Was hatte mein kleiner Puschel nur...

Diskutiere Was hatte mein kleiner Puschel nur... im Krankheiten-Innere Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo Ihr Lieben, ich bin hier erstmals aus einem traurigen Grund. Ich mußte unseren süßen Kater vor vier Tagen einschläfern lassen und nun quält...

sad-die

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Hallo Ihr Lieben,
ich bin hier erstmals aus einem traurigen Grund.
Ich mußte unseren süßen Kater vor vier Tagen einschläfern lassen und nun quält mich die Frage, was er wirklich hatte und ob man woanders und auch rechtzeitig was hätte für ihn tun können.

Wir wohnen erst seit vier Monaten hier und er kommt aus der näheren Umgebung und fand es nett bei uns und ist geblieben.
Er kam wohl aus einem großen Katzenhaushalt, wie man mir sagte, und da würde es niemanden stören, wenn einer mal nicht mehr nach Hause kommt.
Er war nach Angaben der Nachbarn höchstens fünf Jahre alt, hatte längeres Fell und Löckchen am Bauch. Seine Statur und Gesicht waren die einer normalen Hauskatze...ich weis bis heute nicht, welcher Rasse er angehörte oder ob er ein Mischling war. :schnief:

Ich habe schon so einiges gelesen, aber habe nicht wirklich was gefunden, was zusammen passt.
Ich weis, es läßt sich nichts mehr daran ändern...
aber ich werde hier noch wahnsinnig, es kam so plötzlich und ich kann es noch immer nicht glauben, dass er nie wieder kommt.

Er hatte nie Probleme beim atmen, auch nicht, wenn man wild mit ihm gespielt hat.
Er hatte häufig sein Züngchen ein wenig raushängen, aber ich weis nicht, ob es nur ne Eigenart von ihm war.
Er hatte ca. eine Woche vor seinem Tod einmal kurz "gehustet", was ich dann aber nicht mehr wieder gehört oder gesehen habe.

Am Samstag war er morgens noch ganz fit und verlangte auch lauhals sein Frühstück.
Er blieb dann aber bei uns und ist nicht wie sonst erstmal raus gegangen, aber da das Wetter schlechter wurde, war er eh viel drinnen und war nicht so häufig und lange
unterwegs.
Er kam die letzten Tage nicht mehr die Fensterbank rauf, aber ich dachte, das liegt an der glatten Fläche und er ist neuerdings etwas ungeschickt.
Er legte sich den besagten Tag jedenfalls auf die Treppe und als wir los sind zum Einkaufen, lag er immer noch da...nur ein Stückchen weiter oben.
Er lag da ganz lang ausgestreckt.
Ich habe ihn noch gestreichelt und bemerkt, dass er beim atmen "rasselt".
Ich hatte es einen Tag vorher schon mal gehört, als er schnurrte, mir aber noch keine Gedanken gemacht.
Unsere zwei Söhne blieben zuhause und wir fuhren los.
Nicht ganz zwei Stunden später rief der eine an und meinte, Panther wäre runter gekommen und hätte gemauzt. Sie dachten, er wollte raus und machten ihm die Tür auf und er ging in den Garten und legte sich auf den Rasen.
Es waren etwa fünf Grad zu dem Zeitpunkt draußen.
Er meinte noch, er hätte dann nach fast einer Stunde draußen ganz kläglich gemauzt und er hat ganz weit sein Maul auf gemacht und auch noch erbrochen.
(Zu dem Zeitpunkt, als sie ihn wieder rein geholt hatten, riefen sie uns an.)
Wir sind dann gleich nach hause gekommen und er lag in seiner Kiste und hechelte. Man merkte, dass er schwer Luft bekam.
Da wir noch nicht mit ihm bei einem Tierarzt waren,
(wir wollten ihn noch checken lassen :schnief: , aber jetzt war es zu spät)
habe ich etliche Tierärzte angerufen, bis ich endlich auf einem Anrufbeantworter eine Notrufnummer mitschreiben konnte.
Wir haben uns dann mit der Tierärztin getroffen (die noch sehr jung war, nur die Urlaubsvertretung machte und ihre Mutter als Verstärkung mitbrachte).
Sie hat ihn abgehört und meinte gleich, dass es sich nicht gut anhört und er Wasser in der Lunge hat, das mehrere Ursachen haben kann.
Sie hat ihn insgesamt viermal geröntgt, weil nur zwei Bilder was geworden sind. :schnief:
Sie meinte, dass es gar nicht gut aussieht.
Ich hatte gelesen, dass man ein vergrößtertes Herz nicht unbedingt darauf erkennen kann...
Jedenfalls hatte sie nichts davon erwähnt.
Sie hat ihm noch ein entwässerndes Mittel gespritzt, was aber nicht angeschlagen hat.
Seine Temperatur betrug nur 32 Grad, aber sie zog in erwägung, dass er evtl. eine Infektion hat und mein Mann hat sie darauf aufmerksam gemacht, dass seine Körpertemperatur dafür doch viel zu niedrig sein müßte.
Sie hat dann auch gemeint, ach ja, das kann man dann ja auch ausschließen.
Sowas läßt einem dann an der Kompetenz zweifeln.
Sie hatte ihm aber doch noch Blut abgenommen und es auf erhöhte Werte getestet, aber negativ.
Der Anteil der weißen Blutkörperchen war wohl etwas erhöht, aber nicht so, das man auf einen Infekt schließen könnte.
Ich kann jetzt beim besten Willen nicht mehr sagen, zu welchem Zeitpunkt festgestellt wurde, das man auf Grund seiner Körpertemperatur einen Infekt ausschließen kann...vor oder doch nachdem sie ihm schon Blut abgenommen hatte... :schnief:
Jedenfalls hat alles nichts genützt und sie hat noch gemeint, man könnte ihm noch Cortison spritzen, aber das würde wohl alles nur rauszögern.
Man kann nichts mehr für ihn tun.
Sie will ihn mir nicht mit nach Hause geben, weil die Gefahr besteht, dass er jämmerlich erstickt.
Wir haben vier Stunden gekämpft und ich weis nicht, ob die Entscheidung richtig war oder ob man noch in eine Klinik hätte fahren sollen.
Ich weis nicht, ob sie ein Ultraschallgerät da hatte oder sich vielleicht nicht damit aus kannte.
Sie meinte auch, ich hätte ihn auch einige Tage vorher nicht retten können, wenn ich mit ihm beim Arzt gewesen wäre. Ich glaube das nicht.
Es ist mir so unbegreiflich, weil es so wahnsinnig schnell ging und ob die Zeit draußen in der Kälte ihm den Rest gegeben hat.
Ich möchte ein bisschen Gewissheit, auch wenn es heißt, ich hätte ihn retten können, wenn so und so...
Meistens habe ich gelesen, dass der Blutdruck erhöht ist und die Temperatur hoch.
Die Tierärztin fragte auch, ob er einen Unfall hatte, aber nein, und auf den Röntgenbildern konnte man ja auch keine Verletzungen sehen...jedenfalls hätte sie doch welche erkennen müssen...
Sie meinte auch, dass er vielleicht einen Tumor haben könnte, aber hätte man das nicht auch darauf erkennen können...???
Solche Symptome wie bei Panther zogen sich bei anderen Katzen auch schon über Wochen, aber es wurde bei manchen sogar besser mit Medikamenten..
Einige beschrieben auch so akute Probleme, aber die Katze hat sich doch wieder erholt.
Ich habe auch nichts davon bemerkt, dass er sonst aufgedunsen war oder einen "Wasserbauch" hatte.
Dann war da was mit Taurinmangel...
Ihm lief das Wasser aus der Schnauze, als sie ihn hoch nahm.
Als er tot war, kam ihm etwas Schaumige Flüssigkeit aus Maul und Nase und sie meinte, dass es tatsächlich wohl ein Lungenödem war.
Mir kam sie noch recht unerfahren vor, aber so was muss ja auch immer am Wochenende passieren. :schnief:
Hat jemand Erfahrung mit solchen Symptomen?
Weis jemand irgend etwas?
Ich habe schon so viel gelesen und auch, dass es bei jeder Katze anders verläuft und die Symptome nicht gleich sein müssen.
War es vielleicht HCM?
Ich habe auch gelesen, dass es viele Rassekatzen betrifft.
Ich weis nicht, ob mich jemand versteht, aber ich bin über jede Antwort dankbar!
 
27.11.2007
#1

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Gast

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Ulrich

Gast
Hallo Sad-die,

das ist wirklich ein trauriger Einstand in dieses Forum, trotzdem ein herzliches Willkommen.

Ja, ein angeschlagener Körper kann sich oft nicht mehr selbst aufrecht halten, dann sinkt die Körpertemperatur sehr schnell ab und 32 °C ist schon heftig niedrig.

Ich glaube schon das die TÄ Recht hatte, zu dem Zeitpunkt konnte sie sicher nicht mehr wirklich helfen. Aber alles passierte ja auch relativ kurz hintereinander. Das zeigt wie heftig die Krankheit war die er hatte. Daher darfst Du Dir auch keine Vorwürfe machen.

Komm gut rüber kleiner Mann, zu unseren Sternenkätzchen...
 

Katie O'Hara

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Ach Gott Du Ärmste, Katerchen stirbt und dann die Ungewissheit, ob man ihn hätte retten können.
Das fühlt sich bestimmt schrecklich an.

Die TÄ war sicherlich noch etwas unerfahren. Aber ich glaube nicht, daß man ihn noch hätte retten können.

Ihr habt alles richtig gemacht. Schließlich seit Ihr doch sofort losgefahren, als Ihr eine Tel-Nr. hattet.

Eine schleichende Krankheit können Laien nicht entdecken; oftmals Profis nur sehr schwer. Tiere verstecken ihre Krankheiten oft sehr erfolgreich. Das ist nötig, um nicht zum "Opfer" zu werden.

Euer einziger Trost ist, daß er nicht noch länger leiden mußte.

Wenn Ihr wieder ein Kätzchen aufnehmen möchtet, informiert Euch, so gut wie Ihr nur könnt. Schreibt alle Eure Fragen hier im Forum. Lest Bücher. Konsultiert einen GUTEN TA.
Oder eine TK, in der stehen mehr Untersuchungsmöglichkeiten zur Verfügung (Röntgen, Ultraschall, Beatmungsgerät, usw.).

Alles Liebe und Gute von
 
anloki

anloki

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Es tut mir so leid.... :cry:
Ich habe im Februar was ganz Ähnches mit meinem Caruso durchgemacht und es ist auch mir immer noch unbegreiflich...
Letztendlich war die Diagnose meines TA, dass es das Herz war.
Kann Dich also gut verstehen - laß Dich ::knuddel
 

sad-die

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Danke schon mal für Eure Antworten.
Ich wollte mich hier schon vor Wochen registrieren...da hatte er Blut im Urin.
Und jetzt ist es dieser Grund... :cry:
Ich konnte den Tag nicht zum Tierarzt, weil ich hier nicht weg kam und nächsten Tag war alles wieder weg und kam nicht wieder.
Er hatte es vielleicht schon länger, aber es blieb unbemerkt, da er immer raus zum pipi machen ging.

Ich dachte niemals, dass uns nur so wenig Zeit bleibt und es ist schrecklich trostlos ohne ihn und überall sind Erinnerungen die einen in diesen Momenten so unendlich traurig machen.
Ein Blick zur Terassentür oder in den Garten lassen einen schon wieder in Tränen ausbrechen.
Im Moment kann auch noch keine andere Katze seinen Platz füllen.
Ich hätte nie gedacht, dass es so schlimm ist.
Der Gedanke das er nie mehr ans Fenster "klopft" oder wenn man raus geht irgendwo aus den Büschen geschossen kommt.
Der leere Platz wo sein Napf stand...
Ich war immer so froh zu wissen das er über Nacht bei uns ist...und nun weis ich, er liegt im Garten...in der kalten Erde.
Das kann einfach nur jemand verstehen, der selbst eine Katze hat oder selbst schon eine verloren hat.:cry:

Ich würde gern ein Foto von ihm hier reinsetzen, aber ich weis leider nicht, wie man das macht...
 
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Seppi 16

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Hallo, das tut mir aufrichtig Leid und Ihr habt mein tiefstes Mitgefühl. Mein über alles geliebter Kater ist vor sieben langen Wochen aus den gleichen Gründen über die Regenbogenbrücke gegangen. Ihr müßt Euch keine Vorwürfe machen. Das bringt ihn nicht zurück und wärt Ihr noch mit ihm in der Gegend rumgekutscht, wäre es für ihn noch schlimmer gewesen. Die TÄ hätte den Thoraxerguß auf dem Röntgenbild sehen müssen, etwas tun hätte sie nicht mehr können. Nur noch erlösen. Mir wurden bei Paul seiner Diagnose verschiedene Behandlungsmethoden genannt, die ihn zwar noch für ein paar Tage auf der Welt hätten halten können, ihn aber letztendlich gequält hätten. Wenn es auch traurig für Euch ist, so durfte er noch ein wenig Eure Zuneigung und seine neue Familie genießen. Wenn ihr so traurig seid, schaut mal in dem Thread "Abschied" rein oder schreibt etwas darin über ihn. Da findet Ihr viel Trost und Mitgefühl. Laßt Euch Zeit mit einer neuen Katze, nehmt Euch die Zeit der Trauer und vielleicht "findet Euch" noch einmal ein so wundervolles Wesen.

Alles Gute!
 
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