Mein Kater ist an FIP gestorben

Diskutiere Mein Kater ist an FIP gestorben im Infektionskrankheiten Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Hallo ihr lieben, nachdem wir leider unseren 6-Monate jungen Kater wegen FIP am Freitag einschläfern ließen, habe ich hier im Forum etwas trost...

Mönchen

Gast
Hallo ihr lieben,
nachdem wir leider unseren 6-Monate jungen Kater wegen FIP am Freitag einschläfern ließen, habe ich hier im Forum etwas trost gesucht und gefunden.
Etliche Gedanken habe ich mir gemacht, wie wir uns jetzt weiter
verhalten sollen. Weil, einiges ist mir doch noch nicht ganz klar geworden:
Bei uns im Haus leben noch zwei weitere Katzen (Lucy, 5 Monate und Petrie, 16 Jahre). Beide hatten unmittelbaren Kontakt zu unserem
Casper. Alle bewegen sich frei im ganzen Haus. So, müssen wir jetzt also davon ausgehen, dass die anderen beiden zumindest Co-positiv sind? Sollen wir denn dann trotzdem warten mit einer neuen Katze? Oder ist es in unserem Fall nich egal, weil die Katzen eh überall sind?
Sorry, meine Fragen sind wahrscheinlich sehr verwirrt, aber ich möchte bald wieder eine Fellnase haben. Müssen wir trotz allem 2 Monate warten?
Was meint ihr?
Könnt ihr mir helfen meine Gedanken zu sortieren?
 
24.01.2005
#1

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Gast

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Duquesa86

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Hallo Mönchen,

das tut mir sehr leid um Deinen kleinen Casper:cry:
schon wieder so ein junges Tier das viel zu früh gehen mußte.:cry:

Nun mein TA hat mir mal gesagt, daß es meist junge Tiere sind, die an FIP erkranken (er sagte glaube ich bis 5 jahre oder so).

An Deiner Stelle würde ich die 2 Monate warten und dann bevor Du Dir wieder ein Kätzchen/Katerchen holst die beiden untersuchen lassen (Bluttest).
Leider kenne ich mich damit viel zu wenig aus.
Wenn die beiden Coronaviren im Blut haben, heißt das aber noch lange nicht, daß sie FIP bekommen.
Was hat denn Dein TA gesagt?
 

petzi

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hi,
wie du bereits selbst gesagt hast, könnten deine beiden anderen katzen vermutlich ohnehin coronavirenpositiv sein . also bringt es nichts, zwei monate abzuwarten.
tut mir natürlich sehr leid, dass euer katerchen nur so kurz leben durfte :cry:
lg peter
 

Pfoti

Gast
Hallo mönchen


möchte dir zuerst mal sagen wie leid mir das tut wegen casper. kann das sehr gut nachfühlen.:cry:

Ich habe innerhalb von 5 monaten 2 samtpfoten an fip verloren. es waren zwei brüderchen:( :( :(

habe hier etwas sehr informatives gefunden:

http://home.t-online.de/home/BlankeM/fip.htm
schau das mal an.


Ich weiss nicht, ob ich das nur meine, aber ich habe das gefühl, als ob es immer kater sind, welche an fip erkranken. oder täusche ich mich?
 

Pieper

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Hallo Mönchen,

ich bin hier sehr neu, deshalb habe ich nicht mitbekommen, was bei euch Trauriges los war.

Wir haben unseren Kater Gismo im letzen Jahr im Oktober verloren. Feuchte FIP. Er war 1,5 Jahre alt.

Unser TA riet uns, möglichst ein halbes Jahr vergehen zu lassen, bevor Kitty einen neuen Freund bekommen kann.

Wir haben Kitty testen lassen, um den Antikörperwert gegen Corona-Viren im Blut zu ermitteln. Klar ist sie Corona-positiv. Gismo war ihr dickster Freund.

Sie hat einen Titer 1:100. Das sagt nur, dass sie mit Corona-Viren in Kontakt kam. Nicht aber, dass sie jemals in ihrem Leben an FIP erkranken wird. Der TA sagte auch, dass sich dieser niedrige Titer noch im nächsten Vierteljahr reduzieren kann, da ein gesundes Immunsystem in der Lage sei, den Virus vollends platt zu machen. Dementsprechend wird der Antikörper-Anteil natürlich auch geringer.

Wir sind guten Mutes und du solltest es auch sein.
Unser halbes Jahr kann übrigens nicht eingehalten werden. Aber auch das sieht der TA nach dem Titer-Ergebnis cool. Wir haben einen Notfall in Düsseldorf. Die Katze Manjula kann dort nicht bleiben, wo sie ist.

Wir holen sie nächste Woche. Deshalb habe ich den TA angerufen und nochmal nachgefragt.

Ich würde die Höhe des Titers checken lassen. Ich weiß aber auch von Leuten, die das nie taten, gleichzeitig das Haus voller Katzen haben und die alle uralt wurden, trotz eines FIP-Falles in engster Familie.

Liebe Grüße und niemals wieder so einen Schmerz wünschen dir
 

petzi

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Unser TA riet uns, möglichst ein halbes Jahr vergehen zu lassen, bevor Kitty einen neuen Freund bekommen kann. Wir haben Kitty testen lassen, um den Antikörperwert gegen Corona-Viren im Blut zu ermitteln. Klar ist sie Corona-positiv....Immunsystem in der Lage sei, den Virus vollends platt zu machen. Dementsprechend wird der Antikörper-Anteil natürlich auch geringer.
ja und wozu dann ein halbes jahr warten ? antikörper(titer) können noch weit über ein jahr vorhanden sein, nachdem das virus vom körper eliminiert wurde (siehe impfungen). fip ist eigentlich nicht übertragbar von katze zu katze, als nicht ansteckend und daher auch keinerlei seuche. und wenn die "neue" katze (zu rund 70% wahrscheinlich) ohnehin die coronaviren in sich trägt, ich wüsste nicht wozu ein halbes jahr warten ::?
lg peter
 

inkubus

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Hallo Mönchen!

Erst einmal ein gaaanz tiefes und trauriges "Herzliches Beileid" von mir. Da wir vor etwa einem Jahr unseren kelienen Jungen Spiky wegen FIP verloren haben, kann ich sehr gut nachempfinden, wie schrecklich Du Dich fühlst.

Wir haben damals zwei Monate gewartet. Hätte vielleicht nicht sein müssen, leiß uns aber etwas ruhiger schlafen. Außerdem hätten wir sonst das Gefühl gehabt, Spiky ersetzen zu wollen. und das ist etwas, das leider niemand auf dieser Welt kann. Wir brauchten einfach zwei Monate, um zur Ruhe zu kommen und ein wenig traurig sein zu dürfen, ohne uns um ein neues Schätzchen kümmern zu dürfen/müssen.

Wenn ich an Spiky denke, muss ich mich heute noch zusammennehmen, damit mir die Augen nicht feucht werden. (Immerhin bin ich ein 27-jähriger Mann) Ich habe damls diese Zeit gebraucht und mich sehr über unseren Paule gefreut, der im Frühling letzten Jahres aus dem Tierheim zu uns kam. Kein neuer Spiky - aber ein neuer, lieber Freund (na ja, meistens lieb :wink: ).

Mir persönlich hat es damals sehr geholfen, ein paar Abschiedsworte für Spiky in die Regenbogenbrücke auf Fussels (user Fussel) homepage zu schreiben und ab und zu dort vorbeizuschauen.

Alles, alles liebe!

Sven
 

Mönchen

Gast
Hallo Ihr lieben,

ihr glaubt gar nicht, wie gut das tut, eure Antworten zu lesen. Der Schmerz sitzt zwar noch sehr tief, aber mir geht es trotzdem schon besser.

Die Sache mit dem Warten oder nicht, ist genau das, was ich nicht versteh. Zwar hat der TA am Freitag gesagt, dass die Viren nich lange aktiv bleiben, die Arzthelferin am Samstag, als ich nochmal anrief um mich zu vergewissern, meinte allerdings, wir sollten mind. 2 Monate warten. Ich denke, wir lassen jetzt auch einfach ein bissele Zeit vergehen. Als wir Casper letztes Jahr bekommen haben, haben wir auch, direkt davor unsere Lucky verloren. Sie kam am WE nicht mehr nach Hause, war ne richtige wilde, aber gaaaanz liebe. Sie lag leider bei unseren Nachbarn tot im Garten. Keine Anzeichen von Verletzungen oder so. Tja, und dann kam Casper. Ein ganz lieber Kerl. Ich vermiss ihn so.

Ob wir unsere anderen beiden Katzen testen lassen sollen, weiß ich auch noch nicht. Weil, was bringts?? Der Gedanke an die Krankheit wird uns jetzt wohl ständig begleiten, und ohne Katze will ich nicht mehr sein (Lucky war meine erste)!

Kann ich denn eigentlich davon ausgehen, dass eine Katze in der Regel Co-Positiv ist?
 

Pieper

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ja und wozu dann ein halbes jahr warten ? antikörper(titer) können noch weit über ein jahr vorhanden sein, nachdem das virus vom körper eliminiert wurde (siehe impfungen). fip ist eigentlich nicht übertragbar von katze zu katze, als nicht ansteckend und daher auch keinerlei seuche. und wenn die "neue" katze (zu rund 70% wahrscheinlich) ohnehin die coronaviren in sich trägt, ich wüsste nicht wozu ein halbes jahr warten

lg peter
Hallo Peter,

FIP ist nicht von Katz zu Katz übertragbar , da gebe ich dir recht. Man sollte auch zwischen FIP und Corona-Viren unterscheiden. Eine Übertragung von Coronaviren ist sehr gut möglich über Katzenkot. Diese Übertragungsform der Viren bringt die Mehrheit von uns sicher schon in Schwierigkeiten. Denn Katzentoiletten werden freiwillig selten auf einen Alleinbenutzer treffen.

Corona-Viren allein machen kein FIP. Trotzdem würde ich versuchen zu vermeiden, eine alte oder schon immungeschwächte Katze wissentlich Corona-Viren auszusetzen. Denn was nicht sein muss, muss nicht sein.

Als "Seuche" kann man Corona-Viren sicher mittlerweile bezeichnen. Nur weil immer mehr Katzen damit in Berührung kommen, sind diese Viren ja nicht gleichzeitig bedeutunglos. Ob es 71% sind, weiß ich nicht. Aber auch mein TA äußerte, dass es leider immer häufiger vorkommt.

Gerne werde ich deine Frage "Wieso ein halbes Jahr?" nochmal an den TA weitergeben. Denn das interessiert mich auch.
 

Klaas

Gast
Mit den harmlosen Coronaviren sind über 90% aller Katzen infiziert. Das passiert schon bei den Babys durch die Mutter. Sogar unter Laborbedingungen separierte Babys hatten Coronaviren. Es gibt keinen Null-Titer bei der Coronavirenbestimmung. Der kleinste Wert ist immer 1:25.
FiP ist nicht ansteckend, sondern entsteht, wenn die harmlosen Coronaviren, die alle Katzen haben, durch Streß zu bösartigen FiP Viren werden. Das passiert häufig durch den Streß beim Besitzerwechsel - also bei Jungtieren. Die Gefahr eines FiP Ausbruchs ist bei Erwachsenen eher gering und steigt bei sehr alten Katzen wieder etwas an.
 

nina

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Hallo Mönchen,

erstmal tut es mir sehr leid, dass Euer Casper gestorben ist :-( Mein Paco ist kurz vor Weihnachten auch an FIP gestorben :-( Ich habe auch noch 2 andere Katzen, die ich danach nicht habe testen lassen, weil ich und auch die TÄ davon ausgehen, dass sie beide nun Coronaviren-positiv sind, deshalb muss man ihnen ja nicht eine stressige Blutabnahme antun.

Das Virus selbst ist wie gesagt erstmal harmlos. Die TÄ hat uns aber auch geraten ca. 6 Wochen zu warten, bevor wir eine neue Katze aufnehmen. Ich habe das so verstanden, dass die Coronaviren eines erkrankten Tieres aggressiver sind als die von nicht erkrankten Tieren. Diese aggressiven Viren brauchen wohl eine gewisse Zeit, um sich aufzulösen. So habe ich das zumindest in all der Aufregung verstanden, aber irgendwie ist FIP ja ziemlich kompliziert.

Die meisten Katzen haben wie schon gesagt tatsächlich die harmlosen Coronaviren, wobei die Chance bei Katzen, die aus großen Gruppen wie z.B. Tierheimen oder von freilebenden Straßen-Katzenkolonien stammen natürlich größer ist als bei Züchtern. Viele Züchter lassen ihre Tiere auch bewusst auf Coronaviren testen und können nachweisen, dass ihre Tiere die Viren nicht haben.

Ich würde deshalb eher eine gesunde Katze mit gutem Immunsystem aus dem Tierheim zu Deinen beiden verbleibenden holen. Wir bekommen übrigens im Februar auch wieder eine 3. Katze aus Spanien.

Alles gute und liebe Grüße,
Nina
 

petzi

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hi,
Es gibt keinen Null-Titer bei der Coronavirenbestimmung. Der kleinste Wert ist immer 1:25.
es gibt auch bestenfalls 1:1 (unverdünnt) und methodisch bedingt fängt man erst an bei der verdünnung 1:25 an antikörper-negativ oder antikörper-positiv zu werten.
durch Streß zu bösartigen FiP Viren werden
einzelne fip viren werden im leben einer fecv-katze immer wieder entstehen. damit allerdings aus einzelnen viren eine hohe kopienzahl und somit ein problem entsteht, muss das immunsystem unausgereift, defekt und/oder überlastet sein. die stressgeschichten bei jungtieren sind nicht besonders beeindruckend, weil gerade jungtiere sich ein neues revier suchen müssen, also ein ortswechsel ziemlich normal ist in dem alter.
die Coronaviren eines erkrankten Tieres aggressiver sind als die von nicht erkrankten Tieren
...weil ein erkrankter tier natürlich enorme mengen an viren ausscheidet, damit steigt der infektiondruck.
lg peter
 
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nina

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Hallo Mönchen,

ich habe das so verstanden (berichtigt mich, falls ich hier Blödsinn schreiben sollte :-) ):

Wenn eine Katze, die keine Coronaviren hat, den Viren ausgesetzt wird, infiziert sie sich. Obwohl die Viren erstmal harmlos sind, setzt sich der Körper natürlich trotzdem mit ihnen auseinander. Bei einer Infektion sind dann wohl erst mal die Viren in höherer Anzahl vorhanden, die meisten Katzen schaffen es aber mit der Zeit die Anzahl zu bekämpfen. Es kann also sein, dass eine Katze mit einem hohem FIP-Titer nach einem Jahr einen geringeren Titer aufweist (ich glaube, das ist hier bei manchen Mitgliedern auch der Fall gewesen?). Wenn das Immunsystem also in Ordnung ist, ist das für die meisten Katzen kein Problem. Eine sowieso schon geschwächte Katze hat gegen die Viren natürlich geringere Chancen. Bei meinem Paco war es so, dass wir ihn sehr jung (schätzungsweise 8-10 Wochen) bereits total verschnupft bekommen haben. Den Schnupfen ist er trotz aller Bemühungen nie los geworden und zusätzlich musste sein sowieso schwaches Immunsystem sich dann auch noch mit Coronaviren auseinandersetzen, leider hat Pacos Immunsystem das nicht geschafft :-(

Die (Gewissens)-Frage ist letztendlich, ob Du eine Coronaviren-Freie Katze (z.B. vom Züchter) bewusst dem Risiko aussetzt, dass sie sich infiziert. Das heisst zwar wie gesagt nicht, dass sie automatisch irgendwann an FIP erkrankt, aber das Risiko besteht und das muss man halt irgendwie mit seinem Gewissen vereinbaren. Die andere Möglichkeit wäre halt eine Katze aus dem Tierschutz, die mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit bereits Coronaviren hat. Der Vorteil ist, dass sich diese Katze nicht neu infiziert und somit die Viren nicht neu bekämpfen muss. Bei Kitten ist das Risiko auch größer, da das Immunsystem bei Kitten noch nicht komplett ausgebaut ist.

Aber wie gesagt, es gibt keine Garantie und wahrscheinlich keine super Tipps, die man in so einer Situation geben kann. Wir haben letztendlich aus dem Bauch heraus entschieden.

Liebe Grüße,
Nina
 

inkubus

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Hallo Mönchen,

mal ganz weit ab von sämtlichen wissenschaftlichen Betrachtungsweisen, die einen doch nicht weiter bringen:
Aufgrund der geschilderten schmerzlichen Erfahrung mit unserem Spiky und (zumindest damals) der schrecklichen Sorge um seinen kleinen Spielkameraden Pitti (der mittlerweile aber ein toller, riesengroßer und sportlicher 8kg-Kater geworden ist, der uns täglich Freude macht), haben wir uns abgewöhnt, uns von dieser Art fachlich sicher richtiger, im konkreten Fall aber denkbar unnützer Titer-Berechnungs-Information verrückt machen zu lassen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich eine Katze mit FIP oder anderen tödlichen Krankheiten infiziert, ist immer gegeben - sie verändert sich m.E.n. nicht wirklich durch irgendwelche theoretischen Werte. Und selbst wenn - was nützt es, wenn man von einer Wahrscheinlichkeit von 1:10, 1:10 oder 1:1000 ausgeht? Wenn es trifft, für den ist es auch dann unfassbar schrecklich. Aber auch erst dann!
Natürlich freue ich mich über jedes Tier, das die magische Grenze von 1 Jahr Lebensalter erreicht und somit (angeblich) aus der akuten FIP-Gefährdung fällt. ;-)

Deine Eingangsfrage nach dem warten oder nicht warten, habe ich oben ja schon für meinen Teil beantwortet.

Damit Du verstehst, wie ich das meine, noch ein Beispiel: Mein Vater leidet an einer sehr schlimmen Krankheit, von der der Wissenschaft praktisch nichts bekannt ist. Schon gar nicht, ob sie genetisch bedingt ist und somit auch bei mir und meinen Brüdern auftreten kann oder gar wird (MSA). Selbst wenn es einen Test oder eine Wahrscheinlichkeitsbetrachtung geben würde - was würde es nützen? Heilung oder Prophylaxe gibt es leider - wie bei FIP - nicht! Also lebe ich mein Leben und lasse mich von diesem eventuell schwebenden Damoklesschwert möglichst nicht beeinflussen.

Ich wünsche Dir alles, alles Gute!!!

Sven
 
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Klaas

Gast
Die (Gewissens)-Frage ist letztendlich, ob Du eine Coronaviren-Freie Katze (z.B. vom Züchter) bewusst dem Risiko aussetzt, dass sie sich infiziert.
Nina
Auch die Katzen in Zuchten sind zu 90% mit dem Coronavirus infiziert. Nach Studien der Uni Zürich gibt es keine Coronaviren freie Zucht! Ich schrieb ja schon, daß selbst unter Quarantäne- und Laborbedingungen bei Versuchen der Uni Zürich die Babys den Virus hatten. Obwohl sie von der Mutter getrennt aufgezogen wurden. Wenn du ganz sicher gehen willst, dann lasse von der Katze, die du gerne dazunehmen möchtest, den Coronatiter bestimmen. Sie wird einen Titer haben, also infiziert sein und somit ist es auch kein Problem, sie zu deiner Katze dazu zu nehmen.
 

nina

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Auch die Katzen in Zuchten sind zu 90% mit dem Coronavirus infiziert. Nach Studien der Uni Zürich gibt es keine Coronaviren freie Zucht! Ich schrieb ja schon, daß selbst unter Quarantäne- und Laborbedingungen bei Versuchen der Uni Zürich die Babys den Virus hatten. Obwohl sie von der Mutter getrennt aufgezogen wurden. Wenn du ganz sicher gehen willst, dann lasse von der Katze, die du gerne dazunehmen möchtest, den Coronatiter bestimmen. Sie wird einen Titer haben, also infiziert sein und somit ist es auch kein Problem, sie zu deiner Katze dazu zu nehmen.
Hallo Birgit,

das wusste ich gar nicht :-) Ich habe nur schon öfter auf Züchter-Seiten gelesen, dass die Kitten auf FIP getestet werden und bin deshalb davon ausgegangen, dass sie Viren-frei sind. Danke für die Info :-)

LG, Nina
 

Ceylina

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Hallo Mönchen,

es tut mir sehr leid, dass du deinen Kater gehen lassen musstest. Ich kann nachvollziehen wie du dich fühlst...
Nachdem wir unseren Kater vor zwei Wochen an FIP verloren haben, mussten auch wir uns mit der Frage neuer Kater ja/nein auseinander setzen. Leider gibt es in der Tiermedizin wohl keine andere Krankheit, welche so kontrovers diskutiert wird, wie FIP. Unsere TÄ war lange auf dem Gebiet der FIP- Forschung tätig, und wir hatten mit ihr zum Glück eine sehr kompetente Fachfrau an unserer Seite. Sie hat uns davon abgeraten, lange mit einer Zweitkatze zu warten, da Taya sehr unausgeglichen war und natürlich auch um Aramis getrauert hat.

Von irgendwelchen Test und weiteren Titer- Bestimmungen riet sie uns, meiner Meinung nach zu Recht, ab. Schließlich war auch Aramis Blut mit dem Ergebnis "FIP- negativ" untersucht worden und wir haben ihn trotzdem an diese Krankheit verloren- was sollte ein weiterer Bluttest über Tayas Gesundheitsstand aussagen? Dass sie Coronaviren in sich trägt ist überaus wahrscheinlich...

So viel auch zu den Züchtern, deren Katzen "FIP negativ" sind. Leider ist FIP in Züchterkreisen immer noch ein Tabu- Thema. Auch Aramis` Tod wird von seinen Züchtern verschwiegen...

Seit Sonntag sind wir nun wieder zu viert im Hause. Leo, unser „Neuer“ lässt sowohl meinen Freund und mich, als auch unsere Taya wieder richtig aufblühen. Wir haben uns bewusst für ein älteres Tier entschieden (er ist neun Monate alt), da das Immunsystem in diesem Alter doch schon stärker ist, als bei einem kleinen Kitten. Außerdem haben wir die Wohnung geputzt, die Kratzbäume desinfiziert und Spielzeug/ Katzenklos und Futternäpfe ausgetauscht. Ich denke auf diese Art und Weise haben wir das Richtige für Taya, unseren Neuankömmling Leo und für uns getan. Im Prinzip bleibt aber nur die Hoffnung, dass wir von Nun an von dieser schrecklichen Krankheit verschont bleiben und dass sie irgendwann, vielleicht nicht gleich heilbar, aber zumindest vollständig erforscht ist.

LG und alles Gute für dich und deine Süßen

Christina
 

Klaas

Gast
Natürlich testen die verantwortungsvollen Züchter darauf. Ich lasse von jedem Baby mit 12 Wochen Blut abnehmen und den Titer ermitteln. Der Titer ist dann fast in allen Fällen 1:25. Das wird in den meisten Fällen als "negativ" bezeichnet. Ist es aber nicht - es ist eben ein geringer Titer. Wenn der Titer mal höher ist, dann heißt das, das die Katze grade in dem Moment die Coronavireninfektion durchmacht. Wenn man ein halbes Jahr später nochmal nachtestet, ist der Titer wieder normal. Der Titer alleine sagt so gut wie gar nichts aus. Es gibt bei Laboklin ein sogenanntes "FiP-Profil", bei dem alle Blutwerte getestet werden, die bei FiP verändert sind. Das ist dann schon aussagefähiger. Leider gibt es bis heute keinen wirklichen "FiP-Test".

Je mehr Coronaviren die Babys abbekommen, desto größer ist die Gefahr, daß FiP ausbrechen könnte. Der Züchter hat viel Verantwortung, diesen "Virus-Load" so gering wie möglich zu halten. Z.B. dadurch, daß er verhindert, daß die Babys und die erwachsenen Tiere dieselbe Toilette benutzen. Die Hygiene ist ganz wichtig (Reinigung der Toiletten) u.s.w. Und natürlich die Gefahr durch zu enge Verpaarungen (Inzucht), weil dadurch das Immunsystem geschwächt wird.
 

Klaas

Gast
Hallo Mönchen,

So viel auch zu den Züchtern, deren Katzen "FIP negativ" sind. Leider ist FIP in Züchterkreisen immer noch ein Tabu- Thema. Auch Aramis` Tod wird von seinen Züchtern verschwiegen...

Christina
Hallo Christina,
viele Züchter scheuen sich vor der Verantwortung, aktiv Vorsorge zu betreiben (siehe mein Posting oben) und Geld für die nötigen Blutuntersuchungen und Gesundheitszeugnisse auszugeben. Sie halten sich nicht informationsmäßig auf dem neuesten Stand und haben vielleicht auch Tierärzte, die sich nicht fortbilden. Sie machen Werbung mit "FiP negativer Zucht", obwohl jeder, der sich auch nur ein bischen damit auseinandersetzt, weiß, daß es jeden treffen kann. FiP ist ähnlich zu sehen wie Krebs - harmlose Zellen verändern sich plötzlich zu bösartigen.
Aber es liegt auch oft an den Käufern - ich meine jetzt nicht dich und will dich auch ganz bestimmt nicht angreifen - die nur auf möglichst billige Schnäppchen aus sind. So eine umfassende Gesundheitsvorsorge vom Züchter kostet natürlich viel Geld und damit sind die Babys dann teuerer, als die vom Schwarzzüchter oder Vermehrer. Der Käufer sieht das oft nicht ein und es wird ihm erst dann wichtig, wenn er reingefallen ist.

Hast du versucht, mit der Züchterin deiner Katze Kontakt aufzunehmen? Hatte deine Katze ein Gesundheitszeugnis, Blutbild, Vertrag? Es tut mir sehr leid für dich, daß du so schlechte Erfahrungen machen mußtest. In solchen Fällen ist es für den Käufer ja nicht nur so, daß er den finanziellen Verlust hat, sondern der Schmerz um den Verlust kommt noch hinzu.
 
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