Preise von Hauskatzen und Hybriden

Diskutiere Preise von Hauskatzen und Hybriden im Grundsatzdiskussionen Forum im Bereich Katzenzucht; Hallo zusammen, es gab hier heute einen Beitrag von Mareen, der mich zum Grübeln gebracht hat...

Lilly

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Hallo zusammen,

es gab hier heute einen Beitrag von Mareen, der mich zum Grübeln gebracht hat:

https://www.katzen-links.de/katzenforum/viewtopic.php?t=9208&highlight=

Dabei geht es um den Preis einer Mischlingskatze, halb Siam-Mix, halb BKH. Die Züchterin dieser "verunglückten" Verpaarung hatte einen Preis von 350,- Euro angesetzt, der aber wahrscheinlich etwas runtergehandelt werden kann.

Die Argumente hier im Forum zur Rechtfertigung des Preises lagen hauptsächlich in der liebevollen Aufzucht. Außerdem
ist der Deckkater (der Brite) in einem Verein angemeldet, die Siam-Mix Mutter aber wahrscheinlich nicht, es muß ja pro Rassekatze eine jährliche Gebühr bezahlt werden. Das vermute ich allerdings nur, die Siam-Mix hat nämlich keine Papiere. Davon abgesehen, daß die Verpaarung dieser beiden Rassen riskant ist, bin ich der Meinung, daß liebevoll gezüchtete Hauskatzen nicht weniger wert sein können als Hybriden (Mischlinge).

Da wurde ich aber deutlich überstimmt - und jetzt mal meine Frage an Euch:

Hier gab es in der letzten Zeit so viele Mitglieder, deren Katzen (Hauskatzen) Nachwuchs bekommen haben. Immer wieder wurden sich hier die besten Futtertipps eingeholt, es ging um liebevolle Aufzucht usw. Meiner Meinung nach haben hier Mitglieder ihren Baby-Hauskatzen das allerbeste ermöglicht.

Dann müßten doch auch diese liebevoll aufgezogenen Hauskatzen zu ungefähr 300 Euro verkauft werden, wenn das bei den Hybriden anscheinend üblich ist, die auch nicht bei einem Verein gemeldet sind.

Warum sind Hybriden, die genauso mit gehaltvollem Futter (was ich in diesem speziellen Fall nicht weiß) vom Preis her so viel höher anzusetzen als eine Hauskatze, die auch aus einer liebevollen Zucht kommt?

Liebe Grüße,
Iris
 
03.09.2003
#1

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Gast

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Silberling

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Hallo Iris,

diese Frage beschäftigt mich schon lange und in Mareens Betrag habe ich auch diesbezüglich geschrieben.

Meine persönliche Meinung ist, dass jede Katze nur verkauft werden dürfte und zwar nicht nur gegen eine geringe Schutzgebühr. Ich glaube, dass die Leute sich die Anscahffung dreimal überlegen würden, wenn eine gewisse "Schmerzgrenze" mit dem Preis verbunden ist. Ganz ehrlich, wenn ich an jeder Ecke eine Katze kostenlos kriege, sagen da Eltern nicht eher mal "klar, kriegst du die Katze" (und denken sich, was solls, wenn es nicht passt, geben wir sie wieder her). Wenn aber erstmal 300.- ausgegeben werden muss, sieht die Sache schon anders aus. Grundsätzlich sollten Tiere nicht verschenkt werden, man sollte den Wert von Hauskatzen einfach steigern. Ich glaube schon, dass es vor vielen unüberlegten Anschaffungen schützen würde.

Tiere sind wertvoll, kostbar, aufwendig in der Aufzucht....das kann doch nicht kostenlos sein!!!
 

Lilly

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Hallo Agnes,

also bist Du auch der Meinung, das liebevoll aufgezogene Hauskatzen zu einem Preis von Mischlingen verkauft werden sollten?
Ich persönlich halte diesen Preis von 300 Euro für sowohl als auch für mehr als unrealistisch. Immer mehr Rassekatzen werden manchmal zu so geringen Preisen "verschleudert", weil das Geld heutzutage eben immer knapper wird, das finde ich auch sehr schade und schrecklich. Und das spüren natürlich auch die Züchter mancher Rassen. Und dieser Fall ist schon etwas dubios :cry:

Aber ich kann mir irgendwie nicht vorstellen, daß die Hauskatzen hier aus diesem Forum, nach liebevoller Zuchtnachfrage, auch zu diesem Preis von 300 Euro verkauft werden konnten. Darum haben mich diese Äußerungen zu diesem o.g. Beitrag mehr als gewundert, Mareen wäre dann wohl eine wirkliche Ausnahme...Diese Preiszustimmungen in diesem Beitrag eröffnen neue Dimensionen, aber sie sind nicht realistisch.

Liebe Grüße,
Iris
 

mirjana

Gast
Also, ich habe vor einem Jahr auch nach einem Kitten gesucht. Ich war im TH, aber die hatten gerade keine kleinen. Dann habe ich auf eine Annonce in der Zeitung geantwortet. Ich rierf an und die Frau sagte, dass sie Kitten hat. Auch irgend ne Mischung Exotic/Perser... weiß ich nicht mehr so genau. Und sie wollte auch 300 Euro für ein kleines Hascherl haben. 8O Boah, da staunte ich nicht schlecht, zumal sie keine Züchterin war oder so. Ich meinte dann, dass das ganz schön viel Geld sei und das ich aus dem TH ein Kätzchen für 50 Euro bekomme. Da war sie ganz empört, und meinte diese "billigen" Katzen könnte man ja gar nicht mit Ihrer neuen Mischung vergleichen :evil: Ich war so entsetzt, aber im Hinterkopf hatte ich schon die armen Würmchen da und machte dann mit ihr einen Termin ab. Ich wollte sehen, wie es den Kleinen da geht. Ich bin dann auch hingefahren und unter der angebenen Adresse, gab es niemanden mit dem Namen 8O Tja und bei der Telefonnummer ging dann auch keiner mehr ran.
Ich weiß auch nicht an wen oder was ich da geraten bin. Meiner Meinung nach finde ich es auch absolut schwachsinnig, dass Leute, deren Kitten vielleicht einen Coonie oder Siam in der Familie haben, soviel Geld für ein Baby nehmen. Mit der Begründung, dass die AUfzuchtkosten gedeckt werden.
Aber was tun dann die Hauskatzenbesitzer???? Gehen die pro Kitten mit 250 Euro miesen aus der Sache heraus? Denn viele Hauskatzen werden so für 50Euro wie im Tierheim abgegeben. Also so wie ich das hier in unserem Raum lese und da sind sicherlich auch viele verantwortungsbewußte Leute dabei, die Ihren Kitten den besten Start ins Leben ermöglichen.

Ich hab dann schließlich eine kleine aus dem Tierheim geholt für 50 Euro. Und da waren die Impfkosten, Entwurmung und die spätere Kastration mit drin.
 

russian

Gast
Hallo Lilly,

ich halte die Antwort die Agnes auf diese Frage gab, das jedes Tier zu einem Preis verkauft werden sollte, der die Leute zu Nachdenken bringt für absolut richtig. (brauchst Dich nicht ducken Agnes *g*).
Leider ist es so, daß manche Menschen nur dem Wert beimessen, daß sie teuer bezahlt haben, der Preis also einen gewissen Schutz für die Tiere bedeutet. Ich meine jetzt niemanden, der sein Tier vielleicht nur gegen einen Schutzbetrag gekauft hat, und es liebevoll versorgt, aber wenn auch nur ein gedankenloser Mensch durch den Preis davon abgehalten wird ein Tier zu kaufen, das er später quasi wegwirft, wäre schon viel erreicht.
Denke einmal daran, wieviel tote Gegenstände man doch kauft, ohne um den Preis zu feilschen, warum sollte man bei einem Tier, daß doch ein Lebengefährte wird plötzlich anders denken?
Ein Tier, daß aus einer liebevollen Aufzucht kommt, mit allem betreut wurde was es benötigt, sollte egal welcher Rasse es angehört einen Preis haben, der einem Lebewesen angemessen ist (kann man den überhaupt benennen?)

LG
Russian
 

Lilly

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Hallo Eva,

natürlich sollte ein Tier seinen Preis haben - aber ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß diese liebevoll aufgezogenen Hauskatzen hier aus dem Forum für 300,- Euro verkauft werden konnten. Und ich kann auch nicht verstehen, warum Mischlinge teurer als Hauskatzen verkauft werden können.

Mir persönlich geht es ja nicht darum um Preise zu feilschen, das solltest Du auch wissen. Für unsere Katzen habe ich ja auch über den "Durchschnittswert" bezahlt. Ich denke nur, daß ein Preis von ca. 300 Euro für einen Hybriden oder eine Hauskatze zu hoch angesetzt wird, das war meine Frage. Wenn ich immer wieder lese, wie günstig zum Teil schon Rassekatzen angeboten werden, mit Papieren, dann finde ich den o.g. Preis als hoch. Natürlich ist es schön, wenn ein Tier dann auch zu diesem Preis verkauft werden kann, aber als die Regel sehe ich das nicht.

Und leider werden ja auch teure Tiere genauso gequält wie zugelaufene,
der Preis ist solchen Menschen in diesem Moment sowieso egal.

Was passiert denn mit überteuert angebotenen Tieren, die dann keine Abnehmer finden? Die Zeitungsanzeigen sind ja gerade mehr als voll mit Angeboten, genauso die Foren. Meiner Meinung nach sollte ein Preis beim Tierkauf realistisch bleiben, und wenn Rassekatzen (damit meine ich Vereinsmitgliedschaft, Ausstellungsgegühren, Gesundheiitszeugnisse usw.) inzwischen fast zu dem Preis von Hybriden oder Hauskatzen verkauft werden, verstehe ich wohl was falsch.

Liebe Grüße,
Iris
 

Khyrsanth

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Ich denke mal der Preis von Hybriden ist damit begründet dass sie ja der Rasse XY so ähnlich sehen und vom Wesen vielleicht auch ähnlich sind, jemand der sich in ein bestimmtes Aussehen verliebt hat und nicht ganz soviel Geld ausgeben will willigt da dann vielleicht schon ein.

Aber sooo viel teurer als eine Katze zB aus dem Tierheim sollten sie nicht sein, müsste man halt mal kalkulieren was Impfung und Futter im Schnitt pro Kitten kostet, da hab ich keine Ahnung.

Also bei uns im Tierheim kostet jede Katze egal welchen Alters oder Rasse 100 Euro. Da sind die Impfungen, Leukose und FiV Test mit drin und auch die Kastration. Den Preis find ich eigentlich ok, nicht so wenig dass man das aus der Portokasse bezahlt aber auch nicht so viel dass man in arge finanzielle Nöte kommt.

Hybriden können dann schon etwas mehr kosten, würd ich verstehen, aber halt eben nicht so teuer werden dass sie so viel kosten wie 'günstige' Rassekatzen. (Wobei ich eh nicht verstehe wie Züchter reinrassige Katzen für 300-400 Euro verkaufen können wenn sie keine Schwarzzüchter sind. Wahrscheinlich sind sie reich oder so, weil was ich bisher so gehört und gelesen habe werden mit nem Preis von etwa 500-600 Euro grad so die Kosten gedeckt und Gewinn ist da so gut wie nix dabei)
 

Lilly

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Ich denke mal der Preis von Hybriden ist damit begründet dass sie ja der Rasse XY so ähnlich sehen und vom Wesen vielleicht auch ähnlich sind, jemand der sich in ein bestimmtes Aussehen verliebt hat und nicht ganz soviel Geld ausgeben will willigt da dann vielleicht schon ein.
Hallo Kerstin,

das mag schon zutreffen. Aber grundsätzlich sehe ich einen Preis von ca. 300 Euro, egal ob Hauskatze oder Mischling, als viel zu hoch an. Denn bei solchen Preisen (die aber meiner Meinung nach auch nur in diesem Forum laut der o.g. Beiträge gezahlt werden würden), kommt doch jeder Hauskatzenbesitzer oder Rassekatzenbesitzer auf die Idee, Tiere miteinander zu verpaaren, ohne Vereinszugehörigkeit usw. Und dann wundert es mich natürlich nicht, wenn Leute mit dieser Preis-Erwartungshaltung in eine Zucht gehen und hinterher ziemlich schockiert sind, wenn diese Kitten nicht für 300 Euro verkauft werden können. Und die nicht verkauften Tiere, die den "Ertrag nicht erwirtschaftet haben", landen dann irgendwo. Das ist mein Bedenken, jeder versucht zu züchten mit diesem Preisgedanken im Hinterkopf....

Liebe Grüße,
Iris
 

Inga

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ich versuche ja auch momentan babys an den mann bzw. an die frau zu bringen... ich muss aber auch noch mal dazu sagen, das es nicht meine eigenen sind.

ich erhebe pro baby einen kleinen beitrag von 20 euro (ungeimpft versteht sich). wer möchte das sein baby die erste impfung/entwurmung etc. erhält muss mich das natürlich bezahlen.

mir ist klar, dass ich mit den 20 euro pro kätzchen nie die kosten reinholen kann, die ich selber investiert habe. die 20 euro erhebe ich auch nur deshalb, weil ich die beiden muttertiere kastrieren lassen will, und ich nicht einsehe das komplett aus meiner tasche zu zahlen.

warum nehme ich nicht mehr? ganz einfach, wer nimmt denn ein bauernhofkätzchen (zwar liebevoll aufgezogen) für 100 euro oder mehr??? macht doch keiner :(
aus diesem grund bekommen die kleinen wie auch die großen nur no-name-futter, alles andere übersteigt einfach meine kapazitäten...

ich kann nur hoffen, dass trotz diesem geringen geldbetrages, alle babys ein schönes zu hause finden. man kann den leuten ja leider immer nur vor den kopf gucken (egal wie viel geld sie nun für ein kätzchen ausgeben wollen). :roll:
 

Anonymous

Gast
Hallo Iris,

schöner Beitrag und ich finde es gut, dass auch das mal hier diskutiert wird.

Ich hab dazu viel zu sagen und hoffe, dass es einigermassen strukturiert gelingt :wink: :

Meine Überlegungen für mich persönlich

Ich will eine Katze, sei es Haus- oder Rassekatze oder Hybride. Was erwarte ich und was kostet es mich? Voraussetzung für mich ist: Ich habe drei Katzen und möchte mir keine Krankheit ins Haus holen, die für meine gefährlich sein könnte. In meinem Fall liegt hier ganz oben auf der Liste: FIV, da man es nicht impfen kann! Leukose und FIP sehe ich als nicht so kritisch, wobei ich Leukose wissen will, FIP nicht. Preise, die ich hier aufführe, sind die meiner TA, die den einfachen GOT verlangt:

Impfen Schnupfen/Seuche: Preis weiss ich nicht genau, aber für zweimal schätze ich ca. 40 Euro

Meine TA nimmt pro Konsultation 8 Euro. Wenn ich von mindestens zwei Konsultationen ausgehe also 16 Euro.

Also:

Test auf FelV/FIV : 20,50
Blutabnahme: 9,00
Impfen : 40,00
Konsultation: 16
Entwurmen: 10,00 (10,00 sind die Mindestkosten für Spulwürmer)

Das heisst rund 100 Euro. Das ist der Preis, den ich, für egal welche Katze (natürlich vorausgesetzt, ich vertraue dem der sie abgibt, dass das alles gemacht wurde) bezahlen würde. Weiterhin für Aufzucht, Essen und so vielleicht nochmal 50-100 Euro: macht 200 Euro.

Eine "richtige"Zuchtkatze würde ich mir nicht unbedingt zulegen, da ich nicht bereit bin, für Ausstellungkosten, Deckkater, Fahrkosten etc. zu bezahlen.

Ich finde also, egal ob Hypride oder Hauskatze: unkastriert sind für mich höchstens 150 - 200 Euro realistisch und ich finde, keine Katze sollte verschenkt werden. Das wurde ja auch von Agnes schon gesagt.

Und ich denke auch: Es sollte kein Unterschied gemacht werden, egal ob Hybride oder Hauskatze.

@Kerstin

Das ist jetzt ein bisschen OT, aber ich möchte es noch loswerden :wink: :

Zum Tierheim mal soviel: Ich hab da mittlerweile viel Erfahrung. Nach Rü. mit meiner TA wurde mir das auch bestätigt (sie hat mal ein TH betreut in DA): Die meisten THs testen die eingehenden Katzen, sofern es Katzen sind, die vorher auf einem Fleck gelebt haben (sei es draussen oder drinnen) nicht alle auf FeLV/FIV (sofern sie es überhaupt tun), sondern nur eine Katze. Daraus wird dann geschlossen, dass der Rest auch nicht infiziert sein kann. Was, wie in einem Fall bei einer Katzennothilfe geschehen, sich als Schuss nach hinten beweisen kann. Aber nur (eben weil nicht alle getestet werden) kann sich ein Preis von 100 Euro errechnen (und dabei legen sie wahrscheinlich auch noch drauf!).

Uns wurde z.B. gesagt, dass G. nicht kastriert und nicht geimpft ist. Nach Untersuchung durch meine TA ist G. höchstwahrscheinlich doch im TH kastriert worden :roll: . Denen soll ich also trauen, wenn sie mir erzählen G. sei auf FeLV/FIV getestet :evil: :?: Weiterhin erzählte das TH G. sei entwurmt. Nach Kotprobe durch meine TA hat G. noch immer Spulwürmer. Also nochmal entwurmen.

Das heisst, im TH habe ich 100 Euro bezahlt, die Folgekosten, nämlich die Untersuchung durch eine TA meines Vertrauens kostet mich nochmal ca. 60 Euro:

FeLV/FIV: 20,50
Blutabnahme: 9,00
Hausbesuch: 10,00 (und das ist BILLIG und ein Freundschaftspreis)
Kotuntersuchung: 8,00 (in der Praxis)
Feligel: 10,00 (gegen Spulwürmer)

Wobei wir letztendlich also auch hier wieder bei 160 Euro landen.

Ich hoffe, Ihr könnt meinen Gedankengängen folgen :roll: ...

Viele Grüsse
 

Marie

Gast
Hi!
Also was den Preis von Katzen betrifft,so wird der wohl wie alle von Angebot und Nachfrage bestimmt. Auch wenn Tiere keine "Waren" sind, diesem Gesetz unterliegt nunmal alles was verkauft wird. Daher: es gibt viel mehr Angebot an "normalen" Hauskatzen als Nachfrage, daher sind sie meistens billig oder gratis. Mag zwar sein,dass es besser wäre,wenn sie auch mehr kosten würden, um unüberlegte Käufe zu vermeiden, aber das ist nun mal unrealistisch. Solange eben das Angebot die Nachfrage übersteigt wird sich an der Preislage nichts ändern. Die einzige Möglichkeit ist hier wohl, dass endlich mehr Katzen kastriert werden,damit man keine Kätzchen mehr "nachgeschmissen" bekommt.
LG,Marie
 

Lilly

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Hallo zusammen,

einen Preis von ca. 200 Euro würde ich auch für ein durchgechecktes Tier bezahlen, egal ob Hauskatze oder Mischling vom Züchter. Aber alles darüberhinaus übersteigt meine Vorstellungskraft...

Und wie Marie ja auch schreibt, ist das Angebot mehr als groß. Darum konnte ich diese Diskussion zum Thema Preis und Hybriden überhaupt nicht nachvollziehen, aber es ist ja auch schön zu lesen, wenn z.B. Mitglieder hier aus dem Forum bis zu 450 Euro für einen Mischling ausgeben würden. Hoffentlich stacheln solche Aussagen nicht Leute zum Schwarzzüchten an, denn das ist mehr als ungewöhnlich...

Liebe Grüße,
Iris
 

Khyrsanth

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Huhu Simone,

ich denke auch dass sich die 100 Euro in TH nicht anders rechnen lassen. Manche Katzen die kommen sind schon kastriert und einige sogar geimpft usw. (wenn sie abgegeben werden und nicht 'gefunden' wurden). Aber es gibt auch viele Wildkatzen da kann ich mir schon vorstellen dass es so ist wie Du gesagt hast, dass die die zusammen gefunden werden dann wohl nicht alle getestet werden. Aber hast Recht, jetzt wo ich drüber nachdenke sind die Befunde mit Leukose/FiV negativ auch meist nur bei den Katzen drauf die einzeln gefunden wurden, nicht wo zB ein ganzer Wurf wilder Katzen eingefangen wurde.
*g* auch wenn ich im TH ganz gerne streicheln und helfen gehe, ich würd dem TA auch nicht ganz trauen und nochmal selbst zu jemandem ausserhalb des TH gehen :wink:

Äh... ich schweife total vom Thema ab :oops:
 

Silberling

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Hallo,

mir geht das Thema den ganzen Tag nicht aus dem Kopf. Ich möchte auch noch mal gerne einigermaßen strukturiert aufschreiben, was mir noch eingefallen ist.

Ich beobachte immer wieder, dass in den Köpfen die Wertvorstellung zwischen Hunden und Katzen unterschiedlich ist. Bei Hunden ist es gang und gäbe, mindestens 200.- zu bezahlen, bei Katzen heißt es so ungefähr "die kann ich mir auf dem Bauernhof einfangen". Mich ärgert es immer sehr, wenn ich sehe, als wie wertlos oft Katzen eingestuft werden und ich frage mich, ob das kostenlose Verschachern (ich muss es echt so sagen) nicht erheblich dazu beiträgt.

Klar, momentan erscheint es als unrealistisch, 300.- für eine Katze als Normalpreis zu betrachten - aber wenn man mal richtig überlegt - warum eigentlich? Mal ein blöder Vergleich. Ein Pulli, der 300.- kostet, hat sicher nicht in der Herstellung so viel gekostet. Und bei einem Tier geht es für mich auch nicht nur um Aufzuchtkosten, sondern um einen Wert, dem man dem Tier beimessen sollte. Stellen wir uns mal vor, es wäre ganz normal, dass Katzen nicht verschenkt werden, sondern einen stolzen Preis hätten. Ich glaube, die Wertvorstellung bei den Leuten würde sich mit der Zeit ändern - wie bei den Hunden auch. Sicher, das ist ein langer Prozess, aber warum eigentlich nicht? Gut, der Gesetzgeber müsste auch ran. Ich würde jedes ausgesetzte Tier als Straftat ahnden. Es geht hier um Lebewesen, da pocht ein Herz, da steckt ein Wert dahinter, und wer sich dessen annehmen möchte, sollte bereit sein, auch einen materiellen Wert zu zahlen.

Vielleicht würde sich mit der Zeit eine andere Denkweise entwickeln, andere Relationen ausbilden (Spielzeug ist irre teuer, eine Katze kostet nix???) Vielleicht bin ich auch viel zu idealistisch, aber ich würde mir wünschen, eine solche Haltung publik zu machen und es als eine Selbstverständlichkeit betrachten, für ein Tier einen Preis zuzahlen.

Es macht mich sogar traurig, im Zoogeschäft Hasen für 10.- zu sehen (der Käfig kostet mehr als das Tier selbst). Da ist doch keine Überlegung mehr nötig, die 10.- hat jeder. Würde der Hase so viel kosten, dass eine Mutter zum Kind sagt "hör mal, kauf dir lieber ein Stofftier" wäre in vielen Fällen einiges gewonnen.

Ich weiß nicht, ob ich meine Gedanken vernünftig erklären konnte.
 

Marie

Gast
Hallo,
also dazu kann ich nur nochmal sagen: Preise bestimmen sich immer nach Angebot und Nachfrage! Zu deinem Pulli - Beispiel: wenn die Produzenten wesentlich mehr Pullis herstellen würden, also Leute kaufen wollen, dann müssten sie mit dem Preis immer weiter runtergehen, um gegen die anderen Produzenten zu bestehen. Und Katzen werden nunmal leider vielzu viel "produziert". Wenn 10 Kätzchen auf einen Interessenten kommen, dann wird bestimmt nicht das Kätzchen einen Besitzer finden,das das teuerste ist! Auch wenn Leute gar keine schlechten Absichten haben, warum sollten sie ein Kätzchen teuer kaufen, wenn jeder Bauer froh ist,es "loszuwerden" und es daher herschenkt?! Der Unterschied zu Hunden ist auch wieder der Unterschied im Angebot - es gibt bei uns nunmal nicht soviel sich wild vermehrende Hunde wie Katzen.
Ich glaube nicht,dass die Denkweise der Katzen-Käufer das Problem ist. Sie wären wahrscheinlich eh bereit mehr zu zahlen,aber wenn es auch gratis geht, warum sollten sie?
Wie gesagt,meiner Meinung nach ist die EINZIGE Möglichkeit das Problem von zu niedrigen Preisen und damit vielleicht oft unüberlegten Käufen zu lösen: MEHR KASTRATION!
LG,Marie
 

Teufeline

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Hybriden

Hallo an euch alle!!!

Mit dem Wissen von heute würde ich auch für einen gesunde Hauskatze aus liebevoller Aufzucht auch 200 Euro bezahlen. Bekannte haben es durch: das Kätzchen vom Bauernhof hat so viele Parasiten, das es vier Monate gedauert hat, bis alle weg waren. Danach die Diagnose Katzenaids. Bis die Kleine erlöst werden konnte, hätte man für die TA- Rechnung auch eine Rassekatze bekommen können.
In meinen Würfen fallen immer reinrassige und Mischlinge zusammen. Die reinrassigen kosten richtig viel, weil selten und schwer zu züchten, die Mischlinge abhängeg von Farbe, Geschlecht und Zuchttauglichkeit zwischen 150 und 300 Euro. Mit Impfungen, Wohnungsaufzucht und Papieren.
Wenn der "Unfall" und die Autzucht gefällt, warum denn nicht. Das gilt auch für stinknormale Hauskatzen.



Liebe Grüsse, Kordula
 

Lilly

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Hallo zusammen,

schön, daß sich durchaus noch Katzenfreunde finden, die eine andere Meinung zum Preis von Tieren haben.
Das wäre ja bestimmt auch der Wunschtraum von jedem von uns - jede durchgecheckte Tierheimkatze geht für 200 Euro an den neuen Besitzer. Damit wäre bestimmt den TH sehr geholfen, wenn das selbstverständlich wäre. So wie ich hier schon oft gelesen habe, müssen die TH die Tiere leider sehr viel günstiger abgeben, weil der "Normal-Katzenfreund" nicht bereit ist, diesen Betrag zu bezahlen.

Ein allgemeines Umdenken, so wie Agnes schreibt, kann ich mir momentan leider nicht vorstellen, es gibt zu viele Katzen. Und wenn ich mir vorstelle, daß ein Hase für 10 Euro zu kaufen ist - das wußte ich auch nicht und das sagt für mich auch etwas über den momentanen Wert von Tieren aus. Ein Hase kostet soviel wie einige Kuchenstücke...Welch Vorstellung!

@ Marie
Mehr Kastration ist wirklich wichtig, aber nicht nur freilaufende Bauernhofkatzen sind unkastriert, leider.

Ich habe mir mal so für mich überlegt, daß es vielleicht 15.000 aktive und passive Katzenfreunde in den Foren geben mag, außerdem werden Bücher und ZS zum Thema Katze gekauft. Aber es gibt ja auch knapp 6 Millionen Katzen in der BRD, deren Besitzer sich zwar auch für ihr Tier interessieren, sich aber längst nicht so intensiv über Dinge wie Ernährung, Impfung, Kastration usw. informieren wie "der o.g. harte Kern", leider :(

@ Kordula
Schön, Dich hier zu lesen :P

Liebe Grüße,
Iris
 

Alberta

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Eine Katze aus unserem TH kostet 100€. Dafür hat man den Impfschutz für ein Jahr. (Ich bin vorgestern von der Tierpflegerin aus dem TH ausgeschimpft worden, weil ich Caballito's Impfung bei meinem TA vornehmen hab lassen.)
Die Katzen dort haben sicher nicht das "Gesundheitszeugnis", wie von einem Züchter, da schon einige TH-Bestände von der Seuche dahingerafft wurden. Zudem sind TH-Katzen in ihrer Masse nicht so einzeln beäugbar, wie in einer Zucht.
Andererseits sitzen diese Tiere über Monate oder Jahre ein und bringen enorme Kosten mit sich. Aber höhere Preise, als z.B. die 100€ hier, sind nicht realisierbar.

In dieser Diskussion kann man also die TH-Katzen nicht vergleichen.

Ich glaube eine gewissenhafte Zucht von reinrassigen Katzen rechtfertigt einen höheren Preis durch die Begeisterung der Abnehmer. Man kann viel das Für und Wider diskutieren, die Vorliebe entscheidet eh.

Wichtig ist allerdings auch, dass eine reinrassige Katze mit "Gesundheitszeugnis" genauso an Tumoren erkranken kann, wie eine TH-/Bauernhof-/EKH-Katze. In aller Vorfreude auf eine ersehnte Rasse, muss man immernoch liquide genug sein um eine tierärztliche Behandlung zu jeder Zeit und in aller Notwendigkeit durchzuführen.

Viele Grüsse,
Alberta
 

russian

Gast
Hallo Lilly,

ich bin immer noch der gleichen Meinng wie Agnes, daß jedes Kätzchen einen angemessenen Preis haben sollte, und 100€ halte ich eben nicht für angemessen, es ist viel zu wenig.
Du befürchtest, daß dann die Zahl der Schwarzzüchter wachsen könnte, nun wer sind diese Züchter denn zumeist?. Sie züchten Rassekatzen oder Rassemixe, die sie dann weit unter dem Preis an diejenigen abgeben, die zwar gern eine Rassekatze möchten, aber bei einem Tier Bedenken haben einen Preis zu bezahlen, den sie für andere Dinge vielleicht klaglos ausgeben.
Nur wenn man in die Köpfe der Leute bekommen kann, daß ein Tier eben seinen Preis hat, egal welcher Rasse es angehört, wird es auch möglich sein sie hellhörig zu machen, wenn jemand Tiere zum Tiefstpreis anbietet.
So wird doch z.B. jeder wissen was ein Auto kostet, und wenn ihm dann eines weit unter Wert angeboten wird, würde er sich doch nicht über ein Schnäppchen freuen, sondern erst einmal erkunden warum es so preiswert ist. Ich denke in dieses Richtung muß auch das Preisverständnis für ein Tier gehen.

LG
Russian
 

Tiger

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So wird doch z.B. jeder wissen was ein Auto kostet, und wenn ihm dann eines weit unter Wert angeboten wird, würde er sich doch nicht über ein Schnäppchen freuen, sondern erst einmal erkunden warum es so preiswert ist.
LG
Russian
Huhu,

das war ein sehr schöner Vergleich.

Ich bin komplett der Meinung, wie Russian, Lilly und noch einiger weniger anderer. Auch eine Hauskatze bzw. ein Mischling sollte ein "paar" Euronen kosten.

LG Cerstin
 
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