Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

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Kathy

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Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen (auch hormonelle SDÜ, (c) by Panache)

Hypertyreose bei der Katze:

Da ich selbst ja Halter einer hyperthyreotischen Katze bin, hab ich mich auf die Suche nach vielen Infos gemacht. Er erfolgten einige Gespräche mit meinem TA, Erklärungen zu Quellen wurden mir gegeben, Fachbegriffe erläutert.
Ja, man hätte Peewee eher auf Hyperthyreose testen sollen. Ich ziehe mir den Schuh an, mein TA macht sich den Vorwurf nicht eindringlich auf den T4-Test bestanden zu haben. Durch die Gepräche hat sich auch mein angeknackstes Vertrauen zu meinem TA wieder hergestellt worüber ich sehr froh bin. Krumm genommen hat mir niemand meine Recherchen und Fragen sondern man ist darauf eingegangen und hat mir viel Zeit (ohne Berechnung) gewidmet.
Inwieweit Peewees chron. Durchfall einen Zusammenhang mit der Hyperthyreose hat, wird sich erst bei erfolgreicher Behandlung mit dem Thyreostatikum zeigen, eine grosse Wahrscheinlichkeit besteht natürlich.
Jetzt aber allgemeine Infos zur Hypothyreose (Schilddrüsenüberfunktion):
Bei der Hyperthyreose wird von der Schilddrüse vermehrt T4 abgegeben(Thyroxin) aber auch T3 (Trijodthyronin).
Thyroxin ist im gesunden Maß natürlich wichtig. Der Organismus wird gesteuert. Bei der Überfunktion arbeiten sämtliche Organe auf Hochtouren, die Katze kann gar nicht so viel Nährstoffe aufnehmen wie der Körper verbraucht. Gefährlich kann es für das Herz werden. Eine unbehandelte Katze kann an Herzversagen oder Erschöpfung sterben. Es kommt vor, dass unter der Hyperthyreose eine maskierte Niereninsuffizienz vorhanden ist. Durch die Überfunktion der Schilddrüse arbeiten ja auch die Nieren schneller, filtern wie wild.
Betroffen sind Katzen zumeist ab einem Alter von 8 Jahren, anteilig mehr Kater als Kätzinnen.
Das Verhältnis liegt ca. bei 3:2.
Ursachen sind unklar, es wird über Futter, Katzenstreu und einiges anders spekuliert. Scheinbar ist die Hyperthyreose im Süden Deutchlands weiter verbreitet als im Norden.

Symtome einer Hyperthyreose können Folgende sein:

-Gewichtsverlust ( 82,5% der untersuchten Katzen in einer Studie der I. MTK
in München)
-Futtergier (Polypagie, 70%) , phasenweise aber auch Futterverweigerung. Die Katze wirkt, als wenn sie sich ekeln würde.
-vermehrtes Trinken (Polydipsie, 62,5%)
-Erbrechen (52,5%)
-Durchfall (40%)
-Unruhe (30%), dazu können auch Aggressivität oder Hyperaktivität zählen.
-struppiges Haarkleid (47,5%)
-Pulsfrequenz bei der Untersuchung über 200/min (87%) (Tachykardie)
-bei 90% der Katzen war die Schilddrüse zu palpieren ( Palpation= Untersuchung durch Tasten unter leichtem Druck).


Die Diagnose:
Sie ist meist einfach über die Bestimmung des T4-Wertes im Blut zu bestimmen. Der Referenzwert (laut Laboklin) liegt bei 0,9-2,9.
Werte über 3,8 bestätigen die Hyperthyreose.
Allerdings gibt es auch erkrankte Katzen, deren Wert nicht so aussagekräftig ist. Wenn bei niedrigeren Werten sichtbare Symtome auf eine Hyperthyreose hinweisen sollten weitere Tests gemacht werden, um eine genaue Diagnose zu bekommen.
Da gibt es einmal den TRH-Stimulationstest:
Die Katze bekommt Blut abgenommen. Danach wird TRH intravenös gegeben. Nach 4 Stunden wird erneut Blut abgenommen.
Im Labor wird der T4-Wert vor und nach der Stimulation gemessen.
Keine Hyperthyreose: T4-Anstieg > 60%
Hyperthyreose: T4-Anstieg < 50%.
Ein weiterer Test ist der T3-Suppressionstest.
Es wird Blut abgenommen. Anschliessend bekommt die Katze 7 mal hintereinander, im Abstand von 8 Stunden oral T3 verabreicht.
2-4 Stunden nach der letzten Gabe wird wiederum Blut abgenommen, beide Proben werden im Labor untersucht.
Keine Hyperthyreose: T4-Suppression > 50%
Hyperthyreose: T4-Suppression < 50%.

Weitere Blutwerte können einen Aufschluss über eine Erkrankung geben:
-erhöhte Leukozyten (54%, Studie I. MTK München, s.o.)
-erhöhter Hämatokritwert (26%)
-erhöhte Leberenzymaktivitäten (ALT, AP,68,5 bzw. 68,4%)
-niedrigere Thrombozyten
-niedrigere Lymphozyten (33%)
-niedrigere Eosinophile Granulozyten
-erhöhte Glucosewerte
-erhöhte Phosphatwerte (anorg. Phosphat 37,8%)
-erhöhter Bilirubinwert (Gallenfarbstoff, 20,6%)
-erhöhte Harnstoffkonzentration ( 52,5%)
-erhohte Kreatininwerte (5%)

Die Therapie:
Es gibt zur Zeit drei verschiedene Therapieformen.
Welche Art man durchführen lässt sollte mit dem Tierarzt abgesprochen werden.
1: die Radioiodtherapie:
Die Radioiodtherapie wird nur in wenigen Kliniken durchgeführt, z.B. Vet-Uni-Klinik Gießen oder auch in München. Auch die „Faculteit de Diergeneeskunde“ in Utrecht bietet dies an. Diese Uni-Klinik arbeitet auf amerikanischem Standart, wo die Radioiodtherapie im Übrigen eine Standardbehandlung ist.
Diese Therapieform gilt als die Effektivste.
Radioaktives Iod 131 wird einfach ausgedrückt der Katze verabreicht. In der Regel findet sich nach einer Woche eine deutliche Reduktion der fT3- und fT4-Konzentration. Die TSH-Konzentration erreicht ca. 3 Wochen nach der Radioiodtherapie den Referenzbereich. Diese Therapie wirkt sehr schnell, hat eigendlich keine Nebenwirkungen.
Vorsicht ist allerdings angebracht: unter der Hyperthyreose kann sich wie oben schon erwähnt eine Niereninsuffizienz verstecken. Gerade bei der schnellen Wirksamkeit dieser Therapieform muss besonders auf den Harnstoff- und Keratininwert geachtet werden, eine Urinuntersuchung ist ebenso ein Muss.
Es kann vorkommen, dass diese Therapie wiederholt werden muss.
Ein Nachteil dieser Therapie ist, dass aufgund der deutschen Strahlenschutzgesetzte die Katze längere Zeit isoliert in der Klinik bleiben muss.


2: operative Entfernung:
Birgt ein höheres Risiko. Bei Katzen, die ein Narkoserisiko haben ist davon abzuraten.
Wenn zuviel Gewebe entfernt wird kann sich die Symtomatik ins Gegenteil umkehren, eine Unterfunktion der Schilddrüse entsteht. (Besonders gefährlich hinsichtlich einer Niereninsuffizienz!) Auch wenn nur krankes Gewebe entfernt wird wurde doch häufig beobachtet, dass sich nach ca.2 Jahren wieder eine Überfunktion eingestellt hat.

3: Thyreostatika:
Die Gabe von Thyreostatika ist anzgezeigt bei Katzen, die ein erhöhtes Risiko tragen an einer maskierten Niereninsuffizienz zu leiden oder für die die anderen Therapieformen aus anderen Gründen nicht in Frage kommen.
Am Bekanntesten dürften die Mittel Carbimazol und Thiamazol (Methimazol) sein.
Carbimazol hat die wenigsten Nebenwirkungen. Möglich sind Nahrungs-und Flüssigkeitsverweigerung (Anorexie), Erbrechen. Selten Apathie, Hautsymtome sehr selten. Dies sind die Nebenwirkungen die vom Besitzer erkannt werden können, weitere sind nur durch Laboruntersuchungen festzustellen.
Carbimazol wird im Körper zu Methimazol umgewandelt, daher ist eine höhere Dosierung im Vergleich zum Thiamazol in Erwägung zu ziehen. (5 mg Carbimazol entsrechen ca.! 3mg Thiamazol).
Thiamazol wird direkt verwertet, da es nicht mehr umgewandelt werden muss. Leider sind hierbei die Nebenwirkungen stärker. Sie gleichen den Nebenwirkungen des Carbimazol, treten allerdings häufiger auf.
Die Dosierungsempfehlung schwankt in den unterschiedlichsten Quellen.
Allgemein wird eine Gabe von 2-3 mal täglich 5 mg empfohlen. Man geht jedoch dazu über, viel geringer anzufangen um eine bessere Kontrolle zu haben, auch im Hinblick auf die maskierte Nierensufizienz.
Eine Gabe von 2,5 mg Carbimazol/Thiamazol 2 mal täglich ist angebracht.
Zu Beginn der Therapie sollte auch hier mindestens die Harnstoff-und Keratinin-Werte ermittelt werden, ein CNI-Test ist ratsam.
Nach 2 Wochen sollten die relevanten Werte überprüft werden, T4-Konzentration und natürlich die Harnwerte.
Der Tierarzt wird dann weiterentscheiden, mit welcher Dosierung fortgefahren wird.
Regelmässige Kontrollen sind wichtig. Unterstützend dazu kann durchaus das Messen der Herzfrequenz sein, da eine hypertyreotische Katze ja eine beschleunigte Herzfrequenz hat.
Dazu wird an der Innenseite der Oberschenkel der Puls gefühlt. Ich habe da nicht so sensible Fingerspitzen, übe aber noch fleissig.
Gerade das langsame Herantasten an die passende Dosierung, an den eythyreotischen Zustand, vereinfacht ein Erkennen der Niereninsuffizienz, im Gegensatz zur Radioiodtherapie oder der OP.
Dort wird allerdings im Vorfeld die Katze auch mit Thyreostatika behandelt.
Man hat sogar die Möglichkeit die Katze vorerst in einem leichtern hyperthyreotischem Zustand zu lassen um so gezielt gegen die Niereninsuffizienz anzugehen.

Netterweise hat Panache ihr Wissen zur hormonellen SDÜ zur Verfügung gestellt, so dass Informationen zu beide Arten der Schilddrüsenüberfunktion hier zur Verfügung stehen.

Hormonelle SDÜ (Feline Hyperthereose bei Jungkatzen durch Homonfehlfunktionen-zeitlich begrenzt) - was ist das und wo liegt der Unterschied zur normalen SDÜ?

SDÜ = Feline Hyperthereose ist eine Fehlfunktion der Schilddrüse, wobei vermehrt Thyroxin, das Schilddrüsenhormon ausgeschüttet wird.

Normalerweise tritt SDÜ bei älteren Katzen ab ca. 8 Jahren auf mit der vollen Symtomatik.

-Vermehrte Futteraufnahme
- Gewichtsverlust
- Struppiges Fell
- Unruhe (Hyperaktivität), Suche nach kühlen Plätzen
- Erbrechen, Durchfall

Selten wird die Krankheit sofort diagnostiziert, so daß Folgeerkrankungen auftreten

- Herzerkrankungen
- versteckte Nierenerkrankungen

Die genauen Ausführungen dazu findet ihr hier:

http://www.beepworld.de/members89/w...iekrankheit.htm

Wo liegt nun der Unterschied?

In der Symtomatik gibt es keine - die Jungkatze hat dieselben Symtome. Diese werden aber nicht erkannt, da junge Katzen immer sehr aktiv sind, auch mal Erbrechen etc.. Die der Jungkatze typische Neugier läßt auch die Suche nach ungewöhnlichen Orten (Badewanne, kühle Fliesen) als völlig normal erscheinen.

Auffällig wird die Krankheit erst, wenn die ausgesprochen seltenen "Umkehrsysmtome" auftreten:

- Futterverweigerung
- regelrechtes Angewidertsein
- peitschender Schwanz
- sehr schlechtes Fell trotz hochwertigem Kittenfutter
- vermindertes Wachstum

Nur welcher Tierarzt kommt auf die Idee, bei einer Jungkatze einen T4-Wert im Blutbild zu messen? Fast keiner, denn der T4-Wert gehört zum Altersblutbild.

Auffallend hier ist bei einem genauen Blutbild, das T4 und T3 erhöht ist, aber TSH im Normbereich bleibt.

Der Prozentsatz der eindeutig diagnostizierten Jungkatzen mit einer hormonellen SDÜ liegt bei verschwindend geringen 0,3 Prozent.

In ganz Europa gibt es eine 8 Monate alte Exotic Shorthair-Katze , welche Knoten und SDÜ hatte und erfolgreich mit OP und Radio-Jodtherapie behandelt wurde. (die darüber vorhandene Studie ist Privateigentum und kann hier nicht veröffentlicht werden).

Was ist das besondere an dieser hormonellen SDÜ?

Sie verschwindet wieder ohne Organschäden zu hinterlassen. Der fehlgeleitete Hormonhaushalt normalisiert sich ca. ab 1,5 Jahre bis hin zum 2. Lebensjahr der Katze. da sind plötzlich alle Werte wieder im Lot, keine Organe wurden auf Grund der Kürze der Symtomatik in Mitleidenschaft gezogen.

Veterinärmediziner aus Amerika vermuten, das ca. 5 % aller Jungkatzen an dieser Krankheit leiden, aber nicht diagnostiziert werden. Leider ist diese These bisher schwer zu belegen, da zu wenige Diagnosen vorhanden sind.

Gravierend wird die fehlende Diagnose nur, wenn die vorhandenen hormonelle SDÜ nicht diagnostiziert wird und es sich um eine echte SDÜ handelt, die unerkannt ins Alter "geschleppt" wird. Auch das wird vermutet. Man geht davon aus, das ca. jede 25 Katze, die eine hormonelle SDÜ hat (augenscheinlich) doch eine echte SDÜ hat und diese Krankheit verschleppt.

Besonders Katzen, die schon im Alter von ca. 8 Jahren hochgradige Folgeerkrankungen haben (Herzerkankungen, Wasser in der Lunge etc.) könnten solche Katzen sein.

Nachzuweisen wird das alles erst im Laufe der Zeit sein - wenn mehr Menschen und Tierärzte Krankheiten nicht mehr eindeutig als Alterskrankheiten deklarieren und damit Untersuchungen unterbleiben.


K. Achek
Dies habe ich in den letzten Tagen zusammengetragen und versucht, für Laien verständlich auszudrücken.
Einige Quellen geb ich euch noch:
Auszugsweise Wissen aus dem Kraft/Dürr
www.felinecrf.info/index.htm
www.loetzerich.de/Gesundheit/Schilddruese/body_schilddruese.html
www.vetmedlabor.de
www.laboklin.de
www.catgirly.de (für die genauere Erklärung der einzelnen Laborwete)
Netz-Katze Meike :wink:
mein TA als Fachbegriff-Lexikon
Einige Quellen kommen noch, bei Bedarf (ich habe sie als Dateien) kann ich sie auch zuschicken!
 
Zuletzt bearbeitet:
25.02.2004
#1

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Gast

Schau mal hier: Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen . Dort wird jeder fündig!

Äffchen

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Hallo Kathy,

jetzt bin ich etwas überrascht, denn heute hat sich eine Bekannte bei mir gemeldet, deren 14 Jahre alte Katze unter einer Schilddrüsenüberfunktion leidet und mich gefragt, wo sie Infos darüber herbekommt.

Und jetzt dieser tolle Beitrag von dir! Da weiß ich ja, was ich meiner Freundin schicke.

LG,
 

Kathy

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Hallo, Heike!
Wenn ich deiner freundin mit dieser ausarbeitung weiterhelfen kann, sehr schön!
Wenn sie möchte, kann sie sich ruhig an mich wenden. Ich habe zwar immer noch nicht sämtl. Wissen was ich gerne haben möchte zusammen :wink: aber in einigen Bereichen weiss ich mittlerweile schon gut Bescheid. Wenn deine Freundin Interesse hat kann ich ihr gerne den Link einer Yahoo group geben (allerdings eine amerikanische Group, auf englisch) oder einige Dateien zusenden. Aber sie soll sich erstmal grundlegend informieren um überhaupt zu verstehen was eine Hyperthyreose ist und wie sie behandelt werden kann...
 

Lilly

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Hallo Kathy,

danke für den tollen Beitrag :)

Ich drücke Euch ganz dolle die Daumen,
Iris
 

Äffchen

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Wenn sie möchte, kann sie sich ruhig an mich wenden. Ich habe zwar immer noch nicht sämtl. Wissen was ich gerne haben möchte zusammen :wink: aber in einigen Bereichen weiss ich mittlerweile schon gut Bescheid. Wenn deine Freundin Interesse hat kann ich ihr gerne den Link einer Yahoo group geben (allerdings eine amerikanische Group, auf englisch) oder einige Dateien zusenden. Aber sie soll sich erstmal grundlegend informieren um überhaupt zu verstehen was eine Hyperthyreose ist und wie sie behandelt werden kann...
Hallo Kathy,

vielen Dank für dein Angebot, ich habe es gleich in einer Mail an sie weitergeleitet.

Liebe Grüße,
 

Kater Gino

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Hallo!
Mein Regenbogenkater Gino war herz-und schilddrüsenkrank. Leider gehörte er zu den 5% Katzen,die allergisch auf das Schulddrüsenpulver reagierten. Er bekam nach ca 2 Wochen Einnahme Exzeme auf dem Kopf. Am Ende war sein Kopf inkl.Ohren eine einzge offene Wunde.Leider dauerte es noch weitere 2 Wochen,bis der TA darauf kam,dass das Pulver schuld daran war,als er keine Luft mehr bekam und nichts mehr sehen konnte.Nach sofortigem Absetzen der Pulver besserte sich wieder bald sein Zustand.Auf dem linken Auge konnte er wieder gut sehen,nur mit dem rechtem Auge war dann fast blind. Er konnte damit noch 2 Jahre und könnte vielleicht auch heute noch leben,wenn ich nicht diese blöde giftige Zimmerpflanze gehabt hätte,an der er dann gestorben ist. :cry:
 

Kathy

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Hallo, Traude!

Was wurde dann alternativ gemacht?
Operation oder Radiojodtherapie?
Ganz selten kommt es zu Nebenwirkungen, von denen bei deinem Kater hab ich bisher noch nicht gelesen. Welchen Wirkstoff hat er bekommen? Wäre interessant zu wissen!
 

Kater Gino

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Hallo Kathy!
Eigentlich gar keine Alternative.Er nahm dann nur seine Herzpulver (Fortecor 5).Ich muss eh bald wieder mit einem meiner Hunde zum Tierarzt,da werde ich ihn fragen,wie die Pulver geheissen haben.Ich kannn mich nicht mehr erinnern.Aber der TA sagte,dass diese eigentlich die gängigsten Pulver und sie eigentlich gut verträglich sind.Aber Gino war bei der ersten Diagnose schon 11 Jahre alt,wäre da noch eine Operation wegen seinem Alter möglich gewesen? Und er war ja,wie gesagt,auch herzkrank.Zumindest wusste ich damals leider zu wenig Bescheid über Alternativen.
 

Kater Gino

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Hallo Kathy!
Ich war heute beim Tierarzt und fragte ihn nach dem Pulver,das Gino für seine Schilddrüse bekam. Es hiess "Favistan"
Liebe Grüsse Traude
 

Kathy

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Huhu, Traude!

Das Mittel sagt mir im Moment nichts. Der Wirkstoff interessiert mich. Aber ich werde mal über Google suchen ;-)!
Danke für deine PN!

Nachtrag: Favistan hat als Wirkstoff Thiamazol, ist also ein nebenwirkungsreicheres Mittel. Als Nebenwirkungen im Humangebrauch kommen dort auch Hautprobleme vor...
 
Zuletzt bearbeitet:

Igelbaby

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Hallo Kathy,

Wir haben auch ein Miez mit Hyperthyreose (der T4-Wert lag am Montag bei 8 paarzerquetschte). Die Leberwerte waren leicht erhöht, was der TA auf die schon länger vorhandene Überfunktion zurückführte, aber sonst waren alle Blutwerte super. Wir haben dann Carbimazol 5mg mitbekommen, und sollten es Sara dreimal täglich verabreichen. Sie hat es auch ganz lieb gefuttert, aber nach der 3. Tablette hat sie alles, was sie seit der Einnahme der ersten Tablette gegessenhatte, im Rückwärtsgang wieder herausbefördert. Und da wir bei Sara durch das Untergewicht auf die Überfunktion aufmerksam wurden, ist gerade bei ihr das Futtern jetzt besonders wichtig. Sie war am Mittwoch, als wir dann Notfallmäßig in die Tierklinik gefahren sind, auch dehydriert, so daß die Tabletten jetzt erst mal weggelassen wurden. Morgen sollte ich mit den Tabletten wieder anfangen, aber ich habe ein recht mulmiges Gefühl dabei. Du hast Doch von dieser Radiojodmethode geschrieben. Wieviel kostet das denn ungefähr, und ist es zwingend nötig, dass die Katze dabei länger in der Klinik belibt? Sara frisst nämlich woanders überhaupt nichts und hat da grundsätzlich Panik. Sogar die normalen TA-Besuche sind ja stressmäßig für unsere Kleine sehr anstrengend....
Kann es eigentlich sein, dass diese Hyperthyreose sich wieder bessert, wenn die Katze an Gewicht zugenommen hat? Oder zumindest nicht mehr behandlungsbedürftig ist? Sara ist jetzt 10,5 Jahre alt und war schon immer eien sehr kleine, dünne Katze. Sie hat erst im letzten halben Jahr rapide abgemagert, und am Wochenende war es mir endgültig zu viel. Ihre ersten 9 Legensjahre wurde Sara eher auf "Billigfutter quer durch die Bank"- Niveau ernährt, aber da nur mit Feuchtfutter, da sie schon immer auf Normales Trofu spuckte. Ich habe es dann mal mit Nutro probiert, das bleib drin, und habe dann alle meine Katzen auf höherwertiges Trofu wie "Select Gold" und Hills umgestellt, mit dem Erfolg, dass Sara immer weniger, die beiden anderen dafür immer mehr wurden, da Sara das Trofu nicht so schnell reinbekommen hat wie die anderen beiden, und daher die anderen Zwei sich den Großteil von Saras Portion auch noch unter den nagel gerissen haben. Und ich blödes Dosi hab nix gemerkt.

Wie schaut die Langzeitprognose aus für so Miezels?

Sorry, dass ich dich da jetzt so löchere, ich bin nur ziemlich durch den Wind und möchte nichts Falsches unternehmen....

LG

Karin
 

Kathy

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Hallo, Karin!

So: erstmal zum Carbimazol:
Deine Katze bekommt 3 Mal täglich 5 mg? Habe ich es richtig verstanden? Es ist ja eine sehr hohe Dosis.
Meine Empfehlung bzw. wird das generell empfohlen: Nimm Rücksprache mit deinem TA. Fangt mit einer Dosierung von 5 mg am Tag an. Morgens eine halbe Tablette, abends eine halbe Tablette.
So kann man sich nach und nach an den "Normalzustand" herantasten. Wenn du mein Posting noch mal durchliest, siehst du warum: wegen der versteckten Niereninsuffizienz.
Es kann gut möglich sein, dass das Erbrechen durch diese sehr hohe Dosis gekommen ist. Überprüfe in 2 Wochen dann erneut den T4 und dann kann
kann bei Bedarf die Dosis erhöht werden.
Ich denke, ein Versuch ist es so wert.
Peewee hatte zu Beginn ihrer Threapie auch vermehrt erbrochen,jetzt gar nicht mehr.
Was die Radiojodtherapie angeht: Wenn die Strahlenschutzverordnung nicht gelockert wurde, darf deine Katze nach erfolgter Therapie erst dann die Klinik verlassen (wo sie isoliert gehalten wird) wenn die Strahlenbelastung einen gewissen Wert unterschritten hat. Es kann nach 4 Tagen sein, aber auch nach 15 ::? .
Dementsprechend sind die Kosten. Mein TA geht von Komplettkosten von mindestens 1000€ aus, allerdings solltest du da mal gezielt z.B. an der Uniklinik Giessen nachfragen.
Bedenke aber, dass um die Niereninsuffizienz auszuschliessen, deine Katze vorher auch mittels der Tabletten langsam in einen euthyreotischen Zustand gebracht werden muss!
Sonst nützt die teure Therapie gar nichts, wenn dann die Lebensqualitiät wegen einer CNI eingeschränkt ist...

Zu den Lnagzeitprognosen kann ich dir nichts sagen: nur das eine unbehandelte Katze sehr schnell an ERschöpfung oder Herzversagen sterben wird.
Wenn das Thyreostatikum ohne Nebenwirkungen vertragen wird, wirkt es sich meiner Meinung nach nicht negativ auf die Lebenserwartung aus.

Nein, eine Hyperthyreose bessert sich nicht und ist unbehandelt früher oder später ein Todesurteil. (Es sei, ein Tumor ist Ursache, da muss aber auch operiert werden und wie es dann mit der Lebenserwartung aussieht?!?)

Was die Fütterung angeht: wenn deine Katze dehydriert ist, ist Trofu das Falscheste was du geben kannst, denn es entzieht zusätzlich Flüssigkeit. Zumindest wenn deine Mieze nicht ausreichend trinkt.
Bekommt sie jetzt Infusionen? Eine Möglichkeit der #dehydrierung kann auch sein, dass die Flüssigkeit einfach zu schnell den Körper verlässt, da bei der SDÜ sämtliche Organe ja auf Hochtouren arbeiten.
Ganz ehrlich verstehe ich nicht den Zusammenhang zwischen Dehydration und Aussetzten der Tablettengabe.
Ich hoffe, ich hab jetzt deine Fragen soweit beantworten können.
Wenn du Fragen hast, dann frage!
 

Igelbaby

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Hallo Kathy,

Danke für Deine schnelle Antwort. ich hatte mit der Nottierärztin schon abgesprochen, dass wir jetzt erst mal gaaanz sachte mit je einer halben Tablette morgens und abends anfangen.
TroFu bekommt Sara seit Montag überhaupt nicht mehr, eben da sie trotz eigentlich genügend Trinken bereits Montag leicht dehydriert war, was aber noch nicht behandlungsbedürftig gewesen wäre, wenn dsas Nassfutter von einem ganzen Tag am Mittwoch nicht wieder zum Vorschein gekommen wäre. Und wenn ich die Tabletten weiter gegeben hätte, wäre das Risiko eines neuerlichen Flüssigkeitsverlustes durch Erbrechen zu groß gewesen. Und da Sara auch sehr mager ist, ist im Moment auch das Zunehmen sehr wichtig.
Sie hat dann am Mi in der Tierklinik eine Kochsalzlösung als Infusion bekommen, und futtert seit Absetzen der Tabletten wieder gut. Sie bekommt zur Zeit Aufbaunahrung wie Animonda integra, Kattovit und trinkt zum Glück auch nebenher. Ich werde dann morgen wieder mit den Tabletten beginnen.
Sara hat auch am Mo beim TA ein leichtes Herzgeräusch gehabt, das aber am Mittwoch zum Glück nicht zu hören war. Und in 10 Tagen werden die Werte auch nochmal kontrolliert. Zum Glück waren die Nierenwerte vollkommen in Ordnung :).
Gibt es eigentlich auch Erfahrungen mit homöopathischer Behandlung bei einer Hyperthyreose?
Die Radiojodtherapie kommt für uns vermutlich nicht in Frage, da Sara schon kurze Wochenenden, die wir weg sind, schwer verkraftet. Und der Kostenfaktor ist natürlich auch enorm....:(.

Ich bin richtig froh, dass ich mich da mit Dir austauschen kann. Ich bin richtig sauer, dass da bis jetzt noch kein TA draufgekommen ist, dass die Katze wegen einer Hyperthyreose so "mickrig" ist. Es haben weiß Gott genug Tierärzte festgestellt, dass Sara auffällig mager ist.... Wir sind erst vor 3 Monaten in die Tierklinik gewechselt, weil unser alter TA unsere Fundratte erst als ein kastriertes Männchen identifiziert hat (Freddy ist aber ein Weibchen....) und dann zu dem Tumor, den Freddy hatte, gemeint hat, dass man Ratten eh nicht operieren könne, die wären viel zu klein....:evil:.
Daraufhin bin ich in die Tierklinik gewechselt (Freddy ist inzwischen erfolgreich operiert worden) und ganz abgesehen vom 24h-Notdienst und der spezialisierteren Behandlung fühlen wir uns dort sehr gut aufgehoben (und teuerer ist es auch nicht....), auch wenn wir 5 Minuten länger fahren müssen.
Und wie läuft es bei Euch, ist Dein Peewee ist jetzt wieder richtig fit?

LG

Karin
 

Kathy

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Huhu!

Was die SDÜ angeht ist Peewee sehr gut drauf, danke der Nachfrage.
Allerdings hat sie eine Reihe anderer altersbedingter Krankheiten was die Sache nicht leichter macht. Aber dafür, dass sie so viel hat ist sie bemerkenswert gut drauf!
Was die Nierenwerte angeht: die musst du die erste Zeit kontinuierlich mit überprüfen lassen!
Du musst dir vorstellen, dass alle Organe auf Hochtouren laufen. Die Nieren filtern wie wild, da fällt eine CNI erst bei erfolgreicher Behandlung der SDÜ auf!
Daher ist auch das langsame Herantasten an den euthyreotischen Zustand am Besten.
Was das Fressen angeht: klar, denn sie kann gar nicht so viel fressen, so schnell wie durch die SDÜ verdaut wird bzw. so viel Energie wie sie braucht.


Ich selbst habe keine Erfahrung mit der homöopathischen Behandlung einer SDÜ. Durch eine Tierheilpraktikerin weiss ich, dass wenn unterstützend gearbeitet werden kann, sich die Gabe von Iodium anbietet.
Aber halt nicht zur alleinigen Behandlung sondern nur zusätzlich. Aber da sollte eine Behandlung Hand in Hand mit TA und THP erfolgen.

Was du noch machen könntest: deine Katze hat ja einen enormen Energiebedarf. Du könntest noch einen Teil Kittenfutter untermischen damit sie gepäppelt wird.

Viel Erfolg, melde dich, wie es weiter gehen wird!

Ach ja, was die Lebenserwartung mit SDÜ angeht: es kann natürlich bei lange unbehandelter SDÜ Probleme mit dem Herzen geben. Aber selbst die sind oft noch behandelbar.
 

aylina

Gast
Hallo miteinander,

auch meine alte, aber traumhafte Katze Paula ist von der Schilddrüsenüberfunktion betroffen. Sie ist spindeldürr, frisst kaum und war zeitweilig so schwach, dass sie kaum die Treppe hoch gekommen ist. Regelmäßiges Erbrechen war ein zusätzliches Handicap.

Alles, was ich schreibe, dürfte euch nach den ausführlichen Postings Anderer schon bekannt vorkommen: die Behandlung mit Carbimazol, die ebenfalls vorhandene Niereininsuffizienz und das schon in Mitleidenschaft gezogene Herz.

Paula war bereits in der Uniklinik in Giessen, eben zur Radiojodtherapie. Dort stellte man fest, dass die Nierenwerte zu schlecht seien. Die übermäßige Tätigkeit der Schilddrüse sorgt für eine stärkere Durchblutung der inneren Organe. Das ist Ursache der leichten Veränderungen am Herzmuskel, aber sicherte auch, dass die Niere trotz eingeschränkter Funktion weiterhin ihren Job bewältigen konnte. Wir standen vor dem Risiko, mit dem Normalisieren der Schilddrüsenfunktion die Nierentätigkeit zu beeinträchtigen und haben uns sehr kurzfristig noch dagegen entschieden.

Was bleibt ist die tägliche Mühsal, Paula ihr Carbimazol und ihre achtel Herztablette einzuflößen sowie sie dazu zu überreden, a) überhaupt etwas und b) vorwiegend ihr spezielles Nierendiätfutter zu fressen.

Angesichts dieser unbefriedigenden Lösung hätte ich meiner Katze sehr gewünscht, es hätte mit der Radiojodtherapie bei ihr geklappt. Bei dieser Therapieform wird gezielt der Teil der Schilddrüse "angegriffen", der für die Fehlfunktion verantwortlich ist. Anders als bei der kompletten Entfernung derselben oder bei der medikamentösen Behandlung ist das damit die einzige Therapieform, die so etwas wie eine Heilung ermöglicht - und damit den Verzicht auf mehrmals tägliche Medikamentengabe. Halt ein Stück mehr Lebensqualität für meine Katze, für den ich den angesichts der noch vor ihr liegenden Jahre doch kurzen Klinikaufenthalts gerne in Kauf genommen hätte.

Finanziell hat mich meine Paulakatze eh nicht erst mit dem Klinikaufenthalt ruiniert, aber das hat bei der Entscheidungsfindung keinen Raum. 800 - 1000 Euro waren auch die mir genannten Eckdaten.

Die Richtwerte, unter denen die Katze bleiben muss, um wieder nach Hause zu dürfen, sind übrigens inzwischen lockerer als noch vor einiger Zeit. Es hängt aber auch davon ab, ob z.B. Schwangere im gleichen Haushalt leben, die Katze eine Weile drinnen bleiben kann, andere Tiere vorhanden sind usw.

Mein Eindruck ist daher recht eindeutig: ich halte die Radiojodtherapie für ne vielversprechende Alternative und für die erste Wahl, sofern nicht - wie bei Paula - andere Gründe dagegen sprechen.

Alles Gute,
Birgit
 

Igelbaby

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Hallo Birgit,

So schwach, wie Du deine Paula beschreibst, war Sara zum Glück noch nicht, und seit sie jetzt gepäppelt wird und tägl. 2 x 5mg Carbimazol nimmt, ist sie wieder ganz die Alte. Beim neuen Blutbild 2 Wochen nach Beginn der Therapie war der T4-Wert wieder im grünen Bereich, und die zuvor schon leicht angeschlagenen Leberwerte waren auch wieder in Ordnung, auch die Niere hat zum Glück nicht abbekommen. Sie hat jetzt schon fast ein Kilo wieder zugenommen und ist jetzt deutlich über 2,5 kg (und sie war schon immer ein kleines, zierliches Katz).
Zum Glück mussten wir beim Päppeln nicht auf spezielles Nierendiätfutter achten. Das Hills Spezialfutter hat Sara überhaupt nicht gemocht, sie bekommt jetzt öfter mal Kattovit, aber da gibt es aber auch spezielles Nierendiätfutter. Welches Futter gibst Du ihr denn?
Ich zerquetsche die Tablette mit einem Teelöffel, mische das Pulver dann mit ca. einem Teelöffel Nassfutter, was ich dann oben auf die restlich Portion draufdrücke. Sara kommt jetzt nicht erst in die Küche gerannt, wenn sie das Geräusch vom Dose öffnen hört, sondern wenn ich die Tablette aus dem Blister drücke :wink:.
Für uns ist die Radiojodtherapie zu weit weg, ausserdem ist Sara so auf mich fixiert, dass sie in einer fremden Umgebung nichts futtert. Und die Kosten sind ja auch nicht unerheblich.....
Ich hoffe, wir kommen noch auf eine niedrigere Dosis vom Carbimazol, da Sara ja jetzt auch wieder an Gewicht zugenommen hat. Und sie futtert es ja auch ohne mit der Wimper zu zucken.

LG

Karin
 

Kathy

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Hallo, Birgit!

Schön, deinen Bericht dazu zu lesen!
Auch wenn es nicht möglich war, Paula mit der Radiojodtheapie zu behandeln...
Aber sie ist auch leider ein richtiges Paradebeispiel, was die Hyperthyreose angeht.
Kannst du mir genaueres sagen zu den Strahlenschutzverordnungen?
Der Text ist ja aus dem letzten Jahr, da zumindest wurden Katzen noch als "Ding" gesehen und eine Entlassung erst möglich, wenn Wert xy erreicht ist.
Wenn sich die Verordnungen geändert haben, würde ich es gern in den Text bringen.

Gott sei Dank habe ich mit Peewee diese Probleme mit der Medikamentengabe nicht, wir haben ein richtiges Ritual draus gemacht.

Alles Liebe für deine Paula!
 

frauke1

Gast
Unsicherheit wg. neuem Medikament

Hallo zusammen,

meine Katze (bald 17) erhält seit etwa 3 Monaten 5 mg Carbimazol von Hexal pro Tag wg. ihrer Schilddrüsenüberfunktion.

Ich soll nun plötzlich zum Medikament Felimazole von Janssen mit dem Wirkstoff Thiamazol wechseln, aber eigentlich ohne richtigen Grund und bin unsicher, ob das wirklich gut ist für meine alte Dame. ::?

Hat jemand Erfahrung mit den Medikamenten ? - In anderen Foren habe ich bereits etwas darüber gelesen, mit dem Ergebnis, dass der Wirkstoff Thiamazol sich irgendwie gefährlicher darstellt aufgrund der Nebenwirkungen und Verträglichkeit. Dazu kommt, dass das neue Medikament 5x teurer ist als das alte. Ist das normal ? Kennt jemand die Preise ?

Im voraus vielen Dank für eure Informationen.
::w , Frauke
 

Kathy

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Hallo, Frauke!

Es ist leider vom Gesetzgeber vorgeschrieben, dass veterinärmedizinische Medikamente verabreicht werden müssen, sobald diese auf dem Markt sind.
Ich halte auch nichts davon, jetzt Thiamazol (Felimazole) zu geben und habe Gott sei Dank einen TA, der mich versteht und mir trotzdem das Carbimazol verschreibt.
Ich fand es auch unverständlich, dass nach den guten Erfahrungen, die im Allgemeinen mit dem Carbimazol gemacht wurden jetzt ein Mittel mit Thiamazol auf den Markt kommt :? . Aber das Geld für die Forschung muss dann wieder reinkommen...
Kannst du nicht mit deinem TA reden? Oder vielleicht mit deinem Hausarzt dass er dir ein Privatrezept ausstellt?
Vor allem: 5 mal so teuer? Das ist heftig...

Bei Thiamazol ist die Häufigkeit an Nebenwirkungen gegenüber dem Carbimazol erhöht. Eine grundsätzliche Gefahr ist nicht unbedingt gegeben, aber die Möglichkeit dass Nebenwirkungen auftreten ist höher.
Wenn du überlegen solltest doch auf Thiamazol umzusatteln, dann bitte mit einer geringeren Dosis wie Carbimazol.

Ich werde mir aus dem Spanienurlaub Carbimazol mitbringen, dort kann man Medikamente (ich hoffe dieses auch) rezeptfrei einkaufen.
 
Zuletzt bearbeitet:

frauke1

Gast
Hallo Kathy,

das ging ja schnell. Vielen Dank für Deine Antwort!

Da ich sehr zufrieden mit meinem TA bin und Vertrauen zu ihm habe, werde ich nochmal mit ihm darüber reden, zumal ich meine Katze nicht wieder auf ein anderes Medikament einstellen lassen möchte.

Sie hat außerdem noch ein Problem mit der Atmung (geschwollene Stimmbänder-> wurde endoskopisch festgestellt) und bekommt schlecht Luft (schnarcht, fiept). Hast Du schon mal davon gehört ? Hiergegen erhält Sie Inhalationen mit dem Pariboy.

Gruß, Frauke
::wgruen
 
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Schilddrüsenüberfunktion bei Katzen

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