Schüchternes Katzenmädel zu zwei Geschwistern & Hund ... hoffe, das geht gut

Diskutiere Schüchternes Katzenmädel zu zwei Geschwistern & Hund ... hoffe, das geht gut im Mehrkatzenhaushalt Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo alle. Ich könnte derzeit Rat von Leuten gebrauchen, die sich mit sowas auskennen. ;) Wir haben 2 Katzengeschwister, 4 Jahre, Junge und...

Berit

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Hallo alle.

Ich könnte derzeit Rat von Leuten gebrauchen, die sich mit sowas auskennen. ;)

Wir haben 2 Katzengeschwister, 4 Jahre, Junge und Mädchen. Außerdem noch einen großen, friedlichen Hund. Jetzt, also letzten Montag haben wir aus dem Tierschutz ein ziemlich ängstliches Mädel, ca. 2 Jahre, dazu geholt.

Bisher konnten unsere Beiden mit Katzenklappe rein und raus, jetzt ist die natürlich zu. Allerdings haben wir noch eine angrenzende Nebenwohnung, in der ich meinen Kram habe (die ist viiiiel kleiner als die von meinem Freund). Die Wohnung hat zwar keine Klappe, aber ich lasse die Katzen sehr oft rein. Wir wollen es jetzt so machen, dass wir auch einen Eingang in meine Bude reinschnitzen, denn sonst sind die Geschwister ja manchmal draußen und kommen nicht mehr rein, das wäre natürlich doof.

Unsere beiden Katzen sind sehr lieb, der Kater Juri ist eher der Einzelgänger, die Katze Sia ist schmusig und sozial. Die dritte Katze heißt jetzt
Minou, kennt Hunde und mag Katzen. Sie ist aber ziemlich ängstlich. Seit sie bei uns ist, versteckt sie sich an Plätzen, an denen sie überhaupt keine Einsicht in die Wohnung hat, meistens im Flur hinterm Schrank. :?

Eigentlich läuft es nicht schlecht. Unsere Sia hat Minou einmal mit Fauchen und Schreien 'begrüßt', seitdem ist sie ihr gegenüber aber ruhig und fast immer friedlich. Minou ist ein Schmusemädchen, lässt sich aus dem Versteck "herausstreicheln", frisst genug, ist sauber. Sie ist auch schon mal in die Wohnung hineinspaziert, aber noch sehr, sehr vorsichtig. Aber es sind ja erst fünf Tage.

Was mir ein bisschen Sorgen macht:
- Der Kater findet das Ganze doof und macht sich aus dem Staub, wann immer er kann; er traut Minou nicht und mag die Veränderung seiner Routinen nicht, aber ist dann halt viel draußen und auch bei mir drüben in der Wohnung. Sia ist auch viel drüben bei mir. Dadurch wird natürlich der Gewöhnungsprozess zwischen den dreien verlangsamt.
- Minou ist eine ganz arge Verkriech-Katze und kommt nichtmal raus, wenn überhaupt kein Tier in der Wohnung ist; wenn der Hund da ist, lässt sie sich überhaupt nicht blicken. Wie soll die sich bloß an den Hund gewöhnen, wenn sie ihn so gut wie nie sieht?
- Einer der Garantiepunkte für ihr Auftauen sind die anderen Katzen - sie kommt fast immer raus, sobald sie Juri und Sia sieht; aber die kommen fast nur zum Fressen rein und sind leicht abgenervt, weil der Neuzugang sie jedes Mal beim Fressen stört. Juri unterbricht dann sein Trinken oder Fressen und haut ab, das ist blöd, weil ihm das eigentlich sehr wichtig ist. Dann sitzt er mit einer Gewitterwolke überm Kopf vor der Terrassentür und will raus, und ich lasse ihn dann auch.

Ich hab so einen leichten Grusel, dass unsere neue Wuscheldame wochenlang im Flur hocken bleibt und unser Kater irgendwann sauer ist und länger abhaut. Dazu neigt er nämlich, wenn seine Routinen durchbrochen werden. Ich kann aber nun mal derzeit seine Routinen nicht gewährleisten, jedenfalls nicht, was das Trinken und Fressen in der Küche und im Flur betrifft. Aber immerhin haben beide ja noch nebenan ihren Rückzugsort, und das müsste doch reichen, oder?

(Ich habe schon darüber nachgedacht Minou erst einmal bei mir drüben einzuquartieren; die Bude ist viel kleiner, und der Hund wäre dann nicht da und die Katzen hätten wieder ihre offene Katzenklappe im 'Haupthaus'. Aber das ist auch doof, ich möchte ja, dass Minou sich an ihren hauptsächlichen Aufenthaltsort und an ihre Mitbewohner gewöhnt.)

Wahrscheinlich mach ich mir zu viele Sorgen. Ich freu mich jedenfalls über Rückmeldungen, wie ihr die Situation bei uns einschätzt. Vielleicht habt ihr ja auch Tipps für mich. Jedenfalls danke an alle, die bis hierher gelesen haben. :lol:

Sonnige Grüße an alle
Berit
 
25.05.2007
#1

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Gast

stoepsel

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Berit, mach dir nicht zu viele Sorgen.

Natürlich dauert es länger, wenn sie nicht rund um die Uhr alle zusammenhocken, aber es wird.
Wir hatten einen ähnliche Situation mit 3 Freigängern und einem neuen Hund - die 3 waren manchmal tagelang weg, und haben sich schlussendlich doch mit der Hündin angefreundet.
 

Berit

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Danke fürs Antworten, stoepsel. :) Ja, ich denke auch, es wird. Es geht auch in Mäuseschritte voran, aber sie ist schon sehr ängstlich - den heutigen Tag hat sie auch wieder fast vollständig hinterm Schrank verbracht. Ich überlege, in ein paar Tagen die Ritze zuzustopfen. Es gibt noch genügend andere Orte, an die sie sich verkriechen kann. Mal sehn ... ;-)
 

stoepsel

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Was du auf jeden Fall noch versuchen könntest: Einen Feliwaystecker ( für die Steckdose, erhältlich beim TA oder im Internet ) besorgen.
Und in dem Raum einstecken, in dem sich die neue, scheue Katze meistens aufhält. es gibt schon einen haufen Threads dazu, musst mal in der Suchfunktion ein bißchen stöbern
Und ansonsten, hilft wirklich nur Geduld.

Je mehr sie die Möglichkeit haben, sich aus dem Weg zu gehen, desto länger wird es dauern.

Da ich viele Pflegekatzen vom Tierschutz bei mir habe, ist ein ständiger Wechsel vorprogrammiert. Und die neuen, die kommen, sind auch fast immer scheue, durchgeknallte, verhaltensgestörte Tiere, die sonst keiner ( auch keine andere Pflegestelle ) aufnehmen möchte.

Und selbst diese Tiere haben sich alle innerhalb von Tagen bis 2 -3 Wochen ( in Ausnahmen dauert es auch mal einen Monat ) an unser Neufundländer-Monster gewöhnt.
Sie haben zwar einerseits den Vorteil, dass sie an den anderen Katzen sehen, wie unbekümmert diese mit dem Hund umgehen,
aber da auch die Neuen immer schon nach einigen Tagen Freilauf bekommen, können sie dem Hund natürlich auch gut aus dem Weg gehen.

Und trotzdem: Sie sitzen die ersten 2 Tage unter dem Schrank, dann wird der Hund in großem Bogen umrundet, dann angefaucht - und nichts passiert. Joey zuckt nicht mal mit den Ohren, sie kennt das ja schon - und nach und nach werden die Katzen weniger wachsam, und bleiben schließlich sogar stehen, wenn Joey direkt an ihnen vorbeiläuft.

Die wilde Amelie, die seit einigen Monaten hier wohnt, ist mir gegenüber noch so scheu, dass ich sie kein einziges Mal anfassen konnte - und ich frage mich langsam, ob das überhaupt noch mal was wird.
Aber mit Joey hat sie schon lange keine Probleme mehr, und läuft locker an ihr vorbei, ohne sich dabei aufzuregen.

Und wenn das Amelie geschafft hat - zugegeben, sie hat ein bißchen länger als 2 Wochen gebraucht - dann schafft das deine sicher auch !! :lol:
 

Berit

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Feliway, stimmt, das hab ich jetzt mal bestellt.

Du hast natürlich Recht. Es kommt immer drauf an, mit welchen Fällen man den eigenen vergleicht. ;) Der größte Sorgenpunkt ist für mich, dass diese Katze im Prinzip seit einer Woche hinter dem Schrank im Flur lebt. Im Halbdunkel, ohne was zu sehen und ohne sich nennenswert zu bewegen. Das ist ja kein Leben für eine gesunde zweijährige Katze. Ich kann sie zwar mit Streicheln motivieren rauszukommen, und vor allem, wenn sie eine der Katzen sieht/hört, kommt sie raus. Aber das wird auch eher schwieriger als einfacher, denn Sia, unsere Alteingesessene, hat sich neuerdings angewöhnt unseren Neuzugang anzufauchen und tendenziell zu schlagen, wenn sie aus ihrem Versteck rauskommt. Heute hat sie sogar leicht am Ohr geblutet danach. Das ist für sie natürlich auch nicht sehr motivationsfördernd. :(

Ich muss einfach mal sehen, wie es weitergeht. Morgen rufe ich die Frauen vom Tierschutz an und gebe mal nen ersten Erfahrungsbericht. Im Zweifelsfall müssen wir halt für unseren Neuzugang eine Lösung suchen, die für sie besser ist als unser Zuhause. :? Ich möchte ja nur, dass es ihr gut geht, zumindest mittelfristig.
 

stoepsel

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Weißt du denn, ob sie nachts aus ihrem Versteck kommt ? Meine Scheuen machen das am Anfang auch oft so. Sie sind dann die ersten paar Wochen eher nachtaktiv und schlafen tagsüber fast pausenlos.
Wie steht es mit fressen/trinken/Katzenklo benutzen ? Wenn alles in Ordnung ist, kannst du sie beruhigt noch eine Weile hinterm Schrank leben lassen.

Ich würde ihr evtl. eine weiche Decke/Kissen hinlegen, und wenn es nach einer Woche Benutzung intensiv nach ihr riecht, kannst du ihr damit vielleicht einen neuen, ebenfalls geschützten Schlafplatz zuweisen, in dem du ihre Unterlage zum zuküntigen Platz bringst, und die Katze hinterherträgst ?
Funktioniert nur manchmal, ist aber einen Versuch wert. So hat sie dann vielleicht mehr Platz/Bequemlichkeit zum Schlafen, als unter dem Schrank.

Und wenn du sie mit streicheln rauslocken kannst, bist du mir in Bezug auf Amelie schon um Monate voraus ! :lol:
Gib nicht zu früh auf ! Es gibt Zusammenführungen, die kosten eben viele Wochen Nerven, aber es lohnt sich !
 

Berit

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Ich glaube nicht, dass sie nachts Touren durch die Wohnung macht. Sie hat ja Schiss vor den anderen Tieren. ;) Aber sie kommt jeden Tag mehrmals raus, wenn auch nur kurz - für alles Notwendige und um sich ein bisschen zu strecken und zu putzen. Also das mit der Nahrungszu- und abfuhr :lol: klappt reibungslos. Und in den letzten 2 Tagen hat sie auch mehrmals Versuche unternommen das Wohnzimmer zu betreten, wurde ja aber von Sia auch mehrmals in ihre Schranken verwiesen.

Inzwischen habe ich ihr Versteck zugemacht. Sie kann jetzt noch neben dem Schrank im Flur sitzen, aber nicht mehr dahinter. Wir lassen die Flurtür offen und sie kann immer in die Wohnung reinschauen, das ist ganz gut.

Der Gedanke mit der Decke ist gut, danke. Ich habe nämlich einen Transportkorb hier stehen, der sich als Versteck für sie eignen würde, und auch schon eine Decke hineingelegt. Die bekommt sie jetzt erstmal für ihren Schrankplatz.
 

stoepsel

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I
Inzwischen habe ich ihr Versteck zugemacht.
Hm, ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist.......kann sein, du beschleunigst damit die Zusammenführung, kann aber auch sein, dass ihre Angst dadurch noch größer wird.
Dieser Rückzugsort war offenbar das einzig Vertraute in deiner Wohnung - und der ist jetzt zu. Für die Katze ist eingentlich permanenter Megastress, nicht mehr zu wissen, wohin sie sich flüchten kann.

Bin gespannt, was du nach 1 oder 2 Tagen berichtest. Wo könnte sie denn jetzt noch hin, angenommen, sie nimmt den Transportkorb nicht an ?

edit: Sie kennt die Decke ja noch gar nicht, für eine geplante Umsiedlung ist es dann ja noch ein bißchen früh. Lass sie doch erst mal ein paar Nächte drauf schlafen, und gib ihr den vertrauten Platz wieder, bis der Feliway mal 4 -5 Tag in der STeckdose war.
Dann haben sich die Gemüter der anderen Tiere vielleicht auch ein bißchen beruhigt.

Bitte hab Geduld mit deiner Süßen !!!!!!
 

Momenta

Gast
Hallo Berit,

ich sehe es wie Stoepsel. Die Katze hat sich einen Rückzugsort ausgesucht, der ihr seit einigen Tagen "Sicherheit" gibt und dort kann sie nicht mehr rein.

So scheue und unsichere Katzen werden dadurch m.E. eher mehr verunsichert als gestärkt.

Kannst Du in der Nähe dieses Schrankes einen neuen "besseren" Rückzugsort anbieten, in dem sie ihre Ruhe hat?


Wir haben vor 3 Wochen eine ältere Katze aufgenommen und sie erst einmal in ein Zimmer separiert, damit sie die Geräusche etc. kennenlernt.
Die ersten zwei Tage hat die schwarze Katze in einem schwarzen Schreibtisch im untersten Fach gelebt. Ich habe ihr dann auf dem Schrank eine Kuschelhöhle hingestellt, die sie über den Kratzbaum neben dem Schrank erreichen konnte.
In der dritten Nacht hat sie vom Schreibtisch auf den Schrank gewechselt und dort die nächsten Tage verbracht.

Das Verhalten Deiner Katze ist also nicht ungewöhnlich, sondern gibt ihr in den ersten Tagen erst mal Sicherheit, die sie benötigt.


LG
Momenta
 

Berit

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Huch, eben war ich es noch, die sich Sorgen gemacht hat, jetzt seid ihr es? Müsst ihr aber nicht.

Ich räume erstmal zwei Missverständnisse aus. 1) Ich habe ihr Versteck *hinter* dem Schrank zugemacht (nach 1 Woche), aber die Nische *neben* dem Schrank, in der sie auch immer mal hockt, ist nach wie vor begehbar. Wenn sie will, kann sie auch noch hinter den Schuhschrank kriechen, aber ich glaube, das ist ihr zu blöd. ;)

2) Und natürlich habe ich die Decke jetzt wie gesagt zu ihrem bewährten Schrankplatz gelegt, ich will die kleine Dame ja noch gar nicht in den Transportkorb "verlegen", das wär zu früh.

Aber was das Verschließen ihrer "Dunkelkammer" betrifft, hatte ich einen guten Riecher. Seit gestern sitzt sie meistens draußen im Flur und traut sich auch ab und zu für Leckerlies ein paar Meter ins Wohnzimmer rein. Sie entspannt sich auch nach und nach. In ihrer Ecke am Schrank hat sie oft schlechte Laune, wenn man sich ihr nähert, aber sobald sie da draußen ist, ist sie total lieb und sogar gesprächig. (Ich liebe gesprächige Katzen. :p )

Ich will jetzt drauf achten, dass die Geschwister nicht ständig draußen sind. Sie nutzen ihre Ausweichmöglichkeit fast maximal aus und ich lasse sie raus, sobald sie nur einen Blick zur Tür werfen, aber ich werde zumindest aufhören, sie drüben auch noch zu füttern. Für die 3-Gänge-Menüs werden sie sich fortan wieder in den Gemeinschaftsraum bemühen müssen. ;) Und heute hab ich alle 3 sogar im Wohnzimmer versorgt, mit dem Hund nur 5 Meter weiter.

Also das wird schon. Ich berichte beizeiten von Neuigkeiten.
 

stoepsel

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Ich habe ihr Versteck *hinter* dem Schrank zugemacht (nach 1 Woche), aber die Nische *neben* dem Schrank, in der sie auch immer mal hockt, ist nach wie vor begehbar.
Ach soooo, eine Nische,und dazu noch eine, die sie bereits "bezogen" hat - ich hatte verstanden, dass das Katzi jetzt nur noch neben dem Schrank hocken kann, und da ich ja deine Wohung nicht kenne, war das für mich irgendwie kein Versteck mehr.......::bg::bg::bg

so schnell kann man sich missverstehen.

Ich bin echt gespannt, wie es weitergeht, aber es hört sich schon nach Fortschritten an für Minou ! :lol:
 

Berit

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Ist ja auch wieder doll - kaum habe ich Minou die Decke in ihre Nische gelegt, interessiert sie sich für den ganzen Flur so gut wie gar nicht mehr. :lol:

Es klappt alles ganz gut. Heute ist der 11. Tag, seit vorgestern macht sie vorsichtige Touren durchs Wohnzimmer, manchmal sogar, wenn der Hund in seinem Korb liegt. Ansonsten liegt sie recht entspannt unterm Sofa und schaut, was sich so tut.

Wenn ich allein mit ihr bin, kommt sie öfter an und miaut mir was vor, ich denke, sie langweilt sich; die Alteingesessenen schließen leider nicht im Geringsten Freundschaft mit ihr und das täte ihr so gut ...:| Gerade bei unserm Katzenmädel verwundert mich das, am Anfang ging das ja sehr gut, aber inzwischen reagiert Sia auf Minou ausweichend bis leicht aggressiv. Aber kein Geknurre oder so, es fliegen nicht die Fetzen, glücklicherweise. Naja, die Zeit, die Zeit ... wir haben ja noch viel davon. ;)

Ach ja, hier mal ein Bildchen von der jungen Dame:

 
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Berit

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Keine Bilderbuch-Zusammenführung ...

Ganz deutlich ist: Es läuft nicht ideal zwischen den Katzen. Ich weiß nicht, wie ich das noch unterstützen kann ... Sia und Juri schließen mit Minou bislang keine Freundschaft (dabei würde sie so gern), sie weichen Minou aus. Sia ist interessiert, aber auch etwas kampflustig und lässt Minou nicht allzu dicht an sich heran. Und Juri reagiert tendenziell panisch. :(

Juri macht mir schon ein bisschen Sorgen. Der kommt mit der Situation nur deshalb klar, weil er (fast) immer raus kann. Er hat solchen Respekt vor Minou, dass er sich kaum in die Küche oder in den Flur (Fressplätze) traut, wenn sie dort ist - und das, obwohl ihm Leckerlies so wichtig sind. :l Blöd, das. Und noch blöder ist, dass Minou seine Angst mitbekommt und ihn inzwischen ein bisschen zu provozieren versucht. Manchmal muss er dicht an ihr vorbei, aber das ist die letzten Male immer total schief gegangen, weil sie dann gewissermaßen BUH gemacht hat (bisschen angesprungen, aber nur ansatzweise) und er sich halb zu Tode erschrocken hat. Armer kleiner Kerl. Ich habe die beiden schon ein paarmal zusammen im Zimmer gelassen - bis zu einer halben Stunde - aber länger bringe ich es nicht übers Herz, weil Juri sich so unwohl fühlt. Ist wohl auch nicht hilfreich für den weiteren Verlauf, wenn ich Geselligkeit erzwinge.
 

stoepsel

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erstmal super, dass sie jetzt doch so schnell aufgetaut ist !

Und zur Vergesellschaftung kann ich nur sagen: Manche Katzen verstehen sich nach 10 Minuten - manche nach 10 Monaten !

Ich hoffe ja nicht, dass es sooo lange dauert, aber ich will damit ausdrücken, dass es bis jetzt noch keinen Grund zur Resignation gibt.

Klar, will man das schnellstmöglichst über die Bühne haben, aber es ist auch bei mir immer mal wieder so: Freigänger können der Sache aus dem Weg gehen, und brauchen dann nun mal viel länger, um sich den Tatsachen zu stellen.

Vielleicht könntest du jetzt für Juri eine Rückzugszone einrichten ? Wo er ganz alleine mit dir sein kann ,ohne Minou ?
Muss ja am Anfang nicht lange sein, 30 Minuten vielleicht. Bei warmen Wetter ist so eine Zusammenführung eh schwierig, weil die Katzen nicht von Schnee und Hagel ins Haus getrieben werden.

Aber vielleicht macht dir Mut, dass wir von (bis jetzt ) 86 Katzen erst eine einzige "rauswerfen" mussten, weil die Vergesellschaftung nicht geklappt hat. Alle anderern haben sich früher oder später damit arrangiert.
 

Berit

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Puh. Diese ganze Sache nimmt mich ziemlich mit ... Manchmal frage ich mich, ob ich mit meinem dünnen Nervenkostüm die richtige Entscheidung mit Minou getroffen habe. :(

Und zur Vergesellschaftung kann ich nur sagen:
Manche Katzen verstehen sich nach 10 Minuten - manche nach 10 Monaten !
Danke für deine pragmatische Antwort. :p Das hilft mir sehr, ich beschäftige mich irgendwie zuviel damit. Kann kaum noch schlafen deswegen. :?

Stand der Dinge:

- Minou sucht nach wie vor Anschluss an die beiden anderen, aber nicht mehr so euphorisch wie zu Beginn. Z.T. eher etwas angriffslustig, vor allem bei Juri. ::?

- Die Geschwister sind ungern mit Minou in einer Wohnung, der Kater ist fast immer weg, meistens weiß ich überhaupt nicht, wo er ist. Und beide Katzen ignorieren die Katzenklappe, obwohl sie nach innen aufgeht. (Nach außen nicht, weil Minou ja noch nicht raus darf.) Was bedeutet, dass sie draußen rumstromern, wenn ich nicht da bin und die Tür für sie öffne. :-/ Für Rückzugsorte in der Wohnung interessiert der Kater sich nicht.

- Mit dem Hund hat Minou inzwischen überhaupt keine Probleme mehr, er mit ihr auch nicht. Immerhin eine gute Entwicklung.

- Sia kommt mit Minou klar, lässt sie auch in der Nähe liegen, mag es aber nicht, wenn sie ihr zu nahe kommt. Dann wird gefaucht und die Pfote gehoben, Minou hatte auch schon mal einen Bluttropfen am Ohr, die arme Maus. :( Und Juri will einfach nur raus, sobald er Minou sieht. :(
Ich hoffe inständig, dass sich das noch ändert, wenn das Wetter schlechter wird.

- Beim Füttern gibt es fast immer Stress, weil Minou offenbar gewohnt ist mit vielen Katzen zusammen zu fressen und sich von anderen was wegzustehlen. D.h. sie will immer zum Napf der anderen, was unweigerlich anstrengend wird. :? Die einzige Chance, die ich habe, Juri die Wohnung schmackhaft zu machen, ist es ihn mit leckerem Zeugs zu locken, und das klappt nur bedingt, weil Minou so oft dazwischen kommt. :(

Gestern habe ich alle drei abends für ein paar Stunden ins Wohnzimmer 'eingesperrt'. Als Juri begriffen hat, dass ich ihn nicht rauslasse, hat er sich in einen Stuhl gekuschelt und gepennt. Es ist ja nicht so, dass er mit der Situation überhaupt nicht klarkommt, er will es einfach nicht.

Mein Freund meint, wir sollten die 3 vorerst zusammen in der Wohnung lassen, damit sie sich aneinander gewöhnen. Das wäre auch derzeit die pragmatischste Lösung, wenn wir arbeiten, sonst muss ich mir dauernd um die Geschwister Sorgen machen. Andererseits habe ich Angst, dass die Situation v.a. zwischen Juri und Minou eskaliert, weil sie ja immer wieder auf ihn zugeht. Und leider ist sie heut Abend beim Füttern so zum Schluss halbwegs auf ihn los gegangen. Er fordert das mit seinem extrem ausweichenden Verhalten aber auch geradezu raus, dass Minou austestet, wie weit sie gehen kann ...

Ich freu mich über Einschätzungen von euch ...
 

stoepsel

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Au weia, Einschätzungen.....:lol:

Ich kann dir nur sagen, was ich selber machen würde. Ich würde Juri drinnen behalten, wenn ich dabei sein könnte, nie die Katzen ohne Aufsicht. Aber max. 1 - 2 Stunden am Tag, um ihn nicht zu überfordern.

Und ihn unterstützen, wenn ihm Minou zu sehr auf den Keks geht. Du kennst ihn ja sicher gut genug, um den Unterschied zwischen "genervt" und "panisch" zu erkennen. Bei letzterem würde ich sofort dazwischen gehen, notfalls mit Wasserpistole.

Ansonsten rauslassen, wenn er raus will.

Falls du es noch nicht probiert hast, kannst du Minou mehrmals kräftig mit den Händen übers Fell streichen und dann den Duft an Juri "abwischen". So riecht er ein bißchen nach Minou. ( evlt. täglich wiederholen )
Das dürfte sie hoffentlich etwas weniger aggressiv machen, wenn er eine ähnliche Duftnote mit sich rumträgt.
Sozusagen Katzenparfüm....::bg
 
Thema:

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