Über das Gefühl etwas nicht gemerkt zuhaben...

Diskutiere Über das Gefühl etwas nicht gemerkt zuhaben... im Katzen-Sonstiges Forum im Bereich Katzen allgemein; ... muss ich z. Zt. immer nachdenken. Nachdem Rudi im Februar 2002 an einem faustgrossen Tumor -von der Leber ausgehend- starb, hatte ich bei...

Alberta

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... muss ich z. Zt. immer nachdenken. Nachdem Rudi im Februar 2002 an einem faustgrossen Tumor -von der Leber ausgehend- starb, hatte ich bei Sammy einen (vielleicht komischen) Ritus eingeführt: beim Spielen sagte ich "Kontrolle ob Du noch durchpasst" und legte jeweils die Daumen und die Mittelfinger der rechten und linken Hand zusammen und er drückte sich dadurch. Es war ein Spiel und er machte das gerne. Weiter hatte ich in gewissen Zeitabständen seinen Bauch kontrolliert ob er fest oder weich war und vor Allem, ob er Schmerzen habe. Alles sehr vorsichtig und nach Erklärung
der TÄ. Es war eine Art Vorsorgeuntersuchung im Kleinen, die versagte.
Nie war was. Er war immer entspannt, freundlich und aufgeschlossen. Und plötzlich läuft alles wie damals... Und nun ist er tot.
Der Leiter der Tierklinik sagte "Ich weiss, dass sie schonmal einen Kater derart verloren haben, aber es ist wirklich nichts zumachen." "Man kann ein Tier nicht prophylaktisch auf alles untersuchen." "Er muss Schmerzen gehabt haben, wie wenn wir Gallenkoliken haben." Und ich habe nichts gemerkt.

Heute ist es bei uns sehr drückend und eben hatten wir ein "Praktikantengewitter", es möchte erst ein richtiges werden. Mara liegt den ganzen Tag in der unteren Etage unter dem Sofa (da ist es allerdings auch am kühlsten) und sie frisst nicht! Jetzt mache ich mir Sorgen, wie sicher viele Andere bei ihren Katzen. Klar, warte morgen ab.

Aber ich frage mich, ob ich vielleicht doch etwas nicht gemerkt habe und sensibler werden muss. Es gehen mir soviele Gedanken durch den Kopf. Katzen können durch die Psyche die Physis steuern, sie können vorsätzlich krank werden und sterben, sie können Suizid, also Selbstmord, begehen. Nun nehme ich Tiere aus dem Tierheim, sie haben ein Heim verdient. Aber sind die armen Kandidaten, gerade wo sie schon lange einsassen, vielleicht schon sehr desillusioniert, trostlos?
Was macht Ihr mit Euren Katzen, ausser der jährlichen Untersuchung? Rudi mit geschätzten 8 Jahren und Sammy zwischen 4-6 Jahren waren deutlich zu jung! Beide waren recht lange im Tierheim und hatten ein ähnliches Ende und beide bei mir. Mara war auch ein Jahr im Heim...
Ich denke nicht an mich, vielmehr an die Tiere. Es muss schon schlimm sein, so lange da, aber Krebs? Oder war das ein eigenartiger Zufall?
Und ich hatte erst was gemerkt, als es zu spät war...
 
04.06.2003
#1

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Gast

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ceolbeatha

ceolbeatha

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Liebe Alberta,

wir sind seit Inkas Tod auch hypersensibel geworden (waren heute mit Dragi beim TA weil er nach 1 Woche wieder Durchfall hatte). Ich beobachte auch sehr viel und immer wenn ich hier etwas über Krankheiten lese verunsichert mich das sehr oft.

Auch Inka hatte ja Krebs und sie wurde 4 Wochen auf alles Mögliche behandelt, erst die dritte TÄ hat dann nochmal geröngt, der Darmkrebs (Gekrösetumor) muß lt. Aussage der TÄ rasant gewachsen sein, ist bekannt für sehr aggressives Ausstreuen.
Bei Inka fing es von einem Tag auf den anderen an und von da an waren es 5 Wochen Dauerbehandlung bis zu ihrem Tod.

Mach Dir nicht zu schwere Gedanken Alberta.

Der Admin (Oliver) von Kater Kowalksi hat zum Thema "Schuldgefühle" (das ja mit dem Gedanken etwas übersehen/nicht gemerkt zu haben eng verknüpft ist) etwas sehr Gutes geschrieben, habe es mal hierher kopiert:

zunächst einmal denke ich, dass schuldgefühle eng mit trauer verbunden sind. ich glaube, dass jeder diese gefühle kennt, der schon einmal ein geliebtes tier oder einen geliebten menschen verloren hat. mit abstand betrachtet mag es noch so abwegig sein, aber schuldgefühle sind ein teil der trauer. vielleicht ist es auch ein natürlicher schutzmechanismus. aber diese schuldgefühle sind u.a. ein teil aller bildenden künste, der philosophen und der schriftsteller. so lange sich der mensch mit dem tod und der trauer auseinanderstzt, so lange lauert hinter der nächsten ecke dieses "miese" gefühl.
wer kennt ihn nicht den satz "warum er, warum ich nicht" oder, "was würde ich darum geben, wenn ich ihn zurückholen könnte". schuldgefühle sind ímho ein teil des natürlichen loslassens.
jetzt kommt aber noch ein erschwerender faktor hinzu. wir haben keine chance mit unseren tieren auf gleicher ebene zu kommunizieren, bzw. gründe, erklärungen o.ä. zu suchen und zu finden. wie begegnen wir diesem defizit? wir projezieren mit aller macht unsere bedürfnisse, sorgen, ängste und empfindungen in "dieses tier".
durch unsere brille, bestehend aus hoffnung und ängsten. entscheiden wir, was zu tun oder zu lassen ist.
tiere gehen mit tod und krankheit anders um - frei von moral, frei von wünschen und hoffnung. der tod ist ein natürlicher prozess und er ist nicht verklärt durch unsere bewertungen oder eigenen ängste.
als ich kowalski gesehen habe, hat mich mein mitgefühl und mein beschützerinstinkt innerlich zerfressen. die hilflosigkeit vor dem natürlichen lauf der dinge hat mich fertig gemacht. aber jetzt ist mir auch klar, dass es meine gefühle waren, die ich in die situation projeziert habe. es ging um mich und meine unverarbeiteten erfahrungen - nicht um kowalski. das war sehr hart mir einzugestehen, aber letztendlich möchte ich damit nur sagen, dass tiere den lauf der dinge akzeptieren können. unsere schuldgefühle sind imho nur ein verzweifelter versuch der unausweichlichkeit nicht in "die fratze" schauen zu müssen.
das war jetzt die nüchterne betrachtunbgsweise.

fakt ist nun einmal, dass wir aktiv entscheiden, wann das leben unserer lieblinge zu ende zu sein hat. in diesen momenten vergisst man leicht, dass diese entscheidungen von liebe und fürsorge getragen werden.dass man diese entscheidung zum wohle des tieres fällt. niemand lässt sein tier zum spass einschläfern. es sind gute gründe des herzens und des kopfes dies zu tun.
jemand, der sein tier so bedingungslos liebt, kann nur richtig handeln.


LG
Marion
 

Aristo

Gast
Also, ich habe noch keine Katze verloren, habe ja erst seit eineinhalb Jahren Fellnasen bei mir zu Hause, aber bei Mäuschen mache ich mir auch wegen jedem Pieps Gedanken, ob sie was hat. Momentan hat sie wieder ganz viel Schorf auf dem Rücken, was sie selber allerdings nicht zu stören scheint, dann jetzt bei der Hitze ist sie total ruhig .... heute hat sie ein bisschen gewürgt und gespuckt, es kam aber nur Flüssiges raus ... jedesmal denke ich, gleich zum TA??? Dann wieder verhält sie sich so normal, dass ich denke "ach Quatsch, Du machst Dir zu viel Sorgen!" Ich werde aber trotzdem demnächst mit ihr zu TÄ gehen, nur möchte ich sie jetzt bei der Hitze nicht ins Auto packen ... das ist ja selbst mir zu viel!

Abtasten tu ich bei jeder Kuscheleinheit auch, aber ich denke, so einen Krebs, den kann man gar nicht immer erkennen, leider :-( Ich glaube, jeder von uns, der hier ist, macht sich um seine Mäuse genügend Sorgen und muss kein schlechtes Gewissen haben!

Liebe Grüße
 

Zorro

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Liebe Alberta,

ich glaube fest, daß Du Dir hier zu viele Gedanken machst.

Nicht, daß ich das nicht nachvollziehen könnte. Du hast zweimal einen Kater verloren, ohne frühzeitig Anzeichen der Krankheit zu entdecken. Gleich zweimal! Da ist es fast unausweichlich, sich zu fragen "Hätte ich nicht doch etwas sehen müssen?"

Aber wir können ja, trotz aller Liebe zu unseren vierbeinigen Gefährten, nicht in sie hineinsehen. Wir kennen sie zwar gut, aber den Röntgenblick, der es uns erlauben würde, organische Erkrankungen zu erkennen, besitzen wir nicht. Oft merken wir es nicht einmal bei uns selbst, deswegen werden ja regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen empfohlen.

Und Katzen haben eine andere Art, mit Schmerzen umzugehen. Sie sind da gewissermaßen "tapferer" als andere Lebewesen, uns Zweibeiner eingeschlossen. Eine Katze kann durchaus eine Zeitlang an Schmerzen leiden, ohne daß ihre Bezugsperson das bemerkt.

Wir, so wie wir hier in diesem Forum versammelt sind, haben sicherlich gute Antennen für das Wohlbefinden unserer Katzen. Wenn uns an ihnen etwas merkwürdig vorkommt, fragen wir sofort hier nach und profitieren von den Erfahrungen und Tips anderer. Aber auch das verleiht uns nicht die Fähigkeit, eine schleichende Erkrankung zu entdecken oder festzustellen, daß das Tier leidet, wenn es uns das nicht zeigt.

Dich hat es doppelt getroffen, und das macht natürlich nachdenklich. Ich versichere Dir aber: Gerade Du, die die Mara-Zusammenführung so intensiv und liebevoll vorbereitet hast, Du, die Mara Bedienungsanleitungen für Waschmaschinen vorliest, um sie an Deine Stimme zu gewöhnen, gerade Du brauchst Dir wirklich und wahrhaftig keine Vorwürfe zu machen, daß Du die Erkrankungen Deiner Kater nicht rechtzeitig bemerkt hast.

Du, sensibler werden? Noch sensibler? Ich glaube, das geht gar nicht.

Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig. Ich hoffe es sehr.

Ganz liebe Grüße von
Klaus
 

Anonymous

Gast
Liebe Alberta,
ich kam vor ca 4 Monaten in dieses Forum, weil ich wie manisch nach Informationen zu Leos Tod gesucht habe. Bis dahin war unser Leben eher von Sorglosigkeit und Selbstverständnis geprägt. Ich wußte recht wenig über Premiumfutter, diverse Krankheiten, Tücken und Gefahren eines Katzenlebens. Leo ging 1 x im Jahr zum Impfen (von Impfrisiken wußte ich nix) und Zahnsteinentfernen. Er war Freigänger und wurde 8 1/2 Jahre alt. Eigentlich wußte ich nur Eines: Leo ist meine ganz große Liebe.
Beim Lesen in den verschiedenen Foren wurde mir klar, was ich alles falsch gemacht hatte (falsches Futter, falsches Streu, ....) und Schuldgefühle kamen über mich wie eine Riesenwelle.
Doch letztlich: Leo ist nicht an all meinen Fehlern gestorben, er hat wahrscheinlich eine vergiftete Maus gefressen.

Schuldgefühle, Wut, aber auch Informationssuche sind Mechanismen, mit denen wir unsere Trauer verarbeiten.
Ich bin froh um all die Jahre der Unbeschwertheit und der Ahnungslosigkeit, denn inzwischen lauere ich auch wie ein Fuchs auf jedes Symptom und bin nur in ganz wenigen Stunden unbeschwert. Ich fürchte, dass unsere sensiblen Tiger das spüren!

Ganz aktuell bin ich durch meine großen Sorgen in blinden Aktionismus verfallen und habe zum kürzlichen Durchfall meiner beiden kleinen Racker noch kräftig beigetragen. Ich glaube, ich hatte den Schock über Leos Tod noch nicht verkraftet, als 2 Monate später Lilly und Berio hier einzogen.

Verstehe meine Antwort bitte nicht als ein Plädoyer für Nachlässigkeit. Vielmehr möchte ich Dich anregen, darüber nachzudenken, ob Du Dir nicht noch ein wenig Zeit lassen solltest, damit Du unbeschwert und ohne Angst mit Deinen Katzen glücklich sein kannst.

Ganz liebe Grüße Michaela
 

Spooky

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Hallo Alberta und hallo ihr anderen!

Zunächst mal muß ich Klaus beipflichten: Gerade Du, Alberta, kannst gar nicht noch sensibler werden! Im Gegenteil, vielleicht würde es Dir selber helfen, wenn Du nicht ganz so sensibel wärest....
Du konntest die Erkrankung deines Sammy nicht frühzeitig erkennen, denn leider gibt es bei uns Menschen den Sono-/Röntgenblick nicht serienmäßig. Und als Sammy dann Symptome hatte, hast du schließlich auch gleich reagiert. Ich glaube ganz ehrlich nicht, daß ein Tierarzt wesentlich früher Sammy´s Krankheit entdeckt hätte. Denn wenn das Tier soweit gesund aussieht, dann sucht auch der beste Arzt nicht nach irgendwelchen Krankheiten. Wieso auch? Macht ein Humanmediziner auch nicht...

Es ist wie so oft im Leben: Manche Dinge geschehen einfach. Auch bei uns Menschen gibt es Erkrankungen, die trotz bestmöglicher Vorsorgeuntersuchungen nicht rechtzeitig entdeckt werden können. Was bleibt, ist der Gedanke, daß man sein Bestes gegeben hat. Und das hast du, da bin ich mir sicher!

Vielleicht ist es manchmal besser, sorglos durch die Welt zu marschieren und sich einfach überraschen zu lassen. Mit meiner Fellnase gehe ich einmal jährlich zum Impfen (incl. Entwurmung und Check) - wenn sie ansonsten gesund erscheint (und das mache ich weder von Premiumfutter noch von besonderem Streu etc. abhängig), dann war´s das. Wenn sie krank wirkt, dann gebe ich ihr einen Tag Zeit, messe mal Fieber, schaue mir ihre Schleimhäute an, schaue nach ihrem Stuhlgang und untersuche sie, ob sie Schmerzen hat. Je nach Ergebnis geht´s dann zum Doc...oder auch nicht.
Ich war am Anfang auch wesentlich hippeliger, aber ich habe eine nette Tierärztin, die mir in den ersten Wochen mit einem schwerkranken Kitten beigebracht hat, wann´s wirklich brenzlig wird und wann man noch ruhig bleiben kann. Irgendwann war das bei mir dann auch in Fleisch und Blut übergegangen.

Nochmal: Es ist normal, sich zu fragen, ob man etwas übersehen hat. Diese Frage kenne ich von mir selber, da ich als Rettungssanitäterin und angehende Ärztin ständig mit solchen Dingen konfrontiert werde. Aber zuviel Tests und Untersuchungen, ohne daß Symptome vorliegen, bedeuten sehr viel Streß für alle Beteiligten. Gerade eine Katze merkt, wenn ihr Mensch sie bei jedem Knuddeln mißtrauisch abtastet und nie so wirklich entspannen kann. Dadurch wird auch sie nervös und da die Psyche sich auf Gesundheit und Krankheit auswirkt, kann das nicht des Rätsels Lösung sein.

Also: Locker bleiben und die Natur mal machen lassen. Sie wird es sowieso tun!

Alex
 

Alberta

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Danke für Eure Antworten. Diese Gedanken, Zweifel und Schuldgefühle kommen nur leider sehr, sehr oft. Sammy ist jetzt seit 16 Tagen tot und ist täglich da, überall. Vor zwei Tagen habe ich seine Korbhöhle aus der Tierklinik abgeholt und konnte sie nicht mit in die Wohnung nehmen, es ging einfach nicht, jetzt steht sie im Treppenhaus.

...Ich hoffe, das hilft Dir ein wenig. Ich hoffe es sehr...
Das waren sehr, sehr hilfreiche Worte und das bisschen, was ich an Ratio z.Zt. zur Verfügung habe, sagt mir "Klaus, Du hast Recht!" Es wird sicher dauern, aber es ist halt ein Prozess.

Ich fürchte, dass unsere sensiblen Tiger das spüren!
Das muss ich mir wohl auch vor Augen halten, Mara bekommt sonst zu ihrer Trauer noch ein Paket.


und
machen, das ist wohl auch ein Bestandteil unseres intensiven Zusammenlebens mit den Katzen.
 

Anonymous

Gast
Liebe Alberta,
Sammy ist jetzt seit 16 Tagen nicht mehr bei Dir, das ist eine sehr kurze Zeit.
Wenn man sich von einem Menschen trennt, kann man auch nicht gleich in die nächste Beziehung gehen. Man schleppt dann zuviel mit in die neue Partnerschaft. Ich vergleiche die Beziehung zu meinen Tieren durchaus mit einer Beziehung zu Menschen. Sie ist sehr anders aber die Intensität der Gefühle ist für mich ist (mindestens) ebenso groß.
Gib Dir Zeit, um Sammy zu trauern bis Du spürst, dass Du mit einem Lächeln an ihn denken kannst. Dann ist die Zeit gekommen, Dich auf eine neue Beziehung einzulassen.

Viel Kraft und liebe Grüße Michaela
 

Elke-030

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Hallo liebe Alberta,

auch bei mir blieben gestern die Fressnäpfe tagsüber voll - das schärft schon meine Aufmerksamkeit!

Außer der jährlichen Untersuchung kommen meine Süßen alle „naselang“ auf die Waage, ich kontrolliere die Schleimhäute in Mund und Augen auf ihre Farbe, messe Temperatur sobald sie sich etwas wärmer anfühlen, fühle und taste beim streicheln nach Veränderungen, versuche täglich mit jedem zu spielen und bin bei jeder (fast jeder) Kleinigkeit beim TA (ich denke lieber 100 x zuviel, als das entscheidende mal zu wenig, mittlerweile ruf´ ich aber vorher an und meist soll ich beobachten und dann erledigt es sich von selbst).

Bin auch ein „gebranntes Kind“. Zwei Katzen (3 + 9 Jahre) in einem Jahr im Abstand von nur 2 Monaten zu verlieren, da kommen einen Zweifel!!! - Trotz fachmännischer Versicherung das man es nicht hätte verhindern
können. Trotz eines Luftreinigers habe ich aufgehört zu rauchen, denn die eigenen Vorwürfe - vielleicht wär´ er nicht voll mir Metastasen, wenn ... oder hätte ich schneller einen kompetenten TA gefunden ...

Nein, Du musst nicht sensibler werden!
Man kann nicht jedes ¼ Jahr zum TA einfach mal vorsorglich Röntgen,
da ist es ja beinah wahrscheinlicher das er/sie durch die vielen Strahlen Krebs bekommt und es trifft auch nicht nur Tierheimkatzen.

Es ist halt trauriges, sehr trauriges Schicksal - vielleicht soll es uns abhärten? Ich weiß es nicht.

Grübel nicht so viel und versuche die Zeit mit Mara zu genießen, sie kann Dir Deinen Schmerz nicht nehmen aber erträglicher machen.

Liebe Grüße
Elke
 

Lilly

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Hallo Alberta,

Du hast wunderbare Antworten bekommen, hoffentlich tröstet Dich das ein wenig.

Liebe Grüße,
Iris
 

hummelkatze

Gast
Hallo Alberta

auch ich habe vor 10 Jahren ähnliche Erfahrungen machen müssen. Mein Cäsar erkrankte damals. Ich bin ein Mensch, der auch lieber 1 x zu oft zum TA geht als 1 x zu wenig. Nur innerhalb von etwa 4 Wochen hat sich bei ihm dann ein Tumor entwickelt, der vorher auf den Röntgenbildern nicht zu erkennen bzw. zu sehen war.

Nur knapp 2 Monate später erkrankte mein Dyssi - an einem Leberschaden. Er hatte nur noch 6 Wochen, bis er Cäsar auf die Regenbogenbrücke folgte.

Nach dem Tod meiner beiden kam ich kaum aus diesem Tal der Schuldgefühle heraus.

Bei meinen beiden Mädels jetzt habe ich die erste Zeit viel Panik gehabt, wenn sie mal Durchfall hatten, nichts fressen wollten. Erst der Tierarzt und eine gute Tierheilpraktikerin haben wir damals diese Gefühle nehmen können.

Heute beobachte ich meine beiden natürlich - aber nicht mehr so überängstlich.

Und dein kleines Mäuschen ist erst so kurze Zeit nicht mehr bei Dir - da ist so ein Empfinden meiner Meinung nach vollkommen normal. Aus Erfahrung kann ich dir aber auch sagen, dass dieser Schmerz wirklich weniger wird.

Ich drück dich mal ganz lieb und einen dicken Nasenstups von Bonny & Cleo

Liebe Grüße Angi
 

Fischkopf

Gast
Hej Alberta,
was du gerade erlebst, ist die Schattenseite eines großartigen Gefühls, nämlich Liebe. Diese Verlustangst, die Angst, das geliebte Wesen wieder zu verlieren, kann einen phasenweise überwältigen, besonders wenn man wie du gerade vor wenigen Momenten erst loslassen mußte. Niemand wird sich je daran gewöhnen, wie oft man diese Situation auch erleben mag. Es gibt das eine leider nie ohne das andere. Wenn du die Angst nicht mehr ertragen willst, wirst du die Liebe nicht mehr bekommen. Klingt hart, aber ich fürchte, das ist der Preis für die Zeit, die wir mit einem Wesen verbringen. Egal ob die kurz oder lang ist, sie kommt einem immer zu kurz vor.
Dagegen ist man machtlos, du hättest nichts anders oder besser machen können, es lag nicht in deiner Hand. Aufmerksam sollte man sein (und ich bin sicher, jeder hier im Forum ist das), aber eine Garantie kann man nicht bekommen.
Mach dir nicht zu viele Sorgen, deine Angst und auch die noch so frische Trauer sind ganz normal und brauchen ihren Platz...
 

raggycat

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Hallo Alberta,

puh ich kann dich nur zu gut vestehen. Die Antworten die du bekommen hast sind wirklich gut.
Die von Martina spricht sovieles aus......und es kommt alles so wie es kommen soll.(was es uns aber nicht leichter macht).*fühl dich gedrückt*
 

fredda

Gast
Ich stelle mir diese Fragen auch oft, Molly ist nun 12 Tage tod, aber die Ärztin konnte beim Notdienst auch keinen Tumor ertasten, tatsache war nur das der gesamte Darm voller geronnenem Blut war, wo es herkam konnte sie nicht ertasten und fürs Röntgen war Molly schon zu geschwächt. Ich bin im Vorfeld auch mit ihr beim Tierarzt gewesen wegen winziger mengen Blut im Stuhl. Die Diagnose war Hämorhoiden.
Hatty damals vor 4 Jahren habe ich warscheinlich auch durch einen Tumor bei der Lunge verloren. Tja der Arzt meinte allerdings sie hätte eine Bronchitis und ist auch dementsprechend behandelt worden, eine Woche hat sie sich gequält bevor ihr leiden zu ende war, in der Tierklinik an ihrem Letzten Tag wurde beim Röntgen etwas an der Lunge entdeckt, aber da war schon alles zu spät.
Ich meine den Ärzten traut man ja zu das sie etwas von ihrem Job verstehen und wenn die auch nichts finden, bzw. auf etwas falsches schließen , weiß ich nicht ob man ihnen daraus einen großen Vorwurf machen kann. Ich meine meine beiden hätten sich sicher nicht so gequält wenn man es im Vorfeld gewußt hätte, aber ich kann es nicht mehr ändern.
Für mich selber habe ich nur die Entscheidung getroffen , ich lasse nicht mehr meinen Freund mit den Katzen zum Tierarzt sondern werde immer versuchen mir frei zu nehmen. Und dann werde ich auf doppelte und dreifache untersuchung bestehen egal was es kostet. Ich weiß mein Freund kann nichts dafür und warscheinlich die Ärzte auch nichts. Aber man fühlt sich trotzdem schlecht.
Ich denke du hast wirklich alles nötige getan.
Ich weiß , der zweifel nagt immer an einem , aber ändern kann man das geschehene ja doch nicht mehr. ( Wäre schön wenn ich mich mal selber an meine Ratschläge halten würde)
Alles Gute noch,
Melanie
 

Alberta

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Hallo Melanie,

dieses dumpfe Gefühl nachher, mit all dem Wissen und Unwissen ist schlimm. Bei Dir ist es ja nun auch sehr, sehr frisch. Man möchte keine Fehler, die man selber vielleicht nicht gemacht hat, wieder machen. Alternative? Wieviele Tierärzte sollte man besuchen? Drei, vier? Die TÄ sind keine Stümper, sie müssen mit den Aussagen, die wir treffen Diagnosen stellen. Die Tiere reden ja nicht.
Dieses beschissene Gefühl, etwas nicht gemerkt zu haben, ist sicher eine Selbstkritik, aber uns haben unsere Katzen auch nichts über ihre Schmerzen erzählt.
Du hast Deine Konsequenzen daraus gezogen (Du lässt nicht mehr Deinen Freund mit den Katzen zum TA), aber es ist keine Garantie, nur alleinige Verantwortung übernehmen.
Sammy ist "schon" seit 6 1/2 Wochen tot und es lässt mich wirklich nicht los, es wird wohl auch noch dauern. Aber ich weiss keinen Ansatzpunkt Untersuchungen zu verbessern. Ich berichte, wie sich das Tier verhält, der TA untersucht und stellt die Diagnose. Ich versuche mich so gut wie möglich zu informieren (WWW), aber weiter komme ich nicht. Momentan stehe ich wieder vor so einem - Hindernis- Mariechen's Asthma. ... und versuche jede Bewegung und jede Reaktion zu protokollieren. Ich bin absolut angespannt. Wahrscheinlich merkt sie es.
Das alles macht mich nicht reifer und erfahrener, es macht mich eher unsicherer.

Viele Grüsse,
Alberta
 
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