Tierpsychologische Beratung? Angstkater

Diskutiere Tierpsychologische Beratung? Angstkater im Katzen-Verhalten Forum im Bereich Katzen allgemein; Hi, ich frage mich langsam, ob es irgendeine Möglichkeit gibt unserem roten Riesen zu helfen. Nicht, dass es ihm extrem schlecht geht - im...

doubletabby

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Hi,
ich frage mich langsam, ob es irgendeine Möglichkeit gibt unserem roten Riesen zu helfen. Nicht, dass es ihm extrem schlecht geht - im Gegenteil, wenn wir da sind, fühlt er sich wohl, kuschelt sich auf mich, schläft im Bett und ist eigentlich gut drauf. Nur - wehe die Türklingel geht. Oder es kommt jemand. Dann rennt er in den Keller, verschwindet panisch hinter dem Vorhang. Und
selbst wenn wir mal etwas lauter rumpoltern - sofort schleicht er geduckt über den Boden und geht in Deckung - mit diesem irren Blick in den Augen.
Bei Frauen ist er generell etwas entspannter - Männer mag er nicht. Bei Göga geht es, er setzt sich auch manchmal neben ihn, aber er ist doch sehr auf mich fixiert. Besen und Stöcke jagen ihm Angst ein - ich vermute, dass ihn irgend ein männliches Wesen verprügelt hat - wenn man ihn nähmlich streicheln will und er sieht die Hand, schreckt er zurück. Kommt man von hinten ist es ganz ok.
Ansonsten ist er das liebste Kerlchen der Welt - er nimmt Futter aus der Hand - ganz vorsichtig und ohne Krallen oder beißen. Er faucht nicht, garnix. Feline Kollegen im Garten werden mit Neugierde beobachtet. - er kriegt höchstens wieder Angst, wenn die zu Nahe kommen. Und seinen Perserkumpel liebt er über alles, schleckt ihn ab, kuschelt...
Wie gesagt- es ist kein Drama, aber ich würde ihm so gerne einen Teil seiner Angst nehmen - vielleicht kann er auch dann endlich mal raus? Im Moment traue ich mich einfach nicht - habe Angst, dass der Panikbolzen wieder durchgeht...Irgendwelche Ideee? ::?
Viele Grüße,
DT
 
02.01.2008
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Katzenlady

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Unser Rambo ist sofort auf dem Küchenschrank verschwunden wenn es nur klingelt und kommt erst wieder wenn kein Fremder mehr da ist, aber sonst ist er ganz entspannt. Da wir nicht so häufig Besuch bekommen ist das auch nicht weiter tragisch.
 

Zugvogel

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Läßt sich heute noch feststellen, seit wann er diese extreme Scheu vor allem Lauten und Unbekannten hat, ob ein bestimmtes Ereignis das provoziert hat? Liegt ein Trauma vor, das mit Bachblüten oder Homöo zu behandeln wäre?

Zugvogel
 

inropa

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Hallo, so einen Fall habe ich auch zu Hause. Mein Benny hat vor allem und jedem Angst. Auch hat er panische Angst wenn wir mit dem Anorak und Straßenschuhen in die Wohnung kommen. Ich denke da ist ihm als Baby mal was schreckliches passiert. Man konnte uns auch nichts näheres dazu sagen da wir Benny aus dem Tierheim haben und die wussten dort auch keine Vorgeschichte zu ihm. Ich hoffe auch immer noch das es mal etwas weniger mit seiner Angst wird.
 

Zugvogel

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Mariechen hatte merkwürdige Angst vor allem Schuhen, natürlich besonders vor den dunklen und großen vom Göga.

Also sind wir eine ganze Zeitlang immer mal wieder gelassen und vorsichtig mit Straßenschuhen im Haus rumgelaufen und da hat sich die Panik mit der Zeit vermindert, heute ists kein Thema mehr.

Auf Nachfrage konnten wir erfahren, daß die Vorbesitzer generell mit dicken Socken in der Wohnung waren, so gut wie nie Schuhe anhatten.

Eine TK hatte laut 'Aussage' von Mariechen gemeint, daß irgendwer mal nach ihm getreten hatte, um es aus den Füßen zu haben ::?

Zugvogel
 

Gwion

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Ich würde es mit einem guten THP und Bachblüten versuchen.
 

doubletabby

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@all
Danke für die Rückmeldungen. B:lol: achblüten hatten wir schon - eigentlich gegen meine Überzeugung, weil ich an die Dinger nicht glaube und sie selber auch nicht nehme. Aber - alles für die Katz...!::bg Eine befreundete Homöooapathin, die auch ihr Pferd damit behandlet, hat mir was organisiert, aber das hat leider den üblichen Effekt gehabt - keinen.
Mein Kater kommt auch aus dem TH, ich kenne seine Vorgeschichte nicht. Ich weiß nur, dass er und sein Kumpan aus Kairo kommen (der Flug allein dürfte ihn traumatisiert haben und er war dort mal vermittelt aber sein Frauchen ist gestorben und er kam zurück ins TH und die dortige Leiterin war mit dem hiesigen TH befreundet, deswegen wurden die Hairy Brothers (sind nicht wirklich Brüder) ausgeflogen.
Tja und jetzt ist er hier und hat Angst. Aber der Tip für eine entsprechende "psychologische "Behandlung ist auch gut - hat da jemand einen Kontakt?
Beste Grüße,
DT
 

miss ellie

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Hallo DT,

wo ist denn Deine wunderschöne Sig geblieben? War das das Sorgenkind?

Wie lange habt ihr ihn denn schon? Vielleicht braucht er einfach noch mehr Zeit, bis er lernt, dass ihm bei euch keine Gefahren drohen.
 
Nika

Nika

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Hallo DT

ich habe hier auch eine Katze, die niemand kennt - selbst meine Eltern haben sie vielleicht 2,3 Mal gesehen. Die Kleine haut immer ab, wenn Besuch kommt. Da wird sich wohinter gequetscht, in Schränke versteckt - bis der Besuch wieder gegangen ist.

Kleines wurde nie weh getan, wir haben sie ja seit Babyalter - aber sie mag eben keine Fremden. Claire haut auch ab, taut aber etwas später etwas auf und geht dann recht locker mit der Situation um - d.h., sie setzt sich irgendwo hin und beobachtet die fremden Menschen. Anfassen ist aber in den seltesten Fällen drin.

Ehrlich gesagt habe ich mir deshalb noch nie grosse Gedanken drüber gemacht, ob ich mit irgendwelchen Mittelchen auf meine beiden Katzen jetzt so einwirken könnte, dass sie sich nicht mehr verstecken.

Sie haben diesen Weg für sich gewählt und entziehen sich so einer Situation, die ihnen nicht gefällt. Meinen Segen haben sie - deshalb finde ich sie nicht verhaltensauffällig und als einen Fall für den Tierpsychologen/Verhaltenstherapeut sehe ich sie auch nicht.

Da Eure Katze zu Euch viel Vertrauen hat, verschmust ist, sich auch sonst nicht überängstlich zeigt und sich nur bei Besuch entfernt, würde ich sagen, das dies eigentlich ein normales Verhalten darstellt.

Es gibt eben Katzen, die gehen auf alles locker zu und andere, die sich bei Fremden eben zurück ziehen. Genauso wie es Sympathien und Antipathien zu Menschen gibt.

Rein aus dem Gefühl heraus - und weil ich eben auch zwei solcher Katzen habe - würde ich sagen, ist Deine Katze eine ganz normale Katze ;-) und bräuchte keine Therapie

Liebe Grüsse
 

waldi

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Hi DT,

ich würde sagen, tu ihm das nicht an mit einer "fremden" Person. Wenn er eh schon solche Angst hat vor Fremden, dann macht das ja alles nur noch schlimmer, oder?
Soll er sich lieber weiterhin zurückziehen, wenn er Angst hat.
Ich habe auch 2 so Mädels zuhause, die wurden damals als Babys vom TH auf der Müllhalde als Wildlinge eingefangen, nur leider etwas zu spät, so daß sie bis heute (9 Jahre später) immer noch Angst haben vor allen Fremden, selbst wenn wir zu schnell auf sie zugehen, rennen sie weg, obwohl sie sonst Vertrauen zu uns haben, auch schmusen, ins bett kommen usw.
Aber sie deshalb zum Tierpsychologen zu schleppen, würde mir nicht einfallen - eben weil sie ja dann wieder mit einer Situation konfrontiert werden, vor der sie Angst haben. Und ob dann wirklich was gewonnen wird oder eher noch was kaputt gemacht wird, ist ja nicht sicher.

Lg
Waldi
 

Gwion

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Die Katzen werden ja nicht hingeschleppt .. normalerweisse kommt ein TP ins Haus. Muß er ja, um Lebensumstände, Verhalten der Besitzer etc. miteinzubeziehen.

Bei BB kommt es sehr darauf an, welche Mischung, welche Essenzen, wie verabreicht, wie lange, wie oft etc. Nicht immer "greift" eine Mischung sofort.

Manchmal hilft es auch, sich mal selbst zu beobachten - wie reagierst Du in solchen Situationen? Rennst Du zum Kater mit "armer Kater, arme Maus, ist ja alles gut, braav" etc.? Machst Du viel Aufwand, wenn sowas passiert? Bist Du dann selbst angespannt und nervös - oder schon vorher, wenn z.B. Besuch angekündigt ist (nach dem Motto "oh, mein armer Kater wird gleich wieder Angst haben")? Katzen reagieren sehr sensibel darauf und übernehmen diese Anspannung. Bzw. werden sie in ihrem Angstverhalten noch bestärkt ("ich bekomme viel Aufmerksamkeit, wenn ich mich verkrieche" oder auch "Frauchen kauert sich zu mir und spricht so seltsam, es muß also wirklich was Schlimmes passiert sein .. ich verkriech mich besser unters Bett").
Am besten ist, einfach wie gehabt weitermachen, business as usual.

Wenn die Katze ansonsten aber ganz nromal ist, hat Nika schon recht - dann mag er halt keine Fremden, keinen Besuch etc. Das sollte sein gutes Recht sein.
 
Zuletzt bearbeitet:

doubletabby

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@gwion, waldi und nika: Also wenn Tierpsychologe, dann in der Tat nur hier im Hause. Jeder TA Besuch ist absoluter Terror für das Kerlchen. Sicher ist das Verstecken seine Art, mit Problemen umzugehen - oder halt mit ungebetenem Besuch...Aber mir macht halt diese Panik in den Augen Sorgen. Und rauslassen kann ich ihn auch nicht - bei lauten Geräuschen flippt er auch weg (nicht bei allen - das Geböller hat ihn nicht gestört).
Er leidet halt auch offenbar und ich kann ihm halt auch nicht ersparen, dass die Klingel geht oder hier mal Leute auftauchen. Und das war eben eine Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, ihm da irgendwann zu helfen.

@miss ellie: Sig? Kenne ich nicht, vielleicht verwechselt Du mich da mit jemandem?
Beste Grüße,
DT
 

miss ellie

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Ups :oops: - dann hab ich wohl wirklich was verwechselt.
 

anja II

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@gwion, waldi und nika: Also wenn Tierpsychologe, dann in der Tat nur hier im Hause. Jeder TA Besuch ist absoluter Terror für das Kerlchen. Sicher ist das Verstecken seine Art, mit Problemen umzugehen - oder halt mit ungebetenem Besuch...Aber mir macht halt diese Panik in den Augen Sorgen. Und rauslassen kann ich ihn auch nicht - bei lauten Geräuschen flippt er auch weg (nicht bei allen - das Geböller hat ihn nicht gestört).
Er leidet halt auch offenbar und ich kann ihm halt auch nicht ersparen, dass die Klingel geht oder hier mal Leute auftauchen. Und das war eben eine Frage, ob es eine Möglichkeit gibt, ihm da irgendwann zu helfen.

@miss ellie: Sig? Kenne ich nicht, vielleicht verwechselt Du mich da mit jemandem?
Beste Grüße,
DT
Es ist sehr schwer,einem Angskaterchen die Ängste zu nehmen.
Weiß es selber,Merlin hat Jahre gebraucht,um Besuch zu akzeptieren.
Mittlerweile haut er erst ab,dann kommt er aber neugierdehalber doch zum Schauen und wenn er merkt,es passiert ihm ja gar nichts,dann bleibt er auch trotz Besucher :wink:
Kannst du nicht das Klingeln und die Besucher mit einem angenehmen Erlebnis verbinden?
Klingel-Leckerlie geben
Den Besuchern Leckerlies in die Hand drücken,diese sollen dann versuchen,deinem Süßen diese schmackhaft zu machen ::?
Und einen Psychologen ins Haus zu holen,ist mal gar keine dumme Idee.
Einen Versuch wäre es wert.
Leider hab ich da keine Ahnung,an wen du dich da wenden könntest
 

Minette

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Danke für die Rückmeldungen. B:lol: achblüten hatten wir schon - eigentlich gegen meine Überzeugung, weil ich an die Dinger nicht glaube und sie selber auch nicht nehme. Aber - alles für die Katz...!::bg Eine befreundete Homöooapathin, die auch ihr Pferd damit behandlet, hat mir was organisiert, aber das hat leider den üblichen Effekt gehabt - keinen.
Mein Kater kommt auch aus dem TH, ich kenne seine Vorgeschichte nicht. Ich weiß nur, dass er und sein Kumpan aus Kairo kommen (der Flug allein dürfte ihn traumatisiert haben und er war dort mal vermittelt aber sein Frauchen ist gestorben und er kam zurück ins TH und die dortige Leiterin war mit dem hiesigen TH befreundet, deswegen wurden die Hairy Brothers (sind nicht wirklich Brüder) ausgeflogen.
Tja und jetzt ist er hier und hat Angst. Aber der Tip für eine entsprechende "psychologische "Behandlung ist auch gut - hat da jemand einen Kontakt?
Beste Grüße,
DT

Hallo Claudia,

ich habe auch so einen Angstkater hier. Er ist ein Ex-Streuner, der erschrickt vor allen möglichen Gegenständen, wenns klingelt verschwindet er wie ein geölter Blitz und ward nicht mehr gesehen.
Gleichzeitig habe ich einen anderen Ex-Streuner, der jedem Besucher sofort auf den Schoß hüpft - mehr als peinlich, nicht jeder mag Katzen:oops: .
Da bin ich manchmal richtig froh um meine kleine Anstkugel. Wobei mir natürlich schon leid tut, dass er jetzt nachdem er schon 3 Jahre bei mir ist, seine Angst wohl nie verliert. Zumal er zeitweise vor Schreck sogar Asthmaanfälle bekommt.

Ich habe mit Bachblüten:roll: und homöpatischen Mitteln dieselben Erfahrungen gemacht wie du. Der TA hat mir ein Medikament mitgegeben, das die Angst wirklich sehr dämpft (das auch bei Rolling skin Syndrom hilft) aber es nimmt die Angst nur solange man das Mittel gibt. Wenn man wieder absetzt kommen die panischen Reaktionen nach etwa 10 Tagen wieder. Ich konnte zwar keinerlei Nebenwirkungen feststellen, wollte aber trotzdem nicht ständig Tabletten einwerfen. Nur wenn das Angst-Asthma nicht mehr nachläßt gebe ich sie ihm wieder.

Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass in so einem Fall ein Tierpsychologe helfen kann - außer mit Ratschlägen vielleicht. Denn Joschi wäre ja weg wenn der Psychologe käme - unsichtbar ::?
Mit mir ist er zutraulich wie ein Baby, ich darf mit ihm einfach alles, vom Bauchkraulen bis Zähne anschauen und ich weiß nicht was. Aber GöGa darf höchstens vorsichtig übers Köpfchen streicheln, das wars auch schon.

Wer weiß, was diese Katzen erlebt haben.
 

Yael

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Sicher ist das Verstecken seine Art, mit Problemen umzugehen - oder halt mit ungebetenem Besuch...Aber mir macht halt diese Panik in den Augen Sorgen. Und rauslassen kann ich ihn auch nicht - bei lauten Geräuschen flippt er auch weg (nicht bei allen - das Geböller hat ihn nicht gestört).
Er leidet halt auch offenbar und ich kann ihm halt auch nicht ersparen, dass die Klingel geht oder hier mal Leute auftauchen.


einen ähnlichen Kater habe ich vor 11 Jahren aufgenommen, auch ein grosser athletischer roter Kater: mein Oscar. Bei allem, was fremd ist, rastete er aus: riesige, panische Augen, Geheule und dann sofortige Flucht und stundenlanges Verstecken. Wir hatten Bachblüten ausprobiert und eine Tierpsychologin geholt. Der Tierarzt kommt für ihn immer ins Haus. Dabei haben wir gelernt, dass der Kater sehr klug ist und ganz genau beobachtet. Gegen die Panik konnten wir wenig machen. Er flüchtet immer noch vor dem Staubsauger und vor fremden Menschen. Aber meist dauern diese Panikattacken nur noch ein paar Minuten oder vielleicht eine Stunde. Wir beachten seine Panik möglichst nicht und setzen ihm immer seine Freundin Fritzi vor die Nase, wenn wir denken, er sollte jetzt rauskommen :wink:. Fritzi ist vertrauenswürdig, und er kommt dann auch bald. Oscar hat sich inzwischen selbst auch eine Lösung gesucht: bei Panik versteckt er sich unter dem Sofa und dort ist die Welt in Ordnung.
Mit Sicherheit leiden diese Katzen an ihrer Panik, aber es lässt sich wohl nicht heilen. Ich habe auch einen menschlichen Bekannten, der wegen jahrelanger Panikattacken nun in Frührente ist.
Oscar ist jetzt mit fast 12 Jahren immer noch ein Panikkater, aber seine Anfälle sind viel seltener und viel schwächer geworden. Und er kann auch rausgehen, ohne auszurasten.

Versuch es ruhig mit einer Therapie. Und wenn es nicht hilft, wird er vielleicht selbst eine Lösung für sich entwickeln.
 

Gwion

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Nur eine Überlegung, aber hast Du es schon mal mit Rescue Tropfen versucht, wenn Du weißt, um so und so viel Uhr kommt Besuch?

Das Problem scheint ja weniger das Geräusch der Glocke zu sein, sondern das was damit verbunden wird - es kommt ein Fremder in mein Revier. Daher glaube ich nicht, daß es viel Sinn macht, das Klingeln jetzt mit etwas Positiven zu verbinden oder den Besuchern Leckerli in die Hand zu drücken Erstens kommt der Kater wahrscheinlich gar nicht, zweitens sind schüchterne Katzen in der Situation nicht an Leckerli interessiert, schon gar nicht von Fremden und drittens .. ich weiß nicht wie ich es nennen soll, aber ich empfinde das als ein "zuviel" und "zu aufdringlich".

Wenn Behandlung, dann sind Bachblüten wahrscheinlich das Mittel der Wahl, weil damit wohl eher eine langfristige Besserung zu erwarten ist als von Psychopharmaka.
Bis zu einem gewißen Grad wird man der Katze aber ihre Angst wohl lassen müssen.

Und auch wenn das jetzt vielleicht herzlos klingt, man muß auch eine gewisse "Härte" entwickeln und nicht immer über die Schulter nach der Katze schielen, ob und wie sehr sie sich gerade fürchtet.
Eine coole, unaufgeregte Dosi, die die Angst der Katze gar nicht beachtet, hilft ihr mehr, als eine, die mitleidet. :)
 

Zugvogel

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Um der Miez die Panik vor fremdem Besuch zu nehmen, könntet ihr Euch selber hin und wieder besuchen?

Will sagen, daß einer von Euch weggeht, auch ziemlich feste Schuhe anzieht, dann nach angemessener Zeit - immer gut fürn kleinen Spaziergang - an der eigenen Wohnungstür klingelt und dann! kommt ein lieber und vertrauter Mensch die Türe rein.

Nur so eine Idee, um alte Panikmuster umzustalten.

Zugvogel
 
Thema:

Tierpsychologische Beratung? Angstkater

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