Taurin

Diskutiere Taurin im Ernährung Top-Themen Forum im Bereich Katzenernährung; Hallo zusammen, da das Thema Taurin immer wieder im Forum auftaucht würde ich gerne einige Informationen in diesem Thread zusammentragen...

Katzenfan

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Hallo zusammen,

da das Thema Taurin immer wieder im Forum auftaucht würde ich gerne einige Informationen in diesem Thread zusammentragen. Vielleicht habt ihr noch weitere Quellen zum Thema Taurin. Insbesonders fehlen mir noch Hinweise auf eine Deklarationspflicht bei Katzenfutter oder ob davon auszugehen ist das in kommerziellen Katzenfutter grundsätzlich Taurin auch ohne Deklaration vorhanden ist. Weiterhin würden mich noch seriöse Quellen zur Handhabung bei einer Supplementierung intersessieren. Hier insbesonders Hinweise auf mögliche Verätzungen der Speiseröhre und des Magen-Darm Traktes...

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Im Jahre 1970 berichteten Forscher, dass bei 25 Katzen in New York Netzhautdegenerationen festgestellt wurden. Eine ernährungsbedingte Ursache dafür wurde für unwahrscheinlich gehalten, bis man im Jahre 1975 heraus fand, dass diese Erkrankungen durch Taurinmangel ausgelöst wurden. Der Grund dafür war, dass die Katzen mit billigem, minderwertigem Hundefutter ernährt wurden. Die Essentialität von Taurin für Katzen wurde daraufhin allgemein anerkannt. Im Anschluss daran durchgeführte Metabolismusstudien ergaben, dass die Aktivität des limitierenden Enzyms der Taurinsynthese, Cysteinsulfinsäuredecarboxylase, verglichen mit der von Aspartataminotransferase, in Katzen
sehr niedrig war. Da Katzen darüber hinaus Gallensäuren obligat mit Taurin konjugieren und ihr enterohepatischer Kreislauf relativ ineffektiv ist (Gallensäureverluste bis 50%), muss der hohe Verbrauch durch Zufuhr über die Nahrung ausgeglichen werden.

Geschieht dies nicht in ausreichendem Umfang, so sind die Folgen für das Tier auf längere Sicht gravierend. Studien mit völlig taurinfrei ernährten Katzen führten bei den Versuchstieren im Laufe mehrerer Monate zu nervöser Reizbarkeit, Zusammenklumpen der Blutplättchen, Herzerweiterung, Netzhautdegeneration und letztendlich Blindheit. Schwangerschaften bei Taurinmangel endeten zu über 50% vorzeitig mit Abbrüchen bzw. Totgeburten, die überlebenden Kätzchen hatten ein deutlich geringeres Geburtsgewicht und zeigten eine abnorme Hinterbeinentwicklung mit verkürzten Patella- und Achillessehnen. Weitere 70% überlebten die Stillzeit nicht, was die gesamte „Erfolgsrate“ von Katzenschwangerschaften bei taurindefizitärer Ernährung auf unter 20% drückte

Quelle:
Bayerische Julius – Maximilians – Universität Würzburg
Institut für Pharmazie und Lebensmittelchemie
Lehrstuhl für Lebensmittelchemie Prof. Dr. P. Schreier
Taurin Chemie, Biochemie, Anwendung
Seminararbeit von Michael Bretz Wintersemester 2001/02

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Im Jahre 1827 wurde die Aminosäure Taurin zum erstenmal aus der Galle von Ochsen isoliert (TIEDEMANN und GMELIN, 1827). Entsprechend der lateinischen Bezeichnung dieser Spezies (Bos taurus) erhielt diese Verbindung dann auch den deskriptiven Namen Taurin. Taurin zählt zu den häufigsten Aminosäuren im tierischen Organismus (STURMAN und HAYES, 1980; HAYES, 1988; CHAPMAN und GREENWOOD, 1988).

Bis zum Jahre 1970 hat Taurin lediglich als Endprodukt des Stoffwechsels schwefelhaltiger Aminosäuren gegolten. Bis heute ist erst relativ wenig über die Funktion von Taurin bekannt und das Interesse an ihr stieg erst in den letzten zwanzig Jahren mit der Entdeckung von Taurin-Mangelsymptomen bei Katzen gewaltig an. Heute steht fest, daß Taurin für die Katze eine essentielle Aminosäure ist (KNOPF et al., 1978; HAYES und TRAUTWEIN, 1989; MORRIS et al.,1990).
In Pflanzen ist praktisch kein Taurin vorhanden, jedoch zählt es im tierischen Organismus zu den am häufigsten vertretenen freien Aminosäuren (JACOBSEN und SMITH, 1968; STURMAN und HAYES, 1980; HAYES, 1988). Die Begrenzung des Vorkommens von Taurin auf die Tierwelt spiegelt sich natürlich auch im Tauringehalt von Nahrungs- bzw.
Futtermitteln wider. Während im Fisch und Fleisch hohe Konzentrationen von Taurin enthalten sind, weist Getreide kein Taurin auf (HAYES und TRAUTWEIN, 1989; PASANTES-MORALES et al., 1989).

Für die Katze ist Taurin eine essentielle Aminosäure, d.h. sie ist auf eine Taurin-Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Der Taurinmangel wird bei der Katze deutlich, wenn ihr über einen längeren Zeitraum hinweg kein oder zu wenig Taurin mit dem Futter zugeführt wird oder das Taurin im Futter schlecht verwertbar ist. Die klinische Manifestation eines Taurin-Mangels kann jedoch erst nach Wochen oder Jahren in Erscheinung treten.

PION et al. (1987) stellten fest, daß die Richtwerte für den Mindestbedarf von Taurin für Katzen mit Werten von 400mg/kg für Katzenwelpen und adulte Katzen und mit 500 mg/kg für trächtige Katzen, aufgestellt durch das amerikanische „National Research Council“, nicht ausreichen. Sie zeigten in ihren Studien, daß Katzen, denen jahrelang 500 mg/kg Taurin im Trockenfutter gefüttert worden ist, dennoch zu niedrige Plasma-Taurin-Werte hatten und sich als Folge eine dilatative Kardiomyopathie entwickelte. Die Futtermittelhersteller waren nun angehalten, die Menge des Taurins im Futter zu erhöhen.

MORRIS et al. (1990) analysierten den Unterschied des Plasma-Taurin-Gehaltes nach Aufnahme von Dosen- und Trockenfutter. Bei gleichen Konzentrationen an Taurin in beiden Futtermitteln kommt es beim Trockenfutter zu wesentlich höheren Plasma-Taurin-Werten als nach der Aufnahme von Dosenfutter. Um der Entstehung eines Taurin-Mangels sicher vorzubeugen, sollte der Taurin-Gehalt im Trockenfutter im Bereich von 1000-1200 mg und beim Feuchtfutter bei 2000-2500mg/kg Trockensubstanz liegen (MORRIS et al., 1990; HAYES und TRAUTWEIN, 1989).

Quelle:
Aus dem Institut für Veterinär-Anatomie der Freien Universität Berlin
Quantitativ- und qualitativ-morphologische Untersuchungen an Nieren und Nebennieren von Katzen im Altersgang und unter Berücksichtigung des Plasma-Taurin-
Gehaltes - Inaugural-Dissertation zur Erlangung des Grades eines Doktors der Veterinärmedizin an der Freien Universität Berlin

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Taurin ist für die Katze lebenswichtig. Ein Mangel wird häufig bei der Fütterung von nichtkommerziellem Futter beobachtet, kann aber auch bei Katzen mit normaler Taurinaufnahme vorkommen. Risikorassen für Taurinmangel sind Abessinier, Burmesen und Siamesen.
http://www.vet-dent-lazarz.de/cardio.htm

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Umgang mit Taurin
Sicherheitsdatenblatt für Taurin -
http://www.chemistryworld.de/cheminfo/betran/si_daten/Taurin_3681.htm

Darin steht u.a.:
3.1.1. Xi (Taurin ist also reizend - siehe 3.2.1. Reizt die Augen, Atmungsorgane und die Haut)
Zur Lagerung findet sich unter 7.2.1 der Hinweis "Dicht verschlossen halten. Trocken und kühl lagern."
 
25.11.2007
#1

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Gast

Schau mal hier: Taurin . Dort wird jeder fündig!

Anfänger

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Hier insbesonders Hinweise auf mögliche Verätzungen der Speiseröhre und des Magen-Darm Traktes...
Sorry, manchmal muss ich schon ein wenig schmunzeln :lol:
Wir reden hier nicht über eine stark ätzende Säure, sondern über einen Stoff, der auch norml in Lebensmitteln vorkommt. Dazu sollte es dir ausreichen, eine winzige Prise auf deine Zunge zu legen und mir zu sagen, was passiert. Meine Geschmacksknopsen sagten mir lediglich, dass es ganz leicht säuerlich schmeckt. Von Verätzungen habe ich nichts mitbekommen.
Im Übrigen nehmen auch viele Sportler Taurinpulver zu sich, andere schlucken nicht-magensaftresistente Taurintabletten (frei verkäuflich). Würde es durch Taurin zu möglichen Verätzungen kommen, wäre das nicht erlaubt.

Solltest du auf den "Ätzend"-Warnhinweis anspielen, so rate ich dir demnächst auch beim Verzehr von Weintrauben (Weinsäure), Milchprodukten (Milchsäure) und Pfefferminzbonbons (Menthol) zu besonderer Vorsicht :lol:
 

steamie

Gast
Hallo Volker,

gerade bei an HCM erkrankten Katzen sollte man sehr vorsichtig mit Taurin sein. Die Experten sind sich zwar noch nicht einig ob zuviel Taurin wirklich den Herzmuskel noch weiter zum Wachstum anregt und somit die Krankheit beschleunigt. Die einen sagen, zuviel Taurin wird einfach über den Urin ausgeschieden und ist somit unschädlich.
Die anderen sagen, dass eine Taurinsupplementierung bei normalem Futter (Premiumklasse) unnötig ist und bei HCM eben sogar gefährlich.

Jeder Halter einer an HCM betroffenen Katze muss sich darüber Gedanken machen.
Ich habe meinem an HCM verstorbenen Kater Merlin nicht zusätzlich Taurin gegeben, der Verlauf war trotzdem rapide. Hätte ich wieder ein an HCM erkranktes Tier, würde ich kein Taurin zusätzlich geben.

www.tierkardiologie.lmu.de

Im Forum unter Tierbesitzer stehen einige Fragen und Antworten zu Taurin drin.

Wie gesagt, die Tierkardiologen sind sich da nicht wirklich einig.



Viele Grüsse

Claudia
 

StephanBodensee

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@Anfänger

hast du schon mal geschaut welche Mengen Taurin in diesen Sportlermischungen sind? Scheinbar nicht, auch nicht wieviel davon in Trauben Fisch usw, vorhanden ist.

In je 100 Gramm sind enthalten

Muscheln, frisch 240mg
Thunfisch 70mg
Austern 70mg
Schweinefleisch, Filet 50mg
Lammfleisch, Filet 47mg
Rindfleisch, Filet 36mg
Huhn, Keule 34mg
Dorsch 31mg
Vollmilch 6mg

Muttermilch 2,5 - 5 mg

Fazit:

Leistungssteigernde Wirkung, die speziell auf Taurin zurückgeführt werden kann, konnte für den Sport bisher nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden. Die vorliegenden Untersuchungen sind zum Teil widersprüchlich. Möglicherweise verstärkt Taurin die Wirkung anderer Stoffe, insbesondere die des Koffeins.

Eine Dose (250 ml) Energy Drinks enthält bis zu 1.000 mg (= 1 g) Taurin. Ein Vergleich mit klinisch verabreichten Mengen sollte jedoch zu denken geben: Bei krankhaft niedrigen Taurinspiegeln, d.h. bei gestörter Eigensynthese, wird Erwachsenen eine Dosis zwischen 500 mg und 3 g täglich verabreicht. Dies entspricht dem Konsum von 1 – 3 Dosen Energy Drinks. Diese Dosierungen werden bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Anfallsleiden, Augenerkrankungen, Diabetes mellitus, Leberfunktionsstörungen oder Alzheimer-Krankheiten, um nur einige zu nennen, eingesetzt.

Bei extremem Ausdauersport mit mehrwöchigen Trainingsphasen kann es zu reduzierten Taurinkonzentrationen kommen. Für die absolute Mehrheit der Sportler ist dies jedoch irrelevant. Eine Ergänzung der Ernährung mit Taurin ist überflüssig. Die normale, abwechslungsreichgestaltete Mischkost liefert, was der Sportler braucht.

Quellenangaben und weitere Information:

Nahrungsergänzungsmittel
Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) (Hrsg.): Taurin in der Sporternährung, in: Beratungsstandards, Ergänzungslieferung 2003 (im Internet unter www.dge.de, Zugriff 1/2006)
Bretz, Michael: Taurin – Chemie, Biochemie, Anwendung, Semesterarbeit Universität Würzburg, WS 2001/02 (im Internet unter: www.pzlc.uni-wuerzburg.de, Zugriff 1/2006)
Taurin (im Internet unter www.preventnetwork.com, Zugriff 1/2006)
Gerd Hoffmann: Kongressbericht Leistungssteigerung im Sport, veröffentlicht in: german medical science, 8.10.2003 (im Internet unter www.egms.de, Zugriff 1/2006)


Ein erwachsener Mensch der ja mind 50kg aufwärts wiegt, bekommt in dem Fall bis zu 500mg und 3 g am Tag wenn er krank ist. Im Vergleich bekommt eine 4 kg Katze auch an die 500mg. Hier macht es die Dosierung aus. Zudem hat Taurin den Sicherheitshinweis Reizend, denke nicht das der Hersteller da so zum Spaß angiebt.

Es kommt immer auf die Menge an bei einem Produkt, das sit ein kleiner aber feiner Unterschied.
 

Anfänger

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Ein erwachsener Mensch der ja mind 50kg aufwärts wiegt, bekommt in dem Fall bis zu 500mg und 3 g am Tag wenn er krank ist. Im Vergleich bekommt eine 4 kg Katze auch an die 500mg.
Ja, allerdings kann der Mensch Taurin selbst herstellen ::w
Ein kleiner aber feiner Unterschied, nicht war?

Zudem hat Taurin den Sicherheitshinweis Reizend, denke nicht das der Hersteller da so zum Spaß angiebt.
Nein, allerdings ist nicht jeder Stoff, der leicht reizend sein kann, auch gleich ätzend.
Wie gesagt, nehme eine Prise auf die Zunge :wink:


Ob ich bei HCM wenig Taurin supplementieren würde, weiß ich ehrlichgesagt nicht ::?
Es gibt ja in Deutschland ein ganz paar gute Ärzte, die auch im HCM-Forum immer wieder angesprochen werden, aber selbst die sind sich ja nicht wirklich einig ::?
Da sollte man eventuell einen Hinweis setzen, damit sich jeder selbst darüber ein Bild macht.
 

Katzenfan

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Nein, allerdings ist nicht jeder Stoff, der leicht reizend sein kann, auch gleich ätzend..
Spiel das mal bitte nicht runter und schaue dir das Taurin-Sicherheitsdatenblatt an. Dort findest du verschiedene Symbole und deren Aussagekraft. Ich will auch gar nicht die Supplementierung von Taurin in Frage stellen sondern auf den Umgang damit aufmerksam machen. Zumindest ich würde das auf keinen Fall pur über das Futter streuen und auch persönlich sehr vorsichtig sein. Nur anscheinend scheint es keine richtigen Quellen zu geben, die einen Hinweis auf den richtigen Umgang mit der Chemikalie beinhalten.

Xi
Stoffe und Zubereitungen gelten als reizend, wenn sie - ohne ätzend zu sein - bei kurzzeitigem, länger andauerndem oder wiederholtem Kontakt mit der Haut oder Schleimhaut eine Entzündung hervorrufen können.

R36 Reizt die Augen
Stoffe und Zubereitungen, die beim Einbringen in das Auge von Versuchstieren innerhalb von 72 Stunden nach der Exposition deutliche Augenschäden hervorrufen, die 24 Stunden oder länger anhalten.

R37 Reizt die Atmungsorgane
Stoffe und Zubereitungen, die bei ihrer Einwirkung zu deutlichen Reizungen der Atmungsorgane führen; in der Regel eingestuft auf der Grundlage praktischer Erfahrungen beim Menschen.

R 38: Reizt die Haut
Stoffe und Zubereitungen, die eine deutliche Entzündung der Haut hervorrufen, die nach einer Einwirkzeit von bis zu 4 Stunden mindestens 24 Stunden anhält und nach der in §2 Abs. 4 ChemPrüfV genannten Methode des Hautreizungstests am Kaninchen festgestellt wird.

Chronische Toxizität:
Mutagenität: 7560 mg/kg (6W) - rat (oral): Morphologische Umwandlung

Reproduktionstoxizität:
878 g/kg (multigenerations) - mouse (oral): Auswirkungen auf Neugeborene: Wachstumsstatistik (z.B. verminderte Gewichtszunahme)

Akute Toxizität:
LD50 > 5000 mg/kg rat (oral)
LD50 > 7 g/kg rat (intravenoes g/kg)
 
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laralump

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Zur Dosierung:
Im Journal of the American Veterinary Medical Association wird ein täglicher Taurinzusatz von 250-500mg zum Futter empfohlen. Da es sich um eine große Tierärztevereinigung handelt, sollte die Quelle durchaus seriös sein.
Quelle: http://www.catinfo.org/zorans_article.pdf
Hallo, diese Dosis bezieht sich aber auf Katzen mit diagnostizierter IHL (idiopathische hepatische Lipidose), so steht es zumindest im Verweis auf den Anhang 3, der diese Menge an Taurinsupplementierung listet.

Kati
 

Zugvogel

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Wie soll man die tägliche Taurindosis dem Futter beifügen?

Zugvogel
 
Nika

Nika

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Meinem Phoenix kann ich kein Taurin supplimentieren. Er bricht kurz nach Nahrungsaufnahme drauf. Aber nur er.
 

Zugvogel

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Wie lange sollte das Taurin Zeit zum Auflösen im Wasser haben, bevor das Futter damit vermischt wird?
 

Oskar

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Also ich gebe 2 -3 mal pro Woche Taurin dazu.

Dazu messe ich 4 ml lauwarmes Wasser in einer Spritze ab, gebe dieses in ein Schnapsglas, dazu das Taurin und rühre das dann so lange mit einem Plastiklöffel bis es sich komplett aufgelöst hat.
Dann ziehe ich das Ganze wieder mit der Spritze auf und träufel es über das Futter, rühr nochmal alles kurz um.

Meine Katers merken davon nichts, gibt keinen Unterschied in der Reaktion zwischen den anderen Futterportionen.
 

Cécile

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. . . ich löse das Taurinpulver auch zuerst in Wasser auf, vermische das dann mit dem Futter und anderen Zusätzen wie Vitaminpulver und Ölmix.

Taurin gebe ich nur zu Fertigfutter, denn durch das Erhitzen verliert Fleisch einen großen Teil des Taurins. Deshalb soll man Taurin auch nie bei selbstgegartem Futter mitkochen, und das Einfrieren scheint für die Bioverfügbarkeit auch nicht gut zu sein. Da ich letztere Aussage nicht selber nachprüfen kann, bleibe ich auf der sicheren Seite und gebe alle Supplemente frisch zum Futter, egal ob nun Fertigfraß oder Barf.

Da es auch Taurintabletten gibt - meistens enthält so eine Tablette 250 mg - kann es mit der ätzenden Wirkung ja nicht so wild sein. Die Hilfs- und Geschmacksstoffe, die in so einer Tablette noch zusätzlich drin sind, werden wohl kaum als Puffer dienen können, verglichen mit 100 Gramm Futter ist da der Anteil Taurin im Mischungsverhältnis auf jeden Fall viel konzentrierter.

LG
Britta




 

ironies

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Spiel das mal bitte nicht runter und schaue dir das Taurin-Sicherheitsdatenblatt an. Dort findest du verschiedene Symbole und deren Aussagekraft. Ich will auch gar nicht die Supplementierung von Taurin in Frage stellen sondern auf den Umgang damit aufmerksam machen. Zumindest ich würde das auf keinen Fall pur über das Futter streuen und auch persönlich sehr vorsichtig sein. Nur anscheinend scheint es keine richtigen Quellen zu geben, die einen Hinweis auf den richtigen Umgang mit der Chemikalie beinhalten.
Jetzt muß ich aber doch schmunzeln, Volker ;-). Dann schau mal hier: http://www.uni-saarland.de/fak8/springborg/lab/Natriumchlorid.pdf , vielleicht solltest du künftig beim Kochen Nitrilkautschukhandschuhe mit 0,11 mm Schichtstärke tragen :p. Ach, bevor ich es vergesse - Kaffee ist auch nicht so ohne: http://www.koehlerchemie.de/apotheken/sdb/RG1070_Coffein.pdf . Auch sehr spannend: http://www.koehlerchemie.de/apotheken/sdb/RG1311_Vanillin.pdf .

Kurzum, was ich damit sagen möchte. Die Sicherheitsdatenblätter sind nicht für den Lebensmittelbereich gedacht, sondern für die chemische Industrie (daher steht ganz oben auf deinem verlinktem SDB, daß es nicht parenteral verabreicht werden darf :wink:). Ich glaube niemand hier kommt auf die Idee einer Mieze das Taurin täglich pur ins Mäulchen zu geben. Da es gut wasserlöslich ist (bei Zimmertemperatur und einer durchschnittlichen Portion Feuchtfutter ist es vollständig löslich), reicht es meiner Ansicht nach vollkommen, wenn es unters Feuchtfutter gemischt wird. Das Taurin ist dann nicht rein sondern sehr stark verdünnt und somit nimmt auch die Schadwirkung ab. Vergleich es mal mit Essig, Essigessenz (http://www.caelo.de/testLFS/sdb/7006.pdf) und Essigsäure (http://www.nugi-zentrum.de/pdf_Dateien/Sicherheitsdatenblaetter/Essigsaeure_SDB.pdf).

Keine Chemikalie/Medikament/Nahrungsergänzungsmittel sollte unbedacht eingesetzt werden (gilt auch für Kochsalz und Ethanol zum Beispiel ;-)), aber in diesem Zusammenhang das Sicherheitsdatenblatt rauszukramen und vor Mutagenität, Verätzungen, etc. zu warnen, das finde ich doch etwas übertrieben ::?.

Meine Miezen bekommen regelmäßig Taurin, insbesondere auch mein HCM Kater Mikesch. Ich bin der Ansicht, daß es schwachsinnig wäre einen Mangel hinzunehmen, in der Hoffnung, daß der durch die Erbkrankheit verdickte Herzmuskel dünner wird 8O. Tut mir leid, dann habe ich mindestens zwei Krankheiten, die unschön sind und noch dazu weitere Mangelerscheinungen. Das muß nicht sein. Ich persönlich habe noch nicht eine einzige Studie zu Gesicht bekommen, in der bei Taurinüberschuss ein verdickter Herzmuskel (HCM) beobachtet wurde, wohl aber Studien, die DCM bei Mangel belegten.

Trotz hoher Taurinzugabe seit Diagnosestellung (in Absprache mit dem behandelnden Kardiologen), war Mikeschs Herzmuskel bei der Kontrolle durchweg besser, der endsystolische Verschluß war bei der ersten Kontrolle nicht mehr vorhanden. Würde das Taurin gegen den Betablocker wirken, dann wäre das sicherlich nicht der Fall gewesen ::?. Ich werde mich aber schwer davor hüten von meinem Einzelfall auf alle anderen zu schließen ;-). Für Mikesch ist es richtig und ich werde es weiter geben.

Bevor ich mit der Ergänzung von Taurin anfing, habe ich mir diese Seite durchgelesen (und die angegebenen Studien zum Teil): http://www.serve.com/BatonRouge/taurine_chmr.htm, http://www.serve.com/BatonRouge/taurine_abstracts1.htm. Ich muß aber ehrlich gestehen, daß ich schon verdrängt habe, was da genau drin steht :oops:. Werde ich mir demnächst nochmal anschauen...

Liebe Grüße.
Mandy
 

Katzenfan

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Dann schau mal hier: http://www.uni-saarland.de/fak8/springborg/lab/Natriumchlorid.pdf , vielleicht solltest du künftig beim Kochen Nitrilkautschukhandschuhe mit 0,11 mm Schichtstärke tragen :p. Ach, bevor ich es vergesse - Kaffee ist auch nicht so ohne: http://www.koehlerchemie.de/apotheken/sdb/RG1070_Coffein.pdf . Auch sehr spannend: http://www.koehlerchemie.de/apotheken/sdb/RG1311_Vanillin.pdf .
Hallo Mandy,
ich habe mir deine Links gerade angesehen, finde aber doch etliche Unterschiede. Zum einen zählt zum Beispiel Natriumchlorid als- kein gefährliches Produkt im Sinne der Richtlinie 67/548/ EWG und zum anderen sind bei den anderen "Stoffen" die Symbole, R- und S- Sätze weit aus weniger bzw. nicht vorhanden.

Kurzum, was ich damit sagen möchte. Die Sicherheitsdatenblätter sind nicht für den Lebensmittelbereich gedacht, sondern für die chemische Industrie
Das ist richtig und wenn man über Sicherheitsdatenblätter redet sollte man das erwähnen. Mein Versäumnis.

Sicherheitsdatenblätter (SDB) oder Material Safety Data Sheets (MSDS) sind Sicherheitshinweise für den Umgang mit gefährlichen Substanzen. In Europa und vielen anderen Ländern müssen solche Datenblätter vom Inverkehrbringer, Einführer und Hersteller von Gefahrstoffen und von Zubereitungen, die diese Gefahrstoffe über bestimmte Mengengrenzen hinaus enthalten, zur Verfügung gestellt werden. In der Regel werden aber für alle chemischen und biologischen Produkte SDB erstellt, um den Abnehmer der Produkte auch über eine etwaige Ungefährlichkeit zu informieren. Über die Gefahrstoffverordnung und die darin enthaltenen Verweise auf EU-Richtlinien wird der Inhalt festgelegt
Es ist natürlich schon ein Unterschied ob jemand beruflich oder privat mit "Chemikalien" umgeht. Zum einen spielen die Mengen eine Rolle und zum anderen fällt der berufliche Schutz unter diverse Regelungen und Gesetze die beim Verbraucher nicht wirklich zur Anwendung kommen. Allerdings müssten sich warscheinlich auch diese Kennzeichnungen auf den Verkaufsverpackungen befinden..::?

Ich glaube niemand hier kommt auf die Idee einer Mieze das Taurin täglich pur ins Mäulchen zu geben.
Genau dabei wäre ich mir nicht sicher!!
Taurin wird fast in jedem Katzenforum erwähnt und dürfte vielen als "harmloser" "unbedenklicher" vieleicht sogar "biologischer" Stoff bekannt sein. Ob Taurin nun wirklich harmlos ist oder doch, bei falscher Anwendung, eine mögliche Gefahr besteht könnte ich nicht mit Sicherheit sagen halte es aber für wichtig zumindest einmal darüber zu sprechen. In einem anderen Forum habe ich von Symtomen wie leichter Schnupfen, laufende Augen, niesen und Entzündungen im Maul gelesen. Angeblich hörten die Symtome auf nachdem auf eine Suppelmentierung von Taurin verzichtet wurde. Ob da etwas dran ist, kann ich ebenfalls nicht beurteilen..
 
Zuletzt bearbeitet:

Polly

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Wie lange sollte das Taurin Zeit zum Auflösen im Wasser haben, bevor das Futter damit vermischt wird?
Ganz aufgelöst ist es bei mir auch nicht..., wenn ich das Nassfutter drauf tue...., es wird dann ja ordentlich mit dem Futter vermischt..., ich glaube nicht, dass Molly noch etwas vom Taurin schmeckt..., ausserdem tue ich dann nochmal Wasser dazu, weil Molly nicht gerne trinkt...:lol:
 

Phoebelein

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Ich gebe seit längerer Zeit meinen Katzen Taurinpulver ins Nafu. was ich vorher in 2 Esslöffel warmes Wasser auflöse.

ich merke nur positives z.B die Fellqualität ist wesentlich besser und sie haaren auch nicht mehr so.

Nun verunsichert mich dieser Thread.

kann ich Taurin bedenkenlos ins Nafu geben?
 

StephanBodensee

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@Phoebelein

du kannst dein Taurin bedenkenlos zufüttern. Volker wollte nur darauf raus das man mit Taurin sorgsam umgehen soll. Du machst es absolut richtig mit deinem Auflösen im Wasser und anschließender unterrühren unters Futter.
 
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