Schilddrüsenüberfunktion, Flecki bekam heute diese Dignose

Diskutiere Schilddrüsenüberfunktion, Flecki bekam heute diese Dignose im Schilddrüsenerkrankungen Forum im Bereich Krankheiten-Innere; Heute rief mich noch am späten Abend unsere Tierärztin an, um mir die Blutwerte von Flecki durch zu geben. Die Diagnose lautete, alle Werte im...
Pat

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Heute rief mich noch am späten Abend unsere Tierärztin an, um mir die Blutwerte von Flecki durch zu geben.
Die Diagnose lautete, alle Werte im Normbereich …… nur die Schilddrüsenwerte nicht, Flecki hat eine sehr früh erkannte Überfunktion.

Der Referenzwert liegt bei 0,8 - 4,7 ….. Flecki hat einen Wert von 8,8

Wir sollen uns morgen zur Behandlung die Tabletten "Vidalta 15 mg" (also Carbimazol) abholen
und mit der Behandlung beginnen.
Die Überlegungen waren, ob wir mit 10 mg, oder 15 mg anfangen sollen ……. Flecki hat noch keinerlei typische Symptome.
Die TÄ meinte, das sie bisher noch nie einen Fall hatte, wo das bereits so früh und ohne direkte Hinweise für diese Unterfunktion vom Tierhalter bemerkt und daher gezielt auch danach im Blut untersucht werden konnte.

Hat jemand Erfahrungen mit diesem Medikament und kann mir etwas zur Behandlung und Erfolg dazu sagen?
Oder gibt es Erfahrungen, wo ein anderes Medikament erfolgreicher war?

Ich überlege, ob ich mich mit der Tierärztin über die Thiamazol-Creme auseinander setzen soll und wäre froh, wenn mir da jemand auch seine Erfahrungen schreiben kann.
Welche Vorteile hat diese Creme und kann man die auch bereits gleich von Anfang an nehmen und richtig dosieren?

Von der Tierärztin selbst wurden als mögliche Behandlung Felimazol und Vidalta/Carbimazol, oder eine Radio-Jod genannt (ich glaube in Hamburg, mit 10 Tagen Aufenthalt), wobei sie Vidalta bevorzugt geben.
Von der Creme war von ihr nichts gesagt worden und mir fiel nicht gleich der Name ein, also wäre es erst ein neues Thema zwischen TA und mir.

Ich werde mir morgen auch eine Kopie der gesamten Blutwerte holen.

Ich bin für jeden Hinweis und Informationen dankbar.

Liebe Grüße von Waltraud
 
15.01.2020
#1

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Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Smee

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Hallo liebe Waltraud,

Ich kann dir hier nur von meinen Erfahrungen aus der Humanmedizin berichten.
Deshalb möchte ich dich warnen, nicht zu vorschnell zu handeln. Um zuverlässig eine Funktionsstörung der SD diagnostizieren zu können, reicht eine einzige Blutabnahme nicht aus!
Die Werte müssen über einen längeren Zeitraum regelmäßig genommen werden um überhaupt sicher sein zu können. Leider sind viele Ärzte mit einer korrekten Diagnostik überfordert und nehmen - genau wie bei Flecki - ein Mal Blut, um dann sofort Tabletten zu verschreiben.
Wie gesagt ist das meine Erfahrung zum Thema SD, und ich selbst lebe wunderbar ohne Tabletten obwohl meine Werte klinisch nicht der Norm entsprechen. Im Gegenteil, die Tabletten haben mich extrem belastet und den kompletten Hormonhaushalt völlig durcheinander gebracht, was sich auf alle Bereiche des Lebens auswirkte.

Lange Rede, kurzer Sinn: so diagnostiziert man keine SD Störung, das ist fahrlässig. Es werden mehrere Vergleichswerte benötigt!
 
Pat

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Um zuverlässig eine Funktionsstörung der SD diagnostizieren zu können, reicht eine einzige Blutabnahme nicht aus!
Du hast recht, ich werde morgen nicht gleich mit den Tabletten anfangen, sondern mit der TÄ absprechen, wann es sinnvoll ist, eine Vergleichskontrolle zu machen.
Sie hatte vorgeschlagen, das wir mit den Tabletten anfangen und dann in 3 Wochen kontrollieren.
Da Flecki ja noch keinerlei Probleme hat, denke ich, das man da ruhig erst die 2. Kontrolluntersuchungen abwarten kann.

Die TÄ meinte, das ich wohl übersensibel auf unsere Tiere reagiere und sie so gut kenne und beobachte, das ich immer bereits alles im ganz frühen Anfangsstadium bemerke, wenn da etwas nicht stimmt.
Ich konnte ja auch nicht wirklich benennen, was an ihm nicht stimmt ….. ich habe nur bemerkt, das er sich irgendwie anders verhält, oft von gleich auf jetzt in den Tiefschlaf fällt, öfter jetzt mal würgt und auch schon einige male sein Futter ausgekotzt hat ….. alles etwas, was mal vorkommen kann, aber doch irgendwie für Flecki untypisch ist.

Ich habe wohl erstmal kopflos reagiert, als ich am Abend um 9.30 Uhr noch diesen Anruf bekam ….. war da bei dieser Diagnose "Schilddrüsen-Überfunktion gleich zu alarmiert, wegen meiner eigenen Erfahrungen.

Ich selbst bin ja vor 2 1/2 Jahren an der Schilddrüse operiert worden und das war ein Fiasko.
Während der OP sprangen die Sensoren an und zeigten eine Stimmbandlähmung an, als erst die eine Seite entfernt war. Meine Schilddrüse war riesig groß und diese entfernte Seite bereits hinten mit der Wirbelsäule verwachsen, daher mussten während der OP die Stimmbänder überdehnt werden, damit sie hinten dran kamen.....die Folge war eine einseitige Stimmbandlähmung und ich musste monatelang zur Logopädie.
Jetzt habe ich einen Schilddrüsenlappen raus und der andere ist noch drin, dadurch ist alles durcheinander und ich darf dafür keine Tabletten nehmen …. eine erneute OP wäre sehr risikoreich, weil die nicht entfernte Seite bereits geschnitten wurde und daher innerliche Vernarbungen sind, das wäre dann wieder ein neues Risiko bei einer 2. OP-

Danke für deine Bedenken, die haben mich erstmal wieder runter gebracht.
 
Smee

Smee

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Uuuffffff, das klingt ja furchtbar... Da leidet man ja schon beim Lesen mit!
Leider ist das irgendwie bezeichnend. Die Schilddrüse ist einfach ein so wichtiges Organ, dessen Funktion höchst individuell ist. Ich bezweifle sogar, dass es zuverlässige Normwerte gibt, die universell auf alle Menschen anwendbar sind.
Als Frau ist es ja sogar sehr eindeutig, ob der Körper und Hormonhaushalt im Gleichgewicht sind. Ich kann berichten, dass nichts, aber auch rein gar nichts mehr funktioniert hat wie es sollte unter Tabletteneingabe. Dazu fühlte es sich völlig falsch an, ich war nicht mehr ich selbst.
Die Kompetenz der Ärztin beschränkte sich dann auf "Wir erhöhen die Dosis, dann geht es Ihnen besser."
Du hast ja am eigenen Leib erfahren müssen, dass man da besser nicht mit rumpfuscht...
Leider kann Flecki dir ja auch nicht sagen wie er sich mit oder ohne Tablette fühlt. Diese Möglichkeit hatte ich als Mensch ja wenigstens. Ebenso wie das eigenmächtige Absetzen, das ich keine Sekunde bereut habe. Seitdem ist alles wieder im Gleichgewicht, auch wenn meine Werte nicht im empfohlenen Bereich liegen. Für mich funktioniert meine SD genau wie sie sollte!

Ich weiss nicht, wie sich eine Überfunktion bei Katzen äußern würde, aber den ganzen Tag pennen ist doch da auch eher sehr unwahrscheinlich... Ich weiss, wie sich das bei mir anfühlt, wenn ein Hashimoto-Schub mich in die ÜF schubst... Schlaf wäre da so ziemlich das Letzte was körperlich überhaupt möglich wäre. Der Kreislauf läuft ja dann auf Hochtouren, man zittert, ist aufgedreht, nervös, isst nichts, schläft nicht... Ganz schlimm.

Naja, besprich das und hole dir wenn möglich noch eine andere Meinung ein sobald du die Werte hast. Davon hat Fleckchen mehr als von sofortiger Tablettengabe 🤗
 
Tatjana462

Tatjana462

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Ach herrje, da habt Ihr beide ja schon riesige Erfahrungen mit einer SDÜ gemacht. Das klingt alles nicht so gut. :give_heart2:

Bei Katzen kommt die SDÜ nicht so selten vor, meine Kati hatte sie auch. Da wir aber aufgrund von sehr vielen Medikamenten homöopathisch behandeln mussten (die Ärztin wollte kein weiteres Medi mehr verabreichen), möchte ich hier nichts weiter dazu schreiben. Es gibt aber viele Foris in unserem Forum, die bereits eine Katze mit SDÜ behandelt haben.
Wie ich in all den Jahren herausgelesen habe, wird in der Tat heute Carbimazol bevorzugt. Allerdings werden die Erfahrungen sehr unterschiedlich sein.

Besonders versiert auf diesem Gebiet ist Silvia/Maiglöckchen. Silvia ist zwar inzwischen in einem anderen Forum, aber sie schaut ab und zu auch hier bei uns rein. Da kann man gern eine PN schreiben.

Hier mal allgemeines dazu:
Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen (Hyperthyreose)
Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

Und hier sind Erfahrungsberichte aus unserem Forum:
Schilddrüsenerkrankungen

Da kannst Du Dich schon mal einlesen, Waltraud. Worüber ich allerdings stolpere, ist diese Stelle:
Ich konnte ja auch nicht wirklich benennen, was an ihm nicht stimmt ….. ich habe nur bemerkt, das er sich irgendwie anders verhält, oft von gleich auf jetzt in den Tiefschlaf fällt, öfter jetzt mal würgt und auch schon einige male sein Futter ausgekotzt hat ….. alles etwas, was mal vorkommen kann, aber doch irgendwie für Flecki untypisch ist.
Also Würgen und Erbrechen würde schon dazu passen, weil die SD dann auch vergrößert ist durch gutartige Wucherungen oder Knoten und dies kann nach innen wachsen.

Der Körper läuft, wie Eva bereits schrieb, auf Hochtouren. Deshalb können andere Organe, wenn es zu spät erkannt wird, in Mitleidenschaft gezogen werden. Insofern sehr gut, dass es zeitig bemerkt wurde. Die meisten Tiere sind mit einer SDÜ eher unruhig. Kati wollte auch nachts fressen und begann Terz zu machen. Aber die Symptome sind nicht immer gleich - wie beim Menschen auch. Sie stehen ja alle in den Links.

Der Wert ist so niedrig aber auch nicht - immerhin fast das doppelte des oberen Referenzwertes - dass man schon bald mit einer Behandlung beginnen sollte, wenn er sich bei nochmaliger Messung bestätigt.

Ich finde den Rat von Eva toll, hier mehrere Werte zugrunde zu legen. Da habe ich selber auch Erfahrungen gemacht. Mein SD-Wert war ebenfalls etwas erhöht - allerdings nur leicht über den Referenzwert - aber der Arzt hat nicht gleich mit einer Behandlung begonnen, sondern wollte ebenfalls nochmals nachmessen. Und in der Tat brauchte ich somit nicht lebenslang Tabletten dagegen einnehmen, weil sich alles wieder normalisiert hatte.

Dies waren schon einmal einige Gedanken dazu. Du wirst sicher noch umfassend beraten werden, denn bei uns liegt das alles schon länger zurück.

Deinem Flecki drücke ich die Daumen, dass er gut mit allem zurecht kommt und die Werte bald wieder in den (oberen) Normbereich sinken. :give_heart2:
 
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Julchen94

Julchen94

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Moin Waltraud,

der Wert ist ja nicht wirklich sehr hoch, das hält sich ja alles noch in Grenzen.

ich habe mich damals sehr intensiv über die SDÜ informiert, da ich ja selbst mit Baghira davon betroffen war.
Bei uns war die Norm 0.8 - 4,7, Baghira hatte einen Wert von 30! Ich habe nichts davon bemerkt, was sein Verhalten anging, er hat nur abgenommen.
Er hat sich nicht übergeben, hatte keinen Durchfall, war nicht unruhig.

Wir haben mit Thyronorm behandelt und sind vorher mit den Tabletten ein paar mal in einer Unterfunktion gelandet.
Obwohl der Wert bei uns wirklich extrem hoch war sind wir letztendlich bei einer Dosierung von 1,8 mg gelandet.
Selbst bei 2,5 mg Tabletten ging er in die Unterfunktion.

Du mußt schauen, wie das Vidalta funktioniert und ob die Dosierung nicht zu hoch ist.
Viele Tierärzte dosieren die Katzen gerne im untersten Drittel, das sollte man nicht tun.
Der SDÜ Wert liegt am besten im obersten Drittel, Baghira war dann im letzten Jahr auf einen Wert von 3,7 - 3,8 eingestellt.
Gehen die Werte zu weit runter können die Nieren geschädigt werden, die Tiere sind träge, müde, fressen schlecht und haben wenig Energie.

Man muß das wirklich gut beobachten, Fressunlust war bei uns immer das erste Zeichen, dass die Werte zu weit unten waren.
War Baghira bei 1,5 - 2,5 eingestellt konnte man mit ihm nichts anfangen und musste ihm den Napf permanent hinterher tragen.
Das Thyronorm ist flüssig und kann daher auch sehr gut und exakt dosiert werden, nach einiger Erfahrung mit Baghira habe ich das dann oft nach Gefühl dosiert.
Wenn man die Katze gut kennt und beobachtet merkt man sehr schnell wenn etwas nicht stimmt.
Ich hab das zwischendurch auch mal komplett umdosiert und eine Dosis am Tag weg gelassen wenn er nicht gut drauf war.
Lieber etwas zu hohe Werte als eine Katze, die keine Freude mehr am Leben hat. Es war schlimm manchmal...
Wenn ich zum Tierarzt gefahren bin, um mal wieder den Wert kontrollieren zu lassen hatte ich nur selten Unrecht.

Ein weiterer Punkt sind die Leberwerte, die sollte man auch im Auge behalten.
Wie Du weißt, ist Baghira trotz aller Bemühungen meinerseits an Leberversagen gestorben.
Aber durch meine Behandlung habe ich ihm noch 2 Jahre gutes Leben geschenkt.
Die Schilddrüse treibt oft die Leberwerte in die Höhe, als nächstes steigt dann auch der Harnstoff an.
Die Medikamente gehen auch auf die Leber, so dass ich Baghira täglich lebertechnisch unterstütz habe über den gesamten Zeitraum.
Wenn es wieder mal gar nicht ging habe ich oft mit Kohlekompretten gegen gesteuert, damit das, was nicht in den Körper gehört den Weg nach draußen findet.
Er war manchmal echt ein ganz schöner Drahtseilakt. Irgendwann gab es ja mal meinen Thread "Baghira - der Kampf hat einen Namen", und das nicht zu Unrecht. ::bg

SDÜ hat manchmal etwas von Achterbahn fahren, ich hatte schon mal einen 19 jährigen Kater mit SDÜ.
Er vertrug gar nichts und war durch die SDÜ-Medis der Schulmedizin dem Tode ziemlich nahe.
Er hatte nichts mehr zu verlieren in dem Alter, ich habe das abgesetzt und die Behandlung eigenhändig umgestellt.
Damit ist Memphis 21 Jahre alt geworden, man konnte es nicht glauben. Ich habe bei ihm dann die Werte auch nicht mehr kontrollieren lassen.

Wenn Du noch Fragen hast werde ich sie Dir gerne beantworten...
 
Pat

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Erstmal ganz herzlichen Dank an alle für eure Beiträge und Unterstützung! :herz:

Da wir jetzt erst noch für meinen Mann ins Herzcentrum fahren müssen, komme ich erst heute Nachmittag zum Tierarzt, daher noch eine Frage ……...

Wäre eine Gegenkontrolle mit Blutabnahme auch bereits schon nach 1 Woche sinnvoll ???? Oder verändern sich solche Werte nur langsam?

Da ich ja nur bis Ende der nächsten Woche selbst über die zeitlichen Termine besser entscheiden kann und dann mein Mann im KH ist, also ich nicht jederzeit mit dem Auto zum Tierarzt komme (ich selbst fahre schon zu lange kein Auto mehr) ….. und es auch danach unbestimmt ist, wann er wieder fahren darf, würde ich das gerne noch vorher erledigen, natürlich nur, wenn es dann auch bereits sinnvoll wäre.

Vielleicht kann mir ja dazu jemand sagen?

Wenn es so kurzfristig wenig Sinn macht, dann könnte ich auch einen späteren Tierarzt-Termin organisieren, wäre aber jetzt noch vorher viel praktischer für mich.
 
Smee

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Ich will jetzt nichts falsches sagen, aber meiner Erfahrung nach kannst du den Vergleichswert ruhig schon nächste Woche machen. Im Grunde geht es ja erst mal nur um die Feststellung der generellen Tendenz. Die Fehlfunktion wird ja vermutlich schon existieren, da du ja auch Verhaltensveränderungen beobachtet hast. Und wenn da bei Katzen wirklich die Gefahr besteht, die Leber zu schädigen, dann halte ich rasches Handeln schon für sinnvoll.
Wie die anderen bereits sagten, würde ich allerdings ganz vorsichtig beginnen und nicht den Wert gleich runterkloppen wollen. Minimaldosis und Katze beobachten. Wenn es ihm damit besser geht, dabei bleiben. Wäre meine Vorgehensweise.

Viel Erfolg, und alles Gute für deinen Mann!
 
Julchen94

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Den Wert sollte man wirklich ganz langsam senken.
Bis zur ersten Kontrolle wartet man 3 Wochen, vorher bringt das glaube ich nicht viel.
Wenn Du Tabletten rein bekommst könntest Du Dir über Leberunterstützung Gedanken machen.
Ich bin damit echt gut gefahren. Bei Baghira waren die aber bei Feststellung der SDÜ schon 10fach erhöht.
Nach 6 Wochen hatte ich sie dann wieder unten und nach einem Jahr Therapie waren sie dann wieder mal oben.
 
xioni

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Wenn der Wert erhöht war und dir auch Verhaltensänderungen aufgefallen sind, würde ich die Tabletten jetzt schon geben und in 3-4 Wochen zur Kontrolle.
Wobei die Sache mit dem Tiefschlag bei diesen niedrigen Werten eher komisch ist - das passiert eigentlich nur bei einer sehr hohen Überfunktion, wenn der Körper immer auf Hochtouren fährt und daher plötzlich total erschöpft ist:unsure: So kenne ich das jedenfalls als Mensch.

Bezüglich der Dosierung hat Sabine das schon gut beschrieben. Die Tabletten sollte man, wie beim Menschen, eher einschleichen, also mit einer niedrigen Dosierung anfangen und beobachten.....
Denn nichts ist schlimmer, als in eine Unterfunktion zu rutschen!

Scheinbar sind hier im Forum ja auch viele von einer Erkrankungen der Schilddrüse betroffen, so wie du selber, Waltraud.

Weiß eigentlich jemand, wieso die Katze solange isoliert werden muss nach der Radio-Jod-Therapie? Bauen Katzen den Stoff so langsam ab?
Beim Menschen geht das ja teilweise innerhalb von 3-5 Tagen.
Bei einer starken SDÜ ist das sicher eine interessante Sache - falls es auch wirklich hilft! Ich selber habe das 2 x innerhalb eines Jahres gemacht und trotzdem noch jahrelang eine SDÜ gehabt.


Alles Gute für Flecki!
 
Pat

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Übrigens, wir waren heute Nachmittag nochmal bei der Tierärztin (ohne Flecki) und haben mit ihr ausführlich alles durch gesprochen ….. und haben uns für einen Beginn mit Vidalta entschieden.

Ich berichte euch ausführlicher morgen über das Gespräch und warum wir uns doch dafür entschieden haben...…. am Samstag werden wir dann beginnen.
 
Pat

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Weiß eigentlich jemand, wieso die Katze solange isoliert werden muss nach der Radio-Jod-Therapie? Bauen Katzen den Stoff so langsam ab?
Beim Menschen geht das ja teilweise innerhalb von 3-5 Tagen
Die Dauer der Isolierung ist bei Mensch und Tier davon abhängig, wie stark die Schilddrüse vergrößert ist und dann die entsprechend hohe Dosis , manchmal muss auch nach einigen Tagen nachdosiert werden …… durch 2 x tägliche Messungen der Strahlung wird ermittelt, wie lange und stark der Körper noch "stahlt" und daher auch noch der Körper allgemein und auch alle Ausscheidungen radioaktiv sind und dann dadurch keine anderen "Lebewesen" diesen Strahlungen ausgesetzt sind.
Bei mir wurde bereits im Vorfeld ermittelt, das ich mindestens 8 vermutlich eher 14 Tage in der Isolierstation bleiben müsste ……. z.B. darf der Kot auch nicht in die normale Kanalisation gelangen sondern muss extra entsorgt werden, das geht dann ja nur über solche Spezial-Abteilungen …. daher diese unterschiedlich lange Aufenthaltszeit in der Klinik bei Mensch und Katzen, also immer abhängig von der Dosierung.
 
KleineWölfin

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Liebe Waltraud, ich hab leider (GsD) gar keine Ahnung. Aber der alte Haudegen liegt mir so am Herzen :herz: :knuddel:
Ich wünsch dem fabelhaften Flecki rasche Besserung, wenig Ungemach mit seinem Personal und dass ihm der Futternapf niemals trocken fallen möge ...
 
Brummi

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Alles Gute für den schönen Flecki.❤🍀
 
Nula

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Auch von mir die besten Wünsche für Herrn Fleck.
Ich bin mir sicher das ihr auch diese Hürde meistern werdet.
 
Pat

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Nun erstmal das Gute von Flecki ….. Flecki hat "eigentlich" ein super tolles Blutbild, denn alle (bis auf den T 4 Wert) , wirklich alle Werte liegen bei ihm mittig der Referenzwerte, bei den Nierenwerten wird sogar extra ausgeschrieben, das bei ihm "es liegt vermutlich eine gute Nierenfunktion vor".

Die Ausnahme ist der T 4 (Gesamtthyroxin( (EIA) : Flecki hat 8,8 …. der Referenzwert ist 0,8 - 4,7 ug/d1

Katzen mit einer T4- Konzentration oberhalb des Referenzbereichs und typischer Symptomatik leiden mit großer Wahrscheinlichkeit an einer Hyperthyrose.

So lautet die Auswertung des Labors für das Geriatrische Profil.
Ich habe auch den Feline Spezifische Pankreaslipaseergänzungstest machen lassen, der liegt bei Flecki mit 1,3 auch im Normbereich….als Referenzwert ist als Normwert angegeben , alles was unter 3,5 ug/L liegt.

Ich hatte ja eigentlich den Plan, mir in der TA-Praxis nur die Kopie der Blutwerte abzuholen und dabei gleich einen Termin für die Nachkontrolle (ohne vorherige Medikamente) zu machen und anzufragen, ob die Thiamazol-Creme für Flecki auch eine Möglichkeit wäre, bzw. evtl. die Felimazol als Tropfen.
Meine Vorstellung war dabei, das ich mir bei der Creme und auch bei den Tropfen eine leichtere Handhabung vorgestellt habe, die dann vielleicht auch einfacher für unsere Tochter ist, wenn sie uns im Urlaub, etc. vertreten muss …… und dann morgens meist nur knappe Zeit hat.

Zufällig war aber die Chefin gestern auch noch in der Praxis und hat uns dann gleich zu sich rein gerufen, um uns alles genau zu erklären.

Sie würde auf meinen Wunsch sich auch mit den genannte Varianten einlassen, aber sie würde es nicht von sich aus befürworten.

Ihr Argument dagegen war bei der Creme, die recht ungenaue Dosierung, die Möglichkeit, das sich Flecki mit der Pfote das abputzen und dann lecken könnte …. und vor allem das Problem im Mehrkatzenhaushalt, das eine der anderen Katzen die Creme aus Fleckis Ohren ableckt, oder Kontakt auf Liegeplätzen von Flecki mit der Creme bekommt, was dann für diese Katze nicht gerade gesund wäre ….. auch nicht für uns Menschen.

Ganz ähnlich waren ihre Argumente gegen die Tropfen ….. meist würden die Katzen dabei sabbern und dadurch die Tropfen zum Teil noch im Umfeld durch Kopf schütteln verstreuen ….also auch da wieder der unerwünschte Berührungseffekt von anderen Katzen und Menschen..... mit dadurch auch ungenauer Menge, die in Flecki dann tatsächlich im Bauch landet.

Felimazol als Tablette müssten täglich 2 x im gleichen Zeit-Rhythmus gegeben werden, ist also für den Tierhalter einschränkender in der Verabreichung.

Daher bevorzugt und empfiehlt sie Vidalta, das ist eine Depot-Tablette, muss nur 1 x morgens mit gleichzeitig Futter gegeben werden.

Sie sagte auch noch, das sie sich nicht nur für die Katze, sondern auch für den Tierhalter verantwortlich fühlt und daher immer auch die geschütztere Variante für den Menschen mit einbezieht ….. daher also jegliche mögliche Kontamination an Mensch, Tier oder Gegenständen nach Möglichkeit verhindert und vermeidet.
Wir sollen auch die Tabletten unbedingt nur mit Einweg-Handschuhen anfassen und Flecki damit verabreichen …. das wäre auch die Auflage, bei allen anderen Schilddrüsen-Medikamenten, aber mit Vidalta am einfachsten nur 1 x am Tag zu praktizieren...…. die Tabletten sind auch nicht besonders groß, sondern gut in einem Mini-Würstchen zu verstecken …… sie dürfen ja wegen der Depot-Wirkung nicht geteilt, nicht zermörsert und nicht aufgelöst werden, aber immer mit Futter gegeben werden.
Durch die gleichzeitige Futtergabe wird der Wirkstoff im Magen ausgelöst.

Diese vielfältigen Argumente und Erklärungen haben uns dann entscheiden lassen, das wir es mit Vidalta erstmal probieren.

Wir fangen mit der niedrigsten Dosierung von 10 mg täglich an und machen dann nach 3 Wochen die erste Blutkontrolle ….. bei sichtbaren Veränderungen bei Flecki auch schon früher.

Eine jetzt nochmal vorherige Blutkontrolle fand sie überflüssig, da die Werte eine deutliche Aussage zeigen, das bei Flecki eine Hyperthyrose vorliegt.
Dafür spricht auch Fleckis zwar bisher seltenes, aber sonst niemals, würgen und kotzen, das auf ein Adenom (also Geschwulst) hindeutet und den Würgereiz auslöst.... und den bei der Untersuchung festgestellten teilweise etwas zu schnellen Herzschlag auch hindeutet.

Außerdem gibt es bei diesen Laboruntersuchungen zwar manchmal und selten ein falsches Ergebnis, das eine Unterfunktion anzeigt, aber niemals bei einer Überfunktion.
Und die Vergrößerungen ,oder Tumore und Zysten, die eine Überfunktion auslösen können nur durch Schilddrüsentabletten/Hormone, eine OP, oder radiojodtherapie, gestoppt werden ….. daher würde also nichts gegen einen sofortigen Beginn der Tabletten sprechen, es muss auf jeden Fall behandelt werden und dadurch "gestoppt" werden.

Ich hoffe, wir haben uns erstmal für den richtigen Weg entschieden ….. aber ich werde genau beobachten und weiter berichten.
 
Tatjana462

Tatjana462

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Hallo Waltraud,

schön, dass Du es gleich für alle so ausführlich aufgeschrieben hast. Vor allem kann dies als Grundlage auch für andere Foris dienen. :good: Ich finde es toll, wie gründlich die TÄ Euch das erklärt hat.
Genau diese Argumente - vor allem bei der Salbe - habe ich schon mehrfach gelesen. Deshalb schrieb ich auch, dass Carbimazol meist das Mittel der Wahl ist. Es ist nicht nur gut dosierbar, sondern auch noch verträglicher für die Samtpfoten, hat also weniger unerwünschte Nebenwirkungen. Außerdem ist es geschmacklos.

Und über den Brech- und Würgereiz war ich bei Deinem Flecki ja auch gestolpert. Aber nun hat sich bei Dir die erste Aufregung sicher gelegt und die Behandlung läuft dann bei Euch in normalen Bahnen ab. Ich denke, Ihr werdet den erhöhten Wert relativ schnell in den Griff bekommen. Und ja, ich denke, Ihr habt Euch richtig entschieden.

Deshalb wünsche ich nun einen guten und reibungslosen Behandlungsablauf. Ihr werdet sehen, Euer Flecki wird sich bald wieder wie gewohnt verhalten.
 
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KleineWölfin

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Viel Erfolg! Die Katze meiner Schwester ist mit den Tabletten uralt geworden, wenn auch mit hormonellen Schwankungen, die bei der Katze manchmal Angst auslösten. Ich hoffe, diese unangenehme Form einer quasi ständigen und verwirrenden Stimmungsschwankung bleibt Flecki erspart.
 
Smee

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Viel Erfolg! Die Katze meiner Schwester ist mit den Tabletten uralt geworden, wenn auch mit hormonellen Schwankungen, die bei der Katze manchmal Angst auslösten. Ich hoffe, diese unangenehme Form einer quasi ständigen und verwirrenden Stimmungsschwankung bleibt Flecki erspart.
Die Tabletten lösen nicht nur bei Katzen so allerhand aus. Leider können sie nicht, wie wir erwachsenen Menschen (Kinder zwingt man ja auch oft gegen ihren Willen) "nein" sagen wenn sie es gerne würden.

Deshalb: Genau beobachten und Signale auch "wahr haben" wollen, auch falls sie nicht dem eigenen Wunsch des Behandlungserfolges entsprechen sollten. Bitte. 🤗
 
Pat

Pat

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Guten Morgen!

Flecki hat erstmal N E I N gesagt !!!!! ….. und das bereits heute morgen gleich 3 x bei "sanften" Versuchen! :wand:

Unser gieriger Freßsack sprang bereits an uns hoch, als wir den Futterautomaten mit einem Teelöffelchen Nassfutter ….. und in dieser kleinen Menge dann die Tablette in einer mal gerade die Tablette umhüllenden Mini-Würstchen-Masse mitten in dieses Löffelchen Nassfutter rein platziert hatten, alles war schön bedeckt ……. und Flecki richtig heißhungrig.

Aber dann …. er konnte es kaum abwarten, bis der Deckel hoch ging ………. das Futter verschwand in Fleckis Bauch ……. und die rosa Winz-Tablette lag sauber und ganz alleine im Schälchen des Automaten.... Grrrrr, 3 Versuche im gleichen Ablauf sind jetzt gescheitert.
 
Thema:

Schilddrüsenüberfunktion, Flecki bekam heute diese Dignose

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