Megacolon?

Diskutiere Megacolon? im Verdauungstrakt Forum im Bereich Katzenkrankheiten; firstHallo! Ich habe hier schon öfter über meinen Kater Mogli berichtet. Er hat seit einem 3/4 Jahr erhebliche Probleme mit der Verdauung und...

MIKI*

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Hallo!
Ich habe hier schon öfter über meinen Kater Mogli berichtet. Er hat seit einem 3/4 Jahr erhebliche Probleme mit der Verdauung und bricht sehr häufig. Wir ließen zahlreiche Untersuchungen machen(Magenspieglung, Ultraschall, Blutuntersuchungen, Kotuntersuchungen...), leider größtenteils ergebnislos. Es wurde zwar eine schlimme Magenschleimhautentzündung festgestellt, woher das Kommt bzw. was man dagegen tun kann, konnte mir aber niemand sagen. Er wird jetzt die ganze Zeit über mit Omeprazol behandelt, weil das die einzige Möglichkeit ist, das Kotzen einigermaßen in den Griff zu bekommen. Natürlich ist das nur Ursachenbekämpfung und löst nicht das eigentliche Problem. Außerdem setzt Mogli seit einiger Zeit nur sehr unregelmäßig recht harten, fast schwarzen Kot ab. Aus diesen Gründen war ich getsern dann doch nochmal bei einem Spezialisten(Gastrointerologe). Mir erschien dieser Arzt wirklich sehr kompetent, er wusste wirklich wovon er redete und hatte sofort einen Verdacht. Sie haben Mogli dann geröntgt und festgestellt, dass er wohl ein Megacolon hat. Dass seine Kotzattacken nicht vom Magen herrühren sondern vom Darm, der nicht mehr richtig verdauen könne. Deswegen würde der Magen so viel Magensäure produzieren, die dann wiederum die Magenschleimhautentzündung verursacht und zu dem Erbrechen führt. Ich war gestern wirklich froh, als ich da rauskam. Obwohl es keine schöne Diagnose ist. Aber zumindest ist es eine. Nachdem ich jetzt fast ein Jahr nur in völig ratlose Tierarztgesichter geschaut habe, war das mal eine willkommene Abwechsulung! Nur leider überkommen mich jetz schon wieder Zweifel. Mir ist nämlich eingefallen, dass das Omeprazol auch Verdauungsstörungen, z.B. Verstopfung, verursachen kann. Sogar relativ häufig... . Er bekommt das jetzt schon über einen geraumen Zeitraum als Dauergabe. Kann es nicht sein, dass er einfach nur verstopft, weil er die ganze Zeit dieses Ompeprazol schlucken muss? Dass die Lösung des Problems doch nicht in einer angeborenen Darmträgheit liegt? Ich wünsche es mir nicht, weil wir dann schon wieder vor dem Nichts stünden, aber irgendwie finde ich das naheliegend(v.a. weil dieser harte Kot zusammen mit der Omeprazolgabe eingesetzt hat)... . Und wenn dem so wäre, wäre der vorgeschlagene Behandlungsplan auch relativ sinnlos. Ich kann ihn doch nicht mit Abführmitteln zupumpen, während ich weiter Omeprazol gebe, dass die Verdauung im selben Moment wieder hemmt :confused:. Omeprazol weglassen geht aber auch nicht, weil er dann ständig kotzt.
Ich habe gerade keine Ahnung, was ich tun soll. Hat jemand vielleicht einen Rat für mich?
LG Miki
 
Zuletzt bearbeitet:
27.04.2012
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r2d2

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Hallo Miki,

tut mir leid dass Dein Kater solche gesundheitlichen Probleme hat. Ganz spontan wäre mein Rat: Lies Dich in Rohfütterung (BARF) ein, schleich die Medikamente aus und stell die Ernährung Deines Katers um. Das wichtigste scheint zu sein, die Entzündung der Magenschleimhaut in den Griff zu bekommen, damit die Kotzattacken aufhören, dann wird sich wahrscheinlich auch alles andere normalisieren.

Es könnte sein, dass Bakterien aus dem Darm in Regionen aufsteigen, wo sie nicht hingehören, und so die Magenschleimhautentzündung verursachen. Dann könnte Antibiotika in Verbindung mit Entzündungshemmern (Cortison) das Problem erstmal eindämmen, damit man Zeit bekommt, über Ernährung die Verdauung wieder zu normalisieren. Haben die TÄ diese Möglichkeit in Betracht gezogen?

Es gibt eine sehr interessante Studie eines Tierarztes in USA, der gezeigt hat dass BARF bei Verdauungsproblemen (und anderen Gesundheitsproblemen) große Verbesserungen erzielen kann. Vor allem der zu hohe Getreideanteil in Fertigfutter scheint häufig problematisch zu sein, und durch die Umstellung auf Rohfütterung wird der Darm erheblich entlastet weil man viel geringere Mengen füttert um auf die notwendigen Nährstoffe zu kommen. Wichtig ist, dabei Geduld zu haben, denn es dauert bei chronischen Problemen eine Weile, bis sich alles wieder normalisiert. Eine gute Seite für den Einstieg ist Savannahcats, dort sind auch viele weiterführende Links.

Gut wäre für den Anfang Schonkost (gekochtes Hühnchen in Brühe), damit der Magen-Darm-Bereich sich beruhigt. Evtl. mag Dein Kater auch Joghurt? Das könnte beim Sanieren des Magen-Darm-Bereichs helfen. Du kannst vorsichtig erstmal 1-2 TL Bioghurt versuchen. Bei meiner Katze Paula hat das anscheinend sehr gut geholfen, als ihr Magen nach einer Chemo total grereizt war, und sie mochte es sehr gern.

Generell lieber mehrere kleinere Mahlzeiten füttern als 1 bis 2 große. Ein homöopathisches Mittel gegen Übelkeit ist Nux Vomica, damit haben auch viele schon gute Erfahrungen gemacht.

An Fertignahrung gibt es ja auch verschiedenes für ernährungssensible Katzen, z.B. Sorten ohne Getreide oder solche mit nur einer Eiweißquelle (bei Paula ging Kattovit Sensitiv Huhn, ohne Getreide, ganz hervorragend).

Bei Verstopfung hilft auch Lactulose. Auch da würde ich erstmal vorsichtig dosieren, und schauen wie der Kater reagiert, damit das Ganze nicht in Durchfall umschlägt. Empfehlungen lauten 0,5 bis 1ml pro kg Körpergewicht am Tag, auf die Mahlzeiten verteilt.

Alles Gute für Euch!
LG Patricia
 

MIKI*

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Puh, also ich muss ehrlich sagen, an barfen habe ich mich bisher nicht rangetraut. Obwohl ich viel davon halte. Aber natürlich bekommt er Schonkost. Sorry, das hatte ich nicht dazu geschrieben. Futtersorten mit Getreide bzw. Trockenfutter habe ich nie verfüttert. Und seit dem er so krank ist gebe ich ihm genau das, was du vorgeschlagen hast. Das Kattovit Sensitive Huhn, Huhn mit Reis oder auch schonmal die Schälchen von Miamor milde Mahlzeit. Die sind ja auch aus reinem Huhn und speziell für sensible Katzen.
Joghurt mag er gerne. Habe ich mich nur lange nicht getraut zu füttern. Man traut sich ja irgendwann einfach garnix mehr und sieht hinter ALLEM eine potentielle Gefahr. Bei Joghurt dachte ich, der wär vielleicht zu sauer für ihn...

AB hat er schon sehr lange, sehr viel bekommen. Ohne durchschlagende Wirkung. Allerdings noch nie in Verbindung mit Cortison. Ich dachte auch immer, dass man Cortison nicht geben sollte, wenn schon eine Entzündung im Körper ist. Aber da kenn ich mich nicht genügend aus... . Vielleicht frag ich nochmal nach!

Was die Lactulose angeht,ich habe ja einen riesen Haufen Medikamente verschrieben bekommen, die die Verstopfung lösen sollen. Unter anderem eben auch Milchzucker. Nur ist es für mich momentan schwierig einzuschätzen, ob ich wirklich anfangen soll ihn mit noch mehr Mitteln zuzupumpen, obwohl die eigentliche Ursache immernoch nicht gefunden ist. Ich mein, der TA meint ja sie gefunden zu haben. Aber mir scheint das alles eben nicht ganz schlüssig...

Naja, vielen Dank für deine Tipps und den guten Zuspruch :wink:
LG miki
 

Nickl

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hallo Miki,

du warst ja nun endlich bei einem Fachtierarzt. Wenn er dir sehr kompetent vorkam, solltest du dich an seine Therapie halten. Ich denke, er wird es ähnlich wie mein Gastroenterologe halten und die Therapie je nach Bedarf anpassen. Du sollst doch sicherlich in einiger Zeit Bericht erstatten oder deine Katze wiedervorstellen. Er wird dann sicherlich auch die Therapie neu ausarbeiten und die Medikamente anpassen. Wir haben auch monatelange behandelt und ich musste regelmässig Bericht erstatten oder meinen Kater wiedervorstellen.

Die Therapie des Gastroenterologen in Frage stellen solltest du nun nicht, du musst lernen zu vertrauen, sonst kann auch er euch nicht helfen und was hilft ein teurer Tierarztbesuch, wenn man die vorgeschlagene Therapie nicht umsetzt.

Wenn er dir eine Therapie mit bestimmten Medikamenten vorgeschlagen hat, solltest du sie auch so umsetzen und wenn was nicht passt oder sich etwas verschlechtert, sofort wieder bei dem TA melden. Wie soll er euch denn sonst helfen können?

Besprich doch deine Zweifel nochmal mit diesem Tierarzt, er kann es dir sicherlich nochmal ausführlich erklären.

Ich denke auch, wenn dieser Fachtierarzt nicht weiter weiss, wird er sich mit Kollegen beratschlagen, hat mein TA ja auch getan.

Wenn der TA Cortison für notwendig hält, wird er euch es sicherlich sagen.
ob mit oder ohne Kombination mit AB.

Nachdem die Erkrankung nun doch schon sehr lange dauert, wird es bestimmt auch nicht von heute auf morgen in Griff zu bekommen sein, aber wie sollst du deinem Kater helfen können, wenn du nur zweifelst und die Therapie in Frage stelltst?
Wenn er es für den Anfang so für sinnvoll hält, solltest du es auch umsetzen und wie bereits gesagt, in regelmässigen Abständen wieder bei ihm melden.

Nachdem es ja der von meinem Fachtierarzt vorgeschlagene Kollege sein müsste, bin ich mir sicher, dass du vertrauen kannst und dass ihr zusammen die Erkrankung deines Katerli`s den Griff bekommt, so dass er wieder gut leben kann.


lg
Silvia
 

r2d2

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Hallo Miki,

ich hätte wohl einfach fragen sollen, was Du fütterst, dann hätte ich weniger schreiben brauchen :oops:

Hast Du ernährungsmäßig auch schon mal Ausschlußdiät versucht? Hat das evtl. eine Verbesserung der Symptome gebracht oder war es wirkungslos?

Wie gibst Du das Omeprazol - konstant durch oder versuchst Du auch, die Dosierung vorsichtig zu verringern um zu schauen ob er trotzdem klarkommt?

Ich hab Dein erstes Post nochmal durchgelesen und muß sagen, der Verdacht, dass die Verstopfung vor allem durch das Omeprazol kommt, drängt sich ja wirklich auf, wenn die Verdauung vorher normal war.

Ich hab mal bei clinipharm nachgeguckt, da steht bei unerwünschten Wirkungen von Omeprazol: "wegen einer möglichen gastrininduzierten tumorigenen Wirkung sollten jedoch keine Langzeitbehandlungen vorgenommen werden". Von Verstopfung stand zwar nichts da, aber individuelle Reaktionen sind ja trotzdem möglich. Wäre bestimmt besser, wenn zumindest mittelfristig auf das Mittel wieder verzichtet werden könnte.

Was für eine neue Therapie wurde denn vorgeschlagen, welche Medikamente? Bei Lactulose hätte ich noch die wenigsten Bedenken, das finde ich im Vergleich zu anderen Medikamenten relativ harmlos, es entgiftet den Körper und hat eine leicht abführende Wirkung, wäre also bei Verstopfung schon ok.

Kommt der neue Therapieplan ohne Omeprazol aus?

Deine Zweifel an der neuen Therapie kann ich auch total gut nachvollziehen, das würde mir genauso gehen. Man hat irgendwie den Eindruck, dass die erste Therapie Symptome erzeugt hat, die jetzt mit der neuen Therapie behandelt werden, ohne an die eigentliche oder "harmlosere" Ursache vom ganzen Übel heranzugehen.

Ohne zu wissen, was die neuen Therapieempfehlungen sind, kann man allerdings nur wenig dazu sagen. Willst Du das mal etwas ausführlicher beschreiben?

Ich mußte übrigens auch lernen, den Therapieempfehlungen von Tierärzten nicht mehr blind zu vertrauen, das war ziemlich anstrengend. In der Kürze der Zeit werden schonmal die Nebenwirkungen und Risiken nicht erklärt, oder es wird eine viel zu hohe Dosierung empfohlen, die für eine andere Indikation angemessen wäre. Ich hab es erst gemerkt, als ich anfing, selber nach den Diagnosen und empfohlenen Medikamenten zu recherchieren. Das war für mich ziemlich beängstigend, denn man erwartet ja, dass man der Kompetenz des Tierarztes vertrauen kann. Aber das ist leider nicht immer 100% der Fall, deshalb ist Mitdenken und kritisch Hinterfragen auf jeden Fall sinnvoll. Im günstigsten Fall findest Du alles bestätigt, was Dein TA verordnet, dann kannst Du beruhigt sein.

Was Deinen Kater betrifft, glaube ich auch, dass mehr Medikamente nicht unbedingt besser sind. Dass die Verdauungsproblematik erst seit einem 3/4 Jahr besteht, spricht meiner Meinung nach aber eher für eine erworbene Krankheit, die sich über einen gewissen Zeitraum aufgebaut hat, als für eine angeborene Darmträgheit.

Auf die Kombination von AB mit Cortison komme ich, weil ich wegen des Leberproblems von meiner Paula sehr viel über entzündliche Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts gelesen habe. In einigen Fällen wird AB mit Cortison kombiniert, wobei das AB gegen die Infektionen wirkt und das Cortison die überschießende Entzündungsreaktion wieder zurückdrängt. Aufgrund der immunsuppressiven Wirkung von Cortison bei hohen Dosen dann typischerweise mit AB kombiniert, um den Organismus vor Infektionen zu schützen. In der Humanmedizin wird Cortison ebenfalls bei akuten und chronischen Entzündungen gegeben. Aber Cortison ist auch nicht ohne Risiken und Nebenwirkungen. Wenn ein guter Therapieplan ohne Kortison auskommt und entsprechend anschlägt, ist das sicherlich besser.

Was BARF angeht, möchte ich Dich sehr ermutigen, es mal zu versuchen. Am Anfang wirkt es schrecklich kompliziert, aber nach dem ersten Kulturschock erkennt man, dass es gar nicht so schlimm ist. Gerade bei Deinem Kater wäre es meiner Meinung nach wirklich einen Versuch wert, um eine lebenslange Behandlung wegen "angeborener Darmträgheit" zu vermeiden. Wenn Du Hilfe für den Einstieg möchtest, dann schreib mir eine PN.

Liebe Grüße,
Patricia
 

MIKI*

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Hallo Nickl,
es stimmt, ich habe mich bei dem Tierarzt sehr gut aufgehoben gefühlt. Trotzdem halte ich es für möglich, dass auch ein Spezialist mal eine Kleinigkeit übersehen kann, die aber unter Umständen wichtig ist. Die Diagnose, die er auf Grund des Röntgenbilds gestellt hat, ist natürlich naheliegend. Ich habe es ja selbst gesehen. Mogli hat Verstopfung und zwar nicht zu knapp. Außerdem ist der Krankheitsverlauf wohl typisch für ein Megacolon. Aber ich kann die Tatsache, dass laut Beipackzettel Verstopfung eine der häufigsten Nebenwirkungen von Omeprazol ist, ja nicht einfach ignorieren. Erstens, weil ich eben die Befürchtung habe, dass die Ursache für seine Verstopfung garnicht in dieser Krankheit liegt, sondern nur mit der Omperazolgabe zusammenhängt. Zweitens, weil ich denke, dass, gerade wenn es tatsächlich ein Megacolon ist, es nicht unbedingt sinnvoll wäre ihm weiterhin ein Medikament zu geben, das stark stopfend wirkt... .
Ja, in vier Wochen habe ich nochmal einen Termin bei ihm. Allerdings fände ich es für mich wichtig, diese Frage nicht erst dann klären zu können. Ich habe auch schon versucht ihn zu erreichen, bisher aber erfolglos.
Ich würde den Ärzten wirklich gern vertrauen. Mein Gott, wie froh war ich, als ich am Donnerstag da rauskam und das Gefühl hatte jemanden gefunden zu haben, der weiß was er tut und uns wirklich helfen kann. Aber ich habe in den letzten Monaten so viele widersprüchliche Aussagen von Tierärzten gehört, bekam die abenteuerlichsten Ratschläge geboten und musste mir bitterböse Blicke gefallen lassen, wenn ich diesen Ratschlägen nicht nachgehen wollte. Keine Frage, es fällt mir schwer den Ärzten zu vertrauen, aber bisher hat mir auch noch niemand von ihnen Grund dazu gegeben... .
Vielen Dank trotzdem nochmal, dass du mir den Kontakt zu deinem TA ermöglicht hast. Ich denke ja grundsätzlich schon, dass das der richtige Schritt war. Ich möchte es nur richtig machen. Es ist so anstrengend, ständig im Dunkeln zu tappen...

r2d2,
also eine Ausschlussdiät wurde vorgeschlagen, habe ich bisher aber noch nicht versucht. Ich hatte das Thema auch nochmal am Donnerstag angesprochen und der TA hielt es nicht für sinnvoll, jetzt eine Ausschlussdiät zu beginnen. Mal schauen, das steht jetzt erstmal hinten an. Eins nach dem andern...:wink:
Ich gebe das Omeprazol schon konstant. Natürlich habe ich zwischendurch versucht es zu reduzieren, bzw. es kurzzeitig ganz wegzulassen. Aber er fängt einfach sofort wieder an zu brechen. Das ist mit der Zeit eigentlich sogar noch schlimmer geworden...
Der neue Therapieplan sieht vor, dass ich Omep die nächsten zwei Wochen weitergebe. Zusammen mit den anderen Medikamenten. Anschließend soll ich versuchen nur noch mit den anderen Medis auszukommen.
Um die Verstopfung zu lösen soll ich ihm Bifiteral(7,5 ml am Tag), Dulcolax(1Dragee am Tag) und Ramitridin (1/2 Tablette am Tag) geben. Wenn es nötig ist, soll ich zusätzlich zu einem Mikroklist(so ähnlich wie ein Zäpfchen glaube ich) greifen. Er sagt, dass es das Wichtigste wäre, die Verdauung am Laufen zu halten. Durchfall sei besser als Verstopfung. Ich frag mich halt nur, ob es nicht möglicherweise ausreichen würde einfach das Omeprazol gegen einen anderen Säureblocker auszutauschen, damit die Verdauung wieder läuft. Dann könnte man sich einen weiteren Medikamentencocktail sparen. Auch wenn meine so lang ersehnte Ursache damit wieder dahin wäre...:?
Dass die Verdauungsprobleme erst seit einem 3/4 Jahr bestehen, ist laut TA normal für ein Megacolon. Er meinte, diese Krankheit tritt typischerweise im Alter von 2-3 Jahren auf (Mogli ist drei).
Demnächst habe ich etwas mehr Zeit als jetzt. Dann kann ich mich mal näher mit der Rohfütterung beschäftigen. Ich melde mich bestimmt bei dir, wenn ich Fragen habe!!!
LG Miki
 

r2d2

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Hallo Miki,

jetzt hab ich den Plan verstanden: Die Verstopfung soll aufgelöst werden, weil diese als Ursache der Magenschleimhautentzündung angenommen wird, und im Anschluß daran müßte sich alles wieder normalisieren. D.h. gegen die Entzündung direkt wird gar nichts gemacht. Der Test soll dann wohl sein, ob das Erbrechen wegbleibt, nachdem das Omeprazol nicht mehr gegeben wird.

Hat schon was für sich, obwohl ich nach Deiner Schilderung trotzdem eher glaube, dass das Omeprazol für die Verstopfung verantwortlich ist, und nicht eine generelle Darmträgheit.

Allerdings hast Du nicht wirklich was gewonnen, wenn Du nur den einen Säureblocker durch einen anderen austauschst. Der wird wieder andere Nebenwirkungen haben und Du kriegst Deinen Kater weiterhin nicht medikamentenfrei. Von daher wär der Ansatz des TA's vielleicht wirklich einen Versuch wert.

Das Problem sehe ich aber darin, dass der Medikamentencocktail auch nicht ganz ohne ist. Bifiteral (Lactulose) scheint ja ok zu sein, aber Googeln nach Dulcolax ergibt Erfahrungsberichte (bei Menschen) mit heftigen Nebenwirkungen, da lese ich was von Magen-Darm-Krämpfen bis hin zu Kreislaufkollaps und Stuhl der nur noch aus Wasser besteht. Und das bei Einnahme von 1 Dragee (Quelle). Ich glaube da hätte ich ziemliche Bedenken, das zu verabreichen.
Zu Ramitridin hab ich nichts gefunden, nur Ramipril, aber das ist ein Mittel gegen Bluthochdruck, das kann es doch nicht sein?

Den Cocktail finde ich jedenfalls ziemlich heftig. Wird bestimmt die Verstopfung auflösen, aber die Nebenwirkungen könnten Deinem Kater ganz schön zusetzen. Also ganz ehrlich, ich hätte auch kein gutes Gefühl dabei.

Würde es nicht genügen, erstmal zu schauen, wie der Kater auf Lactulose reagiert? Bei meiner Paula zum Beispiel wirkt das durchschlagend - ich hab das zweimal getestet, als sie ziemlich festen Kot hatte, denn Lactulose wäre eigentlich gut für sie wegen der entgiftenden Wirkung. Beide Male hatte sie ca. 5 Stunden später eine ordentliche Menge Kot abgesetzt, wobei der Anfang noch fest war und das Ende in formlosen DF überging. Sie wiegt knappe 3 kg und die Dosis war weniger als 1/2 ml in der jeweiligen Mahlzeit. Wegen dem heftigen Effekt gebe ich das tatsächlich lieber nicht mehr, würde aber bei Verstopfung darauf zurückgreifen - in 1/4 der angegebenen Dosierung.

Also ich kann mich echt nur wiederholen, mein Rat wäre Ernährungsumstellung, und nicht noch mehr Medikamente. Die Verstopfung auflösen macht schon Sinn, aber ich würde erstmal schauen, ob nicht etwas Lactulose schon ausreicht, bevor ich härtere Geschütze auffahre.

Nach allem, was ich zum Thema Katzenernährung so gelesen habe, ist mein Eindruck, dass Darmträgheit eine Folge der Fütterung mit Industriefutter ist, weil das viel zu voluminös ist. Dafür ist der Darm der Katze nicht ausgelegt, und bei "Prädisposition" entstehen dann halt die Krankheiten im Magen-Darm-Bereich. Der Volumenunterschied ist ganz offensichtlich, wenn man die empfohlenen Fütterungsmengen bei Rohfleisch mit denen von Feuchtfutter vergleicht: Bei Rohfleisch sind es 25-30g pro kg am Tag, bei Fertigfutter eher das Doppelte. (Bei Rohfleisch kommt allerdings noch ca. 30% für Supplemente und Wasser dazu, muß man fairerweise erwähnen. Trotzdem finde ich den Unterschied heftig).

Bitte nimm Dir die Zeit und lies Dir die Seite zur Katzenernährung bei Savannahcats und die Studie durch, die ich verlinkt habe. Rohfütterung lernen kostet Dich jetzt vielleicht 3-4 Tage, aber könnte eine viel effektivere und auf Dauer gesündere Therapie sein.

So, bevor ich jetzt den Hut für BARF-Advocacy aufkriege, hör ich auf :oops:
Bitte berichte weiter wie Du entscheidest, und wie es Deinem Kater geht.

Liebe Grüße,
Patricia
 

Nickl

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hi,

also ich hinterfrage bei meinen TÄ grundsätzlich auch erstmal jede Therapie und versuche, ob ich eine zweite Meinung dazubekommen kann. Vermutlich ist in meiner Akte schon ein grosses rotes Ausrufezeichen und der Vermerk "schwierig" notiert::bg

Bei meinem Gastroenterologen habe ich gelernt, dass ich ihm blind vertrauen kann, da passt einfach alles.

Mäcky musste damals auch lange und sehr viele Medikamente nehmen, man muss den Nutzen gegenüber dem evtl. möglichen Schaden abwiegen und bei Mäcky wurde auch ständig neu angepasst. Manchmal geht es eben nicht ohne, aber wie soll eine Erkrankung sonst in den Griff bekommen?
Vorrangig steht ja die dauerhafte Lebensqualität und dass er sich wieder wohl fühlt und es ihm gut geht und er dauerhaft mit so wenig Medikamenten wie möglich auskommt.

Ich finde den Therapieansatz von deinem Fachtierarzt recht logisch, mit dem Omeprazol kannst du derzeit vermutlich noch nicht aufhören, da er sonst wieder erbricht, was auch nicht gut ist. So versucht er erst, den Darm wieder zum Arbeiten zu bringen um dann das Omeprazol zu reduzieren.

hier ist das Megacolon u.a. beschrieben
http://www.uni-giessen.de/~gi1394/dokumente/Gesamtdatei_Gastro_Hannover.pdf

wenn eine Wiederherstellung des Darmes nicht klappt, besteht vielleicht noch die Möglichkeit der operativen Therapie. Allerdings wäre mir lieber es erstmal medikamentös zu versuchen, bevor ich zum letzten Ausweg schreite.


Irgendwie musst du ja anfangen, wenn du deinem Kater helfen willst. In irgendein kaltes Wasser musst du vermutlich springen - so kann es es jedenfalls nicht dauerhaft weiter gehen bei euch.



Vermutlich meinst du Ranitidin, das ist ein Magenschutzmittel.


lg
Silvia
 

sabine.wer

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hallo Miki,

ich lese das erst jetzt. Der Kater meiner Tochter hatte ein Megacolon, wir mussten ihn vor 3 Wochen einschläfern lassen.

es fing mit erbrechen an. Erst nur ein paarmal, irgendwann war der Kater nur noch am brechen. Wir sind 2 Jahre gerannt, von TA zu TA. Blutwerte und so waren alle in Ordnung. Irgendwann hatten wir einen TA der ihn gründlich geröntgt hat und heraus kam ein Megacolon was man sehr gut sehen konnte auf dem Röntgenbild. Uns wurde das so erklärt: da sich ja im Darm so Taschen bilden wo der Kot drinbleibt und steinhart wird können die Katzen schlecht auf die Toi. Und wenn unten "dicht" ist und oben wird nachgestopft müssen sich die Katzen erbrechen.

wir haben Eddi noch 2 Jahre behalten dürfen. Er hat am Anfang Macrogol bekommen und Milchzucker oder Lactulose damit er "konnte". Geholfen hat das alles nicht wirklich.

irgendwann schlug es bei ihm ins Gegenteil um, er hatte nur noch Durchfall, also bekam er was was stopfte. Zum Schluss haben wir ihn homöopathisch behandelt und das schlug ganz gut an.

leider bekam er zum Schluss Probleme mit dem Herzen (er war 14) und nachdem er dann voller Wasser war und noch Tumore in den Lungen festgestellt wurden mussten wir ihn gehen lassen.

das Megacolon ist eine verflixte Krankheit wo man soviel noch nicht drüber hört oder liest. Ich habe damals bei den Handicap-Katzen viel Ratschläge bekommen.

LG
Sabine
 

MIKI*

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Hallo an alle!
Gestern habe ich noch mit dem TA telefoniert. Er hat mir erklärt, dass zumindest nicht bekannt wäre, dass Omeprazol auch bei Hund und Katze verstopfend wirkt. Das hat mich zwar immernoch nicht gänzlich überzeugt, aber zumindest verstehe ich jetzt sein Vorgehen und kann mich auf die Behandlung einlassen.

Ich bin trotzdem auch jetzt noch ziemlich verunsichert. Jeh mehr ich über die Krankheit und die Behandlungsmöglichkeiten lese, desto komplizierter wird alles. Ich sehe ein, dass man etwas gegen die Verstopfung tun muss. Aber gleich drei Abführmittel zusammen? Gestern habe ich die Lactulose aus der Apotheke geholt und ihm abends 2,5ml davon verabreicht. Gleich heute morgen hat er sehr viel weichen Kot abgesetzt. Laut TA soll ich ihm aber insegesamt 7,5ml Lactulose am Tag geben. Das heißt zu jeder Fütterung 2,5 ml. Ist das nicht Blödsinn, wenn er mit viel weniger auskommt? Im Internet steht, dass Katzen nicht mehr als 1ml/kg am Tag kriegen sollten. Mogli wiegt 5 Kilo... Zumal ich gehört habe, dass Lactulose eh keine Dauerlösung sein kann, weil es einen starken Gewöhnungseffekt gibt.
Das Dulcolax traue ich mich schonmal garnicht. Ich will doch nicht, dass er ausläuft. 2,5 ml Lactulose zeigten bereits einen durchschlagenden Erfolg. Wozu auch noch Dulcolax UND Ranitidin? Ranitidin ist übrigens ein Säureblocker, der zusätzlich die Darmperistaltik anregen soll. Und damit komme ich zum nächsten Problem. Auch wenn der TA mir Ranitidin wahrscheinlich verschrieben hat, weil er die verdauungsfördernde Wirkung nutzen will. Wozu dann noch Omep? Dann würde ich ja zwei Säureblocker auf einmal geben. Sorry, aber ich versteh das alles einfach nicht ::?

Im Internet steht auch viel über natürlich unterstützende Mittel bei Verstopfung/Megacolon. Flohsamen, rohe Kartoffelstärke, Ulmenrinde, Ballastsoffe und Form von Gemüse(Möhrenbrei, Kürbis...). Ich weiß aber nicht, wie ich das angehen soll. Oder ob überhaupt. Ich bin irgendwie völlig erschlagen von den ganzen Informationen... .

Es tut mir leid Nickl, du wirst dir wahrscheinich schon wieder die Haare raufen :oops: .Wirklich, ich gebe mir Mühe nicht allzu misstrauisch zu sein. Aber ich halte eben auch nichts von blindem Gehorsam. Vor allem, wenn er meinem Tier schaden könnte. Dafür hänge ich zu sehr an der Mieze...

sabine, kannst du mir vielleicht sagen, mit welchen homöopathischen Mitteln ihr behandelt habt? Danke für deinen Tipp mit den Handicap-Katzen!
Lg Miki
 

Nickl

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hi,

bezüglich Lactulose kenne ich es eigentlich so, dass man sich rantastet, wieviel man benötigt. Wenn du mit weniger Lactulose zum Erfolg kommst, ist das vielleicht auch ausreichend. Ich denke, ich würde dann auch nicht mehr geben.

Mäcky hatte damals übrigens auch Ranitidin und Omep zusammen bekommen.

mit Flohsamen wäre ich sehr vorsichtig, das kann auch stopfen, wenn man es falsch gibt.

lg
Silvia
 

sabine.wer

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hallo Miki,
mich wundert das Du Lactulose in das Tier reinkriegst. Wir haben das nur mit Not mit Spritze ins Maul bekommen, der Kater ist schon gerannt wenn er das gesehen hat. Hast Du mal das Macrogol probiert? Soll bei vielen Katzen gut wirken, mach Dich mal schlau.

wir haben erst homöopathisch behandelt als es beim Kater schon in Durchfall umgeschlagen hatte, und dann Spascupreel für das Bauchweh gegeben und Diarrheel gegen den Durchfall. Das hat ganz gut geholfen, aber da ging es auch schon stramm auf's Ende zu.
Würd Dir ja im Moment auch nichts nützen.

wir haben damals auch alles mögliche durchprobiert um ihn zum Stuhlgang zu kriegen, auch futtertechnisch. Wir haben ihm Sahne, fetten Lachs usw. gegeben. So richtig hat das alles nichts gebracht, es ist eine vertrackte Krankheit.

LG
Sabine
 

MIKI*

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Hi,
also ich war gestern nochmal bei meiner Haustierärztin. Zweite Meinung kann ja nie schaden... .Obwohl sie natürlich keine Spezialistin ist, kennt sie sich mit dieser Krankheit anscheinend recht gut aus, da sie selber eine Katze mit Megacolon besitzt. Sie hatte auch schon mit dem Gastrointerologen telefoniert und wusste, wie der vorgeschlagene Behandlungsplan aussieht.
Ich habe ihr dann meine Bedenken erklärt und sie hat mich darin eigentlich nur bestätigt. Wie du schon sagtest sabine, gestaltet sich das mit der Lactulose schwierig. Ich krieg sie zwar irgendwie übers Futter in ihn rein, aber es ist jedes Mal ein Akt von mindestens zwei Stunden und braucht seeeehr viel Überredungskunst. Einfach stehen lassen geht bei mir auch nicht, weil unser anderer Kater wiederum derart verfressen ist, dass er, Lactulose hin oder her, einfach alles verschlingt, was ihm so in den Weg kommt. Auch die TÄ hat mit der Verabreichung von Lactulose große Schwierigkeiten gehabt. Ich finde aber, etwas, das ich meinem Tier möglicherweise über Jahre verabreichen muss, muss irgendwie auch in den Alltag integrierbar- und halbwegs stressfrei sein. Zumal von der Lactulose mit der Zeit ja vermutlich immer mehr nötig sein wird...
Anstelle der Lactulose hat mir meine TÄ dann auch Flohsamenpulver empfohlen, mit dem sie anscheinend gute Erfolge bei ihrer Katze erzielt. Sie hat mir sehr genau erklärt, wie man es richtig anwendet, sodass es nicht verstopfend wirkt. Ich habe gestern ein Gramm in 40 ml verdünnter Milch quellen lassen und anschließend die Hälfte davon in fetten, probiotischen Naturjoghurt eingerührt. Das wurde anstandslos aufgeleckt. Sogar lieber als den Naturjogurt pur. Weil Flohsamen wohl auch gegen die Magenschleimhautentzündung helfen können, sind sie eigentlich ideal für Mogli. Vorausgesetzt sie wirken...
Ranitidin betrachtet die TÄ ebenfalls kritisch. Weil es nur sehr wenig verlässliche Nachweise dafür gibt, dass sich das Mittel tatsächlich positiv auf die Darmperistaltik auswirkt. Dafür hemmt es aber die Magensäureproduktion, sodass ich, wenn ich in zwei Wochen das Omeprazol absetze, trotzdem nicht sehen würde ob sich die Kotzerei verbessert hat. Irgendwie kontraproduktiv und deswegen erstmal endgültig aus der Behandlung gestrichen.
Dann habe ich noch nach dem Macrogol gefragt. Damit hat sie selbst keine Erfahrungen, aber wohl schon viel Positives gehört. Ich finde es auch recht überzeugend. Es soll keine Nebenwirkungen und keinen Gewöhnungseffekt geben, geschmacksneutral und sehr effektiv sein. Hole es mir heute aus der Apotheke und hoffe, dass er damit endlich wieder täglich aus Klo geht!
LG Miki
 

Country girl

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Hallo Miki,wie geht es Deinem Kater!habe durch Zufall Deinen Beitrag gelesen und möchte auch noch etwas anfügen.Uns ist vor nunmehr 4 Jahren unser Felix zugelaufen. Auch ein Megacolon - Kater. Das Megacolon ist recht gut auf dem Röntgenbild zu sehen. Hat der TA es Dir nicht zeigen können? Nach den Ausbeulungen im Darm unterscheidet man auch den Schweregrad.Wir haben in den 4 Jahren eine wirklich Odysee an Arztbesuchen einschließlich Uniklinik Gießen hinter uns gebracht.Hier nun in Kurzform die Geschichte und was uns dann schließlich wirklich geholfen hat: Zuerst Laktulose. Dann irgend wann nicht mehr. Dann über ein Jahr Mikroklist. (Klistier aus der Apotheke) Oder auch Profiklistier beim TA. Abstände wurden immer kürzer. Auch aufgrund von Internetrecherche Makrogol gegeben: Kater fast daran gestorben. Kein Wunder, denn auf dem Beipackzettel steht ausdrücklich als Kontraindikation "toxisches Megacolon". Toxisch ist ein Megacolon immer dann, wenn durch die Kotansammlung schon so viele Bakterien und ihre Abbauprodukte im Darm vorhanden sind, dass es bei der Gabe eines Abführmittels zu einer Ausschüttung in den Blutkreislauf kommt. So hat es mir der TA und der Apotheker damals erklärt. Wann dies dann ist, kann man aber von Außen leider nicht sagen, da man diese Prozesse von Außen leider nicht sieht. Habe damals ziemlich Schimpfe bekommen, dass ich es ausprobiert habe.Endlich haben wir nur durch Ursachenforschung die Sache wieder besser hin bekommen: Viele Megacolons sind durch Nervenstörungen bedingt, die z.B. von eingeklemmten Nerven oder ähnliches kommen können. Felix hat Rückenprobleme. So wie es aussieht hat er eine alte Wirbelsäulenverletzung.Letztendlich hat die Behandlung des Rückens mit nicht schulmedizinischen Mitteln den Erfolg gebracht: Regelmäßige Otheopathie sowie eine Dauerakupunktur. Hin und wieder ist er zwar wieder verstopft, was sich aber schnell lösen läßt (Klistier und oder osthepoathische Behandlung). Insgesamt war es ein 1 1/2 Jahre dauernder Kampf, nachdem Laktulose und Klistier nicht mehr halfen und die Schulmediziner auch nicht weiter wußten. Und es war es wert. !!!! Mein Kater dankt es mir jeden Tag und er hat alles geduldig mitgemacht.
Lg Steffi
 
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Megacolon?

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