Persistierende Pupillarmembran MPP

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Nika

Nika

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Persistierende Pupillarmembran MPP …

Was ist das denn ?

Fall:

Ein kleiner, ca. 6 - 8 Wochen alter Kater wurde mit starken Hornhauteintrübungen aufgefunden. Die Augen schienen von Würmern befallen zu sein. Schnupfensymptome hatte der Kleine nicht. Eine vollständige Erblindung lag nicht vor. Auf Grund seines Handicaps wurde der Kater lange Zeit nicht vermittelt.

DSC_4627.jpg

Im ALter von einem Jahr wurde er nach seiner Adoption bei einem Facharzt für Tieraugenheilkunde vorgestellt. Der Befall mit Würmern, Maden bestätigte sich nicht. Die Diagnose lautete nach eingehender Untersuchung:.

“Membrana Pupillaris
Persistenson/MPP“

Die Sehfähigkeit zeigte sich inzwischen durch die Verklebungen der embryonalen Membran an der Hornhaut erheblich eingeschränkt.

35893591ru.jpg

Wie kann denn so eine angeborene Hornhauttrübung entstehen ?

Zitat:

"Die Pupillarmembran ist eine Gewebeschicht, die der embryonalen Linsenvorderfläche aufliegt und Gefäße zur Versorgung der Linse enthält. Im Normalfall bildet sich diese Membran zurück und verschwindet vor dem Öffnen der Lidspalte im Alter von 2 Wochen.

Erfolgt die Rückbildung der Pupillarmembran nicht vollständig, so können Reste davon sichtbar bleiben. Diese persistierende Pupillarmembran (Membrana pupillaris persistens = MPP) ist nur teilweise erblich, entspringt an der Vorderfläche der Regenbogenhaut (Iris) und kann strangförmig in der Vorderkammer flottieren, auf der Iris verlaufen oder die Pupille überqueren, von der Vorderfläche der Regenbogenhaut zur Hornhauthinterfläche zur Linsenvorderfläche ziehen. Die dadurch verursachte angeborene Hornhauttrübung kann im Extremfall und in Verbindung mit anderen Augenmissbildungen mit Erblindung einhergehen."

Quelle: Unbenanntes Dokument

Nachfolgende Bilder erklären sehr demonstrativ, warum “Würmer“ in den Augen vermutet wurden:

augenbilder2010_211_gross.jpg

Quelle: ueberweisungspraxis-bremen.de/…nbilder2010_211_gross.jpg

fall0607.jpg

Quelle: augentierarzt.at/arzt/fallberi…all0607-Dateien/frame.htm

Das betreffende Katerchen leidet unter einer zur Hornhaut ziehenden MPP/vorderer Synechien sowie beidseitiger Keratitis, die eine Erblindung durch die starke Hornhauttrübung verursacht.

pixel1.jpg


Kann man denn da noch etwas machen, welche Therapie gibt es ?

Diese Erkrankung ist leider nach so langer Zeit nicht mehr therapierbar. Um die Augen zu erhalten, müssen sie regelmäßig durch Tropfen feucht gehalten werden, daneben ist eine regelmäßige Augeninnendruckmessung angezeigt.

Das Tier erfreut sich sonst bester Gesundheit, heißt Mick Pixel und kommt mit der Sehbehinderung gut zurecht. Nur diese regelmäßige Augentropferei, die hasst er, aber er soll seine Äuglein ja noch so lange wie möglich behalten können.
 
14.06.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
Trulla-la

Trulla-la

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Hallo Moni
So ganz verstehe ich deinen Post nicht?

Geht es um einen Erfahrungsbericht? Oder suchst du Ideen was dem kleinen Kerl helfen könnte?
Für mich enthält dein Post beides :girl_cray3:

Wenn ich Foto 1 richtig erkenne ist Mick Pixel (Mixpickel wollt ich grad schreiben :haha:) doch schon erblindet.
Ich würde ihm dann das Tropfen nicht weiter zumuten und die Augen entfernen lassen Katzen kommen ja wesentlich leichter mit Handicaps klar als wir Menschen. Nur Freigang ist dann natürlich nicht möglich. Aber ein gesicherter Balkon ließe ihm ja auch "den Wind um die Nase wehen"

Wenn er doch noch nicht blind ist wäre vllt. eine andere Möglichkeit nicht zu tropfen, sondern Creme zu verwenden.

Im übrigen -- werden die Tropfen vorher angewärmt? Und geht der Mensch von hinten (vom Rücken über den Kopf) ans Auge?
Beides hilfreich um es Mick Pixel zu erleichtern.
Das Kalte läßt sie häufig erschrecken (denk mal dran wie es uns ergeht wenn was plötzlich aufs Auge zukommt). Ähnlich wenn man frontal auf sie zugeht. Instinktiv erlebt die Katze eine riskante Situation. Auch ein vertrauter Mensch kann da zum "Feind" werden.

Ansonsten...
Zuckerschock bei solch einem schnuckelligen Bengel
 
Nika

Nika

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Huhu Tina, danke für Dein Feedback !

Es sollte ein Erfahrungsbericht sein, er ist ja austherapiert.

Mick kann Umrisse und Bewegungen noch erkennen, sowie hell und dunkel. Sein Sehnerv und auch die Linse sind vollkommen in Ordnung. Nur seine Hornhäute sind durch die Verwachsungen und Vernarbungen sehr stark trüb.
Für die Augenklinik ist eine Entfernung der Augen momentan keine Option. Er kennt das noch nicht mit der Tropferei, es wurde ja auch erst jetzt damit begonnen. Das Präparat hat Zimmertemperatur, es ist wohl die unbekannte Prozedur.

Ja, ich finde ihn auch total goldig. Er ist sehr verschmust und vor allem, sehr gut sozialisiert. Hatte mir für ihn ja eine bessere Prognose gewünscht (Ja, Mick Pixel und Mixpickel .. Ähnlichkeit war ja schon gewollt *gg*)
 
Nika

Nika

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Weil der Augeninnendruck normal ist, keine Schmerzen vorliegen und er nicht zu 100 % blind ist. Erst, wenn sich ein Sekundärglaukom entwickeln sollte, wird die weitere Vorgehensweise besprochen (entweder Medikation oder Entfernung).
 
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