Unsichere Katze aus Tierheim kratzt

Diskutiere Unsichere Katze aus Tierheim kratzt im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo zusammen, ich habe vor 6 Wochen nach dem Tod meiner Katze einen Kater aus dem Tierheim aufgenommen, damit mein vorhandener Kater (15 J.)...

Dorothea1a

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Hallo zusammen,

ich habe vor 6 Wochen nach dem Tod meiner Katze einen Kater aus dem Tierheim aufgenommen, damit mein vorhandener Kater (15 J.) nicht alleine leben muss. Leo ist ein Fundkater, geschätzt mindestens 11 Jahre alt, eher älter. Er war 7 Monate im Tierheim und hat dort voller Angst gelebt. Die sehr engagierten Mitarbeiter dort bekamen ihn kaum zu Gesicht, weil er immer sofort verschwand, wenn sie das sehr schöne und geräumige Gehege betraten.
Ich war, wie gesagt, nach einem Kater, der altersmäßig in etwa zu meinem Tommy passt und habe ihn sehr spontan einfach mitgenommen. Zu Hause angekommen, war ich dann doch etwas unsicher, ob meine schnelle Entscheidung richtig gewesen war.

Leo hat dann sehr schnell gezeigt, dass meine Entscheidung goldrichtig war. Schon nach einer Woche konnte ich dem Tierheim erste Erfolg-Fotos schicken. Er zeigte sich immer mehr wozu auch seine Gier nach Leckerchen beigetragen hat. Oft läuft er mir hinterher, "erzählt" und ist einfach ein süßer
Kater. Zwischen Tommy und ihm Läuft nicht viel, sie akzeptieren sich, aber jeder geht seiner Wege. Manchmal schlägt Leo nach Tommy, der sich dann verzieht. Er ist ein gutmütiger Kater, dem es nichts ausmacht, die zweite Geige zu spielen. Jeden Tag fordert er Leo zum Spielen auf, aber das ist Leo offensichtlich nicht geheuer und er reagiert nicht bzw. zieht sich auch schon mal zurück, wenn Tommy durch die Wohnung rennt.

Nun zum Problem. Schon ganz zu Anfang haute Leo zu, wenn ich ihm das Futter hinstellte. Was natürlich tierisch weh tut und auch teilweise stark blutet. Mittlerweile halte ich es so, dass ich das Futter hinter verschlossener Tür zubereite, die Näpfe auf ihre Plätze stelle und die Kater dann erst in die Küche stürmen lasse. Das funktioniert gut. Aber es gibt andere Situtationen, wo ich jedes Mal, wenn es passiert, sehr überrascht bin - z. B. gestern wieder bei unserer allabendlichen Leckerchen-Runde. Ich versuche natürlich, Leo näher an mich heran zu locken, was gut funktioniert (einmal strich er mir sogar um die Beine, aber dann hat er vor lauter Schreck über seinen Mut wieder zugeschlagen - zum Glück hatte ich eine Hose an). Er hat immer weniger Angst, ist aber einfach extrem unsicher. Gestern kam ich ihm dann aus Versehen mit der Hand zu nahe, als ich ihm das Leckerchen zuwerfen wollte, und er schlug wieder zu. Anfassen ist gar nicht, dann faucht er laut (Zähne hat er keine mehr, eine Gefahrenquelle weniger!) - ich hab's einmal versucht, als er entspannt auf dem Sessel lag.

Ich war jetzt zwei Tage verreist und er hat sich riesig gefreut, dass ich wieder da war (vor meiner Nachbarin, die gefüttert hat, ist er weggelaufen). Ich merkte, dass er mir näher kommen wollte, ist mir immer hinterher gelaufen, aber da ist irgendwie eine Riesen-Angst vor meinen Händen. Wenn es nicht so schmerzhaft wäre, würde ich ihn tatsächlich zu seinem Glück zwingen, so wie ich es damals sehr erfolgreich bei "Klein-Tommy" gemacht habe. Aber der hatte eben nur Angst und hat seiner Angst nicht durch Kratzen o. ä. Ausdruck verliehen. Und er war erst ein paar Monate alt, als er zu mir kam.

Habt ihr Tipps für mich, wie ich mit ihm gut umgehen kann? Wie er die Angst verlieren kann (und ich mit!)? Es ist dieses Unberechenbare, das mich sehr irritiert. Für mich ein Hieb aus dem Nichts - er ist meine 4. Katze, d. h. ich behaupte, dass ich Katzensprache lesen kann. Eine Tierheim-Mitarbeiterin, mit der ich im Kontakt bin, meinte, dass es auf Unsicherheit zurück zu führen ist. Das deckt sich mit meiner Wahrnehmung.

Rückgabe ist keine Option für mich. Weil ich sehe, wie wohl er sich dann trotz allem hier fühlt. Wie goldrichtig diese Entscheidung war, ihn zu nehmen.

Danke für's Lesen. Danke für jeden Tipp.

LG Dorothea
 
13.09.2020
#1

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MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Hallo Dorothea,

finde ich schön, dass du Leo zu dir genommen hast!
Er wird wohl sehr schlechte Erfahrungen mit Händen gemacht haben :-(
Von meiner Seite gibt es auch hier den Tipp, es unterstützend mit Bachblüten oder Zylkene zu versuchen. Über Zylkene findest du einiges wenn du es unter "Suche" eingibst.
Vielleicht hätte er Spaß am Cklickern und würde so nach und nach merken, dass Hände durchaus etwas Positives haben können? Er ist ja für Leckerchen zu haben :-)

Liebe Grüße
Jo
 
Tatjana462

Tatjana462

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Auch von mir ein "Herzliches Willkommen" im NKF. ::w

Ich finde es toll, dass Du einen Kater aus dem Tierheim genommen hast. Der Nachteil kann leider sein, dass durch gewisse Erfahrungen sich auch Verhaltensstörungen ausgeprägt haben. Das scheint mir bei Deinem Leo so zu sein.
Er wird wohl sehr schlechte Erfahrungen mit Händen gemacht haben :-(
Von meiner Seite gibt es auch hier den Tipp, es unterstützend mit Bachblüten oder Zylkene zu versuchen. Über Zylkene findest du einiges wenn du es unter "Suche" eingibst.
Dem kann ich mich vollkommen anschließen. Versuche es mal mit den genannten naturkundlichen Möglichkeiten. Sie schaden auf keinen Fall.

Unsere Maya wurde auf der Straße als kleine Katze eingefangen und hatte auch bisher viel zu viel Angst. Mit Zylkene (75 mg) und auch Globulis von PETVITAL (Bachblütenmischung Nr.2) sind wir ganz schön nach vorn gekommen. Aber nicht unbedingt beides zur gleichen Zeit. Allerdings es kann seine Zeit dauern.

Beim Kratzen würde ich dem Katerchen durch eindringliches "Nein" rufen zu verstehen geben, dass dies nicht gut ist. Das erscheint mir auch wichtig zu sein. Er muss wissen, dass Du dies nicht gut findest.

Ich wünsche Dir von ganzem Herzen viel Erfolg mit den 2 Katzen - besonders mit Leo. 🍀🍄🍀
 
Carla007

Carla007

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Hallo Dorothea,
bei VOX gab es letztens bei HundKatzeMaus einen Beitrag über einen lieben Kater der auch gekratzt hat. Bei ihm lag es daran, dass er sehr regelmäßig Zugang zu Futter brauchte, was die glaube ich über einen Futterautomat gelöst haben. Ist sicher noch in der Mediathek von VOX zu finden.
 

rettungsbunny

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Hallo Dorothea,

ich find es super dass eine Abgabe für dich nicht in Frage kommt, sondern dass du auf der Suche nach Lösungen bist.
Da hat Leo genau das richtige Zuhause gefunden :love:

Nach gerade mal 6 Wochen ist Leo ja noch immer in der Eingewöhnungszeit.
Es klingt schon danach, als hätte er mit Händen sehr schlechte Erfahrungen gemacht.
Das braucht auf jeden Fall viel Zeit und Geduld - für euch beide (auch wenn es für dich leider sehr schmerzhaft werden kann :-( )

Es ist ein guter Ansatz das Futter erst abzustellen und sie dann rein zu lassen. Damit entspannst du schonmal diese Situation.
Leckerli würde ich ihm zwar zeigen, aber nicht aus der Hand füttern sondern vor dir auf den Boden legen. Somit wären deine Hände aus der Gefahrenzone, er sieht aber dass es von dir kommt.

Ist er in der Nähe wenn du dich mit Tommy beschäftigst?
Wenn er sieht wie du ihn kraulst und ihm dabei nichts passiert, trägt das auch mit dazu bei zu lernen, dass Hände nicht immer was Böses sind.

Zwangsbeknuddeln würde ich ihn allerdings nicht. Das könnte wirklich kontraproduktiv sein ;-)

Ich wünsche euch beiden ganz viel Geduld.
Dann kommt mit der Zeit bestimmt auch eine tolle gemeinsame Zeit.
 

Dorothea1a

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Hallo Zusammen,

danke für eure Antworten.
Vieles von dem, was ihr schreibt, handhabe ich schon genauso.
Was mir jetzt aufgefallen ist: Er zieht, auch wenn ich die Leckerchen durch die Wohnung werfe, damit die Kater ein bisschen in Bewegung kommen, diese immer mit der Pfote zu sich. D. h. es scheint eine Angewohnheit zu sein, die Pfote dazu zu nehmen. Kommen also zwei Probleme zusammen: Einmal die Unsicherheit und dann diese doofe Angewohnheit, die es letztlich unmöglich macht, die Hand beim Leckerchen geben zu nahe am Kater zu haben. Mir scheint, das kann ich ihm in diesem Alter nicht mehr abgewöhnen.
Gestern lag er ganz entspannt mit ca. 50cm Abstand bei mir auf der Couch. Räkelte sich, freute sich seines Lebens. Ich hab mich gehütet, ihn zu berühren. Das hätte ihn wieder verschreckt.
Am Anfang habe ich Tommy demostrativ vor Leo geknuddelt. Mir schien, dass ihm das noch mehr Angst machte, nach dem Motto: "Gleicht kommt sie zu mir und macht dasselbe!" Mittlerweile mache ich das einfach so, wie es sich ergibt. Er beobachtet, sucht immer wieder auch meine Nähe, aber so, dass er jederzeit weg rennen kann (oder zuschlagen, wie vorgestern mal wieder geschehen!).

Am Ende wird es so sein: Er wird entscheiden, wie nahe unser Verhältnis wird. Er fühlt sich überwiegend wohl - und das ist das Wichtigste. Und ich muss schauen, dass ich mich schütze. Interessanterweise reagiert er prima auf klare Ansagen - und das nutze ich. Bin ich nicht gewohnt, weil ich bislang meine Katzen eher gar nicht "zurechtweisen" musste. Macht auch keinen Spaß. Aber wenn's ihm hilft?!

Liebe Grüße und noch mal danke,
Dorothea mit Tommy und Leo
 
Zuletzt bearbeitet:
Pat

Pat

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Hallo Dorothea,de
zunächst noch ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Ich habe deine Berichte gespannt gelesen ….. und es erinnert mich dabei vieles an unseren ehemaligen Kater Moritz, der zeigte viel ähnliches Verhalten, nur noch um vieles heftiger.
Moritz war vermutlich der Wurfbruder, jedenfalls der Streunerkumpel, von unserem Kater Flecki, der jetzt noch bei uns lebt.
Die beiden waren in der Nachbarschaft geboren, bei Leuten die ohne Verstand die Katzen sich sinnlos und unkontrolliert vermehren ließen ….. nach Eintritt der Geschlechtsreife wurden die Kater dann meist von den "Altkatern" vertrieben und liefen als Streuner durch die Gegend.
Das einzige was diese Leute gemacht haben, das war immer eine Futterschüssel mit Trockenfutter bei denen in den Garten zu stellen ….. wer dann zuerst kam, der konnte sich satt fressen, wer zu spät kam ging leer aus...… und die meisten gingen leer aus, auch unsere beiden "Streuner", daher waren sie zwar nicht unterernährt, aber immer hungrig...… geschlafen haben sie dann einige Grundstücke weiter in einem verlassenen Werkstattgebäude.
Als dann diese Werkstatt abgerissen wurde, begann die Zeit, wo sie uns im Garten als Streuner bewusst wurden.

Als dann Moritz schwer verletzt immer öfter bei uns im Garten gesichtet wurde um das Igelfutter zu fressen (Flecki immer im Schlepptau hinter sich) , da haben wir versucht die beiden mit einer Lebendfalle im Zusammenhang mit dem Tierschutz einzufangen ….. bei Moritz ist es uns nach einigen Tagen geglückt (Flecki kam erst eine ganze Zeit später zu uns ins Haus)….. und da beginnt die Zeit, die ich als "Vergleich" zu Leo empfinde.

Wir hatten zu der Zeit noch eine fast 22 Jahre alte Katze und einen Neufundländer-Hund, daher wollten wir dieser alten Katze nicht solch einen Neuzugang , der zu dem noch sehr wehrhaft und aggressiv war, mehr zumuten und wir brachten Moritz mit der Lebendfalle gleich ins Tierheim, damit ihm geholfen werden konnte und er kastriert wurde.
Noch am selben Abend bekamen wir einen Anruf, das wir doch bitte diese "Bestie" wieder abholen und dort wieder freilassen sollen, wo wir ihn gefunden haben. Bereits nach der Kastra-Narkose und der Erstbehandlung war er sehr schnell wieder wach und hatte dort im TH alles zerlegt, keiner konnte in seine Nähe, er griff alle an.


Wir fuhren ihn also wieder abholen und schon alleine ihn von der Lebendfalle (in die er noch unter Narkose wieder gelegt worden war) in die normale Transportbox zu bekommen, das war Nervenstress pur und dabei zerbiss er auch noch einen Holzkleiderbügel, mit dem ihn der Tierpfleger versucht hatte von der einen Box un die andere zu schieben …. natürlich nicht mit Gewalt, sondern sehr langsam und vorsichtig.

Zuhause schaffte ich es aber nicht, ihn einfach wieder draußen sich selbst zu überlassen, er konnte ja durch seine Verletzungen kaum laufen.
Also blieb er bei uns im Treppenhaus und hatte dort 3 Etagen zur Verfügung, nur zu unserer Katzen-Omi konnte er nicht hin.
Er blieb zunächst aber nur in seiner Transportbox liegen, fraß und ging aufs Klo, wenn wir nicht im Treppenhaus waren, sonst blieb er in der Box versteckt.
Nach 2 Tagen verschwand dann wohl seine Angst und er wurde wieder "er selbst" …… von da an hatte ständig einer von uns blutige Beine.
Wir sind nur noch mit Jeans aus dickem festen Stoff an ihm vorbei gegangen …. sofern wir an seiner Box vorbei gingen, schoss er raus und sprang uns an die Beine, oder griff sonst wie an...…. er machte aber auch keinerlei Anstalten, das er mal durch die Haustür entwischen wollte.

Das ging einige Tage so, sofern wir ihm Futter hinstellten, bekamen wir die Pfote, aber so heftig, das wir erstmal dicke Leder- Arbeitshandsschuhe immer bereit liegen hatten.
Seine Verletzungen heilten sehr langsam und nach 3 Wochen konnte er noch immer nicht raus, aber wir mussten verreisen …. wohin also mit ihm?
Ich habe dann mit dem Tierheim einen Deal gemacht und erreicht, das er für diese Woche in einen leer stehenden Chinchilla-Käfig aufgenommen wurde ….. so als "Privat-Pflegling" gegen Tierpensions-Preis.
Am Abend vor der Abgabe im Tierheim haben mein Mann und ich uns mal wieder zu ihm im Treppenhaus auf die Stufen gesetzt und ich habe mit ihm mal wieder viel "gesprochen", wie immer in der ganzen Zeit, schön mit Distanz vor seinen Krallen.
Als ich ihm dann sagte, das er nun morgen nochmal ins Tierheim muss, aber wir ihn ganz bestimmt wieder abholen, da dachte ich mein Herz bleibt stehen ….. der Kater kam plötzlich auf mich zu und rieb seinen Kopf an meinen Knien und blieb eng bei mir stehen …… es kam das erstemal kein Angriff!
Er kam also für 1 Woche wieder in sein Einzelgehege.
Gleich als wir wieder zurück waren, haben wir ihn noch am selben Tag wieder abgeholt ….. und von dem Tage kam der Durchbruch.
Der Kater war zwar noch immer schnell mit den Pfoten, aber es wurde immer weniger mit den Angriffen ….. bis sie dann vollständig aufhörten.
Moritz klebte nach dem 2. Tierheimaufenthalt an mir wie eine Klette, zunächst noch sehr vorsichtig, aber immer mehr vertrauend …. es war so, als hätte er verstanden, das er sich auf uns verlassen kann.

Zum Schluss hat er als erste Katze bei mir im Bett geschlafen, aber ich brauchte nie mehr Angst vor seinen Angriffen haben...… er war für mich das, was man allgemein seine "Herzenskatze" nennt.

Ich habe dir das jetzt so ausführlich geschildert, weil ich auch das o.g. Video gesucht und noch teilweise gesehen habe.

Man kann dabei ähnlich wie in dem Video sehen und erkennen, das diese Hungergefühle und "Verlustängste" aus der frühen Kindheit und Vergangenheit auch bei unserem Moritz ganz gewiss eine große Rolle da mit rein gespielt haben.
Bei euch ist es ja auch so akut, wenn es ums Futter geht und mit den Händen.

Bei Moritz war es ja auch so, das er nie wusste, ob er heute noch genug Futter fand, oder ob sein Magen leer blieb …. ich denke diese Erfahrungen prägen solch eine Katze sehr …. wie ein Trauma.

Ich würde euch daher sehr empfehlen, das ihr für Leo "Zylkene 75" ausprobiert …. das hilft bei vielen Katzen, das sie ihre schlechten Erfahrungen, Ängste und Erlebnisse besser "verarbeiten" und Fehlverhalten wieder ablegen können.
Hier mal ein Link als Beispiel ….. https://www.amazon.de/Zylkene-Ergänzungsfuttermittel-Hunde-Katzen-Kapseln/dp/B00ZNCPGOU
…..
Wenn du hier im Forum oben unter "Suche" das Wort Zylkene eingibst, dann wirst du auch viele Erfahrungsberichte finden.

Ich bin sicher, das gerade solche Katzen zu den zutraulichsten Katzen werden, wenn man entsprechend Geduld aubringt.

Liebe Grüße von Waltraud!

Magst du uns deine beiden auch mal auf Bildern vorstellen, hier guckt jeder so gerne Katzenbilder, dann kann man sich auch gleich besser vorstellen, um wen es im Text geht.
 

Dorothea1a

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Hallo Waltraud,

jetzt hab ich Pipi in den Augen - das ist eine soooo schöne Geschichte! DANKE, dass du sie geteilt hast. Ich kann Leo ganz gut darin erkennen, nur nicht so massiv, wie ihr es mit Moritz erlebt habt. Leo hat sich im Tierheim ja gut benommen bzw. war dort so gut wie unsichtbar. Sie sind dort so froh, dass er sich bei mir wohlfühlt und schon so große Fortschritte gemacht hat.

Habt ihr Moritz denn eigentlich dann ständig Futter hingestellt, damit er merkte, dass er nicht hungern muss? Es ist so, dass Leo ganz gut im Futter ist und ich nicht weiß, ob bzw. wann er ein Ende finden würde. Einen Versuch wäre es natürlich trotzdem wert. Tommy hat eine Bauchspeicheldrüseninsuffizienz. Wenn ich ständig Futter da stehen hätte, würde der mir zu dick werden, weil er ja dieses Hungergefühl hat, aber das Futter durch die Enzyme ja doch gut verwerten kann. Vor einiger Zeit hatte ich einen Futterautomaten ausprobiert als Paulinchen, die eine Häppchenfresserin war, noch lebte. Das hat gar nicht gut funktioniert, die Automatik war viel zu schwerfällig, und ich habe den Automaten wieder zurück gegeben.
Im Gefühl habe ich auch, dass Leo, was er ja jetzt schon irgendwie geschafft hat, ein "Herzenskater" werden wird. Ich stehe ja überhaupt nicht auf rote Katzen, hatte tatsächlich nur Tommy im Blick als ich ihn holte - und nun hat er trotz seines Verhaltens schon einen Platz in meinem Herzen.

Bilder lade ich später hoch. Ich muss die erst vom meinem Handy auf den Laptop schicken.

GANZ VIELEN LIEBEN DANK nochmal,
Dorothea
 
Pat

Pat

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Hallo Dorothea,
da ich gerade auf dem Sprung bin um weg zu fahren, nur schnell die Information, das ich mich am Spätnachmittag wieder melde.

Nur mal vorab, solche Katzen werden vermutlich immer hungrig sein , bei uns waren Moritz und sein Wurf-Kumpel Flecki auch immer hungrig ……. Flecki hat immer geklaut wie ein Rabe und hat es dabei sogar auf die 8 Kilo Marke gebracht ….. durch den Surfeed chipgesteuerten Futterautomaten haben wir es endlich geschafft, das er etwas abgenommen hat und nun schon seit 1 1/2 Jahren sein Gewicht mit 7,3 bis 7,5 Kilo hält.
Man kann bei diesen Automaten ja auch die Geschwindigkeit wie er schließt und öffnet noch einstellen ….. es war für uns die beste Lösung bei den Futterproblemen und mit Geduld hat es dann prima geklappt.

Wir haben bei beiden nie das Futter rationiert, sondern ihnen immer etwas zur Verfügung hingestellt …… aber nur Nassfutter, vom Trockenfutter nahmen sie noch mehr zu, obwohl sie ja beide Trockenfutter-Junkies waren …. denn das war ja Trockenfutter das diese "Vermehrer" nur immer auf ihrere Terasse hingestellt hatten.
Und von Trockenfutter nehmen halt wirklich alle Katzen leicht zu …… also gab es Nassfutter, je hochwertiger es mit den Fleischanteilen ist, je weniger wird meist gefressen und je weniger nehmen sie dann zu.
Ich kann dir wirklich nur zu diesen chipgesteuerten Automaten raten, das ist für solche Probleme die einfachste und beste Lösung …… versuche es doch einfach noch mal ….. aber nur mit den chipgesteuerten, nicht diese für alle zugänglichen Automaten.

Bis später ……..
 

Dorothea1a

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Danke für die Eilmeldung.
Ja, den Automaten hatte ich, hat bei uns nicht wirklich gut geklappt. Ich probiere ihn trotzdem noch mal aus. Vielleicht klappt es bei einem gierigen Kater besser als bei einer Häppchenfresserien (und Mäkelkatze!). Nassfutter gibt's hier eh - Trofu nur als Leckerchen.

Jetzt noch Bilder. Leo ist der rote, Tommy der schwarz-weiße Kater. Ich finde, auf den Bildern sieht man gut, wie entspannt er schon ist. Aber er erschreckt sich noch leicht. (Am Anfang war er meist unter der Couch oder unter einem Schrank - ich wusste bis dahin nicht, dass da überhaupt eine Katze drunter passt. Er ist aber auch sehr klein, ich würde sagen ungefähr die Hälfte von Tommy!) Das Füßchen hebt er an, weil er dort offensichtlich verletzt ist. Konnte beim Tierarzt aber nicht untersucht werden, dafür hätte ich ihn sedieren lassen müssen. Es wird eh wohl nichts mehr gemacht werden können.
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rettungsbunny

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Was für süße Rabauken.

Bei Tommy`s 2. Einzelbild kommt der Opa so schön durch :lol:
 

rettungsbunny

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Nadelstreifen, das klingt eher nach einem seriösen Businesskater, als nach einem betagten Herrn.
Und schon hat man wieder eine ganz andere Sicht darauf. Das merk ich mir :-)
 
Tatjana462

Tatjana462

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Wenn er ständig das Pfötchen anhebt, dann scheint er damit Schmerzen zu haben. Das könnte der Grund für sein Zuschlagen sein - gemäß dem Motto: Komm nicht an mein Pfötchen. Das würde ich doch abklären lassen. Manchmal muss dann Schmerzmittel verabreicht werden. Unser Kater bekommt wegen Rückbeschwerden 3 x am Tag Traumeel. Das ist naturheilkundlich und kann lange verabreicht werden. Aber es hilft gegen Schmerzen und entzündlichen Prozessen.
Es wäre gut, wenn Du es beim nächsten TA-Besuch doch mit erwähnst. Mal sehen, was der Doc. dann sagt.

Auf alle Fälle ganz süße Bilder von Deinen 2 Fellnasen. :good: Wäre schön, wenn Ihr alles noch 100%ig in den Griff bekommt. Deine 2 Samtpfoten danken es Dir lange Zeit. :give_heart2:
 

Dorothea1a

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Wenn er ständig das Pfötchen anhebt, dann scheint er damit Schmerzen zu haben. Das könnte der Grund für sein Zuschlagen sein - gemäß dem Motto: Komm nicht an mein Pfötchen. Das würde ich doch abklären lassen.
Ich hatte das erwähnt beim letzten TA-Besuch. Die Tierärztin hat abgewunken.
Es war aber auch so, das Leo vom Behandlungstisch gesprungen ist und mit einem Netz eingefangen werden musste. Sie ist nicht so sehr für unnötig sedieren, da die Nieren darunter leiden. Was ich verstehe, weil ich mich gerade von meiner nierenkranken Katze verabschieden musste.
Ich werde noch mal mit dem Tierheim Kontakt aufnehmen. Die waren ja auch mit ihm beim TA und dort lief es wohl besser als bei mir (außer, dass er zugeschlagen hat!).
 
Tatjana462

Tatjana462

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Hmmm, finde ich komisch. Eine TÄ muss doch der Sache auf den Grund gehen. Das würde ich schon erwarten.
Ich werde noch mal mit dem Tierheim Kontakt aufnehmen. Die waren ja auch mit ihm beim TA und dort lief es wohl besser als bei mir (außer, dass er zugeschlagen hat!).
Das wäre gut. Ob allerdings viel dabei rauskommt, weiß ich nicht. Aber einen Versuch wäre es wert.

Die zweite Option wäre, ihm mindestes eine Woche 3 x täglich je eine Tablette Traumeel (ad us. vet.) zu verabreichen. Dann würdest Du merken, ob sich das Verhalten verändert. Wir zerdrücken sie und geben sie mit etwas Miamor Vitaminpaste. Da kannst Du nichts falsch machen. Trotzdem würde ich es mit der TÄ absprechen. Wie gesagt, ist kein chemisches Mittel, sondern homöopathisch. Greift also keine Organe an.

Traumeel® – homöopathisches Schmerzmittel für Tiere.
Sieh mal unter Anwendungsgebiete. Vielleicht kommt Ihr so auf ein Ergebnis, nämlich ob er Schmerzen am Pfötchen hat.
Alles Gute wünsche ich! 🍀🍄🍀
 

Dorothea1a

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Hmmm, finde ich komisch. Eine TÄ muss doch der Sache auf den Grund gehen. Das würde ich schon erwarten.
Ja und nein. Man muss oft abwägen, finde ich. Aber da hat jeder seine eigene Meinung.

Das wäre gut. Ob allerdings viel dabei rauskommt, weiß ich nicht. Aber einen Versuch wäre es wert.
Die sind extrem engagiert. Hab ich so noch nicht erlebt. Wir sind immer wieder im Kontakt und es kommen Nachfragen, wie es läuft.

Die zweite Option wäre, ihm mindestes eine Woche 3 x täglich je eine Tablette Traumeel (ad us. vet.) zu verabreichen. Dann würdest Du merken, ob sich das Verhalten verändert.
Ja, das ist eine Option, was ihm auch einen weiteren Stressfaktor ersparen würde. Sorge, dass er es nicht frisst, habe ich nicht.

Langer Rede, kurzer Sinn: Ich halte das im Auge. Warte ab, was die Tierheim-Mitarbeiterin schreibt, die ich vorhin per Whatsapp kontaktiert habe. Und probiere den chipgesteuerten Futternapf aus. Wenn ich zuviel gleichzeitig verändere, weiß ich am Ende nicht, was wirklich geholfen hat. Und das will ich natürlich wissen! :)
 
Pat

Pat

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Es war aber auch so, das Leo vom Behandlungstisch gesprungen ist und mit einem Netz eingefangen werden musste. Sie ist nicht so sehr für unnötig sedieren, da die Nieren darunter leiden.
Wenn er die Pfote häufig so anhebt, dann hat er ganz sicher Schmerzen …….. und ich verstehe da eigentlich auch nicht die Tierärztin, denn ich bin der Ansicht, das sie dabei ja auch nicht sedieren sollte ….. dann kann sie doch überhaupt keine Schmerzreaktionen austesten.
Ein vernünftiger TA sollte solch eine Untersuchung mit Unterstützung seiner Sprechstundenhilfen auch so untersuchen können.
Eine Sedierung wird doch bei wehrhaften Katzen auch erst dann gemacht, wenn dann zur genaueren Diagnose noch geröntgt werden muss ….. bei einer dafür leichten Sedierung werden doch auch nicht gleich die Nieren geschädigt ….. es ist jedenfalls wichtiger eine genaue Untersuchung zu machen um evtl. Schmerzen beheben zu können, als es so laufen zu lassen.

Unser Moritz war ja auch dermaßen wehrhaft, das kommt dabei auch noch zusätzlich von den Schmerzen, die eine Katze dabei hat …...Moritz war ja auch schwer verletzt, daher hatte ich ihn ja auch nicht einfach wieder draußen laufen lassen, sondern diese vielen Wochen abgewartet, bis er wieder richtig laufen konnte und gesund war …… danach ist er bei uns als reine Wohnungskatze geblieben, ohne Freigang, den hat er auch nie mehr eingefordert.

Seinen Kumpel Flecki haben wir ja erst über ein halbes Jahr später einfangen können …… zu der Zeit war er so gut wie taub, durch extrem vermilbte Ohren...… durch das nicht hören können, war auch er extrem scheu und gleich wehrhaft am zu schlagen …… der ist dann in der Tierarztpraxis so wild gewesen und ausgebrochen, das er die ganze Praxis verwüstet hat und von der Fensterbank (sollte vermutlich sein Fluchtweg werden, zum Fenster heraus) hat er alles abgeräumt und zerdeppert, was da alles so drauf stand.
Dieser TA war uns vom Tierschutz im Rahmen einer Streuner-Kastrations-Aktion zugewiesen worden, aber der war wohl ziemlich unerfahren mit Streunern.
Der hat den Flecki von der Lebendfalle in einen Kopfkissenbezug laufen lassen, um ihn dann "gefangen" durch den Bettbezug sedieren zu können ….. da hatte er aber die Rechnung ohne Flecki gemacht, der hat kurzerhand diesen Bezug in zig Stücke zerfetzt mit seinen Krallen und ist dann im Behandlungsraum ausgebüxt …… der musste auch mit einem Käscher dann wieder eingefangen werden.

Die nächsten Tierarztbesuche war ich dann mit ihm bei unserem eigentlichen TA, dem habe ich gleich gesagt, wie er sich benimmt ….. da wurde er gleich immer von einer Fachkraft gehalten ….. alles ohne Sedierung ….. und es konnte immer alles untersucht werden.
Der TA muss vorher gewarnt werden und sehr versiert und erfahren sein …..solch ein Pfoten heben kann durch Schmerzen auch durchaus der Auslöser für sein angreifen und kratzen sein.
Heute ist Flecki der friedlichste Kater beim Tierarzt ….. wir mussten ja jetzt alle 3 Wochen montagelang zur Blutabnahme wegen seiner Schilddrüsenüberfunktion zur Kontrolle, die TÄ ist jedes mal begeistert, wie vorbildlich er still hält.

Bitte lass es schnellstens untersuchen.

Ich befürchte, das deine TÄ einfach nur Schiss vor solch wehrhaften Katzen hat und daher die Folgen einer Sedierung zu dramatisch beschrieben hat.
 
PCKatze

PCKatze

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Hallo, ich möchte einen Teleskop-Löffel empfehlen. Den kann man nach und nach kürzer machen, bis die Hand näher kommt.
Damit kann man mit Futter, den armen Kerl an die Menschenhand gewöhnen.
 
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