Spritzen für Epi-Katzen??

Diskutiere Spritzen für Epi-Katzen?? im Epilepsie Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo erstmal an alle. Ich möchte mich erstmal vorstellen: Ich heisse Jenny, bin 26 Jahre alt und wohne mit meinem Freund und meinem Katzen in der...

Mimi-Maus

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Hallo erstmal an alle.
Ich möchte mich erstmal vorstellen: Ich heisse Jenny, bin 26 Jahre alt und wohne mit meinem Freund und meinem Katzen in der Nähe von Frankfurt am Main. Meine beiden Tiger heissen Mimi und Baby und sind ca 13 und 8 Jahre alt.
Ich habe bei euch schon viel über Epilepsie bei Katzen gelesen nachdem ich vermehrt Krampanfälle bei Mimi (die ältere von beiden) mit erleben musste. Es beruhigt mich zu wissen das das kein Todesurteil von vornherein bedeutet aber trotzdem zehrt die Krankheit auch an meinen Nerven. Mimi verhält sich völlig normal. Sie ist eher die Ruhigere von beiden. Sie schläft viel und ist aber auch sehr kuschelig. Und wenn sie etwas will fordert sie das auch schon mal sehr lautstark. Nun fing das alles vor etwa einem dreiviertel Jahr an das ich beobachtete wie sie
völlig grundlos zusammenzuckte wenn ich zum beispiel mit den Fingern auf dem Tisch trommelte oder eine Tüte Gummibärchen aufmachte. Das wurde dann immer schlimmer bis sie fast bei jedem Geräusch zusammen zuckte. Und dann kam der erste Anfall. Mitten in der Nacht. Ich wurde dann wach als schon alles vorbei war weil sie sehr laut und extrem viel miaute. Dann sah ich das sie total nass war und eine große Pfütze auf dem Boden war. Damals konnte ich mir das alles noch nicht erklären. Ich war damals auch mit ihr beim Arzt weil sie sehr wenig gefressen hat. Ihre Blutwerte waren völlig normal und sie bekam Vitamine und Appetit-Anregende-Mittel und meine Ärztin konnte sich ihr Zucken bei Geräuschen auch nicht wirklich erklären weil sie laut Blut und Kot eine gesunde Katze ist?!?
Die Zeit verging und alles schien normal zu sein. Bis ich irgendwann selbst Zeugin eines Anfalls wurde. Aus hinterem Himmel sprang sie damals von der Couch und rutschte quer übers Laminat. Sie lag dann auf der Seite und wurde von schlimmen Krämpfen geschüttelt. Die Augen waren weit aufgerissen. Sie sabberte aus dem Mund und pullerte sich voll. Ich dachte jetzt ist alles zu spät und sie stirbt. Nach etwa 1-2 Minuten beruhigte sie sich. Sie kam wieder zu sich und sah mich erstmal völlig verstört an. Nach ein paar weiten Minuten konnte sie wieder aufstehen und taumelte noch etwas benommen durch die Wohnung. Und sie miaute wieder sehr laut...wie damals in der Nacht... Ich habe dann versucht die wenigstens ein bischen sauber zu machen, aber das will sie meistens nicht. Sie läuft dann immer wie völlig verwirrt und verärgert durch die Wohnung unf nach 15-20 Minuten legt sie sich hin und schläft erstmal ne große Runde. Nachdem auch meine Schwester mal einen Anfall mit erlebt hat habe ich mich im Internet über Epilepsie erkundigt und bin schließlich bei euch gelandet. Die Anfälle kommen immer im Abstand von ca 6-8 Wochen. Und ich habe bei euch gelesen dass es Tabletten dagegen gibt. Nur meiner Mimi Tabletten zu geben ist für uns beide ein riesen Akt. Im Leckerchen versteckt spuckt sie es mir vor die Füße sobald sie merkt das da was drin ist und im Futter verstecken ist auch schlecht weil Baby ja auch noch da ist (und sehr verfressen ist). Wisst ihr ob es da auch ein Mittel zum Spritzen gibt? Morgen habe ich wieder einen Termin beim Tierarzt und bin mal gespannt was ich da erfahre.
Viele Grüße an alle
 
04.10.2007
#1

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Gast

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Elmo

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Hallo Jenny,

erst einmal "Willkommen", hier findest du etliche Katzenhalter die das Gleiche Problem haben wie du.

Aus hinterem Himmel sprang sie damals von der Couch und rutschte quer übers Laminat. Sie lag dann auf der Seite und wurde von schlimmen Krämpfen geschüttelt. Die Augen waren weit aufgerissen. Sie sabberte aus dem Mund und pullerte sich voll. Ich dachte jetzt ist alles zu spät und sie stirbt. Nach etwa 1-2 Minuten beruhigte sie sich. Sie kam wieder zu sich und sah mich erstmal völlig verstört an. Nach ein paar weiten Minuten konnte sie wieder aufstehen und taumelte noch etwas benommen durch die Wohnung. Und sie miaute wieder sehr laut...wie damals in der Nacht... Ich habe dann versucht die wenigstens ein bischen sauber zu machen, aber das will sie meistens nicht. Sie läuft dann immer wie völlig verwirrt und verärgert durch die Wohnung unf nach 15-20 Minuten legt sie sich hin und schläft erstmal ne große Runde.
Mal ne blöde Frage: steht bei dir eigentlich regelmässig Futter rum? Und wenn ja, hast du schon einmal beobachtet, daß sie nach einem Anfall erst mal eine grosse Runde frisst?
Hast du ihr wärend oder kurz vor einem Anfall schon mal in die Augen geschaut? Ist dir irgend etwas komisches aufgefallen?

Die Anfälle kommen immer im Abstand von ca 6-8 Wochen. Und ich habe bei euch gelesen dass es Tabletten dagegen gibt. Nur meiner Mimi Tabletten zu geben ist für uns beide ein riesen Akt. Im Leckerchen versteckt spuckt sie es mir vor die Füße sobald sie merkt das da was drin ist
Dazu möchte ich zwei Dinge anmerken. Einmal, die Luminaletten scheinen wirklich geschmacklich nicht sehr schlimm zu sein, jedenfalls bekommen ziemlich alle Leute hier diese Medizin in ihre Katze in Leckerli versteckt hinein.
Und dann, solange die Anfälle nicht häufiger werden, und so lange sie nicht sehr lang (schau mal auf die Uhr, der Anfall sollte spätestens nach 5 Minuten vorbei sein) braucht Mimi KEINE Antiepileptika zu nehmen. Manche Ärzte (wenige) geben sie dennoch - ich glaube, weil die Patientenbesitzer oftmals ein wenig zu Hysterie neigen - aber bei der Anfallfrequenz sind die Nebenwirkungen der Medikamente schlimmer für den Katzenkörper als die Anfälle einfach "auszusitzen".


und im Futter verstecken ist auch schlecht weil Baby ja auch noch da ist (und sehr verfressen ist). Wisst ihr ob es da auch ein Mittel zum Spritzen gibt? Morgen habe ich wieder einen Termin beim Tierarzt und bin mal gespannt was ich da erfahre.
Ich wüsste nicht, daß es das Phenobarbital als spritzbare Lösung gibt. Aber da würde ich mich einmal bei deinem TA erkundigen. Irgendwer hier spritzt seine Katze auch, aber ich glaube/meine/denke (du siehst, ich bin mir absolut unsicher) das war Valium.
Wenn es wirklich so weit kommt, daß du ein Medikament geben musst, dann würde ich erst mal versuchen das Ganze mit nem Leckerli zu geben. Und es gibt auch die Mögichkeit, sich ein transdermales Gel herstellen zu lassen und das Medikament in die Ohren zu schmieren - Besser ist aber sicherlich die orale Einnahme.

Weisst du eigentlich, was genau in Blut und Kot damals untersucht worden ist? Könntest du die nachgeschauten Parameter einmal aufschreiben?
Ist der Blutdruck gemessen worden und eigentlich, bei einer Katze in dem Alter auch sinnvoll, das Herz untersucht worden?
Sind die ansteckenden Katzenkrankheiten ausgeschlossen worden und auch Toxoplasmose?

Liebe Grüße
Andrea
 

Mimi-Maus

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Hallo und vielen Dank für die schnelle Antwort.::w
Ja also Trockenfutter steht eigentlich den ganzen Tag über zur Verfügung. Aber so eine "Fressorgie" nach einem Anfall habe ich noch nie erlebt. Und nach einem Anfall sind ihre Pupillen riesengroß (wahrscheinlich vor Anspannung oder Schreck über das was da mit ihr passiert ist). Ich bin echt froh das Mimi da noch scheinbar mit einer fast harmlosen Art Epilepsie weg gekommen ist. Wenn ich da lese das es Katzen gibt die jeden Tag so einen Anfall haben:( Und in all den Wochen zwischen den Anfällen ist sie so ganz normal als wäre nie was passiert. Ich werde morgen meine Ärztin nochmal fragen was sie genau alles im Blut untersucht hat und werde dir dann nochmal schreiben. Bis dahin sag ich aber nochmal vielen Dank und ein lautes "MIAU" von Mimi
Gute Nacht
 

hawaiiblüte

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::w hallo mimi maus.

also zuerst will ich dir sagen das es mir sehr leid tut, ich stelle es mir nicht leicht vor in so einer situation! ich wünsche dir viel kraft alles durchzustehen und das deine miez wieder zufrieden leben kann...

viele grüsse :wink:
 

Elmo

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Hallo Hawaiblüte,

also zuerst will ich dir sagen das es mir sehr leid tut, ich stelle es mir nicht leicht vor in so einer situation! ich wünsche dir viel kraft alles durchzustehen und das deine miez wieder zufrieden leben kann...
Ich muss das zwischendurch mal immer wieder erwähnen. Epilepsie ist keine sehr schlimme Erkrankung, und eigentlich braucht man auch gar nicht besonders viel Kraft um eine Epi-Katze zu halten.
Was man leider braucht (besonders in der Anfangsphase, bis man alle möglichen Ursachen abgeklärt hat) ist ein grösserer Haufen Geld den man zum Tierarzt tragen kann.
Ansonsten, Epi ist nicht ansteckend, tut nicht weh, ist nicht gefährlich und die Katzen merken die Anfälle nicht einmal.

Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, ist es irgendwie keine besonders schlimme Krankheit, da gibts wirklich schlimmeres.

Liebe Grüße
Andrea
 

katzenmami23

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Naja ich finde das man sich darüber streiten kann, ob es eine schlimme Krankheit ist.Ich finde schon das es weder für Mensch und Tier sehr einfach ist und man schon viel Kraft dafür braucht.Bei uns war es zum Beispiel so, dass mein Kater von einem auf den anderen Tag eine dermaßend starke Wesensveränderung hatte.Ich finde es gehört sehr viel Kraft dazu, damit umzuzgehen, dass der geliebte Schmusekater auf einmal 2-3mal am tag krampfend in der Ecke liegt, sich ständig irgendwelche Wunden dabei zuzieht und alles um ihn rum apathisch anfällt, kratzt und beißt.Wenn die Epilepsie nicht so schlimm ist,ist es natürlich möglich, dass das Tier ein relativ normales Leben füren kann und bis das mit einstellen auf die Medikamente erstmal alles geklappt ha, braucht man schon KRaft.Außerdem finde ich, dass die Epilepsie sehr gefährlich ist, weil sie nicht berechenbar ist und wenn es ungefährlich wär, wäre mein Kater nicht daran gestorben.


Ich wünsche dir´Mimi-Maus Kraft und Erfolg mit der Krankheit umzugehen und leben zu lernen.Aber Andreas Aussage, bei so langen Abständen zwischen den Anfällen, würde ich die Medikamentengabe auch tunlichst vermeiden.Solange die Anfälle nicht häufiger kommen verzichte drauf.


Lieben Gruß und alles Gute Denise mit Willow, Casi und für immer im Herzen Smarty!!!
 

Elmo

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Hallo Denise,

Naja ich finde das man sich darüber streiten kann, ob es eine schlimme Krankheit ist.
Was hälst du davon, sollen wir einmal einen Thread starten (vielleicht sogar mit "Abstimmungsmöglichkeit" in dem wir über die "Schlimmheit" von Epilepsie "streiten" bzw. einfach nur streitlos unsere Ansichten und Erfahrungen dazu kundtun.

Hier in dem aktuellen Thread ist das ein bischen fehl am Platz, aber ich finde es ein sehr wichtiges Thema.

Wenn du magst, dann poste doch einfach deinen letzten Beitrag (entsprechend geändert/gekürzt) noch mal in einem neuen Thema.

Liebe Grüße
Andrea
 

Michael S

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Hallo,

Spritzen gibt es meines wissens nicht. Unsere Katze bekommt Luminaletten. Die "klebe" ich mit etwas Butter auf ein Leckerchen und das wird dann auch gefressen.
Wichtig ist etwas zu finden was die Katze besonders gerne frisst und das dann nur für die Tabletten zu benutzen.
Unser Kater bekommt seine Wurmtablette immer in einem kleinem Stück Fleisch versteckt, das klappt dann auch.
Hier geht probieren über studieren und was die eine Katze frisst mag die andere wahrscheinlich gar nicht.

Viel Glück und alles Gute für die Katze

Michael S
 

Mimi-Maus

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Hallo an alle und vielen Dank für eure Antworten.
Auch meine Tierärztin hat gesagt das wir bei einem Anfall in 6-8 Wochen noch keine Medikamente geben. Sonst ist meine kleine Maus vom Verhalten her völlig locker und gelassen. Aber trotzdem ist jetzt das nächste Problem an der Tagesordnung... Sie hat schon seit längerem eine Wucherung an der rechten Hüfte die in den letzten Wochen recht schnell gewachsen ist. Jetzt ist raus gekommen das es bösartig ist und weg geschnitten werden muss. Am 15.10. ist es soweit. :cry: Ich hoffe das alles gut geht.

Hab eben mal noch bischen weiter gesucht und hab auch das wort gefunden (das die TA gesagt hat) was mir vorhin gefehlt hat. Mimi hat ein Fibrosarkom an der Hüfte.
 
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