Warum (nicht) zum Tierheilpraktiker?

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Katzenfan

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Hallo zusammen,

der nachfolgende Text stammt von der Sächsischen Landestierärztekammer und ist ohne persönliche Bewertung.

Warum (nicht) zum Tierheilpraktiker?

Tierhalter, die sich diese Frage stellen, sollten wissen:

Was ist ein Tierheilpraktiker?
Für die Berufsbezeichnung Tierheilpraktiker existiert kein definierter gesetzlicher Rahmen und kein gesetzlicher Schutz. Im Unterschied zum Heilpraktiker in der Humanmedizin darf sich jedermann Tierheilpraktiker nennen und diesen Beruf auch ausüben.

Wie wird man Tierheilpraktiker?
Es gibt keine gesetzlich vorgeschriebene Ausbildung. Zahlreiche Institutionen bieten miteinander kaum vergleichbare Kurse unterschiedlichster Dauer (von einem Wochenende bis zu mehreren Jahren) und Qualität an, bei denen oft ein „Diplom“ verliehen wird. Staatliche Prüfungen gibt es jedoch nicht. Eine Berufsausübung ist auch völlig ohne Ausbildung möglich.

Was kann ich von einem Tierheilpraktiker erwarten?
Die in den Kursen vermittelten tierheilkundlichen Therapieansätze beschränken sich auf die Behandlung mit pflanzlichen und homöopathischen Mitteln und die Beratung
der Tierbesitzer. Der Tierheilpraktiker darf lediglich die praktischen Anwendungen durchführen, die jeder veterinärmedizinische Laie vornehmen kann.

Was darf ein Tierheilpraktiker nicht?
Der Tierheilpraktiker darf keine rezeptpflichtigen Medikamente verordnen oder verabreichen. Darunter fallen sehr viele in der Tiermedizin unverzichtbare Medikamente, z. B. hoch wirksame Antibiotika, Schmerzmittel usw. Es ist ihm nicht erlaubt, Tiere zu impfen oder zu betäuben. Damit entfällt auch die Möglichkeit zur Durchführung von mit Schmerzen verbundenen Eingriffen, z. B. Operationen, die eine örtliche oder allgemeine Betäubung erfordern.

Wo liegen die Unterschiede zum Tierarzt?
Die Ausübung des tierärztlichen Berufes ist an die Approbation gekoppelt. Diese stellt eine staatliche Genehmigung zur Berufsausübung dar und wird dem Tierarzt am Ende einer über fünfjährigen, erfolgreich abgeschlossenen Hochschulausbildung mit bestandenen tierärztlichen Examensprüfungen zugesprochen.

Tierärzte unterliegen den strengen Regeln einer Berufsordnung, deren Einhaltung von den Tierärztekammern überwacht wird. So besteht z. B. eine berufslebenslange Pflicht zur Fortbildung. Auch die Weiterbildung zum Spezialisten in bestimmten tierärztlichen Gebieten und Bereichen wird nach rechtlichen Vorgaben überwacht. Tierärzte durchlaufen dabei einen mehrjährigen gesetzlich fixierten wissenschaftlichen Weiterbildungsgang und müssen eine Fachtierarztprüfung abschließen.

Gibt es „alternative“ Tiermedizin nur beim Tierheilpraktiker?
Seit geraumer Zeit hält die biologische Medizin auch in vielen Tierarztpraxen Einzug. Homöopathie, Akupunktur und Tierverhaltenstherapie sind in zunehmendem Maße fester Bestandteil des Leistungsangebots und es gibt zahlreiche darauf spezialisierte Tierärzte.
Für den Tierhalter hat der Besuch einer derartig spezialisierten tierärztlichen Praxis oder Klinik den Vorteil der Wahlmöglichkeit zwischen der Anwendung klassischer Heilverfahren und der Alternativmedizin bei der Behandlung seines Tieres, ohne dafür mehrere Einrichtungen aufzusuchen und mit der Sicherheit, dass sein Tier permanent durch hoch qualifiziertes tierärztliches Personal betreut und behandelt wird.
Bei der Suche nach entsprechenden Spezialisten steht den Tierhaltern die Geschäftsstelle der Sächsischen Landstierärztekammer beratend zur Seite.

Wie schützen Tierärzte sich und ihre Patienten vor Täuschung?
Die Berufsbezeichnung „Tierheilpraktiker“ sorgt bei vielen Tierhaltern für Verwirrung, da dem Besitzer eines kranken Tieres oft nicht klar ist, welche Ausbildung und Leistungen er von einem Tierheilpraktiker erwarten kann und welches die Unterschiede zu einem Tierarzt sind. Verursacht wird dies oft durch Tierheilpraktiker, die ihr Berufsfeld durch unangemessene und wettbewerbsrechtlich bedenkliche Anpreisung des eigenen Leistungsspektrums aufzuwerten versuchen und dadurch falsche Erwartungen wecken. Tierheilpraktiker nutzen dabei gerne die Tatsache aus, dass für Laien die Abgrenzung zum tierärztlichen Beruf schwer durchschaubar ist. Die Tierärztekammern gehen in Kooperation mit der Wettbewerbszentrale konsequent gegen jeden Versuch vor, die Grenzen der beiden Berufsfelder in rechtswidriger Weise zu verwischen und sich durch die geschaffene Intransparenz neue Kundenkreise zu erschließen!

Quellen:
http://www.tieraerzte-sachsen.de/tierarzt/warumnichtzumtierheilpraktiker.html
http://www.tieraerzte-sachsen.de/downloads/0906tierheilpraktiker.pdf
 
01.07.2008
#1

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Gast

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Barbarossa

Barbarossa

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Wo Rauch ist, ist auch Feuer. :wink:

Es gibt nämlich durchaus richtig erfolgreiche Behandlungen durch THP. Dass sich das herumspricht, liegt natürlich nicht im Interesse der Landestierärztekammern und derer, die sie vertreten. Jeder dem THP vorgestellte Patient hinterläßt Einnahmeeinbußen in der tierärztlichen Praxis, aber jeder vom TA auch erfolglos behandelte Patient füllt sie.

Natürlich sollte jeder Tierhalter genau abwägen, welche Behandlung im aktuellen Fall die bessere ist. Wo eine OP nötig ist, wird ein THP nicht helfen können und dies auch unumwunden zugeben und den Patienten zum TA schicken. THP sind längst nicht alle gewissenlose Scharlatane, die kein Interesse am Wohl des Patienten haben. Aber auch nicht für alle TÄ steht der Patient im Vordergrund. Es liegt an uns, der Situation angemessene Wege zu gehen!
 

Djamila

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Tierheilpraktiker schätze ich - bei ernsthaften Erkrankungen würde ich allerdings die Schulmedizin vorziehen
 

Kathy

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Wo Rauch ist, ist auch Feuer. :wink:

Es gibt nämlich durchaus richtig erfolgreiche Behandlungen durch THP. Dass sich das herumspricht, liegt natürlich nicht im Interesse der Landestierärztekammern und derer, die sie vertreten. Jeder dem THP vorgestellte Patient hinterläßt Einnahmeeinbußen in der tierärztlichen Praxis, aber jeder vom TA auch erfolglos behandelte Patient füllt sie.
Huhu,

ich verstehe Volkers Beitrag bzw. die Aussagen der Tierärztekammer eher so, dass sich leider zu viele Scharlatane tummeln und gerade durch die nicht einheitliche Ausbildung bzw. die nichtgeschütze Berufsbezeichnung leider unheimlich viel negatives passiert.Klar, dass TÄ die Konkurenz bedingt fürchten :roll: . Aber gerade in diesem Bereich ist wirklich Vorsicht geboten, denke ich. Daher sehe ich diesen Beitrag eher als ein Warnsignal, dass es wichtig ist, die Augen aufzuhalten wenn man einen THP hinzuziehen möchte. Ich kenne Tierärzte, die der Arbeit eines guten THP offen gegenüber stehen und die Zusammenarbeit als Bereicherung sehen.
Und so sollte es auch geschehen: denn wirkliche Diagnoseverfahren, besonders bei inneren Erkrankungen liegen nun mal in der Hand des TA.
 
mortikater

mortikater

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Und so sollte es auch geschehen: denn wirkliche Diagnoseverfahren, besonders bei inneren Erkrankungen liegen nun mal in der Hand des TA.
Das halte ich für ganz wesentlich.

Es gibt natürlich auch Tierärzte, die sich zu oft auf ihre Erfahrung verlassen und zu wenig anständige Diagnostik machen, aber da kann man ja suchen, bis man einen findet, der so vorgeht, wie man sich das vorstellt.

Haaranalyse kommt für meine Katzen jedenfalls nicht in Frage.
 

Yuma und Co

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Wenn ich eine anständige Diagnose von einem TA habe, gehe ich gern zu einem Tierheilpraktiker.

Ich schließe die alternative Heilkunde nicht aus bei gewissen Krankheiten.
Meine chronischen Schnupfenkatzen lassen sich besser vom Heilpratiker behandeln (jedenfalls auf Dauer). Mit meiner Krebskatze gehe ich nur zum Facharzt, obwohl mein Tierheilpraktiker ihr eingies erleichtert.

Ich hab meinen Weg gefunden, beides für meine Meute in Anspruch zu nehmen.

Man sollte als Katzendosi immer prüfen, was für eine Katze gut ist. Nicht jeder der sich Tierarzt nennen darf, ist auch gut für eine Katze.

Volker ich schreib das jetzt mal so einfach8) Ich kenne deine Meinung dazu, aber es gibt auch andere8).

@ all mein erster Weg geht immer zu einem TA
 

Kathy

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Hallo Anette,

was nun interessant wird: wie hast du den für Dich passenden THP gefunden?
Denn ich denke nach wie vor liegt die problematik nicht allein bei konventionell/ alternativ sondern der Schindluder, der mit der Berufsbezeichnung gemacht wird. Wie erkenne ich einen seriösen und gut ausgebildeten THP?
 

Pipsi

Gast
::w Ich würde mal sagen, den erkennst du nicht....den erfährst du. Das gleiche gilt aber auch für einen TA!
Entweder man hat einen draht zu dem Behandler und Vertrauen oder nicht. Du merkst es meistens erst wenn du wirklich etwas mit deinem Tier hast. Je mehr sich der Behandler deine Beobachtungen anhört und nachfragt, desto genauer kann die Diagnose gestellt werden....wenn es nicht offensichtlich ist. Beide THP und TA müßen zugeben können wenn sie an ihre Grenzen gestoßen sind und dich weiterleiten zu einer Kapazität auf dem gefragten Gebiet.
Ich z.B. kenne mich mit Bachblütentherapien sehr gut aus. Ich würde aber auch niemals jemandem raten die vom TA verordneten Medis und behandlungen abzusetzen. Bachblüten können bekörperlichen Erkrankungen IMMER nur begleitend wirken. Sollte z. B. aber ein seelischen "Defekt" vorliegen, und ich bin mir sicher, das der "Schaden"mit Bachblüten zu beheben ist, rate ich immer mit dem TA Rücksprache zu halten, ob man nicht auch mit Bachblüten behandeln kann, als gleich mit Tranilizer oder anderen Psychopharmaka. Manchmal erkennt man auch als Behandler, das ein "Dosifehler" vorliegt, sprich, das sich die Haltung, und damit die Dosi ändern muß.
Ja, es gibt mittlerweile viele TA Praxen die auch homeopatische Mittel als Alternative anbieten. Leider haben aber auch diese TA nur ein ein-oder zweitägiges Seminar besucht. Leider habe ich da auch schon viel Unkompetens erlebt.
Bei den Tierverhaltenstherapeuten, steckt sehr viel wissen hinter, das ebenfalls auf der Uni gelehrt wird. Ich selber habe 100 Std. als Gasthörer, gehört. Allerdings nur bei Katzen und Großkatzen. Ich hatte das große Glück mir das leisten zu können.
Und Bachblütenzusammenstellungen kann man sich auch nicht so einfach anlesen. Da muß man schon wohl oder übel in die Tasche greifen und die Hunderte, es kann auch im Laufe der Jahre in die Tausende gehen, auf den Tisch legen.
Natürlich gibt es Leute die gut reden und schreiben können, und trotzdem sollte man skeptisch sein. Aber auch ein TA kann mal ganz schlimm daneben liegen.
Aber egal was es auch ist und um welches Problem es sich auch handelt.
DAS TIER GEHÖRT ZUERST IN DIE HÄNDE VOM TA!!!!!!!::w
 

Yuma und Co

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Hallo Anette,

was nun interessant wird: wie hast du den für Dich passenden THP gefunden?
Denn ich denke nach wie vor liegt die problematik nicht allein bei konventionell/ alternativ sondern der Schindluder, der mit der Berufsbezeichnung gemacht wird. Wie erkenne ich einen seriösen und gut ausgebildeten THP?
Hallo Kathy,

nur kurz:

Ich find es genauso schwer einen kompetenten TA zu finden8).

Ich hatte mit meinem THP wohl etwas Glück. Ich kam an ihn über eine Tierärztin, die mit ihm zusammen schafft.

Wichtig wäre mir auch, dass ich mit meinen Katzen dort hingehen kann und ich schau auch wo sie ihre Ausbildung gemacht haben.
 
Barbarossa

Barbarossa

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Ja, es gibt mittlerweile viele TA Praxen die auch homeopatische Mittel als Alternative anbieten. Leider haben aber auch diese TA nur ein ein-oder zweitägiges Seminar besucht. Leider habe ich da auch schon viel Unkompetens erlebt.
Nicht mal das. Unser für Homöopathie offener TA möchte wissen, was der Katze geholfen hat. Ich habe ihm dann vom 10 seitigen, engbeschriebenen Fragebogen erzählt, von langen Gesprächen und detaillierten Beobachtungen. Aha. Dass das Mittel der Wahl eben nur in einem bestimmten Fall hilft, bei der anderen Katze aber keine Wirkung zeigt und ich ihm deshalb das Mittel nicht als allgemeingültig für alle Fälle dieser Art nennen werde, fand er nicht kooperativ. Aber so funktioniert Homöopathie eben nicht, wie er sich das vorstellt.

Ich find es genauso schwer einen kompetenten TA zu finden8).
Richtig. Und wenn er im Fall X kompetent ist, muss er im Fall Y noch lange nicht die erste Wahl sein. Ich bemühe für die jeweiligen Behandlungen sogar drei verschiedene TÄ.
 

Cécile

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. . . Unser für Homöopathie offener TA möchte wissen, was der Katze geholfen hat. Ich habe ihm dann vom 10 seitigen, engbeschriebenen Fragebogen erzählt, von langen Gesprächen und detaillierten Beobachtungen. Aha. Dass das Mittel der Wahl eben nur in einem bestimmten Fall hilft, bei der anderen Katze aber keine Wirkung zeigt und ich ihm deshalb das Mittel nicht als allgemeingültig für alle Fälle dieser Art nennen werde, fand er nicht kooperativ. Aber so funktioniert Homöopathie eben nicht, wie er sich das vorstellt . . .
::bg na TOLL!
Das bestätigt meine Befürchtung. Man hüte sich vor TierÄRZTEN, die sich ihr "Fachwissen" alternativer Heilmethoden an einem Wochenende oder gar nur auf dem Papier angeeignet haben.

Ich bin froh eine TÄ zu haben, die beides kann - und das schon sehr lange bevor es "Mode" wurde. Diese TÄ hat vor 14 Jahren gewusst wann das Repertoire der Schulmedizin ausgeschöpft ist und damals meiner todkranken Feh mittels Homöopathie noch ein schönes Jahr geschenkt. Und sie ist insofern kooperativ mir gegenüber, weil sie sich zum Beispiel auch für meine Meinung und meine Fragen interessiert und nicht alles was vom Patienten/Kunden kommt als aus dem I-Net gezogenes Halbwissen abqualifiziert. Ich denke, auch das ist sehr wichtig: wie geht der Arzt und/oder der Heilpraktiker mit dem Tierbesitzer um.

Unqualifizierte und schlecht arbeitende Leute gibt es leider in jeder Branche. Bei Ärzten und Heilern natürlich fatal, weil es hier nicht selten einfach ums Leben geht. Ich kann nur jedem raten sich rechtzeitig nach einem kompetenten Heilkundigen, ob mit oder ohne Approbation, umzuschauen, dann wenn die Tiere noch pumperlgxund sind :wink:

LG
Britta
 

claire

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hallo, yuma und co. ich wollte dir eingentlich eine pn schreiben, aber dein postfach ist voll. 8O ;-) ich habe auch eine schnupfenkatze, die dazu auch noch felines asthma hat. ich möchte sie jetzt auch zusätzlich zu ihrem kortison und bronchodiladator mit alternativer medizin unterstützen. was bekommt denn deine schnupfenmieze?
 

HaheDimo

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Hallo Claire, Hallo Yuma,
hallo, yuma und co. ich wollte dir eingentlich eine pn schreiben, aber dein postfach ist voll. 8O ;-) ich habe auch eine schnupfenkatze, die dazu auch noch felines asthma hat. ich möchte sie jetzt auch zusätzlich zu ihrem kortison und bronchodiladator mit alternativer medizin unterstützen. was bekommt denn deine schnupfenmieze?
Okay, wenn das so ist, stell ich mich mal kurz blind :wink: Aber liebe Yuma, antwortest du darauf der Claire dann bitte per PN? Sonst wird's hier wirklich zu unübersichtlich. Danke!

Viele Grüße,
Michaela
 

waldi

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ist manchmal schon komisch...wenn man "nur" zu einem THP geht, wird man gewarnt, ganz genau schauen, ob der auch eine Ahnung hat usw., wenn aber der studierte TA Dinge mit Homöoapathie macht, ist das grundsätzlich in Ordnung, da wird nicht in Frage gestellt, ob er wirklich eine Ahnung hat und in welchem zeitraum er sich Wissen angeeignet hat.

Für mich ein Widespruch, der mir sehr zu denken gibt.

Waldi
 

Pipsi

Gast
::w Ja Waldi da hast du Recht es ist ein Widerspruch in sich.
Aber....vertaust du jedem Arzt der DIR etwas über deine Krankheit(hoffentlich hast du keine) erzählt, oder holst du dir da nicht auch lieber eine zweite oder dritte Meinung ein. Man sollte es jedenfalls tun! Nur wenn ich einen Arzt schon längere Zeit kenne und meine Erfahrungen mit ihm habe....nur so baut sich doch Vertrauen auf! Das gleiche gilt auch für mich bei meinen Katzen.
Wenn meine TÄ zu mir sagt: Ich trau mich nicht die Zähne von Ruby zuziehen. Die müßen aber raus. Ich möchte sie zu einem Fachtierzahnarzt überweisen.
Dann ziehe ich meinen hut vor dem TA, oder auch Humanmediziner, da ist ein riesiger Berg des Vertrauens gewachsen.
Das gleiche gilt für mich auch bei Tierverhaltenstherapeuten und für Tierheilpraktiker.
Es kommt nicht immmer unbedingt auf die Dauer der Ausbildung an, sondern auch auf die Dauer der Ausübung und der Umsetzung aus Erfahrungen. Diese wiederum bekommt man nur aus dem Feedback der Behandelten Patienten.::w
 

Katzenfan

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Für mich ein Widespruch, der mir sehr zu denken gibt.
Hallo Waldi,
ich verstehe deine Bedenken, sehe aber persönlich nicht wirklich einen Widerspruch. Tierärzte und THP´s haben eines gemeinsam. Es sind Menschen, sie können nicht alles Wissen, sie machen Fehler und lernen im Idealfall ihr ganzes Berufsleben dazu. Ein TA der frisch von der Uni gekommen ist dürfte genau so als Anfänger zählen wie jeder andere Berufsanfänger. Das theoretische Wissen hat er in zahlreichen Prüfungen und im Abschluss nachgewiesen, die Praxis und die eigentliche Erfahrung kommt erst mit der Zeit.

Der Tierarzt als Absolvent eines Hochschulstudiums der Veterinärmedizin hat dennoch Vorteile gegenüber einem THP. Er hat einen besseren Überblick und tiefere Kentnisse über die Funktion und den Aufbau innerer Organe und Vorgänge im Körper. Ein weiterer Pluspunkt ist in meinen Augen das Hochschulstudium an sich. Hier wird konsequent das "lernen", "informieren" und das bewerten von Fakten aus unterschiedlichen Quellen gefördert und praktiziert. Der Zugang zu vielfältigen Informationsmöglichkeiten, Studien, Datenbanken etc. ist ebenfalls nicht zu unterschätzen.

Das Gebiet der homöopathischen Mittel und Verfahren ist ja recht groß und leider auch der Wildwuchs an "versprochenen" Wirkungen und Werbemaßnahmen. Als Laie den Überblick zwischen sinnvoll/unterstützend und nutzlos/sinnlos zu erlangen erscheint mir fast unmöglich. Hier sehe ich einfach bei einem TA mit homöopathischem Zusatz eine sehr sinnvolle Kombination und die bessere Abschätzbarkeit eines Mittels das beispielsweise mit "Phrasen" wie "seltene Pflanze aus dem Orient - vergessenes Wissen der Naturvölker - ohne Nebenwirkungen" etc. beworben wird.

Schwierig zu erklären aber für mich macht es einen Unterschied ob ein "Hobbyastronom" den Mars als möglichen menschlichen Lebensraum verspricht oder ob diese Aussage von einem studierten Physiker aus der Luft.- und Raumfahrt stammt. Das ganze unabhängig von einer "Titel oder Kittel" Hörigkeit sondern lediglich bezogen auf das erwartete Hintergrundwissen.

Ich sehe den Artikel nicht unbedingt als Angriff gegen tierheilkundlichen Therapieansätze auf Basis von pflanzlichen und homöopathischen Mitteln oder gegen die Tätigkeiten eines THP generell, sondern nur im aufzeigen der tatsächlichen Rahmenbedingungen.

THP haben allerdings den wesentlichen Vorteil das sie sich in der Regel mehr Zeit für Ihre Kunden nehmen können. Sie stehen nicht so im Kostendruck wie TA mit Praxis, Helfern und teuren Geräten.
 

claire

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Pech beim TA

Also ich habe mal wieder Pech gehabt, bzw meine Miezen.

Ich habe nach einem Ta gesucht der sich auch mit ganzheitlichen Heilverfahren auskennt gegoogelt und auch eine gefunden.

Da habe ich Freitag vor einer Woche angerufen und auch prompt für nächsten Tag eine Termin bekommen.

Sein Tierarzthelfer (ja es gibt auch männliche Wesen unter den Tierarzthelferinnen) meinte noch so am Telefon zu mir, ich sollte doch nur noch wissen, dass sein Chef sehr gut, aber auch sehr komisch ist und viele nicht mit ihm klar kommen. OK, dachte ich. Bist schon auf ganz andere Wesen gestoßen…..

Bin also Samstag hin, um mit ihm über meine Asthmaschnecke zu sprechen. Wollte meine kleine Felisa noch anderweitig, außer mit Cortison und Bronchodiladatoren unterstützen.

Ums eigentlich kurz zu machen…. Davon abgesehen, dass ich in meinem Leben noch nie so einen blasierten, aufgeblähten Egomanen, arroganten und herablassenden Menschen erlebt habe, war dieser ausgebildete TA auch noch unfähig und hätte, wenn ich auf ihn gehört hätte, auch noch das Leben meiner Felisa aufs spiel gesetzt.

Er fing an, ob ich denn wüsste in was für einer Praxis ich denn gelandet bin. Ich sagte, dass ich ungern quer durch die Stadt fahre, ohne zu wissen wo ich hin will. Das war erst einmal das Opening. So ging es dann weiter, Potenzgehabe etc. Dann schoss er den Vogel ab.
Ich würde meine Felisa mit dem Cortison umbringen, denn sie hat kein Felines Asthma (dazu muss ich sagen, Felisa lag zu hause auf dem Sofa. Sie war nicht mit. Alles nur anhand einer 1 Jahr alten Röntgenaufnahme).
Ich fragte ihn, was denn seiner Meinung nach der Lütten fehlen würde, da sagte er nur : DAS SAGE ICH IHNEN NICHT.
Ich stand da wie ein riesiges Fragezeichen. Ich habe ihn dann noch 4 mal gefragt. Es kam immer nur das gleiche. „sie würde völlig falsch behandelt werden und sie hat kein Felines Asthma“.

Ich habe dann mit den Worten „wir beide kommen auf keinen grünen Zweig“ die Praxis mit wehenden Fahnen verlassen.

Nun hat der Onkel mich ganz schön wuschig gemacht mit seiner Aussage und außerdem war Felisa’s Check so und so dran……. Also habe ich sie am Dienstag eingepackt und bin mit ihr zu ihrem neuen TA (der auch erfolgreich meine Bonita behandelt hat). Mieze auf den Tisch. Alte Unterlagen ihm gezeigt. Neues Ganzkörperbild per Röntgen. Fazit: Sie hat definitiv Felines Asthma. Auf dem Bild ist zu erkennen, dass wir genau alles richtig machen. Herz (rechter Herzmuskel) ist kleiner geworden. Lunge und Bronchien sehen wesentlich besser aus.

So jetzt habe ich mir den Ärger von der Seele geschrieben……..
Danke……..
 

waldi

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Liebe Claire,

dann verlass Dich auf die Aussage Deines TA und behandle nach dem Asthma! Das was der andere da fabriziert hat, ist schon mehr als seltsam.
Vielleicht weiß er gar nicht wie man ein Röntgenbild liest?

Hak es ab unter schlechter Erfahrung beim TA.

Lg
Waldi
 

Kelte

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Tja,wieder einmal gibt es die ganze Bandbreite an gut und schlecht. Gilt sowohl für TÄ wie auch für THP.

Eine Freundin hat mit ihrer alten Hündin eine wahre Irrfahrt durch alle möglichen Praxen und Kliniken hinter sich. Der Hund hat u.a. vorgeblich eine chronische Entzündung von Magen und Darm. Also Cortison, AB, Spezialfutter - und massig Nebenwirklungen. Das Tier war teilweise regelrecht apatisch.
Viel Zeit und über zweieinhalbtausend Euro später ist sie dann zu einer THP gegangen. Diese kam raus (Hund im gewohnten Umfeld erleben), nahm sich viel Zeit, hatte kein Problem mit kritischen Fragen, verschrieb ihr alternatives Zeug - und der Hund ist wieder munter. Kein Durchfall, kein tägliches Erbrechen, normales Futter. Selbst das Fell glänzt wieder.
Also, gerade bei unspezifischem Krankheitsbild kann ein THP die beste Lösung sein, weil dieser nicht direkt mit seiner vorgefertigten Lehrbuchmeinung ankommt.
Bei normalen Sachen (Verletzungen, Impfungen, etc.) würde ich natürlich auch zum normalen TA gehen.
Übrigens ist diese THP auch noch deutlich preiswerter; gilt auch für ihre Medizin.

Gruß

Sandra
 
Thema:

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