Neue Katze oder noch warten?

Diskutiere Neue Katze oder noch warten? im Mehrkatzenhaushalt Forum im Bereich Katzen allgemein; Hallo zusammen, habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung etwas Rat von Katzenerfahrenen zu finden... Bin mir auch gar nicht sicher, ob ich in...
LiinaLiina

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Hallo zusammen,
habe mich hier angemeldet, in der Hoffnung etwas Rat von Katzenerfahrenen zu finden...
Bin mir auch gar nicht sicher, ob ich in der richtigen Ecke des Forums für meine Frage bin, aber ich fang mal an.

Bisher lebten 2 Kater in unserem Haushalt. Tiger (20) und Café (2). Trotz des großen Altersunterschied schienen die beiden sich nahe zu stehen (gerauft, zusammen aus einem Napf gefressen ohne Ärger, gegenseitig geputzt und ab und zu dicht nebeneinander schlafen...).
Wie es nun mal so kommt, mussten wir unseren Tiger erlösen (31.08.), zum Schluss fehlte ihm die Kraft zu trinken. Café hörte zur selben Zeit auf mit dem Essen (wir dachten er wäre auch krank!), so als
würde er aus Solidarität mitmachen.
Jetzt wo Tiger nicht mehr da ist, stand für uns fest es kommt irgendwann eine zweite Katze ins Haus, einfach weil wir Café nicht alleine lassen wollen.
Zuerst dachten wir es hätte noch lange Zeit, auch damit sich Café an die neue Situation gewöhnt, doch er scheint mehr unter der Einsamkeit zu leiden wie unter dem Verlust.
Mal von dem plötzlichen Hunger, den er uns signalisiert, abgesehen ist er auch noch unsauber geworden. Aber nicht so, dass er das Klo ganz verweigert, sondern viel mehr pinkelt er in unserer Abwesenheit in die Wäsche im Wäschezimmer. Man merke hier an, dass wir höchstens 2 Stunden zum Großeinkauf abwesend sind. Ansonsten nutzt er das Katzenklo ganz normal für Groß und Klein.
Dabei umsorgen wir ihn verstärkt seit dem Verlust, er darf nachts ins Schlafzimmer, extra Futter und Leckerli, exklusiv Spielzeit...
Er fordert durch Anhänglichkeit richtig unsere Aufmerksamkeit.

Mir fällt gerade auf, dass ich vergessen habe zu erwähnen, dass Café von Geburt an blind ist. Natürlich hat er im Alltag null Probleme sich zurecht zu finden, aber wenn es mal Futter aus der Reihe zum Beispiel gab, dann fand er es selbstständig nicht immer. Er konnte sich aber an Tiger orientieren, der natürlich auch an gedackelt kam.

Bekannte von uns (keine Katzenhalter), meinten wir sollten 1 Jahr warten bevor wir eine neue Katze adoptieren. Wir sollten sein Selbstbewusstsein stärken. Aber ich habe das Gefühl, dass Cafés Selbstbewusstsein eher leidet und er unsicher ist. Ich möchte auch nicht 1 Jahr lang daheim sitzen, damit Café nicht in die Wäsche pinkelt.

Ich würde gerne mal die Meinung von anderen Katzenhalter hören. Ob wir wirklich warten sollten oder relativ bald eine neue Katze in unser Leben bringen sollen. Auf einer Webseite hieß es auch mal, dass die Katzen erst die Trauer verarbeiten müssten...

Und bitte keine Kommentare mit "Katzen soll man nicht ersetzen". Wir können unseren Tiger vermissen und trotzdem noch ein weiteres Tier lieben, dass sind für uns zwei verschiedene Paar Schuhe.

Sorry für den langen Text, aber kürzer konnte ich mich irgendwie nicht fassen...
 
11.09.2019
#1

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Guest

Ich kann dir den Ratgeber von Gerd empfehlen. Eventuell hilft dir das ja bei deinem Problem.
KleineWölfin

KleineWölfin

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Moin Liina,
als erstes mal ein ganz herzliches Willkommen hier bei den Netzkatzen ::w

Und um es gleich vorweg zu nehmen, Du wirst hier niemanden finden, der eine derart törichte Haltung einnimmt, man solle nach dem Gang über die Regenbogenbrücke keine Katze mehr ins Haus holen. Es gibt m.A.n. auch überhaupt keine allgemeingültige Regel, wann es Zeit für diesen Schritt ist. In meinen Augen spätestens dann, wenn man das feste Gefühl hat, dass mit dem Einzug eines Fellpopos auch das Glück wieder einzieht. Warum soll das 1 Jahr warten? Wenn euer Herz bereit ist, dann ist alles gut.
In Deinem Fall - oder besser im Fall von Café - ist doch jeder Tag allein ein weiterer Tag der Trauer und Verunsicherung. Sein Signal, in eurer Abwesenheit in die Wäsche zu pinkeln, halte ich für sehr eindeutig. Neben dem Partner, der für jede Katze eine Freude ist, war Tiger für Café ja zusätzlich so etwas wie ein Blindenhund ...

Allerdings hatte ich selber noch nie eine blinde Katze. Also kann ich Dir gar nicht sagen, nach welchen Kriterien ich einen neuen Gefährten für Café aussuchen würde. Vermutlich würde ich dem noch jungen Kater 2 Kitten schenken. Die würden ihn zwar enorm anregen (was ihm bestimmt gut täte), es würde aber keine nennenswerten Probleme bei der Zusammenführung geben. Also sein Handicap würde ihn nicht zum automatisch Unterlegenen von Revierkämpfen machen, die bei einem älteren Tier evtl. zu erwarten wären. Das sind aber nur meine erste Gedanken, ohne mich in die Thematik eingelesen zu haben. Ein ruhiges, evtl. selber gehandicaptes Tier könnte wahrscheinlich ebenso als Partner funktionieren.
Auf jeden Fall würde ich mich sehr bald nach einem neuen Freund für Café umsehen.

Wenn Du Deinen Threadtitel noch mit dem Begriff "blind" ergänzt, erreichst Du besser andere Foris, die selber eine blinde Katze haben. Also bspw. "Neuer Freund für blinden Kater - wann ist der beste Zeitpunkt" oder ähnlich?

Auf jeden Fall berichte uns doch weiter, wenn der Einzug des Neuen ansteht. Das wird sicher eine absolut spannende Geschichte!
 
Rosi

Rosi

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Hallo und herzlich willkommen im Forum. ::wgelb

Auch ich hatte nie selbst eine blinde Katze, schätze das aber etwas anders ein als die Wölfin. Ich würde auch nicht lange warten, um einen Freund für Café zu suchen. Von zwei Kitten würde ich abraten. Tiger hatte den Kleinen wohl unter seine Fittiche genommen und Café war daran gewöhnt, sich an dem Freund zu orientieren. Deshalb würde ich nach einem Katerle etwa im gleichen Alter suchen, der sich auch mit ihm beschäftigt und nicht mit dem anderen Freund spielt, während Café doch wieder sich selbst überlassen ist.

Vielleicht hast Du die Möglichkeit, Dich auf Pflegestellen umzusehen. Dort kennt man die Tiere meist besser als im Tierheim. Es gilt einen Kater zu finden, der zwar auch mit Café raufen würde, aber ihn nicht ständig von irgendwoher anspringt, weil er das ja nicht kommen sehen würde und möglicherweise völlig verunsichert werden könnte. Der alte Kater hat so etwas sicher nie gemacht. In Deinem Fall wäre möglicherweise auch eine Kätzin die bessere Wahl, die zwar altersgemäß Spaß am Spielen hat, aber nicht zu wild ist. Es gibt tatsächlich Katzen mit einer sozialen Ader. Pflegestellen wissen so etwas häufig. Es wird sicher etwas dauern, den richtigen Gefährten zu finden, deshalb würde ich nicht mehr lange warten.
 

Pat

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Hallo LiinaLiiena,
auch von mir ein herzliches Willkommen hier im Forum!

Mir geht es da wie meinen beiden Vorschreiberinnen, auch ich hatte bisher noch keine blinde Katze ……. allerdings auch einen Kater mit einem Handicap, unser Flecki war fast taub und wir mussten erst lernen, damit richtig umzugehen.

Als dieser Kater im Alter von ca. 8 Jahren (er war uns mal zugelaufen und sein Alter konnte nur noch geschätzt werden) seinen langjährigen Kumpel durch Krebs verloren hatte, merkten wir auch ganz deutlich das er wieder einen Kumpel brauchte, an dem er sich besser orientieren konnte.
Er lag nur noch stundenlang rum und döste vor sich hin, das Klo benutze er sonst immer sofort dann, wenn sein Kumpel drauf ging ….. jetzt ging er nur noch, wenn bereits "die Spatzen" drauf saßen, manchmal fürs große Geschäft erst nach 3 - 4 Tagen (zu unserem Glück aber immer direkt ins Klo)….. die beiden hatten vorher immer alles im "Doppelpack" gemacht.

Wir haben uns dann auf die Suche nach einem in etwa gleichaltrigen Kater gemacht, von dem man sagen konnte, das er sehr sozial und nicht mehr so stürmisch war. ..…… Ich glaube, wir haben bei der Suche mindestens 12 Tierheime und 6 Pflegestellen vom Tierschutz "abgeklappert" und dabei viel gelernt wie gut oder schlecht die Beobachtungen der "Betreuer" war, um uns eine genaue Beschreibung der evtl. in Frage kommenden Katze geben konnten.

Achtet also darauf, was die jeweiligen Betreuer euch genau über die einzelnen Katzen erzählen können, oder ob sie euch nur knappe Angaben über die wichtigsten Daten des Tieres geben können...…. einfach eine Beurteilung bei der man merkt "sie kommt vom Herzen des Betreuers aus", diese Leute haben sich dann auch wirklich mit dem Charakter des Tieres und seinem Verhalten und seinen Bedürfnissen beschäftigt. Das wird heute leider aus Zeitmangel bei manchen Tierheimen nicht mehr so gemacht, wäre aber gerade bei euch mit einer blinden Katze ganz wichtig.

Ich habe da z.B. in einem TH erfahren, das die eine Katze eine absolute "Beschützer-Katze" in ihrem Verhalten war …..z.B. sie akzeptierte jeden Neuzugang in dem TH-Raum (es waren damals ca. 8 Katzen in einem Raum) ohne Fauchen und putzte den dann auch bald, oder legte sich neben den Neuzugang ….. egal ob es Kater oder Katze war. Sie war auch nie Futterneidisch und sie fing nie Streit an ……. trotzdem war sie dabei nicht ängstlich, sondern einfach in sich ruhend und selbstbewusst.
Als wir uns dann im Tierheim für unser Paulchen entschieden haben, da hat man uns auch vorher an seinem Verhalten erklärt, wie zutraulich, recht ruhig und vor allem total sozial dieser Kater sich verhielt.
Das hat sich dann bei einer doch recht schwierigen Zusammenführung mit unserem Flecki (der war durch dieses halbe Jahr allein sein regelrecht zum Macho-Kampfkater mutiert und griff den Neuzugang lange Zeit an) durch sein ruhiges und gleich zu uns sich total zutrauliches Verhalten bestätigt.
Dieser sehr soziale Kater hatte früher mit noch 3 anderen Katzen zusammen gelebt, war also "Katzenprobleme" gewohnt und verhielt sich immer ausgleichend beruhigt.

Ich würde euch auf Grund dieser Beobachtungen nicht zu einem Jungspund im gleichen Alter wie euer blinder Kater ist raten, sondern zu einem wesentlich älteren Tier, das nicht mehr so temperamentvoll ist und auch gerne mal längere Ruhepausen liebt...… ich denke dabei an ein Alter von vielleicht 6 - 8 Jahren- Durch seine Blindheit wird sich euer noch recht junger Kater bestimmt nicht ständig wie ein "verrückter Jungspund" verhalten …… er braucht mehr eine Katze an seiner Seite, an der er sich orientieren kann, die ihn auch mal liebevoll putzt und vor allem seine Nähe duldet, ohne ihn gleich durch heftiges Fauchen (oder sogar Angriffe) verscheucht.
Ich denke, das es da im Alter von 2 Jahren kaum eine Katze gibt, die bereits so "abgeklärt" reagiert.
Und es sollte auf jeden Fall bekannt sein, wie sie sich in einer Gruppe mit anderen verhält. Dabei glaube ich nicht, das es dann auch unbedingt ein Kater sein muss.
Viele weibliche Katzen sind sehr sozial eingestellt und vor allen die, die schon Junge hatten und sich dabei sehr mütterlich verhalten haben
Es gibt bereits einige Tierheime, die bei einer Zusammenführung von älteren Tieren dann eher zu einer Kombination von Katze zu Kater raten, denn dadurch entfällt das Macho-Rivalen-Verhalten.

Ich könnte mir auch als Möglichkeit vorstellen, das es gut mit 2 älteren Katzen/Kater klappen könnte, die schon längere Zeit zusammen sind und auch mit noch anderen Katzen gut klar kommen ….. solche Katzen gibt es oft, wenn durch Krankheit oder Todesfall eine Gruppe Katzen übrig bleibe, aber sehr aneinanderhängen und dabei auch andere Katzen noch in der Familie lebten.

Bitte schreibe doch hier weiter, wie ihr euch entscheidet und wie sich alles entwickelt!

LG Waltraud
 
MinjaundJimmy

MinjaundJimmy

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Ich möchte nur schreiben, bitte wartet nicht lange....Ansonsten hast du ja schon gute Tipps bekommen :-)
Euer Verlust tut mir sehr leid, aber 20 Jahre ist ein tolles Alter gewesen!
 
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