Wer liebt Tiere am meisten?

Diskutiere Wer liebt Tiere am meisten? im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Hallo, das es häufiger Berichte über tiertötende Männer als Frauen gibt, das liegt meiner Meinung daran, dass Männer insgesamt dazu firstneigen...

Elmo

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Hallo,

das es häufiger Berichte über tiertötende Männer als Frauen gibt, das liegt meiner Meinung daran, dass Männer insgesamt dazu
neigen etwas "ungehemmter" mit Gewalt umzugehen - das ist wohl fast durch das ganze Säugetierreich vertreten.

Daher ist die Geschlechterverteilung bei kriminellen Gewaltdelikten auch sehr ungleich (wenn auch Frauen heutzutage etwas aufholen).

Was das mit der Tierliebe von Männern und Frauen zu tun hat weiss ich allerdings immer noch nicht.

Aber wenns dazu Studien gibt - her damit.

Liebe Grüße
Andrea
 
taggecko3

taggecko3

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Ich denke auch, man muß unterscheiden zwischen deviantem, kriminellen oder krankhaften Verhalten und "normaler "Tierliebe.
Was Gewalt- und Tötungsdelikte angeht, sind Männer sicher absolut überreräpräsentiert,habe gerade eine Statistik vom BKA gefunden, bei Gewaltkriminalität um 90 % Männer.
Und auch bei der dissozialen Persönlichkeitsstörung
nach ICD 10 gibt es 80 % Männer.
Dissoziale Persönlichkeitsstörung

Eine Persönlichkeitsstörung, die durch eine Missachtung sozialer Verpflichtungen und herzloses Unbeteiligtsein an Gefühlen für andere gekennzeichnet ist. Zwischen dem Verhalten und den herrschenden sozialen Normen besteht eine erhebliche Diskrepanz. Das Verhalten erscheint durch nachteilige Erlebnisse, einschließlich Bestrafung, nicht änderungsfähig. Es besteht eine geringe Frustrationstoleranz und eine niedrige Schwelle für aggressives, auch gewalttätiges Verhalten, eine Neigung, andere zu beschuldigen oder vordergründige Rationalisierungen für das Verhalten anzubieten, durch das der betreffende Patient in einen Konflikt mit der Gesellschaft geraten ist.





Das hat aber nichts mit Tierliebe zu tun.
Wobei ich schon glaube, daß Frauen eher katzenaffin sind, unter Katzenzüchtern sind doch die Mehrheit Frauen und die Männer, die das aus eigener Aktivität betreiben, entsprechen oft nicht dem klassischen Männerbild.
wäre mal interessant, wie es bei Hundezüchtern ist.
 
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Ziggie

Ziggie

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und das weibliche Geschlecht grundsätzlich einfühlsamer ist.
heißt es in dem einen Link. Dazu kann man viel sagen - mache ich aber nicht, weil heute Sonntag ist.

Dass nun ausgerechnet der Islam ein Musterbeispiel von Tierliebe sein soll, mag ja theoretisch aus Texten begründbar sein. Ist nur schade, dass Menschen dieses Glaubens zu Hunden und Schweinen ein eher kompliziertes Verhältnis haben (auch aus Texten begründbar). Allerdings soll der Prophet ja immer eine Katze im Ärmel seines Gewandes mit sich getragen haben - was wieder für ihn spricht.

Letzlich gibt es bei Männern und Frauen ebenso solche und sonne ebenso wie unter Chinesen und Nicht-Chinesen und Mohammedanern und Nicht-Mohamedanern. Dass Franzosen Pferde essen und Deutsche eher weniger - das sind alles Aspekte, die mit Tierliebe eher peripher zu tun haben.

Wichtig ist z.B., wie eine Kultur mit seinem Schlachtvieh umgeht. Und da liegt hier ebensoviel im Argen wie in den in den Links gelobten anderen Kulturen. Dass dann Frauen eher Vegatarierinnen werden, kann natürlich mit einem gewissen Mutterinstinkt zu tun haben. Persönlich halte ich es für besser, die Situation von Nutzvieh zu verbessern als darauf zu verzichten, Fleisch zu essen.
 

Christiane 57

Gast
Was das mit der Tierliebe von Männern und Frauen zu tun hat weiss ich allerdings immer noch nicht.
Wäre nett zu erklären was daran absolut unverständlich ist..
Ich habe doch keinem Mann Tierliebe abgesprochen ,also soweit ist es noch nicht.
Nur finde ich gibt es doch im Ansatz kleine Unterschiede.
Daher auch meine "bescheidene Frage "
Wie ihr das seht und beim quer lesen hatte sich für mich dies Frage gestellt.

Ich denke auch, man muß unterscheiden zwischen deviantem, kriminellen oder krankhaften Verhalten und "normaler "Tierliebe.
Was Gewalt- und Tötungsdelikte angeht, sind Männer sicher absolut überreräsentiert,habe gerade eine Statistik vom BKA gefunden, bei Gewaltkriminalität um 90 % Männer.
Danke taggecko3,
dies sollte unterschieden werden.
 
Ziggie

Ziggie

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Was Gewalt- und Tötungsdelikte angeht, sind Männer sicher absolut überreräsentiert,habe gerade eine Statistik vom BKA gefunden, bei Gewaltkriminalität um 90 % Männer.
Das ist ja nun nichts Neues. Hat aber prinzipiell nichts mit Tierliebe zu tun. Gibt ja das verwunderliche Beispiel des abartigen Menschenquälers Himmler, der sich über Göring aufregte, weil er einfach die niedlichen Rehlein abschoss. Oder eben die katzentötenden Rentner, um die niedlichen Singvögel zu retten. Da muss man dann schon tiefer gehen und fragen, was Tierliebe eigentlich ist und woraus sie sich speist. Gewalt- und Tötungsdelikte von Männern richten sich eben auch vornehmlich gegen andere Menschen.

Tierquäler haben auch bei Männern ein mieses Image - auch bei gewalttätigen Männern. Schon kleine Jungs, die Fliegen die Flügel ausreißen werden von anderen kleinen Jungs verachtet. Und wenn wir als kleine Jungs Molche gefangen haben, dann nicht, um sie zu quälen (wurden gleich in ein Marmeladenglas mit Wasser gesetzt und nach 10 Minuten frei gelassen), sondern um sie zu betrachten und auch um uns zu vergewissern, dass wir fähig sind, sie mit der nackten Hand zu fangen. Mäuse fängt man - hat man keine Katze - anständigerweise in einer Schlagfalle, die sie normalerweise schnell tötet.

Meine erste Katze (die Werkstattkatze meines Vaters) war mein Kumpel - nicht zuerst das Schmusetier. Meine Söhne hatten in Hamburg als Kinder mehrere Meerschweinchen, die frei rumlaufen durften - angenagtes in Kauf nehmend. Hält dazu an, Verantwortung zu übernehmen. Tiere unnötig leiden zu lassen ist ein mieser Charakterzug - auch bei Männern. Dabei muss man nun nicht alle Tiersorten gleich lieben, aber doch eben immer bedenken, dass auch Tiere - zumindest Wirbeltiere - so etwas wie "Seele" und Bewußtsein haben und als Mensch fähig sein, sich emotional in die Situation eines Tieres hinein zu versetzen.

Kann sein, dass Männer z.B. auch Katzen anders behandeln. Mehr als Kumpel. Ich kenne einige Männer, da sind die der "Katzenvater". Handelt sich aber meist um Freiläufer. Wäre auch mal zu untersuchen, ob Männer bei Katzen mehr zur Freilaufhaltung neigen. Lohnt aber wohl keine Umfrage, weil nur 11 % Männer (Umfrage 2009) in diesem Forum aktiv sind.

"Ziggie" hat einen männlichen Eigentümer, auch wenn der weibliche Miteigentümer ihm hin und wieder auch Futter gibt und er seine Schmuseeinheiten gleichmäßig auf "sie" und "ihn" verteilt - aber für den täglichen Rundgang im Garten ist "er" zuständig. Peilt auch immer, ob nicht nur "sie", sondern auch "er" da ist.
 
Hatzeruh`s Mama

Hatzeruh`s Mama

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Kann sein, dass Männer z.B. auch Katzen anders behandeln. Mehr als Kumpel.
Ich denke, dass es wirklich so ist, dass Männer nicht weniger tierlieb sind als Frauen, aber anders mit ihrer Tierliebe und dem Tier umgehen. Oft ist es ja genauso im Umgang der Eltern mit einem Kind - Mama ist zum trösten und liebhaben da, Papa spielt viel toller. So ähnlich ist es in vielen Tierhaushalten, die ich kenne. Männer zeigen ihre Tierliebe häufig anders als Frauen, indem sie eben kumpelhafter mit dem Tier umgehen. GöGa jagt Lotte gern, und sie findet das toll. Mit mir mag sie nicht fangen spielen, ich bin zu weich. Dafür eigne ich mich hervorragend zum kuscheln. Und visuell sieht kuscheln natürlich viel "tierlieber" aus, als wenn man dem Tier hinterrennt.:lol:

Allerdings denke ich auch, dass es oft die Frauen sind, die einfühlsamer mit einem Tier umgehen. Aber ob das mit "Tierliebe" zu definieren ist, mag ich nicht beurteilen.
 
mortikater

mortikater

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Ich glaube auch, daß es der Krankenschwester-, Mutter-, Hege-und-Pflegeinstinkt ist, der Frauen öfter dazu veranlasst, ein Haustier haben zu wollen. Liebe. Das kann eben auch Tierliebe sein.

Und daß ein Mann schon bei der Anschaffung eher an gemeinsame Spaziergänge mit dem Hund denkt als an Fragen der Ernährung, Pflege etc.

Prozentual gesehen - es gibt auch Männer, die wunderbar mit den erhöhten Pflegeanforderungen z. B. bei einer Diabetikerkatze klar kommen.

Daß Frauen sich nach wie vor stärker zu Katzen hingezogen fühlen und Männer mehr zu Hunden halte ich tendenziell auch noch für richtig, obwohl ich Männer kenne, wo es anders ist. Meine Schwägerin mag lieber Hunde, mein Bruder lieber Katzen. (Tatsächlich haben sie weder Hund noch Katze, sondern Vögel und einen Leguan...Waren die Wünsche der Kinder).

Und hier noch eine ganz provokante These:

Ich glaube, daß Männer, die Katzen lieben, die besseren Partner sind, weil sie Individualität und Eigensinn schätzen. Nicht nur an der Katze, auch an der Partnerin.
 

Miezenmom

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Betrachten wir das doch mal ohne die Extreme. Ich geh mal davon aus, dass hier zumindesten 99,99 % Leute schreiben, die tierlieb sind ! So aus dem Stand könnte ich nicht sagen, wieviele davon männlich und wieviele weiblich sind, aber die Viecherl scheinen doch allen viel zu bedeuten.

Wie definiere ich für mich eigentlich Tierliebe ? Ist es nur so, dass man sich ein oder mehrere Tiere in die Wohnung holt, sie füttert und gesund erhält und dafür sorgt, dass diese Tiere zumindest so artgerecht leben kann, wie irgend möglich ? Mir persönlich reicht das nicht.

Oder muss da schon mehr hinter sitzen, vielleicht sogar eine gefühlsmäßige Bindung die weiter geht, als die schlichte Versorgung !

Ich glaube ganz bestimmt, dass Männer mit Tieren anders umgehen als Frauen. Nicht besser und nicht schlechter, aber anders ! Ob das eine oder andere Geschlecht mehr Liebe zu Tieren empfinden kann und zwar mit allen Gefühlen, die dazu gehören, auch der Trauer, wage ich zu bezweifeln.

Als unser Wellensittich starb, haben wir beiden geheult und als wir unsere erste Katze Bella gehen lassen mussten, waren wir beiden wochenlang total durch den Wind und nah am Wasser gebaut. Genauso sind wir beide stolz wie Oskar, wenn unser Kater mal wieder was Außergewöhnliches angestellt hat oder unsere Katze mal nicht unterm Sessel verschwunden ist, wenn Besuch kommt !

Ich bin sicher, dass es darauf ankommt, wie ein Mensch ansonsten gefühlsmäßig gestrickt ist. Auch Tierliebe fordert ständiges Geben und dazu sind manche Menschen eben nicht in der Lage.
 
ysieben

ysieben

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Ich schließe mich denen an, die die Meinung vertreten, dass Männlein und Weiblein unterschiedlich ihre Tierliebe zum Ausdruck bringen.

Um beim heimischen Beispiel zu bleiben:

Mein Mann hat unseren Hund geliebt. Aber: für die täglichen Gassirunden und Futtergeben war ich zuständig. Er hat mit dem Hund "gekämpft".
Unsere Katzen sind "meine" Tiere. Jedoch ist er stolz wie Oskar, wenn Julius auf seinen Schoß hopst. Und im Bett traut er sich nicht, sich zu drehen, weil Julius oder Garfield da liegt.

Ich glaube auch, dass manche Männer ein Problem damit haben, ihre Tierliebe offen zu zeigen. Sie haben Angst, dadurch als "Weichei" zu gelten. ::?
Außerdem kann ich mir vorstellen, das eben Frauen auf Grund des "Mutterinstinkts" Tiere eher vermenschlichen. Männer dann eher sagen: "das ist ein Hund, der hat draußen aufzupassen und nicht im Bett zu liegen" Frauen hingegen: "ach da isses so kalt, lass den mal lieber drin" ::bg
 

kattepukkel's

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Also, wenn ich mir das so durchlese, dann glaube ich, mein Mann ist eine Frau.

Er ist sich weder zu schade, die Raubtiere zu füttern, noch Katzenklos von Stinkbomben zu reinigen und gerade heute Nachmittag hat er mich mit Flüsterstimme gerufen, weil er mit Schnuffi auf dem Sofa lag und Händchen gehalten hat.

Aber vielleicht kann er sich seine "feminine Seite" erlauben mit seinen knapp 2 Metern und über 100 kg Kampfgewicht???

Zum Hochloben der angeblichen muslimischen Tierfreundlichkeit kann ich nur so viel sagen, dass die muslimischen Kinder und Jugendlichen davon hier aber keinen Pfifferling zeigen.

Ich bin sehr froh, dass unsere Katzen nur im Haus sind und in den Katzengarten dürfen sie auch nur, wenn wir zu Hause sind und ein Auge drauf haben können. Denn ich will meine Herzen nicht diesen seelenlosen Tierquälern aussetzen.

Ich habe unsere Katzen und auch Fundigel die ich aufgepäppelt habe, auf Bitten der Lehrerinnen in den Klassen vorgestellt weil es in den Lehrplan passte. Gerade die muslimischen Jungs fielen mir durch extrem grobes und fast schon bösartiges Verhalten den Tieren gegenüber auf.

Besonders schlimm war das bei dem Igel.

Ich werde keine Tiere mehr in der Schule vorstellen, ich setze meine Tiere dem nicht mehr aus. Sie waren hinterher verstört weil sie so etwas nicht gewöhnt sind.
 

Kitty2303

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Thema ist doch : "Wer liebt Tiere am meisten ?" und nicht "Wer quält Tiere am meisten ?"......
Ich persönlich kann das nicht vom Geschlecht abhängig machen.Mein Mann liebt unseren Kater ebenso wie unseren Hund. Aber was macht denn "Tierliebe" aus ? Das Versorgen und Umsorgen bzw. Behüten eines Haustieres ? Gibt es auch eine "Überversorgung" und "Überbehütung" ? z.B., dass aus eigener Angst vor dem möglichen Verlust des Tieres (durch Unfall) die Katze nicht raus darf und ihrem Drang nach Jagd nicht ausleben kann ? - oder, dass die Katze mit Streicheleinheiten "überversorgt" wird (weil sie für etwas Defizitäres im Erleben ihrer Besitzer herhalten muss), obwohl sie lieber ihre Ruhe hätte ? Wie oft gehen wir bei Beschwerden zum Arzt und wie oft wegen der Katze zum TA, weil sie sich gerade mal nicht wohl fühlt oder mal weniger frisst ? Ist es "Tierliebe" Katzen zu vergesellschaften, die sich nicht wirklich mögen, sondern höchstens aneinander gewöhnen ?
Das muss jeder für sich selbst beantworten.
Ohnehin denke ich, dass in diesem Forum nur tierliebe und verantwortungsvolle Forenmitglieder unterwegs sind::w
 
Rüsselspinne

Rüsselspinne

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Aber was macht denn "Tierliebe" aus ? Das Versorgen und Umsorgen bzw. Behüten eines Haustieres ? Gibt es auch eine "Überversorgung" und "Überbehütung" ? z.B., dass aus eigener Angst vor dem möglichen Verlust des Tieres (durch Unfall) die Katze nicht raus darf und ihrem Drang nach Jagd nicht ausleben kann ? - oder, dass die Katze mit Streicheleinheiten "überversorgt" wird (weil sie für etwas Defizitäres im Erleben ihrer Besitzer herhalten muss), obwohl sie lieber ihre Ruhe hätte ? Wie oft gehen wir bei Beschwerden zum Arzt und wie oft wegen der Katze zum TA, weil sie sich gerade mal nicht wohl fühlt oder mal weniger frisst ? Ist es "Tierliebe" Katzen zu vergesellschaften, die sich nicht wirklich mögen, sondern höchstens aneinander gewöhnen ?
Das muss jeder für sich selbst beantworten.
Hallo! ::w

Das sind natürlich tatsächlich Fragen, die sich jeder selbst beantworten muss!
Aber das Thema ist ja in diesem Thread nicht "Wie definiert Ihr Tierliebe"...

Dafür sollte man vielleicht einen eigenen Thread aufmachen, ich glaube, das würde interessanten Gesprächsstoff geben! :wink:
 

Jubo

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Mein Vater ist sehr tierlieb. Vor Jahren hat er sich über den ganzen Sommer das Vertrauen von 2 Streunerkitten "verdient", die von der Mutterkatze auf dem Grundstück meiner Eltern allein gelassen worden waren. Meine Mutter erzählte, daß er fast jeden Tag mind. 1 Stunde wie zur Salzsäule erstarrt auf dem Rasen saß und leise mit den beiden Katern sprach. Nach Monaten waren sie handzahm, zu Weihnachten kamen sie das erste Mal ins Haus. Beide starben innerhalb von 4 Jahren. Der eine vor der Nase meines Vaters auf der Straße, der andere elendig durch Rattengift in seinen Armen bei der TÄ. Konsequenz: nie wieder Haustiere (auch unser Hund wurde im Alter von 12 Jahren direkt vor den Augen meines Vaters überfahren). Mein Vater sagt, daß er es nicht mehr ertragen könnte, noch ein Tier zu beerdigen. Er stirbt jedes Mal mit...

Meine Mutter ist in den 40ern und 50ern auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sie hat eine recht pragmatische Einstellung zur Haustieren. Sie mag sie, macht aber kein Tütü um sie. Sie zeigt z.B. keine großartigen Emotionen im Umgang mit meinen Katzen. Manchmal merke ich deutlich, daß sie mit bestimmten Aspekten meiner Katzenhaltung nicht einverstanden ist (vor allem, wenn sie Geld kosten ;-)). Sie würde dies aber niemals ernsthaft kritisieren oder versuchen, mich zu etwas zu überreden. Wenn ich Entscheidungen treffe, unterstützt sie mich, auch wenn sie es anders oder gar nicht machen würde.

Bei meinem Bruder und mir ist es wieder umgekehrt. Mein Bruder hat eine neutrale Einstellung zu Haustieren. Sie hauen ihn nicht vom Hocker, er würde aber auch nie respektlos gegenüber den Tieren oder ihren Haltern auftreten. Ich dagegen habe oft zuviel Emotionen. Erst recht natürlich bei meinen eigenen Katzen. Seit ich selbst Tiere habe und je älter ich werde, desto gefühlsduseliger werde ich. Ich wünschte manchmal, das wäre anders...

Gruß
Jubo
 

Sabsi69

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Ich denke, dass Tierliebe nicht nur etwas mit der Fähigkeit zum Einfühlungsvermögen (Empathie) zu tun hat, sondern meist vor allem anerzogen ist. Wenn man früh mit Haustieren zu tun hatte und einen emotionalen Draht zu Tieren entwickeln konnte, geht man auch automatisch besser auf Tiere ein und ist dementsprechend auch tierlieber als jemand, der nie oder nur selten mit Haustieren zu tun hatte. Wobei ich hier natürlich nicht ausschließlich eigene Haustiere meine. Viele können/ dürfen ja keine Haustiere halten, kuscheln und spielen aber dafür mit Tieren aus dem näheren Umfeld. Daher würde ich Tierliebe nicht in den Bereich der "Gender Studies" einreihen, wenn' s auch verlockend ist. Wenn sich die Diskussion ausschließlich auf Katzen (und Hunde) beziehen sollte, würde jedoch auch ich Mortikaters These vertreten. :wink: Tierliebe ist ein ganz wichtiger Indikator ...
 
(redhotchili)Pepper

(redhotchili)Pepper

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kann sich tierliebe entwickeln?

ich hoffe doch. wenn ich gehört habe, was mein vater mit den haustieren seiner mutter damals angestellt hat (teilweise mit todesfolgen) und jetzt sehe, dass er zwei katzen besitzt....mit ihnen kuschelt und sie umsorgt ist es ein erheblicher fortschritt. keinerlei quälereien mehr. allerdings fehlt die tierärztliche versorgung. man kommt nicht dagegen an ihn umzustimmen. wenn ein tier stirbt holt er ein neues aus dem tierheim....dagegen unternehmen können wir leider nichts :(
 
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