen sind und diese akzeptieren - noch ein anderes Wort einfallen: Prägung.

Katzen, die darauf geprägt wurden, mit Menschen zu leben, Hunde zu mögen, Klo´s zu benutzen... eben all die Sachen, die sie - lebten sie in der Natur - nicht brauchen.

Sozialisierung wäre für mich in diesem Fall dann, daß sie sich draußen in ihr soziales Umfeld einfügen...

Schwierig.

Liebe Grüße

Tinna
 
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