Pododermatitis

Diskutiere Pododermatitis im Infektionskrankheiten Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallöchen, ich habe einen 1jähr. Siamesen-Mix aus Spanien im Alter von 4 Monaten bei uns aufgenommen. Zu Anfang hatte Bailey heftige...

Diandraa40

Gast
Hallöchen,

ich habe einen 1jähr. Siamesen-Mix aus Spanien im Alter von 4 Monaten bei uns aufgenommen. Zu Anfang hatte Bailey heftige Durchfallattacken. Mit einer 3-tägigen Hühnchen-Reis-Diät und einer Futterumstellung auf Nutro, Sanabell und eagle-pack ist der Durchfall völlig verschwunden.

Als Bailey mit 12 Monaten dann endlich soweit war, dass wir ihn kastrieren lassen
konnten, ließen wir auch gleich mit Blutabnehmen, da er ja auch Spanien stammt. Unsere Befürchtungen bestätigten sich. Er hat einen Titer von 1:800. 3 Monate später - nach nochmaliger Blutabnahme - Titer weiterhin auf 1:800. Immerhin haben wir nun Gewissheit, dass er mit Coronaviren im Kontakt war. Ansonsten ist er gesund und munter.

Seid letzter Woche humpelt Bailey und wir haben immer mal wieder blutige Tapsen auf dem Boden gefunden. Zuerst dachte ich er wäre im Kinderzimmer in irgendetwas spitzem reingetreten. Also ab zum TA.
Der jedoch besah sich die Pfote, sprach von einer Pododermatitis und verordnete eine cortisonhaltige Salbe. Eine Spritzenbehandlung mit Cortison wäre sinnvoller - kann aber bei Bailey nicht angewendet werden, da sonst für kurze Zeit das Immunsystem geschwächt werden würde. Da der Titer 1:800 ist wollen wir dieses Risiko nicht in Kauf nehmen. Die Salbe hat kaum Wirkung.

Meine Frage: Kennt jemand noch andere Behandlungsmöglichkeiten oder hat Tipps hinsichtlich von Naturheilverfahren ??
 
21.05.2003
#1

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Gast

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Marcus

Gast
Hallo,
ich denke, dass eine Cortison-Behandlung nicht geeignet ist. Zumal sie immunsuppresiv ist und den Ausbruch der Viruserkrankung begünstigt.

Versuche es vielleicht erst einmal mit Bepanthen, ansonsten würde ich eher eine immunstärkenden Therapie empfehlen. Jeder gesunde Körper wird von alleine mit Entzündungen fertig, Deine Katze wahrscheinlich nicht. Ich würde folgende Kombinationsmittel verabreichen: 1. coenzym compositum, 2. ubichinon, 3.para-benzichionon, das sind Ampullen, die Du 2 mal die Woche (ca.4-6 Wochen lang) spritzen kannst.
Versuche es auch mit Intereferon, habe selber gute Erfahrungen damit gemacht. Wenn Du noch Fragen hast?
LG Marcus
 

Diandraa40

Gast
Hallo Marcus,

danke für die prompte Antwort. Werde mir das Kombimittel mal ausdrucken und mit meinem Tierarzt besprechen. Über Bepanthen hab ich auch schon nachgedacht. Werde ich gleich morgen holen.

Das mit dem Interferon interessiert mich sehr. Habe mich erst ein wenig im Internet schlau gemacht, mit meinem TA schon drüber gesprochen und der empfiehlt es auch. Wobei man so unterschiedliche Sachen hört. Manche sagen 3 Spritzen, andere wieder 5 Spritzen und irgendwo habe ich gelesen - immer wieder nach Bedarf. Die Preisunterschiede sind da auch enorm. Von einer Spritze 100 € bis 5 Spritzen fünf Tage hintereinander 100 €.

wäre sehr daran interessiert zu erfahren, wobei Du mit Interferon gute Erfahrungen gemacht hast. Ich finde den Titer 1:800 schon ziemlich hoch - vor allem, da er sich nach 3 Monaten nicht wenigstens auf 400 abgesenkt hat. Bailey stand bei der Kastration unter starkem Stress, da er noch in der Praxis Blutungen bekommen hatte, nochmals operiert werden musste und auf Grund dessen sogar eine Nacht in einem Käfig in der TA-Praxis verbringen musste. Ich dachte wirklich sein Titer würde nach einiger Zeit weniger werden.

Ob ich noch eine Kotprobe untersuchen lassen sollte um abzuklären, ob er Coronavirenausscheider ist ?

LG Diandra
 

Marcus

Gast
Hi Diandra,

ich würde Dir eher zu einer 5 Tageskur mit Interferon raten, da die tägliche Dosis geringer ist und die Nebenwirkungen nicht so schlimm sind.
Übrigens kannst Du das Interferon selbst spritzen, ist ganz einfach und billiger. Ein guter TA zeigt Dir auch wie es geht. Damit kannst Du auch sehr viel Stress vermeiden. Also ich würde folgender Maßen vorgehen:
eine 5 Tageskur
nach zwei Wochen nochmals im Abstand von zwei Tagen
gleichzeitig mit der homöopathischen Mittel, wie beschrieben, beginnen,diese erst als KUR 4 Wochen lang, wobei das para-benzchinon nur alle 14 Tage spritzen, die beiden anderen zweimal die Woche.
Das ist sicher viel für den Anfang, frage einfach.

Mein Kater hat übrigens Leukose und frißt wieder mehr.

LG Marcus
 
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