Was könnte Vergiftungsursache sein?

Diskutiere Was könnte Vergiftungsursache sein? im Tierarzt Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo, Vor 3 Tagen hat unser kleiner Kater (Felix - 20 Wochen alt) eine Vergiftung nur ganz knapp überlebt. Der Tierarzt meinte, dass er ihm...
Reini

Reini

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Hallo,
Vor 3 Tagen hat unser kleiner Kater (Felix - 20 Wochen alt) eine Vergiftung nur ganz knapp überlebt. Der Tierarzt meinte, dass er ihm hinsichtlich der Symptomatik nur sehr geringe Überlebenschancen gegeben hat, und Felix nur auf Grunde seiner Jugend und guten Konstitution überlebt hat.

Am Abend vor 3 Tagen ist Felix zu uns ins Haus gerauscht, als ob ihn jemand verfolgt. Innerhalb weniger Minuten hat sich sein Gesundheitszustand dermaßen verschlechtert, dass er sich auch nicht mehr auf den Beinen halten konnte und tw. bei den Pfoten zu krampfen begann. Wir sind sofort zum Tierarzt gefahren; innerhalb der 15 Minuten Fahrt, war dann gar nicht mehr sicher, ob er noch lebt. Anfänglich extreme Verkrampfungen, später dann totale Leblosigkeit.
Beim Tierarzt setzten sich die Krämpfe fort;
er gab ihm dann Valium zur Beruhigung, Vitamin B und homöopathische Medikation. Er musste beim TA bleiben; in der Nacht setzten so starke Krämpfe am ganzen Körper ein, dass ihn der Arzt sogar in Narkose versetzen musste, damit er sich nicht zusätzlich verletzt.

Wie durch ein Wunder hat er die Nacht überlebt, und wir konnten ihn sogar schon am nächsten Tag wieder zu uns nach Hause holen, weil auch der TA meinte, dass Felix die fremde Umgebung mehr Stress macht, als für ihn in der Situation gut ist.
Es ging nun stetig bergauf mit ihm; die Nachwirkungen der Narkose hat er relativ schnell überwunden; hat aber nun die restlichen 2 Tage doch immer wieder mit Koordinationsschwierigkeiten gekämpft. Wir führen dies doch auf Nachwirkungen der Vergiftung zurück.
Heute passt zum Glück wieder (fast) alles, und er und sein Bruder machen nun das gesamte Haus unsicher, weil wir uns noch getraut haben, sie wieder ins Freie zu lassen, bis Felix wieder seine volle Funktionsfähigkeiten erlangt hat. Auffällig ist aber doch auch eine gewisse Hyperaktivität.

Was uns aber nun Sorgen macht, ist, dass wir partout nicht wissen, was die Ursache der Vergiftung ist. Wir wohnen am Land, direkt am Rande eines Waldgebiets. Wir haben Nachbarn, die gerne garteln und wo sich die Katzen auch gerne aufhalten.
Es gibt natürlich die unterschiedlichsten Bepflanzungen rund ums Haus (z.B. Eibe, Efeu, ...), die Katzen gefährlich sein könnten, aber da hatten wir bisher noch nie Probleme mit den Stubentigern. Und auch die Nachbarn verwenden sicher das eine oder andere Pflanzenschutz- bzw. Düngemittel (auch wenn jeder schwört, dass sie sicher Bio sind).

Meine Frau hatte beobachtet, dass Felix eine 1/2 Stunde zuvor eine Maus gefangen und (wahrscheinlich) gefressen hat. Wir hatten auch schon die Vermutung, dass er die Vergiftung über die Maus bekam.

Ich wende mich nun an dieses Forum in der Hoffnung, dass uns jemand einen Tipp geben könnte, um welcher Art Vergiftung es sich auf Grund der beschriebenen Symptomatik handeln könnte, damit wir die Ursache schnellstmöglich beseitigen können.

Symptome:
  • Wirkung sehr schnell eingetreten (muss innerhalb weniger Minuten gewesen sein)
  • Extreme Verkrampfungen der Gliedmaßen und später am ganzen Körper
  • Hat nicht erbrochen
  • Kein Schaum vor dem Maul
  • Noch 2 Tage danach leicht Koordinationsschwierigkeiten (z.B. Beim Fellputzen in der Bauchregion fiel er um), fahrige Bewegungen
  • Hyperaktivität als Nachwirkung
Vielen Dank und liebe Grüße
Reini
 
14.09.2019
#1

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
2kittenmami

2kittenmami

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Meine Frau hatte beobachtet, dass Felix eine 1/2 Stunde zuvor eine Maus gefangen und (wahrscheinlich) gefressen hat. Wir hatten auch schon die Vermutung, dass er die Vergiftung über die Maus bekam
Theoretisch könnte es sein, dass die Maus einen Giftköder gefressen hatte. Normalerweise sollten sich vergiftete Mäuse zum Sterben verkriechen, aber wenn sie den Köder erst frisch gefressen hatte, kann es passieren, dass eine Katze so eine Maus frisst. Diese Giftköder enthalten Blutgerinnungshemmer. Die Symptome die du beschreibst passen aber so garnicht dazu, eine vergiftete Katze würde Zahnfleischbluten bekommen und evtl auch aus anderen Körperöffnungen bluten und innere Blutungen bekommen. Aber keine Krampfanfälle.

Eine andere Möglichkeit wie sich eine Katze so im "Vorbeigehen" vergiften kann, ist Frostschutzmittel. Wenn dieses irgendwo austritt, die Katze durchläuft und sich das Mittel von den Pfoten leckt. Eine Frostschutzmittelvergiftung hätte der TA aber eindeutig diagnostizieren und gezielt behandeln können müssen, zumindest theoretisch. Wenn man davon ausgeht, dass der TA weiß was er tut, kann es also auch das nicht gewesen sein. Aber zumindest würden die Symptome (Krämpfe) halbwegs passen.

Eine Pflanzenschutzmittelvergiftung ist unwahrscheinlich, weil die "LD50" (also die lethale Dosis) bei sachgemäßer Anwendung um ein vielfaches unterschritten wird. Natürlich kann es sein, dass jemand Pflanzenschutzmittel nicht sachgemäß anwendet oder lagert, dann muss man sich aber fragen wieso eine Katze sowas (PSM riechen meist sehr chemisch) fressen wollen sollte. Natürlich kann auch jemand ein Pflanzenschutzmittelgefäß in einem Wasserbehälter ausgewaschen haben aus dem die Katze getrunken hat.

Düngemittelvergiftung wäre auchnoch möglich, gerade im Herbst wo auf den Feldern angebaut wird. Aber da sollte es gastrointestinale Symptome geben und nicht nur neurologische.

Mehr fällt mir leider auch nicht ein, aber ich hoffe ich konnte dir zumindest ein paar Anhaltspunkte geben...
 
Reini

Reini

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@2kittenmami : Danke für die Rückmeldung und die ausführliche Beschreibung.
Zumindest ist es schon mal beruhigend, dass einige mögliche Ursachen (Giftköder, Pflanzenschutzmittel,...) ausgeschlossen werden können.
Das mit dem Frostschutzmittel hat auch unser TA in Betracht gezogen, aber wahrscheinlich dann verworfen, da die Symptome doch etwas abgewichen sind, wie sie bei einer derartigen Vergiftung vorliegen würden.

Ich habe aber schon vorsichtshalber mit den Nachbarn Gespräche geführt, damit sie selbst prüfen, ob derartige Substanzen ungesichert herumstehen. Es sind ja dadurch nicht nur Tiere gefährdet!
 
Öhrchen

Öhrchen

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Hallo,
erstmal sehr schön, daß der kleine Kerl sich inzwischen fast vollständig erholt hat! Das war wirklich eine knappe Geschichte, so, wie du das schilderst.
Alternativ zur Vergiftung, könnte er auch einen heftigen Schlag auf den Kopf bekommen haben? Entweder Begegnung mit Auto, oder irgendwo abgestürzt, oder, was wir nicht hoffen wollen, durch einen Menschen verursacht? Hat der Tierarzt das in Erwägung gezogen? Die Symptome würden auf ein Schädel-Hirn-Trauma passen, erst agitiert, dann eingetrübt und krampfend. Wie sahen die Pupillen während des Geschehens aus?
 
Reini

Reini

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Hallo Stefanie,
einen gezielten Schlag durch einen Menschen kann fast ausgeschlossen werden, da er gleich von Beginn an das Herz aller Nachbarn gewonnen hat. Und Fremde würden bei uns gleich mal auffallen.
Generell hat der TA äußere Gewalteinwirkung schon bald ausgeschlossen. Es gab auch sonst keine Anzeichen dafür. Die Form der Pupillen kann ich dir leider nicht beschreiben; da er zumeist die Augen geschlossen hatte.
LG Reini
 
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