Nebel - und andere Gefahren für Freigänger

Diskutiere Nebel - und andere Gefahren für Freigänger im Katzen - Freigang Forum im Bereich Katzen allgemein; Ich stell' das jetzt hier 'mal als separaten thread ein, in der Hoffnung, daß eine/r der ModeratorINNen ::w, das feste anpinnt für die Zukunft...

Munkel

Registriert seit
23.07.2005
Beiträge
4.921
Gefällt mir
1
Ich stell' das jetzt hier 'mal als separaten thread ein, in der Hoffnung, daß eine/r der ModeratorINNen ::w, das feste anpinnt für die Zukunft :wink:.

.. die im Herbst besonders morgendlichen und abendlichen starken Bodennebel sind jedes Jahr enorm gefährlich für Freigänger. Hängt den Tieren bitte ein stark reflektierendes
Halsband (unbedingt mit Gimmizug oder ganz elastisch) um, damit die Autofahrer wenigstens eine Chance haben, überhaupt rechtzeitig zu bremsen. Unsere tragen z. Zt. mangels besserer Wahl diese Halsbänder hier mit Telefonplaketten.

Oder Ihr versucht gleich, die Katzen, solange Bodennebel herrscht, mit Spielbeschäftigung drinnen zu behalten. Für mit Naturschafwolle und Baldrianwurzel gefüllte Armstulpen (einseitig zugenäht, andere Seite geknotet) oder ein Fummelbrett, mit den sonst streng rationierten Leckerlies gefüllt, bleiben sogar unsere gern 'mal 'ne Weile Zuhause. Auch Eicheln, die jetzt reichlich anfallen, werden gerne durch's Haus gejagt. In solchen Zeiten mutiere ich dann lieber zum spielenden Wohnungskatzen-Halter :wink:.


In den 8 Jahren unserer Freigänger-Haltung haben sich dann doch so einige Möglichkeiten, Freigänger etwas besser zu schützen, angesammelt:

  • Den Tieren ein möglichst stark reflektierendes Halsband (mit Gummizug oder vollelastisch) umhängen. Das erleichtert die eigene Suche mit Taschenlampe, sehr wichtig auch für Autofahrer in Frühjahr und Herbst, bei den häufigen Bodennebeln.
  • Nur Kastraten nach draußen lassen, dabei die bis zu 8 Wochen Hormonabbau berücksichtigen. Hormongetriebene Katzen sind unvorsichtiger.
  • Noch übermütige Jungtiere bis zu 1 Jahr möglichst lange in der Wohnung behalten. Neugierig, leichtfertig, meistens ungeübt und unerfahren verunfallen die Jungtiere leider am häufigsten :cry:.
  • Jede Katze immer auch registrieren lassen, Chip oder Tätowierung alleine hilft für eine Rückführung wenig. Die sichtbare Täto wäre (zusätzlich zum Transponder) bei Freigängern empfehlenswert. Oder eben eine offen getragene Plakette mit Telefon-Nummer des Halters und dem Hinweis "gechipt".
  • Bei Bodennebeln in Frühjahr oder Herbst die Katze möglichst bis zur Auflösung derselben in der Wohnung spielend beschäftigen.
  • Das Revier mit der Katze an Geschirr und Leine kennenlernen.
  • Den Leinengang immer wieder mal üben, das kann irgendwann eine Freigangs-Alternative bei Krankheit sein.
  • Auch 'mal mitgehen, um die Aufenthaltsorte der Katze zu kennen.
  • Sich sofort auf die Socken machen, wenn man eines Tieres mehrere Stunden nicht ansichtig wird. Frischluft ist gesund :wink:, auch nachts.
  • Katzen in den verkehrsstarken Zeiten herein holen, wenn eine Straße in Katzen-Reichweite ist (es heißt in den Büchern Kastraten laufen bis ca. 1 km) .
  • Sind Mähmaschinen oder Jagdgesellschaften in der Nähe unterwegs, Katzen einsammeln und derweil Zuhause spielend beschäftigen.
  • Kein Ausgang, wenn kein Halter Zuhause, um bei evtl. Unfällen sofort einzugreifen zu können.
  • Das Kommen auf Zuruf oder Klappern mit der Leckerlie-Dose trainieren. Oder mit der Katze clickern lernen :wink:.
  • Vor dem Liegen auf Asphalt oder neugierigen Besuchen in Garagen mit Hupen, Wasserspritze oder lautem Klatschen erschrecken.
  • Im unmittelbaren Revier mehr Anreize bieten (z. B. Baumstämme als Aussichtspunke im eigenen Garten).
  • Der Katze draußen einen kuscheligen Schlafplatz zur Verfügung stellen, damit sie nicht mehr als nötig streunt.
  • Den Freigang incl. der Risiken, je nach Katze und Umgebung gründlich überdenken.
  • Auf unerfahrene, noch leichtfertige Kätzchen verzichten und einer geübten, unbedingt Freigang einfordernden Freigänger-Katze aus dem TH den Vorzug geben.
 
24.09.2008
#1

Anzeige

Gast

Schau mal hier: Nebel - und andere Gefahren für Freigänger . Dort wird jeder fündig!

cjh27

Registriert seit
26.07.2006
Beiträge
18.187
Gefällt mir
1
eine kleine Ergänzung:


° Wenn man gut mit den Nachbarn klarkommt sollte man über die jeweiligen Katzen miteinander reden- bei uns achten die Nachbarn jeweils auf die Katzen der anderen mit auf und wissen wer wohin gehört.

Vielleicht auch in dem Zusammenhang für jeden Nachbarn einen kleinen Flyer ausdrucken, auf dem sich der neue Freigänger kurz vorstellt, der dann als Postwurfsendung in die jeweiligen Breifkästen kommt.

Wenn die Entscheidung für oder gegen Freilauf noch nicht gefallen ist könnte man auch mit den Nachbarn darüber reden wie sicher die Gegend aus ihren Erfahungen heraus wirklich ist- also ob schon mal Katzen überfahren wurden.

° Wenn die Nachbarn Probleme mit einer Freigängerkatze haben möglichst versuchen freundlich zu bleiben und Lösungsvorschläge zu liefern, z.B. eine Sandkastenabdeckung bezahlen oder mithelfen den Taubenschlag/ Gartenteich der Nachbarn besser zu sichern, bei Ärger auch mal einen Versöhnungsblumenstrauß rüberbringen.

° Wenn sich unkastrierte Katzen in der Nachbarschaft befinden sollte man versuchen heraus zu finden wohin sie gehören und auf den Besitzer einwirken damit sie kastriert weden können, bzw bei echten Streunern einen Tierschutzverein um Hilfe bitten.

Christine
 
Zuletzt bearbeitet:

Munkel

Registriert seit
23.07.2005
Beiträge
4.921
Gefällt mir
1
Na toll :roll:, einige der wichtigsten Punkte hab' ich vergeßen :oops:.



Obwohl die BRD seit August d. J. als tollwutfrei gilt, hat die Tollwutverordnung immer noch Gültigkeit, die besagt:
§ 7 Tötung und unschädliche Beseitigung

(1) Ist der Ausbruch oder der Verdacht des Ausbruchs der Tollwut in einem Betrieb oder an einem sonstigen Standort amtlich festgestellt, so kann die zuständige Behörde die sofortige Tötung und unschädliche Beseitigung der seuchenverdächtigen Tiere anordnen; bei seuchenverdächtigen Hunden und Katzen hat sie die Tötung und unschädliche Beseitigung anzuordnen.
(2) Abweichend von Absatz 1 kann die zuständige Behörde bei seuchenverdächtigen Hunden oder Katzen anstelle der Tötung und unschädlichen Beseitigung die behördliche Beobachtung bis zur Bestätigung oder Beseitigung des Verdachts anordnen, wenn diese Tiere 1.einen Menschen gebissen haben oder2.nachweislich unter wirksamem Impfschutz stehen.
Quelle: http://bundesrecht.juris.de/tollwv_1991/BJNR011680991.html
Diesbezüglich wäre also bei Freigängern also immer noch auch an eine

  • Impfung gegen Tollwut (Rabies) zu denken. Inzwischen sind verlängerte Impfintervalle je nach nach Impfstoff möglich.
Außerdem wird bei Freigängern

 

silbertabby

Registriert seit
16.04.2003
Beiträge
10.996
Gefällt mir
1
Hallo "Munkel-Christine", :wink:

ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag!

Hallo "cjh27-Christine", :wink:

mit den Freigängern aus der Nachbarschaft halten wir es hier genauso. Ich habe immer ein Auge drauf, wann ich die Katzen zuletzt gesehen habe. Das gehört für mich zu einer guten Nachbarschaft einfach dazu.
 
Thema:

Nebel - und andere Gefahren für Freigänger

Schlagworte

nebel gefährlich für katzen

,

revier von katzen

,

katze freigänger gefahren

,
was machen katzen bei nebel
, wieviel wärme vertragen katzen
Top Unten