Niereninsuffizienz und alleine gelassen

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Flori-Cat

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.Grundsätzlich sollte Eiweiß ausreichend gefüttert werden aber ab einem gewissen Stadium nicht mehr als 35%...(ich habe es gerade nicht mehr
so genau im Kopf)..
Wie kommst Du denn darauf?
Katzen sind und bleiben reine Carnivoren. Also Fleischfresser. Kohlenhydrate etc können sie nicht verwerten. Das belastet auf Dauer auch den Organismus. Leider.

Daher bin ich immer der Meinung, Phosphat reduziert ist ganz wichtig. Aber hochwertige tierische Proteine sind wichtig.
Sonst kommt es doch zum gefürchteten Muskelabbau. Denn die können nur mit Protein aufrecht erhalten werden. Darum nehmen ja Sportler auch Proteindrinks zum Muskelaufbau. :wink:
 

Kleinmiez

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Hi Flori-Cat , das habe ich in Tanyas Handbuch gelesen...Zitat:

[FONT=&quot] "Die empfohlene Proteinmenge für eine CNE-Katze liegt bei ungefähr 25 Prozent Protein, basierend auf der Trockensubstanzanalyse. Aufgrund der oben beschriebenen möglichen Probleme einer proteinreduzierten Ernährung liegt das anzustrebende Ziel heute zwischen 28 bis 35 Prozent, basierend auf der Trockensubstanzanalyse. Das wird empohlen in Small Animal Clinical Nutrition - 5th Edition, Chapter 37 Chronic Kidney Disease (2010) Hand M. S., (Ed.) Mark Morris Institute: „Der empfohlene Bereich der DM-Proteinhöhe des für die meisten CNE-Patienten bestimmten Futters liegt bei Katzen zwischen 28 bis 35 Prozent. Futter mit weniger Protein kann bei Patienten mit fortgeschrittener CNE und wenn sie Anzeichen einer Urämie zeigen, erforderlich sein. Bei diesen Patienten ist es wichtig, auf Anzeichen eines Proteinmangels zu achten. Zusätzlich zur Proteinmenge sollte bei solchen CNE-Patienten auch Wert auf Protein mit hohem biologischen Wert gelegt werden.

[FONT=&quot] Die meisten Menschen erreichen das am einfachsten durch eine therapeutische Nierendiät, denn bei diesen Diäten liegt der Proteinanteil bereits in diesem Bereich. Das heißt jedoch nicht, dass sie Niedrigproteinfutter geben..."[/FONT]
[FONT=&quot]
[/FONT]

[FONT=&quot][FONT=&quot]"Aufgrund der möglichen Nachteile einer Proteinreduzierung ist es nicht unbedingt eine gute Idee, in jedem Fall proteinreduziert zu füttern. The International Renal Interest Society[FONT=&quot] unterteilt CNE in verschiedene Stadien (siehe [/FONT] [FONT=&quot] Wie ernst ist es?[/FONT][FONT=&quot]). Sie schlagen eine therapeutische Nierendiät ab Stadium 2 vor, d.h., wenn der Kreatininwert Ihrer Katze über 1,6 mg/dl oder 140 µmol/L liegt. Bei Katzen mit einer [/FONT] [FONT=&quot] Proteinurie[/FONT][FONT=&quot] empfehlen sie jedoch ganz unabhängig vom Stadium der Katze die „Fütterung einer klinischen Diät.[/FONT][FONT=&quot]"[/FONT][/FONT][/FONT]
[FONT=&quot][FONT=&quot]
[/FONT][/FONT]
[FONT=&quot][FONT=&quot]Ich hoffe ich darf das hier zitieren ::e
[/FONT][/FONT]
[FONT=&quot][/FONT][FONT=&quot] [/FONT]http://cms.scivac.it/PDF/SCIVAC/Proceedings/2012_73_Rimini.pdf[FONT=&quot][/FONT]
[/FONT]
 
Flori-Cat

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Das sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus dem Jahr 2010 :wink:
Letztlich muss es jeder für sich selber entscheiden. Es gibt nicht weiß oder schwarz. Dazwischen ist viel Platz für Grau.

Ich habe in den Jahren gelernt, dass keine CNI, wie die andere ist. Und man einfach sehen muss, was am Besten bei der betroffenen Katze ist.
Nierendiät käme bei mir nur im Notfall in Frage, ansonsten hochwertig und ggf. ein Phosphatbinder.
 

Kleinmiez

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Ja :( leider nicht auf dem neusten Stand.

Darf ich wissen was du genau an Futter fütterst....so als Orientierungshilfe...? Ich habe für Lenchen noch keine richtige Lösung für das perfekte Futter gefunden. Das einzig gute :Sie mag sehr vieles UND ist nicht so wählerisch.
Lg
 
Flori-Cat

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Bei uns gab es Miamor (die Schalen), Animonda Senior, Animonda vom Feinsten, Leonardo (Tüten und Dosen).
Später dann auch Macs bzw. Real Nature.
 

Kleinmiez

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das klingt sehr gut, bis auf 2 kenne ich alle Marken und hatte diese bislang auch gefüttert. Insbesondere Animonda vom Feinsten.

Nächste Woche spreche ich mit der TA über die Ernährung....Ich hoffe wir finden eine gute Lösung.

LG
 
Flori-Cat

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Nächste Woche spreche ich mit der TA über die Ernährung....Ich hoffe wir finden eine gute Lösung.
Bedenke aber, dass Tierärzte keine Ernährungsspezialisten sind. Im Studium wird das Thema quasi gar nicht behandelt und Seminare werden von den großen Futtermittelherstellern (Royal Canin und Hills) abgehalten.
Es gibt nur wenige Tierärze, die selber engagiert sind und sich mit der Thematik auseinander setzen.
 

Kleinmiez

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Hey Flori Cat,
ja leider sind die TA keine Ernährungsexperten...dabei ist die richtige Ernährung doch so wichtig.

Ich habe das neue Blutbild bekommen und die Werte haben sich verschlechtert :(
Entsprechend bleibt die TA bei der Aussage das ich Royal Canin Renal füttern soll. Und nun soll oder kann ich auch noch Phospahtbinder Namens "Renate"(??) zu dem Royal Canin füttern. Sie meinte das, dass Futter besser Protein reduziert sein sollte. Ich weiß wirklich nicht weiter...

das neue Blutbild hänge lade ich gleich mal hoch.

LG
 

Kleinmiez

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Hier das neue Blutbild. Interessant auch das Kalium viel schlechter geworden ist :(. Sie hatte die letzten 3 Wochen immer etwas von dem Porta 21 bekommen, welches Eiweiß hat aber Phospahtreduziert ist.
 

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mortikater

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Wie war der Kaliumwert denn vorher?

Bei Kalium kommt es gelegentlich zu falschen Ergebnissen, wenn die Blutprobe hämolytisch war oder zu lange gestanden hat.

Normalerweise haben CNI-Katzen in frühen Stadien eher einen Mangel, weil zuviel Kalium ausgeschwemmt wird. In manchen Fällen gibt es aber auch in frühen Stadien eine Erhöhung. Was sagt denn der TA dazu?

Wie ist es jetzt eigentlich mit Phosphatbinder, gibst Du den regelmäßig?

Dass Porta 21 phosphatreduziert wäre, ist mir neu. Es enthält kein Fett, aber jede Menge Eiweiß und darin steckt Phosphat.
 

Kleinmiez

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Hi Mortikater,


Huhn mit Aloe:
Ernährungsphysiologische Zusatzstoffe:
Futtersorten für ausgewachsene Katzen:
Vitamin A (5.000 IE/kg), Vitamin D 3(700 IE/kg), Vitamin E (80 mg/kg), Taurin (200 mg/kg).





Rohprotein 12.0 %
Rohfett 0.5 %
Rohfaser 0.1 %
Rohasche 2.0 %
Kalzium 0.07 %
Phosphor 0.06 %
Feuchtigkeit 82.0 %


hab das ganze in Trockenwerte umgerechnet um komme auf irgendwas mit 0,33% (aus Erinnerung). Das RC hat soagr mehr. Den Hinweis gabs im Handbuch und ist noch aktuell.


Einen Phophatbinder habe ich bis jetzt nicht eingesetzt. Nur das RC. Und jetzt soll der Phosphatbinder zusätzlich zum RC eingesetzt werden. Also RC inkl. (onTop) Phophastbinder.


Zum Kaliumwert spreche ich morgen die TA an.



Ich habe eine Tabelle wo die Werte der Vergangeheit zu entnehmen sind.
 

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mortikater

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Entscheidend ist immer das Calcium/Phosphat-Verhältnis! Calcium muss immer höher sein.

Das Verhältnis sollte bei einer gesunden Katze bei 1.2:1 sein. Bei einer CNI-Katze eher bei 1.5:1.

Bei Porta liegt es nach den o. a. Zahlen bei 1.1:1

Nach Deiner Tabelle war Kalium vorher ja okay, das könnte auch gut ein Messfehler sein, passiert bei Kalium öfter. Da würde ich vermutlich die nächste Kontrolle abwarten.

Nierendiät plus Phosphatbinder würde ich nicht geben. Nierendiäten sind bedarfsgerecht konzipiert. Phosphatbinder würde ich nehmen, wenn ich ein Normalfutter oder Nierenschonkost (so was wie z. B. Kattovit) füttere.
 
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Kleinmiez

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okay, das Calcium/Phosphat-Verhältniss habe ich nicht berücksichtigt. Nur das Phosphat reduziert ist.

Das mit dem Kalium denke ich auch, dass es ein Messfehler ist aber ich frage nach.

Ich habe mal gelesen das bei sehr kranken CNI Katzen das Diätfutter zusätzlich mit Phosphatbinder gefüttert werden kann. Aber das nur wenn die Krankheit sehr weit fortgeschritten ist. Ich halte es auch für Lenchens Fall etwas verfrüht.

Tendiere halt entweder Nierendiät oder gutes Futter mit Binder bzw. abwechselnd wäre ja auch möglich.

Auch mit den Infusionen bin ich mir nicht sicher ob so eine ganze Flüssigkeitstherapie mit 3x die Woche Infusionen sinnvoll ist.

Die TA behandelt Lenchen als wäre sie schon sehr weit fortgeschritten mit der CNI. Aber wenn ich mir Lenchen anschaue und auch die ganzen Auswertungen vom Urin, Blutdruck und Blutbilder ist zwar das Blutbild nicht gut und sie trinkt recht viel aber ansonsten ist nix...man denkt gar nicht das es ihr schlecht geht. Kein Erbrechen, Übergewicht, gut gelaunt, Appetit usw...


Ganz ehrlich : Ich habe keine Ahnung wie ich das der TA erklären soll. ::?
Es ist eine komische Situation :roll:
 
mortikater

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Ich kann nur aus der Erfahrung mit meinen CNI-Katzen sprechen. Die haben nie Infusionen bekommen (außer in Krisen). Mein Mika, der immerhin 10 Jahre mit CNI lebte, hat auch sehr viel getrunken. Zum Schluß an die 300 ml, er hat sich quasi selber infundiert. Was auch sehr hilfreich war, als er Oxalatkristalle bekam. Wir haben ihn behandelt, aber er bildete immer neue Kristalle. Dadurch, dass er so viel trank, kam es aber nicht zur Steinbildung.

Infusionen haben nicht nur positiven Einfluß, sondern oft auch Risiken. Bei einer Katze, die von sich aus viel trinkt, guten Appetit hat und mopsfidel ist, würde ich keine Infusionen geben. Dann hat es therapeutisch eigentlich auch keinen Nutzen, denn das ist ja keine "Kur". Etwas anderes ist es natürlich, wenn die Katze zu wenig trinkt und Anzeichen von Übelkeit zeigt.

Futtertechnisch hat Mika auch Trockenfutter Diät (RC) und Nassfutter normal mit Binder bekommen, damit kam er gut zurecht. Der Kreatininwert blieb immer konstant.

Weil Mika 2012 eine dicke Krise hatte, sekundären Hyperparathyreoidismus, habe ich sehr oft Parathormontests machen lassen. Der Wert war anfangs 20 fach erhöht, durch ganz strenge Diät, teilweise sogar Diät mit Binder, konnten wir den Wert aber wieder in den Normalbereich bekommen. Dadurch konnte ich gewissermaßen den Erfolg der Phosphatreduzierung kontrollieren.
 
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Flori-Cat

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Jede CNI verläuft einfach anders.
Die eine Katze bleibt lange stabil, bei anderen verschlechtern sich die Werte trotz aller Bemühungen.

Kalium ist ein sehr anfälliger Wert. Er ist oft nicht aussagekräftig. Gerade, wenn das Blut erst eingeschickt wird.
Darüber würde ich mir jetzt keinen Kopf machen.

Persönlich würde ich immer lieber Normalfutter mit Phosphatbinder nehmen. Aber das ist meine persönliche Meinung.

Infusionen können sehr gut sein. Aber zu oft gegeben bergen sie auch Risiken.
Mein Nikky und mein Monty haben keine Infusionen bekommen.
Meine Lilly auch nicht, sie hat aber auch richtig viel getrunken.
Muffin und Filou und auch mein Toni haben Infusionen bekommen. Nicht nach einem starren Schema, sondern angepasst an das Befinden.
Zum Beispiel im Hochsommer etwas mehr, als im Winter, etc.
 

Kleinmiez

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Ich habe noch einmal mit der TA telefoniert :) ich werde diese Woche versuchen wieder eine Urinprobe einzureichen und dann erfahren wir auch wieder mehr über den aktuellen Zustand...entsprechend besprechen wir das dann mit den Infusionen. Sie meinte es ist kein MUSS sondern nur eine Überlegung.

Ich habe mal eine Frage. Ich hatte eine Tabelle hier hochgeladen auf der man die Entwicklung der Blutwerte sieht. Der aktuelle Crea Wert ist nicht mehr im Referenzbereich. Wenn ich den aktuellen Wert mit dem Wert von 3 Monaten vergleiche, ist der aktuelle Wert aber sogar gesunken. Unterschied sind die zwei verschiedenen Labore mit Ihren Referenzwerten. Vor 3 Monaten war alles im grünen Bereich...aber die Referenzwerte waren auch viel grosszügiger. Wie darf man das Verstehen. Sind die Werte besser oder nun schlechter geworden?
 
Flori-Cat

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Es ist unsagbar schwer verschiedene Labore mit unterschiedlichen Referenzwerten zu vergleichen. Ich gebe zu, ich bestehe immer auf dem gleichen Labor, damit es für mich einfacher ist :oops:
 

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