Tipps bei der Wahl einer Rassekatze

Diskutiere Tipps bei der Wahl einer Rassekatze im Katzenzucht Forum im Bereich Katzenaufzucht und Zucht; gelöscht first Russian

russian

Gast
gelöscht
Russian
 
Zuletzt bearbeitet:
08.11.2002
#1

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Gast

Schau mal hier: Tipps bei der Wahl einer Rassekatze . Dort wird jeder fündig!

gismosue

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Hallo Russian,

Dein Beitrag ist an und für sich ganz gut gelungen, nur das hier, mußte ich jetzt mal so rüberkopieren, da ich keine Ahnung habe, wie das mit dem zitieren geht:


Kaufen sie kein Kitten, daß jünger ist als 12 Wochen. Erst dann ist ein Kitten ausreichend sozialisiert, um Mutter und Geschwisterchen zu verlassen, und glücklich mit einem Menschen zu leben.


Es wäre wohl besser gewesen zu schreiben, daß die Vereine es sogar ausdrücklich verbieten, die Tiere unter 12 Wochen zu verkaufen - und Züchter die jüngere Tiere verkaufen, meist auch die sind, die keine Stammbäume vorweisen können!!

Wie oben schon gesagt, es kostet viel Zeit und Geld eine gesunde Katze zur Welt zu bringen. Und wenn es eine Rassekatze ist - ohne vorherige Begutachtung, sprich Ausstellung auf der ein "vorzüglich" erreicht wird, darf die Zucht gar nicht erst begonnen werden!! Kostet auch Geld, so eine Ausstellung. Zumindest war das mit dem "vorzüglich" vor ein paar Jahren so. Und dann kommt auch noch dazu, daß man keinen Deckkater bekommt, wenn man sich nicht regelmäßig auf Ausstellungen blicken läßt - außer man kennt den Katerbesitzer persönlich.


Das fiel mir jetzt so spontan zu dem Thema ein. Den "Gewinn" den man aus einem gesunden Wurf hat deckt lange nicht die Kosten, die für die Ausstellungen und das allgemeine Wohlbefinden der "Zuchtkatzen" entstehen! Kosten, die entstehen, wenn der Züchter seine Tiere liebt und sie ordentlich hält! Leider gibt es ja auch unter den seriösen Züchtern schwarze Schafe. :evil:

Liebe Grüße
 

russian

Gast
Hallo Sue,

vielen Dank für den Hinweis, das ist natürlich wichtig, denn die Schwarzzüchter hatte ich glatt vergessen, dabei wollen wir ja gerade auch vor ihnen warnen.
Ich habe das Posting nochmal editiert, vielleicht findet ja noch jemand gute Ergänzungen.

Liebe Grüße
Russian
 

Reufi

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Hallo,

ich bin gestern im Rahmen meiner beruflichen Tätigkeit auf einen VW - Bus aus Ungarn gestoßen. Auf der Ladefläche befanden sich acht leere Katzen,- bzw. Hundetransportboxen aus Plastik. Keine großen, eher die kleinen.
Im Gespräch mit dem Fahrer und auch lt Rechnung kam raus, dass in diesen Tranportboxen insges. 72 Rassehundewelpen und 22 Rassekatzen transportiert worden sind. Empfänger der Tiere war ein angeblicher "Züchter" aus Belgien, der hierfür insges. 19.000,- € bezahlt hat.

Die Boxen waren voll Kot und Urin. In dem ganzen Bus stank es fürchterlich.
Das war wirklich ekelhaft und ich war froh, dass mir der Anblick erspart geblieben ist, als die Boxen noch mit Hunde- und Katzenbabys vollgestopft waren.
Ein Kollege erzählte, dass genau dieses Fahrzeug vor einem Jahr kurz vor Aachen (auf dem Weg nach Belgien) schon mal aufgefallen ist. Damals war die "Ware" noch an Bord. Der Fahrer ist dabei beobachtet worden, als er acht verendete Welpen auf einem Autobahnparkplatz in Mülltonnen entsorgte. Der Anblick damals muss Horror gewesen sein.

Der Fahrer gestern hatte keinerlei Unrechtsbewußtsein und erzählte freimütig, dass er alle zwei Wochen Fahrten in dieser Größenordnung unternimmt und das er den normalen Schwund ( ca. 10% verenden bei einer Fahrt ) billigend in Kauf nimmt. Die Hunde und Katzen sind immer so zwischen 6 - 12 Wochen alt.

Wenn man sich dieses Leid Augen führt, kann man immer wieder nur auf die Tipps die russian hier oben so umfangreich gegeben hat hinweisen.

Gruss
Reufi
 

Tiger

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Oh mein Gott,

wenn ich sowas höre wird mir ganz schlecht........Und fuchsteufelswild könnte ich da werden :twisted: :twisted:

Ich könnte heulen bei soviel Ignoranz, die mansche Menschen noch an den Tag legen.
Kann man denn den Fahrer dieser Transporte nicht irgendwie zur Rechenschaft ziehen, oder ihn wegen Tierquälerei anzeigen. Und diesen sogenannten "Züchter", der die armen Tierchen abnimmt gleich mit.

Ich platz gleich vor Wut und Trauer über sowas.
 

russian

Gast
Hallo Engelchen,

ich nehme einfach einmal das Beispiel Deiner Katze um einen möglichen Grund zu erklären.
Der Stammbaum ist unter anderem ein Familienregister einer Katze, aus dem man die gesamte Linie der Vorfahren erkennen, und rückverfolgen kann. Da bei einer seriösen Zucht, die unter Vereinskontrolle betrieben wird, die Gesundheit der Tiere an erster Stelle steht, ist es unerläßlich, daß man die Vorfahren der Tiere kennt. Es gibt in der Genetik eine Reihe leichter und auch schwerer Fehler, die vererbt werden können. Ebenso gibt es schwere Krankheiten, die eine Katze haben und vererben kann, wenn sie nicht regelmäßiger ärztlicher Kontrolle unterliegt. Nur über die Stammbäume ist zurückzuverfolgen ob in der Linie genetische Fehler oder Krankheiten vorliegen, oder vorlagen, die für kommende Generation gefährlich werden können.
Bezogen auf Deine Katze gibt es über den möglichen Hauskatzen-Ur-Ur-Opa diese Gesundsheitsinformationen nicht. Leider ist es so, daß sich viele genetische Fehler nicht im Laufe der Zeit vermindern, sie vererben sich verdeckt, und tauchen dann Generationen später wieder auf, wenn beide Elterntiere solch eine verdeckte Anlage tragen.
Generell kann man sagen, einen Stammbaum bekommt man nur, wenn man Vereinsmitglied ist, und sich somit den Vereinsvorschriften unterwirft, die zum Wohle der Tiere und der künftigen Besitzer geschaffen sind. Diese Mitgliedschaft kostet wirklich kein Vermögen, aber man wird kontrolliert im Bezug auf die Zucht, die Haltung und die Aufzucht der Tiere, und wer diese Vorschriften und Kontrolle meidet hat einen Grund dazu. Ich stelle seit einigen Jahren meine Katzen aus, und natürlich kommen dort auch viele Besucher mit Fragen zu den Züchtern. Weißt Du welches die häufigsten Fragen sind?.....wie man mit den gesundheitlichen Problemen der Katzen umgeht, die man ohne Stammbaum oder von unseriösen Züchtern gekauft hat, und es ist sehr depremierend dann sagen zu müßen, daß man wenig helfen kann.
Ich weiß nicht ob Du andere Foren kennst, aber schau Dich einmal dort um, lies die Hilferufe und vielleicht verstehst Du dann, warum ich hier so ausführlich geraten habe.

Viele Grüße
Russian
 

dunkler_Engel

Gast
Meine Frage/Aussage war keinesfalls böse [email protected] ...sorry wenns so rüberkam.

Aber ich finde, nur weil meine Katze keinen Stammbaum hat, muss bei ihr nicht prinzipiell was "faul sein". Nicht jeder, der mehrere Rassekatzen zuhause hat, muss auch gleich ein Züchter sein. Und so kann es auch sein, dass sich die Katzen verpaaren ohne , dass man es gleich als züchten bezeichnen muss. Wenn Nachbars stinknormale Hauskatze Junge kriegt, dann sind die ja auch nicht gleich "krank" nur weil sie keinen Stammbaum haben.
 

Kathy

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Hallo, Engel!
Eine Gefahr bei Rassekatzen ohne Stammbaum ist schon gegeben, wie Russian wie immer zu solchen Themen wunderbar fundiert geschrieben hat.
Der Unterschied bei unseren Hauskatzen ist, daß sie einen viel größeren Gen-Pool haben. Es gibt massenhaft von ihnen und dadurch ist das Risiko verschwindend gering, daß der Nachwuchs an Gen-Defekten oder Erbkrankheiten leiden kann. Bei Rassekatzen kannst du ohne Stammbaum einfach nicht nachvollziehen, wieviel Inzucht bei der Vermehrung(auch unwissendlich!) betrieben worden ist. Erst Papa mit Mama, dann Tochter mit Papa und Mama mit Brüderchen oder der Opa spielt auch noch mal mit rein... Dazu kommt einfach, daß es nicht so viele Katzen einer Rasse gibt um gefahrlos unerfahren zu "züchten".
Du mußt dir einfach vorstellen, daß du auf einer Insel mit nur 100 Einwohnern lebst, wo kein Fremder hin darf. Irgendwann sind die Nachkommen auf dieser Insel auch nicht mehr gesund, Erbschäden und Gen-Defekte werden von Generation zu Generation zunehmen.
 

russian

Gast
Hallo Engel,

ich habe Deine Frage keineswegs böse verstanden, auch meine Antwort war nicht so gemeint.
Katzen ohne Papiere sind nicht minderwertig, bitte verstehe mich da nicht falsch, aber besonders bei Rassekatzen ist es doch bedenklich. Kathy hat es schon ziemlich gut beschrieben, die Rassekatzen sind längst nicht in so großer Vielzahl vertreten wie Hauskatzen, aber sie sind in einer besonderen Position, die für ihre Zucht wirklich Kenntnis und Vorsicht auferlegt. Viele Rassekatzen sind irgendwann einmal in andere Rasse eingekreuzt worden, haben evtl. rezessive Gene und auch Krankheiten mitgebracht, deren Verbreitung man nur entgegen wirken kann, wenn man ausreichend Kenntnis und Vorsicht mitbringt. Die Vereine haben es sich zur Aufgabe gemacht hier noch Regeln und Vorschriften hinzuzufügen, die dafür sorgen sollen, daß eine Zucht nicht in einem Fiasko endet. Was uns also raten läßt, keine Rassekatzen ohne Papiere zu kaufen, ist die negative Erfahrung, die Sorge um die Gesundheit der Tiere und auch der Wunsch einem Dosi Kummer zu ersparen.


Viele Grüße
Russian
 

gismosue

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Meine Frage/Aussage war keinesfalls böse [email protected] ...sorry wenns so rüberkam.

Aber ich finde, nur weil meine Katze keinen Stammbaum hat, muss bei ihr nicht prinzipiell was "faul sein". Nicht jeder, der mehrere Rassekatzen zuhause hat, muss auch gleich ein Züchter sein. Und so kann es auch sein, dass sich die Katzen verpaaren ohne , dass man es gleich als züchten bezeichnen muss. Wenn Nachbars stinknormale Hauskatze Junge kriegt, dann sind die ja auch nicht gleich "krank" nur weil sie keinen Stammbaum haben.
Hallo Engel und die, die es auch interessiert,

kann mich zur "Zuchtfrage" Kathy und Russian nur anschließen. Und nein, eine Katze ohne Stammbaum ist nicht minderwertig. Meine Rassekatzen stammten alle von "Schwarzzüchtern" - aber ich hatte das Glück, das die Eltern Papiere hatten. Jahre später konnte ich so für meine Rassekatzen Stammbäume beantragen - und hätte so die Möglickheit gehabt eine sinnvolle und gesunde Zucht aufzubauen. Weil siehe da - ein Deckkater war gradling verwandt mit meiner Katze!! Die Vereine stellen Anforderungen, daß soundsoviel verschiedene Ahnen da sein müssen - das hätte bei unserer Konstellation nicht hingehauen. Hätte ich mir nicht die Mühe gemacht, meine Katzen im nachhinen registrieren zu lassen, wäre ich womöglich bös auf die Nase gefallen....Mal abgesehen von der Gefahr von Totgeburten bei Inzucht - es wäre schlimm für mich, wenn ich wüßte, daß "meine" Jungtiere nicht genauso alt werden, wie meine eigenen Tiere.

Übrigens - ich züchte nicht. Ich hatte ein paar Würfe, ja. Hab es dann aber sein lassen. Und über die Hälfte meiner jetzigen Hausgenossen wissen nichtmal was ein Stammbaum ist :lol: - sind durch die Bank Fundtiere, aber deshalb nicht weniger wert als meine Rassekatzen. Manchmal sind nämlich genau die viel liebenswerter als eine Rassekatze. Aber ich oute mich auch indem ich sage - ein Leben ohne nicht einen Perser kann ich mir nicht vorstellen - nur eben muß dieser Perser auch einen Stammbaum haben, damit ich nachvollziehen kann woher er kommt, da ich selber die Erfahrung gemacht habe, wie schnell man zu enge Verwandschaft paart, wenn man nicht so recht weiß, woher ein Tier kommt. Und eben diese Tiere dann doch anfälliger oder sonstwas sind.

Noch was - meine Perserdame ist jetzt 13, meine Perserpäarchen wird 7 - und keiner war jemals ernsthaft krank.....und alle drei haben einen Stammbaum ohne irgendwelche Rückkreuzungen....von wegen Vater auf Tochter und Enkel auf Oma wie Kathy das so schön beschrieben hat! So kommt es nämlich zu den Vorurteilen, Rassekatzen seien nicht so zäh wie Hauskatzen. Und zu solchen "Kreuzungen" kommt es halt immer wieder - und oftmals eben durch die Schwarzzüchter, weil sie es oft auch gar nicht wissen.

*stammbaumlose* Grüße von den vier Verrückten :lol: (die ich nimmer missen will)

*stammbäumige* Grüße von den Persern :lol: (ein so ein Zottelmonster will ich immer haben - auch in Zukunft!!)

und liebe Grüße von mir :lol: auch Stammbaumlos :wink:
 

Tina

Gast
Hallo zusammen,

im großen und ganzen kann ich mich Russian nur anschließen. Bei einer Rassekatze ohne Stammbaum ist mit ziemlicher Sicherheit insbesondere am "Züchter" (bzw. Vermehrer) etwas faul, denn wäre mit seinen Verpaarungen und seiner Aufzucht alles okay, bräuchte er sich einer Kontrolle nicht zu entziehen. Dennoch sind natürlich wie gesagt Katzen ohne Stammbäume nicht weniger "wert", allesamt - egal ob Stammbaum oder nicht - sind sie liebevolle Hausgenossen und Weggefährten. Allerdings bin ich persönlich der Meinung, daß man anstelle einer "günstigen Rassekatze ohne Papiere" dann doch lieber eine Katze aus dem Tierheim nehmen sollte, damit tut man der Katze und dem Tierschutz einen Gefallen. Oder eben eine Rassekatze vom seriösen eingetragenen Züchter - auch wenn sie ein paar Taler mehr in der Anschaffung kostet, es ist es wert, wenn man weiß, wo das Tier herkommt, und daß man ein gesundes Kätzchen bekommt.

Zum Thema "keine bzw. wenig Inzucht bei Hauskatzen" wollte ich gern noch etwas loswerden. Sicher gibt es zahlenmäßig mehr Haus- als Rassekatzen, aber gerade bei Kätzchen, die man sich von "irgendeinem" Bauernhof holt, ist die Gefahr der Inzucht in den Vorfahren relativ hoch. Denn freilaufende Katzen - gerade in den ländlichen Gegenden - haben ihre ganz bestimmten Reviere. Und werden die Kleinen nicht ertränkt oder erschlagen (Verzeihung), sondern werden tatsächlich groß und bleiben in demselben Revier wie ihre Vorfahren (ich meine nicht nur ein und denselben Hof, sondern sie streunen ja kilometerweit), so bestehen recht gute Chancen, daß die eine Kätzin vom Opa gedeckt wird, der Sohn sich mit der Mutter oder Tante verpaart, Papa auf Tochter springt oder sogar Bruder und Schwester kleine Babies machen. Die Zahl der Totgeburten oder kranken/nicht lebensfähigen Kitten dürfte hier wohl eine einzige Dunkelziffer sein. Denn die Katzen werfen irgendwo im Stall, auf dem Heuboden oder in einem anderen Versteck. Werden Kätzchen z. B. tot geboren, so läßt die Mutter sie zurück bzw. nimmt sie nicht an und sie werden ggf. von Mardern, Füchsen usw. geholt.

Das hört sich alles etwas dramatisch an, ist aber Tatsache. Nur weiß eben niemand, wie genau bzw. wie oft und mit wem diese Fortpflanzungen stattfinden und wie oft kranke oder tote Kätzchen geboren werden. Selbst, wenn ein Bauer mal welche finden sollte - entweder kriegen sie die Hunde oder sie landen auf dem Müll. Von daher sollte man bei Hauskatzen (wie gesagt - insbesondere aus ländlichen Gegenden) nicht immer davon ausgehen, daß diese ja nicht aus Inzucht stammen können, weil sie keine Rassekatzen sind :wink: . Das soll jetzt hier auch kein Rufmord an Bauern sein *g*, aber leider sind ja sehr viele so grausam.

Abgesehen davon bedeutet ein gewisser "Inzuchtkoeffizient" noch lange nicht, daß die Katze aufgrund von "Inzucht" krank ist. Denn wenn eine Rassekatze im Stammbaum z. B. 2 x denselben Vorfahren hat, ist das noch lange keine "Inzucht", sondern wohl eher sog. "Linienzucht". Wer sich gut mit Genetik auskennt und ein erfahrener Züchter ist, der weiß sehr gut, welche Vertreter er einer Linie mit wem verpaaren darf und mit wem nicht. Das heißt nicht, daß der Bruder die Schwester deckt oder die Mutter den Sohn (ist von den Vereinen ohnehin untersagt), sondern einfach nur, daß ganz besonders typvolle und gesunde (!) Vertreter einer oder zweier Linie/n in verschiedenen Generationen immer mal wieder auftauchen, weil sie besonders "gut vererben" und die Linie verbessern. Von daher: Wenn man eine Rassekatze erwerben möchte und läßt sich den Stammbaum zeigen, in dem man einen oder mehrere Vorfahren findet, die mehrfach auftauchen, darf man auch nicht gleich davon ausgehen, daß diese Katze "aus Inzucht" stammt und ganz bestimmt krank ist. Man muß schon kritisch sein und ggf. auch mal beim Züchter nachfragen.

Alles in allem wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen, daß
a) eine Hauskatze nicht zwangsläufig _nicht_ aus Inzucht stammen muß (daß sie evtl. aus einer stammt, heißt natürlich auch nicht, daß sie zwangsläufig krank sein muß) und
b) eine Rassekatze mit einem gewissen Inzuchtkoeffizienzen im Stammbaum manchmal gesünder sein kann als eine, bei der ausschließlich Outcross (also nur einander fremde Linien/Vertreter) im Stammbaum zu finden ist.

Aber egal wie: Alle Katzen sind gleich viel "wert" und jede einzelne ist etwas ganz besonders - ganz gleich, wie ihre Vorfahren "aussahen" :wink: .

Viele Grüße
 

AmberHeart

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Tja....ich bin nun wirklich kein Verfechter der Züchter.....aber...und das sage ich weil ich weiß wovon ich rede....Schwazrzüchterei geht Grundsätzlich zu lasten der Gesundheit der Tiere....Ich habe so ein Tier hier...JULES ...er ist Chronisch Magenkrank...hat dauernd Entzündungen in der Schulter....Sieht schlecht....und warum??? Ganz einfach...seine Züchterin hat sich das Geld für die Impfung des Deckkaters gespart....und Jules wurde mit den unterschiedlichsten Viren und Bakterien bis hin zum Helicobakter infiziert...und wird A) immer intensiver Pflege bedürfen..und B) und das trifft mich am allerschlimmsten...wohl nicht sehr alt werden.
Der Magenkrebs ist bei Ihm schon vorprogrammiert...und mit zunehmenden Alter werden seine Gelenkschmerzen immer schlimmer werden.
DAS ist das Ergebnis einer Schwarzzucht...und der Profitgier einer Züchterin die ihren Kater nicht Impfen lassen will.
:evil: :evil: :evil: :evil:
 

Lilly

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Hallo Cat,

wenn ich mich jetzt nicht täusche, handelt es sich bei Jules doch um einen Scottish Fold Kater?

Bei dieser jungen Rasse wird ja immer wieder über die Zuchtrisiken geschrieben, das "Ohrfaltgen" beeinflußt ja nicht nur die Ohrenknorpel, sondern alle anderen Knorpel und auch Gelenke im Körper, daher rührt wahrscheinlich auch Jules Schulterverletzung?

Ob seine Erkrankungen mit dem "Nichtimpfen" des Deckkaters zusammenhängen, würde ich bei dieser seltenen Rasse so nicht sagen wollen. Da spielen bei der Zucht so viele Faktoren mit, und wie und wo findet man bei einer Scottish Fold überhaupt einen Deckkater, der nicht in der Linie ist?

Wir haben auch eine Rassekatze, die an einer Autoimmunkrankheit leidet - trotz Stammbaum. Aber natürlich gebe ich Dir Recht, eine Katze von einem "Schwarzzüchter" würde ich auch niemals kaufen, die Tierarztkosten sind immer höher als der Kaufpreis bei einem guten Züchter.

Liebe Grüße und alles Gute für Jules,
Iris
 

AmberHeart

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Hi Lilly...Nein die Entzündungen bei Jules werden durch einen Clamydieninfekt hervorgerufen...um daran etwas zu ändern ist es leider zu spät....da dies zu Spät erkannt wurde.
:(
 

Duquesa86

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Hallo Manu,

was ist denn eigentlich ein Clamydieninfekt? Hab sowas noch nie gehört. :?
 

AmberHeart

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Hallöle
Clamydien sind Bakterien die unter anderem ein Auslöser für katzenschnupfen sind...und Jules Vater war mit katzenschnupfen infiziert und hat diese Infektion an die Kitten weitergegeben :?
 

Polarstern

Gast
hallo bernsteincat,

können nicht auch menschen von clamydien infiziert sein?
täusche ich mich, oder handelt es sich hier um eine sexuell übertragbaren krankheit, die bei der geburt auch von der mutter auf das kind übertragen werden kann?
weisst du, ob eine mensch zu tier oder umgekehrt infektion stattfinden kann?

gruss
polarstern
 

AmberHeart

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stimmt clamydien kommen auch bei menschen vor und es ist tatsächlich eine geschlechtskrankheit...aber ob es sich dabei um die gleiche "art" wie die beim katzenschnupfen handelt kann ich dir leider nicht sagen...ich denke aber mal eher nicht...wie sollte man clamydien ( die durch geschlechtsverkehr übertragen werden) denn an die katze weitergeben....ich denke mal es handelt sich um eine art ableger....ich kann mich aber mal genauer beim TA danach erkundigen.
Zur Ansteckung...also meine TÄ sagte nichts davon das ich mich damit anstecken könnte....
 

Polarstern

Gast
hui bernsteincat,

das ging aber schnell :D , danke!

mhmmm, vorstellen könnte ich mir eine schmierinfektion , .....katzenklo gereinigt oder mit katze intensiv geschmust, keine hände gewaschen, selber zur toilette , toilettenpapier in der hand....oder so ähnlich. kenne mich da auch nicht aus.
mir fiel halt nur beim lesen spontan die frage ein.

ich werde die sache auch im hinterkopf behalten und mal bei nächsten TA besuch nachfragen.

gruss
polarstern
 
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