Trockenfutter einweichen?

Diskutiere Trockenfutter einweichen? im Katzen Trockenfutter Forum im Bereich Katzenernährung; Möglicherweise ist meine Frage jetzt doof oder naiv aber sie ist völlig ernst gemeint: Da ich ja nun fleißig auch die Ernährungsposts lese, komme...

Powerlizzy

Gast
Möglicherweise ist meine Frage jetzt doof oder naiv aber sie ist völlig ernst gemeint:

Da ich ja nun fleißig auch die Ernährungsposts lese, komme ich zu dem grob zusammengefassten Schluss, dass es zwar unterschiedliche Trocken-Nassfutter-Philosphien gibt, diese sich aber in erster Linie auf die Flüssigkeit als "Knackspunkt" beziehen.

Dass gute Trockenfuttersorten von den Inhaltsstoffen nicht hinter Nassfutter zurückstehen müssen, darüber scheint weitgehend Einigkeit zu herrschen. Problem eben nur: die Flüssigkeitsaufnahme.

Was also spricht jetzt dagegen, schlicht und ergreifend
Trockenfutter einzuweichen? Dann hätte es doch genug Flüssigkeit und wäre immer noch um Galaxien billiger zu haben als Nassfutter. So gewichtstechnisch betrachtet. Und leichter nach Hause zu schleppen - ich meine: das Wasser hätt' man ja auch in der Leitung, das braucht's doch nicht in Dosen ::?

Eigentlich füttere ich ja in erster Linie alle möglichen Nassfutter- und Frischfleischsorten. Habe aber Trockenfutter zusätzlich stehen, was meist nicht sonderlich beachtet wurde.

Jetzt im Urlaub haben die Mädels sich aber mehr als sonst ans Trockenfutter gehalten (vermutlich, weil die liebevolle Aufbereitung und Anreicherung mit frischen Bestandteilen, Knusperherzchen etc. die sie von mir gewohnt sind, bei der Nachbarinnen-Versorgung weggefallen ist. Das habe ich mich nicht getraut, ihr zu erklären und zuzumuten :oops:;-)).

Nun haben sie also Gefallen an Trockenfutter gefunden und seitdem streue ich es auch gerne verstärkt über das Nassfutter - und weil ich auch die Dosen und Tretrapacks mal mit warmem Wasser ausspüle oder es Kochbrühe vom Fleisch dazugibt ... matscht das machmal ganz schön zusammen, wenn nicht sofort gefuttert wird.

Und was stellt sich raus: die Damen mögen das auch pampig, sone aufgeweichte Trockenfutterpampe.

Was spräche dagegen, das häufiger zu geben oder wenigstens reichlich unterzumischen? Wenn unten genug Brühe rumschwimmt oder es sogar schon komplett aufgeweicht ist, sollte doch auch Trockenfutter völlig okay sein oder gibt's außer der Flüssigkeit weitere Argumente gegen leichter zu transportierendes und deutlich günstigeres Trockenfutter?
 
10.10.2009
#1

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Gast

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Katzenfan

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oder gibt's außer der Flüssigkeit weitere Argumente gegen leichter zu transportierendes und deutlich günstigeres Trockenfutter?
Trofu enthält wie oben schon geschrieben mehr bzw. viel Getreide und damit viele Kohlenhydrate. Solange Fett und Protein ausreichend zur Energiegewinnung zur Verfügung stehen werden diese Kohlenhydrate nicht oder nur gering verwendet und in Fett umgewandelt. Die Katze wird schneller dick und damit steigt das Risiko für Diabetes..
 

Powerlizzy

Gast
Die Katze wird schneller dick und damit steigt das Risiko für Diabetes..
hmmm ... ist das gesichert? Trifft das auch auf hochwertige Trockenfuttersorten zu?

Wieviel mehr Getreide enthält Trockenfutter denn im Vergleich zu den gängigen Nassfuttersorten?

Hab' jetzt mal auf die Packung von Sanabelle geguckt (hab' ich gerade da) und tatsächlich steht "Getreide" ziemlich weit vorne - aber ohne Prozentangabe.

Mannomann - das ist ja 'ne regelrechte Wissenschaft um das Katzenfutter :? und ich habe das Gefühl, mich nach einem Jahr so laaangsam darin zurechtzufinden :lol:

Okay - dann wird eben bei hauptsächlich Frischfleisch bzw. Nassfutter geblieben und wenn Trockenfutter, dann möglichst hochwertige, getreidearme Sorten.

Aber bitte gerne weitere Stellungnahmen. Sind eigentlich Allergien bei Trofu-Katzen häufiger als bei NaFu-Katzen? Oder sonstige Krankheiten? Dazu müsste es doch sicher Studien geben? Vielleicht auch hier im Forum gepostet - dann hab' ichs nicht gesehen, sorry :oops: Bin dankbar für alle "Fakten" - als von von Natur aus " Ungläubige" brauch ich es immer ein bisschen abgesichert ;-)
 

Zauberteufel

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Ich hab hier zum Thema TF noch nie etwas gesagt, da bekommt man gleich zu hören das man es nicht geben soll.

Da ich bei meinem Artus aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit nur TF (Urinary S/O Moderate Calorie, und davon gibts nur TF)
füttern darf ,und ich weiß das er viel Flüssigkeit braucht,
weiche ich das TF in Wasser ein ,und mantsche das zusammen.
Manchmal koche ich ihm auch Hähnchen-Putenfilet, als Leckerli
und das Wasser nehme ich dann auch dazu um das TF darin aufzuweichen.
 

Katzenfan

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Da ich bei meinem Artus aus gesundheitlichen Gründen zur Zeit nur TF füttern darf ,und ich weiß das er viel Flüssigkeit braucht, weiche ich das TF in Wasser ein ,und mantsche das zusammen..
Ich für meinen Teil unterscheide gerne zwischen einer normalen, täglichen Fütterung von Trofu und einer Trofu-Fütterung aufgrund einer medizinischen Indikation und auf Empfehlung eines TA. Für mich sind das zwei paar Schuhe mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und nicht miteinander vergleichbar..
 

Powerlizzy

Gast
Ich für meinen Teil unterscheide gerne zwischen einer normalen, täglichen Fütterung von Trofu und einer Trofu-Fütterung aufgrund einer medizinischen Indikation und auf Empfehlung eines TA. Für mich sind das zwei paar Schuhe mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und nicht miteinander vergleichbar..
Das verstehe ich jetzt wieder absolut nicht. Entweder Trockenfutter ist bei hauptsächlicher Fütterung ungesund oder es ist es nicht.

Wenn es ausgerechnet bei manchen Krankheiten sogar zwingend sein sollte, dann werden mir alle anderen Theorien sehr suspekt. Könnte natürlich auch sein, dass die Ansichten der verordnenden Tierärzte manchmal suspekt sind ... stimmt ja nun wahrlich nicht immer alles, nur weil Ärzte es erzählen (weder für Mensch noch für Tier).

Die "zwei Paar Schuhe" sehe ich wirklich nicht. Wenn Trockenfutter in manchen Krankheitsfällen für dich sogar zwingend wird - wie soll es dann im Gesundheitsfall plötzlich krankmachend sein?

Bleibt für mich wohl wieder mal nur das "Eigenempfinden" in Kombination mit: "überall reinhören, reinlesen, abwägen und beobachten" - um dann einen individuellen Weg zu wählen.

Ich glaube, das wird bei mir weiterhin ein bunter Mix bleiben - evtl. angereichert mit etwas mehr Trockenfutter als bisher bei gleichzeitig mehr Brühe als bisher .... oder so ...
 

Katzenfan

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Das verstehe ich jetzt wieder absolut nicht. Entweder Trockenfutter ist bei hauptsächlicher Fütterung ungesund oder es ist es nicht.
Trockenfutter ist ja nicht gleich Trockenfutter. Die Inhaltsstoffe in einem normalen Aldi-Trofu sind ganz andere als bei einem Trofu zu medizinischen Zwecken. Das kann den Energiegehalt, den Mineral oder Vitamingehalt aber auch den Fett, Proteingehalt etc. betreffen..

Wenn Trockenfutter in manchen Krankheitsfällen für dich sogar zwingend wird - wie soll es dann im Gesundheitsfall plötzlich krankmachend sein?
Mal angenommen deiner Katze fehlt das Mineral X und sie hat dafür einen Überschuss von Y. Dies würde zur Krankheit Z. führen.

In diesem Fall wäre es möglich über spezielles Trofu den Mineralgehalt auszugleichen und in diesem Fall wäre es vermutlich vollkommen egal wenn sie kurzfristig zunehmen würde. Das nimmt man dann einfach in Kauf oder versucht gleichzeitig den Energiegehalt des Trofu-Futters (sprich die Kohlenhydrate) ebenfalls zu senken.
 

Moo

Gast
Du wirst bei Trockenfutter nie auf den gleichen Fleischgehalt kommen wie bei Nassfutter. Das "beste" was ich bis jetzt gefunden habe, waren so etwa 75%-80% Fleischanteil, und da ist auch nicht klar ob vor oder nach dem Trocknen. Selbst wenn damit schon getrocknetes Fleisch gemeint ist und man von 8% Wasseranteil ausgeht, bleiben immer noch 12-17% Inhaltsstoffe, die meiner Meinung nach im Katzenfutter nichts verloren haben.

Medizinisch indiziertes Trockenfutter - da scheiden sich die Geister. Ich persönlich würde das auch nur im äußersten Notfall geben, da ich glaube dass es fast immer Alternativen gibt, gerade wenn man das Futter selbst zubereitet.
 

Zauberteufel

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Ich für meinen Teil unterscheide gerne zwischen einer normalen, täglichen Fütterung von Trofu und einer Trofu-Fütterung aufgrund einer medizinischen Indikation und auf Empfehlung eines TA. Für mich sind das zwei paar Schuhe mit ganz unterschiedlichen Ansätzen und nicht miteinander vergleichbar..
Ich verstehe das jetzt so..........
wenn es medizinisch angesagt ist TF zu geben ,sollte man auf den Rat vom TA hören.
 

Vanny1984

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In Trockenfutter, selbst in hochwertigem, wird immer ne Menge pflanzliches Zeugs "verbaut". Selbst das oftmals als hochwertig und gut angepriesene Orijen hat ne ewig lange Liste an Gemüsesorten, Kräutern und so. Das findet man bei Nassfutter nicht, denn in Nassfutter muss eben nichts in kleingemahlener, getrockneter Form trotzdem noch in Bröckchen zusammenhalten...

Ein Trockenfutter, dem wirklich nur die Flüssigkeit fehlt als Kritikpunkt, müssten quasi Trockenfleischstückchen aus verschiedensten "Teilen" eines Tiers versetzt mit Zusätzen sein. Und das gibt's auf dem Markt einfach nicht :).

Ob Trockenfutter nun bei medizinischer Indikation die bessere Wahl ist, halte ich auch für zweifelhaft. Insbesondere, wenn es um Probleme rund um Nieren und Blase geht. Denn gerade da wäre viel Flüssigkeit ja enorm wichtig. Ich persönlich würde da eher dazu raten, sich ins Barfen einzulesen und für das medizinische Problem passende Rezepte zusammenzustellen. Auf diese Weise kann man auch einige Inhaltsstoffe rauskürzen und andere hinzufügen, die vielleicht in höherem Maße gebraucht werden. Und das ganz ohne irgendwelche Bindemittel, die die Herstellung von getrockneten Bröckchen ermöglichen, dafür aber inklusive ausreichend Feuchtigkeit.

GLG, Vanny
 

Katzenfan

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Ich verstehe das jetzt so..........
wenn es medizinisch angesagt ist TF zu geben ,sollte man auf den Rat vom TA hören.
Ja, so war es gemeint, so würde ich es handhaben und wenn mich jemand fragt auch so empfehlen. Ob ein solcher Ratschlag richtig ist oder angenommen wird, steht dann auf einem anderen Blatt und ist letztendlich eine persönliche Entscheidung. Du hast ja schon gesehen das es durchaus andere Meinungen gibt...
 

Zauberteufel

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Ja, so war es gemeint, so würde ich es handhaben und wenn mich jemand fragt auch so empfehlen. Ob ein solcher Ratschlag richtig ist oder angenommen wird, steht dann auf einem anderen Blatt und ist letztendlich eine persönliche Entscheidung. Du hast ja schon gesehen das es durchaus andere Meinungen gibt.
Danke Volker, genau so sehe ich das auch.
Ich habe vollstes Vertrauen zu meiner TÄ , und ich denke schon das die weiß was für unsere Fellnasen das beste ist.
Man kann sich hier Tipps holen, aber bei schweren Erkrankungen
gehe ich sofort zum TA.
Auch bei kleineren , ist zuerst TA angesagt.
 

Vanny1984

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Der Gang zum TA ist sicher bei Krankheiten der erste, beste und richtige Weg, keine Frage. Da fackel ich persönlich auch nicht lange in Foren rum, sondern düse los mit meinen Tierchens.

Aber in Bezug auf die Ernährung sind eben nicht alle Tierärzte die besten Ansprechpartner. Das wurde hier mal vor einiger Zeit beleuchtet: Tierernährung scheint im Vet-Studium in zwei Semestern vorzukommen, mit jeweils 2 Semesterwochenstunden (= 2 mal 45 Minuten pro Woche). Und das ist eben nicht Katzenernährung, sondern Tierernährung. Nicht wirklich viel, nicht besonders intensiv und garantiert nicht bis ins letzte Detail bei jeder einzelnen Tierart... Also sind Tierärzte, wenn sie sich auf dem Gebiet nicht selbst weitergebildet haben, nicht unbedingt die absoluten Ernährungsexperten. Weiterbildungen werden wohl auch gern mal von den Futtermittelherstellern gemacht. Und die werden dann einen Teufel tun und ihr Futter als nicht so optimal hinstellen... Entsprechend ist beim Thema Tierarzt und Katzenernährung eine gesunde Skepsis geboten, die man am besten damit kombiniert, dass man sich selbst so gut wie möglich ins Thema einarbeitet.

GLG, Vanny
 

Katzenfan

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Aber in Bezug auf die Ernährung sind eben nicht alle Tierärzte die besten Ansprechpartner. Das wurde hier mal vor einiger Zeit beleuchtet: Tierernährung scheint im Vet-Studium in zwei Semestern vorzukommen, mit jeweils 2 Semesterwochenstunden (= 2 mal 45 Minuten pro Woche). Und das ist eben nicht Katzenernährung, sondern Tierernährung.
Ich bin diesem Argument gegenüber nicht besonders zugänglich. Mir erscheint es als zu einfach und letztendlich ist es von einem Laien nicht wirklich berurteilbar. Vielleicht müsste man dazu erst einmal tiefer darauf eingehen was diese Semesterwochenstunden tatsächlich beinhalten. Geht es nur um Tiernahrung bzw. deren Zusammensetzung oder wird tatsächlich der gesamte Bereich der ernährungsphysiologischen und biochemischen Vorgänge bei der Verdauung und Resorption von Nahrungsmitteln abgehandelt. Um diese komplexen Vorgänge inklusive Wechselwirkungen, Auswirkungen etc. im Detail zu verstehen und auch richtig zu interpretieren gehört nach meiner Auffassung auch den Aufbau und die Funktion einzelner Organe sowie enzymatische Reaktionen zu verstehen.

Weiterbildungen werden wohl auch gern mal von den Futtermittelherstellern gemacht.
Das stimmt, aber wer sollte sie sonst machen wenn nicht Fachleute die sich tagtäglich in Theorie und Praxis mit der Thematik beschäftigen?

Entsprechend ist beim Thema Tierarzt und Katzenernährung eine gesunde Skepsis geboten, die man am besten damit kombiniert, dass man sich selbst so gut wie möglich ins Thema einarbeitet.
In das Thema einarbeiten ist ein weiter und sehr dehnbarer Begriff. Neben ganz viel Zeit (am besten lebenslang) viel Energie, Diziplin und den richtigen Grundlagen dürfte es dem einen oder anderen wirklich gelingen an der Oberfläche zu kratzen. Ob man dieses Wissen in Foren, aus Zeitschriften oder Barfbüchern zuverlässig lernen kann muss jeder für sich selber beantworten. Ebenso die Frage ob das eigene Wissen ausreicht um sein geliebtes Tier so zu ernähren, das langfristig keine Mangelerscheinungen auftreten können..

Wären meine Katzen an den Nieren erkrankt und ich wüsste zuverlässig alle Fütterungsbedingte Einflüsse auf die Harnzusammensetzung, auf das Harnvolumen, auf das spezifische Gewicht des Harns, auf die renale Mineralstoffexkretion, auf den Ca-Gehalt des Harns, auf den Mg-Gehalt des Harns, auf den P-Gehalt des Harns, auf den Na-, K- und Cl-Gehalt des Harns, auf die N-Ausscheidung und einige NMetaboliten im Harn und könnte Fragen zu Stickstoffgehalt, Ammoniakgehalt, Kreatiningehalt, Oxalatgehalt etc. ebenfalls beantworten - dann würde ich vermutlich auch barfen. Da mir dieses Wissen aber fehlt und es sehr unwahrscheinlich ist dieses in kürzester Zeit (ab dem Zeitpunkt der Diagnose) zu erlangen bleibt eigendlich nur das Vertrauen in Hersteller die sich bereits seit Jahrzehnten damit beschäftigen..

Vielleicht ist das jetzt etwas wirr geschrieben und nicht so auf Anhieb nachvollziehbar daher empfehle ich einfach mal einen Blick in diese INAUGURAL -DISSERTATION zur Erlangung des Grades einer Doktorin um zu verdeutlichen das sich das Wissen und Verständnis eines TA doch sehr vom Wissen eines Laien oder Barfers unterscheidet...

Untersuchung zum Einfluss der Proteinqualität und –quantität im Futter
auf die Harnzusammensetzung bei der Katze
http://elib.tiho-hannover.de/dissertations/schultza_2003.pdf
 
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Zauberteufel

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Aber in Bezug auf die Ernährung sind eben nicht alle Tierärzte die besten Ansprechpartner. Das wurde hier mal vor einiger Zeit beleuchtet: Tierernährung scheint im Vet-Studium in zwei Semestern vorzukommen, mit jeweils 2 Semesterwochenstunden (= 2 mal 45 Minuten pro Woche). Und das ist eben nicht Katzenernährung, sondern Tierernährung. Nicht wirklich viel, nicht besonders intensiv und garantiert nicht bis ins letzte Detail bei jeder einzelnen Tierart... Also sind Tierärzte, wenn sie sich auf dem Gebiet nicht selbst weitergebildet haben, nicht unbedingt die absoluten Ernährungsexperten.
Das verstehe ich nicht, dann brauchst du auch nicht mehr zu deinem
Hausarzt gehen wenn du Durchfall hast
damit kennt er sich ja auch nicht aus.
Ich denke schon das eine gute TK sich auch mit KATZENERNÄHRUNG
auskennt und weiß was die Katze zum fressen bekommen muß.
 

Vanny1984

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Das verstehe ich nicht, dann brauchst du auch nicht mehr zu deinem
Hausarzt gehen wenn du Durchfall hast
damit kennt er sich ja auch nicht aus.
Ich denke schon das eine gute TK sich auch mit KATZENERNÄHRUNG
auskennt und weiß was die Katze zum fressen bekommen muß.
Interessant, dass du einen Vergleich zur Humanmedizin anführst. Denn überleg mal: in der Humanmedizin hat jedes Organ, jedes Körperteil, jedes kleine Bisserl seinen Facharzt. Selbst für Fragen rund um die Ernährung werden Fachleute ausgebildet. Und in der Tiermedizin? Da wird von jedem einzelnen TA verlangt, dass er nicht nur sämtliche Körperteile, Organe und Krankheiten einer Spezies kennt, sondern direkt von unglaublich vielen. Und dann oben drauf noch die spezifischen, stark unterschiedlichen Ernährungsgewohnheiten all dieser Tierarten? Gibt zu denken, oder?

@admin: Ja, für den Laien ist es zumindest schwieriger, sich wirklich gut einzulesen. Insbesondere dann, wenn man an den Rand dessen stößt, was bereits sicher erforscht ist...

Aber trotzdem, mal pure, laienhafte Logik: wie soll in 2 SWS in zwei Semestern all das Spezifische rund um Ernährung passen, wenn ein Tierarzt am Ende nicht nur alles über eine Tierart, sondern über ganz viele wissen soll? Die Verdauung der Kuh ist mal ne komplett andere als die der Katze, und selbst der Hund, der ja immerhin in die Kategorie "Raubtier" fällt gemeinsam mit den Miezen, hat schon sehr stark unterschiedliche Ansprüche an sein Futter... Ernährung von Tieren ist so ein elendig weites Feld und zwischen den Tierarten so komplett unterschiedlich, dass man, allein um die als Haustier gehaltenen Tiere abzudecken, sicherlich einen eigenständigen Studiengang draus basteln könnte. Und deshalb hab ich eben - rein von der Logik her - starke Zweifel daran, dass ein Tierarzt am Ende aus dem Studium rauskommt und exakt über die Ernährung von Tieren bescheid weiß (übrigens, dass viele Tierärzte bei Kaninchen immer noch zu handelsüblichem Trockenfutter und hartem Brot zum Zahnabrieb raten, könnte man schon fast als Beweis für diese Theorie betrachten). Was natürlich nicht heißen soll, dass alle Tierärzte komplett planlos sind. Aber um die zu finden, reicht eben oft nicht nur ein Blick in die gelben Seiten und Vertrauen auf den weißen Kittel...

Und nochmal Laien-Logik: wenn ein Futtermittelhersteller ein Futter entwirft, was speziell für Katzen, die Nieren- und Blasenprobleme haben, gedacht ist, wie kann da am Ende ein Trockenfutter bei raus kommen? Blasen- und Nierenerkrankungen haben eigentlich lebewesenübergreifend das Motto "Spülen, was das Zeug hält" - also viel Flüssigkeit rein, damit alles schön gespült wird, gerade bei Steinen. Da wehrt sich bei meiner laienhaften Logik einfach alles dagegen, dass ausgerechnet ein Trockenfutter, womit genau das nicht gewährleistet ist, diesen Katzen helfen soll... Und dann hab ich ehrlich gesagt auch kein Vertrauen mehr darauf, dass der Hersteller das Wohlbefinden und die Gesundheit bzw. Heilung meines Tiers als die einzig relevanten Faktoren bei der Herstellung von Futtermitteln im Blick hat.

GLG, Vanny
 

Katzenfan

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Und dann hab ich ehrlich gesagt auch kein Vertrauen mehr darauf, dass der Hersteller das Wohlbefinden und die Gesundheit bzw. Heilung meines Tiers als die einzig relevanten Faktoren bei der Herstellung von Futtermitteln im Blick hat.
Jetzt muss ich aber schon ein klein wenig schmunzeln....
Diese Erwartung wird doch wohl kaum jemand wirklich haben, oder? Es gibt wohl keinen Hersteller irgendwelcher Produkte der einen Verkauf seiner Erzeugnisse ausschließlich zum Wohle des Käufers betreibt. Genauso wird es wohl keinen Arbeitnehmer geben der ausschließlich und einzig zum Wohle und zur Kapitalvermehrung seines Arbeitgebers seine Arbeitskraft zur Verfügung stellt...

Wirtschaftliche Interessen werden immer im Vordergrund stehen. Keine Firma kann es sich leisten und wird auf Dauer überleben wenn diese nicht an erster Stelle stehen würde. Auf der anderen Seite wird aber auch keine Firma langfristig überleben deren Produkte Schrott sind, die schädlich sind, oder nicht zumindest annähernd der Werbung entsprechen. Das Werbeversprechen ein weiter und dehnbarer Begriff ist dürfte genauso klar sein wie der Umstand das eigene Studien dem eigenen Geschäftsfeld gegenüber nicht ganz unabhängig sind. Aber sie werden bei einem weltweit operierenden und anerkannten Konzern nicht ausschließlich auf Lug und Betrug ausgerichtet sein. Wenn ein Bio-Bauer langfristig gesunde Kartoffeln anbieten möchte wird er wohl kaum Pestizide einsetzen und die Gesundheit seines Käufers aus Spiel setzen. Kaum einer wird wissentlich und bewusst den Ast absägen auf dem er sitzt....
 

Katzenfan

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@admin: Ja, für den Laien ist es zumindest schwieriger, sich wirklich gut einzulesen. Insbesondere dann, wenn man an den Rand dessen stößt, was bereits sicher erforscht ist
Deswegen schrieb ich ja schon das man zum Beispiel als Barfer und erst recht wenn dieses aufgrunde einer Erkrankung erfolgt, bereit sein muss die nächsten 18-20 Jahre ständig am Ball zu bleiben..Ob das benötigte Zeitvolumen neben einer eigenen beruflichen Tätigkeit ausreichend ist, wage ich zu bezweifeln. Ein TA hat da schon ganz andere Möglichkeiten da er zwangsläufig tagtäglich mit der Thematik zu tun hat.

Aber trotzdem, mal pure, laienhafte Logik: wie soll in 2 SWS in zwei Semestern all das Spezifische rund um Ernährung passen, wenn ein Tierarzt am Ende nicht nur alles über eine Tierart, sondern über ganz viele wissen soll?
Logische Schlussfolgerungen basieren am sinnvollsten auf die Kentnis sämtlicher Randbedingungen. Sind diese nicht ausreichend bekannt ist eine vermeidliche logische Schlussfolgerung mehr eine spekulative..

Die Regelstudienzeit zur Tiermedizin beträgt an allen Universitäten fünf Jahre und sechs Monate und ist gegliedert in das Vorklinische Studium - erster Studienabschnitt (1. bis 4. Semester) und das klinische Studium - zweiter Studienabschnitt (5. bis 11. Semester). Ich für meinen Teil kann nicht beurteilen ob in dem Gesamtpaket der einzelnen Abschnitte nicht bereits ernährungsphysiologische und biochemischen Vorgänge vermittelt werden und auch nicht wie kompakt der immer wieder angesprochene "kleine" Abschnitt der Tierernährung tatsächlich ist.

Wenn man dies mit einem anderen Beruf vergleichen würde, wie zum Beispiel mit dem eines Physikers würde es diesem vermutlich wesentlich leichter fallen Probleme aus dem Gebiet der Ozeanographie zu erfassen als einem Laien. Auch der Zeitrahmen um sich in eine spezielle Aufgabe dürfte wesentlich geringer ausfallen als bei jemanden der bei Null oder 5% anfängt..
 
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Katzenfan

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Aber trotzdem, mal pure, laienhafte Logik: wie soll in 2 SWS in zwei Semestern all das Spezifische rund um Ernährung passen, wenn ein Tierarzt am Ende nicht nur alles über eine Tierart, sondern über ganz viele wissen soll?
Ich muss diese Grundaussage noch einmal in einem anderen Zusammenhang aufgreifen. Wer sich mit Barfen schon einmal beschäftigt hat, wird auch auf folgende sinngemäße Aussagen gestoßen sein:

"Barfen ist eine tolle Sache und hab keine Angst das ist nicht annährend so kompliziert, wie es aussieht. Es gibt zahlreiche Bücher, Tabellen und Hilfestellen in Foren" (Wobei mich letzters oft an den Spruch "Das ist so als ob ein Blinder einem Tauben erklärt wie die Farbe Rot aussieht" erinnert..)

Ok, wenn es denn so einfach ist, wie es oft dargestelt wird, und ein Laie ohne jegliche Vorkentnisse es innerhalb kürzester Zeit zwischen Job, Familie, Freizeit und Haushalt lernen kann warum sollte dann ein Student der methodisches und zielgerichtetes lernen gewohnt ist soooooo viel mehr Zeit benötigen?
 
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Trockenfutter einweichen?

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