Ranitidin nierentoxisch?

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mortikater

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Ich habe mich letztens mit einer Freundin (beim Thomas-Godoj-Konzert:lol:) über
CNI-Medikamente unterhalten.

Sie sagte mir, Ranitidin sei nierentoxisch. Und grundsätzlich würde ich sagen, sie weiß, was sie sagt. Aber ich finde keinen Link dazu.

Weiß jemand was darüber?
 
26.04.2010
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.

sonnenschein*

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hallo petra::w
soviel ich weiss, wird ranitidin über die niere abgebaut,
Antra/Omeprazol wird zum grösseren teil über die leber metabolisiert
aber als nierentoxisch würd ich ranitidin trotzdem nicht bezeichnen.
aber vielleicht wäre bei einer CNI katze dann doch eher antra ect.zu empfehlen hau doch mal dein TA darauf an:lol:
(freut mich das ihr spass in berlin hattet)


liebe grüsse
 

Sookie

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Hallo Vilma,

also was ich über Ranitidin weiß von meiner TÄ ist das er durchaus Nierentoxisch wirken kann. Allerdings ist auch hier immer die Menge und die Ddauer der Gabe wichtig. Viele Medis die wir verwenden sind toxisch wenn sie über einen längeren Zeitraum genommen werden.


Wiki sagt dazu:
Ranitidin ist ein reversibler, kompetitiver Antagonist des Histamin-H2-Rezeptors (H2-Antihistaminikum). Durch diese Rezeptorblockade wird die histaminabhängige Produktion der Salzsäure und Freisetzung des Verdauungsenzyms Pepsin im Magen vermindert. Ranitidin ist etwa zehnmal stärker in dieser Wirkung als Cimetidin, hat aber dennoch deutlich weniger Nebenwirkungen.
Ranitidin wird nach oraler Aufnahme schnell im Darm resorbiert. Es verteilt sich im Körper, passiert auch die Plazenta und wird auch über die Milch ausgeschieden. Ranitidin wird in der Leber abgebaut über die Nieren ausgeschieden. Die Wirkungsdauer beträgt etwa 8 bis 12 Stunden.


Insofern glaube ich schon das er nierentoxisch ist. Allerdings geht er beim Abbau den Weg über die Leber. evtl. findet jemand noch genaueres.
ich tendiere bei Arwen bei starker Übelkeit zu Ipecacuanha und Nux vomica, und an schlimmen Tagen spritze ich ihr bei Bedarf Vomisal oder MCP.
 
mortikater

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Danke schön, Karin.

Mika hat ja so was wie eine Morgenübelkeit, deshalb hatte ich drüber nachgedacht, ihm was zu geben. Aber er kriegt ja schon so viel.:cry:

Im Moment ist das Thema vom Tisch, weil er Convalescene mit der Einwegspritze dankend annimmt. Aber grundsätzlich interessiert es mich schon, weil Ranitidin ja oft empfohlen wird.

Ich werde meinen TA bei Gelegenheit mal fragen. (Gegen den kurzfristigen Einsatz von Metacam bei einer CNI-Katze hat er keine Bedenken. Aber ich habe dabei trotzdem ein übles Gefühl. Deshalb habe ich es Mette auch gar nicht erst gegeben, als sie humpelte.)

P.S.

Sookie, auch Dir vielen Dank!
 

Stärnli

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Was versteht Ihr unter "nierentoxisch"? Schon nicht, wenn ein Medi über die Niere abgebaut wird oder? Denn wenn dem so wäre, wären wohl recht viele Medis nierentoxisch ::?.
 

sonnenschein*

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ODDB.org: Open Drug Database | Medikamente | Fachinformation zu ...


CliniPharm Wirkstoff: Ranitidin - Pharmakokinetik


der einzige wirkliche anhalt finde ich auch nur,dass bei ranitidin bei einer eingeschränkten ,niereninsuffizienz bei menschen ne dosisverringerung
vorgeschrieben wird u.bei ompremazol nicht***

metabolisiert werden fast alle medikamente in der leber u.über die niere eliminiert,aber bei ranitidin handelt es sich wohl noch um "nierenaktive"substanzen-falls ich heut abend noch was genaueres erfahre meld ich mich gerne nochmals:lol:
 

kimi666

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Ich würde auch Ranitidin einer CNI-Katze nicht in der normalen Dosis geben. Es geht durchaus auf die Niere und bei einer geschädigten ist das ja nun nicht Hitverdächtig.

Wie wäre es denn mit Ulcogant? Das wird mMn nicht über die Niere abgebaut und hat den gleichen Effekt. Ist halt eine Suspension und keine Tablette und geht leider nicht so gut in die Katze (da es mentholig-lecker schmeckt).
 
vilma

vilma

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Ranitidin wird bei CNI-Katzen oft gegen Übelkeit eingesetzt. Helen hat es auch auf Tanyas Website als eines der Mittel der Wahl aufgeführt. Vilma sollte es damals auch gegen ihre Magensäure bekommen.

Ich gucke später mal, was ich noch dazu finde. Viele Magensäureblocker werden über die Niere abgebaut; nierentoxisch würde ich das dennoch nicht gleich nennen. Es ist wohl wie so oft die Wahl zwischen Pest und Cholera.

Hast du mal Mucosa oder SEB versucht, Petra? Wenn ja, wirkt es bei Mika?
 
mortikater

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Hast du mal Mucosa oder SEB versucht, Petra? Wenn ja, wirkt es bei Mika?
Mucosa habe ich nur mal eine Woche gespritzt wegen der Blasenentzündung, dagegen war es nicht erfolgreich.

Das Problem mit der Morgenübelkeit ist ganz frisch, bisher hatte Mika gar keine Probleme in der Richtung. Heute morgen hat er auch wieder 50 g Felix gefressen, alleine.

Ich zögere bei allem, was an Medikation dazu kommt, alles was wirkt, hat auch Nebenwirkungen. SEB - das ist dann noch so ein Brei, den ich zusammenrühren und verabreichen muß? Damit habe ich mich auch noch gar nicht richtig beschäftigt.

Ich fürchte unser Problem ist zu hoher Harnstoff, aber dafür brauche ich das neue Blutbild.
 

Stärnli

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Das Problem mit der Morgenübelkeit ist ganz frisch, bisher hatte Mika gar keine Probleme in der Richtung.

Liebe Petra

.... ich will Dich nicht um Deinen Schlaf bringen aber trotzdem.... falls Du des nachts jeweils einmal an ein stilles Örtchen musst, gib Mika dann ein klein wenig was zu fressen und das Problem wird massive kleiner; denke ich zumindest!
Was Du eben auch versuchen kannst, ist Mika am Morgen zuerst einmal nur so 5-10 TroFu-Kügelchen oder von mir aus einige Knuspertaschen zu reichen. Dann lass ihm einige Minuten Zeit. Vielleicht frisst er dann auch besser (zumindest bei meinen ist das der Fall).

Herzlich
Carmen
 
mortikater

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Liebe Petra

.... ich will Dich nicht um Deinen Schlaf bringen aber trotzdem.... falls Du des nachts jeweils einmal an ein stilles Örtchen musst, gib Mika dann ein klein wenig was zu fressen und das Problem wird massive kleiner; denke ich zumindest!
Was Du eben auch versuchen kannst, ist Mika am Morgen zuerst einmal nur so 5-10 TroFu-Kügelchen oder von mir aus einige Knuspertaschen zu reichen. Dann lass ihm einige Minuten Zeit. Vielleicht frisst er dann auch besser (zumindest bei meinen ist das der Fall).

Herzlich
Carmen
Da kennst Du aber Frau Mortikater schlecht. :lol:
Ich schlafe wie ein Stein und außer dem Rappeln des Weckers stört nichts meine süßen Träume. Ich gehe nicht aufs stille Örtchen. Mika aber auch nicht. Der schnarcht ja neben mir.

Er kriegt um Mitternacht noch mal das letzte Futter.

Ich brauche meinen Schlaf, wirklich.:cry:
 

Stärnli

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Das sage ich Daffy und Davy auch immer wieder, aber es interessiert sie nicht die Bohne :wink:. So zwisschen 0.00 und 02.00 Uhr erwache ich entweder von selber oder aber werde geweckt; irgendwie habe ich mich fangs daran gewöhnt.... aber mal wieder durchschlafen wäre auch fein ehrlich gesagt :p!

Menschen, die so einen Schlaf haben wie Du, die bewundere ich rückhaltlos. Ich höre noch die Mäuse im Gebälke piepsen.
 
mortikater

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Vielen Dank, Bea!::w
 

Stärnli

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Verstehe ich das bei Raniditin richtig: zeitlich begrenzte Abgabe mag hinkommen, unbegrenzte Abgabe könnte dann eben schon in Richtung nierentoxisch gehen?!

Ich entnehme das aus / Zitat: Patienten mit einer Niereninsuffizienz kann es zu einer Akkumulation des Wirkstoffes kommen (Plumb 1999)
 

Elmo

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Hallo,

die rote Liste (ist natürlich nur Menschenrelevant) sagt dazu:

Anw.-beschränk.: Bei Pat. mit eingeschr. Nierenfunkt. ist die Dosis zu reduzieren. Geringfügige Magen-Darm-Beschw., z. B. nervöser Magen. Bes. vor d. Behandl. v. Magenulcera durch geeignete Maßn. eine evtl. Malignität ausschließen. Ulcus duodeni od. Ulcus ventriculi: Helicobacter-pylori-Status bestimmen, ggf. Beseit. durch Eradikationsther. anstreben. Kdr. <2 J.

Nebenw.: H 2 a-c, f-p, r-t, v-x. Selten Erythema multiforme, Juckreiz. Sehr selten Arrhythmien wie Tachykardie. Vereinzelt unscharfes Sehen, Unruhezustände, Schwindel, unwillkürl. Bewegungsstör., Vaskulitis, Knochenmarkshypoplasie od. -aplasie, akute Überempfindlichk.-reakt. (z. B. Eosinophilie, Laryngospasmus).
Wechselw.: H 2 e, g. Verring. d. Resorpt. durch Antazida od. Sucralfat. Die Alkoholwirk. kann erhöht werden. Glipizid, Midazolam u. Triazolam: Erhöhte Plasmakonz., wodurch deren Wirk. (z. B. blutzuckersenk. Wirk. v. Glipizid) verstärkt wird.
Hier noch die oben als relevant gelisteten Nebenwirkungen:

(Haut):
a Hautausschlag (s. auch x Überempfindlichkeitsreaktionen)
b Haarausfall (sehr selten)

(Muskel und Skelett)
c Muskelschmerzen
f Gelenkschmerzen (sehr selten)

Nervensystem und Psyche:
g Kopfschmerzen, Schwindel
h Müdigkeit
i Depressionen (sehr selten)
j Halluzinationen (sehr selten, vorwiegend bei älteren u. schwerkranken Pat.)
k Verwirrtheitszustände (sehr selten, vorwiegend bei älteren u. schwerkranken Pat.)

Augen:
l Doppeltsehen (sehr selten, vorwiegend bei älteren u. schwerkranken Pat.)

Gastrointestinaltrakt:
m Gastrointestinale Störungen (z. B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Obstipation)
(x)Pankreatitis (s. x Überempfindlichkeitsreaktionen)

Leber:
n Hepatitis (sehr selten) (s. auch x Überempfindlichkeitsreaktionen)
o Erhöhungen der Leberfunktionswerte

Stoffwechsel, Endokrinium:
p Erhöhung des Serumkreatinin (selten)
r Gynäkomastie (bei Langzeitanwendung in hohen Dosen) (sehr selten)
s Libidoverlust, Potenzstörungen (bei Langzeitanwendung in hoher Dos.) (sehr selten)

Herz, Kreislauf:
t Herzrhythmusstörungen (z. B. Bradykardie, AV-Block) (selten)
(x)Blutdruckabfall (s. x Überempfindlichkeitsreaktionen)

Blut:
v Leukopenie, Thrombopenie, Panzytopenie (Einzelfälle)
w Agranulozytose, aplastische Anämie (Einzelfälle)

Urogenitaltrakt:
(x)[/B]Interstitielle Nephritis (s. x Überempfindlichkeitsreaktionen)

Immunsystem:
x Überempfindlichkeitsreaktionen (in Abhängigkeit von der Substanz: z. B. Urtikaria, Fieber, intrahepatische Cholestase, Hepatitis, Pankreatitis, interstitielle Nephritis, Bronchospasmen, Blutdruckabfall, Brustschmerzen, angioneurotisches Ödem, anaphylaktischer Schock)
xÜberempfindlichkeitsreaktionen (in Abhängigkeit von der Substanz: z. B. Urtikaria, Fieber, intrahepatische Cholestase, Hepatitis, Pankreatitis, interstitielle Nephritis, Bronchospasmen, Blutdruckabfall, Brustschmerzen, angioneurotisches Ödem, anaphylaktischer Schock)

Liebe Grüße
Andrea
 

Stärnli

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Du Andrea, was ist die "rote Liste"? Habe ich noch nie gehört :oops:....

Liebe Grüsse
Carmen
 

Elmo

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Hallo,

die "rote Liste" ist eine Fachinformation in der alle in Deutschland (und ich glaube der EU) erhältlichen Arzneimittel mit ihren Formulationen, Wirkungen, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen und so weiter aufgeführt sind.
Leider ist sie nicht für jeden zugänglich.

Liebe Grüße
Andrea
 
vilma

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Ich würde die möglichen Risiken zwar im Hinterkopf behalten, aber ich halte Ranitidin nach wie vor für ein Mittel der Wahl, wenn eine CNI-Katze nicht auf SEB, Mucosa o. ä. anspricht und wiederholt erbricht. Natürlich nur nach Rücksprache mit dem TA einzusetzen. MCP zB ist auch nicht ohne; das gilt wohl für alle schulmedizinischen Magenmittel.
 
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