Matti, ohne Augen mit Epi und Hirnschaden

Diskutiere Matti, ohne Augen mit Epi und Hirnschaden im Epilepsie Forum im Bereich Katzenkrankheiten; Seit 4 Wochen wohnt Matti bei uns. Geboren wurde er vor 10 Monaten mit einem Schrumpfauge und einem glaukomatösen Auge. Epi sollte er auch...

Gingerella

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Seit 4 Wochen wohnt Matti bei uns.
Geboren wurde er vor 10 Monaten mit einem Schrumpfauge und einem glaukomatösen Auge.
Epi sollte er auch haben. Man gab mir Luminaletten 15 mg mit. Davon sollte er morgens und abends je eine viertel Tabl. bekommen.
Ein Blutbild gabs nicht.
3 Tage nach Ankunft wurde in einer Klinik das Glaukom - Auge entfernt und es wurde geraten, die Lumis zu reduzieren und ganz abzusetzten, weil die Anfälle auch aufgrund
des schmerzenden Auges hätten kommen können.
10 Tage später hatte Matti einen Epi - Anfall.
Nun sollte ich ihm die Lumis wieder geben, in der selben Dosierung wie vorher.
Ca. 2 Wochen hatte er keinen Anfall, bis letzten Donnerstag.
Nachts weckten mich die Hunde und ich fand Matti in einem Anfall.
Freitag ließ ich ihm Blut abnehmen. In der Annahme, es würde ein großes BB gemacht und der Phenolspiegel gemessen.
Es wurde nur der Phenolspiegel zugesandt.
Sein Wert ist 8,4, bei einer Referenz von 10 - 40.
Jetzt soll ich die Lumis erhöhen, bis zur dreifachen Menge.
Das mache ich seit gestern. Matti bekommt jetzt morgens und abends eine halbe Lumi.

Viel gelesen habe ich inzwischen, aber es bleiben Fragen;
Wie genau kann man den Ammoniakspiegel feststellen ?
Ammoniak verflüchtigt innerhalb einer halben Stunde. Zum Labor schicken, geht nicht. Oder vielleicht mit gefrorenem Blut?
Wie kann genau festgestellt werden, ob Matti einen portosystemischen Shunt hat ?
Reicht dazu erstmal ein BB oder kann das nur mit Kontrastmittel und Laparatomie festgestellt werden ?
Hat jemand Erfahrungen mit einer solchen OP ?

In welcher Reihenfolge soll ich welche Untersuchungen machen lassen ?
Matti ist soo jung und lebt sehr gern, wenn er auch durch die Erhöhung der Lumis im Moment viel schläft.
Das ist Matti vor der OP:

So sieht er jetzt aus:


Danke fürs Lesen und liebe Grüße
Liane
 
Zuletzt bearbeitet:
21.02.2009
#1

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Lena06

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Hallo Liane,

schön, dass Matti bei Dir ein so tolles zu Hause gefunden hat.

Die Epianfälle können tatsächlich von den Schmerzen kommen, Lena hatte das vor zwei Jahren auch.

Meine Frage ist: wie hast Du die Lumis abgesetzt???
Von einem Tag auf den anderen oder schleichend, jeden Tag ein wenig mehr weggelassen und die Abstände der Gabe vergrößert?

Rein aus Interesse: wurde das Blut abgenommen als Matti seine morgendliche Dosis Lumis hatte oder vorher?

Vielleicht hatte Matti durch die OP hinterher noch Schmerzen und dadurch wurde der neuerliche Anfall 10 Tage später ausgelöst?

Wie lange lag zwischen der OP und dem Absetzen der Lumis?

Fragen über Fragen, Deine speziellen kann ich Dir leider nicht beantworten, damit kenne ich mich so garnicht aus.
 

Gingerella

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Danke Silke,
nach der OP habe ich die Lumis erst abends weggelassen, nach 5 Tagen auch morgens. 3 Tage ohne Lumi und es kam ein Anfall. ( langsamer ging bei einem Viertel der kleinen Tabs nicht)
Das war 8 Tage nach der Augenoperation. Hatte mit Schmerzen wohl nichts mehr zu tun. ( operiert wurde er mit Inhalationsnarkose )
Das Blut letzten Donnerstag wurde VOR Gabe der Lumi abgenommen.
Das hatte der Dok mir so gesagt.

Liebe Grüße
Liane
 

Lena06

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Hmmm, ich kann Dir jetzt nur sagen, wie ich es gemacht habe und wie es mir von meiner Tíerklinik empfohlen wurde.
Deshalb wundere ich mich so sehr über den kurzen Abstand nach der OP.

Lena bekam 1,5 Lumis / Tag, ihre Anfälle kamen durch eine verletzte Pfote.
Verletzt wurde die Pfote Anfang April 2007, die letzten Lumis bekam sie Weihnachten 2007.
Anfang Dezember fing ich damals mit dem Ausschleichen der Tabletten an.

Die Lumis wurden erst abgesetzt, als ganz klar war, die Pfote ist verheilt, sie hat keine Schmerzen mehr!!!

Ich denke jetzt bei euch:

wenn Du "schon" (klar nach Absprache mit dem Doc) 8 Tage nach der OP mit dem Ausschleichen begonnen hast, war das vielleicht zu früh???

Ich würde da die Flinte nicht ins Korn werfen und das evtl. nochmal in zwei bis drei Monaten versuchen!!!

Du gibst die Lumis ja zweimal pro Tag, immer morgens und abends zur selben Uhrzeit?

Wenn jetzt VOR der nächsten Gabe gemessen wurde, ist es normal, dass der Wirkstoffspiegel des Phenobarbitals sehr niedrig ist und deshalb die Gabe erhöht wurde.
Hmmm, aber die dreifache Dosis???

Phuuu, aber der Arzt wird auf jedenfall wissen was er tut, da würde ich mich schon dran halten.

Aber vielleicht schlägst Du tatsächlich vor, in einigen Wochen oder Monaten nochmal einen seeehr langsamen Versuch zu starten die Lumis auszuschleichen.
 

julii

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Hallo Liane!

Einen hübschen Tiger hast du da - wenn das Auge auch ziemlich gruselig aussah.....

Ammoniak im Blut lässt sich wohl relativ problemlos bestimmen, frag mich nicht wie, aber es ist ein übliches Diagnoseverfahren für nen portosystemischen Shunt.
Zusätzlich wird da ein Belastungstest gemacht oder ein ähnlicher Test mit den Gallensäuren.
Der Nachweis eines Shunts darüber soll wohl recht zuverlässig sein.

Ansonsten wäre auf einem Röntgenbild eine zu kleine Leber erkennbar, die Leberwerte allgemein sind schlecht, im Ultraschall kann ein geübter TA den Shunt vielleicht finden. Wenn letzteres nicht klappt, muss das Kontrastmittel ran.
Aber erstmal zur Diagnose "reicht" ein Ammoniaktest.

Erfahrungen damit hab ich nicht, nur mal Medizin studiert. :wink:

Aber - wie kommst du dadrauf dass der Matti einen portosystemischen Shunt haben könnte? Auf deinen Bildern gibt es zwar keine Möglichkeit zum Größenvergleich, aber krank, schwach oder schlecht genährt sieht er da nicht aus....

Untersuchungstechnisch würd ich mit dem großen BB anfangen - da sind ja Leber- und auch Gallensäurewerte mit drin. Wenn Matti nen Shunt hat, sollten die Werte nicht so toll sein. Schlechte Leberwerte deuten zwar nicht automatisch auf nen Shunt, aber ein Shunt ohne schlechte Leberwerte geht glaub ich nicht.
 

Elmo

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Hallo,

also das meiste ist schon gesagt worden.

Ich persönlich finde auch, dass die Luminaletten sehr schnell abgesetzt worden sind.

Dass die Tierärzte bei dem niedrigen Pheonbarbital-Spiegel (der sollte wohl auch vor den Gaben noch einigermassen im Referenzrahmen liegen) nun diesen Spiegel wieder aufbauen möchten, das kann ich verstehen. Du hast ja auch geschrieben "bis zur dreifachen Menge" daher vermute ich fast, dass du dich daran "herantasten" sollst?

Ist er eigentlich antibiotisch abgedeckt worden nach der OP? Denn es gibt wohl Antibiotika die den Abbau von Phenobarbital beschleunigen, was auch den niedrigen Spiegel erklären könnte.

Ich persönlich würde glaube ich - wäre ich du - versuchen zu einem Tierarzt zu gelangen der etwas auf Neurologie spezialisiert ist und dort dann weiter behandeln lassen.

Ansonsten finde ich sieht dein Kater für mich auch recht fit und gut aus (wobei ich natürlich mich vom Bild her täuschen könnte). das spricht auch für mich gegen ein Leberproblem - ebenso wie die Tatsache, dass er das Phenobarbital so zügig abbaut (das geschieht nämlich in der Leber).
Was wiegt der Bursche denn?

Liebe Grüße
Andrea
 

Gingerella

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Herzlichen Dank,
ihr habt mir sehr geholfen.

Bis dreifache Menge hieß nur; ausgehend von einer viertel Tablette.
Jetzt bekommt er morgens und abends eine Halbe, immer so gegen halb neun.

AB, Ampicillin, bekam er 10 Tage nach der Augen - OP.

Man hatte mir so viele Infos gegeben, daß ich nicht durchblickte, was in welcher Reihenfolge gemacht werden kann / soll.
Nein, Matti wirkt auch nicht " krank ".
Er wiegt ca. 3 Kilo.

Nächste Woche machen wir ein großes BB.
Lässt sich damit nichts weiter erkennen, bleibts bei den Lumis.
Sonst folgen die weiteren Untersuchungen.

Seit Donnerstag hatte er keinen Anfall mehr.
Liebe Grüße
Liane
 

Elmo

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Hallo,

Bis dreifache Menge hieß nur; ausgehend von einer viertel Tablette.
Jetzt bekommt er morgens und abends eine Halbe, immer so gegen halb neun.

AB, Ampicillin, bekam er 10 Tage nach der Augen - OP.
...
Er wiegt ca. 3 Kilo.
ich habe keine Informationen darüber, dass Ampicillin einen Einfluss auf den Abbau von Phenobarbital hat.
Aber wenn ich mir das so durchlese, das ist auch nicht wirklich nötig. Die Dosis von einer viertel Tablette täglich ist ja auch für eine drei Kilo Katze sehr gering.

Lässt sich damit nichts weiter erkennen, bleibts bei den Lumis.
Sonst folgen die weiteren Untersuchungen.
das scheint mir ein guter Plan zu sein.

Liebe Grüße
Andrea
 

Gingerella

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Liebe Andrea,
herzlichen Dank.
Genau DEN Plan brauchte ich, war einfach durcheinander.
Unser Dok ist eigentlich ganz fit, hat nur vielleicht selten mit Epi zu tun.
Das BB soll er machen lassen.
Sollte weitere Untersuchungen nötig sein, gehe ich mit Matti in die Klinik.
So kommen wir, glaube ich, ganz gut zurecht.
Liebe Grüße
Liane
 

julii

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Na dann wünsch ich euch alles Gute und ein "schönes" BB nächste Woche! :wink:

Epi bei Katzen ist ja auch nicht sooo häufig, da ist es kein Wunder wenn Tierärzte sich nicht auskennen - unser TA hat außer meinem Grissou auch nur eine andre Epi-Katze in Behandlung und eine handvoll Hunde...

Allerdings ist ein portosystemischer Shunt bei Feldwaldwiesen-Katzen auch nicht gerade häufig soweit ich weiß - wie kommt man dann ausgerechnet darauf?!? Zumal Matti ja nun wirklich ganz fit ausschaut und mit 3kg ja auch normalgewichtig ist...
 

Gingerella

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Die Infos, Shunt usw. kamen auf meine Frage, ob sich Epi immer nur im Gehirn abspielt oder obs andere organische Ursachen haben kann.
Dann rotierts in mir und ich muß alles wissen, alles fragen.
Im " Horzinek " steht auch, daß es eine seltene Erkrankung ist.
Dummerweise gibts bei uns häufig Erkrankungen, die eigentlich selten sind.

Ich danke euch wirklich sehr. Eure Hilfe war für mich ganz großartig.
Schaun wir mal, wie es weitergeht. Werds euch erzählen.



Matti ist ein toller Kerl.
Liebe Grüße
Liane
 

Kätzele

Gast
ach jeh, ist das ein süsses Kerlchen. Und das Foto; wie die beiden da so vertraut daliegen.
Ich finde es so schön, daß du dem Katerle eine Chance gibst, daß er ein schönes Leben hat.
Alle Achtung!
 

tigermaus

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Er ist echt ein süßer Fratz und auch ich finde es toll, daß er so einen lieben Menschen gefunden hat, der ihm eine Chance gibt...
Auch ich drücke die Daumen für den Bluttest...natürlich daß er gut ausfällt...
 

Gingerella

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Danke euch.
Ja, Matti fühlt sich wohl:




Liebe Grüße
Liane
 
karthaeuser1

karthaeuser1

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Liane, alles gute, meine Daumen sind mitgedrückt
 

Akira

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Liebe Gingerella
Ich kann leider zur Krankheit von Deinem Kater gar nichts sagen.

Aber ich möchte Dir sagen, wie toll ich es finde, dass es Menschen wie Dich gibt!

Dass Du diesem jungen Kater ein schönes Daheim und damit die Chance mit seiner Behinderung zu leben gibst.

Ich wünsche euch alles Gute und hoffe sehr, dass er doch vielleicht die Epilepsie verliert.
 

Utemausi

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Hallo, ich kenne mich nicht mit der Krankheit aus aber ich muss sagen HUT ab vor Dir, echt alle Achtung.
Danke dafür das Du dem Katerchen so ein liebevolles Zuhause gibst.::j::j::j

LG
Ute
 

julii

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Wie süß....... Wann darf ich kommen und deinen kleinen Zoo abholen? :wink:
 

c!cc!o

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Das sind bilder für die Götter die schauen alle so süß aus vorallem dein Katerle ich hoffe dass du das ganze in griff bekommt und dass dein kerlchen ein schöne und lange leben bei dir haben wird.
Übrigens der schaut fast so aus wie man kleiner löl.

LG
Chris
 

Gingerella

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Matti´s BB musste ich verschieben. Sollte eigentlich morgen früh gemacht werden.
Er war gut drauf, einige Andere hatten sich Erkältungen eingefangen.

Heute Nachmittag musste ich ihm zum Dok bringen. Aus dem Darm kam nur noch klare Flüssigkeit, wie Wasser. Es roch nach Nichts.
Die Vermutung war ein Darmverschluß. Auf dem Röntgenbild sah man eine sehr verdickte Magenwand.
Matti wurde operiert, um sich den Magen, Darm und die Bauchspeicheldrüse anzusehen. Alles ist dick entzündet...., keine Fremdkörper zu finden.
Essen soll er nichts.
Morgen früh soll er zur Infusion.
Nun lautet die Vermutung IBD.
Das sieht nicht gut aus.

Liebe Grüße
Liane
 
Thema:

Matti, ohne Augen mit Epi und Hirnschaden

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