Unser Streunerchen - mache ich mir zu viel Gedanken?

Diskutiere Unser Streunerchen - mache ich mir zu viel Gedanken? im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Guten Abend zur dieser späten Stunde, ich hatte schon ein paar Themen wegen unseres Streunerchens Simba geschrieben, er ist irgendwann im...
xtinez

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Guten Abend zur dieser späten Stunde,

ich hatte schon ein paar Themen wegen unseres Streunerchens Simba geschrieben, er ist irgendwann im Frühjahr bei meiner Mutter aufgetaucht, seit 3 Monaten kastriert,
lt. Tierärztin ein gesunder recht junger Kater mit guten Zähnen, auch ein Röntgenbild haben wir im Juni machen lassen, weil er ein bißchen gehumpelt hatte - war aber nix und ist auch völlig weg und natürlich Blutbild, auch in Ordnung.

Nun ist meine Mutter ein paar Tage verreist und ich bin hier vor Ort und betreue ihn.

Folgender Ablauf (grob):
Kater kommt zum Frühstück, heißt
er sitzt zwischen 6Uhr und 7Uhr vor der Tür bzw. kommt dann angerannt, wenn man die Tür aufmacht.
Kampfkuscheln.
Fressen. Kuscheln.
Kater verschwindet.

Zwischen 19Uhr und 22Uhr:
Kater kommt, will mit sehr viel Nachdruck Kuscheln und rumspielen, fressen ist nicht so wichtig, ist ein bißchen aufgedreht,
wird dabei dann etwas quengelig, so jedenfalls mein Gefühl, also sein Miauen klingt mehr so vorwurfsvoll, ungeduldig, genervt.
Kann man das überhaupt raushören oder interpretiere ich da was rein?
Er wird dann auch ein kleines bißchen grob.
Manchmal geht er dann erstmal, kommt wieder, kuscheln, ein bißchen quengeln.

Dann plötzlich setzt er sich ganz still hin, fast starr, verharrt ein paar Minuten,
steht unvermittelt auf und fängt fast hastig an zu fressen.
Das ist irgendwie gespenstisch. Zumal meine Mutter am Telefon sagte, sie hätte das in den letzten Tagen genau so erlebt.

Das Quengelige macht mir schon ein bißchen Sorgen, ich denke, er ist nicht ausgelastet und ziemlich alleine, aber er läßt sich am Tag überhaupt nicht sehen und auch kätzischen Kontakt hat er anscheinend nicht. Er hätte in der Nachbarschaft nen netten zurückhaltenden Kater, der gut nen Kumpel brauchen könnte.

Aber was mich richtig beunruhigt, ist diese plötzliche Starre und das genauso plötzliche Losfressen. Das ist wie ein Schalter.
Er frißt dann, läßt sich noch ein bißchen streicheln dabei und verschwindet dann in die Nacht.

Ich will nun nicht mit ihm zum Tierarzt, das wäre großer Streß für ihn, ich weiß auch nicht, ob ich ihn dort im Griff hätte, vorallem aber weiß ich nicht, was die Tierärztin machen sollte. Wahrscheinlich mich zum Therapeuten schicken...

Nun weiß ich aber, dass hier im Forum immer jemand ist, der ne gute Idee hat, deshalb schütte ich mal hier mein Herz aus.

Kann mir jemand helfen?

Gute Nacht,

xtinez
 
11.09.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
KleineWölfin

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Moin xtinez,
seit ein paar Tagen kehren unsere Katzen wieder regelmäßiger ins Haus ein, insbesondere nachts. Und auch ihr Futterverhalten zeigt mir an, dass der heiße Sommer vorbei ist. Prinz Peter sitzt dann auch öfter nach dem Mahl vor seinem Napf und guckt Löcher in die Luft. Dann bekommt er seinen Extraklecks Sahne, wird einmal durchgekuschelt (ich helf ihm beim Putzen) und geht für eine Weile in die Küche um sich auf dem Teppich unterm Küchentisch ein Weilchen aufzuwärmen. Und verschwindet wieder in der Nacht (Peter schläft meist in meinem Auto). Aber täglich bleibt er länger im Haus und hätte er nicht das Auto, schliefe er vermutlich nachts im Wohnzimmersessel.
Es könnte sein, dass euer Streunerchen auch merkt, dass er sich bald etwas einfallen lassen muss, weil die Witterung langsam ungemütlich wird. Wenn Du derzeit das Haus Deiner Mom einhütest und Deine Mutter nichts gegen seinen Einzug hat, schnapp ihn Dir doch mal am Abend und lass ihn das Innere des Hauses erkunden. KaKlo natürlich inlusive. Er ist noch jung und Du hattest ihn auch als neugierig beschrieben, er wird bald die Vorzüge nicht mehr missen wollen. Und vielleicht ist es das, was er euch seit ein paar Tagen sagen will: "hey, ich brauch nicht nur Futter ... haste nicht ne Idee, wo ich ein gemütliches Nickerchen halten kann?"
Keine Katze lebt gern in Herbst und Winter draußen in Kälte und Regen. Katzen sitzen dann lieber drinnen auf dem Nachtspeicherofen und gucken dabei aus dem Fenster ;-)
 
Tatjana462

Tatjana462

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Hallo xtinez,

"Manchmal geht er dann erstmal, kommt wieder, kuscheln, ein bißchen quengeln.
Dann plötzlich setzt er sich ganz still hin, fast starr, verharrt ein paar Minuten, steht unvermittelt auf und fängt fast hastig an zu fressen.
Das ist irgendwie gespenstisch. Zumal meine Mutter am Telefon sagte, sie hätte das in den letzten Tagen genau so erlebt."
(Zitatfunktion geht wieder nicht)

Also mir kommen bei dieser Beschreibung ganz andere Gedanken. Das könnten leichte epileptische Anfälle sein. Wenn sich das so immer wiederholt, deutet es darauf hin. Das Starren und die anschließende Fressattacke sind typische Symptome dafür. Deshalb wäre es gut, wenn dann viel Nassfutter zur Verfügung steht.
Das vorhergehende Quengeln, manchmal auch etwas grob werden oder starke Kuschelbedürfnis könnte zur Aura vor diesem kleineren Anfall gehören.

"Bei der Epilepsie werden zwei Typen von Anfällen unterschieden. Ein großer Anfall (Grand Mal) geht immer mit einem Verlust des Bewusstseins einher. Bei einem kleinen Anfall (Petit Mal) ist die Katze bei vollem Bewusstsein. Zwischen diesen beiden Formen existieren zahlreiche Abstufungen. Sie bleibt erstarrt stehen und schaut ins Nichts. Es treten nur leichte bis gar keine Krämpfe auf."

Das habe ich aus der Literatur herausgezogen. Hier mal drei Links dazu. Lass Dich nicht verwirren, weil da natürlich vor allem die schweren Anfälle mit Verkrampfungen beschrieben werden. Aber beim genaueren Lesen findet man auch die vielseitigen Möglichkeiten bzw. Formen der Erkrankung.

Epilepsie bei Katzen: Ursachen, Symptome & Behandlung
Epilepsie bei Katzen
- www.geliebtes-Tier.de

Natürlich hoffe ich, dass ich unrecht habe. Allerdings würde ich dieses Verhalten dem TA erzählen. Vielleicht kannst Du es auch mal aufnehmen. Das ergibt für den Arzt ein genaueres Bild.
Ich wünsche Simba alles Gute! ::l
 
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xtinez

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Guten Morgen,

Moin xtinez,
seit ein paar Tagen kehren unsere Katzen wieder regelmäßiger ins Haus ein, insbesondere nachts. Und auch ihr Futterverhalten zeigt mir an, dass der heiße Sommer vorbei ist. Prinz Peter sitzt dann auch öfter nach dem Mahl vor seinem Napf und guckt Löcher in die Luft. Dann bekommt er seinen Extraklecks Sahne, wird einmal durchgekuschelt (ich helf ihm beim Putzen) und geht für eine Weile in die Küche um sich auf dem Teppich unterm Küchentisch ein Weilchen aufzuwärmen. Und verschwindet wieder in der Nacht (Peter schläft meist in meinem Auto). Aber täglich bleibt er länger im Haus und hätte er nicht das Auto, schliefe er vermutlich nachts im Wohnzimmersessel.
Es könnte sein, dass euer Streunerchen auch merkt, dass er sich bald etwas einfallen lassen muss, weil die Witterung langsam ungemütlich wird. Wenn Du derzeit das Haus Deiner Mom einhütest und Deine Mutter nichts gegen seinen Einzug hat, schnapp ihn Dir doch mal am Abend und lass ihn das Innere des Hauses erkunden. KaKlo natürlich inlusive. Er ist noch jung und Du hattest ihn auch als neugierig beschrieben, er wird bald die Vorzüge nicht mehr missen wollen. Und vielleicht ist es das, was er euch seit ein paar Tagen sagen will: "hey, ich brauch nicht nur Futter ... haste nicht ne Idee, wo ich ein gemütliches Nickerchen halten kann?"
Keine Katze lebt gern in Herbst und Winter draußen in Kälte und Regen. Katzen sitzen dann lieber drinnen auf dem Nachtspeicherofen und gucken dabei aus dem Fenster ;-)
Das ist kein Problem, er darf gern rein, wir sind darauf eingerichtet.
Er kommt auch rein, schaut sich hier und da ein bißchen um und geht dann wieder bzw. frißt dann erstmal usw. Aber letztendlich verschwindet er.
Inzwischen gibts das Futter auch drin in der Veranda, natürlich muss die Tür einen Spalt offen sein, er muss immer den Blick nach draußen frei haben.
Er hat ein großes Kuschelkissen, da setze ich ihn manchmal drauf und knuddel ihn dabei durch. Wie schon geschrieben - gefällt ihm alles, läßt er mit sich machen, aber dann geht er.
Manchmal will er auch nicht rein, sondern draußen mit uns rumkaspern, läuft hinter meiner Mutter her im Garten, spielt Versteck usw.

Was mich bei der Spielerei draußen gestern dolle beeindruckt hat, war dieses Miauen, was mehr wie Gequengel oder Gejammer klingt. Allerdings miaut der Nachbarskater auch sehr sonderbar, das klingt sehr weinerlich, und der ist soweit in Ordnung und macht das schon seit Jahren so.
Deshalb meine Vermutung, dass ich zuviel reindeute.
Unser letzter Kater hat garnicht miaut, deshalb ::?
Hallo xtinez,

"Manchmal geht er dann erstmal, kommt wieder, kuscheln, ein bißchen quengeln.
Dann plötzlich setzt er sich ganz still hin, fast starr, verharrt ein paar Minuten, steht unvermittelt auf und fängt fast hastig an zu fressen.
Das ist irgendwie gespenstisch. Zumal meine Mutter am Telefon sagte, sie hätte das in den letzten Tagen genau so erlebt."
(Zitatfunktion geht wieder nicht)

Also mir kommen bei dieser Beschreibung ganz andere Gedanken. Das könnten leichte epileptische Anfälle sein. Wenn sich das so immer wiederholt, deutet es darauf hin. Das Starren und die anschließende Fressattacke sind typische Symptome dafür. Deshalb wäre es gut, wenn dann viel Nassfutter zur Verfügung steht.
Das vorhergehende Quengeln, manchmal auch etwas grob werden oder starke Kuschelbedürfnis könnte zur Aura vor diesem kleineren Anfall gehören.

"Bei der Epilepsie werden zwei Typen von Anfällen unterschieden. Ein großer Anfall (Grand Mal) geht immer mit einem Verlust des Bewusstseins einher. Bei einem kleinen Anfall (Petit Mal) ist die Katze bei vollem Bewusstsein. Zwischen diesen beiden Formen existieren zahlreiche Abstufungen. Sie bleibt erstarrt stehen und schaut ins Nichts. Es treten nur leichte bis gar keine Krämpfe auf."

Das habe ich aus der Literatur herausgezogen. Hier mal drei Links dazu. Lass Dich nicht verwirren, weil da natürlich vor allem die schweren Anfälle mit Verkrampfungen beschrieben werden. Aber beim genaueren Lesen findet man auch die vielseitigen Möglichkeiten bzw. Formen der Erkrankung.

Epilepsie bei Katzen: Ursachen, Symptome & Behandlung
Epilepsie bei Katzen
- www.geliebtes-Tier.de

Natürlich hoffe ich, dass ich unrecht habe. Allerdings würde ich dieses Verhalten dem TA erzählen. Vielleicht kannst Du es auch mal aufnehmen. Das ergibt für den Arzt ein genaueres Bild.
Ich wünsche Simba alles Gute! ::l
Ich habe das jetzt mal überflogen, ist jedenfalls nicht unmöglich und ich habe einen Ansatz, worauf ich genauer achten muss. Selbst wenn ich dann feststelle: nee, paßt doch nicht, dann ist es schon mal ein Ausschlusskriterium.
Ich muss dazu sagen: er frißt dann nicht riesige Mengen, aber der Wechsel von dem Stillsitzen zum Fressen ist so extrem, er fängt so hektisch an zu fressen. Das normalisiert sich dann aber wieder.
Also auf den ersten Eindruck: Ja, wäre ne Möglichkeit.
Blöd ist nur, dass meine Mutter dann mit dem Thema klar kommen muss, ich habe Sorge, dass ihr das zu viel wird.
Wir waren uns schweren Herzens eigentlich einig, dass sie sich kein Tier anschafft, obwohl sie gern wollte, gerade weil sie nun schon anderthalb Jahre alleine ist. Aber es ist schon anstrengend für sie und was ist, wenn sie mal krank ist und sich irgendwann nicht mehr kümmern kann...
Und dann noch so ein junges Tier.

Nun ist uns Simba aber zugelaufen, gegen das Schicksal ist man machtlos.
 
Tatjana462

Tatjana462

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Blöd ist nur, dass meine Mutter dann mit dem Thema klar kommen muss, ich habe Sorge, dass ihr das zu viel wird.
Wir waren uns schweren Herzens eigentlich einig, dass sie sich kein Tier anschafft, obwohl sie gern wollte, gerade weil sie nun schon anderthalb Jahre alleine ist. Aber es ist schon anstrengend für sie und was ist, wenn sie mal krank ist und sich irgendwann nicht mehr kümmern kann...
Genau diese Problematik haben wir in ähnlicher Form, ähnlich, weil wir noch zu zweit sind. Aber erstens hat es mir - als meine Seelenkatzen auch noch ging - das Herz zerrissen und ich wollte schon deshalb keine Fellnasen mehr. Der Schmerz über insgesamt 4 Verluste war dann doch zu groß.

Zweitens sind wir in einem Alter, wo man nicht weiß, wie lange wir uns noch intensiv um Tiere kümmern können. Gerade die Krankheitsphasen haben uns mehr als gefordert.
Dann bat man uns, da wir Katzen-erfahren waren, doch vorübergehend zwei kleine Straßentiger (also auf der Straße eingefangen) ein Dach über dem Kopf zu geben, weil sie ca. 14 Tage bei der TÄ in einer kleinen Tarnsportbox aufgehoben worden. Der Strassentiger-Verein hatte zu dieser Zeit keinen Platz - oder weil sie noch ärztliche Betreuung brauchten, denn sie waren noch sehr jung. Das muss ich direkt noch einmal eruieren.

Da haben wir sie "vorübergehend" aufgenommen. Tja, und daraus wurden dann doch unsere Fellnasen, die wir nun seit fast 6 Jahren hier bei uns haben.
Einerseits sehr schön, andererseits überfordert es uns schon manchmal, wenn wieder ein TA-Besuch ansteht und wir müssen alle List einsetzen, damit wir sie in den Kennel bekommen.

Dies habe ich geschrieben, weil ich mich sehr gut in die Problematik eindenken kann. Das ist nicht einfach - erst recht nicht, wenn man allein ist. Aber sehr schön, dass Deine Mutti sich so um die Samtpfote kümmert. Und gut, dass Du dann auch mal einen Blick auf Simba wirfst.

Leider glaube ich schon, dass es leichte epileptische Anfälle sind. Wie gesagt, versuche es doch mal zu filmen und dem Arzt diese Erscheinungen dabei zu schildern. Die Katze muss erst einmal gar nicht dabei sein. Epilepsie kann in der Regel nur mit einem EEG festgestellt werden. EEG steht für Elektroenzephalografie. Enzephalon ist ein medizinischer Ausdruck für das Gehirn. Das heißt, die Gehirnströme werden gemessen. Und dieses Gerät ist selten für Tiere vorhanden.

Blutbilder macht man in der Regel, um auszuschließen, dass andere Erkrankungen hier die Ursache sind - genauso ein MRT. Es kann keine Epilepsie feststellen, aber ob andere Unregelmäßigkeiten im Kopf vorliegen z.B Tumore etc. etc.

Ich weiß, dass wolltest Du eigentlich nicht hören, aber Du hast uns nach unserer Meinung gefragt. Und da ich mich mit dieser Erkrankung etwas auskenne, bin ich darauf gekommen.
Ich wünsche trotz alledem, dass Deine Mutti noch viel Freude mit dem Katerchen hat. ::l
 
xtinez

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Genau diese Problematik haben wir in ähnlicher Form, ähnlich, weil wir noch zu zweit sind. Aber erstens hat es mir - als meine Seelenkatzen auch noch ging - das Herz zerrissen und ich wollte schon deshalb keine Fellnasen mehr. Der Schmerz über insgesamt 4 Verluste war dann doch zu groß.

Zweitens sind wir in einem Alter, wo man nicht weiß, wie lange wir uns noch intensiv um Tiere kümmern können. Gerade die Krankheitsphasen haben uns mehr als gefordert.
Dann bat man uns, da wir Katzen-erfahren waren, doch vorübergehend zwei kleine Straßentiger (also auf der Straße eingefangen) ein Dach über dem Kopf zu geben, weil sie ca. 14 Tage bei der TÄ in einer kleinen Tarnsportbox aufgehoben worden. Der Strassentiger-Verein hatte zu dieser Zeit keinen Platz - oder weil sie noch ärztliche Betreuung brauchten, denn sie waren noch sehr jung. Das muss ich direkt noch einmal eruieren.

Da haben wir sie "vorübergehend" aufgenommen. Tja, und daraus wurden dann doch unsere Fellnasen, die wir nun seit fast 6 Jahren hier bei uns haben.
Einerseits sehr schön, andererseits überfordert es uns schon manchmal, wenn wieder ein TA-Besuch ansteht und wir müssen alle List einsetzen, damit wir sie in den Kennel bekommen.

Dies habe ich geschrieben, weil ich mich sehr gut in die Problematik eindenken kann. Das ist nicht einfach - erst recht nicht, wenn man allein ist. Aber sehr schön, dass Deine Mutti sich so um die Samtpfote kümmert. Und gut, dass Du dann auch mal einen Blick auf Simba wirfst.
Ja, genau, das ist alles nicht einfach, aber andererseits gerade auch ganz schön, wenn man ein Haustier hat, wenn man so ganz allein ist.

Dazu kommen so ganz praktische Probleme: Simba ist ja - unabhängig von evtl. Anfällen - ein junger Kater, der manchmal auch etwas temperamentvoll ist. Bei meiner Mutter mit Anfang 80 ist aber einerseits die Haut sehr empfindlich, es gibt ganz schnell Kratzer. Und außerdem nimmt sie Blutverdünner, relativ leicht dosiert, aber immerhin, also eine größere Schramme darf er ihr nicht verpassen.

So größere Aktionen, Tierarzt etc., das mache ich natürlich, aber ich bin normaler Weise nur an Wochenenden hier.

Ich habe Simba jetzt in den Tagen auch verstärkt dran gewöhnt, dass er mal hoch genommen werden muss und davon die Welt nicht untergeht. Und dass man auch mal auf dem Arm oder auf dem Schoß ganz toll kuscheln kann, damit er im Notfall damit umgehen kann, dass ihn jemand hält und hebt etc.

Leider glaube ich schon, dass es leichte epileptische Anfälle sind. Wie gesagt, versuche es doch mal zu filmen und dem Arzt diese Erscheinungen dabei zu schildern. Die Katze muss erst einmal gar nicht dabei sein. Epilepsie kann in der Regel nur mit einem EEG festgestellt werden. EEG steht für Elektroenzephalografie. Enzephalon ist ein medizinischer Ausdruck für das Gehirn. Das heißt, die Gehirnströme werden gemessen. Und dieses Gerät ist selten für Tiere vorhanden.

Blutbilder macht man in der Regel, um auszuschließen, dass andere Erkrankungen hier die Ursache sind - genauso ein MRT. Es kann keine Epilepsie feststellen, aber ob andere Unregelmäßigkeiten im Kopf vorliegen z.B Tumore etc. etc.

Ich weiß, dass wolltest Du eigentlich nicht hören, aber Du hast uns nach unserer Meinung gefragt. Und da ich mich mit dieser Erkrankung etwas auskenne, bin ich darauf gekommen.
Ich wünsche trotz alledem, dass Deine Mutti noch viel Freude mit dem Katerchen hat. ::l
Ich bin hin und her gerissen, die letzten beiden Abende fand ich nun wieder völlig unauffällig.
Ich denke manchmal: ist ja auch alles ein bißchen viel für so ein kleines Katzenköpfchen, wer weiß, wie seine ersten Lebensjahre verlaufen sind, vielleicht ist er manchmal überfordert und das ist so eine Art Übersprungs-Situation bzw. Reaktion. So eine Mischung aus Selbstbewußtsein und Übermut was er sich jetzt alles traut und kann und gleichzeitig der Schreck: "hilfe, was mache ich hier eigentlich?"
Und er ist ja wirklich schon so viel mutiger und entspannter geworden.
Wir werden das auf jeden Fall weiter beobachten.
 
2kittenmami

2kittenmami

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Unser alter Kater Bärli macht das auch mit dem Erstarren. Wir sagen immer Bärli ist gerade eine Salzsäule. Er hält mitten in der Bewegung inne und bleibt dann wie erstarrt einige Minuten sitzen oder stehen. Es können durchaus auch mal 5 Minuten sein. Sein Blick ist dann starr in eine Richtung. Fressanfälle hat er aber keine, wir haben auch sonst kein repetitives Verhalten beobachtet, das dem Erstarren vorangeht. Er löst sich aus seiner Erstarrung und marschiert dann ganz normal weiter als wäre nichts gewesen. Wenn man ihn während der Erstarrung angreift (ansprechen nutzt nichts, er ist taub), reagiert er ein wenig beleidigt, als hätte man ihn gerade beim Putzen gestört. Habt ihr schon mal probiert Simba anzugreifen oder anzusprechen wenn er gerade erstarrt ist? Wäre interessant, ob er dann aus der Erstarrung herausgeht oder erstarrt bleibt.

Wir haben das bei Bärli immer darauf geschoben, dass der Kater chronisch krank ist und mit seinem Alter langsam wunderlich wird. Ich glaube nicht, dass das körperlich ist, eher psychisch. Bärli hat damit erst begonnen, als seine Krankheit angefangen hat ihn im Alltag zu beeinträchtigen. Auch hat er früher nie miaut (wir dachten er kann oder will nicht) aber seit einigen Jahren - hat ungefähr gleichzeitig mit dem Erstarren begonnen - miaut er so laut und durchdringlich, dass es einem die Nackenhaare aufstellt. Aber nicht wegen Schmerzen o.ä., sondern weil das Futterschüsserl leer, eine Türe zu oder sein Schlafplatz nicht seinen Wünschen entsprechend ist...
 
KleineWölfin

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Ich habe Simba jetzt in den Tagen auch verstärkt dran gewöhnt, dass er mal hoch genommen werden muss und davon die Welt nicht untergeht. Und dass man auch mal auf dem Arm oder auf dem Schoß ganz toll kuscheln kann, damit er im Notfall damit umgehen kann, dass ihn jemand hält und hebt etc.
Na, dann ist Simba ja auf dem besten Weg, der beste Freund Deiner Mutter zu werden. Meine ist gerade 89 Jahre alt geworden und seit wieder Katzen im Haus sind, hör ich sie auch wieder viel öfter lachen ... besonders wenn Menschenfan Zinnie auf ihren Schoss springt, strahlt sie von einem Ohr zum anderen :-D
Natürlich wäre es schön zu wissen, dass Simbas Erstarrungen keinen ernsten Hintergrund haben und sich Deine Mutter keine Sogen machen muss. Ich drück Dir die Daumen, dass Du zumindest Epilepsie noch ausschließen kannst!
 
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