Renalzin wird vom Markt genommen - Alternativen

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mortikater

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Sei mir nicht böse, wenn ich das erwähne, aber deine Mette ist an einem völlig entgleisten Phosphatspiegel (plus allen Folgen) gestorben, obwohl sie, wie du in einem Post mal geschrieben hast, "eimerweise" Ipakitine von Anfang an bekommen hat. Nicht bei allen Katzen geschehen solche unglaublichen Wunder wie bei Mika, der schon seit acht Jahren der CNI trotzt und widersteht.
Nein, bis 2011 hat Mette keinen Phosphatbinder bekommen. "Eimerweise", also wirklich konsequent im letzten Jahr. Bei ihr haben
mehrere Faktoren reingespielt, Bluthochdruck, Pankreatitis, die die Nierenfunktion angriff, da konnte der Phosphatbinder wohl nichts mehr richten.

Mette hat gut fünf Jahre mit der CNI gelebt. Richtig schlecht wurden die Werte durch ihre IBD und Pankreatitis. Und nicht nur die Werte, vor allem die Nieren, das konnte man auf dem Schall sehen.

Ich habe trotz mehrerer CNI-Katzen wirklich auch kein Patentrezept. Mika betrachte ich auch als Aussnahmeerscheinung, es sind schon neun Jahre und der Kreatininwert ist quasi immer gleich geblieben. Er wird ja auch gar nicht besonders phosphatreduziert gefüttert, keine Diät, nur zweimal Binder am Tag, ich glaube nicht, dass das in der Regel ausreicht.

Unabhängig von meinen persönlichen Erfahrungen glaube ich genau wie Lina, dass Phosphatreduzierung die erste Empfehlung sein sollte.

Phosphatbinder ist die wirksamste Waffe im Kampf gegen die CNI. Ein Wundermittel ist es nicht. Ab einem bestimmten Punkt übernimmt ggfs. die CNI oder ein anderes organisches Leiden die Kontrolle. Bis dahin kann ein P-Binder aber einiges leisten in Hinsicht auf Wohlbefinden und Lebensqualität. Deswegen finde ich es absolut korrekt, wenn dem P-Binder immer die erste Empfehlung gilt.
Ich denke auch nicht, dass man wegen möglicher "Nebenwirkungen" lieber drauf verzichten sollte. Wenn bestimmte Krankheiten da sind, muss man bei der Therapie bestimmte Nebenwirkungen in Kauf nehmen.

Natürlich ist das meine ganz persönliche Ansicht und speziell Kimis Erkrankung lässt mich mittlerweile zweifeln, ob die schulmedizinische Behandlung in seinem Fall die richtige war, aber wie soll man das VORHER wissen?
 
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Mirabelle

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Ipakitine erscheint mir persönlich immer noch am sympathischsten, es ist ein Naturprodukt, seit langem auf dem Markt
Sehe ich ebenso. Nicht umsonst habe ich es 12 Jahre lang eimerweise in Romeo gepumpt. Trotz 12 Jahren Anwendung hatte er nie erhöhte Calciumwerte. Genauso bei Eshy, sie hat Ipakitine drei Jahre bekommen, mit gutem Erfolg.

Hätte ich wieder eine CNI-Katze,ich würde wieder Ipakitine wählen.
 
Flori-Cat

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Mein Verdacht ist, dass viele Medikamente bei Katzen (und auch Hunden und anderen Kleintieren) nach dem Prinzip "try and error" übernommen und eingesetzt werden. Wenn es funktioniert, gut, wenn nicht und wenn sich die Nebenwirkungen und möglicherweise auch Todesfälle in Folge des Medikaments häufen, nimmt man es eben wieder vom Markt und hat auch keinen großen Verlust deswegen. Zumal diese Auswirkungen nicht wie bei der Humanmedizin großflächig erfasst und überwacht werden, und - last but not least - der Aufschrei und die Resonanz in der Öffentlichkeit und den Medien dort viel größer und geschäfts- und rufschädigender ist als bei Katzen oder Hunden.
Das vermute ich auch so. Denn Tiermedizin ist zwar ein lukratives Geschäft, aber auch nur, weil im Verhältnis viel, viel weniger an Geldern für die Entwicklung verwendet wird, als in der Humanmedizin.
Daher rührt vermutlich auch der Trend, dass viele Mittel in der Tiermedizin heute noch als "toll" und morgen als "ungeeignet" eingestuft werden.
Der Versuch in der TA-Praxis mit den Erfahrungen an den "eigenen" Patienten..... viele klinische Studien gibt es im Verhältnis nicht.

Aber Renalzin ist natürlich gar kein Medikament, das läuft unter Nahrungs-Ergänzungsmittel, dafür gelten vermutlich niedrigere Hürden.
Das ist für die Hersteller ein geschickter Schachzug. Erstaunlich, dass in der Humanmedizin verschreibungspflichtige Substanzen dann in der Tiermedizin als Nahrungsergänzung laufen :roll:

Was mich darin bestärkt, dass man sich sehr genau anschauen und sich sehr genau darüber informieren sollte, was man seiner Katze gibt. Denn wenn der Hersteller seiner Aufklärungspflicht nicht nachkommt, weil er es gesetzlich nicht muss, bleibt nur, dass der Katzenbesitzer sich selbst so umfassend wie es nur geht kundig macht.

Es kann nur jeder für sich selbst abwägen, was er vor seinem Gewissen und für seine Katze verantworten kann und will.
Ja, das ist so.
Und daher ist es gut, dass es Foren gibt, in denen man seine Erfahrungen teilen kann. Seiten, wie die von Tanya, die sich mit der Thematik beschäftigen. Denn sonst würde als Informationsquelle nur der Tierarzt und Hersteller bleiben... die in meinen Augen durchaus (gerade die Hersteller) befangen sind.

Die Tierärztin Barabara Welsch hat in einem interessanten Artikel auch die Phosphatbinder mit ihren Vor- und Nachteilen gegenübergestellt, ich finde ihn lesenswert und informativ.

http://www.medscript.de/texte/phosphatbinder.pdf
Danke, das ist ein sehr interessanter Artikel

Ich möchte ausdrücklich noch hinzufügen: natürlich ist ein Zeitgewinn, der auch ein längeres Wohlbefinden der Katze ermöglicht, auf jeden Fall etwas Positives und wenn man das ermöglichen kann, sollte man es unbedingt tun.

CNI ist unheilbar, unaufhaltsam und tödlich. Deswegen steht für mich das Abwägen im Vordergrund, wie kann ich meiner Katze das Leben mit CNI so lange es unter den individuellen Umständen geht möglichst schön, lebenswert und erträglich machen. Dazu gehören aber viele, viele andere Facetten noch, als nur ein Phosphatbinder.
Auf jeden Fall, das steht im Vordergrund. Lebensfreude, Lebensqualität mit den individuell möglichen Maßnahmen.

Was mir hier nicht so gefällt, ist dass der Alu-Binder so verteufelt wird. Die Aluminiumvergiftung ist aus der Humanmedizin bekannt, nicht bzw. kaum aus der Vet-Medizin!
Vermutlich liegt es daran, dass man den Alu-binder am ehesten "schädlich" falsch dosieren kann. ::?

Nicht umsonst habe ich es 12 Jahre lang eimerweise in Romeo gepumpt. Trotz 12 Jahren Anwendung hatte er nie erhöhte Calciumwerte. Genauso bei Eshy, sie hat Ipakitine drei Jahre bekommen, mit gutem Erfolg.

Hätte ich wieder eine CNI-Katze,ich würde wieder Ipakitine wählen.
Genau diese Erfahrungen sind absolut wichtig und helfen anderen Dosis von CNI-Katzen weiter.
Aber auch, dass es Katzen gibt, die damit nicht klar kommen. :roll:
 
Miraculix

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Hier ist noch ein interessanter Link mit tiermedizinischen Aussagen zu den diversen Phosphatbindern:

http://www.medscript.de/texte/phosphatbinder.pdf

Man beachte bitte, was in diesem Artikel zu Aluminiumbindern steht. Nicht nur was das Risikio einer Vergiftung bei Katzen (nicht nur bei Menschen!) angeht, sondern auch, dass Alubinder zu Durchfall führen können, was bei CNI-Katzen wegen der Dehydration sehr problematisch ist. Zudem wird Aluminium hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden (siehe Tabelle am Anfang des Artikels).

Mit "Schlechtreden" hat das nichts zu tun. Die Informationen sprechen für sich selbst, sei es positiv oder negativ.

Zudem ist jeder Katzenbesitzer frei, selbst die Risiken abzuwägen und zu entscheiden, was er seiner Katze gibt und was nicht.
 
mortikater

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Das ist der Artikel, auf den ich auch schon verwiesen hatte.

Alubinder führen eigentlich erst mal nicht zu Durchfall, sondern zu Verstopfung, was ja bei CNI-Katzen oft ohnehin ein Problem ist. Zu Durchfall kann es dann nur durch die Behandlung der Verstopfung kommen.

Mika hat mit und ohne Alu-Binder seit Jahren knüppelharten Kot und bekommt Macrogol oder Laktulose, Sahne, Milch und was er so will.

In einem Artikel, der sich mit möglichen Nebenwirkungen beschäftigt, stehen natürlich die eventuellen Nebenwirkungen, die aber überwiegend aus der Humanmedizin bekannt sind. Tatsächlich gibt es ja dokumentiert nur diese zwei Fälle an Hunden, von denen Tanya schreibt - siehe Linas Link.

Eine Aluminiumvergiftung müsste aber auch auffallen und ist reversibel so wie ich es lese.

Letztlich muß jeder Risiken und Nutzen für sich selbst abwägen und die Entscheidung treffen, klar. Aber es gibt eben nichts, was wirkt und keine möglichen Nebenwirkungen hat, das ist immer so.

Mika bekommt erst seit ca. einem Jahr Alu-Binder, eher niedrig dosiert, einen guten halben Teelöffel pro Tag. Ich habe mich bei der Dosierung in etwa an Tanyas Vorgaben gehalten. Er verträgt ihn gut - im Gegensatz zu Renalzin.
 
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Miraculix

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Nach einem langen, ausführlichen Gespräch mit meiner TÄ heute nachmittag werde ich Finja versuchsweise nun Pronefra geben. Nicht ganz ohne Bedenken, aber es ist das Mittel, bei dem ich noch am ehesten ein halbwegs gutes Gefühl habe. Mit engmaschigen Kontrollen des Calicumspiegels, alle paar Monate, um die ersten Anzeichen einer Hyperkalzämie möglichst schnell zu entdecken und darauf dann reagieren zu können.

Zum Thema Renalzin:
die TÄ hat bei Bayer angerufen und gefragt, ob es stimme, dass das Mittel vom Markt genommen wird, und warum eine Kundin es eher wisse als sie, die das Mittel als TÄ einsetzt. Worauf die Mitarbeiterin von Bayer völlig fassungslos war, warum diese Info schon bekannt sei, sie wüssten es bei Bayer selbst erst seit einer Woche, dass Renalzin nicht mehr hergestellt werde. :wink: Tja, die Foreninfos sind manchmal schneller als die offiziellen Infos der Hersteller. ::bg

Renalzin wird aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr hergestellt, sagte die Bayer-Mitarbeiterin meiner TÄ. Die Verkaufszahlen seien zu gering, es rechne sich nicht mehr für Bayer. Deshalb wird die Produktion eingestellt.
 

kittekatz

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Das war auch meine Info, die ich heute über meinen Tierarzt bekam.
 
kureia

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Meine TÄ hat es auch nicht gewusst, sie will sich auch nochmal
mit Bayer in Verbindung setzen.
 
vilma

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Zudem ist jeder Katzenbesitzer frei, selbst die Risiken abzuwägen und zu entscheiden, was er seiner Katze gibt und was nicht.
Eben drum. In diesem Rahmen sollte man dann aber eben nicht nur die etwaigen Nebenwirkungen eines einzigen Binders herausstreichen, denn das beeinflusst die Leser hier ja auch wieder in einer Richtung. Zumal die Liste der Nebenwirkungen bei den anderen Bindern laut dem Artikel keineswegs kürzer ist. Auch wird ein Großteil aller Medikamente über Leber und/oder Niere abgebaut, das ist nicht vermeidbar.

Leider hat ja quasi jedes Mittel über kurz oder lang auch unerwünschte Nebenwirkungen. Aber wie lautet dann die Alternative? Gar nicht medikamentös behandeln? Nur auf Naturmedizin setzen, die aber auch nicht frei von "Nebeneffekten" ist? Für mich persönlich wären das allesamt keine gangbaren Wege. Auch wenn die Wahl zwischen Pest und Cholera oft nicht leicht fällt.

Speziell bei Alubindern wird meiner Meinung nach zu schnell "Nein" gerufen, dabei sind diese nach allem, was ich darüber gelesen habe, in ihrer Kapazität als Binder sehr effektiv. Sagen sowohl der o.g. Artikel als auch Helen. Bei nicht überhöhter Dosierung und ggfs. auch im Wechsel mit einem anderen Binder sind die Gefahren einer Aluvergiftung in meinen Augen nicht größer als die Vergiftungsgefahr bei der Gabe von anderen, herkömmlichen Medikamenten.
 
Miraculix

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In diesem Rahmen sollte man dann aber eben nicht nur die etwaigen Nebenwirkungen eines einzigen Binders herausstreichen, denn das beeinflusst die Leser hier ja auch wieder in einer Richtung.
Der Leser wird durch jede Information in irgendeiner Weise beeinflusst, sowohl von positiven Bewertungen und Infos als auch von negativen. Es ist nicht der Job eines Users, der einen - immer subjektiv gehaltenen und auch deutlich als solchen bezeichneten - Beitrag schreibt, einen objektiven, vollständigen und ausgewogenen Bericht über etwas abzuliefern. Jeder darf hier seine eigene Meinung zu etwas kundtun, genauso wie sich jeder seine eigene Meinung darüber dann bilden kann.

Was die Alubinder angeht: auch wenn sie angeblich am effektivsten Phosphat binden, lässt sich die Tatsache nicht wegdiskutieren, dass sie in der Humanmedizin wegen erheblicher Risiken und kanzerogener Wirkung nicht mehr eingesetzt werden bzw. nur noch in akuten Fälllen kurzfristig. Warum etwas für eine Katze dauerhaft ungefährlich sein soll, das für Menschen so riskant ist, dass man es bei ihnen nicht mehr einsetzt, hätte ich schon gern mal von Alubinder-Befürwortern erklärt.

Zudem ist für mich persönlich die Einschätzung meiner TÄ auch relevant und letztlich wiegt sie für mich mehr, zumal wenn ich selbst erhebliche Bedenken gegen ein Medikament/Mittel habe, als das, was in Foren kursiert. Denn ich behandle meine Katzen grundsätzlich in Absprache mit meinen TÄ und nicht auf eigene Faust. Beide TÄ lehnen Alubinder ab, aus guten Gründen.

Wer einen TA hat, der Alubinder befürwortet, und/oder selber das auch tut, kann und soll Alubinder einsetzen. Wo ist das Problem? Dass es negative Infos dazu gibt? Es gibt auch genug Berichte und Beiträge, in denen User schreiben, dass sie ohne Bedenken Alubinder verabreichen und dass es gut wirkt (auch hier im Forum).

Wenn man nur das lesen möchte, was der eigenen Meinung entspricht, darf man in keinen Foren mehr was lesen, nicht im Netz recherchieren und niemanden danach fragen, was er von etwas hält. Oder man liest nur die Beiträge von Leuten, bei denen man weiß, dass sie diesselben Standpunkte wie man selber hat. :)
 
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mortikater

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Na, ich weiß nicht, ob es so gute Gründe sind, ich glaube, die meisten Tierärzte setzen sich mit Alubinder gar nicht auseinander. Wenn es bei Deinen Tierärzten anders ist, will ich das natürlich nicht in Frage stellen, das weißt Du besser als ich.

Gängig sind eben Ipakitine und als Renalzin auf den Markt kam, Renalzin. Das hängt aber damit zusammen, dass die Pharma-Vertreter mit diesen Produkten den Tierärzten die Bude einrennen. Für Alubinder gibt es das nicht.

SUC hat seinen Siegeszug angetreten, weil Heel einen gigantischen Werbefeldzug quer durch alle Tierarztpraxen der BRD angetreten hat und weiterhin führt. Ob das so proportional mit dem Erfolg zu sehen ist, ich bin da nicht so sicher.

Mette konnte kein Ipakitine mehr nehmen, als die Calcitriolbehandlung anfing, weil es eben ein Binder auf Calcium-Basis war. Renalzin nahm sie nicht, also blieb nur der Alubinder. Bei einer Katze im Stadium von Mette brauchte man aber auch nicht mehr über Nachteile von Binder nachzudenken, es war eine Frage der letzten Chance. Mein TA ist ein CNI-Spezialist, ich glaube dem kann man tatsächlich zutrauen, dass er Alubinder kennt. Aber auch er setzt sie normalerweise in der Praxis nicht ein, weil keiner danach fragt und weil er Ipakitine bei normalen Calcium-Werten für völlig unbedenklich hält. Gegen Renalzin hatte er auch nichts, außer dass ihm jeder zweite Tierhalter sagte, meine Katze frißt es nicht.

Ich glaube, man muss diese möglichen Nebenwirkungen etwas emotionsloser diskutieren. Es geht nicht darum, einen heiligen Krieg zu führen, welcher Binder nun der beste ist, sie haben alle Vor- und Nachteile. Wie jedes Medikament.

Wenn ich an Mika und Peritol denke...

Es hat ihn ja fast ins Jenseits befördert, der Schock sitzt mir heute noch in den Knochen. Trotzdem ist Peritol ein gutes Medikament und hat vielen Katzen schon gute Dienste geleistet. Es ist nur blöd, wenn bei einer von tausend Katzen eben diese Nebenwirkung auftritt und man ist der 1000.

Aber selbst wenn er gestorben wäre, es wäre nicht die Schuld von Peritol gewesen, nicht die des TA und auch nicht meine. Sondern einfach ein ganz blödes Schicksal.

P.S.

Ich habe mich mit Pronefra noch nicht besonders ausführlich beschäftigt, aber auf den ersten Blick liest es sich für mich wie ein Nachbau von Ipakitine. Basiert auf Calciumcarbonat und Chitosan - wie Ipakitine. Irre ich mich da?
 
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vilma

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Im Pronefra ist wohl kein Soja und keine Laktose enthalten, wenn ich das richtig verstanden habe.
 
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Maiglöckchen

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Im Pronefra ist wohl kein Soja und keine Laktose enthalten, wenn ich das richtig verstanden habe.
So habe ich das auch im Kopf. Sollte hier in absehbarer Zeit CNI auftreten, wäre Pronefra deshalb auch meine erste Wahl.

Unterscheiden tun sich die beiden auch noch dadurch, dass Pronefra Astragalus enthält, was wohl die Nierenfunktion unterstützt.

Da ich hier ja einen SDÜ-Patienten habe, ist mir das Soja im Ipakitine nicht so geheuer, da man ja nicht so genau weiß, inwieweit Soja die SD beeinflusst. Mal ganz davon abgesehen, dass Soja zu den Stoffen gehört, die auf der Liste der Auslöser von Unverträglichkeiten ziemlich weit oben stehen. Ich frag mich eh schon die ganze Zeit, was das Soja im Ipakitine eigentlich soll.

LG Silvia
 
vilma

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Zum Pronefra:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tpp/00000000/A0164-XX.htm?inhalt_c.htm

Die beiden in der Suspension enthaltenen "E"s sind mir etwas suspekt, aber da müsste ich mich einlesen.

Der Sinn vom Soja im Ipakitine erschließt sich mir auch nicht ganz. Auf der Seite von Vétoquinol wird es als "Proteinquelle" angegeben, nur frage ich mich, warum man dafür bei Katzen ausgerechnet Soja wählt. Klar, es ist billiger, aber ansonsten ziemlich sinnfrei.

Silvia, ich weiß nicht mehr, wo ich es kürzlich gelesen habe, aber Soja gilt ja tatsächlich als ein Auslöser von SDÜ, das war mir vorher so gar nicht bewusst.
 
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Trulla-la

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Zum Pronefra:
http://www.vetpharm.uzh.ch/reloader.htm?tpp/00000000/A0164-XX.htm?inhalt_c.htm

Die beiden in der Suspension enthaltenen "E"s sind mir etwas suspekt, aber da müsste ich mich einlesen.

...........
Da hab ich die Tage eine Seite entdeckt auf der man recht gut was zu E Nummern findet. Zwar alles auf den Menschen bezogen, aber zumindest mal was ist das denn.
E433 Polysorbat 80 -- ein Emulgator, Stabilisator
E321 Buthylhydroxitoluol (BHT)-- ein Antioxidationsmittel (damit Katze nicht rostet :wink:)


Ich habe gerade nochmal einen Prospekt der Firma PetMedical/p-h-a.de rausgekramt. Die vertreiben u.a. PHA Nieren Activ plus. Auf deren Seite fand ich leider nichts zu den Inhaltsstoffen, aber bei apo-rot.de....
Zusammensetzung:
Laktose, Calciumcarbonat, Nebenerzeugnis aus Weich- und Krebstieren, Sojaprotein- Hydrolysat.

Protein-Quelle:
Sojaprotein-Hydrolysat.

Analytische Bestandteile und Gehalte:

Ascherückstand: 10,5 %
Protein: 4,0 %
Calcium: 3,7 %
Feuchtigkeit: 2,0 %
Rohfaser: 0,5 %
Fettgehalt: 0,5 %
Kalium: 0,024 %
Natrium: 0,015 %
Phosphor: 0,01 %
Also wohl ein Ipakitine "Nachbau". Wobei es keine Angabe zur Menge des Calciumcarbonat gibt. :roll:
 
Katermutti

Katermutti

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Ich möchte gerne auch was dazu schreiben. Mein Kater wurde leider erst diagnostiziert als seine CNI bereits im Stadium 4 war mit Blutphosphat und Calcium im oberen Normalbereich und Kreatinin um die 500.

Ipakitine hat nichts gebracht und Renalzin wurde nicht angenommen wobei ich Renalzin dem Vorzug gegeben hätte wenn er es denn gefressen hätte - aber man ist ja froh wenn sie an dem Punkt überhaupt fressen also habe ich ihm in der Hinsicht keinen Stress mehr gemacht. Ein paar Monate vor seinem Tod wollte mir ein TÄ unbedingt noch Pronefra andrehen, aber das ist ja auch nur Calciumkarbonat und wäre ein Schritt zurück zu einem schwächeren Binder gewesen. Ich habe es demnach nie getestet.

Ich habe meinem Kater 20 Monate lang Aluminiumhydroxid in einer recht hohen Dosierung mit jeder Fütterung verabreicht und damit blieb der Blutphosphatwert zumindest relativ stabil. Eine erfolgreiche Senkung des Spiegels ist mir nie gelungen. Eine TÄ hat mir mal gesagt, dass in dem Stadium Stabilität das Beste ist was man realistisch erwarten kann. Wunder passieren natürlich immer, aber wir haben nicht dazugehört. Von den Nebenwirkungen wie Verstopfung wurden wir verschont, Aluminiumtoxizität war nie auch nur Ansatzweise eine Sorge, denn das ist bei dem Zeitraum um den es im Stadium 4 mit hohen Werten geht sowieso sehr sehr unwahrscheinlich. Studien gibt es nicht wirklich und kein Pharmakonzern verdient gross am ALOH. Ich habe unter 8 und mehr konsultierten TÄs nur eine einzige gefunden der ALOH überhaupt ein Begriff war bei der Behandlung von CNI und sie wollte von mir wissen wo ich es herbekomme. Die meisten TÄs lehnen es kategorisch ab, aber diese Einstellungung kommt aus der Humanmedizin wo ALOH nachgewiesen problematisch ist im Bezug auf Dialyse. In vielen Ländern Europas ist ALOH auch nicht (mehr) frei verkäuflich da es auch als Grundstoff zur Herstellung von Amphetaminen und anderen Drogen verwendet wird. In Deutschland geht es nun auch schon los und es gibt nur noch ein paar online Apos wo man es im Rohzustand kaufen kann. In den USA hingegen ist es schon ein Begriff und wird viel breiter eingesetzt und auch tierärztlich empfohlen - eigentlich als einzige Option bei hohen Werten.

Persönlich würde mich natürlich schon interessieren warum Renalzin nun nicht mehr verkauft werden soll aber man weiß ja nie was hinter den verschlossenen Türen der Konzerne abgeht. Geld oder Reputation - eins davon wird es sein.

Jeder muss selbst entscheiden was er macht, ob man z.B. überhaupt einen Binder benutzt, und bei CNI muss man ja zum großen Teil auch mal die Dinge in die eigene Hand nehmen und dann auch zu seiner Entscheidung stehen und die Risiken abwägen. Ich bin froh, dass ich nach der Diagnose noch 20 Monate mit meinem Schatz hatte. Ich kann nicht sicher sagen ob es SUC oder ALOH oder etwas anderem zu verdanken war, aber es ist Fakt, dass mein Kater alle Prognosen überlebt hat. Ihm selbst wäre es wohl egal gewesen ob es ein Jahr länger oder kürzer war - Tiere erleben das anders als wir Menschen. Und für uns Menschen ist es auch egal denn keine Zeit der Welt ist "genug" Zeit.

Letztendlich ist CNI allein immer tödlich, vor allem wenn es Katzen relativ jung bekommen. Es ist unheilbar und was wir auch tun wir können das Unvermeidliche nur hinauszögern. Das Wichtigste in dem ganzen Prozess - und ich denke das gilt für alle schweren Krankheiten - ist die Lebensqualität des betroffenen Tieres und die sollte die Behandlung bestimmen.
 
vilma

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Danke für diesen Erfahrungsbericht, Tina, der ist wirklich wertvoll.
 

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