Vor 5 Tagen aus TH und jetzt - Diagnose FIV positiv :( lang

Diskutiere Vor 5 Tagen aus TH und jetzt - Diagnose FIV positiv :( lang im Infektionskrankheiten Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo zusammen! (vorsicht es wird lang) Ich lese schon eine Weile Beiträge im Forum mit, habe aber noch nie geschrieben. Vielleicht könnt...

Yellowcow

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Hallo zusammen! (vorsicht es wird lang)
Ich lese schon eine Weile Beiträge im Forum mit, habe aber noch nie geschrieben.
Vielleicht könnt ihr mir helfen bzw. Tips geben.

Am Samstag haben mein Freund und ich uns einen Kater aus dem Tierheim geholt. Wir hatten einfach mal geschaut, was sie haben und er hat uns direkt mit flehenden Augen angesehen und uns total angeschmust. Es war gleich Liebe auf dem 1. Blick!
Er ist hell-rot, fast falbe, ca. 2-3 Jahre alt und stammt aus einem Tierschutzfall mit ca. 20 Katzen auf ein paar Quadratmetern - unkastrierte Kater, alle Tiere schlecht gefüttert, nicht geimpft... Ihr könnt es Euch sicher vorstellen.
Er (Murphy) galt als Notfall, da er eine Wunde am Hals hat (Bißwunde!) und sie sich immer wieder aufkratzt, deswegen seit Juni eine Halskrause trägt. Operiert wurde er an der Wunde auch schon, da er sie sich sehr doll aufgekratzt hatte.
Kurz und gut, eine Tierheim-Mitarbeiterin sagte, er soll auf jeden Fall nur in Wohnungshaltung und da er total Panik vor selbst den kleinsten Babykatzen hat (war mit 2 kleinen zusammen im Zimmer), auch alleine als Einzelkatze. Eine andere sagte, er soll in eine Gruppenhaltung, weil er es so gewöhnt sei... und als Freigangkatze! Sollten sich mal einig sein über Tiere, die schon 2,5 Monate im TH sitzen.

Wir haben es dann einfach mit ihm probiert. Er machte auf uns nicht den Eindruck, als würde er unbedingt andere Katzen besonders mögen - eher im Gegenteil, da er selbst die kleinsten Babys angefaucht hat - und das mit dem Freigang wollten wir mal
sehen, wie er sich so entwickelt.

(Ich habe schon einmal 3,5 Wochen auf meine Katze (bei meinen Eltern) gewartet, als sie nicht wieder gekommen ist, zum Glück war er dann wieder da, aber das wollte ich mir mit Murphy ersparen und ihn nicht den Gefahren durch Autos, Jäger und Katzenhasser (hier in der Gegend sehr verbreitet!) aussetzen.)

Als er in die Transportkiste sollte, bekam er Durchfall. Die im Tierheim waren dann plötzlich sehr schnell bei der Verabschiedung und weitere Fragen unsererseits wurden abgewimmelt: "das wird schon - wir müssen jetzt los, haben noch viel zu tun heute"... toll!

Naja, wir wollten einfach Ruhe für ihn. Zuhause ging es dann noch mal los mit Durchfall, aber dann hat er sich beruhigt, getrunken und von da an wurde sein Kuschelakku aufgefüllt. Keine Angst, kein Verstecken, keine Schüchternheit wegen der neuen Umgebung, nichts!
Er ist total auf dem Menschen bezogen - was ich nicht verstehe bei der Vorgeschichte - läuft hinterher wie ein Hund und würde am liebsten den ganzen Tag schmusen. Eine Kralle oder Abwehr haben wir bei ihm noch nie erlebt. Sobald er uns im Zimmer begegnet, schmeißt er sich auf den Boden, auf die Seite oder den Rücken und will gekrault werden. Wirklich eher wie ein Hund! Das alles schon nach ein paar Stunden im neuen Heim!
Er hört auf seinen Namen, weiß was "nein" heißt und frisst wie ein Scheunendrescher! Er ist sauber und einfach eine Seele von Katze!
Das mit dem Durchfall ging dann so halbwegs. 2x am Tag etwas breiig ist nicht soo sonderlich dramatisch, auch wenns nicht gesund ist...
Wir sind dann gestern mit ihm zur TÄ.

Sie fand so einige Dinge sonderbar... Er hat nur ganz klein wenig Zahnstein und trotzdem eine dicke Zahnfleisschentzündung und seine Zahntaschen (die Dinger wo die langen Eckzähne untergebracht sind) sind entzündet. Die Wunde am Hals müsste nach 2 Monaten mit Kragen und Salbe längst abgeheilt sein. Der Durchfall und die Tatsache, aus welchen Verhältnissen er stammt.

Wir hatten es schon geplant - ein Bluttest wurde gemacht. Murphy ist total durchgedreht!! Er war kein Stück mehr die Katze, die wir kennengelernt hatten. Er hat meinen Freund und die TÄ blutig geschlagen und die Sprechstundenhilfe hatte dicke Handschuhe an und konnte ihn auch nicht bändigen. Er bekam dann (für alle besser) eine Beruhigungsspritze.
Dann haben sie Blut abgenommen, Zahnstein entfernt, die Wunde mit einem Laser behandelt, ihm Bachblüten, Arnika und was weiß ich gegeben.
Irgendwann war dann das Ergebnis klar - FIV positv!!!
Ich bin direkt in Tränen ausgebrochen, weil es wirklich das schlimmste war, was ich vermutet hatte. So ein Traum von einer Katze und dann so etwas!!
Die TÄ meinte direkt, dass es nicht gleich einschläfern bedeutet!
Sie will sein Immunsystem auf Vordermann bringen, wir sollen ihn lieb haben (wie könnten wir auch nicht?) ihm viel Ruhe gönnen, kein Stress und gutes Futter. Das Thema Freigang oder nicht hat sich dadurch natürlich auch erledigt. Ist auch besser so.
Der TÄ ging das auch sehr ans Herz. Sie will direkt im TH anrufen und die zur Verantwortung ziehen. Wie kann man FIV positive Katzen herausgeben? Er wurde nicht getestet... das ist klar, aber das sollte man doch wohl, wenn man 20 Katzen aus solchen Verhältnissen aufnimmt und möglichst als Freigänger u. Zweitkatzen vermittet!!! Diese 20 Katzen haben sie ja unter all den schon im TH lebenden aufgeteilt. Theoretisch müssen sie jetzt das gesamte TH auf FIV testen! Alle neuen Besitzer, die seit Juni welche aus dem Fall genommen haben, benachrichtigen und diese müssen auch direkt zum Test!
Wir rufen heute auch da an und möchten eine Entschädigung. Mir geht es nicht ums Geld, sondern ums Prinzip.

Mit Murphy machen wir jetzt eine Aloe Vera-Therapie. Hat damit schon jemand Erfahrung? Dadurch sollen seine Probleme mit der Wunde, dem Durchfall u. den Zähnen weggehen und seine Abwehr gestärkt werden.
Es hört sich sehr gut an, was das Zeug verspricht und die TÄ meinte, sie hätte einen Virus-infizierten Hund dadurch zwar nicht von den Viren befreit (geht ja auch leider nicht...), aber von den vielen kleinen anderen Krankheiten, die das Immunsystem befallen.
Wir werden es ausprobieren. Wenn das nicht hilft, versuchen wir etwas anderes.
Wir haben uns in Murphy verliebt und er sich in uns. Wir werden uns um ihn kümmern und ihm sein Leben so angenehm wie möglich machen!

Kann mir jemand Tips geben, wie man mit einer FIV-positiven Katze umgeht? Was tut ihnen gut und habt ihr andere Erfahrungen mit guten Therapie-Möglichkeiten gemacht? Wir sind offen für alles, was ihm hilft.

Der Schock ist zwar groß und wenn ich ihn mir jetzt so ansehe, wie er mit seinem Trichter auf meinem Schoß schlummert, bete ich, dass wir ihn noch eine Weile haben dürfen... trotzdem freue ich mich, dass er da ist und es ihm ja eigentlich so noch total gut geht...

Für Antworten wäre ich dankbar! :)

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08.09.2004
#1

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Gast

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Grizzly

Gast
Hallo Yellowcow,

erst einmal herzlich Willkommen im Forum :D auch wenn der Anlass weniger lustig ist.

Zu FIP gibt es hier zahlreiche Einträge die sehr informativ und aufschlussreich sind, ausserdem einige Mitglieder, die weit besser informiert sind als ich, deswegen möchte ich lieber auf diese verweisen.

Aber 2 Dinge habe ich doch:

zum Einem finde ich es ganz toll, dass ihr den Kleinen aufgenommen habt und ihn, trotz der Schwierigkeiten behalten werdet. Ich weiss, wie schnell man sein Herz an so ein Wesen verschenken kann, wie sehr einen so eine Diagnose von den Beinen holt und dann doch wieder aufsteht um weiterzukämpfen. Ich finde das toll von Euch !!!

Meine 2. Sache ist eine Frage:
du schreibst, ihr behandelt ihn nun mit Aloe Vera. Kannst du mir dazu bitte Näheres schreiben ? Welches Aloe Vera-Produkt ? Ist es eine rein äusserliche Anwendung oder gebt ihr es ihm auch zum Trinken ? Wie oft und wieviel wird täglich angewandt ?
Leider kann ich dir keine Erfahrungen zu dem Thema aufzeigen, wie du siehst suche ich selbst noch einige Informationen dazu.

Aber eines, was du ja bereits geschrieben hast, kann ich nur bestätigen und eigentlich auch nochmal hervorheben: kein Stress und viel positive Ausstrahlung - das ist es, was ihr für ihn tun könnt ! Das ist nicht immer leicht, aber ich glaube das sind 2 Faktoren, die man nicht hoch genug einschätzen kann.

Ich drücke euch ganz fest die Daumen und wünsche Murphy nur das Beste ! Glück hat er ja - er durfte bei Euch einziehen :)
 

Yellowcow

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Vielen Dank. Wir möchten aber kein Mitleid erregen oder uns auf die Schulter klopfen lassen, weil wir für ihn da sind.
Es werden einige Einschränkungen und jede Menge Kosten für uns entstehen (die Rechnung gestern war allein schon 160 Euro) und schmerzlich kann es auch werden, wenn es ihm schlecht geht oder am Ende die Entscheidung ansteht, ob wir ihn erlösen oder noch weiter behandeln.
Aber wir haben uns am Samstag schon dafür entschieden, für ihn Verantwortung zu tragen und das auch in schlechten Zeiten... dass dies so schnell ging, hätten wir auch nicht gedacht. Aber nun gut... das Schicksal hat entschieden. Und er dankt es uns mit stundenlangem Schmusen, wilden Spielstunden und ganz viel Liebe!

Zur Behandlung mit Aloe Vera. Er bekommt zum Einen schon mal Salbe auf die Wunde. Das ist Aloe Vera Gel.
Dann haben wir eine Flasche mit "aloinfreier Saft aus mindestens 80% reiner Aloe Vera". Er bekommt davon 3x täglich 5-6ml entweder in die Mundwinkel gespritzt (was er nach der Tortur gestern heute gar nicht wollte) oder unters Futter. Das hat er gut gefressen, da er eh immer Heißhunger hat. Ich denke bei der Lösung mit dem unters Futter mischen bleiben wir, das ist stressfreier.

Aloe Vera Saft soll innerlich entgiften, Wundheilung fördern, Entzündung hemmen, den Organismus u. das Immunsystem stärken, Pilzerkrankungen im Verdauungstrakt bessern, gegen Darmträgheit u. Stoffwechselprobleme, unterstützen bei Infektionen mit Husten, Unterstützen bei chronischen Atemwegsbeschwerden, bei Gelenkbeschwerden für mehr Vitalität u. Wohlbefinden, körperliche u. seelische Belastbarkeit steigern...

äußerlich: wunheilung fördern, entzündung hemmen, Durchblutunsfördernd, Feuchtigkeitsspendend, Abschwellend, kühlend, Schnell schmerzlindernd, Blutungs- u juckreizstillend, antibakteriell, antiviral, antimykotisch...

Hört sich nach Allheilmittel an, ich denke man muss mal testen, was es bringt. Schaden kann es bestimmt nicht.
Ich hoffe, das hilft dir.
Wenn aber jemand noch Erfahrung mit Aloe Vera hat, bitte mal hier melden!!
 

petzi

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hi !
zu der von dir angesprochenen therapie kann ich nichts sagen, weil keinerlei ahnung oder erfahrung damit habe.
also wenn, dann wäre ich für interferon - behandlung. selbst wenns nicht helfen sollte, dann schadet es nicht.
über die forumssuche kannst du noch weitere besitzer fiv-positiver katzen finden und sie auch persönlich anschreiben.
ich hoffe , ihr habt noch lange spass mit dem kater !
lg peter
 

Grizzly

Gast
Vielen Dank. Wir möchten aber kein Mitleid erregen oder uns auf die Schulter klopfen lassen, weil wir für ihn da sind.
Es werden einige Einschränkungen und jede Menge Kosten für uns entstehen (die Rechnung gestern war allein schon 160 Euro) und schmerzlich kann es auch werden, wenn es ihm schlecht geht oder am Ende die Entscheidung ansteht, ob wir ihn erlösen oder noch weiter behandeln.
Aber wir haben uns am Samstag schon dafür entschieden, für ihn Verantwortung zu tragen und das auch in schlechten Zeiten... dass dies so schnell ging, hätten wir auch nicht gedacht. Aber nun gut... das Schicksal hat entschieden. Und er dankt es uns mit stundenlangem Schmusen, wilden Spielstunden und ganz viel Liebe!
Hallo Yellowcow,

nein, dann hast du meine Anerkennung falsch verstanden. Ich habe deinen Beitrag nicht als mitleidheischend angesehen, aber auf die Schulter klopfen möchte ich dir trotzdem - ich finde das toll ! Einfach, weil ich weiss, was es heisst, mit solchen Verläufen umgehen zu müssen und sich diesem zu stellen. Es ist mit so viel Schmerz verbunden, es tut manchmal so weh und trotz alledem soll/muss man positve Energie ausstrahlen. Da tut Zuspruch einfach auch mal gut - lass es doch einfach so stehen :wink:

Und ich weiss auch, gerade diese Nasen geben einem sooo viel zurück, da nimmt man auch so manche Einschränkung in Kauf.

Auf das ihr noch viele Glücksmomente mit ihm erleben dürft !
 

Cat

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Hallo Yellowcow,

die beste Antwort die ich dir geben kann ist:

schau bitte bei www.poose.de nach.

Dort geht es hauptsächlich um FIV und ist die beste deutsche Seite momentan im Netz zu diesem Thema.

Alles Gute!

Cat
 

Yellowcow

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Ich habe mich jetzt im Netz und auch auf www.poose.de informiert. Trotzdem bin ich total unsicher.

Theoretisch hat Murphy Symptome des vorletzten Stadiums von FIV :(
Er hat 2x am Tag Durchfall (obwohl er im TH vor 1,5 Wochen noch normalen Stuhl hatte, ich habs selbst gesehen!), er hat geschwollene Lymphknoten am Hals, Entzündungen im Mund und die Bisswunde heilt nicht.

Kann mir jemand sagen, ob solche Symptome auch am Anfang der Krankheit auftreten können oder ob es wirklich ein untrügliches Zeichen ist, dass er schon am Ende ist?

Er schläft zwar viel, frisst aber gut, spielt und macht einen fitten Eindruck mit 5,1 kg.
Angeblich soll er 2-3 Jahre alt sein. Wenn er die Erkrankung durch die Bisswunde bekommen hat, wäre es erst im Mai/Juni geschehen.
Wenn er es aber seit Geburt hat, könnte er mit 2-3 Jahren dann schon so weit sein und der Ausbruch da sein? Oder ist er vielleicht viel älter??

Wenn er doch nur erst am Anfang der Krankheit stehen würde... :(

Bitte antwortet, wenn ihr etwas wisst! Danke!
 

Grizzly

Gast
Hallo Yellowcow,

ich kann dir leider nicht viel dazu sagen, den von FIP habe ich wenig Ahnung, es tut mir sehr leid, das es Murphy wohl nicht so gut geht.

Ich würde sagen, es kann ein Stadium von FIP sein, muss es aber nicht.

Bei meinem Söckchen wurde letztes Jahr Leukose diagnostiziert, denn Test hat man letztendlich gemacht, nachdem man garnicht mehr wusste, wie man ihren, mit Blut vermengten Durchfall erklären sollte. Sie verlor an Gewicht, und hatte geschwollene Lymphknoten. Die TK fragte direkt, ob wir sie überhaupt noch abholen wollten.
Wir haben sie wieder zu uns geholt und eine Woche später bekam sie eine Erkältung. 3 Wochen später Fieber von 40,3 Grad.
War die Leukose nun ausgebrochen, wir befürchteten das Schlimmste ?

Heute, gerade jetzt tobt Söckchen mit Krümel durchs Wohnzimmer und nichts steht man an seinem Platz :wink:

Was ich damit sagen will, ja, vieles deutet bei Murphey auf die FIP-Erkrankung hin, aber es kann auch etwas anderes sein ! Durchfall erleben viele Katzen die vom Tierheim in ein neues zuHause wechseln. Geschwollene Lymphknoten deuten auf eine Entzündung im Körper hin, das kann mit der Wunde zusammenhängen.

Gib nicht auf, glaube ganz fest daran, dass seine Krankheiten andere Ursachen haben und gib ihm deine positive Ausstrahlung - das ist das Beste und Tollste was du für ihn tun kannst.
Ihr schafft das - ich drücke euch ganz fest die Daumen !
 

Yellowcow

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Danke. Wir müssen wohl einfach Geduld haben...
Hoffnung macht mir, dass er Hunger hat wie ein kleiner Löwe und sehr viel tobt und spielt, wenn er mal wach ist.

Der Hammer war heute die Antwort vom Tierheim (Lippstadt). Sie werden keinen der neuen Besitzer der 15-20 anderen, schon vermittelten Katzen aus dem Tierschutzfall informieren, dass in der Gruppe FIV-positive Katzen waren/sind und sie werden auch die Katzen (Babys) nicht testen, die mit Murphy jetzt 2 Monate zusammen im Zimmer waren...!!!

Ich finde es unverantwortlich, aber wir haben keine Chance. Wir haben schon das Kreisveterinäramt eingeschaltet, den deutschen Tierschutzbund informiert... aber die können auch nichts machen, da FIV eine Krankheit ist, die nicht auf Nutztiere übertragbar ist und ob sich die Katzen selbst ausrotten, ist denen egal!

Die vom TH meinte kalt, dass sie uns Murphy nicht gegeben hätte, wenn sie vorher gewusst hätte, was wir für nen Aufstand machen... unsere TÄ wäre ja besserwisserisch (weil sie auch da angerufen hat und sehr erbost war) und Murphy würde halt nur kurz leben, aber das wäre nicht ihr Problem...
Sie sieht auch keinen Grund, warum sie die anderen Katzen aus dem Fall nicht als Freigänger vermitteln sollte...

Wie kann man so etwas mit "Tierschutz" vereinbaren??? Denen gings nur ums Geld und es würde mich nicht wundern, wenn sie von der FIV Infektion von Anfang an doch gewusst haben!

Wir werden noch einen Artikel/Leserbrief in unserer Regionalzeitung veröffentlichen. Vielleicht liest ja jemand von den neuen Besitzern der anderen 15 Katzen etwas davon und lässt seine Katze untersuchen.
 

Grizzly

Gast
Hallo Yellowcow,

ich kann deine Entrüstung voll und ganz nachvollziehen.

Als wir die Diagnose von Söckchen erhielten haben wir auch direkt bei der Katzenhilfe angerufen, von der sie stammte.
Die Frau sagte auch nur " es tut ihr leid", "das wusste sie nicht" "da könne sie nix zu sagen" - wir waren mehr als verwundert.

2 Tage später rief sie dann aber wieder an und fragte, wie es Söckchen geht, und wofür wir uns entschieden haben. Sie hat alle Katzen, die in ihrem Haushalt lebten auf Leukose testen lassen und keine weitere war positiv. Sie war wohl, ebenso wie wir, einfach erst einmal nur geschockt auf Grund der Nachricht, die wir ihr übermittelten. Ich kanns ihr nicht verdenken, es ging uns ja genau so.

Bei Mücke war ich mir fast sicher, dass sie einen FIP-Titer hat, denn auch sie stammt von einer Katzenhilfe mit Kontakt zu vielen "wilden" Katzen. Aber ein Bluttest, den wir diese Woche aufgrund einer Darmerkrankung machen liessen war negativ. Eigentlich kann man bei Katzen aus TH und Katzenhilfen nie ausschliessen, dass sie mit FIP-Katzen Kontakt hatten / haben.

Ich freue mich, das euer Murphy so gut futtert, das ist auch für uns ein Beobachtsungskriterium wie es Söckchen geht. Und wenn ich ihren Hunger und Futtermenge auf ihre Lebenserwartung umrechne, dann wird sie 100 Jahre alt - ebenso wie euer Murphy :D
 

Frema

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Hallo Yellowcow,
ich habe auch vor 2 Monaten erfahren, das mein 10 Jahre alter Frema FIV hat. Das alles war auch noch ZUfall, ich wollte sein Prügelkumpel gegen Leukose impfen und der TA hat vorweg so ein Kombitest gemacht und was kam raus FIV. Frema natürlich auch. Das war erstmal ein Schock, weil ich hier noch mehrere Katzen rumlaufen habe.
Seinen Prügelkumpel mußte ich wegeben, weil er immer aggresiv gegenüber den anderen war, das war mir zu risikoreich. Ist jetzt zum Glück megaglücklich- endlich steht er im Mittelpunkt. Mein Frema lass ich kontrolliert zwischen den anderen. Ich habe alle anderen Testen lassen, alle negativ, das spricht für die Übetragung über Bisswunden. Haben immer zusammen aus einem Fressnapf gefressen.
Frema zeigt noch gar keine Anzeichen, wirklich überhaupt nichts. Es kann sogar sein, das er die Krankheit über 5 Jahre in sich trägt. Er hatt mal vor ca. 5 Jahren Fieberanfälle , die nicht weggehen wollten , das kann der Zeitpunkt der Ansteckung gewesen sein, aber...das sind nur Vermutungen. Also das mit dem Ansteckung und Ausbruch ist wohl von Katze zu Katze verschieden. Ich habe auch schon gehört, das Katzen unmittelbar nach der Ansateckung richtig krank worden. Hab auch wiederrum von Katzen gelesen, die Krankheitszeichen hatten, dann war diese für 6 Jahren verschwunden und kam wurde sie leider richtig krank. Es soll wohl auch Katzen geben, wo die Krankheit nie richtig ausbricht. Auf alle Fälle sind viel Liebe, gutes Futter und kein Stress ganz wichtig. Ich habe gehört, das eine Interferon Kur bei Krankheitsanzeichen ganz gut helfen soll. Du kannst auch den Status der Krankheit bestimmen lassen, ist auch auf der Poose- Seiten nachzulesen.
Ich hoffe den kleinen geht es immer besser. Schlägt die Aloe Vera Kur an? Würde mich natürlich sehr interssieren.
Liebe Grüße
Jenni
 

sannchen74

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Bei Mücke war ich mir fast sicher, dass sie einen FIP-Titer hat, denn auch sie stammt von einer Katzenhilfe mit Kontakt zu vielen "wilden" Katzen. Aber ein Bluttest, den wir diese Woche aufgrund einer Darmerkrankung machen liessen war negativ. Eigentlich kann man bei Katzen aus TH und Katzenhilfen nie ausschliessen, dass sie mit FIP-Katzen Kontakt hatten / haben.
Hallo Grizzly,

mir ist aufgefallen, dass Du zweimal von FIP sprichst und bin mir nicht sicher, ob Du FIV meinst oder FIV mit FIP verwechselst... Deshalb wollte ich hier nur nochmal unterscheiden: FIP steht für Feline Infektiöse Peritonitis (ansteckende Bauchfellentzündung) und Auslöser sind Coronaviren. Hier ist es die Titer-Geschichte, die Du ansprichst und die nicht gleich FIP bedeutet. FIV ist Katzenaids, Auslöser ist hier ein Virus aus der Familie der Retroviren und der Verlauf ist ein ganz anderer. Hier sind auch die Testergebnisse anders zu werten.

Sorry, soll keine Korrektur sein :oops: , sondern nur nochmal den Unterschied deutlich machen.

Yellowcow - ich drück für Euch die Daumen!
 

Grizzly

Gast
Hallo Susanne,

Danke für deinen Hinweis - Du hast natürlich Recht, ich hätte wesentlich genauer differenzieren sollen.

Was ich eigentlich immer und "nur" ausdrücken wollte, ist, nie aufzugeben, und weiter zu kämpfen. Und ich wollte Yellowcow Mut zusprechen.

Aber es stimmt schon, vielleicht hätte ich nicht alles "in einen Topf werfen" sollen :oops:
 

Yellowcow

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Vielen Dank, dass ihr besorgten Katzeneltern helft und eure Erfahrungen nicht für euch behaltet!

Murphy hatte gestern sowas von Hunger... er hatte kaum den Napf bis auf den letzten Krümel ausgeschlabbert (mit Medizin drin!!) und schon stand er wieder da und maunzte nach mehr! Vielleicht ist das ja ein gutes Zeichen, dass er sich auch noch nicht aufgegeben hat.
Heute morgen dann ein sehr erfreuliches Ereignis... er hatte ganz normalen Stuhlgang!! Hört sich voll doof, an, wenn ich mich freue, dass meine Katze richtig sch....., aber mittlerweile sind wir über jedes positive Zeichen glücklich und nach einer Woche Durchfall, macht man sich schon Gedanken. :wink:

Ich versuche mal ein Foto einzustellen... damit ihr wisst, über wen wir reden :) Den Trichter haben wir jetzt 2cm kleiner gemacht, damit er wenigstens über den Rand schauen kann und die Schnurrhaare rausgucken können.

Ich hoffe, ihr könnt es sehen... weiß nicht, ob es mit dem hochlagen geklappt hat.

Die Aloe-Vera Therapie scheint ihm jedenfalls nicht zu schaden. Über wirkliche Wirkung kann ich noch nicht viel sagen, da werde ich aber noch drüber berichten!
Er mag Wärme. Wir haben ihm ein Heizkissen auf Stufe 1 unter eine Decke gelegt (wenn wir dabei sind) und da legt er sich immer drauf und schnurrt... scheint ihm gut zu tun.

Danke noch mal für die Hilfe und Auskünfte!!
 

Lena_HH

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Ich habe mich jetzt im Netz und auch auf www.poose.de informiert. Trotzdem bin ich total unsicher.

Theoretisch hat Murphy Symptome des vorletzten Stadiums von FIV :(
Er hat 2x am Tag Durchfall (obwohl er im TH vor 1,5 Wochen noch normalen Stuhl hatte, ich habs selbst gesehen!), er hat geschwollene Lymphknoten am Hals, Entzündungen im Mund und die Bisswunde heilt nicht.

Kann mir jemand sagen, ob solche Symptome auch am Anfang der Krankheit auftreten können oder ob es wirklich ein untrügliches Zeichen ist, dass er schon am Ende ist?

Er schläft zwar viel, frisst aber gut, spielt und macht einen fitten Eindruck mit 5,1 kg.
Angeblich soll er 2-3 Jahre alt sein. Wenn er die Erkrankung durch die Bisswunde bekommen hat, wäre es erst im Mai/Juni geschehen.
Wenn er es aber seit Geburt hat, könnte er mit 2-3 Jahren dann schon so weit sein und der Ausbruch da sein? Oder ist er vielleicht viel älter??

Wenn er doch nur erst am Anfang der Krankheit stehen würde... :(

Bitte antwortet, wenn ihr etwas wisst! Danke!
hmm also unser kleiner Pino hatte die letzen 2 Monate auch geschwollene Lymphknoten, etwas durchfall, "Wunden" im Mund etc und auch seine Blutwerte waren nicht sehr gut. Haben dann den Tierarzt gewechselt da er ihn einfach einschläfern wollte und immer von FIP sprach obwohl er selbst auch nicht sicher war ob es das ist. Der neue Tierarzt hat Pino täglich Vitamnin B spritzen gegeben (bzw. wir sollten sie selber spritzen 8O ) und nebenbei habe ich ihn auch mit einem 98% Aloe Vera Gel behandelt. Nach nur 2 Wochen sah er wesentlich besser aus, hatte keine Stellen im Mund und seine Blutwerte haben sich auch sehr verbessert.
Also was ich damit sagen wollte, vielleicht ist es bei euch ja auch wie bei uns?! ach ja die Ärzte meinten beide es sieht nach einem Calici Virus aus... frag doch deinen Tierarzt mal nach diesen Vitamin spritzen und dem virus.
Drücke euch ganz doll die Daumen!!!

LG

Lena
 

bina001

Gast
Hallo yellowcow!

Ich bin Tierpflegerin im TH Lippstadt und möchte mich an dieser Stelle gern zu Murhy und den Vorwürfen uns gegenüber äußern.
Ein paar Dinge entsprechen nicht der Wahrheit; z.B. hatte Murphy im TH keinen Durchfall und wirkte trotz seiner Wunde immer fit.
Das die Wunde von einem Biß stammte, hat nie jemand behauptet.
Murphy war ständig in tierärztlicher Behandlung, und auch unser TA hat nie einen Verdacht auf FIV geäußert. Im übrigen war Murphy bei den Behandlungen stets besonders lieb und geduldig.
Die uns entstandenen TA-Kosten sind durch die von ihnen entrichtete Schutzgebühr noch längst nicht gedeckt...
Es ist auch nicht wahr, daß es uns bei der Vermittlung "nur ums Geld" ging- hätten wir ihn sonst wochenlang gepflegt und gepäppelt oder eine Vorkontrolle durchgeführt?!
Die Behauptung, wir hätten von seiner Krankheit gewußt, ist ebenfalls eine Unterstellung, die mit Sicherheit NICHT der Wahrheit entspricht.
Leider ist es uns aus finanziellen Gründen nicht möglich, unsere Katzen testen zu lassen! (wie vielen anderen Tierheimen ebenfalls nicht)
Außerdem stimmt es nicht, daß wir Ihre TÄ gefragt hätten, ob sie Murphy "denn hoffentlich" eigeschläfert hätte- ich habe sie lediglich gefragt, ob sie es getan hat (was mir sehr leid getan hätte)
Auch die telefonische Stellungnahme der TÄ kann ich nicht ganz verstehen. Sie sollte wissen, daß es vielen Tierschutzvereinen finanziell nicht so gut geht, um bei allen Katzen Tests durchführen zu lassen!
Sie stellen uns Mitarbeiter des Tierheims als absolut kaltherzige Unmenschen dar. Glauben sie mir, das sind wir nicht! Wir alle üben unseren Beruf aus, weil wir Tiere lieben und ihnen helfen wollen.
Außerdem möchte ich betonen, daß wir bei Vermittlungen darauf hinweisen,daß immer bestimmte Erkrankungen MÖGLICH sind- im übrigen haben sie dies auch im Schutzvertrag unterschrieben.
Zum Abschluß ein versöhnliches Wort: wir alle haben "unseren" Murphy ins Herz geschlossen-und wir sind froh, daß sie das auch getan haben...
 

Yellowcow

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Wir sind nicht mit schlechten Gefühlen dem TH gegenüber mit Murphy nach Hause gefahren, im Gegenteil!
Wir hatten uns vorgenommen, wenn wir die Halskrause zurück schicken, auch ein paar Euro als Spende dazu zu legen, weil wir begeistert waren, dass eine Mitarbeiterin (Name nenne ich jetzt nicht) uns Murphy auf Grund unserer "Wünsche" empfohlen hat, uns lange Zeit gelassen hat, uns für eine Katze zu entscheiden, uns recht gut informiert hat, uns alle Emails immer schnell beantwortet hat und wir auch merkten, dass Murphy ihr ans Herz gewachsen ist. Er also schon etwas besonderes war/ist.

Zu den Tatsachen:
Murphy HATTE an dem Tag im TH Durchfall, jedenfalls den Anfang davon. Ob er schon vorher welchen hatte, kann ich nicht sagen, da er uns im Flur übergeben wurde. Dort hat er Tröpfchen verloren.
Ich habe in einem Beitrag auch ausdrücklich erwähnt, dass er eine Woche vorher ganz normale Verdauung hatte, da ich es selbst gesehen habe!
Ihre Mitarbeiterin hat mir in einer Email direkt am Abend selbst geschrieben:

"Danke für die ersten Fotos und den Bericht. Dann waren die dunklen Tröpfchen um Tierheim- Flur doch schon Durchfall."

Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass er es vorher schon hatte. Wahrscheinlich ist, dass es durch den Stress kam, da er sehr sensibel ist.
Ist auch jetzt irrelevant, da er seit 3 Tagen endlich wieder normale Verdauung hat! Und darum geht es ja... dass es ihm gut geht!

Was uns aufregt ist, dass das TH nicht einsieht, dass jetzt wenigstens die Katzen getestet werden müssten, die mit ihm direkten Kontakt hatten! So viele sind das ja nicht.
Darum geht es uns! Wir verstehen, dass sie uns keine Kosten erstatten, obwohl die Symptome ja eigentlich eindeutig waren und nicht erst bei uns aufgetreten sind. Ihr Tierarzt hätte also schon darauf kommen können, wenn es unsere TÄ nach 10min direkt vermutet hat! Die Symptome waren ja schon eindeutig und selbst ich als Laie haben in kurzer Internet-Recherche 1 und 1 zusammen zählen können. Gerade mit der Vorgeschichte!

Das TH sollte wenigstens die neuen Besitzer der Katzen aus dem Fall benachrichtigen, damit diese selbst entscheiden, ob sie ihre neuen Katzen testen.
Stellen Sie sich doch vor, dass diese alle als 2. Katze vermittelt wurden und in Freigang. Jemand hat schon eine teure Rassekatze oder ein jahrelang geliebtes schnurrendes gesundes Familienmitglied, will etwas gutes tun, nimmt noch eine Katze aus dem Tierschutzfall auf und schon kann es zur Katastrophe kommen!

Ihre Chefin hat uns empfohlen, Murphy noch eine 2. Katze zu gönnen... und ihn in Freigang zu halten!
Ihre Chefin war am Telefon auch sehr ungehalten und hat uns gesagt, dass sie es bereut uns Murphy gegeben zu haben, da wir ja jetzt so Theater machen! Entschuldigung - ist das nicht verständlich??
Wir arrangieren uns mit Murphys Schicksal, denken aber an all die anderen Katzen und Besitzer und das sollte das TH auch tun. Wenigstens 15 Telefonanrufe machen und die neuen Besitzer informieren.

Wir finden es bedauerlich, dass selbst nach Bekanntwerden einer Infektion nicht wenigstens die Katzen getestet werden, die mit der infizierten in Kontakt waren. Das kann auch an den Kosten nicht scheitern, denn wenn eine Katze z.B. Katzenschnupfen hat, den man äußerlich direkt sieht, wird sie auch von anderen getrennt und gesund gepflegt.
Dieser Fall wird einfach unter den Tisch fallen gelassen unter dem Motto: Augen zu und durch! Zitat der Chefin: "da wir nicht testen können, wissen wir nichts von der Krankheit und können auch weiterhin ungetestet vermitteln."

Durch dieses Verhalten wird billigend in Kauf genommen, dass weitere Katzen angesteckt werden, die Seuche verbreitet wird und viele weitere Katzen ein qualvolles Ende finden werden, da nicht alle Besitzer bereit sind, viel Geld in die Behandlung ihrer Tiere zu investieren.
Wir verstehen nicht, warum nicht wenigstens in so einem akuten Fall Handlungsbedarf gesehen wird. Dass nicht immer alle Katzen getestet werden können sehen wir ein. Obwohl das in TH in Essen oder Düsseldorf getan wird (die haben vielleicht auch andere Mittel).

Wir möchten doch lediglich, dass die neuen Besitzer informiert werden und dann selbst entscheiden können, ob sie testen... und die paar Katzen, die mit Murphy Kontakt hatten, getestet werden. Nicht mehr und nicht weniger!

Wir tun alles erdenkliche, damit es Murphy gut geht und vielleicht denken Sie noch einmal darüber nach, ob Sie nicht doch ein wenig Einsicht zeigen und zumindest die Besitzer der schon vermittelten Katzen anrufen!
Wenn wir es nicht durch den Test erfahren hätten und (nur mal angenommen) es während dessen z.B. bei "Opa" bekannt geworden wäre, dass er positiv ist... hätten wir auch gewünscht, dass uns das TH informiert, dass in dem Fall kranke Tiere waren und unseres betroffen sein KÖNNTE...

Wieso ist das so schwierig zu verstehen? Wir möchten dem TH nichts schlechtes, sondern den Katzen etwas gutes!! Und das kann schon durch einen simplen Tefefonanruf geschehen!

Nichts desto trotz sind wir froh, dass wir Murphy jetzt haben und es ihm schon wieder etwas besser geht.
 

zini

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Also das dem TH die Mittel fehlen, jedes Tier zu testen, sehe ich evtl. noch ein. Wenn ich mir einen Neuzugang zu meinen Katzen hole, lasse ich sowieso zuerst alles beim TA meines Vertrauens testen.
Aber, liebes TH Lippstadt, wenn sie auf einen Fall aufmerksam gemacht werden und davon ausgegangen werden muß, es können weitere Tiere positiv sein und andere als Freigänger anstecken, dann ist es ihre verdammte Pflicht, die neuen Besitzer zu informieren!!!!

Kopfschüttelnde Grüße
Zini
P.S. Wenn auf diesen Umstand in einer Zeitung aufmerksam gemacht wird, wird es für das TH richtig peinlich und trägt bestimmt nicht zur Vermittlung weiterer Tiere bei. Wenn es soweit kommen muß, finde ich das echt traurig und macht mich richtig sauer. Die Tiere müssen letztendlich darunter leiden!
 

poldi

Gast
Hallo,

vor ca. 3 Jahren ging es mir sehr ähnlich wie Dir.

Obwohl ich bis zu diesem Zeitpunkt eher ein "Hunde - Fan" war (habe 3), bin ich da ins Katzenahus eines TH in unsere Nähe gegangen. Dort saß in einer Box ein Kater der mir mit jeder Geste zu sagen schien - "nimm mich mit nach Hause".

Nach dem wir dann einige Tage später einen Test mit Tommy (unserem Golden Retriever) gemacht haben war klar - Sammy hat kein Problem mit Hunden - er darf mit. Da wir am Waldrand wohnen war auch klar, dass er als Freigänger bei uns leben sollte (er wurde auch nur als Freigänger vermittelt).

Am Abend nach seinem Einzug haben wir dann beim Kuscheln bemerkt, dass die Lymphknoten am Hals geschwollen waren. Da wir unsere neuen Hausgenossen grundsätzlich immer unserem TA vorstellen, sind wir natürlich auch mit Sammy zu ihm gegangen. Da er aber ansonsten recht fit aussah meine er, wir sollen noch mal 2 Wochen warten, bevor wir einen Bluttest machen (er war im TH gerade erst kastriert und gechipt worden). Nach 2 Wochen waren die Schwellung unverändert und wir ließen den Test machen - Ergebnis FIV positiv! Wir waren ziemlich geschockt, da wir ihn als Freigänger erhalten hatten - nun wir haben uns dann erst mal alle für uns notwendigen Informationen zu dem Thema aus dem Internet besorgt um zu wissen, was uns und vor allen ihn (damals ca. 6 Jahre) durch die Krankheit erwartet.

Da wir wegen der Ansteckungsgefahr der anderen Katzen (5 waren mit in seiner Box) recht besorgt waren haben wir uns im TH gemeldet, um die anderen Katzenbesitzer warnen zu lassen.

Das einzige was die Leute im TH ineressierte war - wollen Sie ihn jetzt wieder abgeben? Über diese Frage waren wir mindestens so entsetzt wie über die Tatsache das in diesem TH zum damaligen Zeitpunkt auch keine FIV Tests gemacht wurden. Eine Benachrichtigung der anderen neuen Katzenbesitzer hat aufgrund unseres Anrufes (und unserer mehrmaligen Nachfrage bei Besuchen im TH ) auch nicht stattgefunden.

Dort gab man aber als Aussage weshalb man dort nicht teste die Aussage - "die Vermittlungs Chancen wären dann deutlich schlechter".

Gott sei dank gibt es in dem TH mittlerweile einen neue Leitung und dort findet man auch "plötzlich" FIV positive Katzen - und die werden tatsächlich auch vermittelt!

Wir selbst haben aus dem selben TH mittlerweile noch zwei weitere FIV positive Kater.

Entgegen der Meinung FIV positive Katzen wären durch die Diagnose direkt schon fast dem Tode geweiht kann ich da den anderen Katzenbesitzern von FIV positiven Katzen nur Hoffnung machen - dass kann wirklich lange gut gehen und die Katzen führen ein absolut normales Leben!!

Beispiel Sammy - ihm geht es seit drei Jahren unverändert gut!! Er kann fressen was er will und egal wie krank seine Kumpel um ihn herum auch sein mögen - Sammy steht über allem drüber - auch die Schwellungen haben sich nicht verschlimmert. Mein TA sagt hier schon immer - "wenn ich ihn nicht selbst getestet hätte - ich würde es gar nicht glauben".

Bei Beethoven und Maxi (hat nur 3 Beine) sieht es da allerdings ein bißchen anders aus. Die beiden sind relativ anfällig und hier muss ich schon gut aufpassen das sie keinen Zug ab bekommen - sonst haben sie sofort eine Erkältung. Durch die Durchfallanfälligkeit der Beiden füttere ich den Dreien nun ein spezielles Trockenfutter - seitdem ist das Thema Durchfall bei uns auch erledigt.

Ansonsten bekommen die drei nur wöchentlich ihre Vitaminpaste - und Joghurt (da stehen sie einfach total drauf).

Mehr besondere Pflege brauchen meine Jungs (zumindest noch) nicht und dass obwohl Maxi schon 2 mal ganz knapp an der Klippe gestanden hat. Er neigt dazu sich mit einem Herpes - Virus zu infizieren und dann hilft wirklich fast nichts mehr.

Denn einzigen Tipp den ich Dir wirklich von Herzen geben kann ist - zögere bei Krankheitsanzeichen nicht direkt zum TA zu gehen - ein oder 2 Tage Verzögerung können den Krankeitsausbruch dramatisch verschlimmern - und bei dem schwachen Immunsystem kann dass wirklich böse Folgen haben. Mein TA hatte bei den letzen "Erkältungserscheinungen" nämlich auch die Idee zur Stärkung des Immunsystems nicht schon wieder AB zu spritzen (er hatte eine Woche vorher gerade damit Blut im Urin bekämpft, so dass wir im grundsätzlich sogar recht gegeben haben). Hierdurch hat der Virus (sah zunächst wie eine normale Erkältung aus) sich so in ihm ausgetobt, dass mein TA montags total entsetzt war als er ihn wieder gesehen hat. Wir haben dann fast 2 Wochen gebraucht um ihn wieder auf die Beine zu bringen.

Viele Grüße

poldi
 
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