Streunerchen - was müssen wir bedenken?

Diskutiere Streunerchen - was müssen wir bedenken? im Tierschutz Forum im Bereich Katzen allgemein; Guten Abend, es geht um eine Streuner-Katze bei meiner Mutter, um die wir uns kümmern. Ich will nichts vergessen oder übersehn: Bei meiner...

xtinez

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Guten Abend,

es geht um eine Streuner-Katze bei meiner Mutter, um die wir uns kümmern. Ich will nichts vergessen oder übersehn:

Bei meiner Mutter kommen regelmäßig die Nachbarskatzen zu Besuch, je eine von rechts und links, man kennt sich und die Besitzer wissen auch, dass ihre Süßen bei meiner Mutter regelmäßig ein paar Katzensnacks bekommen.
In den Wintermonaten tauchten mehrere unbekannte Katzen auf, die aber alle gut aussahen und nach ein paar Besuchen wieder verschwanden oder nur sporadisch vorbei kommen, bis auf einen unkastrierten Kater, den wir inzwischen aber auch „verorten“ können.

Bleibt jetzt noch eine Katze, die sehr scheu ist (sie kommt
nur im Dunklen bzw. in der Dämmerung) und sich nur mühsam ein bißchen anfassen läßt und auch nur von mir, auch nur manchmal. Sie frißt aber so viel, dass sie sicherlich nicht zu hause gerade gefrühstückt hat und vorallem trinkt sie verdünnte Milch in großen Mengen. Sie ist also sicher nicht gesund, sie kaut auch merkwürdig. Jetzt am Wochenende konnte ich sie dann ein wenig mehr anfassen und bemerkte neben etwas stumpfen Fell Unmengen von Zecken – einige konnte ich entfernen. M. E. auch ein Zeichen, dass sie kein zu hause hat.
Wir wollen sie nun erstmal noch ein bißchen an uns gewöhnen, nach Ostern eine Falle borgen und sie dann hoffentlich in der Woche drauf einfangen und beim Tierarzt vorstellen.

Bis dahin will ich alles bedenken:
Was muss die Tierärztin alles checken?
Blut abnehmen, großes Blutbild (heißt das bei Katzen auch so?)? Noch weitere Werte? Unsere TÄ ist zwar nett und fürsorglich, aber es ist besser, ich weiß genau was ich will.

Wie ist das mit der Kastration? Ich konnte noch nicht so nah ran, dass ich feststellen konnte ob Mädchen oder Junge,
aber wenn es eine Katze ist: kann die TÄ wirklich erkennen, ob die Kleine kastriert ist? Ich habe dort schon mal angefragt (wegen Urlaub usw.), die Antwort war: das sieht man an der Naht! Aber ist das wirklich so? Ich glaube ich hatte hier auch schon gelesen, dass es schwer festzustellen ist. Gibt es andere Wege?

Noch eine praktische Frage: sie wartet morgens immer auf der Treppe auf dem Abtreter. Also extra eine Thermo-Unterlage und einen Katzenkorb hingelegt, sind ja noch kalte Nächte. Was macht sie? Na klar: Legt sich ganz ordentlich daneben. Wie kann ich die warmen Unterlagen für sie unwiderstehlich machen? (Hm, wahrscheinlich garnicht, dann gehen ja alle Besucher da drauf…)

Ich bin für alle Tipps dankbar,
LG Kristine
 
15.04.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
romulus

romulus

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Wichtig ist zunächst die Suche nach einem Chip oder Tatoo. Vll. ist sie ja vor längerem irgendwo verloren gegangen und kann auf diese Weise zugeordnet werden.
Dann Allgemeinuntersuchung, Augen, Ohren., Herz, Zähne. Also abtasten und abhören.
Dann erst Blutuntersuchung - da wird sie wohl am besten wissen, was man in diesem Fall untersuchen soll.
 

zizah

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Ich habe letzten Sommer auch einen verletzten, unkastrierten Streuner in recht erbärmlichem Zustand "eingefangen", mit einer geborgten Lebendfalle.
Ein großes Blutbild, neben der „üblichen“ allgemeinen Untersuchung, wie Romulus bereits geschrieben hat, würde ich in jedem Fall in Auftrag geben, auch um die einschlägigen Infektionskrankheiten auszuschließen, wenn es wirklich ein Streuner sein sollte. Ich würde die TÄ explizit auf die Untersuchungen hinweisen – denn nicht immer wissen die TÄ, was zu tun bzw. zu untersuchen ist – leider.

Wegen Plätzchen schmackhaft machen: Feliway Spray und ein Kissen mit Kassenminze. So konnte ich meinem Streuner das Körbchen attraktiv machen;) Irgendwann kam er nachts bzw. in den frühen Morgenstunden und wartete dort;)
Viel Glück für Euch und gutes Gelingen!
 

xtinez

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Wegen Plätzchen schmackhaft machen: Feliway Spray und ein Kissen mit Kassenminze. So konnte ich meinem Streuner das Körbchen attraktiv machen;) Irgendwann kam er nachts bzw. in den frühen Morgenstunden und wartete dort;)
Das verrückte ist: sie (ich denke es ist ein Mädchen) wartet ja schon dort, sie schläft morgens auf der obersten Stufe, aber eben neben den warmen Unterlagen. So ein "StinkeKissen" werde ich kaufen, aber darauf fahren natürlich dann alle ab, auch Fuchs und Waschbär... also für diese Frage gibt es wohl keine sinnvolle Lösung.

Klar weiß die TÄ schon, was zu machen ist, aber wie oft muss man schon beim "Menschen"arzt nachhaken und fragen, deshalb will ich mich vorbereiten.

Blöd ist, dass die Annäherung an mich anscheinend für meine Mutter nicht so richtig gilt, ich bin erst Ostern wieder dort und auch nicht die ganze Zeit. Meine Mutter ist schon etwas älter und kann nicht so ausgiebig auf der Treppe rumsitzen und Katzenflüstern....
 

zizah

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Das mit dem Stinkekissen-"Beifang“ (Fuchs und Waschbär und die anderen Katzingers;) wird wohl stimmen. Aber wenigstens kommt sie regelmäßig. Das sind doch schon mal gute Voraussetzungen für weitere Aktionen.

Und wer weiß von wegen Chip und Tattoo..es soll auch Fälle geben, da frisst sich ein vermeintlicher Streuner einfach in da hood durch...oder sucht sich neue Leute, wer weiß.. Aber das wird sich ja zeigen.
 

xtinez

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Guten Abend,

inzwischen haben wir die kleine Maus natürlich eingefangen und durchchecken lassen: ein junger, unkastrierter Kater, der rundum gesund ist, auch gute Zähne hat, aber viele Zecken hatte und sich die Stellen teilweise aufgekratzt hatte, so dass eine sich entzündet hatte.

Er ist also jetzt seit 4 Wochen kastriert, wurde gegen die Zecken behandelt und gechipt. Er hat uns das alles verziehen, es geht im eigentlich ganz gut - er ist nur immer noch sehr vorsichtig und kommt nach wie vor meist im Dunklen.

Die TÄ meinte, er sei so dünne (3,1kg), weil er als unkastrierter Kater so viel Streß hatte. Und mit dem Milch-Trinken meinte sie: wenn er es verträgt, dann kann er ruhig.

Nun ist es also so, dass er pro Mahlzeit meistens 300g frißt und locker 100-150ml Milch trinkt. Und ca. an 5 Tagen pro Woche kommt er morgens und abends, hat dann also insgesamt 600g Futter und 200-300ml Milch pro Tag.

Mir ist schon klar, das mit den Hormonen dauert noch eine Weile, aber müßte er nicht so langsam etwas rundlicher werden?

Und kann es sein, dass er wirklich einfach gerne Milch trinkt und die große Trinkmenge keine gesundheitlichen Hintergründe hat?
Die "üblichen Verdächtigen" - Schilddrüse und Diabetes sind gem. der Laborwerte ausgeschlossen.

Hat evtl. jemand noch eine Idee????
Ansonsten freut es uns ja, wenn er viel trinkt, solange er gesund ist.

Wenn er nun noch etwas zutraulicher würde und zu etwas freundlicheren Zeiten kommen würde....
Meine arme Mutter bleibt also locker mal bis Mitternacht wach, weil der Herr noch nicht da war und geht dann um 5Uhr früh nachsehen (sie wird nachts oft wach), ob er evtl. Frühstück will.
Ich hatte als ich letztens dort war die Wildkamera rausgestellt und zumindest in dieser Nacht war zwischen 23 Uhr und dem Morgen andauernd mal auf unserer Terrasse, am Tag sieht man ihn gar nicht.
Nachts Futter rausstellen hilft nicht, da kommen dann mehrere Igel, Füchse, Waschbären.... dürfen die ja auch alle, aber da bleibt für den Kleinen nix übrig. ;-)
 
Tatjana462

Tatjana462

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Hallo und guten Abend,
Da würde mir noch einfallen, dass Streunerchen in der Regel Würmer haben. Habt Ihr da schon etwas unternommen?
Nun ist es also so, dass er pro Mahlzeit meistens 300g frißt und locker 100-150ml Milch trinkt. Und ca. an 5 Tagen pro Woche kommt er morgens und abends, hat dann also insgesamt 600g Futter und 200-300ml Milch pro Tag.
Bei der Futter- und Milchmenge müsste er eigentlich langsam zunehmen. Allerdings weiß man natürlich nicht, wie sehr er draußen rumtobt.
Das kann bei Streunern nie richtig kontrolliert werden.

Toll, dass Ihr Euch um ihn kümmert. Wir haben vor Jahren auch 2 Straßentigerchen aufgenommen. Maya, die weibl. Katze, ist allerdings bis heute relativ scheu. Aber draußen wird in der Regel auch noch viel gefressen. Wir sehen oftmals Mäusereste in unserem Garten. Wenn das bei Euch dann auch noch hinzukäme, erschiene mir die Gesamtmenge schon relativ hoch. Aber das Fressverhalten ist sehr unterschiedlich. Es gibt auch andere Katzen, die das locker verputzen.

"Wenn er nun noch etwas zutraulicher würde und zu etwas freundlicheren Zeiten kommen würde.... "
Wenn es kälter wird, ist er bestimmt auch eher und öfter wieder im Haus. Zur Zeit sehen wir unsere Tigerchen auch fast nur beim Fressen. Danach sind sie wieder draußen. Das wird sich also bei anderer Jahreszeit sicher noch ändern.

Ansonsten alles Gute dem Katerchen bei Euch. :love: Und Euch viel Freude mit ihm. :give_rose: (Hat er eigentlich einen Namen?)
 
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Tranquillity

Tranquillity

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Hallo Kristine,
ich kann jetzt nicht wirklich was sinnvolles beitragen, wollte aber einfach mal loswerden, das ich es toll finde, dass Ihr euch so gut um den kleinen Mann kümmert, Hut ab! :)
Diese Mühen hätten sich nicht alle gemacht! Ich wünsch Euch nur, dass der Herr noch etwas zutraulicher wird!
Was das Fressen und Gewicht angeht, meine Katze Luna frisst auch wie ein Scheunendrescher, ist aber sehr leicht (3,5 kg) und "drahtig". Sie ist kerngesund, bewegt sich als Freigängerin halt sehr viel und ich denke, deswegen nimmt sie nur wenig zu. Vielleicht ist das bei eurem Kater auch so?
LG,
Eva
 

xtinez

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Guten Morgen und danke für die Antworten,

wegen des Namens hatten wir vorm Einfangen viel rumgesponnen, waren uns aber irgendwie sicher, dass es ein Mädchen ist.
Nun ist es ein Kater und obwohl es ein Tigerchen ist haben wir ihn Simba genannt, einerseits kann man das gut rufen, andererseits soll der Löwenkindername auf ihn abfärben, damit er etwas mutiger wird.
Entwurmt hatten wir ihn schon vorm Einfangen, weil er ja sehr gut und zuverlässig frißt. Es gibt auch im Blutbild keinen Hinweis auf Parasitenbefall. Aber wir werden das demnächst mal wiederholen.
Wenn es kälter wird, ist er bestimmt auch eher und öfter wieder im Haus. Zur Zeit sehen wir unsere Tigerchen auch fast nur beim Fressen. Danach sind sie wieder draußen. Das wird sich also bei anderer Jahreszeit sicher noch ändern.
Naja, im Haus war er noch nie, er schläft wohl auf dem Nachbargrundstück in einer Art Schuppen, der so in einen Hang gebaut ist. Da kommen Katzen irgendwie rein, die Nachbarskatze pennt da auch, wenn ihre Leute sie nicht ins Haus lassen.
Simba geht schon mal die 2 Stufen zur Veranda hoch und ist neugierig, aber drin war er bisher nur mal mit der Nasenspitze.

Wir haben natürlich mit dem Einfangen wieder etwas Vertrauen verspielt, zumal ich ihn per Hand eingefangen habe, weil mir die Falle zu traumatisch erschien. Nun ist er mit Händen und Kraulen usw. (sowieso nur wenn man vor ihm auf der Treppe sitzt und maximal bis zum Nacken) wieder ein Stück vorsichtiger.

Außerdem ist jetzt im Sommer oft auch abends in der Nähe viel los, weil da ein Badestrand ist. Das ist ihm alles suspekt, da haut er auch schon mal wieder ab. (wohingegen zusammen mit dem Fuchs aus 2 nebeneinander stehenden Näpfen fressen kein Problem ist - das natürlich nur, wenn wir nicht dabei sind, sonst ist der Fuchs natürlich sofort weg).

Den Sommer über hat er ja noch Zeit, dass der Knoten platzt, aber es wäre schön, wenn es für meine Mutter etwas weniger anstrengend wäre. Obwohl sie es ja gern mach, aber mit Anfang 80....

Das mit dem Gewicht macht mir nicht so viel Sorgen, aber die Milchmengen sind schon erstaunlich. Milch ist das wichtigste überhaupt, wichtiger als Futter. Und beim Milch trinken läßt er sich auch viel eher anfassen, zum Glück, so konnte ich ihn einsammeln, aber ist schon komisch.
 
romulus

romulus

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Ganz großartig, wie iIhr Euch um ihn kümmert, Ihr habt meinen vollen Respekt!
 

Pat

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Hallo, es ist total schön, das ihr euch um diesen jungen Streuner kümmert!:prima:

Du schreibst heute, das der Kater nebeneinander mit dem Fuchs frisst ……… das hat mich nun doch veranlasst hier auch etwas dazu zu schreiben.
Dazu schreibst du auch noch, das er sehr viel frisst und trotzdem so dünn ist.
Hast du schon mal überlegt, oder dem Tierarzt auch gesagt, das er so dicht Kontakt mit einem Fuchs hat?
Selbst wenn Simba bereits vom TA entwurmt wurde, so helfen die meisten Wurmkuren nicht bei einem "Fuchs-Bandwurm", das muss ein entsprechendes Mittel sein und ist verschreibungspflichtig, hier mal eine Information darüber ….
Fuchsbandwurm © Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.

Solch ein Fuchsbandwurm könnte auch die Ursache für sein geringes Gewicht und den großen Hunger sein (der Bandwurm frisst ihm ja innerlich alles weg).

Selbst "normale" Würmer, wie z.B. Spulwürmer, etc. sind bei Streunern nicht durch 1 x entwurmen wirklich alle weg und vermehren sich ganz schnell weiter.
Das mussten wir bei unserem Paulchen aus dem Tierheim erleben. Er war vom Tierheim draußen eingefangen worden und dann dort entwurmt worden.
Wir selbst haben auch gleich zu Anfang nochmal entwurmt ……. einige Wochen später hat er dann erbrochen und wir fanden Spulwürmer im Erbrochenen …... also erneute Entwurmung, auch noch da wimmelte es danach im Kot vor Würmern, obwohl er da nur noch in der Wohnung war und sich nicht neu anstecken konnte.

Und zum Thema "viel Milch" trinken …… wieviel trinkt er denn in etwa in ml gesagt ?
Von unseren 4 Katzen trinken 2 Katzen auch sehr gerne Milch und vertragen sie auch gut (es sind reine Wohnungskatzen und ich kann daher sehen, wie danach dann der Kot ist)……. Lactosefreie Milch wäre zwar für Katzen auf jeden Fall verträglicher, aber unsere mögen die nicht besonders gerne und lassen sie meist stehen.
Da Simba bisher ja nie im Haus war und du dadurch ja auch nicht sehen kannst, ob er von der Milch vielleicht Durchfall bekommt, kannst du es eigentlich auch nicht beurteilen, ob er sie wirklich verträgt …… mal vom mögen abgesehen, die mögen unsere beiden ja auch sehr gerne.
Probiert es doch einfach mal aus, ob Simba auch Lactosefreie Milch trinkt, dann wäre die Gefahr von Durchfall schon mal dadurch minimiert.

Dabei wird ganz sicher wieder das Problem auf euch zu kommen, das ihr Simba wieder einfangen müsst.
Ich würde es daher auf jeden Fall mit einer Lebendfalle probieren.
Wenn ihr zunächst einige Tage ihm das Futter in der nicht "scharf gestellten" Falle rein stellt und er sich daran gewöhnt, das er immer rein und raus kann aus der Falle, dann wird ihn das auch nicht groß stressen, wenn ihr dann nach einigen Tagen die Falle so einstellt, das sie dann zu klappt. Vielleicht wäre es ratsam, das ihr sie an einem Tag scharf einstellt, wenn ihr selbst bei deiner Mutter seid und ihr dann dabei helfen könnt.
Tierheime, Tierschutz und manche Tierärzte leihen die meist aus für solch einen Fall.

Ich denke ohnehin, das es auf Dauer für deine Mutter sehr mühsam wird, wenn sie immer aufpassen und in der Nacht aufstehen muss, damit es auch Simba ist, der dann das Futter bekommt (und nicht der Fuchs).

Wir selbst haben vor einigen Jahren auch 2 damals total scheue Streuner-Kater zunächst draußen gefüttert. einer der beiden war dann plötzlich mal so schwer verletzt, das er kaum noch laufen konnte, da haben wir es dann auch nur durch eine Lebendfalle nach einigen Tagen geschafft ihn damit einzufangen...…. er ist dann für immer bei uns als Wohnungskater geblieben.
Dem anderen Kater meinten wir damals auch seinen Freilauf lassen zu müssen und haben ihm ein frostsicheres Schlafhäuschen gebaut und weiter draußen gefüttert und gleichzeitig versucht ihn durchs Futter ins Haus zu locken.
Der war aber so ängstlich und dabei vorsichtig, da hätten wir noch Jahre locken können, bevor er von alleine ins Haus gekommen wäre.
Also haben wir dann auch ihn mit der Lebendfalle eingefangen ……. es ist unser Flecki und lebt noch heute bei uns im Haus und wollte auch nie wieder raus.

Wenn ihr ihn einfangen und gegen Fuchsbandwurm behandeln könnt, dann sollte deine Mutter ihn zunächst einige Wochen nur im Haus lassen, ich denke, das er sich dann viel schneller an ein Leben in der Wohnung gewöhnen wird.
Falls ihr ihm dann wieder Freigang bieten wollt, wäre er aber an ein sicheres warmes Zuhause bereits gewöhnt und ihr könntet über eine Katzenklappe mit Chip gesteuert nachdenken, durch die dann nur Simba gehen kann und drinnen sein Futter alleine bekommt.
Dadurch würde auch eine Ansteckung durch gemeinsame Futterplätze mit dem Fuchs minimiert.

Berichte doch bitte weiter, was ihr so noch erreichen könnt.

LG Waltraud
 

xtinez

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Danke für das Kompliment, aber so dolle ist das ja nicht, wenn ich sehe und lese, was andere hier so für die Fellchen schaffen.

Und auch für uns: unser letzter Zugelaufener vor fast 8 Jahren war auch ein unkastierter kleiner Tiger, deutlich dünner als Simba, hatte schlechte Zähne und viele andere Baustellen, inklusive CNI, die ihm dann vor 4 Jahren zum Verhängnis wurde.
Das war viel schwieriger, aber damals war meine Mutter noch nicht allein und eben auch noch ein paar Jahre jünger. Außerdem war das ein sehr selbstbewußter, zutraulicher, unkomplizierter Kater, der natürlich ins Haus kam und überhaupt nicht scheu war.

Simba sieht ihm ähnlich und wir denken uns oft, dass unsere voriger Kater und mein Vater da oben auf ner Wolke sitzen und Simba zu uns geschickt haben (nachdem sie im letzten Sommer schon kleine Waschbärchen und ein Eichhörnchen-Baby geschickt hatten).

Eigentlich ist es ganz gut für meine Mutter, sie liebt Tiere allgemein und speziell auch Katzen, aber es ist auch alles ein bißchen anstrengend ganz allein mit Haus und Garten sowieso schon und dann die Gedanken/Sorgen wegen des Katers. (ich schreibe immer "uns" und "wir", aber ich bin nur ab und zu an den Wochenenden da und meine Mutter sagt immer "Dein Kater", weil ich so die grundsätzlichen Dinge regele und meistens schneller einen Draht zu den Tieren habe.)

Andererseits muss ich Simba ein riesen Kompliment machen: er fand das total blöd, dass ich ihn festgehalten und in die Box verfrachtet habe, hat gefaucht und sich nach Kräften gewehrt, aber nicht gekratzt und nicht gebissen! Er ist also wirklich ein Schatz, nur eben ein ganz vorsichtiger.
 

xtinez

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@ Waltraut:
Danke für Deine Gedanken.

Ja, wir müssen ihn sicher demnächst nochmal entwurmen, aber wenn ich mir den Link zum Fuchsbandwurm durchlese, verstehe ich daraus, dass eigentlich nicht das nebeneinander Fressen zur Gefahr werden kann, sondern die infizierten Zwischenwirte, sprich Mäuse etc., in denen sich die Finnen entwickeln. Und das kann dann natürlich jeden Mäusejäger treffen, oder?
Aber ich werde die TÄ drauf ansprechen. Im Blutbild waren die Werte, die Parasitenbefall anzeigen o. B., aber sicher kann man damit nicht ausschließen, dass er nen Fuchsbandwurm hat.

Er trinkt sicher so 300ml - 400ml Milch an den Tagen, wo er morgens und abends kommt und würde sicher auch mehr trinken. Du hast natürlich recht, wir sehen nicht, ob er Durchfall hat o. ä., darüber haben wir auch schon nachgedacht. Er hat aber auch nie ansatzweise einen verschmierten Po o. ä. Aber laktosefreie Milch ist eine super Idee. Danke!

Ja, wir hatten ja eine Falle von der Tierärztin, aber ich finde, der Schock ist größer, in so ner Falle gefangen zu werden, das macht Krach, keiner ist da zum Trösten, Katze weiß nicht, was los ist. Wenn ich ihn mit den Händen einfange, ist er ein bißchen sauer auf mich, aber ich bin und bleibe ja bei ihm, rede ihm gut zu und beruhige ihn.
Mit der Falle und jeden Tag das Futter weiter rein usw. das ist auch für meine Mutter nix. Also jedenfalls für uns ist es mit dem Einfangen einfacher per Hand.

Wir haben sowieso eine chipgesteuerte Klappe, da könnte ich ihn jederzeit einlesen. Einfangen und ein paar Wochen drin behalten - da wird er die Wände hochgehn, das schafft meine Mutter nicht. Er soll auch auf jeden Fall weiter Freigänger bleiben, könnte dann aber wie unser verstorbener Kater jederzeit ins Haus, das ist viel entspannter.

Wir werden sehn, ich bin demnächst wieder ein paar Tage dort, ich werde ihn ein bißchen behexen, das wird schon.
 

xtinez

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Eine Frage noch: wie ist denn der neueste Stand zum Thema Zecken bzw. Zeckenbekämpfung?

Wir waren ja jetzt fast 4 Jahre ohne Katze und unser Sternenkaterchen hatte manchmal viele Zecken, damals half Frontline irgendwie zeitweise nicht mehr. Aber bei ihm konnte ich sie auch einzeln abpflücken, was ich bei Simba nur im Kopf- und Nackenbereich schaffe.

Außerdem schläft er da in einem Schuppen, wahrscheinlich teilt er sich das "Bett" mit ganzen Scharen von Zecken.

Nach dem TA-Besuch ging es jetzt, aber bestimmt gehts bald wieder los.
Ich denke, ich könnte ihm ein Spot-on auftragen - wir hatten es vor dem TA nicht versucht, weil wir nicht wußten, ob er gesund ist und ich mich sowieso irgendwie scheue, ein Nervengift auf eine Katze zu schmieren.

Gibt es was neues, besseres, was man ohne viel Streß auf den Kater kriegt?
 
Nika

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Ich würde auf alle Fälle ein Spot - on geben. Ich hatte auch große Vorbehalte, aber meine haben es allesamt nach Flohbefall gut vertragen. Eine Freigängerkatze sollte schon Zecken- und Floh frei draussen rumlaufen können.
 

xtinez

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Ich bin da ganz Deiner Meinung, ich hatte nur gehofft, es gibt inzwischen was anderes.
Ein Spot-on auftragen ist ja auch nicht gerade eine vertrauensbildende Maßnahme :roll:.

Ich habe auch interessante Alternativen entdeckt, die Fragen hierzu werde ich evtl. mal in einem Extra-Thema stellen.
 
Thema:

Streunerchen - was müssen wir bedenken?

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