Verhaltensstörungen durch Revierverlust

Diskutiere Verhaltensstörungen durch Revierverlust im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo erst einmal an alle, ich bin neu hier ::w Wir haben uns vor einiger Zeit (zwei Monaten etwa) zwei Laufenten für unseren Garten zugelegt...

Schuhu

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Hallo erst einmal an alle, ich bin neu hier ::w

Wir haben uns vor einiger Zeit (zwei Monaten etwa) zwei Laufenten für unseren Garten zugelegt. Problematischerweiße hat unser Kater unheimliche Angst vor den beiden - und umekehrt genauso. Wenn die sich mal zufällig über den Weg laufen erschrecken sowohl Kater als auch Enten und reagieren mit ihren entsprechenden Flucht- und Abwehrreaktionen.
Die Enten sehen das ganze relativ gelassen, der Kater nicht. Er traut sich alleine nicht mehr in den
Garten und auch in meiner Begleitung nur sehr zögerlich. Dadurch hat er wohl einen (Groß-?)Teil seines Reviers verloren. Warum er sich nicht einfach ein neues sucht verstehe ich nicht, er hätte auf dem angrenzenden Friedhof, in Nachbargärten und so weiter eigentlich genügend Platz.

Nun scheint sich das ganze auch auf sein Verhalten auszuwirken. Er frisst kaum noch - früher hat er eine halbe Dose Katzenfutter am Tag verdrückt, jetzt schafft er maximal zwei Löffel. Zudem liegt er nur noch rum oder schleicht durchs Haus.
Neuerdings erbricht er auch öfters - wobei ich das öfters nicht bezeugen kann. Zweimal waren hinterm Haus zwei weiße Flecken, einmal saß er davor. Ich vermute einfach mal, dass die von ihm stammen. Heute hat er sich allerdings richtig erbrochen, nicht weiß und flüßig, sondern richtig fest und ins Wohnzimmer.

Wie wirkt sich ein Revierverlust auf eine Katze aus? Sieht das immer so heftig aus oder spielen da eventuell noch andere Faktoren eine Rolle? Oder hängen die Probleme überhaupt nicht mit zusammen?

Und die Bonusfrage: Wie führt man zwei total eigensinnige Tierrassen gescheit zusammen? Die Katze kommt zwar wenn ich rufe, dass ist aber auch die einzige Kontrolle, die ich auf ihn ausüben kann. Die Enten haben überhaupt keinen Respekt vor Autoritäten, da kann es schonmal vorkommen, dass flügelschlagend auf mit zugerannt wird wenn ich zwischen ihnen und dem Futter stehe.

Danke fürs Lesen und hoffentlich auch für die Antworten.

Schuhu.
 
03.10.2007
#1

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Gast

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Hallo Schuhu,
erstmal willkommen hier bei den Netzkatzen ::w

Ich habe keine Ahnung von Enten.Was sind eigentlich Laufenten?
Sind das Nutztiere oder sind das eher Liebhabertiere :oops: ?
Wieso hält man sich solche Enten(Tschuldigung,ist ne blöde Frage).

Ich kann mir vorstellen,daß Dein Kater jetzt ziemlich verwirrt ist.Sein Revier wird von bösen Eindringlingen beherrscht 8O .
Ich würde,ehrlich gesagt das Revier der Enten eingrenzen,damit der Kater wieder zur Ruhe kommt und seine Sicherheit wiedererlangt.
Ab und zu erbrechen sich Katzen,das ist eigentlich normal,zumal,wenn sie Gras fressen.
Du mußt nur beobachten,ob es wirklich nur ab und an mal passiert,oder eben oft.
Wenn es nach dem Trennen der Enten immer noch öfters als,sagen wir mal, 2x die Woche ist,solltest Du doch mal den TA konsultieren.
Aber ich denke schon,daß er momentan an Streß leidet :( .
 

Whoopie

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Hallo Schuhu,

ich würde auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren und ein Blutbild erstellen lassen.

Ein Kater, der kaum frisst und erbricht, sollte tierärztlich untersucht werden. Vielleicht liegt es weder an den Laufenten, noch am Revierverlust, er könnte ja auch einfach akut krank sein.

Liebe Grüße
Anja
 

Schuhu

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Hallo Schuhu,
erstmal willkommen hier bei den Netzkatzen ::w

Ich habe keine Ahnung von Enten.Was sind eigentlich Laufenten?
Sind das Nutztiere oder sind das eher Liebhabertiere :oops: ?
Wieso hält man sich solche Enten(Tschuldigung,ist ne blöde Frage).

Ich kann mir vorstellen,daß Dein Kater jetzt ziemlich verwirrt ist.Sein Revier wird von bösen Eindringlingen beherrscht 8O .
Ich würde,ehrlich gesagt das Revier der Enten eingrenzen,damit der Kater wieder zur Ruhe kommt und seine Sicherheit wiedererlangt.
Ab und zu erbrechen sich Katzen,das ist eigentlich normal,zumal,wenn sie Gras fressen.
Du mußt nur beobachten,ob es wirklich nur ab und an mal passiert,oder eben oft.
Wenn es nach dem Trennen der Enten immer noch öfters als,sagen wir mal, 2x die Woche ist,solltest Du doch mal den TA konsultieren.
Aber ich denke schon,daß er momentan an Streß leidet :( .
Danke für die Antwort und den Willkommensgruß. :lol:

Das Revier der Enten eingrenzen wird leider nicht möglich sein, weil sie eine Mennge Auslauf brauchen und der Garten auch hauptsächlich als Futterquelle für sie dient - sie brauchen den Platz, der für sie zur Verfügung steht.
Das Katzen sich ab und zu übergeben ist klar - aber ich dachte, dass würde eher im Zusammenhang mit dem Haarausfall vor dem Sommer stehen, weil da die Haare den Hals verstopfen? Gras fressen hab ich ihn aber tatsächlich sehen, vielleicht liegt es daran. Nur passiert es in letzter Zeit echt oft, drei Mal in etwa zwei Wochen hab ich bis jetzt noch nie mitbekommen.
Das er unter Streß steht kann ich mir eigentlich nicht vorstellen, laut meinem schlauen Katzenbuch sind Symptome dafür das Aufhören mit dem Schnurren und das Ausrupfen von Haaren. Schnurren tut er aber, sobald ich ihn freundlich angucke und an seinem Fell rupft er auch nicht rum. Möchte mich der hier versammlten Erfahrung nicht in den Weg stellen, ich wüsste nicht, dass er vorher schonmal wirklich gestreßt war ;-) Ich werde es auf jeden Fall weiter beobachten.

Und zu den Enten: Sind eine Mischung aus Nutztier und Fernsehersatz. Ich wollte unbedingt welche haben, weil es schöne und total niedliche Tiere sind. Meine Eltern habe ich damit überzeugt, dass ich ihnen erklärt habe, wie gute Ungeziefervernichter sie sind. Schnecken sind die Leibspeiße von den Enten, die waren keine zwei Wochen hier und es war keine Schnecke mehr zu sehen. Papas Blumen, die vorher allesammt kahlgefressen waren blühen wieder herrlich und das Wort "Schneckenplage" ist hier im Haus seitdem nicht mehr gefallen :wink:
Und zusätzlich macht es unheimlich Spaß, ihnen beim rumwatscheln zuzugucken. Sie haben einen sehr starken Willen, den sie auch immer durchzusetzen versuchen aber eine richtig tollpatschige Art. Das ist zusammen eine total lustige Mischung. Wenn sie flügelschlagend auf einen zuhopsen (fliegen können sie von Natur aus nicht) und versuchen einen zu vertreiben ist das eigentlich eher lustig als imposant ::bg Und genauso lustig ist es, wenn sie verdutzt aus dem Salbeibusch, den sie grade nach Schnecken durchsucht haben, wenn man in den Garten kommt oder den Apfelbaum anmeckern, weil der einen Apfel neben sie fallen lassen hat.::bg

Jetzt bin ich aber abgeschweift, tschuldigung.
Schuhu.


Nachtrag:
Hallo Schuhu,

ich würde auf jeden Fall einen Tierarzt konsultieren und ein Blutbild erstellen lassen.

Ein Kater, der kaum frisst und erbricht, sollte tierärztlich untersucht werden. Vielleicht liegt es weder an den Laufenten, noch am Revierverlust, er könnte ja auch einfach akut krank sein.

Liebe Grüße
Anja
Uff, danke für diesen direkten Beitrag. Wenn das so weiter gegangen wäre hätte ich den TA natürlich selber eingeschaltet, aber das wird die Entscheidung wohl beschleunigen. Danke.
 

Schuhu

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So, kurzes Update - es hat sich nichts verbessert. Er hat sich zwar nicht mehr übergeben, liegt aber nurnoch total lustlos rum - am liebsten neben der Heizung. Und wenn er woanders liegt dann unter einer Decke oder er versucht, sich in meinem Ärmel zu verkriechen. So als wäre ihm total kalt.
Grade hatte ich eine Diskussion mit meiner Mutter - sie hat felsenfest den Standpunkt "Wer alleine krank wird kann auch alleine wieder gesund werden" vertreten. Hab sie aber jetzt so weit, dass wir es uns noch ein oder zwei Tage angucken und dann zum TA fahren.
Ach ja, er frisst wieder ein wenig, aber nur Trockenfutter, obwohl er das eigentlich garnicht kriegt. Wir hatten hier noch eine Tüte rumstehen, von denen er ab und zu ein paar naschen darf, die hat er gierig runtergeschlungen.
 

XXL-Versorgerin

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Hallo,

ich glaube nicht, dass deine Katze krank ist; ich würde die Enten wieder abschaffen. Wie du gesehen hast, ist eine Zusammenführung dieser zwei unterschiedlichen Tierrassen in diesem Fall nicht möglich, und vor allem: Deine Katze leidet offensichtlich sehr stark/ ist supergestresst/ traurig, deprimiert: Sie hat ihr Verhalten komplett verändert, erbricht sich usw.

Ich hab das mal in der krassesten Form bei einer neuen Hund-Katze-Konstellation erlebt: Die (vorher ausgeglichene) Katze war vorher sogar mit einem Hund gleicher (erheblicher) Größe friedlich zusammengewesen - aber dieser neue Hund jagte ihr solche Angst ein, dass sie nur noch im Keller blieb, aus Angst immer zu viel Fressen (auf einmal) hinunterschlang und regelmäßig erbrach.
Hätte die Besitzerin die Katze nicht besser geschützt (z.B. wieder in die Küche gelassen) und dem Hund gegenüber klar gemacht, dass sie ältere Rechte hat, die Katze wäre schon nicht mehr da: 3x hat sie versucht, ein anderes Zuhause zu finden, war wochenlang weg - aber auf dem Land da gab es keine andere Möglichkeit für sie.
Es war furchtbar mitanzusehen, wie die Katze litt, bevor die Besitzerin (die das irgendwie nicht sah) Maßnahmen ergriff, ich bin heute noch froh, dass ich mich damals geäußert und eingemischt habe.

Nun kann man Enten nicht wie einem Hund klar machen, dass sie die Katze zu respektieren haben; ergo wird sich auch am Leiden deiner Katze nichts ändern, solange die Enten ihr Revier besetzt halten. Wenn sie sich gar nicht mehr wohlfühlt, sucht sie sich vielleicht auch ein anderes Zuhause...

Wie du es schilderst, ist die Situation für mich sonnenklar: Wenn du deine Katze liebst, verzichtest du auf die Enten, die ihr nur Qual und Einschränkung bedeuten.

Gruß,
Marion.
 

Schuhu

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Tja. Irgendwie war ja klar, dass in einem Katzenforum genau so eine Antwort kommen muss. Sorry, aber für mich als Tierliebhaber ist diese Entscheidung etwa so schwer wie "Soll ich Person A oder B töten?". Zumal ich die Enten mitlerweile genauso liebgewonnen habe wie den Kater.

Zumal von der Entenseite auch kein direktes Problem besteht. Die respektieren die Katze ja nicht nicht, sondern ignorieren sie. Den Enten ist es echt egal, ob die Katze im Garten rumstreift, nur wenn sie sich mal über den Weg laufen erschrecken sie sich. Da werden weder offen Anfeindungen gemacht (hab da schon viel extremere Geschichten gehört, dass Enten die Katze verjagen oder angreifen würden; der Hund einer Freundin wurde zu Beginn von den Enten durch den Garten gejagt etc). Liegt wohl daran, dass ich zwei Erpel habe und die Weibchen für die Revierverteidigung zuständig sind.

Hinzu kommt, dass die Enten eigentlich in keiner Beziehung zu dem Kater stehen sollte. Sie sind weder Fressfeinde (ab und zu schleppt er zwar eine Schnecke an und die Enten haben neulich eine Maus ertränkt, aber das sind Ausnahmen) und gehören ganz sicher auch nicht zu seinem Beutespektrum (abgesehen vielleicht von den Küken) und sollten somit eigentlich friedlich koexistieren können. Was ja in einigen Fällen klappt, genauso oft wie von den Negativbeispielen hört man von Freundschaften zwischen den beiden Arten, wo Katze dann neben dem Teich liegt und aufpasst oder die Katze abends vorbeikommt, um die Enten in den Stall zu schicken.



Naja, gestern habe ich das schöne Wetter genutzt und mich mal mit der Katze in den Garten begeben. Habe ein wenig gelesen, Tiger ist um mich rumgelaufen. Die Enten haben sich von uns ferngehalten, was dem Kleinen einiges an Selbstsicherheit gegeben hat, sodass erschnell angefangen hat auf die beiden zu lauern. Das gab dann natürlich Ärger von mir und deshalb hat er es gelassen. Abends ging es ihm dann wieder richtig gut, er hat ordentlich gefressen und war auch richtig schmusig. Dann war er mit mir raus, um die Enten einzustallen. Er hat dabei anscheinend verstanden, dass die beiden Nachts nicht raus können, was ihn dazu veranlasst hat, draussen zu bleiben. Er scheint also erstmal wieder einigermaßen in Ordnung zu sein.
 

XXL-Versorgerin

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Danke für deine Antwort. Jou. Für mich sind Enten lang nicht dasselbe wie Katzen oder Hunde (im Hunde- oder Pferdeforum hätte ich dasselbe geschrieben), das stimmt. Ich hab halt gesehen, wie sowas laufen kann... und in dem Moment, wo sich meine Katze vor einer anderen Tierrasse fürchtet, die ich ihr ins Revier gesetzt habe, gäbe es für mich keine Alternative als die Furchtquelle abzuschaffen - Enten sind viel leichter abzugeben als Katzen (keine Frage von "töten" also, so dramatisch wäre es nicht), und sie sind ja auch nicht "Herrchen"-gebunden wie Katzen oder Hunde, außer sie sind als Küken angeschafft + auf Mensch geprägt . Meinen Kater würde ich nicht leiden sehen wollen - und auch ihn vor allem nicht bestrafen müssen, weil er nicht länger deprimiert ist, sondern sich endlich gegen die ungeliebten Reviereindringlinge wehrt...

Und was Konjunktive taugen ("sollten friedlich koexistieren können") sieht man immer erst in der Praxis. Von Zusammenführung kann man ja bei diesen beiden Tierrassen nicht sprechen - und Koexistenz klappt eben manchmal, und manchmal nicht. Wenn's nicht besser wird, wäre es, bei aller Entenliebe, sicher besser, die Realität anzunehmen + Konsequenzen zu ziehen.

Eine Lösung wäre vielleicht eine zweite Katze?
Alles Gute für eine Lösung im Sinne des Schwächeren,
Marion.
 

Rina

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Ich würde den Enten erst einmal einen Teil des Gartens einzäunen, damit der Kater den anderen Teil für sich hat.

Wenn er sich dann an die Anwesenheit der Enten gewöhnt hat und sie in einigen Wochen gar nicht mehr beachtet bzw. gemerkt hat, daß ihm nichts passiert, dann kannst Du langsam versuchen, den Enten wieder mehr Raum zu geben.

So wirst Du beiden gerecht und der Kater hat die 'Monster' erst mal nicht direkt 'am Hals'. Katzen erkennen einen Zaun sehr gut und fühlen sich geschützter.

Ein Beispiel: Meine Lucy hat panische Angst vor Kindern und flüchtet direkt in die Wohnung, wenn Kinder im Garten sind. Sind die Kinder aber in dem Garten des anderen Hauses, von unserem durch einen Jägerzaun getrennt, dann hat sie überhaupt keine Angst.
Das funktioniert sogar dahingehend, daß die Kinder hinter dem Zaun viel näher sein können und Lucy kümmert's nicht - wenn sie innerhalb des Zaunes sind, dann können sie ganz hinten am anderen Ende des Gartens sein, viel weiter weg und Lucy hat Angst.

Rina
 

Petra-01

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Ich bin ja sonst immer sehr vorsichtig aber hier muß ich auch mal deutlich sein. :wink:

Ich würde auch die Enten oder die Katze weggeben, es hört sich nicht so an als ob das eine gelungene Kombination ist. Leider. :cry:

Einzäunen der Enten wäre eine Alternative, vielleicht. Aber mir als Katzenliebhalber geht das Wohl einer Katze eben auch vor, ja hier ist ein Katzenforum, wir sind verrückt nach Katzen und die meisten lieben ihre Samtpfoten eben noch ein bischen mehr als die anderen Tiere. ::bg

Aber wenn das mit dem wenig fressen und erbrechen nicht schnell besser wird würde ich dringend und schnell zum Tierarzt mit der Katze gehen!!! Auch das du schreibst er würde in den Ärmel kriechen wollen und es sähe aus als ob er friert ist ein weiteres Zeichen für eine ernste Erkrankung!!! Nimm das bitte erst.

Und das Katzenbuch das du hast schmeiß getrost in den Müll. 8)
Streß bei Katzen äußert sich nicht nur im Haare ausraufen und schnurren einstellen, dann wäre die Katze praktisch tot.
Streß bei den Katzen kann so viele Zeichen oder auch so wenige haben, da muß man genau hinsehen.

Wäre schön wenn du noch mal über die ganze Situation nachdenkst und uns weiter berichtest.
 

sanny

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Ich finde dein 2. Bericht hört sich doch schon viel besser an.
Dein Kater wurde mit den Enten überumpelt.
Vielleicht wäre es besser gewesen,den Enten nicht gleich den ganzen Garten zur Verfügung zu stellen,und deinem Kater die Möglichkeit zu geben,sich an die neuen Mitbewohner zu gewöhnen.

Ich kenne noch andere Leute,die Katzen und Laufenten im selben Garten haben und es gab nie irgendwelche Probleme.

Ich denke,es braucht etwas,bis sich dein kater an das "Federvieh" gewöhnt hat.

Wenn du zusammen mit ihm in den Garten gehst,scheint er ja viel weniger Angst zu haben.
Vielleicht solltest du das jetzt täglich machen,damit er merkt,dass von den Enten keine Gefahr ausgeht.

An Abgeben würde ich noch nicht denken.
Du solltest deinem Kater nur etwas entgegen kommen,damit er sich nicht dosiseelenalleine zwischen 2 schaurig watschelnden Enten sieht.

Daher unterstützde ich Rinas Idee,mit dem Einzäunen.
Muss ja auch keine Dauerlösung sein,sondern nur,bis dein Kater sich an die Enten gewöhnt hat.

Das Fressverhalten sehe ich allerdings stressbedingt.
Jede Katze reagiert anders auf Stressituationen.
 

Elmo

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Hallo,

bevor ich in dieser Situation irgendwen abschaffen würde, würde ich erst einmal die Katze (dringend) zum Tierarzt bringen.
Ich hatte hier auch schon einmal die Situation, daß sich eine Katze in ein Zimmer zurückziehen musste, weil sie Stress mit anderen hatte - ein ganz ähnlicher Revierverlust also.
Aber diese Katze hat dennoch gefressen, gespielt und sich ziemlich normal benommen, auch wenn ihr das gar nicht gefallen hat wie die Situation zu dem Zeitpunkt gewesen ist.
Der Kater müsste einmal ganz gründlich gecheckt werden, also abhören, Fieber messen, in den HALS schauen (grade bei Halsentzündungen möchten Katzen oft lieber Trocken als Nassfutter) und ein grosses Blutbild.

Wenn er gesund ist, dann kann man versuchen, ihn langsam an die Enten zu gewöhnen. Enten tun Katern eigentlich nichts und daher sollte es durchaus möglich sein die miteinander zu vergesellschaften.
Ich könnte mir vorstellen, daß man da mit Clickertraining (ganz am Ende vielleicht sogar gemeinsam) eine Menge erreichen könnte, denn das ist etwas, das man sowohl mit Katzen als auch mit Enten machen kann und während der Arbeit sind Katzen meist so konzentriert, daß es ihnen wenig ausmacht, wenn "böse" in der Nähe sind.

Hier gibts ne group zum Thema:
http://de.groups.yahoo.com/group/katzenclickern/

und bitte, schaut euch das nicht mehr lange an, ich finde, was du von dem Kater erzähltst das klingt sehr danach als könne er krank sein.

liebe Grüße
Andrea
 
orcanet

orcanet

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Hi,

also ganz ehrlich kann ich voll verstehen, dass sie die Enten nicht einfach so wieder abgeben möchte und kann schon garnicht verstehen, dass hier eine Art Zweiklassengesellschaft aufgemacht wird aber nun gut ::?

Der Kater ist ja offensichtlich Freigänger und hat somit alle Möglichkeiten den Enten aus dem Weg zu gehen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er einen bleibenden Schaden davonträgt nur weil da auf einmal Enten in "seinem" Garten wohnen - sicher erschrecken sie ihn und umgekehrt ist es ja wohl genauso - ja Du lieber Himmel - es sind sicher nicht die einzigen grösseren Vögel denen er Draussen begegnet. Warum sollen die Enten eingesperrt werden, wenn der Kater theoretisch hingehen kann wo er will?

Was mich vielmehr verwundert ist, dass hier keiner was über den Spruch der Mutter sagt "Wer von selber krank werden kann, kann auch von selber wieder gesund werden" 8O Oha - hoffentlich wendet sie diese Weisheit nicht auch bie sich selber oder ihrer Familie an. Ich kann mich meiner Vorschreiberin nur anschliessen, dass man den Kater besser mal einem TA vorstellt, den für mich hört sich das auch eher so an, als sei er krank.

Irritierte Grüsse
Barbara
 

sanny

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Rinas Idee mit dem Eingrenzen des Reviers wurde von mir in Post 2 schon vorgeschlagen und postwendend in Post 4 abgelehnt,da nicht möglich:wink:
sehs grad,ups.
Hab gestern wohl nicht genau gelesen.


Wie groß ist denn dein Garten?


Hi,

also ganz ehrlich kann ich voll verstehen, dass sie die Enten nicht einfach so wieder abgeben möchte und kann schon garnicht verstehen, dass hier eine Art Zweiklassengesellschaft aufgemacht wird
das selbe habe ich auch gedacht.
Natürlich ist das hier ein Katzenforum und es geht um das Wohl unserer Stubentiger,aber das heisst doch noch lange nicht,dass man andere Tiere weniger lieb haben muss.

Auch wenn deine Eltern diese erschreckende Ansicht des Selbergesundwerdens haben,du kannst deinen kater doch sicher auch alleine zum TA fahren,oder?

Wie gehts ihm denn heute?
 

Schuhu

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Danke für die zahlreichen Antworten :lol:

Nein, selber zum TA fahren klappt ohne Führerschein nicht :wink: Ist aber auch nicht nötig, wir waren heute da - Blutbild ist in Arbeit, aber rein äußerlich (und das innere, was man von außen angucken kann) hat der TA ihn für gesund befunden. Er meinte auch, dass es wohl am Streß liegen würde.

Einzäunen wird wie gesagt nichts - die Fläche, die da ist (500m² etwa) wird von den Enten benötigt und kommt mir teilweise sogar schon zu wenig vor. Er scheint aber verstanden zu haben, dass die Enten nachts im Stall sind - war gestern die ganze Nacht unterwegs. Irgendwann so gegen zwölf kam er rein und hat etwas gefressen, kurz geschmusst und ist dann wieder rausgedüst. Was mit dabei aufgefallen ist: Als er reinkam war sein Schwanz ganz wuschig, hat auch etwas länger gedauert, bis er wieder normal war. Ich kann mich nicht dran erinnern, dass er das schonmal so lange hatte - aber ich weiß auch nicht mehr, ob ich früher darauf geachtet hab. ::? Könnte das daran liegen, dass er durch das "besetzte" Revier gelaufen ist? Ist ja meine ich eine Reaktion auf Bedrohungen, oder?
Im Moment ist er auch wieder draußen. Insgesamt lässt mich das alles hoffen :-)

Das mit dem Clickertraining werde ich mir mal ansehen - kenne es bis jetzt nur von Ziegen. Ich kann mir aber nicht wirklich vorstellen, dass die Enten das mitmachen, die haben wie gesagt kein Respekt vor Autoritäten :twisted: Hat da vielleicht jemand noch andere Seiten zu? Ich komm mit diesem Yahoo-Ding nicht wirklich klar. Ein kurzer Einsteigerartikel wäre schön, den Rest werde ich mir, wenns mich überzeugt, eh in Buchform besorgen (wenn es sowas gibt, Tipps wäre auch hier schön).
Ich werde solange erstmal weiter mit dem Kater in den Garten gehen, wenn die Enten unterwegs sind, das scheint ihm ja geholfen zu haben. Und dann mal ein paar Kunststückchen wagen: Ihn näher mit rannehmen, ihn noch näher mit rannehmen und so weiter :wink:

Und @Petra und Versorgerin: Ich mache euch keinen Vorwurf, wäre ich noch nur mit Katze unterwegs hätte ich vermutlich genauso gedacht. Aber wenn man mal beide Tiere richtig kennenlernt ist das nicht mehr so leicht. :?
 

Schuhu

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So, Ergebnisse sind da und sehr schockierend.
Die Nieren sind extrem geschädigt. Hatte im Blut Harnstoffwerte (und noch irgendwas, habs vergessen), die weit über dem gesunden Maximum lagen. Er hat nun erstmal eine Infusion bekommen, um das Blut zu reinigen und kriegt morgen und übermorgen noch zwei weitere. Am Montag gibts dann einen weiteren Bluttest. Wenn der positiv ausfällt hätte er laut TA noch zwei oder drei Jahre mit Diätfutter, ansonsten wäre es direkt vorbei. :?

Ich bin leider im Moment leider echt zu geschockt und fertig umd noch mehr zu sagen. Danke an alle, die mir bei der Entenproblematik geholfen haben, aber die wird nun natürlich erstmal aufgeschoben.
 

Petra-01

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DAs tut mir sehr leid. :cry:

Aber ganz ehrlich habe ich es mir ja gedacht daß da ein gesundlheitliches Problem dahintersteckt. Bitte mach dich hier im Forum weiter schlau zum Thema, es gibt sicher alle Informationen die du brauchst!!!

Ich drück dir und vor allem deinem Kater ganz feste die Daumen daß er da durchkommt und es dann mit der entsprechenden Ernährung und Medikamenten wieder bergauf geht.
toi toi toi

Liebe Grüße
 

sanny

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Oh nein,
ich hab so gehofft,dass es doch nur vom Stress kommt.

Ich kann dir bei CNI gar nicht helfen,aber drück deinem Kater ganz fest die Daumen.
 
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