positiver Erfahrungsbericht Chylothorax

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Chantal97

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Gerne möchte ich hier meine persönlichen Erfahrungen bezüglich Chylothorax schildern. Warum? Als ich im Juli die Diagnose bei meiner Katze erhalten habe und mich im Internet schlau machen wollte, wurde mir hier alle Hoffnung genommen. Entweder Fachtexte, oder negative Erfahrungsberichte. Ich habe einen positiven gelesen, jedoch mit einer OP… Und ein einfach positiv ausgehender Erfahrungsbericht hat mir gefehlt. Ein Chylothorax ist ein Loch im Lymphgefäss, wodurch Lymphflüssigkeit (genannt Chylos) in den Brustkorb läuft. Dieses kann nicht selber abfliessen und muss punktiert werden. Das Loch kann mit viel Glück selber zuwachsen, oder in einer aufwändigen OP verschlossen werden. Die gut verlaufene OP ist kein Garant, dass es sich nicht wieder öffnet. Ein idiopatischer Chylothorax wie bei uns hat keinen ersichtlichen Grund (evtl. Sturz, Unfall, bei ihr auch der Bluthochdruck) Ein Chylothorax endet in vielen Fällen negativ. Ich habe jedoch gelernt, sasss es gsnz auf den Tierarzt ankommt. (Siehe mein Bericht, Nottierarzt)


Angefangen hat alles Anfangs Juli 2022. Meine Katze Maela (März 2018 geboren) hat im Alltag immer wieder trocken gehustet. Das ganze begann als es draussen zwischen 36-39 Grad war, hörte paar Tage später auf als es kühler wurde und begann dann um den 14. Juli wieder als es wieder heiss wurde. Ich schob es auf die Hitze. Sie war zu dem Zeitpunkt auch sonst kaum draussen, hat viel geschlafen und
weniger gefressen. Ich dachte, ihr macht die Hitze zu schaffen.
Am 18. Juli sass ich abends auf dem Sofa, Maela lag neben mir. Auf einmal atmete sie durchgehend sehr stark pumpend. Auch sonst wirkte sie gar nicht mehr fit. Wollte den ganzen Abend nichts mehr fressen, bewegte sich kaum noch. Ich hab am 19. Juli morgens direkt beim Tierarzt angerufen, konnte auch sofort vorbei gehen. Er schaute sich die Katze an, traute sich aber nichts zu machen. Seine Sorge, dass sie einen Kreislaufkollaps erleidet war zu gross. Sie hatte eine sehr schlechte Atmung. Sie hat zu dem Zeitpunkt 800g abgenommen (von 5.4kg auf 4.6kg) Also ab ins Sauerstoffzelt, im Verlauf des Tages wurde Ultraschall und Röntgen gemacht, da sah er die Flüssigkeit. Gesamthaft 180 ml Flüssigkeit wurde abpunktiert. Es wurde ein Blutbild gemacht, da war alles gut. Flüssigkeit wurde eingeschickt, es war Chylos (Flüssigkeit in den Lymphgefässen). Somit stand die Diagnose. Ein Loch im Lymphgefäss. Da hiess es noch er rechnet mit alle 3 Wochen ca. punktieren. Am 20. Juli konnte ich sie wieder abholen, da nahmen sie nochmal 50ml. Von da an begann unser Horror. Es ging ihr jedes mal nach der Punktierung wieder sehr gut und sie war sehr fit. notfallmässige Termine sind all jene, bei denen ich spontan früher angerufen habe weil ich dachte aie atmet komisch.


27.Juli planmässig, 250ml abpunktiert. Nächster Termin nach 2 Wochen.



07. August, notfallmässig bei einem anderen Tierarzt der mit meinem Zusammenarbeitet. Sie hatte neben PumpTmung das erste und letzte mal Mundatmung und Pfeiffgeräusche. Mein schlimmster Tierarztbesuch. Zur Begrüssung hörte ich dass er seine Katze mit einem Chylothorax allein wegen der Arbeit direkt eingeschläfert hätte, punktierte ihr 250ml raus und sagte mir zur Verabschiedung dass ich 2 Möglichkeiten habe. Entweder eine OP bei der sie mit sehr grosser Wahrscheinlichkeit stirbt weil die Sterberate sehr hoch ist, oder sie erstickt mir in den nächsten paar Tagen, höchstens noch 2-3 Wochen.



12.August notfallmässig zu meinem Tierarzt, wieder 230 ml Flüssigkeit. Von einer OP rät er mir aktuell ab. Sie hat von Geburt an ein schwaches Herz und seit 2 Jahren Bluthochdruck, die sonst schon sehr gefährliche OP würde für sie zu 98% tödlich enden. Sie nahm aber langsam wieder zu und war hier auf 4.9kg.



17.August planmässiger Termin, wieder 210ml Flüssigkeit.



22.August notfallmässiger Termin, wieder wurde 260ml punktiert. Laut TA gab es noch eine letzte Chance. Er wollte es noch mit Entwässerungsmedis probieren. So spritzte ich ihr von da an jeden Tag einmal 0.4ml Dimazon, am 25. August Kontrolle. Ich hatte sie eigentlich schon aufgegeben.



25.August, die grosse Überraschung. Er konnte ihr noch 60ml abpunktieren, sie war fast leer!



Also spritzte ich ihr weiter täglich 0.4ml Dimazon. Bei regelmässigen Terminen war der Brustkorb jedes mal leer. Sie wurde immer fitter und aktiver, das Gewicht blieb konstant auf 5.1-5.2kg. Am 21. September sanken wir die Dosis auf 0.3ml.



Am 22. Oktober war sie immernoch leer. Also haben wir einen Versuch gestartet und die Medis abgesetzt. Letzte Woche Dienstag (01.11.) dann die grosse Überraschung. Trotz knapp 2 Wochen ohne Medis immernoch leer! Wie es aktuell aussieht ist das Loch zugewachsen. Durch die Entwässerung wurde wohl weniger Druck auf das Loch gedrückt, wodurch es zuwachsen konnte! Ich muss sie jetzt einfach wöchentlich auf die Waage stellen und sollte sie schnell 200-300g zunehmen soll ich mich melden. Ansonsten erst in 3 Monaten einen Kontrolltermin. Auf ihre Atmung kann ich mich leider nicht verlassen, ich bin wohl von den letzten Monaten traumstisiert und denke immer sie atmet pumpend.



Wir geniessen die Freude mit vorsicht. Dennoch geht es ihr weiterhin gut und wir hoffen sehr fest dass das Loch zu ist und die Atmung so bleibt. Dem Nottierarzt werde ich wahrscheinlich in den nächsten Wochen noch eine Mail zukommen lassen. Ich will dass er weiss was er bei mir Gefühlsmässig ausgelöst hat und wie es jetzt endet. Zumal ich bei ihm neben der Notfall/Wochenendpauschale (die berechtigt ist) eine Diagnosestellung (die Diagnose lieferte ich ihm schon) und fürs punktieren das dreifache zu meinem Tierarzt bezahlte.
 
08.11.2022
#1

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Brummi

Brummi

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Vielen Dank für deinen Bericht, alles Gute für deine Katze. ❤
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