Tod nach Entwurmung mit Profender

Diskutiere Tod nach Entwurmung mit Profender im Darmparasiten - Würmer Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo an das Forum, bisher war ich nur stiller Mitleser. Aber nun würde ich gerne meine Geschichte erzählen und würde gerne wissen, ob es ähnliche...

Kordula

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Hallo an das Forum,
bisher war ich nur stiller Mitleser.
Aber nun würde ich gerne meine Geschichte erzählen und würde gerne wissen, ob es ähnliche Fälle gibt.
In meinem Haus lebt ein dicker, gemütlicher Kater und vor etwa 1 Jahr zog ein ehemaliger, lieber Streuner bei mir ein. Ein langhaariger Kater, der scheinbar zurückgelassen wurde, aber gut genährt war.
Der Streuner hieß Bob und mein Dicker heisst Tom. Bob wurde ein Hauskater. Er wollte gar nicht mehr raus. Er war glücklich und hatte alles, was ein Katzenherz begehrt.
Vor ein paar Wochen hatte einer von beiden Rundwürmer erbrochen. Ich gehe davon aus, dass es Tom war. Aber Bob fraß auch aus Toms Napf. Somit war eine Ansteckung durchaus möglich laut TA.

Da Bob mit dem Futter etwas wählerisch wurde und das Fell etwas spröde wirkte, dachte ich schon, dass er auch Würmer haben könnte, er hatte auch innerhalb 3,5 Monaten ca. 400 Gramm abgenommen.

Ich rief bei einem Tierarzt an. Die Sprechstundenhilfe empfahl mir am Telefon Profender. Das sei gut verträglich. Sie fragte nach den Gewicht der Katzen. Ich sagte, dass ich sie noch wiegen müsse. Ich fragte auch, was denn passiert, wenn es zu hoch dosiert sei. Sie meinte, das sei nicht schlimm, selbst bei Überdosierung seien keine schweren Nebenwirkungen zu erwarten, laut Hersteller.
Ich holte jedenfalls für beide Katzen das Profender. Die Sprechstundenhilfe gab mir das Zeug ohne Packungszettel. Ich hatte mir zu keinem Moment Sorgen gemacht, dass das Zeug so furchtbar sein könnte. Dass es verschreibungspflichtig ist, wusste ich auch nicht. Auch wusste
ich nicht, dass der TA das Zeug nicht an Tiere geben darf, die er nie zuvor untersucht hat. Ich bin zugezogen und der Tierarzt kannte meine Kater nicht.
Ich trug das Zeug auf den Nacken auf. Tom vertrug es gut, aber Bob nicht.
2 Tage nach der Gabe, fraß Bob kaum noch. Es schien ihm übel zu sein.
Ich hatte sofort das Profender in Verdacht und las im Internet nach. Nach der Beschreibung sollten diese Nebenwirkungen vorübergehend sein, selbst bei einer 10-fachen Überdosierung würden sich die Nebenwirkungen nur kurz verstärken, aber in einigen Stunden vorbei sein.
Ich dachte, dass der nächste Tag besser würde. Aber er fraß immer noch nicht.

Ich fuhr zu einem anderen Tierarzt, der Blut abnahm. Er stellte erhöhte Eiweisse fest und sagte, es sei eine Entzündung, aber die anderen Werte seien alle normal. Den Ort der Entzündung könnte man war noch nicht ausmachen, aber auch der TA hatte das Profender in Verdacht.
Nach der Behandlung mit Spritzen fraß Bob wieder. Ich sollte ihm Antibiotika weiter geben.

Nach etwa 5 Tagen ging es ihm wieder schlecht. Er fraß nichts und fühlte sich warm an. Ich fuhr zum TA.der machte ein Blutbild. Die Lipase war nun erhöht und die Leukozyten auf über 40.000.

Bob bekam eine Infussion. Danach war wieder alles wie normal, augenscheinlich! Bob fraß.
Der TA sprach aber von Pankreatitis und, dass Bob ziemlich wehrhaft sei. Ohne Sedierung könne er kaum behandelt werden.
4 Tage später, war alles wie gehabt. Er hatte Fieber. Der TA nahm ihn stationär auf. Über 10 Tage lang war Bob am Tropf. Der TA war zu Beginn zuversichtlich.
Das Fieber ging runter und auch die Lipase ging in die Norm zurück. Aber die Leukozyten stiegen bis auf 60.000 um dann wieder auf 30.000 zu fallen. Dann ging das Fieber wieder mal höher, dann wieder mal runter. Aber der TA sagte, dass Bob frisst und er in guter Verfassung sei.
Plötzlich bekam ich einen Anruf. Der TA hatte einen Test auf Fiv und Felv gemacht, wobei aber "nur" das Fiv POSITIV war.
Des weiteren sagte er, dass Bob nicht mehr frisst und die Leukos wieder auf 50.000 hoch gegangen seien. Er meinte, dass wir keine Chance hätten. Die Pankreatitis sei wohl schon auf das Bauchfell über gegangen und er sprach von Nekrose. Eine Operation würde keinen Sinn machen, da vermutlich aufgrund des Fiv die Entzündung schwerer verläuft, als normal.
Ich wollte Bob nochmal sehen. Ich holte ihn ab und versuchte ihn zu füttern. Er nahm nichts an. Ich ernährte ihn mit der Spritze, mit Aufbaunahrung. Er wehrte sich sehr dagegen.
Er wog nur noch 3kg, von ehemals 5kg.
Dafür, dass er nichts fraß, war er zu Beginn noch recht fit. Das änderte sich aber mit jedem Tag ein bisschen mehr.
Nach 9 Tagen fuhr ich zu einem anderen TA. Ich machte den Test auf Fiv erneut und er war positiv. Er hatte nie Symptome gehabt, jefenfalls fiel mir nichts auf, aber durch das Profender hatte sich die Bauchspeicheldrüse entzündet und sein Körper hatte scheinbar durch das Fiv nicht die Abwehrkraft, wie sie hätte sein sollen, so denke ich.
Ich ließ zum Schluss auch nochmal die Leukos bestimmen. Sie lagen bei 53.000. Das rote Blutbild war normal. Bob war nur noch ein Schatten seiner selbst. Der sonst so beim Tierarzt wehrhafte Kater, ließ alles geschehen. Er war total friedlich. Aber man machte uns keine Hoffnung mehr und ich liess ihn gehen.
Zuhause angekommen sah ich ihn an und er sah aus, als würde er noch leben. Ich erschrak. Ich rief seinen Namen und sein Ohr zuckte. Ich bin total geschockt. Hat er sich selbst im Tod noch gequält? Was war das nur?

Ich bin mir sicher, dass das Profender der Auslöser war. Das Emodepsid besetzt die selben Rezeptoren, wie das Gift der schwarzen Wittwe. Und das ist bei der Katze tödlich. Nur wirkt es im Profender nicht so stark.
Wie kann man nur so ein gefährliches Zeug so verharmlosen in der Beschreibung? Bei meiner Recherche fand ich bis jetzt noch 2 ähnliche Fälle bei Katzen.
Ich belaste mich sehr damit. Hätte ich doch nur nie dieses Spot On geholt.

Der TA, von dem ich das bekam, sagte, dass das nicht vom Profender sei. Aber die Symptome kamen genau nach der Gabe und bei einem vorher gesunden Tier.

Der TA, der Bob erlöst hat, sagte, dass sich der TA, der mir das Profender ohne vorherige Untersuchung an ein unbekanntes Tier herausgegeben hat, strafbar gemacht hätte und ich solle das melden.
Nur bringt es meinen Schatz nicht zurück. Aber scheinbar dürfen die Tierärzte das nicht rausgeben, ohne das Tier zu kennen!

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht mit dem Profender?

LG Kordula
 
04.08.2020
#1

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moritzchen16

moritzchen16

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Mein aufrichtiges Mitgefühl,
es tut mir sehr leid, das sich Bob so quälen mußte.
Ich kann dir leider nichts dazu schreiben, kenne das Mittel nicht.

Schlafwohl tapferer Bob und komm gut an im Land hinterm Regenbogen.:rose::rose::rose:
 
Princi

Princi

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Auch mir tut es sehr leid, dies hier zu lesen.
Ich weine mit Dir und wünsche Bob einen guten Weg über den Regenbogen.

Ich habe auch keine Erfahrungen mit dem Mittel, mein TA gibt Milpro raus, was dieses Mal zwar auch evtl. Nebenwirkungen hatte, aber in wesentlich geringerem Ausmaß..
Ich meine aber auch schonmal was über Profender gelesen zu haben mit entsprechendem Ausgang und werde dieses Mittel für alle Zeit von der Liste streichen.
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Wie furchtbar :-(
Es tut mir unendlich leid...
Ich kenne das Mittel auch nicht. Was sagt denn der TA dazu, der das Zeug gegeben hat?
Ich wünsche dir viel Kraft und bin sicher, dass Bob dich weiter im Leben begleitet ::l
 

Kordula

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Wie furchtbar :-(
Es tut mir unendlich leid...
Ich kenne das Mittel auch nicht. Was sagt denn der TA dazu, der das Zeug gegeben hat?
Ich wünsche dir viel Kraft und bin sicher, dass Bob dich weiter im Leben begleitet ::l
Der TA, der es raus gab meinte, dass das nicht davon sei. Der Arzt, wo er stationär war, sagte, dass es auf jeden Fall davon kam.
Ich komme nicht darüber hinweg und bin nur noch am heulen. Es fühlt sich so an, als hätte ich ihn umgebracht.
 
Kisterlputze

Kisterlputze

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Oh Gott, wie furchtbar! Das tut mir aufrichtig leid.

Es fühlt sich so an, als hätte ich ihn umgebracht.
Bitte mach dir keine Vorwürfe! Dem Tierarzt vertraut man eben, was sollte man denn sonst tun? Es ging ja nur um eine Entwurmung, nicht um eine schwere OP oder dergleichen - wie hättest du das denn ahnen sollen? Du hast alles für Bob getan, was in deiner Macht stand und ich bin ganz sicher, dass er das wusste.

Ich wünsche dir viel Kraft!::knuddel
 

Kordula

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Oh Gott, wie furchtbar! Das tut mir aufrichtig leid.


Bitte mach dir keine Vorwürfe! Dem Tierarzt vertraut man eben, was sollte man denn sonst tun? Es ging ja nur um eine Entwurmung, nicht um eine schwere OP oder dergleichen - wie hättest du das denn ahnen sollen? Du hast alles für Bob getan, was in deiner Macht stand und ich bin ganz sicher, dass er das wusste.

Ich wünsche dir viel Kraft!::knuddel
Vielen Dank für die lieben Worte. Es wird sehr lange dauern, bis ich das überwunden habe.
 
Brummi

Brummi

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Es tut mir schrecklich leid, dass du so deinen Bob verloren hast. :-(
Suche bitte nicht die Schuld bei dir, du kannst wirklich nichts dafür. Du wolltest für deinen Bob nur das Beste. so etwas kann man nicht voraussehen.
Deinem Bob geht es jetzt gut, wenn auch nicht hier in dieser Welt.::knuddel
 

Kordula

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Danke für Eure lieben Worte. Vielleicht war er schon etwas kränklich und hat es deshalb nicht verkraftet.
 
2kittenmami

2kittenmami

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Hallo! Dein Verlust tut mir sehr leid!

Wenn man eine Katze verliert, will man natürlich immer verstehen was passiert ist. Aus meiner Erfahrung kann eine Entwurmung ein Auslöser für etwas, das schon vorher da war sein, aber kein Grund für eine tödliche Erkrankung bei einer bis dahin komplett gesunden Katze.

Bei uns - kleines privates Streunerprojekt - hat eine Entwurmung bei einem Kitten schon einmal den Parvovirus (Katzenseuche) zum Ausbruch gebracht, leider mit tödlichem Ausgang für das Kleine. Da hatte es in der Streunerpopulation schon mehrere Parvo-Fälle gegeben und sie hatte das Virus wohl in sich. Ohne die Entwurmung wäre es vielleicht nicht ausgebrochen.

Die Entwurmung selbst und vor allem die Abstoßung von toten Würmern - wenn die Katze tatsächlich stark verwurmt war - ist eine Belastung fürs Immunsystem und für die Entgiftung (Leber, Verdauungssystem, Niere) und da kann schon einmal etwas ausbrechen.

Eine Pankreatitis kann aus heiterem Himmel kommen oder eben wenn es eine Belastung gegeben hat. Genauso kann durch einen Stressfaktor (Operation, Umzug....) etwas ausgelöst werden.

FIV ist ja ein Virus, das das Immunsystem schwächt und es bringt die Katze nicht selber um. Aber wenn dann eine Infektion daherkommt und vielleicht noch eine weitere Belastung (die Entwurmung) dann hat eine Infektion leichtes Spiel.

Trotzdem ist es wichtig zu entwurmen und das vor allem regelmäßig, insbesondere bei Freigängern. Würmer sind sehr schädlich und würden zusammen mit FIV auch irgendwann zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Es ist vielleicht einfacher mit so einer Situation umzugehen, wenn man einen Schuldigen oder einen Auslöser hat. Aber bei Ex-Streunern ist der Schuldige nicht eine Behandlung, die sich zur lebensbedrohlichen Situation auswächst, sondern einfach ihre Streuner-Vergangenheit. Menschen, die ihre Katzen nicht kastrieren, nicht chippen, aussetzen oder sich nicht kümmern. Deshalb hat er FIV bekommen und wer weiß was er sonst noch im Gepäck hatte.

Du hast ihm wenigstens ein schönes Jahr gegeben, mit Geborgenheit, Wärme und leckerem Futter. Mach dir keine Vorwürfe.
 

Kordula

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Hallo! Dein Verlust tut mir sehr leid!

Wenn man eine Katze verliert, will man natürlich immer verstehen was passiert ist. Aus meiner Erfahrung kann eine Entwurmung ein Auslöser für etwas, das schon vorher da war sein, aber kein Grund für eine tödliche Erkrankung bei einer bis dahin komplett gesunden Katze.

Bei uns - kleines privates Streunerprojekt - hat eine Entwurmung bei einem Kitten schon einmal den Parvovirus (Katzenseuche) zum Ausbruch gebracht, leider mit tödlichem Ausgang für das Kleine. Da hatte es in der Streunerpopulation schon mehrere Parvo-Fälle gegeben und sie hatte das Virus wohl in sich. Ohne die Entwurmung wäre es vielleicht nicht ausgebrochen.

Die Entwurmung selbst und vor allem die Abstoßung von toten Würmern - wenn die Katze tatsächlich stark verwurmt war - ist eine Belastung fürs Immunsystem und für die Entgiftung (Leber, Verdauungssystem, Niere) und da kann schon einmal etwas ausbrechen.

Eine Pankreatitis kann aus heiterem Himmel kommen oder eben wenn es eine Belastung gegeben hat. Genauso kann durch einen Stressfaktor (Operation, Umzug....) etwas ausgelöst werden.

FIV ist ja ein Virus, das das Immunsystem schwächt und es bringt die Katze nicht selber um. Aber wenn dann eine Infektion daherkommt und vielleicht noch eine weitere Belastung (die Entwurmung) dann hat eine Infektion leichtes Spiel.

Trotzdem ist es wichtig zu entwurmen und das vor allem regelmäßig, insbesondere bei Freigängern. Würmer sind sehr schädlich und würden zusammen mit FIV auch irgendwann zu einer lebensbedrohlichen Situation führen.

Es ist vielleicht einfacher mit so einer Situation umzugehen, wenn man einen Schuldigen oder einen Auslöser hat. Aber bei Ex-Streunern ist der Schuldige nicht eine Behandlung, die sich zur lebensbedrohlichen Situation auswächst, sondern einfach ihre Streuner-Vergangenheit. Menschen, die ihre Katzen nicht kastrieren, nicht chippen, aussetzen oder sich nicht kümmern. Deshalb hat er FIV bekommen und wer weiß was er sonst noch im Gepäck hatte.

Du hast ihm wenigstens ein schönes Jahr gegeben, mit Geborgenheit, Wärme und leckerem Futter. Mach dir keine Vorwürfe.
Hallo 2kittenmami,
vielen lieben Dank für Deine helfenden Worte.
Ja, Bob war ein Streuner, der sich dazu entschieden hatte freiwillig bei mir einzuziehen. Irgendwann kam er ins Haus und wollte es nie mehr verlassen, obwohl die Tür für ihn immer offen war. Er wollte ein Hauskater sein und hatte das kämpfen satt. Er war aber zahm und den Menschen wohl irgendwann mal gewohnt. Aber nicht kastriert. Nicht gechipt.
Und gerade diese Streuner, die es am schwersten haben, sind diese Katzen die ich am liebsten umsorgen möchte. Ich möchte Ihnen eine Chance geben, auch wenn es finanziell meine Grenzen sprengt. Ich würde stets alles versuchen. Nur hier hatte der TA aufgegeben. Die Leukozyten waren so hoch und die Behandlung schlug nicht mehr an.

Alles, was Du geschrieben hast, klingt so plausibel. Bob hatte sicher wegen dem Fiv, den Kampf verloren. Bestimmt ist es dadurch ausgebrochen. Und vllt hatte er noch was anderes.

Wenn ich das nur vorher gewusst hätte, hätte ich eher Milbemax geholt. Das ist besser verträglich.

Dieser Kater war so dankbar und einfach nur lieb. Und dann passiert das!
Profender wirkt heftiger als andere Entwurmungsmittel. Soviel weiss ich jetzt.
Nie wieder werde ich dieses Zeug holen.

Liebe Grüsse Kordula
 
Kisterlputze

Kisterlputze

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Wenn ich das nur vorher gewusst hätte, hätte ich eher Milbemax geholt. Das ist besser verträglich.
Du konntest das nicht wissen. Wenn mir die Sprechstundenhilfe beim TA ein Medikament in die Hand gedrückt hätte, hätte ich es meiner Katze auch gegeben. In deinem Fall hat die Sprechstundenhilfe sogar noch dazugesagt, dass selbst eine Überdosierung ungefährlich wäre. So etwas kann man nicht ahnen.

Du schreibst ja selbst, dass Bob das Kämpfen satt hatte. 2kittenmami hat das wunderschön erklärt ... Bob war vermutlich schon krank, möglicherweise hätte ohne dich gar nicht so lange überlebt. Du hast ihm ein schönes Jahr voller Geborgenheit, Liebe und leckerem Futter geschenkt. Ich wünschte, alle Menschen hätten so ein großes Herz wie du.
 
KleineWölfin

KleineWölfin

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Und gerade diese Streuner, die es am schwersten haben, sind diese Katzen die ich am liebsten umsorgen möchte. Ich möchte Ihnen eine Chance geben, auch wenn es finanziell meine Grenzen sprengt. Ich würde stets alles versuchen.
Deine Einstellung teile ich. Aber gerade Streuner haben oftmals einen ganz schönen Rucksack mit Krankheiten dabei. Der ihre private Aufnahme richtig teuer machen und einen einzelnen Menschen überfordern kann. Und man merkt es ihnen lange Zeit nicht an.
Mein Prinz Peter kam mit einer Ohrentzündung zu mir, die sich als Polypen entpuppte, er entwickelte eine Gingivites, die ihm das Fressen verleidete, ein Test förderte Caliciviren und FIV (mit typischer Anämie) zutage, Herzprobleme kamen noch obendrauf und vor kurzem dann Krebs in den Ohren. Ich hab dann alle von mir versorgten Heimatlosen (allesamt ausgesetzt) rundum testen lassen, bevor ich sie selber aufnahm. Weil ich mir einfach keinen zweiten Peter leisten konnte. 3 von 5 Katzen waren dann Calicivirenträger, ein Kater war FIV-positiv. Der musste dann so lange weiter draußen leben, bis ich das beste Paradies ever für ihn gefunden hatte. Hätte ich ihn mit ins Haus genommen, hätte auch bei ihm der Calicivirus sein furchtbares Unheil anrichten können, für einen FIVi bedeutet das eine arge Verkürzung seiner Lebenszeit. Auch aus dem Impfprogramm habe ich ihn dann rausgenommen, weil sein Immunsystem das sehr wahrscheinlich nicht gepackt hätte.
Wenn bei mir jetzt wieder eine hungernde Katze um Aufnahme bitten würde, würde ich auch sie direkt als Erstes rundum testen. Das sind zwar gleich zu Beginn Kosten, aber es verhindert Fehlentscheidungen und ermöglicht eine frühe Behandlung. Und das würde ich auch jedem Anderen raten. Mit etwas Glück kannst Du diesen Erstcheck, ggfs. samt Kastration über Dein örtliches Tierheim abrechnen. Auf jeden Fall bist Du dann vorbereitet und stolperst auch nicht ahnungslos in eine Katastrophe wie mit Bob.
 

Kordula

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Du konntest das nicht wissen. Wenn mir die Sprechstundenhilfe beim TA ein Medikament in die Hand gedrückt hätte, hätte ich es meiner Katze auch gegeben. In deinem Fall hat die Sprechstundenhilfe sogar noch dazugesagt, dass selbst eine Überdosierung ungefährlich wäre. So etwas kann man nicht ahnen.

Du schreibst ja selbst, dass Bob das Kämpfen satt hatte. 2kittenmami hat das wunderschön erklärt ... Bob war vermutlich schon krank, möglicherweise hätte ohne dich gar nicht so lange überlebt. Du hast ihm ein schönes Jahr voller Geborgenheit, Liebe und leckerem Futter geschenkt. Ich wünschte, alle Menschen hätten so ein großes Herz wie du.
Hallo Kisterlputze,
ja es stimmt, ich habe geschrieben, dass er das Kämpfen leid war. So als Streuner generell meinte ich. Aber er war verfressen und da hatte er noch gar keine Anzeichen gehabt. Damals sagte ein TA sogar, dass er zu Übergewicht neigen würde.

Irgendwo in einem anderen Chat las ich heute durch Zufall, dass jemand erwähnte, dass eine Bekannte oder Kollegin bei einer Katze das Profender nachdosierte, weil sie dachte es sei zu viel im Fell hängen geblieben und diese dann 5 Tage später tot gewesen sein soll.
Klar, ich kenne nicht den Zustand dieser Katze, vor der Gabe. Aber wenn sie gesund gewesen war, hätte das nicht passieren dürfen, denn der Hersteller schreibt tatsächlich, dass selbst eine 10 Fache Überdosierung nur zu verstärkten Symptomen führt, wie Speicheln, Erbrechen oder Übelkeit und nur vorübergehend seien. Es würde sich dabei nicht um eine Vergiftung handeln!?
Leider habe ich die Seite versehentlich geschlossen. Ich suche das aber nochmal.

Daher dachte die Sprechstundenhilfe in meinem Fall vllt auch, dass nix passieren kann?

Ich habe daraus auf jeden Fall gelernt und vllt hilft es anderen Menschen sich richtig zu entscheiden und nicht alles zu glauben, was BAYER schreibt.

LG Kordula
 

Kordula

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Deine Einstellung teile ich. Aber gerade Streuner haben oftmals einen ganz schönen Rucksack mit Krankheiten dabei. Der ihre private Aufnahme richtig teuer machen und einen einzelnen Menschen überfordern kann. Und man merkt es ihnen lange Zeit nicht an.
Mein Prinz Peter kam mit einer Ohrentzündung zu mir, die sich als Polypen entpuppte, er entwickelte eine Gingivites, die ihm das Fressen verleidete, ein Test förderte Caliciviren und FIV (mit typischer Anämie) zutage, Herzprobleme kamen noch obendrauf und vor kurzem dann Krebs in den Ohren. Ich hab dann alle von mir versorgten Heimatlosen (allesamt ausgesetzt) rundum testen lassen, bevor ich sie selber aufnahm. Weil ich mir einfach keinen zweiten Peter leisten konnte. 3 von 5 Katzen waren dann Calicivirenträger, ein Kater war FIV-positiv. Der musste dann so lange weiter draußen leben, bis ich das beste Paradies ever für ihn gefunden hatte. Hätte ich ihn mit ins Haus genommen, hätte auch bei ihm der Calicivirus sein furchtbares Unheil anrichten können, für einen FIVi bedeutet das eine arge Verkürzung seiner Lebenszeit. Auch aus dem Impfprogramm habe ich ihn dann rausgenommen, weil sein Immunsystem das sehr wahrscheinlich nicht gepackt hätte.
Wenn bei mir jetzt wieder eine hungernde Katze um Aufnahme bitten würde, würde ich auch sie direkt als Erstes rundum testen. Das sind zwar gleich zu Beginn Kosten, aber es verhindert Fehlentscheidungen und ermöglicht eine frühe Behandlung. Und das würde ich auch jedem Anderen raten. Mit etwas Glück kannst Du diesen Erstcheck, ggfs. samt Kastration über Dein örtliches Tierheim abrechnen. Auf jeden Fall bist Du dann vorbereitet und stolperst auch nicht ahnungslos in eine Katastrophe wie mit Bob.
Hallo KleineWölfin,
Du hast Recht. Aber genau das hatte ich vorher bei Bob versucht. Der damalige TA hatte sich nicht getraut Blut abzunehmen, wril Bob so zappelig war und so blieb es erst mal nur bei dem Chip.

Im Späteren muss ich sagen, dass er zwar positiv war, aber das Mäulchen ohne Entzündungen und er hatte auch keine Anämie.
Von dem her denke ich, dass das FIV nur zufällig diagnostiziert wurde aber nicht ursächlich war. Oder was meinst Du?

Irgendwo in einem anderen Chat las ich heute durch Zufall, dass jemand erwähnte, dass eine Bekannte oder Kollegin bei einer Katze das Profender nachdosierte, weil sie dachte es sei zu viel im Fell hängen geblieben und diese dann 5 Tage später tot gewesen sein soll.
Klar, ich kenne nicht den Zustand dieser Katze, vor der Gabe. Aber wenn sie gesund gewesen war, hätte das nicht passieren dürfen, denn der Hersteller schreibt tatsächlich, dass selbst eine 10 Fache Überdosierung nur zu verstärkten Symptomen führt, wie Speicheln, Erbrechen oder Übelkeit und nur vorübergehend seien. Es würde sich dabei nicht um eine Vergiftung handeln!?
Leider habe ich die Seite versehentlich geschlossen. Ich suche das aber nochmal.

LG Kordula
 
2kittenmami

2kittenmami

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Aber er war verfressen und da hatte er noch gar keine Anzeichen gehabt. Damals sagte ein TA sogar, dass er zu Übergewicht neigen würde.
Leider gibt es viele schlechte Tierärzte. Wenn man einen Streuner aufnimmt und der ist dick, ist das schon einmal wirklich verdächtig. Wenn man ihn nicht untersuchen kann, weil er wild ist, dann muss man ihn halt sedieren oder den Besitzer bitten ihm beim nächsten Mal schon zu Hause ein Beruhigungsmittel ins Futter zu mischen. Oder was macht der Tierarzt wenn man ihm einen nicht sozialisierten Streuner zum Kastrieren bringt? Oder gar ein verletztes Wildtier? Solche Tierärzte sind für mich keine richtigen Tierärzte.

Als Besitzer kann man das aber alles nicht wissen, man geht ja schließlich zum Tierarzt damit man eine Fachmeiung bekommt. Aber leider ist es ja oft so, nicht nur bei Tierärzten, dass man sich schon fragt wie man dazu kommt besser informiert sein zu müssen als Professionisten, die das eigentlich studiert haben und dafür bezahlt werden. Also mach dir bitte keinen Kopf deswegen, es ist nicht deine Schuld weil es eigentlich die Aufgabe des Tierarztes ist so etwas zu wissen und zu erkennen. Aber der Kater war wahrscheinlich von Anfang an massiv verwurmt und hätte drei oder vier Entwurmungen in kurzem Abstand gebraucht, unter tierärztlicher Aufsicht, damit nichts schief geht. Dick, verfressen, stumpfes Fell, Erbrechen von Würmern - das deutet alles auf massive Verwurmung hin.

Ich würde zu dem Tierarzt nicht mehr hingehen und meinen Freunden, die dort eventuell hingehen davon erzählen.

Daher dachte die Sprechstundenhilfe in meinem Fall vllt auch, dass nix passieren kann?
Sie hätte dir das überhaupt nicht geben dürfen, wenn der Kater nicht Patient bei ihnen und in regelmäßiger Betreuung ist.

Irgendwo in einem anderen Chat las ich heute durch Zufall, dass jemand erwähnte, dass eine Bekannte oder Kollegin bei einer Katze das Profender nachdosierte, weil sie dachte es sei zu viel im Fell hängen geblieben und diese dann 5 Tage später tot gewesen sein soll.
Wie gesagt, bei mir war auch eine Katze eine Woche nachdem sie entwurmt wurde (mit Broadline, nicht mit Profender) tot. Auch eine weitere Katze hat nach ihrer Streuner-Kastration und Entwurmung die Katzenseuche bekommen, sie hatte aber großes Glück und hat überlebt. Zwei scheue Kitten, die wir gerade versuchen zu sozialisieren wurden mit Profender entwurmt und sie hatten keine Probleme mit der Entwurmung. Im Gegenteil, bei einem hat es vermutlich nicht einmal so gut gewirkt, er hat derzeit alle Anzeichen auf einen Wurmbauch und wird Milbemax bekommen, hoffentlich ohne anschließenden Besuch der Tierklinik. Mit einem anderen Kitten, entwurmt mit Broadline, mussten wir am nächsten Tag schnellstens zum Tierarzt, weil sie mit starkem Erbrechen und Durchfall reagiert hat (sie war sehr verwurmt). Bei einem Tierschutzverein, den ich kenne hatte eine Katze Lungenwürmer, so sehr, dass sie ständig gehechelt und nach Luft gerungen hat. Diese wurden glücklicherweise erkannt bevor die Katze eine reguläre Entwurmung bekommen hat. Wäre sie einfach mit der normalen Dosis entwurmt worden, wäre sie sicher gestorben. Da man es wusste, konnte man die Entwurmung ihrem Zustand anpassen und die Lungenwürmer langsam zum Absterben bringen sodass es ihr Körper verkraftet hat, die Katze wurde gesund. Ohne Entwurmung hätte sie mit den Lungenwürmern sicher auch nicht mehr lange gelebt.

Ich glaube auch gelesen zu haben, dass @xioni bei einer ihrer Katzen Nebenwirkungen vom sonst so verträglichen Milbemax hatte, oder verwechsle ich das gerade mit einem anderen User? Vielleicht kann sie darüber berichten.
 
KleineWölfin

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Von dem her denke ich, dass das FIV nur zufällig diagnostiziert wurde aber nicht ursächlich war. Oder was meinst Du?
Jein. An FIV stirbt keine Katze, diese Krankheit leistet aber Vorschub, dass andere Erkrankungen weitaus heftiger ausfallen als sonst üblich.
Und ähnlich erscheint mir das auch mit dem Profender. Daran (allein) stirbt auch keine Katze, aber mit entsprechender Konstellation anderer Erkrankungen kann es dann doch am Tod beteiligt sein. 2kittenmami hatte es sehr gut geschildert. Oder die toten Würmer mit ihren Verwesungsgiften, die ja auch ausgeschieden werden müssen. Was, wenn Bobs Nieren nicht mehr gut arbeiteten ... auch Profender wird über die Nieren ausgeschieden und ebenso beeinträchtigt die Pankreatitis die Nierenfunktion.

Ich denke, es kam einiges bei ihm zusammen und bei der Prognose für entzündliche Vorgänge ist FIV immer ein ganz mieses Vorzeichen.
Im Übrigen sind die Auslöser einer Pankreatitis meist nicht ausfindig zu machen. Und Pankreatitis verläuft auch bei immunstarken Tieren oft tödlich, das ist eine saugefährliche Erkrankung und es braucht viel Glück, sie zu überstehen.

Bob ist leider leider nicht der Einzige, der vor dieser Plage in den letzten Monaten gescheitert ist. Es gibt Erkrankungen und Konstellationen, vor denen wir einfach machtlos dastehen. Du hast trotzdem alle Register gezogen mit der Hoffnung auf ein kleines Wunder. Und das hat Bob auf seine Reise mitgenommen ... als Zeichen Deiner Wertschätzung. Nicht einsam und unbeachtet in irgendeinem Loch zu krepieren, sondern geliebt Seite an Seite im Kampf sein Leben zu lassen, war das Beste, was Deinem Kater in dieser Situation passieren konnte!
 

Kordula

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Leider gibt es viele schlechte Tierärzte. Wenn man einen Streuner aufnimmt und der ist dick, ist das schon einmal wirklich verdächtig. Wenn man ihn nicht untersuchen kann, weil er wild ist, dann muss man ihn halt sedieren oder den Besitzer bitten ihm beim nächsten Mal schon zu Hause ein Beruhigungsmittel ins Futter zu mischen. Oder was macht der Tierarzt wenn man ihm einen nicht sozialisierten Streuner zum Kastrieren bringt? Oder gar ein verletztes Wildtier? Solche Tierärzte sind für mich keine richtigen Tierärzte.

Als Besitzer kann man das aber alles nicht wissen, man geht ja schließlich zum Tierarzt damit man eine Fachmeiung bekommt. Aber leider ist es ja oft so, nicht nur bei Tierärzten, dass man sich schon fragt wie man dazu kommt besser informiert sein zu müssen als Professionisten, die das eigentlich studiert haben und dafür bezahlt werden. Also mach dir bitte keinen Kopf deswegen, es ist nicht deine Schuld weil es eigentlich die Aufgabe des Tierarztes ist so etwas zu wissen und zu erkennen. Aber der Kater war wahrscheinlich von Anfang an massiv verwurmt und hätte drei oder vier Entwurmungen in kurzem Abstand gebraucht, unter tierärztlicher Aufsicht, damit nichts schief geht. Dick, verfressen, stumpfes Fell, Erbrechen von Würmern - das deutet alles auf massive Verwurmung hin.

Ich würde zu dem Tierarzt nicht mehr hingehen und meinen Freunden, die dort eventuell hingehen davon erzählen.



Sie hätte dir das überhaupt nicht geben dürfen, wenn der Kater nicht Patient bei ihnen und in regelmäßiger Betreuung ist.



Wie gesagt, bei mir war auch eine Katze eine Woche nachdem sie entwurmt wurde (mit Broadline, nicht mit Profender) tot. Auch eine weitere Katze hat nach ihrer Streuner-Kastration und Entwurmung die Katzenseuche bekommen, sie hatte aber großes Glück und hat überlebt. Zwei scheue Kitten, die wir gerade versuchen zu sozialisieren wurden mit Profender entwurmt und sie hatten keine Probleme mit der Entwurmung. Im Gegenteil, bei einem hat es vermutlich nicht einmal so gut gewirkt, er hat derzeit alle Anzeichen auf einen Wurmbauch und wird Milbemax bekommen, hoffentlich ohne anschließenden Besuch der Tierklinik. Mit einem anderen Kitten, entwurmt mit Broadline, mussten wir am nächsten Tag schnellstens zum Tierarzt, weil sie mit starkem Erbrechen und Durchfall reagiert hat (sie war sehr verwurmt). Bei einem Tierschutzverein, den ich kenne hatte eine Katze Lungenwürmer, so sehr, dass sie ständig gehechelt und nach Luft gerungen hat. Diese wurden glücklicherweise erkannt bevor die Katze eine reguläre Entwurmung bekommen hat. Wäre sie einfach mit der normalen Dosis entwurmt worden, wäre sie sicher gestorben. Da man es wusste, konnte man die Entwurmung ihrem Zustand anpassen und die Lungenwürmer langsam zum Absterben bringen sodass es ihr Körper verkraftet hat, die Katze wurde gesund. Ohne Entwurmung hätte sie mit den Lungenwürmern sicher auch nicht mehr lange gelebt.

Ich glaube auch gelesen zu haben, dass @xioni bei einer ihrer Katzen Nebenwirkungen vom sonst so verträglichen Milbemax hatte, oder verwechsle ich das gerade mit einem anderen User? Vielleicht kann sie darüber berichten.
Hallo 2kittenmami,
bei uns war es der Tom, der die Würmer so schwer hatte. Der Bob könnte sich aber angesteckt haben. Erbrochen hatte der Tom schon mal Würmer, von daher denke ich, er war es auch beim letzten Mal. Der Bob war der Hauskater und der Tom der Jäger, der zu 80% nur draussen ist.
Die Katze, die bei Dir an Broadline starb, hätte sie auch dann eine Entzündung im Bauchraum oder Pankreas? Wie kam es, dass die Katze so plötzlich starb?

LG Kordula
 

Kordula

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Jein. An FIV stirbt keine Katze, diese Krankheit leistet aber Vorschub, dass andere Erkrankungen weitaus heftiger ausfallen als sonst üblich.
Und ähnlich erscheint mir das auch mit dem Profender. Daran (allein) stirbt auch keine Katze, aber mit entsprechender Konstellation anderer Erkrankungen kann es dann doch am Tod beteiligt sein. 2kittenmami hatte es sehr gut geschildert. Oder die toten Würmer mit ihren Verwesungsgiften, die ja auch ausgeschieden werden müssen. Was, wenn Bobs Nieren nicht mehr gut arbeiteten ... auch Profender wird über die Nieren ausgeschieden und ebenso beeinträchtigt die Pankreatitis die Nierenfunktion.

Ich denke, es kam einiges bei ihm zusammen und bei der Prognose für entzündliche Vorgänge ist FIV immer ein ganz mieses Vorzeichen.
Im Übrigen sind die Auslöser einer Pankreatitis meist nicht ausfindig zu machen. Und Pankreatitis verläuft auch bei immunstarken Tieren oft tödlich, das ist eine saugefährliche Erkrankung und es braucht viel Glück, sie zu überstehen.

Bob ist leider leider nicht der Einzige, der vor dieser Plage in den letzten Monaten gescheitert ist. Es gibt Erkrankungen und Konstellationen, vor denen wir einfach machtlos dastehen. Du hast trotzdem alle Register gezogen mit der Hoffnung auf ein kleines Wunder. Und das hat Bob auf seine Reise mitgenommen ... als Zeichen Deiner Wertschätzung. Nicht einsam und unbeachtet in irgendeinem Loch zu krepieren, sondern geliebt Seite an Seite im Kampf sein Leben zu lassen, war das Beste, was Deinem Kater in dieser Situation passieren konnte!
Danke für Deine aufbauenden Worte.
Ja ich denke auch, dass in Bob etwas schlummerte, was dann zu den Problemen in Kombination führte.
Das Profender war wohl die Zündschnur gewesen.

Die Nieren waren aber in Ordnung. Am Anfang waren alle Werte noch perfekt, bis auf die Eiweiße. Die waren etwas erhöht. So fing alles an.

LG Kordula
 
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