Spatz - mein Ein und Alles - Ein Abschied fällt so schwer

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Spatz

Spatz

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Hallo ihr Lieben,

ich war sehr sehr lange nicht hier und bin nun leider mit einem sehr sehr traurigen Thema bei euch.

Es geht um meine 18 Jahre alte Glückskatze Spatz, die ich nun seit über 12 Jahren bei mir habe und die ich mehr liebe als alles andere. Sie war von Anfang an meine Seelenverwandte und immer an meiner Seite. Ich musste leider selbst sehr schwere Zeiten durch machen, lebensbedrohliche Erkrankung, sehr viele Operationen, psychisch viele Tiefs jahrelang... und bei jedem Drama, jeder Panik, jedem Umzug, jedem Heulkrampf, jeder Trennung, jeder Krankheit... Spatz war immer bei mir.. hat gespürt, wenn es mir nicht gut geht und sich um mich "gekümmert". Sie ist ist eine ganz besondere Katze, liebevoll, sanftmütig, schmusig, gesprächig, fröhlich, verfressen und manchmal eine kleine Diva...

Und nun bin nun wohl ich an der Reihe mich um Spatz zu kümmern.
Es begann vor einem halben Jahr, als ich selbst auf der Intensivstation mit dem Leben kämpfte... sie war zur Pflege bei meinen Eltern und ist erblindet, was zunächst niemandem auffiel. Erst als ich wieder bei meinen Eltern war und mich dort versorgen lassen musste, bemerkte ich es. Etwas später war ich dann wieder hier in Hannover und gleich bei meinem Tierarzt. Leider hat sie schon immer panische Angst vor dem Tierarzt und regt sich jedesmal unfassbar auf. So sehr, dass es quasi unmöglich ist ihr Blut abzunehmen ohne sie zu quälen. Da sie
zu dem Zeitpunkt sonst wohl auf war und keinerlei Symptome zeigte, wollten wir die alte Dame nicht quälen und es wurde als "Alters Sehschwäche" deklariert. Danach ging es ihr auch erstmal prima. Aber das mit den Augen wurde "schlimmer", heißt sie lief häufig wo vor oder purzelte irgendwo runter. Dazu kam eine Einblutung im rechten Auge. Danach war ich sofort wieder mit ihr bei (einem anderen) Tierarzt. Der diagnostizierte eine Netzhautablösung und eine komplette Blindheit. Taub ist sie nicht. Leider war es auch noch duzend Versuchen nicht möglich ihr Blutdruck zu messen, sie regte sich so sehr auf, dass das Gerät nicht messen konnte. Danach Blutabnehmen war ein riesen Drama und ging leider gar nicht. Sie hat danach nur noch gejapst, gepumpt und war fix und fertig. Also wurde sie leider oder zum Glück wieder entlassen. Die Ursache für den Bluthochdruck (der ja auch nur indirekt klar ist) ist unklar... vermutlich Schilddrüse oder Niere... aber ohne ein Blutbild und Werte schwierig da etwas auf blauen Dunst zu machen. Zumal alle Medis, va das gegen Bluthochdruck, Nebenwirkungen haben und man alles regelmäßig mit Blutbild kontrollieren müsste.
Also wurde sie palliativ mit Metacam entlassen und soll nun einfach nur noch einen schönen Lebensabend, ganz ohne Schmerzen, Tierarzt und Angst haben mit allem was sie liebt und ihr gut tut. Ich hatte gehofft nun noch ein paar Monate mit ihr zu haben... aber es sollte wohl schneller gehen...
Der Tierarztbesuch ist 2 Wochen her und heute hatte sie einen plötzlichen Einbruch. Den ganzen Tag war es ihr super gegangen und sie lag wie immer im Fenster. Dann wollte Spatz runter und verschätzte sich bei dem Tischchen, dass davor steht. Sie rutschte ab und purzelte auf den Boden. Es sah nicht dramatisch aus (auch wenn ich Panik hatte) und sie lief gleich weiter und wollte etwas fressen.
Aber danach war gar nichts mehr wie vorher.. sie läuft nun seit 5 Stunden unruhig durch die Wohnung oder besser "von Wand zu Wand zu Wand zu Schrank zu Wand" überall davor.. so als hätte sie gar keine Orientierung mehr und müsste nicht mehr wo und was und wie. tw. sogar im Kreis und gezielt vor irgendeine Wand oder Tür etc. Für mich fürchterlich anzusehen und ich bin nur noch am weinen :cry: Sie tut mir so leid und ich weiß nicht wie ich ihr helfen soll. Gefressen hat sie zwischendrin, aber alles andere ist nur noch durcheinander. Als habe sie einen Schlaganfall gehabt oder irgendetwas im Orientierungssinn wäre kaputt gegangen.
Irgendwann hat sie sich dann völlig erschöpft im Flur hingelegt, aber sie schläft nicht und hat die Augen halb offen. Als wolle sie schlafen, aber wäre zu unruhig oder fühle sich nicht wohl. Ich habe mich lange neben sie gesetzt, aber meist beunruhigt sie das noch mehr und sie steht wieder auf und irrt umher.... Es zerreisst mir das Herz.... :cry:

Morgen werde ich natürlich sofort beim Tierarzt anrufen und fragen was ich machen soll. Zum Tierarzt, wo sie so Panik hat und jedes mal schrecklich Angst durchmacht, bringe ich sie auf keinen Fall. Wenn dann hole ich etwas beim Tierarzt ab um es ihr zu geben oder eben er kommt hierher.... und ich fürchte dass ich mich dann auch von meiner geliebten Spatz verabschieden muss... auch wenn ich nicht will und es mir mehr weh tut als sich jeder Mensch vorstellen kann. :cry:
Ich liebe sie und vermisse sie jetzt schon ganz schrecklich!
Aber sie soll nicht leiden und ich werde in jeder Sekunde bei ihr bleiben :|.
Meine große Angst ist nun, dass sie am Ende noch einmal Angst haben muss, weil sie doch Spritzen und alles drumherum so in Panik versetzt. Ich will alles, nur nicht dass sie in ihren letzten Minuten, Todesangst hat... Das würde ich mir mein Leben lang nicht verzeihen... :cry::cry::cry::cry:
Jetzt bin ich ehrlich gesagt hilflos und allein mit meinem Schmerz... sitze hier und weine und will nicht dass sie geht... aber will auch nicht dass sie leidet... es ist so schwer... und irgendwie musste er gerade raus der Schmerz...:cry:
bitte verzeiht mir den langen Text und das Durcheinandergeschreibe.

Vielleicht hat ja jemand von euch ähnliches durchgemacht und könnte mir vll. ein klein wenig Trost spenden. :cry:

Vielen Dank fürs "Zuhören"

Liebe Grüße
Franzi
 
Kalimera

Kalimera

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Es tut mir sehr leid, Franzi :cry: .
Ich wünsche Dir viel Kraft ::knuddel . Es ist immer so traurig, wenn man sich verabschieden muss.
 
Öhrchen

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Hallo Franzi,


es tut mir sehr leid, daß es Spatz am Ende so schlecht geht.



Deine Schilderung erinnert mich an die letzten Monate meines Katers Snorre, auch er wurde blind und zunehmend unkoordiniert und orientierungslos. Nur kamen bei ihm Krampfanfälle dazu, und im Rahmen eines solchen Anfalls mußte ich ihn dann auch in die Notfallpraxis bringen, wo man ihn letztendlich erlösen mußte. Mein kleinerTrost ist, daß er es nicht mehr mitbekommen hat :cry: Ich vermute, er hatte einen Hirntumor, aber die Strapaze des Abklärens habe ich ihm nicht angetan, es hätte ohnehin keine Konsequenz gehabt.


Vielleicht findest du einen Tierarzt, der Spatz daheim einschläfert? Denn leider klingt es ja so, als ob der Zeitpunkt gekommen wäre.

::knuddel
 
Tina2014

Tina2014

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Es tut mir auch sehr leid, und ich kann Deinen Schmerz verstehen::knuddel

Ich hoffe, dass der TA eine Idee hat. Es gibt doch Beruhigungsmittel, event./hoffentlich hat sie nur Schmerzen von dem Sturz, das könnte man ja abklären und entsprechend behandeln.

Ich drücke ganz fest die Daumen, dass Ihr einen Weg findet, ihr zu helfen::knuddel
 
Julchen94

Julchen94

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Es ist sehr traurig Franzi :cry:


Als Liebhaber von alten "ausgemusterten" Katzen hatte ich schon viele Abschiede und habe mich bis heute nicht daran gewöhnt.



Wenn Du keinen Tierarzt findest, der nach Hause kommt, kannst Du Dir aber vielleicht eine oral einzugebende Sedierung abholen und los fahren, wenn Spatz eingeschlafen ist. So habe ich das bei schwierigen Katzen immer gemacht. Dann hatten sie den Stress nicht, und ich konnte mich in Ruhe zuhause schon verabschieden.


Ich wünsche Dir viel Kraft für diesen schweren Weg.::knuddel
 
Mohrle

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Jeder Abschied fällt so unendlich schwer ,
daran gewöhnen werden wir uns nie
denn jedem Fellchen gehört ein Stück von unserem Herz
Ich wünsche dir die Kraft die du brauchst:rose::rose::rose:
 
Tranquillity

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Liebe Franzi,
was eine furchtbare Situation. Ich kenne das und könnte schon weinen, wenn ich nur wieder daran denke.

Es klingt, als wäre die Zeit des Abschieds gekommen. Ich finde Julchens Idee sehr gut mit der Sedierung, falls Du keinen Tierarzt findest, der zu Dir nach Hause kommt.
Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die schwere Zeit gut verkraftest, Du kannst jetzt noch für Spatz da sein und ihr den Abschied so angenehm wie möglich machen und ihr damit einen letzten Gefallen tun.

Ich schicke Dir ganz viele positive Gedanken. ::knuddel
 
Spatz

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Hallo ihr Lieben,

gerade ein wenig kurz, da ich vom Handy aus schreibe. Wollte heute zumindest für 1-2 Stunden zur Arbeit fahren, aber bin so durcheinander dass das nicht viel nützt.

Erst eimmal vielen tausend Dank für eure lieben Worte und Mitgefühl! Das bedeutet mir wirklich viel und hat mir sehr geholfen ::bussi. Von Herzen Danke ::l.

Ein kleines Update von Spatz: sie hat die Nacht danm im Flur noch geschlafen und kam heute morgen lauthals rufend in mein Schlafzimmer gelaufen. wohl auch zielgerichtet ohne 10mal vorher im Kreis und vor alle Wände. Habe sie dann gefüttert, sie fraß und ging danach aufs Klo. Seitdem schläft sie tief und fest, erst im Flur und jetzt in ihrem Bettchen in der Küche. Da ist sie auch gerade aus hin gelaufen. Sie scheint nun total erschöpft zu sein und ich war ganz leise um sie in Ruhe schlafen zu lassen. Mal sehen wie es ist wenn ich heim komme.
Es scheint ihr also aktuell ein wenig besser zu gehen und ich warte jetzt erstmal ab, bevor ich etwas Richtung Tierarzt unternehme.
Werde euch dann auf dem Laufenden halten.

Daaaaaaanke und
liebe Schnurr-Grüße ::l
 
Tranquillity

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Das wäre ja toll, wenn sie sich nochmal berappelt! Ich drücke ganz fest die Daumen!!! ::wgelb
 
Julchen94

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Ich habe auch eine 18jährige Katzendame.

Vielleicht kommt Spatz ja doch noch mal auf die Beine.
Ich wünsche es Dir.::w
 
moritzchen16

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Liebe Franzi,

ich drücke dir ganz fest die Daumen das sich Dein Spatz wieder erholt und ihr noch Zeit miteinander habt.

Wünsche dir viel Kraft dabei und ::knuddel::bussian deine Süße.
 
Spatz

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Ihr lieben Pfotenfreunde,

es geht ihr besser ::l. Sie hat sich heute ganz "normal" verhalten. So normal wie eine blinde Katze mit duzenden Baustellen, Arthrose und Co bei der Hitze eben sein kann. Aber so wie sie ist. Sie hat gefressen, geschmust, sich stundenlang kraulen & bürsten lassen und va gaaaaanz viel geschlafen, mehr noch als sonst. Sie scheint durch ihre Rennerei und Irrerei gestern heute komplett erschöpft gewesen zu sein und ist durch die Hitze natürlich auch krocky. Außerdem kam sie mir auch etwas steif vor, was aber auch daran liegen kann, dass sie die meiste Zeit auf dem kühlen Laminatflurboden liegt. Vll auch von dem Sturz. Und sicher hat sie auch Kopfweh von dem ganzen Vor die Wände laufen :|. Aber es geht ihr gut.
Dass merke ich va. an unseren Schmuse/Bürst Einheiten, die sie so liebt. Dabei hat sie geschnurrt wie verrückt und es sichtlich genossen.
Bin erstmal erleichtert und hoffe, dass mir nun doch noch ein paar Tage mit ihr bleiben.

Habe heute außerdem mit Tinker aus dem Forum hier telefoniert, der sie bis zum Alter von 6 Jahren gehörte und mit der ich seitdem in sehr guten Kontakt stehe ::l.
Sie hat mir viele gute Tipps gegeben, mich beruhigt und Mut gemacht, aber auch darauf hingewiesen auch innerlich loslassen zu müssen. Ich glaube dass wird am schwersten für mich :|. Habe mir dann nach ihrem Hinweis Rescue Tropfen und Arnica besorgt.
Bei meinem Tierarzt habe ich abgeklärt, dass er auch nach Hause kommt für den Fall der Fälle.
Unsicher bin ich noch ob ich ihr dann vorher etwas zur Beruhigung (neben Rescue) gebe oder nicht. Ich will nicht, dass sie vll körperlich ruhig gestellt ist, aber geistig noch alles mitbekommt. Leider macht ja das oft eingesetzte Beruhigungsmittel für Katzen eine Hyper Acusis, heißt sie sind "still gelegt", aber hören alles drei mal so laut. Das stelle ich mir beängstigend vor. Werde da nochmal nachfragen ob es da vll noch was anderes gibt.
Ansonsten habe ich das Tischchen vor dem Fenster, von dem sie nun schon drei mal gepurzelt ist, trotz Sicherung, entfernt. Eigentlich liebt sie es von da aus ins Fenster zu springen. Da sind zwei bequeme große Fensterliegeplätze. Aber es geht einfach nicht, auch nicht mit noch einem Tisch. Denn ihr Katerfreund liegt oft da und sie sieht ihn nicht. Dann springt sie auf ihn drauf oder springt zu weit rechts und rutscht ab. Alleine kann ich sie dem Risiko nicht mehr aussetzen. Mache es nun so wie schon zuvor, wenn ich im Raum war: wenn sie hoch will, setze ich sie hoch und runter genauso. Währenddessen setze ich mich davor und behalte sie die ganze Zeit kraulend im Blick. Das machen wir jeden Nachmittag und Abend eine Stunde so, manchmal noch länger. Sie hat das "Katzentragetaxi" schnell verstanden und schnurrt sogar dabei, obwohl sie sonst nicht soo die Rumtragekatze ist (sie ließ es zu und motzte). Jetzt scheint sie es gut zu finden. Bin zwar traurig, dass sie jetzt nicht jederzeit ins Fenster kann, aber es scheint ok für sie zu sein. Auf ihren geliebten Balkon geht sie auch nur noch selten, könnte aber auch an der Hitze liegen.

Sooo das war es erstmal von der Spatz Front. Erstmal Entwarnung, aber es scheint nicht mehr weit bis zur Regenbogenbrücke sein :traurig:

Ich danke euch und drücke euch ganz lieb ::l

Franzi
 
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Nika

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Mir fällt nur das Vestibularsyndrom ein. Das hat mit dem Gleichgewichtsorgan im Ohr zu tun. Eventuell ist sie auf ihr Ohr gefallen ? Bei Hunden gibt man bei diesem Krankheitsbild Cortison, Karsivan und Vit B.
 
Julchen94

Julchen94

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Loslassen ist schon sehr schwer. Für mich ist das auch immer alles andere als einfach. Aber es ist doch super, wenn es Spatz wieder ein bisschen besser geht. Vielleicht hat sie ja doch noch ein bisschen Zeit...
 
Spatz

Spatz

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Ich glaube es ist soweit :'-(

Ihr Lieben,

ich glaube der Moment ist gekommen, dass Spatz über die Regenbogenbrücke gehen muss :cry:.

Und ich mache mir so schreckliche Vorwürfe... heute Abend war sie wieder ziemlich verwirrt und unwirsch. Lief den ganzen Abend unruhig rastlos umher und stieß überall vor. Trotzdem wollte sie unbedingt auf ihren Platz ins Fenster. Dort lag sie den ganzen Abend und schlief. Ich habe mich davor gesetzt und während dessen gearbeitet. Ich hatte sie die ganze Zeit im Blick und habe sie gestreichelt. Jedoch habe ich vor ein paar Sekunden nicht aufgepasst... und in dem Moment ist sie herunter gefallen. Ich weiß nicht wie, ob sie runter springen wollte. Aber eigentlich waren es wirklich nur Sekunden und plötzlich lag sie unten. Ich mache mir deswegen so schreckliche Vorwürfe... dass das alles nun nur meine Schuld ist :cry:. Jedoch muss ich dazu sagen, dass sie hier auch aufs Sofa springt oder den Stuhl und auch da schon runter gefallen ist. Selbst wenn ich im gleichen Raum bin. Aber ich kann nicht 24h sie beobachten und hinter hier herlaufen. Sie ist blind und dement und hat auch schon früher, als sie noch gesund war, es geschafft irgendwo runter zu purzeln und sich weh zu tun. Nun aber hätte ich besser aufpassen sollen :cry::cry::cry::cry: Ich wollte sie aber auch nicht irgendwo in eine "Gummizelle" sperren. Sie bekommt Angst wenn sie eingesperrt ist und reagiert auf Veränderungen extrem ängstlich und verwirrt. Ähnlich einer dementen Frau. Ich wollte dass sie noch ein katzengerechtes schönes Leben im Ende hat und nicht irgendwo eingesperrt ist oder nichts mehr machen kann, was sie liebt, nur damit sie sich nicht selbst verletzt. Darunter würde sie nur noch mehr leiden.

Nun ist es wie es ist. Sie kann noch laufen, aber humpelt dabei leicht und beim Abtasten tut ihr deutlich ihr Rücken weh. Und das obwohl sie dauerhaft Metacam bekommt. Ich habe ihr heute Abend dann auch nochmal Metacam gegeben, aber ihr Rücken tut ihr weh und sie hat sich nun hingelegt und fühlt sich offensichtlich nicht wohl. Ich glaube nicht, dass es so dringend ist, dass ich heute Nacht noch in die Klinik mit ihr fahren muss. Dort würde sie auch leiden und hätte schlimme Angst. Daher werde ich morgen meinen Haustierarzt anrufen und ihn fragen, ob er dann kommen kann.
Ich möchte nicht, dass sie auch noch mehr Schmerzen hat. Sie hat ohnehin so viele Probleme: Arthrose, Niere, Schilddrüse, Herz, Blutdruck, Augen, Blindheit, dazu die Demenz... Die letzten Tage waren teilweise ok für sie, teilweise war sie auch nur noch rastlos und verwirrt. Die glücklichen Momente die sie hatte waren wenn sie im Fenster liegen durfte und gestreichelt oder gebürstet wurde. Das wollte ich ihr nicht auch noch nehmen... Ich glaube, wenn ich es jetzt noch warte und sie mit den Rückenschmerzen rumlaufen lasse (trotz Schmerzmittel!) verzögere ich ihr Leiden nur noch immer weiter.. vll. hat sie sich nur geprellt, vll. ist es auch noch mehr.. ich kann und werde ihr nur den Tierarzt, vor dem sie so große Angst hat, nicht noch antun mit allem was dazu gehört.
Sie soll in Würde und Ruhe gehen dürfen, ohne Schmerzen und Angst....

Nun bleiben mir nur noch Vorwürfe und Angst davor, dass sie bei der Spritze Schmerzen oder Angst haben wird :cry::cry::cry:
ich fühle mich so schlecht und habe selbst so große Angst :cry::cry::cry:

Über ein paar Worte von euch würde ich mich sehr freuen :cry::cry:

Liebe Grüße
Franzi
 
Pelz

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Fühl dich ganz herzlich umarmt! :cry: Das ist alles so traurig, mir kommen gerade total die Tränen!



Ich würde es so machen, wie Sabine in Post 5 vorgeschlagen hat - etwas zur Sedierung zu Hause eingeben und sie dann zum Tierarzt bringen, wenn sie schon schläft, dann muss sie keine Panik mehr haben.
 
Julchen94

Julchen94

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Mach Dir bitte keine Vorwürfe, man kann nicht ahnen, dass sie irgendwo einfach runter fällt.

Ich würde auch den Tierarzt fragen, ob er nach Hause kommt.
Ansonsten würde ich mir erst etwas zur Beruhigung aus der Praxis holen, dann hast Du Zuhause Deine Ruhe und Spatz auch - und sie kann friedlich weg schlummern.

Ich habe schon viele Katzen einschläfern lassen, es war jedes Mal friedlich und ohne Theater - von der Spritze haben die meisten nicht mal etwas gemerkt.
Es gibt ja erst eine Narkose und dann können sie einschlafen. Baghira z. B. wurde auf meinem Arm in Narkose gelegt und ist dann auch dort eingeschlafen. Nur zum Einschläfern habe ich ihn abgelegt.

Ich wünsche Dir viel Kraft für diesen schweren Gang, es tut immer furchtbar weh. Fühl Dich ::knuddel
 
moritzchen16

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Liebe Franzi,

du hast keine Schuld das sie runtergefallen ist.

Es ist schrecklich und ich wünsche dir viel Kraft, Spatz auf ihren letzten Weg zu begleiten.

Wenn der TA nicht zu dir kommen kann, mach es so wie Sabine geschrieben hat.

Alles Liebe für dich und Spatz.::knuddel::knuddel
 
Flosi

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Liebe Franzi,

mach dir bitte keine Vorwürfe du hast alles für Spatz getan ::knuddel

Ich wünsche dir ganz viel Kraft und ich bin in Gedanken bei dir ::knuddel
 

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